матрёшка

«Revolution statt Krieg» – mit Mao & Stalin zum Sieg!

Aktionsbündnis «Revolution statt Krieg» – Projekt «Himmlische Vier» in Hamburg, Bremen & Berlin

Propaganda und Agitation wie zu DDR-Zeiten – fast wie ein Déjà-vu

Wie immer, kommt heute ein Bericht der anderen Art. Der Aktionszug in der vorletzten Woche hatte uns mal wieder zum recherchieren angeregt. Und so kamen wir von «Revolution statt Krieg» zu «Himmlische Vier», von da aus zur FDJ bis nach Berlin & zu «Unentdecktes Land» in Verbindung zur Stasi-Vereinigung OKV – die dem russischen Staatssender RT-Deutsch mit Lügen bereichert hatte & der russische Staatssender Sputnik sich aktuell «journalistisch» aus dem «Who is Who» der DDR-Kaderkreise bediente. Dazwischen steile Thesen (linker) Verschwörungstheorien; die Querfront-LINNKE anlässlich der Oktoberrevolution mit DDR-Kadern bei der KPRF in Moskau – das alles im Zuge von Kommunismus, DDR, Krim, Ukraine & Russland!

Als vorletzte Woche der Beitrag «Kuriose Parade» (Panzer, Raketen und Menschen in Sowjetuniformen) vom Bremer Sender Buten & Binnen erschien, machte uns das neugierig. Ehrlich gesagt: hatten wir über solch eine Gruppe -in solch einem Auftreten- noch nie was gehört & war bisher total an uns vorbei gegangen!
Was für eine Aktionsgruppe dies war, erzählte der Bremer Sender leider nicht, stellte aber zwei dieser Aktivisten vor (Gerhard Kupfer aus Bremen & Heinz Klee aus Frankfurt), die uns bei einer ersten, kurzen Recherche zum Projekt «Himmlische Vier» nach Bremen führten. Der Weser-Kurier bestätigte dies kurz danach.

Mittlerweile haben ja schon viele andere Medien darüber berichtet; den besten Beitrag brachte allerdings der russische Staatssender RT-Deutsch mit dem Titel: «Spontane Militärparade in Berlin zum 100-jährigen Jubiläum der Oktoberrevolution». Da sieht man mal wieder, was RT für einen «journalistischen Wissensstand» hat!
Die Demonstration bzw. der Aktionszug sollte laut eigener Aussage an die Oktoberrevolution von 1917 erinnern; eine Aktion: angelehnt an den Antikriegstag. Der Start dieser Aktion erfolgte am 29. Oktober 2017 in Hamburg. Darauf folgte Bremen, wie hier anhand von Fotos vom Buten & Binnen-Bericht zu sehen ist:

Ein paar Tage später ging es weiter nach Berlin, wo man ebenfalls drei Tage war. Vorhang auf für den Kostümfasching:

Lenin, Marx & Engels – und daneben Mao & Stalin

Das Aktionstagebuch aller abgehaltenen Parade-Stationen in Wort & Bild ist bei «Himmlische Vier» zu finden.

Wer ist nun «Himmlische Vier» bzw. «Klassenkampf statt Weltkrieg»?

Das Projekt «Himmlische Vier»/«Klassenkampf statt Weltkrieg» gehört zum «Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD» (kurz AB genannt); der überwiegend maoistisch/stalinistischen K-Gruppen, die aus der westdeutschen Studentenbewegung hervorgegangen sind. Wenn es hoch kommt, hat diese Organisation gerade mal noch an die 100 Leute; Stand 2012 waren es laut Verfassungsschutzbericht ca. 130 Mitglieder. In diesem Verfassungsschutzbericht (S. 142) aus 2012 wird dieser geschichtsrevisionistische  Arbeiterbund wie folgt dargestellt (hier mit Ergänzungen):

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Der aus «Arbeiter-Basisgruppen» (ABG) in München hervorgegangene «Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD» (AB) aus 1973 ist eine linksextremistische Kaderorganisation, die die Gründung einer «revolutionären Partei in der Tradition der verbotenen KPD» anstrebt. Sein Zentralorgan hieß «Kommunistische Arbeiterzeitung» (KAZ).
Diese Kaderorganisation beruft sich auf den Marxismus-Leninismus und die Ideen von Stalin und Mao Zedong. 
Ziel des AB ist die Beseitigung der «herrschenden Ausbeuterklasse» und die Errichtung einer Diktatur des Proletariats, um den Kommunismus in einer klassenlosen Gesellschaft zu verwirklichen. (...)

