Königsmacher in Teheran January 15, 2014 | 05:57 pm

Der Einfluss des Iran auf die Regierung in Irakisch-Kurdistan wächst weiter. Seit die USA kein Interesse mehr am Irak oder Irakisch-Kurdistan zeigen, übernimmt sukzessive der Iran die Rolle der Schutzmacht. So reisten Vertreter der kurdischen Parteien kürzlich nach Teheran, um sich dort Ratschläge  für die Regierungsbildung zu holen. besonders die PUK steht der iranischen Regierung traditionell sehr nahe.

Upon PUK’s request, Tehran leaders propose for the caretaker PM, Nechirvan Barzani, to form the new government cabinet based on the PUK-KDP Strategic Agreement. Barzani has been also told that Tehran has concerns about the opposition parties’ insistence on the governmental positions in the new cabinet.

The Patriotic Union of Kurdistan PUK and Kurdistan Democratic Party KDP delegations are on a two-day visit to Iran to meet with Iranian officials on various issues.

According to PUK’s official news sources, the PUK delegation consists of Kosrat Rasul, Barham Salih and Hero Ibrahim. KDP’s delegation is led by Nechirvan Barzani. It is said that Barham Salih first proposed the PUK and KDP’s visit to Iran.

Lvinpress received information revealing that the main aim of the visit is to discuss with Iranian officials various issues such as KRG cabinet formation, internal issues facing PUK, Kurdish-Shia relations and deteriorating situations in Iraq.

After all, the formation of Kurdistan Regional Government KRG cabinet won’t be different from the structure that Iran is supposed to propose.

Tunesien, Jahrestag des Sturzes von ben Ali January 15, 2014 | 03:07 pm

Nachtrag zu Kurzecks Romanen January 15, 2014 | 12:59 pm

Der stumme Zwang der Verhältnisse, beredt. In Ein Sommer der bleibt – Das Dorf meiner Kindheit macht Peter Kurzeck innere und äußerer Zwänge des Kindseins in der frühen Nachkriegszeit erfahrbar. In einer Kurzrezension dazu schrieb ich: „Kurzeck zeigt die freie Kindheit, die tatsächlich eine schöne und abenteuerliche gewesenen zu sein scheint, wie Kinder sie heute nur […]

Palästinenser aushungern January 15, 2014 | 12:26 am

Hussein Ibish schreibt über die Tragödie, die sich gerade in Yarmouk abspielt, wo inzwischen über 50 Palästinenser verhungert sind, weil die syrische Armee und mit ihr verbündete Milizen wie die PFLP-GK das Camp seit Monaten von der Außenwelt abgeschnitten haben. Selbst palästinensischen Organisationen gelingt es nicht, Hilfe nach Yarmouk zu bringen. Man stelle sich vor, welchen Aufschrei es weltweit gäbe, die Israelis würden eine Politik der gezielten Aushungerung  palästinensischer Ortschaften betreiben. Und Israel wäre immerhin der Feind, das Assad Regime dagegen rühmt sich, ein großer Verteidiger der palästinensischen Sache innerhalb der “Achse des Widerstandes” zu sein.

(Update: Immerhin gibt es inzwischen einen entsprechenden Aufruf der “Deutschen Jugend für Palästina” und eine Demonstration ist geplant)

There isn’t much the Palestinian people haven’t suffered. But the use of enforced starvation against them by the Syrian dictatorship of Bashar al-Assad at the Yarmouk refugee camp breaks new ground in cruelty. Hundreds are said to be facing imminent death by starvation, lack of water and medical care, and the loss, for almost a year now, of all heat and electricity.

Last weekend, at least 41 Palestinian refugees were reported to have died as a result of food and medicine shortages, and all the evidence suggests this account is a low estimate. The numbers continue to grow daily.

Rights groups said that today eight more Palestinians in Syria have died from malnutrition, including an 80-year-old, Jamil al-Qurabi, a 40-year-old, Hasan Shihabi, and a 50-year-old woman called Noor. Meanwhile 10-year-old Mahmoud al-Sabbagh and two 19-year-olds, Majid Imad Awad and Ziad al-Naji, were killed while protesting the blockade of the camp. Muhammad Ibrahim Dhahi is reported to have been tortured to death by regime forces, while Hasan Younis Nofal was killed by one of Assad’s now-notorious barrel bombs.

Yesterday a Palestine Liberation Organization (PLO) convoy of trucks loaded with desperately-needed food and medicines were fired on by pro-Assad forces, most likely the so-called PFLP-GC, as they tried to enter the camps and were unable to deliver the urgent relief.

Fußball in Israel – Geschichte und Gegenwart (I) January 14, 2014 | 11:15 pm

Erster Teil des (leicht überarbeiteten) Manuskripts zum Vortrag* »Fußball und Fankultur in Israel«, gehalten am 9. Januar 2014 auf Einladung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft München im Jüdischen Museum München. (Zum zweiten und letzten Teil geht es hier, angehört werden kann der Vortrag bei den Kollegen von 17grad.)


Hakoah, der ganz besondere Triple-Sieger

Der israelische Fußball – so viel sei hier bereits vorweggenommen, weil es ohnehin kein Geheimnis ist – hat bislang nicht unbedingt durch überragende internationale Erfolge von sich reden gemacht. Und dennoch gibt es in Israel einen Klub, der etwas geschafft hat, das wohl einzigartig auf der Welt ist. Er gewann nämlich gleich in drei Ländern nationale Titel: in Österreich, in den USA – und in Israel selbst. Die Rede ist vom derzeitigen Zweitligisten Hakoah Ramat Gan. Und das kam so: 1909 wurde der SK Hakoah Wien gegründet, ein liberaler jüdischer Klub, der 1920 in die höchste österreichische Liga aufstieg und bereits unter Profibedingungen spielte, als es professionellen Fußball in Österreich offiziell noch gar nicht gab. 1923 sorgte er für ein internationales fußballerisches Erdbeben, als er den englischen Spitzenklub West Ham United auf der Insel mit 5:0 demütigte; 1925 errang Hakoah sogar die österreichische Fußballmeisterschaft und war mit rund 5.000 Mitgliedern zeitweilig die größte Sportorganisation der Welt. Viele Juden in aller Welt sympathisierten und identifizierten sich mit ihr, darunter nicht wenige Schriftsteller und Intellektuelle wie etwa Franz Kafka und Friedrich Torberg. Der Klub war berühmt und populär.

In New York gründeten Spieler der Wiener Hakoah 1928 im Rahmen einer Amerika-Tournee eine Dependance, die New York Hakoah. Der bekannteste dieser Spieler dürfte Béla Guttmann gewesen sein, Entdecker des am 5. Januar 2014 verstorbenen portugiesischen Idols Eusébio und Trainer von Benfica Lissabon in den Jahren 1961 und 1962, als der Klub zweimal den Europapokal der Landesmeister gewann. New York Hakoah wurde 1929, nur ein Jahr nach der Gründung, mit einem Team aus österreichischen und ungarischen Fußballern amerikanischer Pokalsieger. Dem Klub war jedoch keine lange Lebensdauer beschieden, bereits 1932 wurde er aufgelöst. Hakoah Wien wiederum wurde von den Nationalsozialisten nur einen Tag nach der Annexion Österreichs 1938 zerschlagen. Viele Spieler flohen vor den Nazis ins Ausland, die meisten von ihnen ins britische Mandatsgebiet Palästina. Dort gründeten sie noch im selben Jahr den Verein Hakoah Tel Aviv, der 1955 erstklassig wurde und 1959 mit Maccabi Ramat Gan fusionierte. Der daraus entstandene Klub, Hakoah Ramat Gan, wurde 1965 und 1973 israelischer Meister sowie 1969 und 1971 israelischer Pokalsieger.

