Die richtigen endlich unterstützen January 7, 2014 | 05:55 pm

Aus dem Daily Star:

Countries in the West and elsewhere have been warning against the rising influence of these militants in Syria for months, perhaps using this as an excuse to avoid getting involved in the crisis. Now is their chance to support the rebels who openly declared that their goals have nothing to do with those of religious extremists trying to hijack the uprising against the regime.

PUK Offizieller wegen Mordverdacht verhaftet January 7, 2014 | 04:50 pm

A source in Sulaimaniyah in Kurdistan Region said on Tuesday, that a leader in the Patriotic Union of Kurdistan (PUK), Mahmoud Sangawi was arrested Tuesday night in Kalar on charges of killing anti-corruption Kurdish journalist Kawa Germyani who was killed on On December 5, 2013, outside his home in Kalar district by unidentified gunmen. “Sangawi and after coming to the investigation courthouse, the judge decided to arrest him after two hours of interrogation,” local news reported. “Sangawi has told the judge on the basis of being a major military rank and demanded to return to the Ministry of Peshmerga to be arrested there, but the judge rejected the request and decided to arrest him until the completion of the investigation in the case”. the source added.

Quelle

Tunisia votes for gender equality in new charter January 6, 2014 | 10:54 pm

Tunisia’s national assembly on Monday approved an article in the draft constitution that would guarantee gender equality “without discrimination” in the Muslim nation.

 ”All male and female citizens have the same rights and duties. They are equal before the law without discrimination,” states article 20 of the new charter, which was approved by 159 lawmakers out the 169 who voted.

Iran’s Honor January 6, 2014 | 10:48 pm

The next great step in US-Diplomacy:

Iran on Monday brushed aside a US offer of a sideline role in upcoming peace talks on Syria, saying Tehran would only accept offers that respect its “honor.”

 ”Iran has always announced its readiness to participate without preconditions” in talks on Syria scheduled for January 22, foreign ministry spokeswoman Marzieh Afkham told the official IRNA news agency.

 ”[But] Tehran will only accept offers that preserve the honor of the Islamic republic,” she said without elaborating.

 Afkham made the remarks when asked about a suggestion by US Secretary of State John Kerry that Iran, Syria’s main regional ally, may be able to play a role at the US-Russia initiated talks.

Warum Allen Funt keinen Spaß bei der Übersetzung versteht January 6, 2014 | 02:56 pm

Kind Nummer Eins ist endlich, endlich alt genug um wenigstens einige ausgewählte Folgen von Buffy the Vampire Slayer zu gucken, wenn auch nur zusammen mit einem Elternteil. Selbst dann müssen alle Episoden vorher zur Sicherheit gesichtet werden, denn man vergisst schon einige Details, wenn man eine Serie nur acht oder neun Mal gesehen hat. Dieser Autor nimmt der Schönsten Germanin diese fürchterliche Arbeit natürlich heldenmutig ab.

Leider gehört “Tabula Rasa” zu den Folgen, auf die der Nachwuchs noch verzichten muss. Das ist doof, nicht nur weil sie eine der besten überhaupt ist, sondern weil man damit gut einige grundsätzliche Unterschiede zum Leben in Deutschland erklären kann.

Das haben wir hier schon erledigt, daher tragen wir jetzt nur ein Detail nach. Als alle ohne Gedächtnis herumstehen und sich überlegen, was passiert sein könnte, sagt Anya:

[I] don’t see Allen Funt.

Giles schaut sie verwirrt an und stellt die Frage, die sich auch der gemeine deutsche Fernsehzuschauer stellen dürfte: Who?

Allen Funt war der Erfinder der Fernsehsendung Candid Camera, die in Deutschland als Versehen Sie Spaß läuft. Ganz ursprünglich war es eine Radiosendung, 1948 wechselte sie ins Fernsehen. Der britische Ableger begann 1960 unter der Leitung von David Nixon. Daher kann Giles mit dem Namen Funt auch nichts anfangen.