(...) Über Informationsveranstaltungen und Kundgebungen in unmittelbarer Nähe zu Industriebetrieben versucht die Organisation eine Verbindung zur Arbeiterschaft herzustellen.
Im Jahr 2012 trat der AB verstärkt in der Öffentlichkeit auf. Dabei nahm er in Bayern vor allem an Veranstaltungen anderer Organisationen teil, um dort Einfluss zu nehmen. 
Beispielsweise beteiligte sich der AB an der Aktionsreihe «Klassenkampf statt Weltkrieg» und nutzte den jährlich stattfindenden «Antikriegstag» als Plattform, um gegen die Bundesrepublik Deutschland und die Bundeswehr zu hetzen.

Die Internationale Aktionseinheit «Revolution statt Krieg» besteht aus Bündnissen aus Russland, Polen, Deutschland (btw. «BRD incl. annektierter DDR» *OMG*) & Tschechien:

  • Aktionsbüro «Das Begräbnis oder DIE HIMMLISCHEN VIER»
  • Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD
  • Arbeits- und Koordinationsausschuß der ersten/vierten Arbeiter-und Gewerkschafter-Konferenz gegen den Notstand der Republik
  • Freie Deutsche Jugend
  • Jugendaktionsausschuß Notstand der Republik
  • Revolutionärer Freundschaftsbund
  • Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken (Bezirk Niederbayern/Oberpfalz)
  • Kommunistische Partei Polens (Komunistyczna Partia Polski)
  • Allunionspartei «Union der Kommunisten» (Всесоюзная партии «Союз коммунистов»)
  • Revolutionärer Kommunistischer Jugendverband (Bolschewiki) (Революционный Коммунистический Союз Молодёжи РКСМ(б))
  • Russische Kommunistische Arbeiterpartei (RKRP-KPSS) (Российская Коммунистическая Рабочая Партия)
  • Vereinigte Kommunistische Partei (Объединенная Коммунистическая партия)
  • Klub des tschechischen Grenzlandes (Klub českého pohraničí)
    Kommunistischer Jugendverband (Komunistický svaz mládeže-KSM)
  • Soldaten gegen den Krieg (Vojaci proti válce)

Während die Aktionsgruppe «Revolution statt Krieg» in München, Bremen, Frankfurt & sicherlich noch in anderen Städten ihre Büros ansässig hat, hat das Aktionsbüro der «Himmlischen Vier» ihren Sitz im Karl-Liebknecht-Haus in Berlin, wo auch DIE LINKE & die FDJ (Freie Deutsche Jugend) ihren Sitz hat. Von dort wurde scheinbar die Aktion koordiniert. Die zur Aktion dazugehörige Pressemeldung hat allerdings Stephan Eggerdinger herausgegeben, was seinen Ursprung dann widerum im Müncher Büro von «Revolution statt Krieg» hat.
Hier scheint man für Außenstehende tatsächlich Verwirrung stiften zu wollen. Es ist in keinster Weise transparent; was andererseits scheinbar auch so gewollt ist, schließlich werden diese Gruppen vom Verfassungsschutz überwacht. Auch das betreiben der vielen Homepages mit unterschiedlichen URL-Angaben, die immer wieder zur AB in München zurück führen, verwirren. Die meisten dieser Seiten sind laut Domaintools registriert auf: Martin Richter der Organisation: «factsoft ag Internet Services» München.

Erste Archiv-Eintragen zu «Himmlische Vier» fanden wir beginnend mit dem Jahr 2005 bzw. 2003. Dort wurde mit den Worten des inzwischen verstorbenen SDS-Bundesvorstandsmitgliedes Thomas Schmitz-Bender (Mitbegründer des Arbeiterbundes für den Wiederaufbau der KPD) das Projekt: «Das Begräbnis» der «Himmlischen Vier» vorgestellt. Es scheint 2005 die erste Aktion und die Geburtsstunde von «Himmlische Vier» gewesen zu sein.

