beitrag von ugly dresden

"Mügeln ist überall – Antifa"

So steht es an seit einiger Zeit an eine Dresdner Hauswand geschrieben. Obwohl den AutorInnen sicherlich nichts Böses unterstellt werden kann, so lädt das Graffiti doch zu suggestiven Überlegungen ein.
Ein Jahr nach der rassistischen Hetzjagd bemüht man sich in dem sächsischen Zonennest um Beruhigung und möchte am liebsten vergessen.
Das jährliche Stadtfest wird natürlich wieder stattfinden und der immer noch im Amt befindliche Bürgermeister Deuse lässt folgendes verlauten:

„Wir haben uns Gedanken gemacht, dass für Sicherheit gesorgt wird“, sagte Bürgermeister Gotthard Deuse (FDP) im Vorfeld. Konkrete Angaben wollte er nicht machen.
Er sei sich „sicher“, dass es ein friedliches Fest gebe.“

Dafür sind auch die damaligen Täter noch einmal ganz gut weggekommen. So wurde die Haftstrafe für einen der hauptsächlich beteiligten Schläger im Juli in eine Bewährungsstrafe umgewandelt. Vornehmlich wohl aus sozialen Gründen.

So wird aus dem Berufungsprozess die typische Loserkarriere ostdeutscher Racketangehöriger wiedergekäut:

„Frank D. erzählt mit tiefer, fester Stimme seinen Werdegang: Hauptschulabschluss, Bäckerlehre, Arbeit auf Montage, demnächst lässt er sich zum Lkw-Fahrer weiterbilden. Er hat eine Wohnung, ist nicht vorbestraft. „Mit der Geschichte finden sie keinen Job“, sagt er.“

Doch ist Mügeln überall? Und ist Mügeln überall Antifa?
Mügeln ist immerhin zum Synonym für die vornehmlich ostdeutsche rassistische Straßengewalt geworden, wie früher Rostock oder Hoyerswerda, wobei die Namen der Orte völlig austauschbar sind und die Symbolwerdung eher wohl vom medialen, aber sonst folgenlosen Interesse abhängt.

In Dresden bewältigt man dies anders, damit auch ja keiner sagen kann „Dresden“ wäre wie „Mügeln“, denn wo Mügeln ist auch überall „Antifa“, jedenfalls deren bürgerliche Variante die sich um das Ansehen „Sachsens“ sorgt.
Nach den Übergriffen auf Dönerläden nach dem EM-Halbfinale wurde nicht geleugnet und beschönigt, sondern öffentliche Personen bekannten und entschuldigen sich und forderten, wie so oft eine intensivere Auseinandersetzung mit dem „Rechtsextremismus“ in Sachsen.
Doch selbst die örtliche Polizei musste einige Tage nach den Ereignissen eingestehen und dringlich fordern, das sich, von den damals gut gefüllten Strassen, mehr Zeugen melden sollten und setzte danach eine Sonderkommission zur Ermittlung der Täter ein.
Der oberste Dienstherr der sächsischen Polizei, Innenminister Buttolo, wollte so was kaum glauben und hielt in der Landtagsdebatte zum Thema: „Weltoffenes und tolerantes Sachsen – Gegen Hass und Gewalt
sein Händchen über die braven sächsischen Bürger:

„Gewalt und Ausländerhass sind in Sachsen weder Kultur noch mehrheitsfähig.“ Allerdings gelinge es „Chaoten“ immer wieder, den Ruf des Freistaates zu beschmutzen. Die übergroße Mehrzahl der Sachsen haben nicht einmal im Ansatz etwas mit Gewalt und Fremdenfeindlichkeit zu tun.“

Wie oft die „übergroße Mehrzahl der Sachsen“ mittlerweile zuschlägt zeigte sich die letzten Tage in Dresden: Offenbar nach einem rassistischen Angriff auf ein Mädchen, mit vietnamesischen Eltern, zündeten, so wird bislang vermutet, die Täter wenig später das Geschäft der Eltern im Dresdner Stadtteil Strießen an. Zuvor drohten sie noch die Familie „platt zu machen“. Das Geschäft der Familie ist damit komplett zerstört wurden.
In der gleichen Nacht überfielen vier jugendliche Täter einen Syrer und einen Libanesen und schlugen diese brutal zusammen.
Das Motiv der Täter ist laut Polizeimeldung unklar…

Dabei sind wir doch in Sachsen.