Die Buffy-Synchronisatoren gehen an dieser Stelle wieder ganz eigene Wege, vermutlich weil man Frank Elstner nicht in eine US-Serie stecken wollte (oder sie hatten den Auftrag, auf keinen Fall einen Konkurrenz-Sender zu erwähnen). Anya befasst sich in der deutschen Version weiter mit der Theorie, dass sie alle betrunken waren und stellt fest, dass sie “keine Elefanten” sieht. Schlimm genug. Aber dazu wird noch aus Giles’ sehr britischem und hörbar gebildetem “Who?” ein selten dämliches “Äh?”, das überhaupt nicht zu seinem Charakter passt. Hier wird erneut die Sprachebene völlig verfehlt.

Dem interessierten Leser sei versichert, dass die Bildung von Kind Nummer Eins auch auf konventionelleren Wegen fortschreitet. Am Wochenende gab es im Hause Stevenson eine längere Diskussion über den Sinn von Umgehungsstraßen und galaktischen Hyperraum-Expressrouten. Auf der Grundlage des Original-BBC-Hörspiels, versteht sich.


Der Antisemitismus und die Linke – Antisemitism and the Left January 6, 2014 | 09:00 am

This post includes two presentations in english language – english descriptions you find further down (point 3 and 4). Please forgive, if there are some mistakes in the english descriptions. | Zu Antizionismus und sekundärem Antisemitismus vgl. auch diesen Beitrag.

1.) Die Antisemitismusdebatte in der linken Bewegung

Peter Nowak hat am 19.09.2013 in Erfurt einen Vortrag (organisiert vom BiKo und der Offenen Arbeit) über die Antisemitismusdebatte in der linken Bewegung im deutschsprachigen Raum gehalten, der auf seinem Buch „Kurze Geschichte der Antisemitismusdebatte in der in der deutschen Linken“ basierte, das kürzlich bei Edition Assemblage erschienen ist. Der Vortrag ist eher in einem chronologisch-erzählendem Stil gehalten, die theoretischen Diskussionen über die ideologische Struktur und den Stellenwert des Antisemitismus sind hingegen kaum entfaltet. Der Vortrag ist dennoch interessant – vor allem für solche, die sich zunächst einen Überblick über die Gemengelage verschaffen wollen. Stationen des Vortrags sind u.a. die Texte „Gerd Albartus ist tot“ und „Das Ende der Politik“ der Revolutionären Zellen / Rote Zora (interessant: die Textsammlung „Früchte des Zorns“), der Zerfall des Kommunistischen Bundes und die Spaltung des „Arbeiterkampfes“, die Diskussionen um eine Hamburger Wandbemalung, die Nie-Wieder-Deutschland-Kampagne und später die Diskussionen nach dem Anschlag auf das World Trade Center am 11.09.2001. Unverständlich bleibt mir, was ein „progressiver Antizionismus“ sein soll, den Nowak vom „regressiven Antizionismus“ unterschieden wissen will.

Über den Antisemitismus in der linken Bewegung ist in den letzten 20 Jahren viel geschrieben worden. Doch warum hat gerade dieses Thema eine solche Sprengkraft entwickelt, dass langjährige politische Zusammenhänge, alte politische Freundschaften und viele Wohngemeinschaften daran in die Brüche gegangen sind? Oft sind die politischen Zusammenhänge nicht mehr bekannt, die dafür sorgten, dass diese Debatte in Deutschland einen solchen Stellenwert bekommen hat. Der Journalist Peter Nowak hat in der edition assemblage die „Kurze Geschichte der Antisemitismusdebatte“ herausgegeben, in der an einige bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts unter Anderem von Wolfgang Pohrt und Moishe Postone verfasste Grundlagentexte zur Antisemitismusdebatte erinnert wird, die erst nach 1989 in den Teilen einer Linken rezipiert wurde, die sich kritisch mit Staat und Nation auseinanderzusetzen begannen. Auf der Veranstaltung soll auch an konkreten Beispielen aufgezeigt werden, wie sich der Fokus der Antisemitismusdebatte von der Politik in Deutschland auf den Nahen Osten verlagerte und welche politischen Implikationen damit verbunden waren. Besonders die Auswirkungen, die die islamistischen Anschläge vom 11.09.2001 auf die Antisemitismusdebatte hatten, soll genauer dargestellt werden. Schließlich soll ein Vorschlag zur Versachlichung zur Diskussion gestellt werden, der an Diskussionen anknüpft, wie sie in der letzten Zeit in linken Zusammenhängen geführt wurde, die weder ein Interesse daran haben, dass sich die Antisemitismusdebatte ständig nur wiederholt, die aber auch nicht bereit sind, bestimmte in der Auseinandersetzung mit regressiven Antizionismus und verkürzter Kapitalismuskritik gewonnene Grundlagen aufzugeben.