Soviel erstmal dazu. Zur Aktion selbst bitten wir, entsprechende Medienberichte zu lesen, wie z.B. diesen Artikel in der Huffingtonpost oder ein klein wenig beim Tagesspiegel, auch wenn es in der Medienlandschaft zu diesem Theme leider noch etwas mau aussieht! Wir verlinken am Ende des Artikels nochmal, was wir im Netz dazu gefunden haben, auch ältere Presseberichte!
Die besten Connections zu dieser Aktionsgruppe hatte allerdings (natürlich!) der pro-russische Staatssender Sputnik, der sogar ein Interview mit Stephan Eggerdinger zu präsentieren hat!
Das Ostblatt und Zeitschrift: Melodie & Rhythmus der querfrontigen Susann Witt-Stahl (Junge Welt) hatte darüber berichtet, aber auch die pro-russische Kriegspropaganda-Seite NewsFront mit einem übernommenen Beitrag der neurechten Seite JUNGE FREIHEIT [sic!] Auf Facebook sieht das dann so aus:

Von jetzt an werden wir etwas abschweifen. Dennoch steht alles in gewisser Hinsicht mit den Losungen der Aktivisten & ihren Netzwerken in Zusammenhang; ihre Verschwörungstheorien, die diese Aktivisten betreiben, bewerben & verbreiten. Die russischen Staatsmedien freut es. Es geht um die Themen der «Annexion der DDR», natürlich die Mauer & das umschreiben der Geschichte mit Hilfe alter DDR-Staatskader, um damit wieder pro-russische Propaganda zu machen. Schwer zu erklären, lest einfach:


Himmlische Vier → die FDJ & Unentdecktes Land

Wie bereits oben schon geschrieben, hat das Aktionsbündnis «Himmlische Vier» ihren Hauptsitz (für das Aktionsbüro) im Karl-Liebknecht-Haus in Berlin. Dort ist ebenfalls der Sitz der FDJ mit dem Vorsitzenden Ringo Ehlert zu finden. Das Neue Deutschland bescheinigt 2003 zwar der FDJ an oben genannter Adresse «nur eine Briefkastenfirma» zu haben, so recht glauben können wir dies (bei diesem Presseformat) allerdings nicht; lassen uns aber auch gern vom Gegenteil überzeugen! Im Artikel vom ND aus 2003 sind zudem noch ein paar interessante Infos über Ehlert zu finden!

Die FDJ unterstützt die Aktionsgruppe «Himmlische Vier» bzw. gehört dieser Aktionsgruppe auch an. Somit gehören sie (die FDJ-Mitglieder) mit zu diesem Bündnis der «Revolution statt Krieg»-Truppe.
Die Berliner Morgenpost aus 2007 erwähnt zudem in ihrem Artikel über die FDJ die Sprecherin des Bundesamtes für Verfassungschutz mit den Worten: «das die FDJ als Organ im Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD mitwirkt»!

Der heute 39jährige Ringo Ehlert von der FDJ ist bei uns auf dem Blog schon mehrfach thematisiert worden, allerdings im Bezug zur Aktionsgruppe «Unentdecktes Land» und der Stasi-Verbände bzw. dem Stasi-Kuratorium der OKV. Erst vor ein paar Tagen hatten wir zusammenfassend über diese Aktionsgruppe von Ringo Ehlert bzw. Johannes Oehme (beide FDJ) auf unserem Blog gesondert berichtet bzw. diese Gruppe «Unentdecktes Land» in einem extra Artikel vorgestellt.

Zur Gründung von «Unentdecktes Land» dienten 2014 also nicht Massenmörder wie Mao oder Stalin als Vorbild, sondern Siegfried Wenzel †, der staatsnahe Wirtschaftsfunktionär der DDR, Stellvertreter des Vorsitzenden der Staatlichen Plankommission der DDR & Autor beim Eulenspiegel. Grotesk, das es schon wieder witzig ist.

Auszug Netzwerkliste von Karl Kunger alias Johannes Oehme

Ringo Ehlert von der FDJ war es auch, der den Verein «Unentdecktes Land» im Jahre 2014 (noch unter dem Namen «4. November 2014») gründete; er diesen 2014 auf der Alternativen Einheitsfeier des Stasi-Kuratoriums OKV vorstellte, Unterstützung bekam und später an Johannes Oehme (aka Karl Kunger) vom Eulenspiegel-Verlag übergab, der ebenfalls – allerdings 2016 beim OKV eine Rede hielt, um diesen Verein erneut zu bewerben – siehe die Screens oben.

