матрёшка

Oleg Muzyka: «Ja, ich bin in Deutschland, um verlogene Journalisten, Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens anzuklagen»

Veranstaltung: «Meinungsfreiheit in Russland» von Reporter ohne Grenzen

Ein weiterer, propagandistischer Störprotest von Oleg Muzyka

Am 14. September 2017 fand in Berlin von Reporter ohne Grenzen ein Podiumsgespräch zwischen Olga Romanowa (New Times, Nowaja Gaseta und Think Tank Carnegie-Zentrum/Moskau) und Fjodor Krascheninnikow (Politsowjet/Jekaterinburg) statt; begleitet wurde diese Runde durch Tamina Kutscher, Chefredakteurin von dekoder.org.

Hintergrund: Es ging um das Thema #NetzDG in Russland, welches die Duma in diesem Jahr in Russland kopiert hatte. Reporter ohne Grenzen verwies darauf, dass man das Netzwerkdurchsetzungsgesetz gerade auch deswegen kritisiert habe, weil es repressiven Staaten als Vorbild dienen könne, um Zensur indirekt auszuüben und durchzusetzen:

via twitter Reporter ohne Grenzen, Juli 2017

Das russische Gesetz soll im kommenden Jahr in Kraft treten, berichtet ROG. Es gehe um Informationen, die zu Krieg oder ethnischem oder religiösem Hass aufrufen, um ehrverletzende Äußerungen und «sonstige Informationen, für deren Weiterverbreitung man straf- oder zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden kann» – wobei gerade letztere Formulierung so weit auslegbar sei, dass sie leicht missbraucht und willkürlich gegen Kritiker ausgelegt werden könne, so die Organisation.
Bei der Veranstaltung in Berlin ging es um «Nischen unabhängiger Berichterstattung in den Regionen und im Internet», die diskutiert werden wollten, dazu hatte Reporter ohne Grenzen zu einem Podiumsgespräch eingeladen.

Oleg Muzyka nahm am 14. September 2017 an dieser Veranstaltung teil und konnte das Podiumsgespräch für einen kurzen Moment «mit einer Meinung & weiteren Propaganda-Worthülsen» stören. Ab 1h8m37s anzuhören:

Siegessicher, in seiner Rolle als «Held der Wahrheit» es den Medien mal (wieder) so richtig gegeben zu haben, schrieb er kurze Zeit später auf Facebook in seiner Timeline sowie direkt in der Veranstaltung:
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Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Сегодня у меня был насыщенный день на мероприятия. Первое мероприятия я уже прокомментировал на своей странице.(Пикет у посольства Польши).
Теперь очередь второго мероприятия. Пишу находясь в вагоне, двигаясь в сторону дома. Тема - «Свобода мнений в России». Тема затрагивает свободу слова в СМИ России.
В Берлин приехала группа оппозиционных журналистов с различных регионов России.
Основными спикерами выступили Ольга Романова(Москва) и Федор Крашенинников(Екатеренбург). Зал был небольшой, поэтому забит был весь, человек тридцать.
Могу сказать так, уже через минут десять, мне хотелось высказаться. Держался изо всех сил. Звучали слова о «кремлевской пропоганде», о невыносимых условиях работы, о том, что финансирование независимых СМИ только со стороны западных фондов, о «расспятом мальчике» и «девочке Лизе». О анексии Крыма и о свободных СМИ Эвропы.
И вот подошел час вопросов и ответов.
Мой «котел» кипел. Мне дали возможность представиться, слово украина, у спикеров вызвало уважение и одобрение. А вот моя речь о анексии Крыма (право людей на референдум), правдивые европейские СМИ о сбитом боинге МН-17, и о том, что в России писать , критиковать могут но в то же называют Россию «ГЕТТО». Что бы все это высказать, мне пришлось повысить голос, не до предела, но выдержал нападение пятерых(либералов). Да, они этого не ожидали. Лучшее, что прозвучало в мой адрес от Федора Крашенинникова - это, вы , немцы, пригрели здесь врага в лице О.Музыки и прочее.
Вот так выглядят дермократы когда нечем крыть свою ложь.
Да, я в Германии для того, чтобы обличать лживых журналистов, политиков, общественников.
 Vor allem der letzte Absatz in seinem Posting wird hier interessant, indem er sinngemäß folgendes wieder gibt:
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Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate So sehen die Demokraten aus, wenn es nichts gibt, was ihre Lügen deckelt.
Ja, ich bin in Deutschland, um verlogene Journalisten, Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ausfindig zu machen (zu entlarven, anzuklagen).

Interessant, von wem Muzyka mal wieder Zustimmung bekam. Einmal war das die rechtsgerichtete ProDeutschland & AfD-Propagandistin Vera Stegschuster, aber auch Maritta Brückner – was nicht anders zu erwarten war; die rechte Hand von Alexej Danckwardt (siehe Fall Lisa). In der Veranstaltung selbst gab es noch einmal ein Like von Nelja Oystrakh – Partnerin (joblich gemeint) von Mark Bartalmai:

Und wir dachten immer, Oleg Muzyka hatte Asyl in Deutschland beantragt, um seiner Verhaftung zu entgehen, weil er in der Ukraine wie sein Kollege Aleksandr Wasiljew (der jetzt in Russland ist) von der SBU wegen Separatismus gesucht wird.  Auch IRB – Immigration and Refugee Board of Canada hatte dazu einen Text veröffentlicht, den man mal lesen sollte. Stattdessen macht Muzyka hier das weiter, was ihm in der Ukraine verboten wäre: pro-russische & antidemokratische Propaganda, für einen Krieg in der Ukraine!
Anfänglich noch von der Partei DIE LINKE unterstützt (mittlerweile ist man dort zurückhaltender), ist er mittlerweile mehr mit kommunistischen Genossen von DKP, KPD (Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg/Brigitte Queck) und teils mit Unterstützung des Stasi-Kuratoriums OKV unterwegs und hat immer mehr rechte Facebook-Freunde, die zu seinen Veranstaltungen oder Protesten eingeladen werden!

Aber gut zu wissen, solch ein Statement von Oleg Muzyka mal gelesen & festgehalten zu haben!


Quellen:

▶ Reporter ohne Grenzen: Russland kopiert Gesetz gegen Hassbotschaften (Archiv)
▶ Reporter ohne Grenzen:
Einladung (PDF) Medienfreiheit in Russland (Archiv)
▶ Reporter ohne Grenzen: Meinungsfreiheit in Russland – Nischen unabhängiger Berichterstattung in den Regionen und im Internet (Archiv)