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beitrag von Karwan Baschi | Paules Blog

Geisterhaus, digital

(Edit: Wie diese eigentlich eher komische Geschichte plötzlich doch noch spannend wurde und warum das Video unten nicht mehr da ist, kann man hier nachlesen.)

Vor sieben oder acht Jahren, als die erste Welle der Killerspiel-Hysterie von Columbine über Erfurt in mein eigenes Provinznest gerollt kam, war einer meiner Freunde über Wochen damit beschäftigt, unsere Schule zu vermessen und abzufotografieren. Er hat Texturen für eine möglichst realitätsnahe Half-Life-Map unserer Schule gesammelt – ein Bedarf, den man einem passionierten Spieler kaum wird erklären müssen, der sich einer Restwelt auf der Suche nach Skandal und Ausnahmezustand aber ganz anders darstellen musste:

»Stets habe ich an einen Mehrspielerlevel, völlig ohne NPCs (Non-Player Characters = vom Programm gesteuerte Charaktere), gedacht – nie hingegen an ein Szenario, in dem man abschießbare Nachbildungen, real existierender Lehrer antrifft. Letztere Idee haben mir allerdings verblüffend viele Mitschüler kundgetan.«

Ich habe diese Map gestern zum ersten mal bespielt und kann die Triphaftigkeit dieser 20 Minuten kaum beschreiben. Anstatt es trotzdem zu versuchen, habe ich mich nun mit dem Designer dieses Geisterhauses verabredet, um seiner Schöpfung einen gemeinsamen Besuch abzustatten und auf dem Spaziergang über dies und das zu sprechen. Den dann traditionsgemäß doch nicht eingehaltenen Termin verkneife ich mir ausnahmsweise mal, einen kleinen Teaser gibt es aber schon: