beitrag von ugly dresden

Continuité et cassures

In Dresden Orte zu finden die an die nationalsozialistische Vergangenheit der Stadt und die Verfolgung und Vertreibung der JüdInnen erinnern ist ein schwieriges Unterfangen.
Bis auf wenige Ausnahmen gibt es keine Denkmäler oder bekannte und erkennbare „Orte der Erinnerung“. Die wenige die es gibt sind oft erst nach 1989 auf Initiative Weniger entstanden.
Zudem sind die Zeugnisse der nationalsozialistischen Herrschaft bzw. deren Entstehung und Herkunft in Dresden kaum im öffentlichen Bewusstsein bekannt.

Allgegenwärtig sind dagegen Reklametafeln für eine Vorführung des Filmes „Dresden wie es einst war“. Dabei handelt es sich um historische Filmaufnahmen Dresdens vor der Bombardierung 1945 aus den 1930er Jahren, die jedoch die „schöne Vergangenheit“ Dresdens zeigen sollen.

Dies ist exemplarisch für den Umgang mit der Vergangenheit in dieser Stadt und Ausdruck der postnazistischen Kontinuität die im wesentlichen durch die kaum veränderte Erzählung der Opfergeschichte des „13.Februar“ das öffentliche Bewusstsein prägt.
Veränderung hat in dieser Beziehung in den letzten Jahren nur teilweise stattgefunden. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, sowie eine Kenntlichmachungvon Erinnerungsorten und Zeugnisstätten des Nationalsozialismus blieb dabei im wesentlichen einzelnen Initiativen (wie z.B. dem Verein Hatikva) und interessierten Einzelpersonen vorbehalten.

Im September erschien etwa der „Historische Reiseführer 1933-1945“ von Hartmut Ellrich der sehr umfassend die Orte nationalsozialistischer Verfolgung und Herrschaft benennt und beschreibt. Darin ist etwa zu erfahren, das ganze, nach nationalsozialistischem Vorbild gestaltete Plätze, wie das Königsufer heute noch erhalten sind.  (Siehe hierzu auch die Beschreibung unter diesem Link und den dazugehörigen Seiten.)

Das dies kein „Tabu“ mehr darstellt hat auch damit zu tun, das es in Dresden nunmehr zum guten Ton gehört auf die „Vorgeschichte“ des „13. Februar“ zu verweisen, um dann um so vehementer das Gedenken an die Bombardierung einzufordern.
Gleichwohl ist den, aktiv an der Geschichte des Nationalsozialismus und der antisemitischen Verfolgung Interessierten, diese Rolle weitestgehend überlassen und sie finden kaum Beachtung, da der gute Ton eben die Musik macht, aber sonst kaum ernst gemeint ist.
So darf 2008 im Lokalblatt „Sächsische Zeitung“ folgendes erscheinen, was früher höchstens von der Antifa formuliert wurde:

Es ist ein Band voller Überraschungen, selbst für Kenner der Stadthistorie. In die Kapitel „Innenstadt“, „Außenbezirke“ und „Umland“ unterteilt, führt der Führer mit zahllosen Bildern und Texten die Leser auf die teils heute noch sichtbaren Spuren der Stadtgeschichte zur NS-Zeit.
An Orte mit hinlänglich bekannter Vergangenheit wie das Hygienemuseum, den früheren „Adolf-Hitler-“ und heutigen „Theaterplatz“, zum ehemaligen „Judenhaus“ an der Bautzener Straße. Aber auch an Stellen, deren einstige Nutzung heute kaum noch bekannt ist: zum Studentenwohnheim Güntzstraße, vormals Sammellager für Juden. Ans Königsufer, früher Massenaufmarschplatz. Zum Goehle-Werk, dessen Hochbunker noch stehen. Zum Schloss Hirschstein, wo Belgiens Königsfamilie interniert wurde.

Eine spannende und erhellende Lektüre, die neugierig macht, die Vergangenheit der Stadt neu zu entdecken. Ohne Schaum, aber auch ohne Blatt vorm Mund geschrieben.

Die Kapitel über die intensive rüstungsindustrielle und militärische Nutzung zahlloser Objekte wie Taschenbergpalais und Albertinum, das geplante Gauforum, die Frauenkirche als Dom der NS-hörigen Deutschen Christen; das alles trägt dazu bei, einen hier leider immer noch wirksamen Mythos zu zerstören.
„Dresden war keine unschuldige Kunst- und Kulturstadt“, sagt Hartmut Ellrich. Und, mit einem Lächeln: „Ich hoffe, dass ich nun nicht aus der Stadt gejagt werde.“

Tatsächlich werden Autoren wie Ellrich nicht aus der Stadt gejagt was vor einigen Jahren wahrscheinlich eine berechtigte Sorge gewesen wäre. Stattdessen werden sie heute im wesentlichen ignoriert.

Es gibt in der Tat nur zwei Möglichkeiten: Eine endgültige Versöhnung mit dieser Vergangenheit oder aber der konstante, d.h. in fortwährender Auseinandersetzung zu vollziehende Bruch mit ihr.
Moshe Postone, 1985

Anlässlich des 70. Jahrestages der Pogrome des 09. November 1938 ist ein vergleichbares, sehr interessantes Projekt “audioscript” vorgestellt wurden.
Dabei handelt es sich um ein dutzend Audiobeiträge, anhand derer Orte nationalsozialistischer Verfolgung in Dresden erkundet werden können. Das Konzept und die Beiträge sind in einjähriger Arbeit entstanden.

Die Projektgruppe schreibt hierzu:

Das audioscript zur Verfolgung und Vernichtung der Jüdinnen und Juden in Dresden 1933-1945 ermöglicht in 13 Tracks eine Auseinandersetzung mit (stadt-)historischen, philosophischen und künstlerischen Diskursen zur Shoa. Die Hörenden erwartet ein Stadtrundgang zu exemplarischen Orten der antisemitischen Verfolgung in Nationalsozialismus und deren gegenwärtiger Rezeption. (…)

Immer wird die Geschichte des einzelnen Ortes und der dort stattgefundenen Verbrechen aufgezeigt. Über den konkreten Ort hinaus dienen zwei Koordinaten der Auseinandersetzung: Das individuelle Erleiden wird durch autobiographisches Material der Überlebenden entgegen des hiesigen hegemonialen Geschichtsdiskurses stark gemacht. Das Erlittene korrenspondiert mit Zitaten einer kritischen Theorie, die Auschwitz nicht historisiert, sondern als Zivilisationsbruch markiert und zum Ausgangspunkt jeder philosophischen Überlegung macht.

Die Reihenfolge und der Weg der Führung lassen sich individuell gestalten und führen von der neuen Synagoge, zu ehemaligen „Judenhäusern“, der „SS-Mullah Schule“ sowie an Orte von Zwangsarbeit, der Todesmärsche und zum „Judenlager Hellerberg“.

Die Tracks und ein Stadtplan lassen sich auf der website des Projektes audioscript downloaden.

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Continuité et cassures

In Dresden Orte zu finden die an die nationalsozialistische Vergangenheit der Stadt und die Verfolgung und Vertreibung der JüdInnen erinnern ist ein schwieriges Unterfangen.Bis auf wenige Ausnahmen gibt es keine Denkmäler oder bekannte und erkennbare…


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Linke Lügen

Die innerlinke Nabelschau rund um die Diskussionen zum Umgang der Linken mit dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens am 13./14. Februar 1945 geht weiter.
Hierzu gibt es eine weitere Antwort eines Kritikers auf den, in der Zeitung des AZ Conni „ctrl_f“ erschienenen, Text „Linke Wahrheiten?“.
Wer diese Texte lesen möchte sei auf die Seite der Gruppe Black Monday verwiesen.
Dort findet sich der erste Text von „Ralf“: „Linke Wahrheiten?“, sowie die Antwort der Gruppe Black Monday: „Die böse Geschichte“.
Die Fortsetzung der Debatte mit dem Titel „Linke Lügen“ ist hier vollständig dokumentiert.

Linke Lügen
Antwort auf Ralf

Nachdem schon in der ersten Ausgabe dieser Zeitung dem Aufruf zum 13. Februar aus fadenscheinigen Gründen der Abdruck verweigert wurde, wird nun schon deutlicher welche Ansichten im Kreis der HerausgeberInnen vertreten werden.

Der Text von Ralf aus der 3. Ausgabe dieser Zeitung verschlägt einem glatt die Sprache. Er verspricht „herrschaftskritische Anmerkungen zur linken Debatte um den 13. Februar(Dieses und alle folgenden mit R. gekennzeichneten Zitate entstammen dem Text., „Linke Wahrheiten?“ von Ralf aus der ctrl_f Nr.3).

Zum Thema 13.Februar von Herrschaftskritik zu schwafeln und „eine eigenständige, linke Kritik auch am Verhalten der Alliierten“ (R.) zu fordern, ist nun in ungefähr so originell, wie wenn das Gespräch auf Israel kommt, auf eine Kritik von Staatlichkeit und Militärs zu insistieren. Darin und auch im weiteren Verlauf seiner „Anmerkungen“, offenbart sich die Unfähigkeit zwischen Besonderem und Allgemeinem zu unterscheiden und beides ins Verhältnis zu setzen – das nur am Rande.

Originell ist seine Forderung auch deswegen nicht, weil die jüngere Geschichte des 13. Februar in Dresden sehr anschaulich zeigte wie es aussieht wenn Leute aus dieser Motivation heraus praktisch werden und zur Tat schreiten. Seit den 60ern gab es in Dresden kein öffentliches „Gedenken“. Bis 1982 Personen aus der linken, oppositionellen Friedensbewegung aus der gleichen Motivation heraus auf die selbe Idee kamen wie Ralf und meinten am 13. Februar Herrschafts- und Militärkritik betreiben zu müssen und sich zu diesem Zweck vor der Ruine der Frauenkirche versammelten.

Die Folgen sind bekannt: wenige Jahre später sprangen Kirche, Stadt und Bürger – also das was sich heute Zivilgesellschaft nennt – mit ins Boot und übernahmen das Steuer dieser reaktionären Bewegung. Und bald schon konnte im Kulturpalast ein allseits bekannter Holocaustleugner, auf Einladung der Stadt, seine Thesen verbreiten.

Kurz und schlecht: Es wurde den Nazis ein Klima geschaffen, in dem sie sich wohlfühlen können und nicht mit Widerstand rechnen müssen.
Das Ralf nun tatsächlich einen der Gründe, der zu diesem widerlichen Zuständen geführt hat, als Medizin dagegen preist, zeigt nur seine völlige Verkennung der Realität, speziell derer, die hier in Dresden vorzufinden ist.