Peter Nowak lebt in Berlin und arbeitet als Journalist unter Anderem für die Jungle World und das Onlinemagazin Telepolis.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Offenen Arbeit Erfurt mit dem Bildungskollektiv Biko und gefördert vom Lokalen Aktionsplan der Stadt Erfurt.
mehr: http://peter-nowak-journalist.de/ [via]

    Download: via AArchiv (mp3; 63,7 MB; 1:09:34 h)

2.) Wie hältst du es mit Israel? Zündfunkgenerator über linken Antisemitismus

Mit dem Verhältnis der Linken zu Israel hat sich Anfang des vergangenen Jahres ein Feature der Sendereihe „Zündfunk-Generator“ auseinandergesetzt. Ausgangspunkt ist die kurzzeitige Aufregung, die Anfang des Jahres 2010 innerhalb und außerhalb der Partei „Die Linke“ entstand, nachdem bei einem Besuch des israelischen Staatspräsidenten im Bundestag Sarah Wagenknecht und drei weitere Linke-Abgeordnete demonstrativ sitzen geblieben waren. Zu Wort kommen u.a. Henryk M. Broder, Peter Ullrich, Stefanie Schüler-Springorum und Bodo Ramelow. Zu Beginn des Features gibt es einen kurzen Blick in die Geschichte des linken Antisemitismus von der Arbeiterbewegung bis zur Neuen Linken, später verliert sich das Feature m.E. (u.a. anhand der Augstein-Debatte) in der unvermeidlichen Frage, was man in der Debatte um Israel darf und was nicht, es geht um Fallstricke und Sicherheitskriterien. Das Feature ist um Ausgewogenheit und die Vermeidung von „extremen Positionen“ bemüht – was nicht selten zum Nachteil für Israel gerät, dem man freilich ein Existenzrecht zuspricht. In diesem Fall wird Jakob Augstein kurz vor Ende vom Antisemitismusverdacht freigesprochen.

    Download: via Rapidshare (mp3; 47,8 MB; 52:09 min)
    Hören: auf BR2

3.) Antisemitism and the Left: A German-U.S. Comparison

Am 29.11.2011 hat Zeena Arnold in New York für die Gruppe „The Platypus Affilated Society“ (eine Gruppierung, die Moishe Postone nahesteht) einen Vortrag über Antisemitismus und die Linke gehalten, der u.a. auf antisemitische Manifestationen in der us-amerikanischen Occupy-Bewegung (z.B. hier) reagiert. Skizzenartig stellt sie einige Grundmerkmale des Antisemitismus vor, wobei sie auch auf den sekundären und strukturellen Antisemitismus eingeht und darlegt inwiefern Antikapitalismus und Antisemitismus zusammengehen können. In ihrer kurzen historischen Darstellung geht sie auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den deutschen und amerikanischen Verhältnissen ein. In ihren Ausführungen bezieht sie sich u.a. auf Adorno und Horkheimer sowie auf Moishe Postone (Antisemitismus und Nationalsozialismus).