Schon in dieser Geschichte, die hier nur kurz skizziert werden kann, ist so vieles aufgehoben: der Glanz und die internationale Bedeutung des jüdischen Fußballs in Europa zwischen den beiden Weltkriegen, sein jähes und brutales Ende durch die nationalsozialistische Verfolgung und Ermordung, der unbändige Wille zum Wiederaufbau und zur Fortführung durch jüdische Emigranten und Überlebende im Mandatsgebiet Palästina respektive in Israel. Hakoah ist diesbezüglich wie ein Sinnbild, und so, wie sich der Werdegang dieses Klubs nicht ohne die politischen Rahmenbedingungen erklären lässt, lässt sich die gesamte Geschichte und Gegenwart des israelischen Fußballs nicht ohne Würdigung der politischen Umstände erzählen.


Die Anfänge des Fußballs im heiligen Land

Und das gilt bereits für die Anfänge vor über hundert Jahren, denn sämtliche jüdischen Vereine, die im damaligen britischen Mandatsgebiet Palästina existierten, waren Ableger politischer Organisationen, die jeweils unterschiedliche Strömungen der noch jungen zionistischen Bewegung repräsentierten (und das – mit Abstrichen – bis heute tun): Der 1912 gegründete Maccabi-Verband stand den Bürgerlichen nahe, die 1924 ins Leben gerufene Vereinigung Beitar war eine Organisation der sogenannten Revisionisten, und der 1926 entstandene Verband Hapoel (zu Deutsch: »Der Arbeiter«) wurde als Kind der Gewerkschaft Histadrut geboren. Fußball diente als Instrument zur politischen Bewusstseinsbildung, dementsprechend gab es von Beginn an eine lebhafte Konkurrenz zwischen den Vereinen. Im Mandatsgebiet Palästina spielten aber nicht nur jüdische, sondern auch arabische und britische Mannschaften, wenngleich vorerst noch nicht in einem organisierten Ligabetrieb.

»Einen ersten Fußball-Boom im heiligen Land«, so schreibt es Stefan Mayr im 2003 erschienenen, ganz vorzüglichen Buch »Davidstern und Lederball«**, »löste 1925 der Besuch der Starelf von Hakoah Wien aus. Hakoah fertigte in Tel Aviv eine Maccabi-Auswahl zwar mit 11:2 ab, lockte aber 10.000 Zuschauer ins Stadion. Das Interesse am Fußball war noch nie so groß. In der Folge organisierte ein britischer Offizier in Haifa eine Liga mit neun arabischen und jüdischen Teams. Das Projekt musste aber vorzeitig eingestellt werden – wegen Gewalttätigkeiten auf den Plätzen und Streitereien zwischen den Klubmanagern.« Doch im Sommer 1928 gründeten 14 jüdische und arabische Vertreter in Jerusalem die Palestine Football Association, die ein Jahr später vom Weltfußballverband FIFA als Mitglied aufgenommen wurde. Nun gab es auch einen regulären Spielbetrieb mit jüdischen, arabischen und britischen Mannschaften.

1928 spielten 28 Teams den ersten Meister im Pokalmodus aus; im Finale gewann Hapoel Allenby Tel Aviv mit 2:0 gegen Maccabi Hashmonai Jerusalem. Hapoel hatte allerdings einen nicht spielberechtigten Kicker eingesetzt, woraufhin der Verband verfügte, dass beide Klubs die Trophäe jeweils für ein halbes Jahr behalten dürfen – fürwahr ein salomonischer Kompromiss. 1932 nahm eine nationale Liga mit neun jüdischen, arabischen und britischen Teams den Spielbetrieb auf, zwei Jahre später zogen sich die arabischen Vereine jedoch aus dem gemeinsamen Fußballverband und der gemischten Liga zurück, weil sie eine jüdische Dominanz in der Verbandsspitze beklagten. Sie gründeten ihrerseits die General Palestinian Sports Federation; nun hatten Juden und Araber im Mandatsgebiet Palästina eigene Wettbewerbe.

Ins Jahr 1934 fällt auch das erste offizielle Länderspiel, wie Stefan Mayr schildert: »Das (komplett jüdische) Team Palästina trat [am 16. März 1934] in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft gegen den arabischen Nachbarn Ägypten an. Das Hinspiel war in Kairo. Da es weder Fernseh- noch Radio-Übertragungen gab, versammelten sich etliche Fußballfreunde im Tel Aviver Café Sapir und warteten auf den verabredeten Anruf aus Kairo. Dann machte die Kunde vom 1:0-Sieg Palästinas die Runde. Die Leute sangen und tanzten auf der Allenby-Straße. Bis das wahre Ergebnis aus Kairo übermittelt wurde: 7:1 für Ägypten.« Das – sportlich daraufhin fast schon bedeutungslos gewordene – Rückspiel endete schließlich mit einem 4:1 für die Ägypter. 1938 scheiterte das Team Palästina in der WM-Qualifikation an Griechenland, 1940 gab es noch ein Freundschaftsspiel in Tel Aviv gegen den Libanon. Kriegsbedingt war dies die letzte Partie.


Fußball in Israel: Die ersten Jahre

Kurz nach der Gründung des Staates Israel am 14. Mai 1948 wurde auch der israelische Fußballverband, die Israel Football Association (IFA), ins Leben gerufen. Weil die arabischen Nachbarstaaten den jüdischen Staat jedoch nur einen Tag nach dessen Proklamation angriffen, musste der Ligaspielbetrieb bis auf Weiteres eingestellt werden. Die besten Kicker des Landes reisten gleichwohl – oder gerade deshalb – in die Vereinigten Staaten von Amerika, um gewissermaßen die Botschaft des neuen Staates der Juden in die Welt zu tragen. Im New Yorker Giants-Stadium trugen sie am 26. September 1948 vor 40.000 Zuschauern das erste Fußball-Länderspiel in der Geschichte Israels aus. Es ging mit 1:3 gegen die USA verloren, aber das war angesichts der historischen Bedeutung dieses Ereignisses vollkommen nebensächlich.

Im Oktober 1949, zwei Monate nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges, rollte schließlich auch in der nationalen Liga wieder der Ball, und der erste israelische Meister hieß 1950 Maccabi Tel Aviv (Foto links). Doch schon in der folgenden Saison brachen alte Konflikte zwischen den politischen Bewegungen respektive Organisationen Maccabi und Hapoel wieder auf, weshalb der Ligabetrieb kurzerhand für ein Jahr ausgesetzt wurde. Die einen wie die anderen spielten daraufhin jeweils ihren eigenen Meister aus, bevor 1952 wieder eine gemeinsame Meisterschaftsrunde bestritten wurde, die jedoch weiterhin nicht ohne Spannungen blieb.

Ein weiterer, dauerhafter Störfaktor im israelischen Fußball waren die Kriege, die immer wieder für Unterbrechungen sorgten. Im Juni 1967 beispielsweise platzte der Sechstagekrieg in den Endspurt der ersten Liga und sorgte dafür, dass es keinen Meister gab, sondern die Saison um ein Jahr verlängert wurde und schließlich sage und schreibe 60 Spieltage umfasste (Meister wurde erneut Maccabi Tel Aviv). Als 1973 der Yom-Kippur-Krieg begann, wurden zunächst alle Sportveranstaltungen abgesagt, doch nur knapp drei Wochen nach dem Überfall der arabischen Armeen reiste die US-Nationalmannschaft zu einem Freundschaftsspiel nach Israel, um Amerikas Solidarität mit dem angegriffenen jüdischen Staat zu demonstrieren. Zum ersten Libanonkrieg 1982 wiederum zog die Armee die meisten Fußballer ein, weshalb es in jenem Jahr nur ein einziges Länderspiel gab, nämlich ein Qualifikationsmatch für Olympia.