Die Absurdität Pazifismus zu betreiben, was ja eine implizite Forderung von Ralf´s Text ist, wird in der Konfrontation mit dem Nationalsozialismus nur allzu deutlich. (Aber auch mit dem Islamofaschismus, der ja meint: „Ihr liebt das Leben – wir lieben den Tod!“.)
Um die Wahrheit nun trotzdem umzulügen und die Lüge zur Wahrheit zu machen, empfiehlt sich natürlich das postmoderne, diskurstheoretische Geschwätz, in dessen Duktus er die Trennung zwischen den „damaligen als Opfer betroffene Zeitgenossen“ (R.) einerseits, denen er gnädigerweise zugesteht sich über die Niederlagen der Deutschen zu freuen, und „einer heutigen Linken“ (R.) andererseits, einführt.

Diese speziell linke Art der Schlussstrichpolitik ignoriert, das die Verhältnisse fortleben die zu Auschwitz geführt haben. Also eine Ökonomie, die ihrem Wesen nach den Menschen zu ihren Anhängsel macht, deren Erscheinung sich allerdings im Bewusstsein des einzelnen fetischisiert, als Ideologie widerspiegelt. Sie ignoriert auch die Gefahren die diese Ideologien, besonders die in der islamischen Welt äußerst virulente Antisemitische, aktuell darstellen.

Aber weiter im Text: Da „die Beteiligten (…) heute nicht unter dem Zwang der Abwehr eines auf Vernichtung gepolten politischen Systems (stehen)“ (R.) – als gäbe es keinen politischen Islam, als gäbe es nicht von diesem das ständige Versprechen, Israel zu vernichten und als würden seine Protagonisten nicht geflissentlich in die Tat umsetzten, was sie jedem erzählen der es hören will: durch den Bau von Atombomben, durch den Terror der Hisbollah und der Palästinenser – „muss es möglich sein, eine eigenständige linke Kritik auch am Verhalten der Alliierten zu formulieren“ (R.).

Statt Selbstkritik zu betreiben, das Versagen der Linken im Angesicht des Nationalsozialismus zu analysieren und die entsprechenden Schlüsse daraus zu ziehen, zu denen auch gehören sollte, gerade am 13. Februar, und im Bewusstsein das gerade auch im Antiamerikanismus die Volksgemeinschaft (aber auch die Umma) zu sich selbst kommt, das die Bürger der Vereinigten Staaten sehr wohl Dank verdienen, dafür das sie betrieben haben und betreiben, was eigentlich Anspruch der Linken ist: nämlich Antifaschismus. Jene also zu bekämpfen – wenn es sein muss auch militant – die noch hinter die Freiheiten und Zumutungen der bürgerlichen Gesellschaft zurückfallen wollen.

Statt – wenn es schon die marginale Linke nicht selber schafft der Barbarei etwas ernsthaftes entgegenzustellen und aktuell auch nicht schaffen will, da sie lieber mit den Feinden der Freiheit kollaboriert – solidarisch mit denen zu sein die die Aufklärung noch gegen jene verteidigen die sie negativ aufheben wollen, ist für Ralf nur klar, das es keinen „zivilisatorischen Krieg“ (R.) geben kann. Obwohl gerade die jüngere Geschichte Deutschlands das Gegenteil belegt.

Die Lehre der Deutschen aus Auschwitz ist deswegen falsch. Denn diese lautet ja bekanntermaßen eben nicht: „Nie wieder Faschismus, nie wieder Nationalsozialismus!“, sondern: „Nie wieder Krieg!“, und in ihrer Konsequenz: „Nie wieder Krieg gegen Faschismus!“. Die Katastrophe war für sie nicht die Ermordung ihrer jüdischen NachbarInnen, die sie durchführten, sondern die Umsiedlung der Deutschen („Vertreibung“); der Zivilisationsbruch nicht die rauchenden Schornsteine von Auschwitz, sondern die Bombardierung von Dresden.

Dieser, auf einen Opfermythos beruhende, Pazifismus macht zu einem wesentlichen Teil das Selbstverständnis des postnazistischen Deutschlands aus. Ein Pazifismus, der sich in Gegensatz zu den USA und Israel stellt; denen er es zum Vorwurf macht unilateral und militärisch ihre Interessen durchzusetzen. Interessen politischer und ökonomischer Natur, die, im Rahmen des unvernünftigem Ganzen, vernünftig und der Aufklärung verpflichtet sind und im Gegensatz stehen zur Unvernunft und zum Wahn derer, denen die Friedensfreunde, unter Hinweis darauf das Israel und die USA auch welche haben, den Bau von Atomwaffen zugestehen. Diesen Pazifismus weltweit durchzusetzen, ist das ach so geläuterte Deutschland angetreten und versucht es über EU oder UNO nach Kräften.

Es ist heute die Appeasementpolitik der Europäer und im besonderen Deutschlands (Das nebenbei bemerkt größter Handelspartner des Irans ist.), ihr „kritischer Dialog“ – statt effektive Sanktionen zu verhängen und alle nichtmilitärischen Mittel zu nutzen um Druck auszuüben und denn Iran vom Atomwaffenbau abzubringen – der einen Angriff auf den Iran erst notwendig machen.

Es gilt sich klarzumachen: Islamismus und Pazifismus sind deutsche Ideologie auf der Höhe der Zeit. Während die einen den Krieg gegen die Juden und den Westen gewaltsam führen, halten die anderen ihnen aus Antiamerikanismus, Antisemitismus oder bestenfalls grenzenloser Ignoranz und Naivität den Rücken frei. Ihre Einigkeit in der Ablehnung und Dämonisierung der USA und Israels, korresprondiert mit ihrer Ablehnung individueller Freiheit. Unter Freiheit verstehen sie nur die der autochthonen Kollektive vom „amerikanisierten“ Westen, der Aufklärung und Zivilisation.

Aus diesen Gründen kann es nicht Aufgabe einer emanzipatorischen Linken sein, die Deutschen in ihren Glauben an ihr Opferdasein und ihrer daraus resultierenden Friedenssehnsucht – die nur den Frieden mit den schlechten Verhältnissen wie sie sind und Frieden mit denen, die noch furchtbarere erkämpfen wollen bedeutet – zu bestärken, sondern es muss darum gehen, die gerade am 13. Februar sich in extremer Weise zeigenden Mythen und Ideologien anzugreifen.

Statt also „Militärkritik“ (R.) zu betreiben, gilt es Pazifismus, Apeasementpolitk und die antiamerikanische und antisemitische Friedensbewegung, also die deutsche Ideologie in ihrer postnazistischen Form zu denunzieren.
Gilt es den Deutschen im allgemeinen und den Dresdnern im besonderen, immer wieder vorzuhalten was Eike Geisel schrieb: „Mit dem beständigem Hinweis (…), daß Deutschland aufgrund seiner eigenen Geschichte eine besondere und weltweite Verantwortung für den Frieden habe, soll vor allem eine deutsche Errungenschaft der jüngeren Geschichte vergessen gemacht werden: das nämlich der einzige deutsche Beitrag zur Zivilisation im 20. Jahrhundert darin besteht, den Krieg als Mittel der Politik eben nicht abgeschafft, sondern im Gegenteil ihn als Sachverwalter der Humanität überhaupt erst möglich gemacht zu haben.(Eike Geisel, Die Banalität des Guten, 1992, S. 121).

Wer zudem, wie Ralf in seinem Text, wiederholt auf „Herrschaft“ und die dringende Notwendigkeit sie zu kritisieren verweist, ohne je zu konkretisieren was für Herrschaft gemeint ist – ohne also zu verdeutlichen das nicht persönliche Herrschaftsverhältnisse, sondern die apersonelle Herrschaft des Wertgesetzes, also ein ökonomische Verhältniss, die gesellschaftliche Realität formt, durchdringt und diese seiner Logik unterwirft, und die jeder reproduziert der eine Ware, und dazu gehört bekanntlich auch die Arbeitskraft, kauft oder verkauft – der muss sich den Vorwurf gefallen lassen, die Verhältnisse zu verschleiern statt aufzuklären.

Der muss sich den Vorwurf gefallen lassen, in den antisemitischen Kanon einzustimmen der hierzulande von links bis rechts gesungen wird und der notwendig in die Barbarei führt. Denn unter welcher Herrschaft die Deutschen sich und jene Völker und Banden, mit denen sie sich verbünden und solidarisieren, wähnen, ist offensichtlich: das gewissenlose internationale Finanzkapital (die sogenannten Heuschrecken), die Wallstreet, Amerika, die Juden und ihr Staat – Israel.
(Zur Verbreitung des Antisemitismus in Deutschland und Europa vgl.: W. Heitmeyer (Hrsg): Deutsche Zustände, Folge 2 Frankfurt/M (Suhrkamp) 2003; Euro-barometer, http://europa.eu.int/comm/puplic-opinion/archives/flash-arch.htm 2008; EUMC – Studie „Manifestations of Anti-Semitism in the European Union – First Semester 2002 -Synthesis Report “ Wien 2003)

Hier gilt: wer nicht von der Kritik der politischen Ökonomie und der dieser Ökonomie adäquaten Ideologien reden will, soll zu Herrschaftskritik schweigen.

Dieses ideologische Gebräu noch mit einem Zitat von Adorno abzuschließen, welches in seinem Zusammenhang, aus dem es gerissen wurde, das Gegenteil von dem meint was Ralf in seinem Text fordert und behauptet, ist dreist.

Adorno schrieb: „Hitler hat den Menschen im Stande ihrer Unfreiheit einen neuen kategorischen Imperativ aufgezwungen: ihr Denken und Handeln so einzurichten, dass Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts ähnliches geschehe.(Negative Dialektik, Frankfurt a. Main 1966, S.358).

Das ist kein Aufruf zur sozialen Revolution, um die befreite, selbstbewusste Gesellschaft zu erreichen, und erst recht ist er nicht geeignet Ralf´s Ausführungen zu stützen, sondern eine Aufforderung, im Bewusstsein der momentanen Unmöglichkeit dieser Emanzipation der Menschen – die „im Stande ihrer Unfreiheit“ eben statt Emanzipation, lieber Reaktion und Barbarei wählen – das schlimmste – „Auschwitz“ – zu verhindern, um die Möglichkeit offen zu halten eine Gesellschaft „in der man ohne Angst verschieden sein kann(Adorno, Minima Moralia, S.116, Frankfurt a. Main 1951) letztlich überhaupt noch erreichen zu können.