On 29.11.2011 Zeena Arnold held a lecture about Antisemitism and the Left at the university in New York, that was organised by the group „The Platypus Affilated Society“. In a way the lecture was a reaction on some antisemitic manifestations within the Occupy movement (one example). Roughly sketched she talked about general characteristics of antisemitism, as secondary and structural antisemitism and shew how anticapapitalism and antisemitism (not necessarily) can go together. In her historical portrayal she compared antisemitism in Germany/Europe and in the USA. In her explanations she quoted Adorno and Horkheimer („Dialectic of Enlightment“, specially the chapter „Elements of Antisemitism“), as Moishe Postone („History and Helplessness“, „Antisemitism and National Socialism“).

From accusations directed towards Occupy Wall Street to arson attacks in Brooklyn, antisemitism has reemerged as a concern of the left in recent months. This talk will look at the relationship between the left and antisemitism, giving an overview of different historical forms, analyzing divergent theoretical explanations, and comparing the U.S. and German cases. Special attention will be given to examining the particular relationship of antisemitism to political economy and critiques of capitalism, the political implications of viewing antisemitism as a form of prejudice versus an ideology, and left debates around antisemitism and Israel post-9/11. This event continues the transatlantic dialogue series initiated by the Platypus Affiliated Society which aims to rebuild an emancipatory internationalism. Zeena Arnold is an activist and scholar from Germany researching perspectives on antisemitism within the U.S. left. [via]

    Download: via Archive.org (mp3; 87,6 MB; 1:16:32 h) | via AArchiv: Lecture (40 MB; 43:39 min) / Discussion (30,1 MB; 32:52 min)

4.) Israel, the Left, and the Crisis of the Late 1960s

Unter diesem Titel liegt uns ein Vortrag von Moishe Postone vor, den er an der Universität Wisconsin-Madison gehalten hat. Wenn ich es richtig verstanden habe (die etwas verhallte Aufnahme macht es etwas schwierig, das Englisch zu verstehen), versucht er einen Zusammenhang zwischen dem linken Antisemitismus und Antizionismus und der Ende der 60′er, Anfang der 70′er Jahre nach einer Periode der Prosperität erstmals wieder einbrechenden Krise zu rekonstruieren. Dabei greift er auf Aspekte seiner Antisemitismus-Theorie zurück, die er in Antisemitismus und Nationalsozialismus entwickelt hat. [Falls jemand eine genauere Inhaltsangabe schreiben kann/will – her damit!]

We present a lecture, Moishe Postone held at the University of Wisconsin-Madison. If I unterstood correctly (the quality is not the best, what makes it difficult for me to understand the english language), he tries to reconstruct a dependence between the leftist antisemitism and antizionism and the crisis in the late 60’s / early 70’s, that hit after a period of prosperity. For this he quotes aspects of his theory of antisemitism, he has expounded in his text „Antisemitism and National Socialism“. [If somebody wants to give a more exactly summary – you‘re welcome!]

    Download: via AArchiv (45,5 MB; 49:41 min) | via Soundcloud

5.) Zeiten des Zorns – Zur Geschichte und Politik der Revolutionären Zellen

Back to Germany: Die letzten Statements der Revolutionären Zellen sind dahingehend mit der Antisemitismusdebatte in der deutschen Linken verbunden, als dass in ihnen — mehr als 10 Jahre nach der Entebbe-Entführung, bei denen Mitglieder der RZ Juden und Nicht-Juden voneinander selektiert hatten — erstmals aus der antiimperialistischen Bewegung heraus Zweifel am linken Antizionismus formuliert wurde, der fest in der Theorie und Praxis der bewaffneten Gruppen verankert war. In ihrer Bewertung der Geschichte der RZ spielen Antisemitismus und Antizionismus zwar keine Rolle (bzw. werden kurz als unwesentlich abgetan), der Vortrag von Klaus Viehmann (ehemals Bewegung 2. Juni) und Stefan Wisniewski (Ex-RAF-Mitglied), den beide am 22.03.2001 im Berliner SO36 gehalten haben, ist dennoch interessant, da er einen ausführlichen Überblick über die Aktivitäten, Aktionsformen und Debatten der RZ von ihren ersten Aktionen bis zu ihrer Auflösung gibt. Zwischendurch sind Ausschnitte aus einem Interview mit Enno Schwall (RZ) von 1986 einmontiert, das damals nicht veröffentlicht wurde. Schwall gibt darin Statements zu einer (damals) neuen Perspektive auf den bewaffneten Kampf, wie sie den RZ vorschwebte.