Die Lausitzer Rundschau schrieb 2005: Oehme klingt wie Honecker zu seinen besten Zeiten. «Wenn der antifaschistische Schutzwall heute noch stehen würde, ging es nicht nur den DDR-Bürgern besser», sagt dieser überzeugt.
Zwar sei Oehme erst vier Jahre jung gewesen, als «die BRD die DDR annektiert habe». Dennoch hätte er die DDR gern zurück. [Anmerkung матрёшка: wie süß, zuviel Sandmann geguckt?] 😉
Seinen Revisionismus pflegt er gemeinsam mit älteren Genossen vom linken Rand der PDS, die «Bildungsarbeit» in der FDJ machen. [Anmerkung матрёшка: gemeint sind damit wohl eher die hier genannten Stasi-Verbände, nicht die Partei DIE LINKE]

Die Freundesliste von Karl Kunger (Johannes Oehme) könnte nicht besser sein: beginnend mit Birgit Schlie (FBKO) und ihren rechten TeamPlayern der Spendenaktion für die Ostukraine, die rassistische Dagmar Henn (ehemals DKP & der deutsche Saker/Vineyardsaker), der ehemals LINKE Alexej Danckwarth (Anwalt im Fall Lisa), Meike Deutschmann aus dem Hartz IV-Truther & Querfront-Spektrum und nicht bei der Tagesschau tätig, Tatjana Garsiya – den meisten über ihr Tolstoi-Institut und der rechtsextremen Partei Pro Deutschland bekannt, Gudrun Pfennig als K-Gruppen Sympathisantin, PFLP-Befürworterin & Leila Chaled liebende aus der AntiImp-Szene -die scheinbar die Mutter [1] [2] [3] von Tobias Pfennig aka Nase [1] [2] ist, Jochen Gültner (vom Stasi-Verein: vtnvagt), Petra Reichel (wollte in die DDR übersiedeln und schreibt nun die Geschichte um), Andreas Maluga vom DDR-Kabinett Bochum & Mitglied im Stasi-Kuratorium OKV, über den auch die WAZ immer wieder kritisch berichtet.

………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

Während die FDJ «nur» mit den Stasi-Verbänden zusammen arbeitet (und dort nicht als Mitglied geführt wird), ist der Verein «Unentdecktes Land» Mitglied im Stasi-Kuratorium OKV.
Der Stasi-Verband OKV sowie die FDJ unterstützen diese Aktionen von Oehme, die gegen die Wiedervereinigung gerichtet sind und für den Mauerbau. Vereinfacht gesagt: für eine Wiederbelebung der DDR 2.0, das hochziehen der Mauer mit Schießbefehl, die Organe von früher – natürlich im Sinne von «Antifaschismus & Frieden»! Es lebe die DDR & der Kommunismus! Freundschaft!
Schade, das wir die Screens nicht mehr haben, wo die einst demonstrierenden Massen der DDR 1989 als Gesindel & Pack bezeichnet wurden. Fehlt nur noch, das diese einstigen Demonstranten als faschistisch eingestuft werden. Die die «Konterrevolution» (auch solch ein Unwort, hier einfach den Bullshit dazu mal lesen!) herbei geführt bzw. die DDR geputscht haben sollen. Am besten noch im Auftrag der USA bzw. mit Unterstützung der CIA. Erinnert alles stark an Russland/die Ukraine & die Krim oder auch aktuell Spanien mit Katalonien. Nichts anderes ist es! Und in diesem Falle lebt man sich hier immer noch an der DDR aus. Westliche Demokratie muss bekämpft werden; nur darum gehts.

Unterstützung & «Bildungsarbeit» erhalten die FDJ & «Unentdecktes Land» (was letztendlich auch nur ein FDJ-Zusammenschluss ist) also von den alten Männern einstiger Stasi-Genossen & ihren alternativen Medien der «Gegenöffentlichkeit» (evtl. sogar mit Spenden seitens der Stasi-Verbände, wie bei der Friedensbrücke-Kriegsopferhilfe?) und pro-russischen Medien, eben die gesamte Palette an Antiimperialismus!

Auch die Kölner Studentin Anita Trensch von der FDJ und vor Ort bei «Himmlische Vier» agierend ist immer wieder neben Querfront-Diether Dehm & Wolfgang Gehrke oder Karin Leukefeld und Ringo Ehlert auf der Alternativen Einheitsfeier der OKV in Reden anzutreffen [1] [2].
Sie alle sprechen von der Verschwörungstheorie der: «Annexion der DDR»; Kadersprech der alten Männer sowie ihrer rekrutierten linken Jugendlichen bzw. die «Generation danach» ihrer Kinder von diesen alten Männern!