Diese Gesellschaft steht im übrigen im Gegensatz zu der von Ralf hochgehaltenen „unveräußerlichen Gleichheit aller Menschen“ (R.), die angeblich „stets originäres Anliegen linker Politik“ (R.) war. Was sie von der bürgerliche Gleichheit, der Gleichheit im Tausch und im Recht unterscheidet, bleibt offen. Spiegelt sich doch in der Forderung nach Gleichheit, wenn auch ungewollt, der Wille zum Kollektiv und die Verneinung des Einzelnen wieder wie es typisch für die deutsche Ideologie ist.
Und da Ralf schon Adorno in Spiel bringt, sei mir erlaubt, ihm mit Adorno zu entgegnen: „Eine emanzipierte Gesellschaft jedoch wäre (…) die Verwirklichung des Allgemeinen in der Versöhnung der Differenzen. Politik, der es darum im Ernst noch ginge, sollte deswegen die abstrakte Gleichheit der Menschen nicht einmal als Idee propagieren.“ (Adorno, Minima Moralia, S.116).

Statt wie versprochen Anmerkungen zu liefern bietet der Text „Linke Wahrheiten?“ bewusst nur Andeutungen und undeutliches Geraune.
Es ist der Versuch sich nicht zu positionieren um sich einer Kritik zu entziehen. Ein sich aus der, ohne Frage, erbärmlichen Realität herausheben und heraushalten, um von dort aus „ein eigenständiges Instrumentarium zu schaffen, … eine eigene Sprache zu erfinden“ (R.), mit der die Verhältnisse so verschleiert werden können, dass das friedensbewegte Weltbild nicht ins wanken gerät, das nicht mit jenem Unsinn gebrochen werden muss, den Ralf für links hält und der leider die Linke aktuell tatsächlich ausmacht. Dies lässt einen mehr oder weniger deutlichen Blick auf das dahinter liegende Denken bzw. Nichtdenken zu.
Die von ihm geforderte „Absage an staatliche Realpolitik“ (R.) ist in ihrer Konsequenz eine Absage an Israel und dessen Notwendigkeit.
Sie zeigt, das Ralf weder vom Antisemitismus noch von der mörderischen Form der Krisenbewältigung, wie sie in Deutschland durchgeführt wurde, etwas verstanden hat.

Statt Kritik, die ihm ja vorgeblich am Herzen liegt, zu schärfen, statt dazu beizutragen sich einen Begriff von der Sache zu machen, offenbart sich die Verweigerung vor den Anstrengungen und Konsequenzen, die mit einen zuende denken seiner „Anmerkungen“ und Fragen verbunden wäre.
Dann würde auch deutlich, dass das was Ralf als „herrschaftskritische Anmerkungen“ bezeichnet, nichts anderes als eine Sammlung von Unterstellungen, Widersprüchen und Lügen – deutsche Ideologie par excellence – ist, die vollständig aufzuzählen und zu widerlegen erstens den Rahmen sprengen würde und zweitens bedeuten würde, Ralf´s „Anmerkungen“ in den Status der Diskussionswürdigkeit zu erheben, sie also unnötig aufzuwerten.

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Linke Lügen

Die innerlinke Nabelschau rund um die Diskussionen zum Umgang der Linken mit dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens am 13./14. Februar 1945 geht weiter.
Hierzu gibt es eine weitere Antwort eines Kritikers auf den, in der Zeitung des AZ Conni „ctrl_f“ erschienenen, Text „Linke Wahrheiten?“.
Wer diese Texte lesen möchte sei auf die Seite der Gruppe Black Monday verwiesen.
Dort findet sich der erste Text von „Ralf“: „Linke Wahrheiten?“, sowie die Antwort der Gruppe Black Monday: „Die böse Geschichte“.
Die Fortsetzung der Debatte mit dem Titel „Linke Lügen“ ist hier vollständig dokumentiert.

Linke Lügen
Antwort auf Ralf

Nachdem schon in der ersten Ausgabe dieser Zeitung dem Aufruf zum 13. Februar aus fadenscheinigen Gründen der Abdruck verweigert wurde, wird nun schon deutlicher welche Ansichten im Kreis der HerausgeberInnen vertreten werden.

Der Text von Ralf aus der 3. Ausgabe dieser Zeitung verschlägt einem glatt die Sprache. Er verspricht „herrschaftskritische Anmerkungen zur linken Debatte um den 13. Februar(Dieses und alle folgenden mit R. gekennzeichneten Zitate entstammen dem Text., „Linke Wahrheiten?“ von Ralf aus der ctrl_f Nr.3).

Zum Thema 13.Februar von Herrschaftskritik zu schwafeln und „eine eigenständige, linke Kritik auch am Verhalten der Alliierten“ (R.) zu fordern, ist nun in ungefähr so originell, wie wenn das Gespräch auf Israel kommt, auf eine Kritik von Staatlichkeit und Militärs zu insistieren. Darin und auch im weiteren Verlauf seiner „Anmerkungen“, offenbart sich die Unfähigkeit zwischen Besonderem und Allgemeinem zu unterscheiden und beides ins Verhältnis zu setzen – das nur am Rande.

Originell ist seine Forderung auch deswegen nicht, weil die jüngere Geschichte des 13. Februar in Dresden sehr anschaulich zeigte wie es aussieht wenn Leute aus dieser Motivation heraus praktisch werden und zur Tat schreiten. Seit den 60ern gab es in Dresden kein öffentliches „Gedenken“. Bis 1982 Personen aus der linken, oppositionellen Friedensbewegung aus der gleichen Motivation heraus auf die selbe Idee kamen wie Ralf und meinten am 13. Februar Herrschafts- und Militärkritik betreiben zu müssen und sich zu diesem Zweck vor der Ruine der Frauenkirche versammelten.

Die Folgen sind bekannt: wenige Jahre später sprangen Kirche, Stadt und Bürger – also das was sich heute Zivilgesellschaft nennt – mit ins Boot und übernahmen das Steuer dieser reaktionären Bewegung. Und bald schon konnte im Kulturpalast ein allseits bekannter Holocaustleugner, auf Einladung der Stadt, seine Thesen verbreiten.

Kurz und schlecht: Es wurde den Nazis ein Klima geschaffen, in dem sie sich wohlfühlen können und nicht mit Widerstand rechnen müssen.
Das Ralf nun tatsächlich einen der Gründe, der zu diesem widerlichen Zuständen geführt hat, als Medizin dagegen preist, zeigt nur seine völlige Verkennung der Realität, speziell derer, die hier in Dresden vorzufinden ist.

Die Absurdität Pazifismus zu betreiben, was ja eine implizite Forderung von Ralf´s Text ist, wird in der Konfrontation mit dem Nationalsozialismus nur allzu deutlich. (Aber auch mit dem Islamofaschismus, der ja meint: „Ihr liebt das Leben – wir lieben den Tod!“.)
Um die Wahrheit nun trotzdem umzulügen und die Lüge zur Wahrheit zu machen, empfiehlt sich natürlich das postmoderne, diskurstheoretische Geschwätz, in dessen Duktus er die Trennung zwischen den „damaligen als Opfer betroffene Zeitgenossen“ (R.) einerseits, denen er gnädigerweise zugesteht sich über die Niederlagen der Deutschen zu freuen, und „einer heutigen Linken“ (R.) andererseits, einführt.

Diese speziell linke Art der Schlussstrichpolitik ignoriert, das die Verhältnisse fortleben die zu Auschwitz geführt haben. Also eine Ökonomie, die ihrem Wesen nach den Menschen zu ihren Anhängsel macht, deren Erscheinung sich allerdings im Bewusstsein des einzelnen fetischisiert, als Ideologie widerspiegelt. Sie ignoriert auch die Gefahren die diese Ideologien, besonders die in der islamischen Welt äußerst virulente Antisemitische, aktuell darstellen.

Aber weiter im Text: Da „die Beteiligten (…) heute nicht unter dem Zwang der Abwehr eines auf Vernichtung gepolten politischen Systems (stehen)“ (R.) – als gäbe es keinen politischen Islam, als gäbe es nicht von diesem das ständige Versprechen, Israel zu vernichten und als würden seine Protagonisten nicht geflissentlich in die Tat umsetzten, was sie jedem erzählen der es hören will: durch den Bau von Atombomben, durch den Terror der Hisbollah und der Palästinenser – „muss es möglich sein, eine eigenständige linke Kritik auch am Verhalten der Alliierten zu formulieren“ (R.).

Statt Selbstkritik zu betreiben, das Versagen der Linken im Angesicht des Nationalsozialismus zu analysieren und die entsprechenden Schlüsse daraus zu ziehen, zu denen auch gehören sollte, gerade am 13. Februar, und im Bewusstsein das gerade auch im Antiamerikanismus die Volksgemeinschaft (aber auch die Umma) zu sich selbst kommt, das die Bürger der Vereinigten Staaten sehr wohl Dank verdienen, dafür das sie betrieben haben und betreiben, was eigentlich Anspruch der Linken ist: nämlich Antifaschismus. Jene also zu bekämpfen – wenn es sein muss auch militant – die noch hinter die Freiheiten und Zumutungen der bürgerlichen Gesellschaft zurückfallen wollen.

Statt – wenn es schon die marginale Linke nicht selber schafft der Barbarei etwas ernsthaftes entgegenzustellen und aktuell auch nicht schaffen will, da sie lieber mit den Feinden der Freiheit kollaboriert – solidarisch mit denen zu sein die die Aufklärung noch gegen jene verteidigen die sie negativ aufheben wollen, ist für Ralf nur klar, das es keinen „zivilisatorischen Krieg“ (R.) geben kann. Obwohl gerade die jüngere Geschichte Deutschlands das Gegenteil belegt.

Die Lehre der Deutschen aus Auschwitz ist deswegen falsch. Denn diese lautet ja bekanntermaßen eben nicht: „Nie wieder Faschismus, nie wieder Nationalsozialismus!“, sondern: „Nie wieder Krieg!“, und in ihrer Konsequenz: „Nie wieder Krieg gegen Faschismus!“. Die Katastrophe war für sie nicht die Ermordung ihrer jüdischen NachbarInnen, die sie durchführten, sondern die Umsiedlung der Deutschen („Vertreibung“); der Zivilisationsbruch nicht die rauchenden Schornsteine von Auschwitz, sondern die Bombardierung von Dresden.

Dieser, auf einen Opfermythos beruhende, Pazifismus macht zu einem wesentlichen Teil das Selbstverständnis des postnazistischen Deutschlands aus. Ein Pazifismus, der sich in Gegensatz zu den USA und Israel stellt; denen er es zum Vorwurf macht unilateral und militärisch ihre Interessen durchzusetzen. Interessen politischer und ökonomischer Natur, die, im Rahmen des unvernünftigem Ganzen, vernünftig und der Aufklärung verpflichtet sind und im Gegensatz stehen zur Unvernunft und zum Wahn derer, denen die Friedensfreunde, unter Hinweis darauf das Israel und die USA auch welche haben, den Bau von Atomwaffen zugestehen. Diesen Pazifismus weltweit durchzusetzen, ist das ach so geläuterte Deutschland angetreten und versucht es über EU oder UNO nach Kräften.

