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Sowjetische Denkmaldebatte Teil I – Oleg Muzyka vs. Michael Pardon

Защитим тех, кто победил фашизм!

Am 14. September 2017 startet unter dem Motto: «Защитим тех, кто победил фашизм» vor der polnischen Botschaft in Berlin-Grunewald eine Aktion der DKP als Veranstalter, als Gastgeber wird auf Facebook Oleg Muzyka angegeben, verantwortlich laut Muzyka ist ein: Michael Pardon!
Anlass dieser Veranstaltung ist die ab Oktober in Polen geplante Entfernung sowjetischer Denkmäler, worüber auch der MDR (als nicht alternatives Medium) im August berichtete.

Bereits Anfang September demonstrierte die Antiimperialistische Aktion unter dem Motto: «International Protest against the demolition of Soviet Monuments in Poland» rund um Tobias Pfennig (Nase), Vera Stegschuster, Dagmar Henn und weitere vor der polnischen Botschaft in München.
Der Propaganda-Sender Sputnik hatte über diese Aktion in Zusammenhang mit der Partei Zmiana (Mateusz Piskorski) ausführlich berichtet.
Über diese Aktion werden auch wir noch einen gesonderten Artikel mit Hintergründen aufbereiten, was allerdings noch etwas dauern kann, da wir terminlich gerade voll eingespannt sind!

Auf die Veranstaltung mit Oleg Muzyka können wir heute nicht näher eingehen, wir sind aber gespannt, ob es Ende der Woche ein paar Fotos dieser Aktion geben wird, was wir dann entweder hier miteinander verbinden oder was neues dazu schreiben, je nachdem.
Heute wollen wir uns erstmal vorrangig dem Verantwortlichen widmen, Michael Pardon, der eine sehr interessante Vita aufzuweisen hat und wir uns schon fragten, wie Muzyka zu diesem Mann kommt? Durch Brigitte Queck? Naheliegend ist es…


Die Facebook-Veranstaltung

Ende letzter Woche hat Oleg Muzyka diese, oben gennante Veranstaltung auf Facebook erstellt:

Bisher nehmen folgend; teils bekannte Personen an der Veranstaltung teil, haben auf unsicher geklickt bzw. wurden von Oleg Muzyka eingeladen:

Besonders entzückend fanden wir die Werbung für Heinrich Buecker/Anti-Krieg/Coop-Cafe; siehe Anna-News-Leak & vor allem: Wenn Nazis über Nazis schreiben ⇐ was bis heute, auch in Hinblick auf die Organisation CIS-EMO von Heinrich Buecker verteidigt wird!
Auch darf das homophobe Feindbild nicht fehlen, wie man sieht, ist die LGBT-Community Schuld am vermeintlichen Abriss der Sowjetdenkmäler bzw. machen sich aus Muzyka´s Sicht scheinbar darüber lustig. Der Kontext-Hintergrund zu diesem Bild – wird nicht benannt. Das Ganze haben wir nochmal extra festgehalten:

Homophobe Aktivisten unterstützen? Mit der DKP/KPD kein Problem!
Es bleibt spannend, wie sich der Querfront-Flügel von DIE LINKE hinsichtlich Muzyka entwickelt oder auch stagniert. Schein ja so, das Muzyka mittlerweile nur noch von kommunistischen Linken vs. Stasi-Verbänden Unterstützung findet. Wo wir auch annähernd gleich beim nächsten Thema wären, was von gemeinsamen Veranstaltungen mit Stasi-IM´s bis nach St. Petersburg mit Egon Krenz reicht:


Michael Pardon

Michael Pardon wird am 14. September 2017 Verantwortlicher der Veranstaltung mit Oleg Muzyka sein. Vergangene Veranstaltungen mit Muzyka sind nicht bekannt.
Lediglich die Info, das Michael Pardon 2014 zum Thema «Die Krim ist verloren» (eine Veranstaltung der Peter Hacks Gesellschaft); ein Gespräch über «Wahrheit, Journalismus & Unabhängigkeit» mit Stefan Huth (Chefredakteur Junge Welt), Frank Schumann alias IM Karl (edition Ost, Verfasser des Buches über Julia Timoschenko «Die Gauklerin») führte.
Diese Veranstaltung wurde auch vom Stasi-Verband: Verband zur Pflege der Traditionen der NVA und der GT der DDR (vtnvagt) beworben. Edition Ost ist  u.a. der Verlag der Stasi-Vereine & Propagandisten, vom Verleger höchstpersönlich:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Laut dem Historiker Sven Felix Kellerhoff werden in den Texten des Verlags reihenweise Propagandalügen der SED aus dem Kalten Krieg aufgewärmt und durch Geschichtsfälscher die Stasi- und DDR-Verbrechen verharmlost. (Quelle: Wikipedia)

Auf der Veranstaltung der Peter Hacks Gesellschaft wird Pardon wie folgt beschrieben: «von 2007 bis 2012 Direktor eines Landwirtschaftsbetriebes in der West-Ukraine».
Die Staatliche Universität für Wirtschaft und Finanzen Sankt Petersburg hingegen titelt ihn als «Doctor of Engineering Science»!