Apropos Länderspiel: Die erste Weltmeisterschafts-Qualifikation, an der Israel unter diesem Namen teilnahm, war jene für das Turnier 1950 in Brasilien. Angesichts der Kriegs- und Vernichtungsdrohungen der arabischen Staaten hielt der Weltfußballverband FIFA es für ratsam, die Mannschaft des jüdischen Staates in der Qualifikation gegen ein europäisches Team antreten zu lassen. Gegen Jugoslawien verlor die Nivchéret (hebräisch für »Auswahl«) mit 0:6 und 2:5 und schied aus. Etwas besser sah es da schon vier Jahre später aus: Gegen Griechenland gelangen zwei Siege, allerdings war dann erneut Jugoslawien die Endstation, diesmal mit zwei 0:1-Niederlagen.


Israel in der AFC: Boykotte, Boykotte, Boykotte

1956 trat der israelische Verband der Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC) bei, in deren geografischem Einzugsbereich das Land bekanntlich liegt. Doch bei der Qualifikation zum Asien-Cup, der im gleichen Jahr stattfand, wollten Afghanistan und Pakistan nicht gegen Israel antreten, denn sie erkannten den jüdischen Staat nicht an. Dadurch kam die israelische Auswahl kampflos in die Endrunde, in der sie gegen Südkorea, Hongkong und Südvietnam spielte und das Turnier als Zweitplatzierte beschloss. Als Nächstes stand die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1958 an. Und nun begann ein nachgerade absurdes Theater. Denn im Laufe des Jahres 1956 verschärfte sich der Konflikt zwischen Ägypten und Israel, das sich zunehmend Angriffen durch die terroristischen Fedayin von ägyptischem Territorium und vom ägyptisch besetzten Gazastreifen aus erwehren musste. Ägypten bildete ein Bündnis mit Jordanien und Syrien, blockierte den Golf von Akaba und sperrte den Suezkanal für israelische Schiffe. Israel setzte sich zur Wehr und besetzte den Gazastreifen und die Sinai-Halbinsel. Diese Geschehnisse sind unter dem Schlagwort »Suezkrise« bekannt geworden.

Und sie hatten Auswirkungen auch auf den Fußball, denn die Fußballverbände sämtlicher Staaten, die Israel nicht anerkannten, weigerten sich, Spiele gegen die Nivchéret auszutragen. Zunächst sollte Israel in der Vorrunde gegen die Türkei antreten, doch die dachte gar nicht daran aufzulaufen. In der Zwischenrunde sollte Israel gegen Indonesien spielen, doch auch Indonesien trat nicht an. Schließlich erwartete Israel im Finale der Ausscheidungsspiele den Sudan, doch auch dieser boykottierte das Match. Von den drei vorgesehenen Spielen fand also keines statt. Damit wäre Israel eigentlich kampflos für die WM qualifiziert gewesen, doch dagegen hatte die FIFA etwas: Weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte, loste sie kurzerhand aus allen europäischen Gruppenzweiten ein Land aus und ließ dieses gegen Israel um den letzten freien Platz beim WM-Turnier in Schweden antreten. Gegen Wales verlor Israel das Hin- und das Rückspiel jeweils mit 0:2 und war damit ausgeschieden. Die Boykottbewegung hatte dank der FIFA also doch noch ihr unsportliches Ziel erreicht.

An den Asienmeisterschaften nahm Israel anschließend zwar noch bis 1972 teil, doch auch dabei war es immer wieder mit Boykotten konfrontiert: Zu den Spielen 1962 in Indonesien beispielsweise wurde die Nivchéret gar nicht erst eingeladen, und 1972 erklärte sich lediglich Südkorea bereit, in der Qualifikation gegen sie anzutreten. Israel verzichtete letztlich, zumal die arabischen Staaten angekündigt hatten, im Falle einer Qualifikation der israelischen Auswahl die Endrunde zu boykottieren. Wenn es im Beritt des asiatischen Verbandes doch einmal zu Spielen kam, war Israel überaus erfolgreich, sowohl auf Nationalmannschafts- als auch auf Klubebene. Die Asienmeisterschaften 1964 beispielsweise gewann die Nivchéret vor heimischem Publikum in Tel Aviv vor Indien und Südkorea, und im 1967 erstmals ausgetragenen Asian Champion Club Tournament – dem Pendant zum Europapokal der Landesmeister – blieben israelische Klubs in drei der ersten vier Wettbewerbe siegreich: Maccabi Tel Aviv gewann den Titel zweimal, Hapoel Tel Aviv einmal. (Danach wurden die Meisterschaften 14 Jahre lang nicht mehr ausgetragen.)

Nach 18 Jahren israelischer Zugehörigkeit zur Asiatischen Fußball-Konföderation jedoch, die von ständigen Boykotten und Boykottdrohungen gegenüber dem jüdischen Staat geprägt waren, schloss die AFC den israelischen Verband im Jahr nach dem Yom-Kippur-Krieg, also 1974, auf Antrag Kuwaits aus. Die Alternative hätte darin bestanden, die Boykotteure konsequent zu bestrafen, doch dafür gab es innerhalb der AFC keine Mehrheit.


Eine Odyssee rund um den Globus

Bei der WM-Qualifikation wurde die israelische Auswahl bald von Kontinentalverband zu Kontinentalverband gereicht, und das auch schon zu Zeiten ihrer AFC-Mitgliedschaft: Die Ausscheidungsspiele für die Turniere 1962 und 1966 bestritt die Nivchéret in der Europagruppe, die für die Wettkämpfe 1970 in der Ozeaniengruppe und die für die Endrunden 1974 und 1978 wieder in der Asiengruppe. Und so ging es munter weiter: 1982 Europa, 1986 Asien, 1990 Ozeanien. An der Qualifikation zu kontinentalen Meisterschaften – also zur Asien- oder Europameisterschaft – nahm Israel zwischen 1974 und 1994 überhaupt nicht mehr teil, weil es nach dem Ausschluss aus der Asiatischen Fußball-Konföderation  ja keinem Verband mehr angehörte.

Im Jahr 1978 stellte der israelische Fußballverband zwar erstmals einen Antrag auf Beitritt zur UEFA, doch der wurde nicht zuletzt mit dem Verweis auf die Statuten abgelehnt: Es sei nicht möglich, so hieß es damals, einen geografisch nicht in Europa liegenden Verband aufzunehmen. Vor allem die osteuropäischen Mitgliedsländer hatten sich strikt gegen das israelische Ersuchen ausgesprochen. Mit dem Zusammenbruch des realsozialistischen Blocks änderte sich die Situation jedoch. Vorerst ließ die UEFA israelische Mannschaften zwar nur zu Spielen in ihrem – vergleichsweise bedeutungslosen – Intertoto-Cup zu, doch 1991 gab es eine Zweidrittelmehrheit für eine Änderung der Statuten zugunsten Israels, das nun in den europäischen Verband aufgenommen wurde und drei Jahre später schließlich auch die Vollmitgliedschaft erhielt. Seitdem nehmen israelische Klubmannschaften an den Wettbewerben des Europapokals teil, und die israelischen Auswahlteams bestreiten ihre EM- und WM-Qualifikationsspiele in der Europagruppe.

