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Karl Pfeifer – Ungarn auf dem Weg zur Autokratie?

Im Rahmen der neulich bereits nahegelegten Vortragsreihe “Das hat’s bei uns nicht gegeben! - Antisemitismus in der DDR”, die vom “Pädagogischen Arbeitskreis gegen Antisemitismus” organisiert wird, ist am kommenden Dienstag Karl Pfeifer zu Gast.

Ungarn auf dem Weg zur Autokratie?

Seit mehr als einem Jahr regiert in Ungarn eine Koalition aus dem nationalistischen und zum Teil völkischen „Ungarischen Bürgerbund“ (Fidesz) und der klerikalen „Christlich-Demokratischen Volkspartei“ (KDNP). Die Koalition, die über eine 2/3 Mehrheit im Parlament verfügt, hat im April 2011 die Verfassung geändert. In den Medien wird nicht nur über das neue skandalöse Medienrecht berichtet, sondern auch über die national-sozialistische „Bewegung für ein (besseres) rechteres Ungarn“ (Jobbik) und dem Unwesen der mit ihr verbundenen paramilitärischen Garden, das von der Regierung geduldet wird.

Wie konnte es soweit kommen? Was ändert sich in Ungarn? Wie gelangte Antisemitismus und Antiziganismus in regierungsnahe Medien? Welche Kräfte leisten Widerstand?


Karl Pfeifer lebt als Journalist und Autor in Wien, seine Beiträge erscheinen unter anderem in der Budapester Wochenzeitung Hetek, der Berliner Jungle World, der Allgemeinen Jüdischen Wochenzeitung und einer Reihe anderer Medien.

Dienstag, 14.06.2011, 19:00 Uhr
HS 7,  Universitätscampus