Es ist heute die Appeasementpolitik der Europäer und im besonderen Deutschlands (Das nebenbei bemerkt größter Handelspartner des Irans ist.), ihr „kritischer Dialog“ – statt effektive Sanktionen zu verhängen und alle nichtmilitärischen Mittel zu nutzen um Druck auszuüben und denn Iran vom Atomwaffenbau abzubringen – der einen Angriff auf den Iran erst notwendig machen.

Es gilt sich klarzumachen: Islamismus und Pazifismus sind deutsche Ideologie auf der Höhe der Zeit. Während die einen den Krieg gegen die Juden und den Westen gewaltsam führen, halten die anderen ihnen aus Antiamerikanismus, Antisemitismus oder bestenfalls grenzenloser Ignoranz und Naivität den Rücken frei. Ihre Einigkeit in der Ablehnung und Dämonisierung der USA und Israels, korresprondiert mit ihrer Ablehnung individueller Freiheit. Unter Freiheit verstehen sie nur die der autochthonen Kollektive vom „amerikanisierten“ Westen, der Aufklärung und Zivilisation.

Aus diesen Gründen kann es nicht Aufgabe einer emanzipatorischen Linken sein, die Deutschen in ihren Glauben an ihr Opferdasein und ihrer daraus resultierenden Friedenssehnsucht – die nur den Frieden mit den schlechten Verhältnissen wie sie sind und Frieden mit denen, die noch furchtbarere erkämpfen wollen bedeutet – zu bestärken, sondern es muss darum gehen, die gerade am 13. Februar sich in extremer Weise zeigenden Mythen und Ideologien anzugreifen.

Statt also „Militärkritik“ (R.) zu betreiben, gilt es Pazifismus, Apeasementpolitk und die antiamerikanische und antisemitische Friedensbewegung, also die deutsche Ideologie in ihrer postnazistischen Form zu denunzieren.
Gilt es den Deutschen im allgemeinen und den Dresdnern im besonderen, immer wieder vorzuhalten was Eike Geisel schrieb: „Mit dem beständigem Hinweis (…), daß Deutschland aufgrund seiner eigenen Geschichte eine besondere und weltweite Verantwortung für den Frieden habe, soll vor allem eine deutsche Errungenschaft der jüngeren Geschichte vergessen gemacht werden: das nämlich der einzige deutsche Beitrag zur Zivilisation im 20. Jahrhundert darin besteht, den Krieg als Mittel der Politik eben nicht abgeschafft, sondern im Gegenteil ihn als Sachverwalter der Humanität überhaupt erst möglich gemacht zu haben.(Eike Geisel, Die Banalität des Guten, 1992, S. 121).

Wer zudem, wie Ralf in seinem Text, wiederholt auf „Herrschaft“ und die dringende Notwendigkeit sie zu kritisieren verweist, ohne je zu konkretisieren was für Herrschaft gemeint ist – ohne also zu verdeutlichen das nicht persönliche Herrschaftsverhältnisse, sondern die apersonelle Herrschaft des Wertgesetzes, also ein ökonomische Verhältniss, die gesellschaftliche Realität formt, durchdringt und diese seiner Logik unterwirft, und die jeder reproduziert der eine Ware, und dazu gehört bekanntlich auch die Arbeitskraft, kauft oder verkauft – der muss sich den Vorwurf gefallen lassen, die Verhältnisse zu verschleiern statt aufzuklären.

Der muss sich den Vorwurf gefallen lassen, in den antisemitischen Kanon einzustimmen der hierzulande von links bis rechts gesungen wird und der notwendig in die Barbarei führt. Denn unter welcher Herrschaft die Deutschen sich und jene Völker und Banden, mit denen sie sich verbünden und solidarisieren, wähnen, ist offensichtlich: das gewissenlose internationale Finanzkapital (die sogenannten Heuschrecken), die Wallstreet, Amerika, die Juden und ihr Staat – Israel.
(Zur Verbreitung des Antisemitismus in Deutschland und Europa vgl.: W. Heitmeyer (Hrsg): Deutsche Zustände, Folge 2 Frankfurt/M (Suhrkamp) 2003; Euro-barometer, http://europa.eu.int/comm/puplic-opinion/archives/flash-arch.htm 2008; EUMC – Studie „Manifestations of Anti-Semitism in the European Union – First Semester 2002 -Synthesis Report “ Wien 2003)

Hier gilt: wer nicht von der Kritik der politischen Ökonomie und der dieser Ökonomie adäquaten Ideologien reden will, soll zu Herrschaftskritik schweigen.

Dieses ideologische Gebräu noch mit einem Zitat von Adorno abzuschließen, welches in seinem Zusammenhang, aus dem es gerissen wurde, das Gegenteil von dem meint was Ralf in seinem Text fordert und behauptet, ist dreist.

Adorno schrieb: „Hitler hat den Menschen im Stande ihrer Unfreiheit einen neuen kategorischen Imperativ aufgezwungen: ihr Denken und Handeln so einzurichten, dass Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts ähnliches geschehe.(Negative Dialektik, Frankfurt a. Main 1966, S.358).

Das ist kein Aufruf zur sozialen Revolution, um die befreite, selbstbewusste Gesellschaft zu erreichen, und erst recht ist er nicht geeignet Ralf´s Ausführungen zu stützen, sondern eine Aufforderung, im Bewusstsein der momentanen Unmöglichkeit dieser Emanzipation der Menschen – die „im Stande ihrer Unfreiheit“ eben statt Emanzipation, lieber Reaktion und Barbarei wählen – das schlimmste – „Auschwitz“ – zu verhindern, um die Möglichkeit offen zu halten eine Gesellschaft „in der man ohne Angst verschieden sein kann(Adorno, Minima Moralia, S.116, Frankfurt a. Main 1951) letztlich überhaupt noch erreichen zu können.

Diese Gesellschaft steht im übrigen im Gegensatz zu der von Ralf hochgehaltenen „unveräußerlichen Gleichheit aller Menschen“ (R.), die angeblich „stets originäres Anliegen linker Politik“ (R.) war. Was sie von der bürgerliche Gleichheit, der Gleichheit im Tausch und im Recht unterscheidet, bleibt offen. Spiegelt sich doch in der Forderung nach Gleichheit, wenn auch ungewollt, der Wille zum Kollektiv und die Verneinung des Einzelnen wieder wie es typisch für die deutsche Ideologie ist.
Und da Ralf schon Adorno in Spiel bringt, sei mir erlaubt, ihm mit Adorno zu entgegnen: „Eine emanzipierte Gesellschaft jedoch wäre (…) die Verwirklichung des Allgemeinen in der Versöhnung der Differenzen. Politik, der es darum im Ernst noch ginge, sollte deswegen die abstrakte Gleichheit der Menschen nicht einmal als Idee propagieren.“ (Adorno, Minima Moralia, S.116).

Statt wie versprochen Anmerkungen zu liefern bietet der Text „Linke Wahrheiten?“ bewusst nur Andeutungen und undeutliches Geraune.
Es ist der Versuch sich nicht zu positionieren um sich einer Kritik zu entziehen. Ein sich aus der, ohne Frage, erbärmlichen Realität herausheben und heraushalten, um von dort aus „ein eigenständiges Instrumentarium zu schaffen, … eine eigene Sprache zu erfinden“ (R.), mit der die Verhältnisse so verschleiert werden können, dass das friedensbewegte Weltbild nicht ins wanken gerät, das nicht mit jenem Unsinn gebrochen werden muss, den Ralf für links hält und der leider die Linke aktuell tatsächlich ausmacht. Dies lässt einen mehr oder weniger deutlichen Blick auf das dahinter liegende Denken bzw. Nichtdenken zu.
Die von ihm geforderte „Absage an staatliche Realpolitik“ (R.) ist in ihrer Konsequenz eine Absage an Israel und dessen Notwendigkeit.
Sie zeigt, das Ralf weder vom Antisemitismus noch von der mörderischen Form der Krisenbewältigung, wie sie in Deutschland durchgeführt wurde, etwas verstanden hat.

Statt Kritik, die ihm ja vorgeblich am Herzen liegt, zu schärfen, statt dazu beizutragen sich einen Begriff von der Sache zu machen, offenbart sich die Verweigerung vor den Anstrengungen und Konsequenzen, die mit einen zuende denken seiner „Anmerkungen“ und Fragen verbunden wäre.
Dann würde auch deutlich, dass das was Ralf als „herrschaftskritische Anmerkungen“ bezeichnet, nichts anderes als eine Sammlung von Unterstellungen, Widersprüchen und Lügen – deutsche Ideologie par excellence – ist, die vollständig aufzuzählen und zu widerlegen erstens den Rahmen sprengen würde und zweitens bedeuten würde, Ralf´s „Anmerkungen“ in den Status der Diskussionswürdigkeit zu erheben, sie also unnötig aufzuwerten.

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beitrag von ugly dresden

Linke Lügen

Die innerlinke Nabelschau rund um die Diskussionen zum Umgang der Linken mit dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens am 13./14. Februar 1945 geht weiter.Hierzu gibt es eine weitere Antwort eines Kritikers auf den, in der Zeitung des AZ Conni „ctrl_f…


beitrag von ugly dresden

Über die Anti-Denglishs…

Hi, Peter Jaensch und Dieter Kupsch vom Verein Deutsche Sprache!

Wie ich in der Sächsischen Zeitung lesen durfte, haben Sie sich in Dresden dem Kampf gegen die Überfremdung unserer schönen Muttersprache durch Anglizismen verschrieben. Da sehe ich Fotos von Ihnen, Dieter Kupsch (78, Rentner, DSU), wie sie mit gespielter Verzweiflung durch die Stadt irren und vor lauter englischen Beschilderungen gar nicht mehr wissen, wo Ihnen der Kopf steht. In der Schule hätten Sie nur Latein und Griechisch gelernt, klagen Sie, Englisch hingegen nicht. Mich durchrieselten Schauer des Mitleids. Aber es geht natürlich nicht nur um ihre eigenen Verständnisschwierigkeiten, nein, hier steht viel mehr auf dem Spiel: die deutsche Sprache. Ihr prophezeien Sie

“einen einsamen Tod, eine Niederlage gegen die Übermacht englischer Worte.”

Read more via Saxroyal: “Hi, Peter Jaensch und Dieter Kupsch vom Verein Deutsche Sprache!”