Wir halten fest: die FDJ (Vorsitzender Ringo Ehlert) wirkt laut Verfassungsschutzbericht/Berliner Morgenpost als Organ im «Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD» mit. Sprich, sie gehört zur Aktionsgruppe «Revolution statt Krieg» bzw. «Himmlische Vier».
Das Aktionsbüro sitzt in Berlin und zwar an keinem anderen Ort, wie das der FDJ im Karl-Liebnknecht-Haus.
Die FDJ arbeitet eng mit den Stasi-Netzwerken rund um die OKV zusammen. Anita Trensch wird dort auch immer wieder lobend erwähnt. Von dort aus bekommt die FDJ auch Unterstützung für ihre Aktionen, bzw. wie die Lausitzer Rundschau auch schrieb: «Bildungsarbeit» durch einstige MfS-Kader.
Ringo Ehlert hat 2014 in Berlin die Aktionsgruppe «4. November 2014» aufgebaut, die er ein Jahr später an den FDJ´ler und Eulenspiegel-Herausgeber Johannes Oehme übergab. Auch dieser tritt bei Veranstaltungen der Stasi-Vereinigungen OKV auf, wird mit seiner neuen Gruppe «Unentdecktes Land» sogar Mitglied im Stasi-Kuratorium OKV.
Somit gehört letztendlich die Aktionsgruppe oder auch Verein «Unentdecktes Land» mit «führenden Chefs der FDJ» (automatisch) auch mit zum «Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD»? Sehen wir das richtig?


Die Verschwörung von der Annexion der DDR – die von den Stasi-Verbänden sowie von RT-Deutsch & Sputnik befördert und befeuert werden

Diese Verschwörungstheorie vertreten diese K-Gruppen (und nicht nur die), die an diesem «Anti-Kriegs-Protest» mitgewirkt haben; die die unzähligen Stasi-Verbände nur mit Kusshand nehmen würden, verbreiten diese doch die Ideologie der alten MfS-Kader. Eigentlich nur noch lächerlich, solchen Bullshit zu glauben!
Wenn man also die Verbindungen zu den Stasi-Verbänden kennt, versteht man auch besser die krude Verschwörungsthese, «die DDR sei 1989 von der BRD annektiert worden», was übrigens auch rechte Seiten (wie Alles Schall & Rauch, Staatenlos.info etc.) so verbreiten, manch rechte oder auch rechtsextreme Gruppierungen sogar eine Nähe zu den Stasi-Verbänden aufzeigen, die auch Mitglieder der Stasi-Verbände & alte MfS-Kader zu Veranstaltungen einladen (wie z.B. die AiP des Querfront-Nazi & Nationalbolschewist Michael Koth -der sich zum MfS & zum Nationalen Sozialismus bekennt & Compact-Fan). Michael Koth besuchte sogar 1993 den wegen Totschlags verurteilten Heinz Kessler in der JVA Moabit, wie hier auf der rechten Seite der AiP nachzulesen ist. Das ist Querfront par excellence dieser «Antifaschisten»!

Der RFB (Roter Frontkämpferbund), der hier im Screen links unten von «Himmlische Vier» als Aktionsmitglied erwähnt wird, gehört ebenfalls zum Stasi-Verband OKV und es sind mit Sicherheit noch sehr viel mehr Gruppen.
Zur Geschichte des RFB sollte man vielleicht auch wissen, das dieser Kampfbund Vorbild für die bewaffneten DDR-Organe & für die Stasi war.
Nur zur bildlichen Anschauung und als ein Beispiel: diese vier Gruppen («Klassenkampf statt Weltkrieg/Himmlische Vier», die FDJ und «4. November 2014» – jetzt «Unentdecktes Land») verbreiten die «Annexion der DDR durch die BRD»:

Auf einem pro-russischen Verschwörungsblog von Wilfried Kahrs (siehe Neopresse) kann man zur «Annexion der DDR» 2015 mit Quelle von RT Deutsch folgendes lesen; Zitatauszug:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Duma verurteilt «Annexion der DDR durch die BRD» … (Quelle: der russsische Staatssender RT Deutsch) … und arbeiten an einer aussichtsreichen Verurteilung der BRD, die sich die souveräne DDR seinerzeit völkerrechtswidrig einverleibt hat. Natürlich gibt es zwischen der DDR und der Krim kleine Unterschiede, die wollen wir kurz aufzeigen. (...)