Ein derartiges Hin und Her ist in der Geschichte des Weltfußballs einzigartig; kein anderer Fußballverband musste je solche permanenten Versetzungen über sich ergehen lassen. Drakonische, das heißt über Punktabzüge hinausgehende Maßnahmen gegen jene Mitgliedsverbände, die Wettbewerbsspiele gegen Israel verweigerten, mochte die FIFA gleichwohl nicht ergreifen. Unter Berufung auf ihre angeblich unpolitische Rolle hielt sie sich stets vornehm heraus. Die israelischen Fußballer und die Verantwortlichen ihres Verbands begegneten dem mit einem gewissen Pragmatismus. Denn sie wollten ihre Qualifikationsspiele gerne austragen, statt darauf zu bestehen, die Punkte kampflos zugesprochen zu bekommen. Dafür flogen sie notfalls sogar bis nach Australien und Neuseeland. Ori Shilo, der gegenwärtige Generalsekretär des israelischen Fußballverbandes, ist gleichwohl froh, dass das nicht mehr nötig ist. In einem Interview des Deutschlandfunks sagte er: »Die Zeit, als wir in der Ozeaniengruppe spielen mussten, machte keinen Sinn. Außerdem fühlen wir uns wie Europäer. Wir könnten auch wieder in Asien spielen, aber das wird politisch noch nicht einmal zu diskutieren gewagt. Und wissen Sie: Länder wie Griechenland, Zypern, die Türkei und Mazedonien spielen ja auch in Europa mit, und wir finden, dann gehören wir auch dazu.«


Erfolge mit Emmanuel Scheffer…

Angesichts der jahrzehntelang äußerst widrigen Voraussetzungen ist es umso höher einzuschätzen, was Israel 1968 bei den Olympischen Spielen und zwei Jahre später bei seiner ersten und bisher einzigen Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft erreichte. Und diese Erfolge sind eng mit einem Namen verbunden, dem des damaligen Nationaltrainers Emmanuel »Eddy« Scheffer nämlich. Geboren wurde Scheffer (Fotos rechts) am 11. Februar 1923 in Recklinghausen im nördlichen Ruhrgebiet; nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten emigrierte er mit seiner Familie erst nach Frankreich und dann ins Saarland, bevor die Scheffers 1934 ins ostpolnische Drohobycz zurückkehrten, wo sie bereits vor der Geburt ihres Sohnes Emmanuel gelebt hatten. Eddy Scheffer besuchte in Drohobycz das Gymnasium und schloss sich Beitar Drohobycz an, einem Klub der zionistischen Jugendbewegung. »Die Familie«, so schreibt Ralf Piorr in einem Beitrag für das österreichische Fußballmagazin Ballesterer, »lebte im Milieu jener Dörfer und Kleinstädte, in denen das jiddische Leben zwischen Rabbiner und Nebbich pulsierte. Einem Milieu, das im Zweiten Weltkrieg vollständig ausgelöscht werden sollte.«

In der Tat: Im Spätsommer des Jahres 1940 stürmten deutsche Mörder das Haus der Familie Scheffer und brachten alle anwesenden Familienmitglieder um: die Mutter, den Vater und die drei Töchter. Der 17jährige Emmanuel blieb am Leben, weil er nicht zu Hause war, sondern in Russland – »reiner Zufall«, wie er später sagte. In Russland erkrankte er bald an Diphtherie und Typhus, er kam nach Alma Ata in Kasachstan, wurde vier Jahre lang in einem Arbeitslager interniert, arbeitete in einer Schuhfabrik und spielte Fußball bei Dynamo Alma Ata. Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus kehrte Scheffer zunächst nach Polen zurück und spielte dort fünf Jahre lang in der zweiten Liga, bevor er 1950 nach Israel auswanderte und sich dort – zum vierten Mal in seinem noch jungen Leben – eine neue Existenz aufbaute.

Diesen Schritt hatte er eigentlich schon früher vorgehabt, doch aufgrund fehlender Papiere und eines von der britischen Mandatsmacht verhängten Einwanderungsstopps musste er vorläufig noch in Polen bleiben. Stefan Mayr berichtet in »Davidstern und Lederball«, in Israel habe sich Emmanuel Scheffer zum ersten Mal wirklich willkommen gefühlt – »nicht zuletzt dank seines fußballerischen Talents. Hapoel Haifa, ein Verein der soeben gegründeten Nationalliga, verpflichtete Scheffer und verschaffte ihm einen Job im Hafen. ›Wenn Training und Spiel war, hatte ich frei‹, berichtet Scheffer. [...] Der Linksaußen stürmte später noch für Hapoel Kfar Saba und schaffte es sogar in die Nationalelf seiner neuen Heimat. Seine Länderspielbilanz: Sechs Spiele, sechs Tore.«

Nach seiner aktiven Karriere ließ sich Emmanuel Scheffer zum Fußballlehrer ausbilden und kehrte dafür vorübergehend ins Land der Mörder seiner Familie zurück: 1958 erwarb er an der Sporthochschule Köln unter der Leitung von Hennes Weisweiler sein Trainerdiplom. Um sich diese Ausbildung zu finanzieren und außerdem Praxis zu sammeln, coachte er nebenbei die Mannschaft des nordrhein-westfälischen Verbandsligisten Rhenania Würselen. Zurück in Israel, trainierte er zunächst Ligaklubs, die Mannschaft der Luftwaffe und das Junioren-Nationalteam, bevor er 1968 zum Chefcoach der israelischen Nationalmannschaft aufstieg. Was dort an seinem ersten Arbeitstag geschah, hat Scheffer in Interviews immer wieder gerne erzählt. Als er sich der Mannschaft vorstellte, sagte er: »Ab jetzt haben wir dreimal Training.« Die Spieler wollten wissen, an welchen Tagen, woraufhin Scheffer entgegnete: »Um 7 Uhr, um 11 Uhr und um 15 Uhr.« Das war ein entscheidender Schub in Richtung Professionalisierung des israelischen Fußballs, und die ersten Resultate setzten dann auch rasch ein.

Auf Anhieb gelang erstmals die Qualifikation für die Olympischen Spiele – wenngleich das noch eine vergleichsweise leichte Angelegenheit war. Denn die zugelosten Gegner Burma, Iran und Indien boykottierten den jüdischen Staat. Daher genügten zwei Siege über Ceylon mit 7:0 und 4:0, um das Ticket nach Mexiko City zu lösen. Dort rechtfertigte die Nivchéret jedoch ihre Anwesenheit: Sie erreichte das Viertelfinale und kam nur deshalb nicht noch weiter, weil nach einem 1:1-Unentschieden gegen Bulgarien das Los über das Weiterkommen entscheiden musste und das israelische Team diese Lotterie verlor.

Ein Achtungserfolg, mit dem aber weder die Mannschaft noch ihr Trainer zufrieden war. Man wollte unbedingt zur Weltmeisterschaft 1970, die ebenfalls in Mexiko stattfand. Kein aussichtsloses Unterfangen in der Ozeaniengruppe, in der Israel erstmals zur Qualifikation antrat. Nach zwei Siegen gegen Neuseeland (4:0 und 2:0) musste nur noch Australien aus dem Weg geräumt werden. Im Nationalstadion von Ramat Gan sahen 50.000 Zuschauer einen 1:0-Sieg des israelischen Teams, das Rückspiel in Sydney endete 1:1. Die Spieler trugen Emmanuel Scheffer auf ihren Schultern vom Platz. Erstmals war Israel beim wichtigsten Fußballturnier der Welt startberechtigt.


…und Mordechai Spiegler

Die Vorbereitung auf dieses Ereignisses war zwar von einigen Pleiten geprägt – gegen Borussia Mönchengladbach etwa setzte es ein 0:6 –, doch in Mexiko schlug sich die Nivchéret überaus achtbar: 0:2 gegen den späteren WM-Vierten Uruguay, 1:1 gegen Schweden, 0:0 gegen den späteren Vizeweltmeister Italien. Israel war damit draußen, hatte sich in einer schwierigen Gruppe aber ordentlich aus der Affäre gezogen. Und ein Mann trug sich gar in die Sportannalen seines Landes ein, nämlich Mordechai Spiegler (Fotos links), bis heute wohl der bekannteste israelische Fußballer aller Zeiten. Denn Spiegler war es, der am 7. Juni 1970 das 1:1 gegen Schweden erzielte und sich später schmunzelnd erinnerte: »Es waren 25 Meter, ein starker Rückenwind, und das Tor muss in Richtung Jerusalem gestanden haben.« Sein Treffer ist bis heute der einzige, den Israel bei einer WM erzielte.