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beitrag von ugly dresden

Über die Anti-Denglishs…

Hi, Peter Jaensch und Dieter Kupsch vom Verein Deutsche Sprache!

Wie ich in der Sächsischen Zeitung lesen durfte, haben Sie sich in Dresden dem Kampf gegen die Überfremdung unserer schönen Muttersprache durch Anglizismen verschrieben. Da sehe ich Fotos von Ihnen, Dieter Kupsch (78, Rentner, DSU), wie sie mit gespielter Verzweiflung durch die Stadt irren und vor lauter englischen Beschilderungen gar nicht mehr wissen, wo Ihnen der Kopf steht. In der Schule hätten Sie nur Latein und Griechisch gelernt, klagen Sie, Englisch hingegen nicht. Mich durchrieselten Schauer des Mitleids. Aber es geht natürlich nicht nur um ihre eigenen Verständnisschwierigkeiten, nein, hier steht viel mehr auf dem Spiel: die deutsche Sprache. Ihr prophezeien Sie

“einen einsamen Tod, eine Niederlage gegen die Übermacht englischer Worte.”

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Über die Anti-Denglishs…

Hi, Peter Jaensch und Dieter Kupsch vom Verein Deutsche Sprache!Wie ich in der Sächsischen Zeitung lesen durfte, haben Sie sich in Dresden dem Kampf gegen die Überfremdung unserer schönen Muttersprache durch Anglizismen verschrieben. Da sehe ich Fot…


beitrag von ugly dresden

Das Ende der Bescheidenheit

Eine bizzare Provinzposse treibt das Dresdner Lokalparlament und den anhängenden Politbetrieb anlässlich des Jahrestages des antisemitischen Massenmordes des 11. September 2001 um.

In der Sitzung des Stadtrates am 11. September 2008 beantragte der Abgeordnete des „Nationalen Bündnis`“ Wolfgang Schwarz eine Gedenkminute für die Opfer des „11.September“ abzuhalten und sorgte damit für den, wohl erhofften Skandal.


Die Abgeordneten des “Nationalen Bündnis`” zu Dresden, nebst Maskottchen.

Den, eher tumben, Gestalten des NPD Ablegers im Dresdner Stadtrat kann kaum unterstellt werden besonders viel Emphatie für „tote Amis“ zu empfinden. Vielmehr liegt diesen Leuten und ihren rot-braunen Kombattanten eher nahe gegen „amerikanische Dominanz“ zu agitieren und die längst zur Mehrheitsmeinung avancierten Verschwörungstheorien um „9/11“ bei jeder Gelegenheit wiederzukäuen, um den grünen Faschismus im Zeichen des Koran als „gerechten Widerstand“ zu verklären.
Immerhin finden in Deutschland keine Gedenkveranstaltungen an den 11. September, weder durch deutsche, muslimische und schon gar nicht durch Nazi-Organisationen statt. Unter diesem Eindruck handelt auch die deutsche Presse die Gedenkveranstaltungen in den USA im wesentlichen teilnahmslos ab. Im Dresdner Stadtrat kam jedenfalls bislang niemand, auch nicht die „demokratischen Fraktionen“, auf die Idee eine Gedenkminute anlässlich des 11. September zu beantragen, weil auch diese kein Interesse an „toten Amis“ haben.

Dennoch bewegt sich das allseits zu vernehmende Geraune „über die wahren Hintergründe des 11. September“ unter einem, dem deutschen Gemüt nach, gefühlten Tabu.
Dieses Tabu, das keines ist, weil es dauernd gebrochen, und dies kaum skandalisiert wird darf als wesentlicher Grund angenommen werden, weshalb dem Antrag des „Nationalen Bündnis`“ von einer Mehrheit der Dresdner StadträtInnen zugestimmt wurde.
Immerhin hält man hier, in Dresden, wo das kollektive Bewusstsein wesentlich durch die Erzählungen über den „13. Februar“ geprägt ist, etwas auf sich, wenn es darum geht „Krieg und Gewaltherrschaft“ zu gedenken. Nach dieser Logik wurden schon vor einigen Jahren der Angriff auf die Zwillingstürme mit dem Bombenangriff der Alliierten auf das nationalsozialistische Dresden im zweiten Weltkrieg gleichgesetzt oder, dies wird allerdings eher vom, stets dreckigen, Volksmund vorgetragen, der „11.September“ als späte, aber gerechte Strafe dafür interpretiert.

Die Gedenkminute wurde jedenfalls entsprechend dem, von einer Mehrheit des Stadtrates durchgewunkenen, weil substanzlosen, Antrages abgehalten, wobei die Fraktion der „Grünen“ daraufhin den Saal verließ. Das „Nationale Bündnis“ frohlockte, da zum ersten Mal einem ihrer Anträge zugestimmt wurde, was für die Grünen Anlass zur Skandalisierung, um des Ansehens des “demokratischen Konsens” willens, ist.
Die Linkspartei droht nun dem Landtagsabgeordneten und Stadtrat Ronald Weckesser mit Ausschluss aus der Fraktion, während der lokale CDU Funktionär Michael Kretschmar darauf auf die „Überrumplungstaktik“ der Nazis verwies, den Grünen „parteipolitische Instrumentalisierung“ vorwarf und die Zustimmung zu diesem Antrag nunmehr für einen „Fehler“ hält.

Weiterführende Links zum siebenten Jahrestag des 11. September 2001:
Lizas Welt: “Die Logik der Feinde”
Riotpropaganda: “Remember 9/11”
Nichtidentisches über die kulturindustrielle Verarbeitung: “Michael Moores Fahrenheit 9/11 vs. Flight93”
Comite liberte: “Rembember 9-11 – Remember Ground zero”

plus: One tribute video

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Das Ende der Bescheidenheit

Eine bizzare Provinzposse treibt das Dresdner Lokalparlament und den anhängenden Politbetrieb anlässlich des Jahrestages des antisemitischen Massenmordes des 11. September 2001 um.

In der Sitzung des Stadtrates am 11. September 2008 beantragte der Abgeordnete des „Nationalen Bündnis`“ Wolfgang Schwarz eine Gedenkminute für die Opfer des „11.September“ abzuhalten und sorgte damit für den, wohl erhofften Skandal.


Die Abgeordneten des “Nationalen Bündnis`” zu Dresden, nebst Maskottchen.

Den, eher tumben, Gestalten des NPD Ablegers im Dresdner Stadtrat kann kaum unterstellt werden besonders viel Emphatie für „tote Amis“ zu empfinden. Vielmehr liegt diesen Leuten und ihren rot-braunen Kombattanten eher nahe gegen „amerikanische Dominanz“ zu agitieren und die längst zur Mehrheitsmeinung avancierten Verschwörungstheorien um „9/11“ bei jeder Gelegenheit wiederzukäuen, um den grünen Faschismus im Zeichen des Koran als „gerechten Widerstand“ zu verklären.
Immerhin finden in Deutschland keine Gedenkveranstaltungen an den 11. September, weder durch deutsche, muslimische und schon gar nicht durch Nazi-Organisationen statt. Unter diesem Eindruck handelt auch die deutsche Presse die Gedenkveranstaltungen in den USA im wesentlichen teilnahmslos ab. Im Dresdner Stadtrat kam jedenfalls bislang niemand, auch nicht die „demokratischen Fraktionen“, auf die Idee eine Gedenkminute anlässlich des 11. September zu beantragen, weil auch diese kein Interesse an „toten Amis“ haben.

Dennoch bewegt sich das allseits zu vernehmende Geraune „über die wahren Hintergründe des 11. September“ unter einem, dem deutschen Gemüt nach, gefühlten Tabu.
Dieses Tabu, das keines ist, weil es dauernd gebrochen, und dies kaum skandalisiert wird darf als wesentlicher Grund angenommen werden, weshalb dem Antrag des „Nationalen Bündnis`“ von einer Mehrheit der Dresdner StadträtInnen zugestimmt wurde.
Immerhin hält man hier, in Dresden, wo das kollektive Bewusstsein wesentlich durch die Erzählungen über den „13. Februar“ geprägt ist, etwas auf sich, wenn es darum geht „Krieg und Gewaltherrschaft“ zu gedenken. Nach dieser Logik wurden schon vor einigen Jahren der Angriff auf die Zwillingstürme mit dem Bombenangriff der Alliierten auf das nationalsozialistische Dresden im zweiten Weltkrieg gleichgesetzt oder, dies wird allerdings eher vom, stets dreckigen, Volksmund vorgetragen, der „11.September“ als späte, aber gerechte Strafe dafür interpretiert.

Die Gedenkminute wurde jedenfalls entsprechend dem, von einer Mehrheit des Stadtrates durchgewunkenen, weil substanzlosen, Antrages abgehalten, wobei die Fraktion der „Grünen“ daraufhin den Saal verließ. Das „Nationale Bündnis“ frohlockte, da zum ersten Mal einem ihrer Anträge zugestimmt wurde, was für die Grünen Anlass zur Skandalisierung, um des Ansehens des “demokratischen Konsens” willens, ist.
Die Linkspartei droht nun dem Landtagsabgeordneten und Stadtrat Ronald Weckesser mit Ausschluss aus der Fraktion, während der lokale CDU Funktionär Michael Kretschmar darauf auf die „Überrumplungstaktik“ der Nazis verwies, den Grünen „parteipolitische Instrumentalisierung“ vorwarf und die Zustimmung zu diesem Antrag nunmehr für einen „Fehler“ hält.

Weiterführende Links zum siebenten Jahrestag des 11. September 2001:
Lizas Welt: “Die Logik der Feinde”
Riotpropaganda: “Remember 9/11”
Nichtidentisches über die kulturindustrielle Verarbeitung: “Michael Moores Fahrenheit 9/11 vs. Flight93”
Comite liberte: “Rembember 9-11 – Remember Ground zero”

plus: One tribute video

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Das Ende der Bescheidenheit

Eine bizzare Provinzposse treibt das Dresdner Lokalparlament und den anhängenden Politbetrieb anlässlich des Jahrestages des antisemitischen Massenmordes des 11. September 2001 um.In der Sitzung des Stadtrates am 11. September 2008 beantragte der Abg…


beitrag von ugly dresden

Es fährt ein Zug nach Nirgendwo…

Seit mehreren Jahren lädt die Stadt Dresden ehemalige jüdische Bewohner, die während des Nationalsozialismus geflohen sind oder deportiert wurden und die Shoa überlebt haben zu einem mehrtägigen Besuch nach Dresden ein. Es soll damit ein „Zeichen der Versöhnung“ gesetzt werden und den ehemaligen Verfolgten, wohl auch in Sachen Imagepflege, die Möglichkeit gegeben werden ihre alte „Heimat“ zu besuchen.