Durch eine Reihe von Verhaftungen wurden Revolutinäre Zellen und Rote Zora wieder in das Bewußtsein der Öffentlichkeit gerückt. Aber hinter den Fragen der Solidarität mit den Angeklagten, der Prozessstraegie oder der Auswirkungen von Verrat ist die Politik dieser Gruppen aus der linken Diskussion fast verschwunden. In der Veranstaltung soll die langjährige Geschichte der RZ vorgestellt und diskutiert werden. Wieso entstanden die RZ Anfang der 70er Jahre? Mit welcher Konzeption traten sie an? Welche Sozialrevolutionären und antiimperialistischen Ansätze versuchten sie zu verwirklichen? Wie kam es zur Aktion gegen die OPEC- Konferenz 1995 und zur Entführen eines Verkehrsflugzeuges nach Entebbe 1976? Wie veränderten sich die RZ in den 80er Jahren? Warum wurde die „Flüchtlingskampagne“ gestartet? Und wieso haben die RZ ihre Aktionen seit einigen Jahren eingestellt? Ausschnitte aus dem Film der Veranstaltung am 22. März 2001 im SO 36 in Berlin u.a. mit Klaus Viehmann (Bewegung 2. Juni und zu 15 Jahre Haft verurteilt. Von 1978 bis 1993 im Knast) und Stefan Wisniewski (RAF und zu zweimal lebenslänglich verurteilt, 1978 – 1999 in Haft.)

    Download (Audio): via AArchiv (75,9 MB; 1:22:53 h)
    Video: youtube oder

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Wiederveröffentlicht: Die Gelehrtenrepublik von Arno Schmidt January 5, 2014 | 11:00 am

Sodomie, Vernichtungswillen, Kollektivismus und andre Marginalien / pdf “Das Plagiat: was ist es im letzten Grunde andres als Selbsterkenntnis? Daß dem Betreffenden fehlt, was er nimmt?” (125) Auf dem Blog Torpedokäfer ist vor einiger Zeit ein mehrteiliger Artikel zu Arno Schmidts Gelehrtenrepublik erschienen, der sich zwei zentralen Themen des Kurzromans widmet, der “Sodomie” (?), und […]

„Die Hand voller Stunden, so kamst du zu mir“ – Über Paul Celan January 5, 2014 | 10:09 am

Eine unlängst beim dlf ausgestrahlte – knapp dreistündige – Sendung über Paul Celan ist hier dokumentiert.

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Oury Jalloh Demo 2014 January 5, 2014 | 03:28 am

350820Dieses Jahr jährt sich bereits zum neunten Mal der Todestag von Oury Jalloh, der an Händen und Füßen gefesselt auf einer feuerfesten Matratze in einer Polizeizelle in Dessau verbrannte. Das Gedenken an ihn und die Forderung die Umstände seines Todes aufzuklären sind vermutlich ein Motivationsfaktor nach Dessau zu fahren. Damit verbunden sollte jedoch auch das Aufdecken der hiesigen rassistischen Normalzuständen und eine Kritik daran sein, welche in der Praxis eben jene (die Kritik) bestärkt. Deswegen ist es vielleicht sinnvoll Dienstag nach Dessau zu fahren, oder woanders bei der Thematisierung zu partizipieren….