Und Sputnik legt noch eins obendrauf und berichtet aktuell:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Aber eigentlich könne bei der Wiedervereinigung Deutschlands von einem Zusammenschluss zweier Staaten keine Rede sein: «Die Bundesrepublik hat Ostdeutschland praktisch verschlungen.» 
Die Menschen in der DDR habe ja niemand gefragt, betonte der Politologe. «Russland hatte seine Truppen innerhalb einiger Tage aus der DDR abgezogen und die Bundesrepublik setzte dort eine Politik des Diktats in Gang», erklärte der Professor. (Quelle: der russische Staatssender Sputnik)

Stasi-Kuratorium OKV (Klaus Blessing) bei RT-Deutsch beim Lügen erwischt

Interessant ist weiterhin das 10-minütige Interview von Klaus Blessing (Vizepräsident des Stasi-Vereins OKV & Gast bei Compact, den Mahnwachen und der rechten AiP des Querfront-Nazi & Nationalbolschewist Michael Koth) mit dem (pro)-russischen Staatssender RT Deutsch (Jasmin Kosubek, Der fehlende Part)  aus 2015.
Blessing widerspricht vor laufender Kamera der Verschwörung der Annexion bzgl. der DDR, die vorher bei Veranstaltungen seitens der OKV u.a. von Anita Trensch (FDJ) genauso verkündet wurde – um dann eines zu machen: Pro-russische Propaganda. Er sagte dann nämlich folgendes:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate In beiden Prozessen, der DDR & Krim haben sowohl die politisch Verantwortlichen als auch die Bürger es geschafft, friedliche Veränderungen herbei zu führen. Das ist in der heutigen Situation ganz hoch einzuschätzen.
Das in der Duma solch eine Frage auftaucht (...) hat wohl einen anderen Hintergrund. 

Sie hat meiner Ansicht nach den Hintergrund, das die heutigen führenden Politiker der BRD in übelster Art & Weise diese Vorgänge in der Krim (über Ukraine will ich jetzt gar nicht mal reden) als Annexion durch Russland bezeichnet werden.
Das ist genauso absurd, wie zu sagen die BRD hat die DDR annektiert. Annexion nein. Wir haben andere Begriffe dafür.
Zum Video: klick auf´s Bild!

Das Stasi-Kuratorium OKV, dem ja nun Klaus Blessing als Vizepräsident sehr nah sein dürfte & er zudem dort das Sprachrohr dieses Kuratoriums darstellt; die OKV bzw. der Verfasser JUKO schreibt 2016 in der «These zur Eigentumskonferenz» für das Präsidium der OKV (Seite 2, Punkt 10) folgendes:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Bei der konterrevolutionären Annexion der DDR war es das dominierende Ziel, das Volkseigentum in private Hände zurück zu transformieren. 
Diese Maßnahmen waren von langer Hand durch Adenauers Forschungsbeirat für gesamtdeutsche Fragen vorbereitet und wurden brutal gegen die Interessen des Volkes durchgesetzt.

Wie meinte Klaus Blessing gegenüber RT Deutsch? «Wir haben andere Begriffe dafür»? Vermutlich meinte er damit die «Konterrevolution» 😱 Es ist immer das gleiche mit diesen alten Männern… 🤥
Wir empfehlen an dieser Stelle, den Artikel von ZEIT Online aus 2015 zu lesen oder die Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung zu besuchen, falls dies nicht «zu westlich-dekadent» ist. 😅


Sputnik Deutschland klärt anhand von Informationen aus den Zentralarchiven der Staatspartei der DDR und der Staatssicherheit den Mauerbau auf

Pünktlich zum Datum des Mauerbaus, also vom 12. zum 13. August, widmete sich der pro-russische Staatssender Sputnik einer Trilogie [1] [2] [3] über genau dieses Geschichtsereignis.
Sonst fanden bisher immer Störaktionen von «Unentdecktes Land» zu diesem Tag in Berlin statt, nun macht es Sputnik in Sachen Propaganda gleich medial, um ganz viele Menschen damit zu erreichen.

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Der Journalist & Moskau-Korrespondent Julian Hans schrieb 2015 in der Süddeutschen Zeitung, Sputnik sei ein neuer Versuch, russische Staatspropaganda in Deutschland zu verbreiten. (Süddeutschen Zeitung)

Wir nahmen eigentlich an, in der dreiteiligen Serie IM Topas alias Rainer Rupp als Infoquelle anzufinden, der ja bei RT-Deutsch ganz groß im Kommen ist. Aber: der Verlag Eulenspiegel (na, macht´s schon klick?) 😉 bzw. Edition Ost (wo alle Stasi-Kader, DDR-Staatskader & ihre Liebhaber auf ihre alten Tage noch ihre geschichtsrevisionstischen Bücher verlegen lassen, um ihre bittere West-Rente aufzurüsten^^); diese Verlage bieten genügend weitere Auswahl.