Das Tor veränderte Spieglers Leben: Später spielte er zusammen mit Pelé bei New York Cosmos, er war Trainer in Israel, anschließend Berater, dann Co-Kommentator im Fernsehen. Und nicht nur ihm wurde bei der Rückkehr aus Mexiko ein euphorischer Empfang bereitet, wie Stefan Mayr berichtet: »Trotz des vorzeitigen Ausscheidens wurde die Nivchéret bei der Landung in Tel Aviv gefeiert wie ein Weltmeister. Die zwei Punkte und das Tor waren ein Triumph für den jungen Staat, der erst 22 Jahre zuvor gegründet worden war. Selbst die Stars von damals [...] waren älter als ihr Staat. [...] ›Wir sind jetzt da‹, dachten sich 1970 die Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan, die drei Jahre zuvor im Sechs-Tage-Krieg noch um das Existenzrecht ihres Staates gekämpft hatten.« 1971 trat Emmanuel Scheffer als Trainer der israelischen Auswahlmannschaft zurück, 1978 übernahm er das Team noch einmal, aber diesmal ohne einen ähnlichen Ertrag. »Der wahre Vater unseres damaligen Erfolgs war nicht ich, sondern Emmanuel Scheffer«, sagt Mordechai Spiegler über seinen Nationaltrainer.

Der erfolgreichste israelische WM-Teilnehmer ist freilich ein Schiedsrichter, nämlich Avraham Klein (Fotos rechts), der bei den Turnieren 1970, 1978 und 1982 eingesetzt wurde. 1978 leitete er unter anderem die legendäre Partie zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Österreich. Keine einfache Angelegenheit, wie Klein im März 2010 in einem Interview der Jüdischen Allgemeinen bekannte: »Ich hatte ein Spiel zu pfeifen, in dem gleich zwei Täterländer gegeneinander kickten. Zudem fand es im argentinischen Cordoba statt. Ich bekam dort schnell zu spüren, dass die starke jüdische Gemeinde von Buenos Aires nicht wirklich glücklich damit war, dass gerade ich diese Auseinandersetzung zu leiten hatte, nach dem Motto: ›Wie kannst du nur?‹ Aber ich war vom Fußballweltverband FIFA nominiert worden und musste meinen Job machen.«

Avraham Klein pfiff schließlich auch das Spiel um den dritten Platz. Eigentlich war er sogar als Referee für das Finale zwischen Gastgeber Argentinien und den Niederlanden im Gespräch, nachdem er die Partie Argentinien gegen Italien souverän geleitet hatte. Doch die Argentinier fühlten sich trotz ihres Weiterkommens benachteiligt und lehnten Klein ab. Hinzu kam, dass die herrschende Militärjunta, die Juden gegenüber, um es zurückhaltend zu formulieren, alles andere als freundlich gesinnt war, Anstoß daran nahm, dass Klein vor dem Spiel Argentiniens gegen Italien die Jüdische Gemeinde des Landes besucht hatte. Ihm wurde von argentinischer Seite aber auch deshalb Voreingenommenheit unterstellt, weil der Endspielgegner Niederlande hieß. Als »Kriegswaise« hatte Klein ein Jahr lang im niederländischen Apeldoorn verbracht. Und mit Ruud Krol trug ein Mann die Kapitänsbinde der Oranjes, dessen Vater in den Jahren der deutschen Besatzung Juden das Leben gerettet hatte. Die FIFA folgte dem argentinischen Wunsch, Avraham Klein nicht das Endspiel pfeifen zu lassen, obwohl sie sonst stets betont, sich von niemandem in die Einteilung der Unparteiischen hineinreden zu lassen.

Bereits vier Jahre zuvor, bei der WM in der Bundesrepublik, hatte Klein unschöne Erfahrungen mit dem Weltfußballverband machen müssen, wie er im erwähnten Interview der Jüdischen Allgemeinen sagte: »Ich rechnete fest mit meiner Nominierung für dieses große Turnier. Ich hatte international einen guten Namen und war ja bei der WM in Mexiko 1970 auch schon dabei. Anfang 1974 teilte mir die FIFA jedoch mit, mich nicht zu berücksichtigen. Und zwar, weil sie wegen des Anschlags auf das israelische Olympiateam in München zwei Jahre zuvor nicht für meine Sicherheit garantieren konnte und wohl auch wollte.«

Im zweiten Teil geht es unter anderem um die Zeit seit der Aufnahme in die UEFA, die israelischen Fußballfans und die israelisch-deutsche Fußballgeschichte.

Link-Tipp: Aktuelle Berichte und Beiträge zum israelischen Fußball gibt es auf dem Weblog »Fußball in Israel«, das auch über einen Twitter-Account verfügt.


* Für Vorträge an anderen Orten steht der Autor gerne zur Verfügung. Anfragen bitte per E-Mail oder über das Kontaktformular. Einzelne Teile des Vortrags, die in dieser Überblicksdarstellung nur in geraffter Form präsentiert werden konnten, können dabei auf Wunsch gerne ausführlicher behandelt werden.

** Stefan Mayr: Zwischen Intifada und Champions League. Fußball in Israel, in: Dietrich Schulze-Marmeling (Hg.): Davidstern und Lederball. Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fußball, Göttingen 2003 (Verlag Die Werkstatt), S. 488–505. Viele Ausführungen, die hier nicht explizit anderweitig nachgewiesen sind, basieren auf diesem Beitrag.


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Polling for the constitution referendum January 14, 2014 | 05:24 pm

From the Al Ahram Live Blog:

Sherif Taher of the liberal Wafd Partysays the percentage of voters endorsing the constitution is not the crucial thing — a big turnout is of the utmost importance to give the charter undisputed legitimacy.

“There is no doubt the ‘yes’ vote will exceed 90 percent, this is no concern, given that the Muslim Brotherhood has decided to boycott the poll,” he tells Ahram Online. “What really matters now is that we see a high turnout.”

“I am afraid the media keeps saying the numbers are huge, which could make other people not bother to cast their ballots. They should start urging people to go, it doesn’t matter what their votes are, but they have to go.”

“If, for instance, the turnout does not exceed 30 percent, that would mean the public has more or less rejected the constitution. But on the contrary, if the turnout is 60 or 70 percent, that will strengthen the status of the constitution.”

13-01-2014Über eine Untersuchung zu antisemitischen… January 12, 2014 | 09:42 pm



13-01-2014
Über eine Untersuchung zu antisemitischen Einstellungen und die Dokumentation eines kaum beachteten Textes aus dem Jahr 1970: Michael Landmann - Das Israelpseudos der Pseudolinken.
Gewidmet: Ariel Sharon

Die Widersprüche zuspitzen – Über Thomas Brasch January 12, 2014 | 07:03 pm

Ein Feature von Radio Corax erzählt von einem Dichter, Schriftsteller, Film- und Theatermacher, dem es Vergnügen bereitete, Gedanken schärfer zu denken, weiterzugehen: Thomas Brasch. Hier der Direktlink.

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Fundraising für Märtyrer: Montessori-Schule macht trotzdem weiter January 12, 2014 | 04:49 pm

Der Verein „Flüchtlingskinder im Libanon“ finanziert Märtyrer-Ausbildungen im Libanon. Das hindert die Münchner Montessori-Fachoberschule offenbar nicht, die sogenannte „Nakba“-Ausstellung des Vereins weiterhin zu zeigen. Eltern sollten sich ernsthaft überlegen, ob ihr Nachwuchs auf dieser Schule noch gut aufgehoben ist.