Wie wir weiter herausfinden konnten, war Pardon früher einmal in der WASG und auch später bei DIE LINKE.
Auf die verwiesenen Links auf Abgeordneten-Watch können wir leider nicht mehr zugreifen, Archivlinks sind ebenfalls nicht vorhanden.
Lediglich eine Kommentar-Strang auf Spiegel-Online ist noch erhalten geblieben.

Mittlerweile ist Michael Pardon (mit Stand 2015) in der KPD und wird dort als Vorstandmitglied des ZK im Landesverband Berlin geführt. Er und Brigitte Queck werden sich mit Sicherheit kennen. In der Festveranstaltung aus 2015 kann man unten stehende Rede von Michael Pardon nachlesen:

Die besten Einträge zu seiner Person in Form eines gut ausgestatteten Lebenslaufes fanden wir auf der Verlagsseite: VWM (Verlag für Wirtschaftsinformation und Marktforschung), denn ansonsten lässt sich kaum etwas über ihn finden, noch ist er in den sozialen Netzwerken vertreten! Ein kleiner Auszug seiner Vita:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Michael Pardon wurde im Oktober 1947 geboren und wuchs als Ältester von fünf Geschwistern im schönen Vogtland auf. 
Die Mutter war Heimarbeiterin im Großbetrieb für Abzeichen und Orden in der DDR, der Vater Maurer. 
1966 schloss der junge Michael an der EOS das Abitur und ebenso die Berufsausbildung zum Werkzeugmacher erfolgreich ab.

Er ging zur Nationalen Volksarmee und studierte an der Offiziersschule Raketen-Elektronik. 
Herr Pardon beendete vorzeitig das Studium als Ingenieur und wurde an die Militärakademie nach Leningrad delegiert. Dort studierte er militärische Automatisierungstechnik und wurde Diplom-Ingenieur – der erste Akademiker in der Familiengeschichte bis dato. 
1973 kam der junge Mann zurück in die DDR und übernahm bei der Luftverteidigung der DDR wachsende Verantwortung auf dem Gebiet Automatisierte Führungssysteme - bis Herbst 1990.

Über eine bundesweite Ausschreibung erhielt die junge Ostberliner Firma 1991 den Auftrag, die Umweltdatenbank der Treuhand aufzubauen - eine Münchner Rüstungsschmiede als Projektpartnerin wurde «erwünscht», doch «Ost führte West». Unglaublich auch die unsägliche Privatisierungspolitik der «Treuhand». 
Im Laufe der kommenden Jahre kamen weitere Firmen von Dr. Pardon hinzu. Gemeinsam mit seiner Frau Inge, einer promovierten Historikerin, mit er seit 1968 verheiratet ist und einen Sohn hat, gründeten sie 1997 ein Fremdspracheninstitut. 
Hier werden Kurse wie Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Norwegisch, Schwedisch, Italienisch, ja Arabisch oder Türkisch und Deutsch für Ausländer angeboten.

Die Plattform: Thüringer Blogzentrale lieferte weitere, überaus spannende Anekdoten & Einsichten des Dr. Michael Pardon, wo sich dieser auch zwei Kommentaren selbst zu Wort meldete.
Schon bei der Draufsicht auf die «In Memoriam-Anzeige» seines Bruders Bruno, der zu Wende-Zeiten Suizid beging und das lesen der Überschrift der Thüringer Blogzentrale: «Bruno Pardon: ‹Opfer› der ‹Konterrevolution› 1989?» lässt erahnen, wohin die Reise gleich noch gehen wird…

Die Thüringer Blogzentrale schrieb dazu:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Michael Pardon klagt außerdem, dass sein ursprünglicher Text in der Thüringischen Landeszeitung nicht im originalen Wortlaut erscheinen durfte. 
Statt «Verderber» hätte dort eigentlich «Ratten» stehen sollen.
Bewußt provozierend wollte Michael Pardon mit seiner Anzeige in Thüringer Tageszeitungen eine Debatte über die «wirkliche» Friedlichkeit der «Friedlichen Revolution» in Gang setzen.