Diesmal bediente man sich an der Lektüre «Interessen und Intrigen: Wer spaltete Deutschland?» von Herbert Graf, die man sich übrigens beim Stasi-Verein GBM schon mal als Leseprobe ansehen kann. Sputnik verlinkte dabei auf den Eulenspiegel-Verlag, das Buch (wie auch alle anderen) von Graf ist bei Edition Ost erschienen. Verlagsleiter von Edition Ost ist IM Karl alias Frank Schumann. Dieser hatte am gleichen Tag wie Sputnik: ein Interview mit Herbert Graf in der Junge Welt veröffentlicht, wo ebenfalls noch einmal mit dem Buch von Graf geworben wurde. So geht «Presse» 😉

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate DIE ZEIT 2007 zu Edition Ost:
Lob- und Jubelschriften für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) und Nationale Volksarmee der DDR (NVA), gepaart mit Streitschriften gegen die bundesdeutsche Siegerjustiz wechseln sich mit Schmähschriften gegen westliche Geheimdienste ab. 
Besondere Würze versprechen Zeitzeugenschilderungen, wie die Vasil Bilaks, der «als zweiter Mann hinter Dubcek» die Sowjetunion um Hilfe rief, die dann den Prager Frühling mit Panzern überrollte.

Das offensive Reinwaschen der SED-Diktatur ist schließlich Programm der edition ost, die mit ihren Veröffentlichungen die DDR vom Schrecken des sozialistischen Regimes zu entkleiden versucht. 
Für das bunte Themenpotpourri der Geschichtsverfälschung zeichnet sich ein Autorenkollektiv verantwortlich, das einem who is who des DDR- Unterdrückungsapparates gleicht: Hauptabteilungsleiter und Offiziere der DDR-Staatssicherheit, Ex-NVA-Generäle, Agenten und einfache Stasi-Spitzel.

Intellektuell garniert wird das Kollektiv der Aufklärer durch Marxismus-Leninismus-Professoren, ehemals Staatstragende wie Egon Krenz oder zu spät gekommenen Möchtegern-Staatstragenden wie linke PDS-Ikone Sahra Wagenknecht. 

Das Insiderkomitee ist nur einer der Vereine früherer Stasi-Kader, die immer wieder mit Autoren der edition ost in Verbindung zu bringen sind. 
Betrachtet man das Verlagsprogramm, so erscheint diese enge Zusammenarbeit nachvollziehbar, denn das Geschichtsbild gleicht sich auffällig. 

Während Vereine wie die «Gesellschaft zur rechtlichen und humanitären Unterstützung e.V.» (GRH), die «Initiativgemeinschaft zum Schutz sozialer Rechte ehemaliger Angehöriger bewaffneter Organe und der Zollverwaltung der DDR» (ISOR) und die «Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V.» (GBM) der Verklärung der DDR-Geschichte in Veranstaltungen und Internetangeboten Vorschub leisten, verlegt die edition ost die Bücher dazu; eines der Lieblingsthemen: die Berliner Mauer.(DIE ZEIT)

Im Netz ist über Graf ansonsten so gut wie gar nichts zu finden, die FAZ hatte aber 2008 einen ziemlich guten Artikel heraus gebracht, die ihn wie folgt beschreibt:

Herbert Graf war ab 1954 Mitarbeiter im Sekretariat Ulbricht, und zwar in dessen Funktion als 1. Stellvertreter des DDR-Ministerpräsidenten, die der Erste Sekretär des ZK der SED damals gleichzeitig innehatte. 

Als sich der erste Mann der Staatspartei 1960 in Personalunion zum Vorsitzenden des DDR-Staatsrates hatte «wählen» lassen, arbeitete Graf ihm in der Kanzlei des Staatsrates zu - bis zu Walter Ulbrichts Entmachtung. 

1971 promovierte er und erhielt eine Professur für Staatsrecht junger Nationalstaaten an der Akademie für Staat und Recht in Potsdam-Babelsberg.

Graf hat also genau dort als Professor gelehrt, wo einst Brigitte Queck von «Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg» (und Mitglied im Stasi-Kuratorium OKV) vier Jahre lang Außenpolitik studiert hatte! Wir hatten in diesem Sommer den Artikel der taz «Schwert & Schild der Partei» übernommen und mit ein paar Fotos der Akademie bebildert!