Kinderprogramm von Beit Atfal Assumoud (NISCVT) am „Tag der Märtyrer“ (01.07.2014)

Die libanesische Organisation Beit Atfal Assumoud (NISCVT) fördert nach eigenen Angaben das Gedenken an antiisraelische Märtyrer und das „Märtyrertum“ überhaupt, insbesondere bei Kindern. Tausende Kinder im Libanon sind der Propaganda dieser Organisation ausgesetzt. Ihre dazugehörige Facebook-Seite befüllte Beit Atfal Assumoud ab der zweiten Januarwoche beispielsweise mit Fotos von vermummten Kindern in Tarnanzügen und mit Waffen-Attrappen, die den sogenannten „Tag der Märtyrer“ (07.01.2014) im Libanon zu begehen hatten. Die Kinder waren auch auf Fotos zu sehen, wie sie – ebenfalls in Tarnanzügen – eine tänzerische Wehrsportübung vortragen mussten. Ebenfalls Aufschluss über die Ziele des Vereins gibt die deutlich gemäßigte englischsprachige Website der Organisation. Sie zeigt eine Karte des Nahen Ostens ohne Israel – selbst jüdische Städtegründungen wie Tel Aviv fehlen. Das deutsche Fundraising-Glied von Beit Atfal Assumoud (NISCVT) ist der Verein „Flüchtlingskinder im Libanon“ aus dem süddeutschen Pfullingen. Dieser Verein sammelt in Deutschland Spendengelder und finanziert somit neben Sing- und Bastelkursen den Dschihad gegen Israel vor Ort.

Aktuell ist eine Propaganda-Show des Vereins „Flüchtlingskinder im Libanon“ an der Münchner Montessori-Fachoberschule zu sehen. Die Ausstellung mit dem Titel „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ ist damit erstmals an einer bayerischen Schule angekommen. Zahlreiche Münchner Organisationen – von der Grünen Jugend München bis zur Israelitischen Kultusgemeinde München – haben die Montessori-Schule schon vor Beginn der Ausstellung dafür scharf kritisiert. Die Schule signalisierte jedoch wenig Verständnis für die kritische Anteilnahme und möchte die geschichtsrevisionistischen Exponate noch bis Mitte Februar im Hause behalten.

Charlotte Knobloch, Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde von München und Oberbayern, zeigt sich darüber wenig erfreut: “Vereinigungen wie ‘Flüchtlingskinder im Libanon’ und die ‘National Institution of Social Care and Vocational Training’ behindern mit ihrem fanatischen Hass, der immer wieder zu Terror führt, den Frieden im Nahen Osten.” Die Tätigkeit des Vereins Flüchtlingskinder im Libanon sei auch eine Verletzung elementarer Kinderrechte, fügt Oren Osterer, Sprecher der Europäischen Janusz Korczak Akademie, hinzu.

Mirwald’s merkwürdiges Rahmenprogramm
Es werde aber „viel Begleitprogramm“ geben, das der Einseitigkeit der Ausstellung etwas entgegenhalte, versprach hingegen Schulleiter Carl Mirwald den Münchner Zeitungen in zahlreichen Interviews. Doch von einer differenzierten Sichtweise ist an der Montessori-Schule im Münchner Norden noch heute nicht viel zu bemerken. Die riesigen Aufsteller von „Flüchtlingskinder im Libanon“ dominieren die Säle der Schule, daneben wurden weitere Propaganda-Plakate angebracht, wie beispielsweise ein Bild von Josef und Maria, die vom israelischen Schutzzaun aufgehalten werden oder die antiisraelischen Gedichte von Erich Fried. Auf einer großen Tafel wurden grüne Briefe gesammelt, deren Autorinnen und Autoren sich für die Ausstellung an der Schule aussprachen. Das antizionistische „Palästina Portal“ hatte zu dieser Briefaktion aufgerufen. Bedrohlich, rot und randständig wurden hingegen die ausstellungskritischen Briefe an der Wand platziert.

Keine Zweifel ausräumen konnte auch die am 09. Januar an der Schule anberaumte Podiumsdiskussion. Im Vorfeld ignorierte die Schule bereits mehrmals die Vorschläge der Liberalen Jüdischen Gemeinde München, von ihr vorgeschlagene Diskutanten mit auf das Podium einzuladen. „Die angeblich neutrale Diskussionsveranstaltung ist eine Farce, wenn die Vorschläge zur Besetzung des Podiums der Kritikerinnen und Kritiker einfach ignoriert werden”, kommentierte Jamila Schäfer, Sprecherin der Grünen Jugend München, das Verfahren der Schule. Am Donnerstagabend fanden sich dann neben zahlreichen Schülerinnen und Schülern das Who-Is-Who der Münchner Antizionismus-Szene sowie einige kritische Stimmen im Publikum ein. Auf der Bühne dozierte zuerst Judith Bernstein von der sogenannten „Jüdisch-Palästinensischen Dialoggruppe“, als zweites ihre belesene Hälfte, Reiner Bernstein. Die Veranstaltung stellte somit weder einen Bruch noch eine kritische Ergänzung der Ausstellung dar, sondern vielmehr verteidigte das Podium den Great Nakba-Swindle. Zumindest aber gab selbst Reiner Bernstein an diesem Abend zu, dass einige Aussagen der Ausstellung zu korrigieren seien.

Torsten Weber von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft München erhebt indes schwere Vorwürfe gegen Stadt und Land: “Es ist für die Stadt München und für den Freistaat Bayern mehr als beschämend, dass ein derartiger Verein seine anti-israelische Propaganda in einem schulischen Zusammenhang ausbreiten kann.“ Weber appelliert an die Verantwortlichen, diese Form der „politischen Hetze“ zu stoppen. Die Linksjugend fordert ebenfalls, die Ausstellung „sofort zu beenden und eine wirklich differenzierte Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nahen Ostens einzuleiten“, so Felix Siegel, Sprecher der Linksjugend München.

Seifenoper der Wespenopfer
Die Schulleitung will immer noch nicht einsehen, dass es – wenn schon keine Boshaftigkeit – doch wenigstens ein Fehler war, sich eine Fundraising-Organisation für Märtyrer ins Haus zu holen. Die Geschichtslehrerin beteuert hingegen, die Ausstellung sei nicht als öffentliche Veranstaltung geplant gewesen, als ob heimliche Propaganda an Schulen besser sei als öffentliche. Schulleiter Mirwald äußerte im Rahmen der Podiumsdiskussion, man habe sich „mehr oder weniger aus Versehen in eine Wespennest“ gesetzt. Dass Mirwald in diesem Zusammenhang nicht zu den Opfern gehören, sondern in der Tradition der Täter stehen könnte, weil er eine ohne Frage antijüdische Ausstellung an seine Schule geholt hat, fällt dem Schulleiter nicht ein. Eltern sollten sich ernsthaft überlegen, ob ihr Nachwuchs auf dieser Schule gut aufgehoben sein kann.

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Bündnis gegen Antisemitismus Kassel 2014-01-12 13:34:18 January 12, 2014 | 01:34 pm

Sharon

Podologie und Volkswirtschaft January 12, 2014 | 11:06 am

Ich suche schon länger nach einem Bild um zu veranschaulichen wie absurd die heute vorherrschende Idee ist man könne gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge aus der Perspektive des einzelwirtschaftlichen Akteurs begreifen, vorzüglich aus der der „schwäbischen Hausfrau“. Vielleicht ist es so: das ist in etwa, als ob ein Podologe eine Herzerkrankung heilen wolle, und er schneidet im Brustkorb […]

Gratefulness in a cap January 11, 2014 | 11:22 pm

A veteran of the Iraq war, amputee and wounded warrior named J.R. Salzman has written an incredibly moving series of tweets based on a Dallas cab ride.

He said, don’t pay attention to what’s being said in the media. There is not an Iraqi who’s not happy to see Saddam gone.

He then went on to elaborate on all of those who had been killed by Saddam. Siblings, cousins, even the dog.

He kept reiterating how grateful he was for those who sacrificed to get rid of Saddam as he tried to keep it together and not cry.