Demonstration in Gedenken an Oury Jalloh in Dessau
Dienstag, 7. Januar 2014
14:00 Uhr Hauptbahnhof Dessau
 
Demonstration in Gedenken an Oury Jalloh in Köln
Dienstag, 7.1.2014, 18.00 Uhr
Köln- Deutz (Treffpunkt U-Bahn-Haltestelle Deutzer Freiheit)
 
Mahnwache in Gedenken an Oury Jalloh in München
Odeonsplatz, vor dem bayrischen Innenministerium
Dienstag, 7.1.2014, 17-19.00 Uhr
 
Auf obiger Seite gibt es Hinweise auf organisierten Anreisen aus verschiedenen Städten (Hamburg, Berlin, FFMain, Leipzig, Jena) nach Dessau. Zum Tod von Oury Jalloh siehe auch Postings vom 17.11.2013 (Video), 04.01.2013, 02.01.2013, 17.03.2012 (Video), 15.11.2012 (Der Fall Bichtemann)

Einsortiert unter:dates, Sehenswertes Tagged: dessau, jalloh demo 2014, oury jalloh

Syrians launch new ‘revolution’ against Qaeda group January 4, 2014 | 11:28 pm

Syrian rebels and activists have launched a second “revolution” nearly three years into the uprising against President Bashar al-Assad, this time against a powerful Al-Qaeda affiliate accused of brutal abuses.

 Battles have raged for two days across northern Syria since the newly formed Army of Mujahideen declared war on the Al-Qaeda-linked Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL), with two massive rebel alliances joining the battle against the extremist group.

“The revolution has returned to its true path, and the rays of the sun have started to shine on Syria,” Ibrahim al-Idelbi, an activist from the war-torn country’s northwest with close ties to the rebels, wrote on his Facebook page.

Quelle

Iraqi Kurdistan’s security forces kill Kurdish protester January 4, 2014 | 01:26 am

Demonstrations spilled into a second day in the Kurdish town of Said Sadiq on Friday, after one protester was killed and several dozen were injured in clashes with Kurdish security forces the previous day.

A Rudaw reporter on the scene said that the demonstrators are demanding the release of 27 people who were detained on Thursday, when protesters faced off against security forces, attacking government buildings, burning tires and exchanging volleys of stones with the police. Peshmerga units have been rushed in to control the situation and anti-riot police are reportedly using tear gas as they chase protesters into back alleys. Friday’s protests started after the dead protester, 24-year-old Bryar Hassan, was buried at the town’s main cemetery. Mourners took to the streets following the funeral.

Source

Syria: Why a No-Fly Zone is (Still) Needed January 4, 2014 | 01:12 am

Kellie Foot makes the point:

Syria has been an unwanted experiment in non-intervention, and the results are clear. Comparing events in Libya and Syria, there is objective evidence that while enforcing a No-Fly Zone early in the conflict might have led to civilian casualties numbering over a hundred, it would likely have prevented several thousands of killings by aircraft, and would have restricted the ability of Assad’s forces to kill on the ground. (…)

Enforcing a No-Fly Zone is not an easy option. It needs money, advanced technology, expertise, and bravery on the part of many of the volunteer combatants who have to see it through. Only a few nations have the resources needed to succeed.

Enforcing a No-Fly Zone is not politically easy. In the case of Syria, it requires willingness to defy Russian President Putin’s policy of obstruction in the UN Security Council. It requires making the case that defence of collective security requires and justifies this military action even in the absence of a Security Council resolution.
There is more than one way to impose a No-Fly Zone, from the regular air patrols seen in the 1990s over Iraq, to bombing air bases in response to attacks by Assad aircraft. A discussion in May at the US Institute for Peace explored some of the options and constraints.

The war is far from over. Assad’s air force may yet kill several thousands more, possibly tens of thousands more.

Syria still needs a No-Fly Zone.

Je me souviens. Über Georges Perec January 4, 2014 | 12:40 am

Georges Perec war Mitbegründer der Gruppe Oulipo, der Werkstatt für potentielle Literatur, einem Zusammenschluss von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die mit sprachlichen Formen experimentieren und sich selbst willkürliche Regeln auferlegen. In seinem Roman La Disparation verzichtete Perec etwa ganz auf den Buchstaben E. Eine Sendung des FSK macht sich auf die Suche nach den Spuren der Geschichte in Perecs Werk und den Spuren, die er selbst hinterlassen hat. Dabei wird ein Feature und ein Ausschnitt aus dem sogenannten Kostprobenabend der Vers- und Kaderschmiede des Hamburger Polittbüros dokumentiert.