Da ein paar alte JüdInnen in Dresden niemanden interessieren, ist die Zeitungsmeldung darüber für gewöhnlich eher kurz und taucht auf den hinteren Seiten des Lokalteiles auf.
Darf man jedoch jemand als ahnungslos und blöde bezeichnen oder gar verdächtigen den Holocaust zu leugnen, der einen Bericht über den Besuch ehemaliger Dresdner JüdInnen wie den folgenden formuliert?
Eine kleine Polemik…

Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1927134
Erschienen am 02.09.2008

Helma Orosz trifft eine Reisegruppe aus der Vergangenheit

Die Oberbürgermeisterin begrüßte gestern jüdische Besucher, die nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder in Dresden waren.

Zu gern hätte Helma Orosz den Gästen ihre Amtskette vorgeführt, doch auf die muss die Oberbürgermeisterin noch warten. Sie vertröstet auf den nächsten Besuch. „Aber der kommt bestimmt“, sagt sie. Für die meisten Teilnehmer der zwölfköpfigen Gruppe ist es die erste Reise nach Dresden, seit sie Deutschland während des Zweiten Weltkrieges verlassen haben. Alle sind jüdischer Konfession, alle haben ihre familiären Wurzeln in der Stadt.

Heute sind ihre Adressen in der ganzen Welt verstreut: in Südamerika, Schweden, Israel oder Bayern. 1994 fand im Rathaus der erste Empfang jüdischer Exilanten statt, mittlerweile ist er Tradition geworden. Auch wenn die Gruppen jedes Jahr kleiner werden – und die Generation der Zeitzeugen älter.

Am Sonntag ist die Delegation angekommen, hat mit der Oberbürgermeisterin gespeist und sich für den nächsten Tag erneut mit ihr verabredet, dieses Mal im offiziellen Rahmen. Es ist ein emotionales Treffen. Erinnerungen werden wach, an Schulen und Straßen, die heute nicht mehr existieren. Der Platz um die Synagoge sei ihm im Gedächtnis geblieben, erzählt Wolfgang Apt, der in Bolivien lebt. Sonst nichts. Dresden habe sich im Laufe der Jahre ein anderes Gesicht aufgesetzt. „Ein schönes“, versichern die Besucher. Bis Donnerstag wollen sie bleiben, durch die Stadt spazieren und ein Konzert in der Semperoper besuchen. Manch einer hat sich außerdem vorgenommen, die eigenen Spuren der Vergangenheit aufzunehmen. (doh)”

Natürlich hat die neue Oberbürgermeisterin keine Reisegruppe aus der „Vergangenheit“ getroffen. Wie hätte das denn ausgesehen? Bei uns! Hätten sie doch, nach der, den Deportationen in die Vernichtungslager vorausgegangenen Verfolgung und Demütigungen wohl kaum das Bild abgegeben was man sich im kleinen, hübschen Dresden von seinen Gästen wünscht. Vielleicht hätte Fr. Orosz auch der gelbe Stern auf der Kleidung irritiert, aber möglicherweise wäre auch das noch als Zeichen für die Bereichung des „weltoffenen Dresdens“ interpretiert wurden.
Aber das ist ja alles Geschichte, genauso wie diese Menschen, die deswegen schon mal extra aus der Vergangenheit anreisen, um Dresden zu besuchen.

Zudem konnte Fr. Orosz Ihre Amtskette* leider nicht vorführen, was natürlich ein absolut wichtiger Punkt ist, der „beim nächsten Besuch“ bestimmt nachgeholt wird. Aber nur dann wenn die, die damals, unter anderem vom nationalsozialistischen Amtsvorgänger der Fr. Orosz, und seinen Kettenhunden aus der Stadt deportiert wurden, dann noch leben, denn die „Zeitzeugen werden ja immer älter“, wobei der Artikel völlig verschweigt was diese denn bezeugen sollen. Entschuldigung, natürlich haben sie damals die Stadt „verlassen“, um nach „Südamerika, Schweden, Israel oder Bayern“ zu gehen und dort vermutlich Urlaub zu machen.
Allerdings scheinen diese Feinheiten des deutschen Geschwätzes über die „Vergangenheit“ weder der Sächsischen Zeitung, noch der „Amtsverweserin“ wichtig, um mit ein paar davon gekommenen Juden Politikfähigkeit in Sachen Geschichte zu demonstrieren.
Wenn die „jedes Jahr kleiner werdenden Gruppen“ der “Besucher aus der Vergangenheit” irgendwann nicht mehr kommen hat Fr. Orosz bestimmt auch ihre Amtskette endlich gefunden.

*Da noch eine Klage gegen ihre Wahl zur Verhandlung steht, ist sie nicht Oberbürgermeisterin und darf deswegen die „Amtskette“ nicht tragen und wird als “Amtsverweserin” bezeichnet.

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Es fährt ein Zug nach Nirgendwo…

Seit mehreren Jahren lädt die Stadt Dresden ehemalige jüdische Bewohner, die während des Nationalsozialismus geflohen sind oder deportiert wurden und die Shoa überlebt haben zu einem mehrtägigen Besuch nach Dresden ein. Es soll damit ein „Zeichen der Versöhnung“ gesetzt werden und den ehemaligen Verfolgten, wohl auch in Sachen Imagepflege, die Möglichkeit gegeben werden ihre alte „Heimat“ zu besuchen.

Da ein paar alte JüdInnen in Dresden niemanden interessieren, ist die Zeitungsmeldung darüber für gewöhnlich eher kurz und taucht auf den hinteren Seiten des Lokalteiles auf.
Darf man jedoch jemand als ahnungslos und blöde bezeichnen oder gar verdächtigen den Holocaust zu leugnen, der einen Bericht über den Besuch ehemaliger Dresdner JüdInnen wie den folgenden formuliert?
Eine kleine Polemik…

Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1927134
Erschienen am 02.09.2008

Helma Orosz trifft eine Reisegruppe aus der Vergangenheit

Die Oberbürgermeisterin begrüßte gestern jüdische Besucher, die nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder in Dresden waren.

Zu gern hätte Helma Orosz den Gästen ihre Amtskette vorgeführt, doch auf die muss die Oberbürgermeisterin noch warten. Sie vertröstet auf den nächsten Besuch. „Aber der kommt bestimmt“, sagt sie. Für die meisten Teilnehmer der zwölfköpfigen Gruppe ist es die erste Reise nach Dresden, seit sie Deutschland während des Zweiten Weltkrieges verlassen haben. Alle sind jüdischer Konfession, alle haben ihre familiären Wurzeln in der Stadt.

Heute sind ihre Adressen in der ganzen Welt verstreut: in Südamerika, Schweden, Israel oder Bayern. 1994 fand im Rathaus der erste Empfang jüdischer Exilanten statt, mittlerweile ist er Tradition geworden. Auch wenn die Gruppen jedes Jahr kleiner werden – und die Generation der Zeitzeugen älter.

Am Sonntag ist die Delegation angekommen, hat mit der Oberbürgermeisterin gespeist und sich für den nächsten Tag erneut mit ihr verabredet, dieses Mal im offiziellen Rahmen. Es ist ein emotionales Treffen. Erinnerungen werden wach, an Schulen und Straßen, die heute nicht mehr existieren. Der Platz um die Synagoge sei ihm im Gedächtnis geblieben, erzählt Wolfgang Apt, der in Bolivien lebt. Sonst nichts. Dresden habe sich im Laufe der Jahre ein anderes Gesicht aufgesetzt. „Ein schönes“, versichern die Besucher. Bis Donnerstag wollen sie bleiben, durch die Stadt spazieren und ein Konzert in der Semperoper besuchen. Manch einer hat sich außerdem vorgenommen, die eigenen Spuren der Vergangenheit aufzunehmen. (doh)”

Natürlich hat die neue Oberbürgermeisterin keine Reisegruppe aus der „Vergangenheit“ getroffen. Wie hätte das denn ausgesehen? Bei uns! Hätten sie doch, nach der, den Deportationen in die Vernichtungslager vorausgegangenen Verfolgung und Demütigungen wohl kaum das Bild abgegeben was man sich im kleinen, hübschen Dresden von seinen Gästen wünscht. Vielleicht hätte Fr. Orosz auch der gelbe Stern auf der Kleidung irritiert, aber möglicherweise wäre auch das noch als Zeichen für die Bereichung des „weltoffenen Dresdens“ interpretiert wurden.
Aber das ist ja alles Geschichte, genauso wie diese Menschen, die deswegen schon mal extra aus der Vergangenheit anreisen, um Dresden zu besuchen.

Zudem konnte Fr. Orosz Ihre Amtskette* leider nicht vorführen, was natürlich ein absolut wichtiger Punkt ist, der „beim nächsten Besuch“ bestimmt nachgeholt wird. Aber nur dann wenn die, die damals, unter anderem vom nationalsozialistischen Amtsvorgänger der Fr. Orosz, und seinen Kettenhunden aus der Stadt deportiert wurden, dann noch leben, denn die „Zeitzeugen werden ja immer älter“, wobei der Artikel völlig verschweigt was diese denn bezeugen sollen. Entschuldigung, natürlich haben sie damals die Stadt „verlassen“, um nach „Südamerika, Schweden, Israel oder Bayern“ zu gehen und dort vermutlich Urlaub zu machen.
Allerdings scheinen diese Feinheiten des deutschen Geschwätzes über die „Vergangenheit“ weder der Sächsischen Zeitung, noch der „Amtsverweserin“ wichtig, um mit ein paar davon gekommenen Juden Politikfähigkeit in Sachen Geschichte zu demonstrieren.
Wenn die „jedes Jahr kleiner werdenden Gruppen“ der “Besucher aus der Vergangenheit” irgendwann nicht mehr kommen hat Fr. Orosz bestimmt auch ihre Amtskette endlich gefunden.

*Da noch eine Klage gegen ihre Wahl zur Verhandlung steht, ist sie nicht Oberbürgermeisterin und darf deswegen die „Amtskette“ nicht tragen und wird als “Amtsverweserin” bezeichnet.

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Es fährt ein Zug nach Nirgendwo…

Seit mehreren Jahren lädt die Stadt Dresden ehemalige jüdische Bewohner, die während des Nationalsozialismus geflohen sind oder deportiert wurden und die Shoa überlebt haben zu einem mehrtägigen Besuch nach Dresden ein. Es soll damit ein „Zeiche…


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Strafverfahren gegen ehemalige jüdische PartisanInnen in Litauen

Die Rote Hilfe hat einen offenen Protestbrief an die litauische Regierung veröffentlicht, da in Litauen offenbar ehemalige jüdische PartisanInnen antisemitisch motivierten Ermittlungsverfahren ausgesetzt sind.

Der Brief sei an dieser Stelle dokumentiert:

Wir fordern die Einstellung der Ermittlungen gegen ehemalige jüdische Partisanen in Litauen

Seit Anfang dieses Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft in Litauen gegen ehemalige jüdische Partisaninnen und Partisanen, die während des Zweiten Weltkriegs gegen die deutsche Besatzungsmacht gekämpft haben. Die Behauptung der Staatsanwaltschaft, dass Hunderte Zeugen befragt wurden, täuscht über die Tatsache hinweg, dass ausschließlich jüdische Namen in den Medien auftauchen, vor allem die von Yitzhak Arad, Fania Brantsovsky und Rachel Margolis. Sie werden in Zusammenhang mit Partisanenaktionen genannt, bei denen litauische Zivilisten umgekommen sind und als deren Urheber die Justizbehörden Terroristen und Mörder ausgemacht haben. Dies legt die Vermutung nahe, dass die Ermittlungen darauf ausgerichtet sind, die öffentliche Meinung in Litauen dahingehend zu beeinflussen, dass primär Juden für die litauischen Opfer von Partisanenaktionen verantwortlich sind. Auf diese Weise soll die antisowjetische bzw. antirussische Stimmung in Litauen eine antijüdische Stoßrichtung erhalten.

Es sei daran erinnert, dass die jüdischen Anti-Nazi Partisanen zuvor Gefangene in den Ghettos waren, die von den deutschen Besatzern und ihren litauischen Kollaborateuren eingerichtet wurden; sie kämpften bewaffnet gegen die nationalsozialistische Herrschaft in autonomen jüdischen Gruppen oder sowjetischen Partisaneneinheiten und trugen damit zum Sieg der alliierten Streitkräfte gegen Nazi-Deutschland bei. Aktuell wird in den Massenmedien bewusst das negative Image jüdischer Partisanen konstruiert. Medien und Justiz bedienen sich dabei des gleichen Stereotyps, das in den Jahren der deutschen Besatzung der massenhaften Beteiligung von Litauern am Massenmord an der jüdischen Bevölkerung zugrunde lag: Juden werden mit Kommunismus, dem sowjetischen System und sowjetischen Partisanen identifiziert. Demgegenüber wird gegen die litauischen Kollaborateure der deutschen Besatzer, die für die Ermordung von 220.000 Juden in den Jahren 1941 bis 1944 mitverantwortlich sind, nicht ermittelt. In den 18 Jahren der Unabhängigkeit Litauens ist kein einziger Nazi-Kollaborateur belangt worden.

Die litauische Staatsanwaltschaft steht offenbar unter politischem Druck. So wurde Fania Brantsovsky aufgrund der Anfrage eines Abgeordneten der Vaterlands-Partei zur Ermittlungsbehörde vorgeladen. Die Tatsache, dass die vom Präsidenten der Republik Litauen gegründete “Internationale Kommission zur Ermittlung von Verbrechen des nationalsozialistischen und des sowjetischen Okkupationsregimes in Litauen” ihr eigenes Mitglied Yitzhak Arad und die anderen jüdischen Anti-Nazi-Partisanen nicht öffentlich verteidigte, ist äußerst befremdlich. Offensichtlich wird derzeit in Litauen in einer antisemitischen Stimmungsmache die Geschichte des Holocaust umgeschrieben und die ehemals Verfolgten werden als Täter verdächtigt.

Wir fordern, die Verfolgung ehemaliger jüdischer Partisanen sofort einzustellen! Die Europäische Kommission sollte ihren Entschluss, Vilnius, die Hauptstadt Litauens, zur Kulturhauptstadt 2009 zur erklären, überdenken. Einem Land, in dem antisemitische Stimmungsmache in Politik, Justiz und Medien derart breiten Raum einnehmen kann, steht eine solche Auszeichnung nicht zu.

 

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Strafverfahren gegen ehemalige jüdische PartisanInnen in Litauen

Die Rote Hilfe hat einen offenen Protestbrief an die litauische Regierung veröffentlicht, da in Litauen offenbar ehemalige jüdische PartisanInnen antisemitisch motivierten Ermittlungsverfahren ausgesetzt sind.

Der Brief sei an dieser Stelle dokumentiert:

Wir fordern die Einstellung der Ermittlungen gegen ehemalige jüdische Partisanen in Litauen

Seit Anfang dieses Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft in Litauen gegen ehemalige jüdische Partisaninnen und Partisanen, die während des Zweiten Weltkriegs gegen die deutsche Besatzungsmacht gekämpft haben. Die Behauptung der Staatsanwaltschaft, dass Hunderte Zeugen befragt wurden, täuscht über die Tatsache hinweg, dass ausschließlich jüdische Namen in den Medien auftauchen, vor allem die von Yitzhak Arad, Fania Brantsovsky und Rachel Margolis. Sie werden in Zusammenhang mit Partisanenaktionen genannt, bei denen litauische Zivilisten umgekommen sind und als deren Urheber die Justizbehörden Terroristen und Mörder ausgemacht haben. Dies legt die Vermutung nahe, dass die Ermittlungen darauf ausgerichtet sind, die öffentliche Meinung in Litauen dahingehend zu beeinflussen, dass primär Juden für die litauischen Opfer von Partisanenaktionen verantwortlich sind. Auf diese Weise soll die antisowjetische bzw. antirussische Stimmung in Litauen eine antijüdische Stoßrichtung erhalten.

Es sei daran erinnert, dass die jüdischen Anti-Nazi Partisanen zuvor Gefangene in den Ghettos waren, die von den deutschen Besatzern und ihren litauischen Kollaborateuren eingerichtet wurden; sie kämpften bewaffnet gegen die nationalsozialistische Herrschaft in autonomen jüdischen Gruppen oder sowjetischen Partisaneneinheiten und trugen damit zum Sieg der alliierten Streitkräfte gegen Nazi-Deutschland bei. Aktuell wird in den Massenmedien bewusst das negative Image jüdischer Partisanen konstruiert. Medien und Justiz bedienen sich dabei des gleichen Stereotyps, das in den Jahren der deutschen Besatzung der massenhaften Beteiligung von Litauern am Massenmord an der jüdischen Bevölkerung zugrunde lag: Juden werden mit Kommunismus, dem sowjetischen System und sowjetischen Partisanen identifiziert. Demgegenüber wird gegen die litauischen Kollaborateure der deutschen Besatzer, die für die Ermordung von 220.000 Juden in den Jahren 1941 bis 1944 mitverantwortlich sind, nicht ermittelt. In den 18 Jahren der Unabhängigkeit Litauens ist kein einziger Nazi-Kollaborateur belangt worden.

Die litauische Staatsanwaltschaft steht offenbar unter politischem Druck. So wurde Fania Brantsovsky aufgrund der Anfrage eines Abgeordneten der Vaterlands-Partei zur Ermittlungsbehörde vorgeladen. Die Tatsache, dass die vom Präsidenten der Republik Litauen gegründete “Internationale Kommission zur Ermittlung von Verbrechen des nationalsozialistischen und des sowjetischen Okkupationsregimes in Litauen” ihr eigenes Mitglied Yitzhak Arad und die anderen jüdischen Anti-Nazi-Partisanen nicht öffentlich verteidigte, ist äußerst befremdlich. Offensichtlich wird derzeit in Litauen in einer antisemitischen Stimmungsmache die Geschichte des Holocaust umgeschrieben und die ehemals Verfolgten werden als Täter verdächtigt.

Wir fordern, die Verfolgung ehemaliger jüdischer Partisanen sofort einzustellen! Die Europäische Kommission sollte ihren Entschluss, Vilnius, die Hauptstadt Litauens, zur Kulturhauptstadt 2009 zur erklären, überdenken. Einem Land, in dem antisemitische Stimmungsmache in Politik, Justiz und Medien derart breiten Raum einnehmen kann, steht eine solche Auszeichnung nicht zu.

 

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"Mügeln ist überall – Antifa"

So steht es an seit einiger Zeit an eine Dresdner Hauswand geschrieben. Obwohl den AutorInnen sicherlich nichts Böses unterstellt werden kann, so lädt das Graffiti doch zu suggestiven Überlegungen ein.
Ein Jahr nach der rassistischen Hetzjagd bemüht man sich in dem sächsischen Zonennest um Beruhigung und möchte am liebsten vergessen.
Das jährliche Stadtfest wird natürlich wieder stattfinden und der immer noch im Amt befindliche Bürgermeister Deuse lässt folgendes verlauten:

„Wir haben uns Gedanken gemacht, dass für Sicherheit gesorgt wird“, sagte Bürgermeister Gotthard Deuse (FDP) im Vorfeld. Konkrete Angaben wollte er nicht machen.
Er sei sich „sicher“, dass es ein friedliches Fest gebe.“

Dafür sind auch die damaligen Täter noch einmal ganz gut weggekommen. So wurde die Haftstrafe für einen der hauptsächlich beteiligten Schläger im Juli in eine Bewährungsstrafe umgewandelt. Vornehmlich wohl aus sozialen Gründen.

So wird aus dem Berufungsprozess die typische Loserkarriere ostdeutscher Racketangehöriger wiedergekäut:

„Frank D. erzählt mit tiefer, fester Stimme seinen Werdegang: Hauptschulabschluss, Bäckerlehre, Arbeit auf Montage, demnächst lässt er sich zum Lkw-Fahrer weiterbilden. Er hat eine Wohnung, ist nicht vorbestraft. „Mit der Geschichte finden sie keinen Job“, sagt er.“

Doch ist Mügeln überall? Und ist Mügeln überall Antifa?
Mügeln ist immerhin zum Synonym für die vornehmlich ostdeutsche rassistische Straßengewalt geworden, wie früher Rostock oder Hoyerswerda, wobei die Namen der Orte völlig austauschbar sind und die Symbolwerdung eher wohl vom medialen, aber sonst folgenlosen Interesse abhängt.