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"Mügeln ist überall – Antifa"

So steht es an seit einiger Zeit an eine Dresdner Hauswand geschrieben. Obwohl den AutorInnen sicherlich nichts Böses unterstellt werden kann, so lädt das Graffiti doch zu suggestiven Überlegungen ein.Ein Jahr nach der rassistischen Hetzjagd bemüht…


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Sprechen Sie Obama-Deutsch?

Es ist zwar ein wenig schon her, aber soll dennoch Erwähnung finden.
Hannes Stein hat für die „Welt“ in New York City ein paar Interviews zum Berlin-Besuch Barack Obamas geführt

Ein Anhänger der Republikanischen Partei hat folgendes schönes Zitat zu Protokoll gegeben:

Obama in Berlin: ein Arschlochkandidat hat in einer Arschlochstadt geredet, und 200 000 Arschlöcher haben ihm zugehört. Das ist mein Kommentar.

Was die Arschlochdeutschen anlässlich des Besuches zu sagen hatten wurde in folgendem Video festgehalten.

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Es ist zwar ein wenig schon her, aber soll dennoch Erwähnung finden.
Hannes Stein hat für die „Welt“ in New York City ein paar Interviews zum Berlin-Besuch Barack Obamas geführt

Ein Anhänger der Republikanischen Partei hat folgendes schönes Zitat zu Protokoll gegeben:

Obama in Berlin: ein Arschlochkandidat hat in einer Arschlochstadt geredet, und 200 000 Arschlöcher haben ihm zugehört. Das ist mein Kommentar.

Was die Arschlochdeutschen anlässlich des Besuches zu sagen hatten wurde in folgendem Video festgehalten.

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Sprechen Sie Obama-Deutsch?

Es ist zwar ein wenig schon her, aber soll dennoch Erwähnung finden.Hannes Stein hat für die „Welt“ in New York City ein paar Interviews zum Berlin-Besuch Barack Obamas geführtEin Anhänger der Republikanischen Partei hat folgendes schönes Zita…


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Die böse Geschichte

Die Dresdner Gruppe „Black Monday“ hat einen sehr lesenswerten, weil gelungenen Text unter dem Titel „Die böse Geschichte“ veröffentlicht, der sich mit der innerlinken Nabelschau rund um den „13. Februar“ in Dresden beschätigt.
Dieser Text sei daher an dieser Stelle wärmstens empfohlen.

Die böse Geschichte

In der Sackgasse der Ideologiebildung.
Über einen Beitrag der Dresdner Zeitung „ctrl_f“ zur sogenannten 13. Februar-Diskussion.

„Wenn der Bürger schon zugibt, dass der Antisemit im Unrecht ist,
so will er wenigstens, dass auch das Opfer schuldig sei.“
Horkheimer, Adorno: Dialektik der Aufklärung

Die Diskussion zum 13. Februar in Dresden bleibt langweilig.
Nachdem die Dresdner Autonomenzeitung „ctrl_f“ in ihrer ersten Ausgabe ankündigte, sich diesem Thema anzunehmen, war es schon eine gewisse Überraschung, als unter dem Titel „Linke Wahrheiten? Einige herrschaftskritische Anmerkungen zur linken Debatte um den 13. Februar“ in der dritten, auf Juni datierten Ausgabe tatsächlich von Ralf ein Beitrag hierzu erschien.
In Anbetracht dessen, dass in dieser von allen Seiten so inbrünstig gewünschten „Diskussion“ sich bizarrerweise bisher niemand, weder die „Kritiker_innen“ noch der diesjährige Vorbereitungskreis noch irgendwer sonst, dazu hergab, auch nur ein definitives schriftliches Statement zu publizieren, gehört schon ein gewisser Mut dazu, die intellektuelle Verantwortung für das eigene Denken und die darin natürlich liegende Entblößung auf sich zu nehmen, was dem Autor unbedingt zugute zu halten ist.