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Gefahrengebiete January 11, 2014 | 03:31 pm

In Hamburg wurde es ausgerufen, erweitert, wieder verkleinert – das Gefahrengebiet. Die sich darin bewegende Bevölkerung unterliegt einer gefühlten Polizeiwillkür, denn Kontrollen, Platzverweise und sogar Freiheitsentzug aka Ingewahrsamnahmen werden zu einem adäquaten und öfter genutztem Instrumentarium der rechtsstaatlichen Exekutive. Ist die reale Umsetzung in Anbetracht einer möglichen Gefahr verhältnismäßig? Das Wissen um die eigenen Rechte und Pflichten schwindet all zu oft im Angesicht von uniformierten Staatsbeamten, deren Auftreten trägt nicht selten zur weiteren Verunsicherung bei.

In Leipzig wurde kein Gefahrengebiet ausgerufen, trotzdem ist ein erkenntlich repressiver Moment aufgetaucht: Zivilfahrzeuge, in welchen Polizisten unterwegs sind. So kommt es zu dem karnevaleskem Moment, dass erkenntlich ein uniformierter in einem roten Auto am Steuer sitzt und durch die Straßen fährt. Ist der grade im Dienst oder auf dem Heimweg? Unterwegs zu einem Spezialeinsatz? Oder sind alle Dienstfahrzeuge in der Reparatur und die Polizei least ihre Einsatzwagen schon?Ach nein, es gab doch neue Dienstwagen. Also ist es Strategie – zivile Bestreifung. Bleibt nur zu sagen: nach sächsischem Polizeigesetz sind die Beamten im Dienst (ob zivil oder nicht) verpflichtet ihren Dienstausweis zu zeigen - auch ich (obwohl nicht im Dienst!) werde ja kontrolliert und soll mich ausweisen. Der sächsische Polizeiausweis

[...] ist auf Papier gedruckt. Auf dem laminierten Ausweis befinden sich der Polizeistern, der Familien- und Vorname, die Amtsbezeichnung, die Ausweisnummer sowie ein Lichtbild des Inhabers. Der Papierausweis trägt die Unterschrift des Beamten und das Dienstsiegel der beschäftigenden Dienststelle. [...] Alle Angehörigen des Polizeivollzugsdienstes (Polizeivollzugsbeamte und sonstige Bedienstete, die vollzugspolizeiliche Aufgaben wahrnehmen) sind im Besitz eines fälschungsgesicherten Polizeidienstausweises. Der Polizeivollzugsbeamte hat grundsätzlich seinen Polizeidienstausweis im Dienst mit sich zu führen. (src)

sieht so aus:polizei-dienstausweis-sachsen

(src)

§8 Sächsisches Polizei-Gesetz (Ausweispflicht):

Auf Verlangen des Betroffenen haben sich Bedienstete der Polizeibehörden und des Polizeivollzugsdienstes auszuweisen. Das gilt nicht, wenn die Umstände es nicht zulassen oder dadurch der Zweck der Maßnahme gefährdet wird. (src)

Wie die Umstände waren und wodurch gefährdet war – die Juristerei gleicht der Philosophie, das Erscheinen und Agieren der Polizei ist manchmal ebenso willkürlich.

Weshalb nun die Zivilstreife (wkpdia)? Georg Kreisler würde sagen, aus Angst.

[...] Die Polizei in ihrer ganzen Blüte, von der du Schutz und Opfermut verlangst, schützt dich nicht aus Sympathie oder Güte, nur aus Angst, nur aus Angst.

Der Polizist, dem du des nachts begegnest und der dich Heim führt, falls du etwas schwankst, tut das nicht weil du ihn lobst oder segnest, nur aus Angst, nur aus Angst.

Er hat Angst vor dem Chef, er hat Angst vor der Nacht, er hat Angst Jemand könnte ihn sehen, er hat Angst vor sich selbst, seiner Frau, seiner Macht, er hat Angst vor den eigenen Ideen und hat Angst es könnt ohne ihn gehn.

Die Polizei sitzt heute in der Falle, sie hilft Dir nur weil du sie dazu zwangst. Aber sonst ist sie genau so wie alle: sie hat Angst, nichts wie Angst. [...] (src)

(via – lesenswert; vgl. auch indymedia 2011)


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Ägyptens Männer verzweifeln am Nein ihrer Frauen January 11, 2014 | 02:24 pm

Birgit Svenson berichtet aus Ägypten über die Folgen des “arabischen Frühlings”:

Zweifellos hat der “arabische Frühling” das Leben der Menschen am Nil verändert. Wie auch immer die Revolution ausgehen mag, in welche Richtung sich das Land entwickeln wird, eines ist sicher: Ägypten wird nie wieder so sein wie vor dem 25. Januar 2011. Der Aufstand gegen die Staatsmacht hat eine eigene Dynamik entwickelt. Er hat dazu geführt, dass die 83 Millionen Ägypter zu politisch erwachsenen Menschen wurden, die eine angemessene Teilhabe am politischen Geschehen und der Entwicklung der Gesellschaft einfordern. (…)

Ägypten ist das Land in der arabischen Welt mit den schlechtesten Lebensbedingungen für Frauen, das ergab eine Mitte November veröffentlichte Studie der britischen Thomson Reuters Stiftung. Sie hat untersuchen lassen, welche Rechte Frauen in islamisch geprägten Staaten haben und welchen Gefahren sie in ihren jeweiligen Heimatländern ausgesetzt sind. (…)

Doch während die Frauen sich die Schmach jahrelang nahezu unkritisch gefallen ließen, begehren sie jetzt auf, sagt die Mutter dreier Kinder. “Die Frauen werden lauter und prangern die Missstände öffentlich an.” In den Familien liefen heftige Diskussionen ab. “Immer mehr Frauen entziehen sich ihren Ehemännern”, erfährt die Frauenrechtlerin. Das führe dazu, dass immer mehr Frauen alleine leben.

Das sei früher undenkbar gewesen in Ägypten. Eine allein lebende Frau sei gesellschaftlich geächtet worden. Zwar hätten sich diese familiären Auseinandersetzungen noch nicht in höheren Scheidungsraten niedergeschlagen, aber das sei nur eine Frage der Zeit, meint Abol Komsan. “Die Revolution hat die Frauen tapferer werden lassen.” Aus den Gesprächen in ihren Sprechstunden weiß die Anwältin, dass für Männer über 40 Jahre eine Scheidung heutzutage eine echte Krise bedeutet. Während die Frauen in der Zwischenzeit wählerischer geworden seien, hielten die Männer noch an ihrem alten Status fest.

New Study Found High FGM Rate in Erbil/Kurdistan January 11, 2014 | 01:48 am

A statistical study to estimate the prevalence of female genital mutilation (FGM) among women in the capital of Iraqi Kurdistan, Erbil, revealed a rate of 70.3% (self-reported), respectively 58.6% based on clinical examinations. These results match quite accurately with Wadi’s findings published in its comprehensive 2009 survey. Wadi found 63% of the women in Erbil governorate affected.

The newly published study was carried out in the delivery rooms of the Maternity Teaching Hospital and the maternal care units of 14 primary health care centers between 2007 and 2009. It was produced by medical professionals in cooperation with the General Directorate of Health.

According to the study, most perpetrators justified the practice with references to the cultural tradition while another large part prefered to describe it as a religious obligation. Wadi came to similar results.

However, although both studies were produced during the same period of time, they differ much in the proportion of FGM supporters. While Wadi identified a mere 3.4%, the newly issued study found that more than one third supported the practice and would mutilate their daughters.