    Download: via AArchiv (mp3)

Ausgehtipp: Im Frühjahr 2014 wird das Hamburger Polittbüro eine szenische Lesung aus Georges Perecs Werk auf die Bühne bringen.

Literaturtipps: Judith Heckel/Olaf Kistenmacher: Im Labyrinth der Wörter. Das Leben und Werk des französischen Schriftstellers Georges Perec und Philipp Böhm: Topographie einer versehrten Welt.

Filmtipp: Im Jahr 1973 verfilmte Perec gemeinsam mit dem Regisseur Bernard Queysanne sein Buch Ein Mann der schläft.

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Ganz große Koalition January 3, 2014 | 01:25 am

In Irakisch-Kurdistan wird es nun die ganz große Koalition geben: alle im Parlament vertreten Parteien werden an der Regierung beteiligt sein. Und auch die Söhne, Neffen und Onkel werden ihren Posten bekommen:

Iranian media recently revealed that Prime Minister Nechirvan Barzani appointed three deputies, and Qubad Talabani -the son of Iraq’s President, Jalal Talabani – will be the first deputy of the prime minister in the Patriotic Union of Kurdistan (PUK) bloc, the second and third deputies will be for Gorran (Change Movement) and Kurdistan Democratic Party (KDP).

“The position for parliament speaker will be for PUK with KDP deputy, but Arsalan Bayiz who was former Parliament Speaker on PUK bloc, cannot nominate himself for that position again,” Iranian media claims.

The KDP will have seven ministries, Gorran four and PUK three, two for Kurdistan Islamic Union (KIU) and the other three parties will have one ministry each.

Opposition dagegen wird es im Parlament keine mehr geben.


Editorial January 2, 2014 | 10:07 pm

In zwanzig Jahren wird in Sachsen-Anhalt die im Durchschnitt älteste Bevölkerung zwischen Andalusien, Spitzbergen und Rhodos leben. Um angesichts der schleichenden Vergreisung und des kontinuierlichen Exodus der Bewohner nicht tatenlos zu erscheinen, lobte das zuständige »Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr« kürzlich einen »Demographiepreis« aus. Der Preis soll gesellschaftliche und wirtschaftliche Initiativen ehren, die unter anderem […]

Rabimmel, Rabammel, Rabumm January 2, 2014 | 10:05 pm

In diesem Jahr besuchten rund 165.000 Gäste das Laternenfest in Halle. Auch die Bonjour Tristesse wollte sich das Spektakel nicht entgehen lassen und schickte ihren Redakteur Knut Germar los, um die »unvergessliche Atmosphäre« (Mitteldeutsche Zeitung) für ihre Leser einzufangen. Der Abend an diesem letzten Augustwochenende verspricht viel. Das Wetter ist, obwohl sich der Herbst bereits […]

Jenseits von Raum und Zeit January 2, 2014 | 10:03 pm

Ob in Halle, Leipzig, Dresden oder Dortmund – in der linken Szene ist bundesweit ein Retro-Boom zu beobachten: Die Parolen stammen aus den 1940er Jahren, der Dresscode aus den 1980er Jahren und die viel gerühmten »Ansätze« teilweise aus dem 19. Jahrhundert. Andreas Rühl fragt nach den Ursachen dieser aktuellen Vintage-Welle. Wer die öffentliche Dienstagsküche im […]

Aufstand der Angepassten January 2, 2014 | 09:59 pm

Jedes Jahr wieder zieht es tausende Studenten auf die Straße, um wahlweise für bessere Studienbedingungen, gegen die Bildungspolitik, mehr Platz in den Hörsaalen oder für höheres Bafög zu demonstrieren. Doch im Gegensatz zu Bill Murrays Charakter im Film »Und täglich grüßt das Murmeltier«, der es irgendwann schafft, seine immer wiederkehrende Routine zu durchbrechen, scheinen die […]

So viele Tote wie seit 2008 nicht mehr January 2, 2014 | 09:57 pm

According to casualty figures released by UNAMI, a total of 759 Iraqis were killed and another 1,345 were wounded in acts of terrorism and violence in December*.