Aber auch dem sind Grenzen gesetzt. Der „Schluss“ dieses Textes ist ganz der alte: eine Diskussion soll her, und den einzigen tatsächlichen Inhalt des Textes bilden – isolierte „Anmerkungen“, wie schon der Titel verspricht, einzelne „Kritikpunkte“ und „Fragen“, deren Beantwortung gefordert wird – eine Antwort, die der Autor selbstverständlich schuldig bleibt. Das allerdings hören wir nicht zum ersten Mal. Ralfs Beitrag steht nicht alleine; er drückt äußerst gut die Grauzone aus, in der sich ein gewisser Teil der Dresdner Antifa derzeit befindet: im Dilemma zwischen dem sich steigernden Unbehagen mit der bisherigen (eigenen) Position und der verdeckten oder offenen Ideologiebildung.

Weiterlesen via „Die böse Geschichte“

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Die böse Geschichte

Die Dresdner Gruppe „Black Monday“ hat einen sehr lesenswerten, weil gelungenen Text unter dem Titel „Die böse Geschichte“ veröffentlicht, der sich mit der innerlinken Nabelschau rund um den „13. Februar“ in Dresden beschätigt.
Dieser Text sei daher an dieser Stelle wärmstens empfohlen.

Die böse Geschichte

In der Sackgasse der Ideologiebildung.
Über einen Beitrag der Dresdner Zeitung „ctrl_f“ zur sogenannten 13. Februar-Diskussion.

„Wenn der Bürger schon zugibt, dass der Antisemit im Unrecht ist,
so will er wenigstens, dass auch das Opfer schuldig sei.“
Horkheimer, Adorno: Dialektik der Aufklärung

Die Diskussion zum 13. Februar in Dresden bleibt langweilig.
Nachdem die Dresdner Autonomenzeitung „ctrl_f“ in ihrer ersten Ausgabe ankündigte, sich diesem Thema anzunehmen, war es schon eine gewisse Überraschung, als unter dem Titel „Linke Wahrheiten? Einige herrschaftskritische Anmerkungen zur linken Debatte um den 13. Februar“ in der dritten, auf Juni datierten Ausgabe tatsächlich von Ralf ein Beitrag hierzu erschien.
In Anbetracht dessen, dass in dieser von allen Seiten so inbrünstig gewünschten „Diskussion“ sich bizarrerweise bisher niemand, weder die „Kritiker_innen“ noch der diesjährige Vorbereitungskreis noch irgendwer sonst, dazu hergab, auch nur ein definitives schriftliches Statement zu publizieren, gehört schon ein gewisser Mut dazu, die intellektuelle Verantwortung für das eigene Denken und die darin natürlich liegende Entblößung auf sich zu nehmen, was dem Autor unbedingt zugute zu halten ist.

Aber auch dem sind Grenzen gesetzt. Der „Schluss“ dieses Textes ist ganz der alte: eine Diskussion soll her, und den einzigen tatsächlichen Inhalt des Textes bilden – isolierte „Anmerkungen“, wie schon der Titel verspricht, einzelne „Kritikpunkte“ und „Fragen“, deren Beantwortung gefordert wird – eine Antwort, die der Autor selbstverständlich schuldig bleibt. Das allerdings hören wir nicht zum ersten Mal. Ralfs Beitrag steht nicht alleine; er drückt äußerst gut die Grauzone aus, in der sich ein gewisser Teil der Dresdner Antifa derzeit befindet: im Dilemma zwischen dem sich steigernden Unbehagen mit der bisherigen (eigenen) Position und der verdeckten oder offenen Ideologiebildung.

Weiterlesen via „Die böse Geschichte“

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Die böse Geschichte

Die Dresdner Gruppe „Black Monday“ hat einen sehr lesenswerten, weil gelungenen Text unter dem Titel „Die böse Geschichte“ veröffentlicht, der sich mit der innerlinken Nabelschau rund um den „13. Februar“ in Dresden beschätigt.Dieser Tex…


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Nie wieder Krieg! (gegen uns)

Wer weder Empörung, noch „Wut“ empfand, als vor der Fussball-EM eine polnische Zeitung den Nationalspieler „Ballack“ und seinen Trainer “Löw” geköpft zeigte, dürfte bei der gestrigen Meldung über die posthume Köpfung Hitlers, d.h. seine…