Das verwundert alles nicht. Im Jahr 2015 unterschrieb er unter «Oberstleutnant a.D.» den Aufruf der Stasi-Verbände: «Soldaten für den Frieden», hier präsentiert auf der Plattform von vtnvagt.de!
Interessant dabei ist, das man sich über Rückmeldungen «anerkannter Persönlichkeiten» besonders über das rechte Compact-Magazin freute und auch die Ständige Publikumskonferenz von Maren Müller wird hier, neben Sputnik, RT Deutsch & Co. positiv erwähnt:


Inge(borg) Pardon, St. Petersburg & Egon Krenz

Ingeborg und manchmal (oder früher) auch nur Inge Pardon – hat auch einige interessante Geschichten aufzuweisen. Sie ist die Frau von Michael Pardon.
Dem Lebenslauf der St. Petersburger Universität zu entnehmen, studierte diese in der DDR das klassische Fach Geschichte & Deutsch und war später an der Leningrader Universität beschäftigt.
Es folgten «politische Arbeiten» im Zentralrat der FDJ und später im Zentralkomitee der SED. Ab 1985 bis 1992 war sie stellvertretende Direktorin im Zentralarchiv der SED, was später -nach der Wende- die «Stif­tung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR» wurde.

Ab 1990 gab es Vorwürfe der Dokumentenvernichtung [1] [2] im ehemaligen SED-Archiv, was 2010 und 2015 in mehreren Artikeln [3] [4] [5] der DIE WELT, auch anhand von Dokumenten «bestätigt» wurde:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Nun aber hat ein ehemaliger SED-Funktionär sein Schweigen gebrochen und WELT ONLINE brisante Schriftstücke zu einem der größten Aktenvernichtungsfeldzüge in der deutschen Geschichte übergeben. 
Die Briefe, Vermerke und Rechnungen zeigen, dass die PDS noch immer wie eine kommunistische Kaderpartei tickte, als in der DDR längst der Frühling der Demokratie angebrochen war.

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Vernichtet werden sollten 15,9 Millionen Dokumente von historisch unschätzbarem Wert. 
Das Material wog über 100 Tonnen, es handelt sich um eine der größten Aktenzerstörungen der deutschen Geschichte. (Quelle: WELT)

Das nur einmal nebenbei erwähnt. Wir haben ja hier schon einige Geschichtsfälscher aus dieser Truppe im Blog festhalten können, die -auch wenn es teils nur kleine Lichter [1] [2] [3] in diesem Ewiggestrigen-Netzwerk sind- bis heute versuchen, die Geschichte im Sinne der Stasi umzuschreiben und denen zu drohen, die darüber berichten.
Propaganda, Manipulation, Geschichtsfälschung, das aufstellen (und auch glauben) von Verschwörungen und das verbreiten dieser & die geliebte Legendenbildung: macht auch die aktuelle Politik rund um den Propaganda- und Informationskrieg mit Russland und seinen Fake-News aus, in dem die Stasi-Vereine ordentlich mitmischen! [1] [2]

Inge Pardon fanden wir als Ingeborg Pardon auf der russischen Seite: novist.history.spbu.ru wieder. Dort ist sie zu sehen, wie sie Vorträge hält, aber auch ein Besuch von Egon Krenz in St. Petersburg ist fotografisch festgehalten, als dieser an der Staatlichen Universität in St. Petersburg mehr als 300 Studenten Auskunft über das Ende der DDR gab.

Inge Pardon im Oktober 2016 neben Egon Krenz in St. Petersburg:

Tja. Wie würde man jetzt sagen? Da hat sich Oleg Muzyka so «Connection-mäßig» ja nen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Alle Achtung! Es sumpft immer tiefer, was die «pro-russische Querfront» (um Muzyka) betrifft!
Wenn Studenten in St. Petersburg auf einer Universität von Egon Krenz lernen, wie «das Ende der DDR aus Stasi-Sicht» aussah, braucht man sich (auch) nicht mehr wundern, woher die Motivation für diesen Desinformationskrieg aus russischer Sicht kommt; in der von Anfang an und schon immer alte Seilschaften mitmischen!
Wie auch von den Stasi-Verbänden hier in Deutschland, wird diese Ideologie bewusst an die junge Generation weiter gegeben, wie hier im Blog schon mehrfach berichtet.

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Obwohl oder gerade weil sich der Altersdurchschnitt rapide erhöht, sind die Organisationen bemüht, besonders Einfluß auf jüngere Menschen zu nehmen. Die Internetauftritte wurden ausgebaut und bestimmen inzwischen einen großen Teil der Öffentlichkeitsarbeit. (Quelle: UOKG/Stacheldraht, Seite 7)

Das Oleg Muzyka für seine Veranstaltung Michael Pardon gewählt hat, zeigt wieder einmal mehr, wie gut alte Seilschaften mit der heutigen Politik rund um den russischen Informationskrieg mit seinen Fake-News & dikatorischen Regimeliebhabern miteinander in Symbiose stehen; siehe hierzu u.a. auch der Artikel: «Alte Genossen – neu vernetzt»!

Es bleibt spannend!