The number of civilians killed was 661 (including 175 civilian police), while the number of civilians injured was 1201 (including 258 civilian police). A further 98 members of the Iraqi Security Forces were killed and 144 were injured.

The total number of civilian casualties (including police) in 2013 has been the highest since 2008, with 7,818 killed (6,787 in 2008) and 17,981 (20,178 in 2008) injured.

Quelle

»Eingedöst bei Erich Loest« January 2, 2014 | 09:54 pm

Im September starb der Leipziger Dissident und Schriftsteller Erich Loest. Die Bonjour-Tristesse-Redaktion bat ihren Ostzonen- und Bürgerrechtler-Experten Jörg Folta um einen Nachruf. Da über Verstorbene nichts Schlechtes gesagt werden soll, machte Folta allerdings zur Bedingung, ausnahmsweise einen ausgewogenen, fairen und nachsichtigen Beitrag abliefern zu dürfen. Die Redaktion gab ihr Einverständnis. Als Tamara Danz, die Sängerin […]

German Abstiegsangst. Die Grauzonendiskussion: Agonie der Subkultur January 2, 2014 | 09:49 pm

In Leipzig wurde vor kurzem die Kneipe VMax von seit einiger Zeit Kiezmiliz spielenden Chemie-Hools aus dem Umfeld der Diablos während eines Konzerts der dänischen Oi!-Band Last Seen Laughing überfallen. Im Vorfeld waren Drohungen via Facebook vorausgegangen, die »Grauzonenscheiße« nicht länger dulden zu wollen. Begründungen ersparte man sich gleich. Der Vorwurf der »Grauzone« – damit […]

Im Zweifel Antisemit January 2, 2014 | 09:43 pm

Jakob Augstein, Deutschlands bekanntester Antisemit, veröffentlichte im Sommer dieses Jahres sein Buch »Sabotage: Warum wir uns zwischen Demokratie und Kapitalismus entscheiden müssen«. Zur Buchvorstellung in der hallischen Thalia-Buchhandlung ließ es sich die AG »No Tears for Krauts« nicht nehmen, folgendes Flugblatt zu verteilen. Sehr geehrte Hallenser, liebe Wutbürger, Antikapitalisten, Israelkritiker, MZ-Leser – liebe Augstein-Anhänger also! […]

Gegen die Franckheit ist kein Kraut gewachsen … January 2, 2014 | 09:41 pm

Ginge es nach dem Willen des hallischen Oberbürgermeisters Wiegand, wäre der Saalestadt schon längst der offizielle Namenszusatz »Händelstadt« vorangestellt worden. Das ist durchaus verständlich, denn schließlich kann Halle als Geburtsstadt Georg Friedrich Händels mit einem glanzvollen Bürger aufwarten, der sich in Sachen Stadtmarketing recht gut verkaufen lässt. Da aber Halle nicht London ist, kann Händels […]

Phantomjäger_innen January 2, 2014 | 09:39 pm

Der Arbeitskreis que(e)r einsteigen des hallischen Studierendenrats veranstaltet seit einigen Jahren Vorträge von Wissenschaftlern für angehende Wissenschaftler rund um die Queer-Theorie. Zum diesjährigen »Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie«, der im Mai stattfand, haben sich die AK-Mitglieder_innen etwas ganz Neckisches einfallen lassen. In einem Schreiben vorab informierten sie darüber, dass sie auf dem Marktplatz eine […]

My waste – your taste January 2, 2014 | 09:37 pm

Es zählt wohl unbestritten zu den Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation, dass das Einnehmen der täglichen Mahlzeiten nicht mehr nur dem Überleben dient, sondern angesichts arbeitsteiliger Gesellschaft, weltweiten Warenverkehrs und des allgemein gestiegenen Lebensstandards auch Genuss bedeuten kann. Dass weite Teile der Bevölkerung dank Mensa-Sprintmenü und der Unfähigkeit, auch nur einfachste Zutaten sinnvoll miteinander zu kombinieren, […]