In Dresden bewältigt man dies anders, damit auch ja keiner sagen kann „Dresden“ wäre wie „Mügeln“, denn wo Mügeln ist auch überall „Antifa“, jedenfalls deren bürgerliche Variante die sich um das Ansehen „Sachsens“ sorgt.
Nach den Übergriffen auf Dönerläden nach dem EM-Halbfinale wurde nicht geleugnet und beschönigt, sondern öffentliche Personen bekannten und entschuldigen sich und forderten, wie so oft eine intensivere Auseinandersetzung mit dem „Rechtsextremismus“ in Sachsen.
Doch selbst die örtliche Polizei musste einige Tage nach den Ereignissen eingestehen und dringlich fordern, das sich, von den damals gut gefüllten Strassen, mehr Zeugen melden sollten und setzte danach eine Sonderkommission zur Ermittlung der Täter ein.
Der oberste Dienstherr der sächsischen Polizei, Innenminister Buttolo, wollte so was kaum glauben und hielt in der Landtagsdebatte zum Thema: „Weltoffenes und tolerantes Sachsen – Gegen Hass und Gewalt
sein Händchen über die braven sächsischen Bürger:

„Gewalt und Ausländerhass sind in Sachsen weder Kultur noch mehrheitsfähig.“ Allerdings gelinge es „Chaoten“ immer wieder, den Ruf des Freistaates zu beschmutzen. Die übergroße Mehrzahl der Sachsen haben nicht einmal im Ansatz etwas mit Gewalt und Fremdenfeindlichkeit zu tun.“

Wie oft die „übergroße Mehrzahl der Sachsen“ mittlerweile zuschlägt zeigte sich die letzten Tage in Dresden: Offenbar nach einem rassistischen Angriff auf ein Mädchen, mit vietnamesischen Eltern, zündeten, so wird bislang vermutet, die Täter wenig später das Geschäft der Eltern im Dresdner Stadtteil Strießen an. Zuvor drohten sie noch die Familie „platt zu machen“. Das Geschäft der Familie ist damit komplett zerstört wurden.
In der gleichen Nacht überfielen vier jugendliche Täter einen Syrer und einen Libanesen und schlugen diese brutal zusammen.
Das Motiv der Täter ist laut Polizeimeldung unklar…

Dabei sind wir doch in Sachsen.

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"Mügeln ist überall – Antifa"

So steht es an seit einiger Zeit an eine Dresdner Hauswand geschrieben. Obwohl den AutorInnen sicherlich nichts Böses unterstellt werden kann, so lädt das Graffiti doch zu suggestiven Überlegungen ein.
Ein Jahr nach der rassistischen Hetzjagd bemüht man sich in dem sächsischen Zonennest um Beruhigung und möchte am liebsten vergessen.
Das jährliche Stadtfest wird natürlich wieder stattfinden und der immer noch im Amt befindliche Bürgermeister Deuse lässt folgendes verlauten:

„Wir haben uns Gedanken gemacht, dass für Sicherheit gesorgt wird“, sagte Bürgermeister Gotthard Deuse (FDP) im Vorfeld. Konkrete Angaben wollte er nicht machen.
Er sei sich „sicher“, dass es ein friedliches Fest gebe.“

Dafür sind auch die damaligen Täter noch einmal ganz gut weggekommen. So wurde die Haftstrafe für einen der hauptsächlich beteiligten Schläger im Juli in eine Bewährungsstrafe umgewandelt. Vornehmlich wohl aus sozialen Gründen.

So wird aus dem Berufungsprozess die typische Loserkarriere ostdeutscher Racketangehöriger wiedergekäut:

„Frank D. erzählt mit tiefer, fester Stimme seinen Werdegang: Hauptschulabschluss, Bäckerlehre, Arbeit auf Montage, demnächst lässt er sich zum Lkw-Fahrer weiterbilden. Er hat eine Wohnung, ist nicht vorbestraft. „Mit der Geschichte finden sie keinen Job“, sagt er.“

Doch ist Mügeln überall? Und ist Mügeln überall Antifa?
Mügeln ist immerhin zum Synonym für die vornehmlich ostdeutsche rassistische Straßengewalt geworden, wie früher Rostock oder Hoyerswerda, wobei die Namen der Orte völlig austauschbar sind und die Symbolwerdung eher wohl vom medialen, aber sonst folgenlosen Interesse abhängt.

In Dresden bewältigt man dies anders, damit auch ja keiner sagen kann „Dresden“ wäre wie „Mügeln“, denn wo Mügeln ist auch überall „Antifa“, jedenfalls deren bürgerliche Variante die sich um das Ansehen „Sachsens“ sorgt.
Nach den Übergriffen auf Dönerläden nach dem EM-Halbfinale wurde nicht geleugnet und beschönigt, sondern öffentliche Personen bekannten und entschuldigen sich und forderten, wie so oft eine intensivere Auseinandersetzung mit dem „Rechtsextremismus“ in Sachsen.
Doch selbst die örtliche Polizei musste einige Tage nach den Ereignissen eingestehen und dringlich fordern, das sich, von den damals gut gefüllten Strassen, mehr Zeugen melden sollten und setzte danach eine Sonderkommission zur Ermittlung der Täter ein.
Der oberste Dienstherr der sächsischen Polizei, Innenminister Buttolo, wollte so was kaum glauben und hielt in der Landtagsdebatte zum Thema: „Weltoffenes und tolerantes Sachsen – Gegen Hass und Gewalt
sein Händchen über die braven sächsischen Bürger:

„Gewalt und Ausländerhass sind in Sachsen weder Kultur noch mehrheitsfähig.“ Allerdings gelinge es „Chaoten“ immer wieder, den Ruf des Freistaates zu beschmutzen. Die übergroße Mehrzahl der Sachsen haben nicht einmal im Ansatz etwas mit Gewalt und Fremdenfeindlichkeit zu tun.“

Wie oft die „übergroße Mehrzahl der Sachsen“ mittlerweile zuschlägt zeigte sich die letzten Tage in Dresden: Offenbar nach einem rassistischen Angriff auf ein Mädchen, mit vietnamesischen Eltern, zündeten, so wird bislang vermutet, die Täter wenig später das Geschäft der Eltern im Dresdner Stadtteil Strießen an. Zuvor drohten sie noch die Familie „platt zu machen“. Das Geschäft der Familie ist damit komplett zerstört wurden.
In der gleichen Nacht überfielen vier jugendliche Täter einen Syrer und einen Libanesen und schlugen diese brutal zusammen.
Das Motiv der Täter ist laut Polizeimeldung unklar…

Dabei sind wir doch in Sachsen.

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beitrag von ugly dresden

"Mügeln ist überall – Antifa"

So steht es an seit einiger Zeit an eine Dresdner Hauswand geschrieben. Obwohl den AutorInnen sicherlich nichts Böses unterstellt werden kann, so lädt das Graffiti doch zu suggestiven Überlegungen ein.Ein Jahr nach der rassistischen Hetzjagd bemüht…


beitrag von ugly dresden

Sprechen Sie Obama-Deutsch?

Es ist zwar ein wenig schon her, aber soll dennoch Erwähnung finden.
Hannes Stein hat für die „Welt“ in New York City ein paar Interviews zum Berlin-Besuch Barack Obamas geführt

Ein Anhänger der Republikanischen Partei hat folgendes schönes Zitat zu Protokoll gegeben:

Obama in Berlin: ein Arschlochkandidat hat in einer Arschlochstadt geredet, und 200 000 Arschlöcher haben ihm zugehört. Das ist mein Kommentar.

Was die Arschlochdeutschen anlässlich des Besuches zu sagen hatten wurde in folgendem Video festgehalten.

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beitrag von ugly dresden

Sprechen Sie Obama-Deutsch?

Es ist zwar ein wenig schon her, aber soll dennoch Erwähnung finden.
Hannes Stein hat für die „Welt“ in New York City ein paar Interviews zum Berlin-Besuch Barack Obamas geführt

Ein Anhänger der Republikanischen Partei hat folgendes schönes Zitat zu Protokoll gegeben:

Obama in Berlin: ein Arschlochkandidat hat in einer Arschlochstadt geredet, und 200 000 Arschlöcher haben ihm zugehört. Das ist mein Kommentar.

Was die Arschlochdeutschen anlässlich des Besuches zu sagen hatten wurde in folgendem Video festgehalten.

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Es ist zwar ein wenig schon her, aber soll dennoch Erwähnung finden.Hannes Stein hat für die „Welt“ in New York City ein paar Interviews zum Berlin-Besuch Barack Obamas geführtEin Anhänger der Republikanischen Partei hat folgendes schönes Zita…


beitrag von ugly dresden

Die böse Geschichte

Die Dresdner Gruppe „Black Monday“ hat einen sehr lesenswerten, weil gelungenen Text unter dem Titel „Die böse Geschichte“ veröffentlicht, der sich mit der innerlinken Nabelschau rund um den „13. Februar“ in Dresden beschätigt.
Dieser Text sei daher an dieser Stelle wärmstens empfohlen.

Die böse Geschichte

In der Sackgasse der Ideologiebildung.
Über einen Beitrag der Dresdner Zeitung „ctrl_f“ zur sogenannten 13. Februar-Diskussion.

„Wenn der Bürger schon zugibt, dass der Antisemit im Unrecht ist,
so will er wenigstens, dass auch das Opfer schuldig sei.“
Horkheimer, Adorno: Dialektik der Aufklärung

Die Diskussion zum 13. Februar in Dresden bleibt langweilig.
Nachdem die Dresdner Autonomenzeitung „ctrl_f“ in ihrer ersten Ausgabe ankündigte, sich diesem Thema anzunehmen, war es schon eine gewisse Überraschung, als unter dem Titel „Linke Wahrheiten? Einige herrschaftskritische Anmerkungen zur linken Debatte um den 13. Februar“ in der dritten, auf Juni datierten Ausgabe tatsächlich von Ralf ein Beitrag hierzu erschien.
In Anbetracht dessen, dass in dieser von allen Seiten so inbrünstig gewünschten „Diskussion“ sich bizarrerweise bisher niemand, weder die „Kritiker_innen“ noch der diesjährige Vorbereitungskreis noch irgendwer sonst, dazu hergab, auch nur ein definitives schriftliches Statement zu publizieren, gehört schon ein gewisser Mut dazu, die intellektuelle Verantwortung für das eigene Denken und die darin natürlich liegende Entblößung auf sich zu nehmen, was dem Autor unbedingt zugute zu halten ist.

Aber auch dem sind Grenzen gesetzt. Der „Schluss“ dieses Textes ist ganz der alte: eine Diskussion soll her, und den einzigen tatsächlichen Inhalt des Textes bilden – isolierte „Anmerkungen“, wie schon der Titel verspricht, einzelne „Kritikpunkte“ und „Fragen“, deren Beantwortung gefordert wird – eine Antwort, die der Autor selbstverständlich schuldig bleibt. Das allerdings hören wir nicht zum ersten Mal. Ralfs Beitrag steht nicht alleine; er drückt äußerst gut die Grauzone aus, in der sich ein gewisser Teil der Dresdner Antifa derzeit befindet: im Dilemma zwischen dem sich steigernden Unbehagen mit der bisherigen (eigenen) Position und der verdeckten oder offenen Ideologiebildung.

Weiterlesen via „Die böse Geschichte“

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