Auf den Inhalt wollten wir bewusst nicht eingehen, denn da kriegt man echt Hirnverblödung. Uns sind die Quellen, die von diesen Staats-Propganda-Formaten genutzt werden, erst einmal wichtiger. Und: wir hatten eigentlich gehofft, auf der Watch-Seite von Sputnik was zu finden, doch leider…war da nix…


Querfront-Linke & DDR-Kader auf Einladung der KPRF zu Besuch in Moskau

Anlässlich der Feier der Oktoberrevolution gab es aber auch die bekannten LINKEN, die zur kommunistischen Partei: KPRF nach Moskau fuhren, um dort diesen Tag zu feiern. Mehmet Yildiz sprach davon, das er von der KPRF eingeladen wurde und dort 10 Tage bleiben wird. Mit von der Parite waren (wieder einmal): Alexander S. Neu (der sich auch mit Jurij Kofner ablichten ließ), Artur Leier (der hier mit pro-russischen Separatisten ein bisschen Ukraine-Krieg probieren wollte), Mehmet Yildiz (der dieses Fotoalbum auf Facebook bestückte) und last but not least: Egon Krenz & Hans Modrow (die beide auch aktiv in den Stasi-Verbänden GRH & OKV [1] [2] [3] verkehren):

Eindrücke aus den letzten Jahren

Hier ein paar Eindrücke der vergangenen Jahre. In der ersten Bildergalerie sind Fotos von Richy Meyer aus München (April 2017) und in der zweiten Bildergalerie von Matej Divizna aus Prag von 2013 u.a. mit Heinz Klee aus Frankfurt; alle Fotos dazu gibt es hier auf Getty Images:


Fazit

Es war auf jeden Fall mal wieder interessant, neben «unseren bekannten Querfront-LINKEN» – linke (vor allem kommunistische) Gruppen kennen gelernt zu haben, die Verschwörungsthesen & Geschichtsrevisionismus aus alten Kaderkreisen der DDR vertreten & die neben rechten Plattformen seit 2014 bzw. ab 2015 auch pro-russische Kanäle wie RT-Deutsch oder Sputnik (hier in Deutschland) propagandistisch aufgenommen haben, um so versuchend mit Lügen & Fake-News die Geschichte -auch aktuell politisch- wieder umzuschreiben!


Links & weitere Quellen (aktuell & Vergangenheit):

▶ Hamburger Morgenpost: Was machen die Panzer in Eimsbüttel? (Memento im Internet Archive)
▶ BZ-Berlin: Kommunisten fahren mit russischem Panzer durch Berlin (Memento im Internet Archive)
▶ Tagesspiegel: Mit Panzer und Kanone für den Kommunismus (Memento im Internet Archive)
▶ Berliner Morgenpost: ommunisten fahren mit russischem Panzer durch Berlin (Memento im Internet Archive)
▶ Boris Reitschuster: via Facebook zur Oktoberrevolution (Memento im Internet Archive)

▶ Sputnik: Deutschland Hamburger staunen: Revolutionäre ziehen auf russischem Panzer durch die Stadt (Archiv)
▶ RT-Deutsch: Spontane «Militärparade» in Berlin zum 100-jährigen Jubiläum der Oktoberrevolution (Archiv)
▶ NewsFront: kopierter JUNGE FREHEIT-Artikel: Kommunisten rollen mit russischem Panzer durch Berlin (Archiv)

▶ Landesblog NRW: Plant Deutschland einen Krieg? Die Himmlischen Vier auf LKW-Demo in Köln (Archiv)
▶ GettyImages: Class Struggle Instead of World War‘ Campaign Marks 75th Anniversary Of Munich Pact (Archiv)
▶ Blog Woschod | Preislbauer: 75 Jahre Münchner Abkommen-Antikriegsaktion (Memento im Internet Archive)
▶ Freie Deutsche Jugend (FDJ): Veranstaltungsdokumentation in PDF (Memento im Internet Archive)
▶ Jugendkongress Notstand: Flugblatt als PDF (Memento im Internet Archive)
▶ Blog Protest München: Revolution statt Krieg (Fotos) (Memento im Internet Archive)

Und ganz vergessen: Auf zdf läuft seit längerer Zeit die zwölfteilige Reihe: «Aufstieg und Fall des Kommunismus» mit vielen Text- und Videobeiträgen, empfehlenswert!