Another alarming result is that only 30% of the interviewed women knew about the negative health consequences of FGM

Protest & Projektion – Der weltweite Aufstand; Konferenz der AG Antifa January 10, 2014 | 10:47 pm

Es ist noch nicht lange her, da konnte teils kritisch, teils beruhigt erklärt werden, dass sich die Menschen ihrem Schicksal willfährig ergeben und nicht daran denken, geschichtsmächtig zu werden. So blieb nicht nur der Kampf um Befreiung aus. Auch die Apokalypse, die als Kollektiv losgelassene Einzelne ohne weiteres auszulösen imstande sind, ließ glücklicherweise auf sich […]

Dokumentiert: Nakba-Ausstellung an Montessori-Schule: Wie gefährlich ist der Libanon-Verein? January 10, 2014 | 10:23 pm

Gemeinsame Pressemitteilung von Amechad, der Grünen Jugend München, der Linksjugend [solid] München, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft München, der Europäischen Janusz Korczak Akademie und des Verbandes Jüdischer Studenten in Bayern. Nach der gestrigen Podiumsdiskussion an der Montessori-Fachoberschule München zur „Nakba“-Ausstellung erheben die Grüne Jugend und andere Organisationen schwere Vorwürfe gegen den Verein „Flüchtlingskinder im Libanon“, der derzeit mit [...]

Illegal Immigrants January 10, 2014 | 07:52 pm

Kraftwerk Lippendorf January 10, 2014 | 07:06 pm

Braunkohle aus der Region gab es mal vor paar Jahren bissel intensiver (sehenswertes über die Situation in Espenhain im Jahr 1990 bei Spiegel-TV zu finden) als heute, auch wenn immer noch gebaggert und verbrannt wird.kraftwerk_lippendorf_ikl959(im Süden Leipzigs)


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yong yong – meet lord prince infinito …. excited … January 10, 2014 | 07:06 pm



yong yong - meet lord prince infinito

…. excited …

Abrüstung und atomwaffenfei January 10, 2014 | 11:48 am

….. würden „nur die USA & Westen den Iranern entgegenkommen“, so sollte dies nach Auffassung der Friedensbewegung zu einer Denuklearisierung der Region führen. Das Ergebnis genau dieser Politik bewirkt jetzt das glatte Gegenteil: Saudi Arabien arbeitet an Nuklearplänen, nun auch die Türkei. Pakistan hat bereits Atomaffen, demnächst der Iran:

Theoretisch Basis für türkische A-Bombe. Japan baut das zweite türkische AKW. Der Vertrag gewährt Ankara angeblich auch die Uran-Anreicherung

 

“Schreckliches Leid” January 10, 2014 | 12:48 am

Die Vereinten Nationen haben wegen des immer akuteren Nahrungsmittel- und Medikamentenmangels im palästinensischen Flüchtlingslager Jarmuk bei Damaskus Alarm geschlagen. In dem von syrischen Regierungstruppen eingeschlossenen Camp herrsche “schreckliches Leid”, infolge der Lieferengpässe kämen Schwerverletzte und gebärende Frauen ums Leben, erklärte das UN-Hilfswerk für Palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) am Donnerstag. Von den 20.000 verbliebenen Lagerbewohnern litten vor allem Kinder unter chronischer Mangelernährung, viele lebten nur von alten Gemüseresten und in Wasser verdünnten Gewürzen. Allein seit September sind demnach 15 Menschen verhungert.

Quelle

Der ehrbare Antisemit January 9, 2014 | 04:43 pm

Sie nennen ihn ehrbar, sie schützen ihn. Als Jakob Augstein, seines Zeichens Spiegel Online-Schreiberling und Der Freitag-Eigentümer, für seine antisemitischen Ausfälle auf Platz 9 der „Top 10 der antisemitischen Verunglimpfungen“ des Simon-Wiesenthal-Centers landete, war die Empörung in Deutschland groß – die Medienlandschaft stellte sich schützend vor den Verunglimpften. Das ist nichts Neues für Deutschland. Augstein bediente in seiner Kolumne „Im Zweifel links“ beliebte antiisraelische und dabei antisemitische Muster und Topoi.
Ehrbarer Antisemit
So setzte er beispielsweise wiederholt den Nationalsozialismus mit Israel und dem Palästinenserkonflikt gleich und vermutete eine übermächtige israelische Lobby hinter der Politik. Damit ist er zurecht auf der Liste des Wiesenthal-Centers gelandet. Für einen Deutschen aber, der sich empört gegen die Umstände in Israel wehrt und gegen die Übermacht der Juden, der lässt sich sicher nicht von einer jüdischen Menschenrechtsorganisation vorschreiben, wer Antisemit ist und wer nicht, das will er selbst entscheiden.
Und dieses deutsche Publikum in seiner bürgerlichsten Erscheinungsform tritt als Befürworter Augsteins auf. Es gibt sich links, empfindet diffusen Zorn auf „die da oben“, die die Fäden ziehen und denkt, mit der Abschaffung des Geldes und der Banken könne es mit der Welt nur noch aufwärts gehen. Und natürlich hat dieses Publikum kein Problem mit dem antisemitischen Background, für sie ist Augstein ein Tabubrecher, einer, der sagt, „was gesagt werden muss“, obwohl es jeder sagt und es keine Tabus mehr gibt. Außerdem zählt die sogenannte „Israelkritik“ zur Lieblingsdisziplin dieser linksdeutschen Reaktionäre, die natürlich niemals antisemitisch sei. Und mit diesem Publikum im Rücken kommt Augstein zu der Überzeugung, Demokratie und Kapitalismus sei ein Widerspruch, der „Finanzkapitalismus“ sei abzuschaffen, die raffgierigen Banker seien die Ursache für die erheblichen ökonomischen Probleme in der Welt.
Damit gibt er sich wieder seinen antisemitischen Wahnvorstellungen hin, diesmal in Form eines strukturellen Antisemitismus. Durch seine Verbalradikalität und seine einfachen Gedankengänge ist er beliebt, seinen Wahn teilen viele. Viele, die vor der komplexen postindustrialisierten Welt stehen und nichts mehr verstehen. Die eine Projektionsfläche für die Krisen und Katastrophen dieser Welt brauchen. Das sind dann die Juden oder die Zionisten, die Banker oder die Spekulanten. Damit kann dann das Abstrakte personifiziert werden.
Diesen Wahn gilt es zu bekämpfen, ihm keine Bühne zu bieten, mit Ratio und Verstand entgegenzuhalten. Und im Zweifel mit der bewaffneten Schutzmacht der Juden zu stehen, für eine Welt ohne Antisemitismus.
Jakob Augstein und seinen Anhängern eine Absage erteilen!

Am 27. Januar 2014 ab 19 Uhr im 14. Stock des Conti-Hochhauses am Königsworther Platz.
Die Aktionen gegen die Lesung von Jakob Augstein veranstalten wir zusammen mit dem Jugendforum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Hier der offizielle Blog: www.imzweifelantisemit.tk

ÜBRIGENS: Wir haben jetzt eine Facebook-Seite. Bitte alle auf „gefällt mir“ klicken!

Vorläufiges Klickstrecken-Manifest January 9, 2014 | 04:18 pm



















Weil man ja anscheinend nix mehr machen kann, ohne dass nicht irgendwer es sich schnappt und es in eine Klickstrecke einbaut, hier also das vorläufige Klickstrecken-Manifest der Linkshirnextremisten:
§1 Nach der Revolution werden Klickstrecken erschossen
§2 Oder kommen lebenslänglich in die Erdbeerminen
§3 Das wird dann vor Ort, wie immer, unbürokratisch entschieden
§4 Nur, dass das jetzt schon klar ist und dann nicht gejammert wird

Vorläufiges Klickstrecken-Manifest January 9, 2014 | 04:18 pm



















Weil man ja anscheinend nix mehr machen kann, ohne dass nicht irgendwer es sich schnappt und es in eine Klickstrecke einbaut, hier also das vorläufige Klickstrecken-Manifest der Linkshirnextremisten:
§1 Nach der Revolution werden Klickstrecken erschossen
§2 Oder kommen lebenslänglich in die Erdbeerminen
§3 Das wird dann vor Ort, wie immer, unbürokratisch entschieden
§4 Nur, dass das jetzt schon klar ist und dann nicht gejammert wird