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beitrag von Karwan Baschi | Paules Blog

1000 Blank White Cards

Seit nunmehr knapp zehn Minuten scheitere ich daran, eine Einleitung zu formulieren, die ohne Magic: The Gathering auskommt. Es klappt nicht. Wer in den 90ern zur Schule gegangen ist und wenigstens zwei Nerds in seiner Umgebung hatte, kennt das Spiel wenigstens vom Sehen. Es ging dabei um bunte Karten, Tauscherei und immer wieder irgendwas mit »Manakosten«. Ich habe selbstverständlich auch gespielt und wieder damit aufgehört, bevor ich merken konnte, wie genial das Spiel tatsächlich ist. Dafür musste es dann erst das Internet und die Turnierszene geben, wo bedeutend wahnsinnigere Leute als ich mir vorführen konnten, was ich damals alles hätte tun können, wenn ich es nur besser kapiert hätte. Dafür bin ich mit geschätzten Kosten um die 300 Mark noch recht glimpflich davon gekommen …

Erzählen wollte ich aber eigentlich von einem anderen Spiel – von 1000 Blank White Cards. Im Grund funktioniert es wie ein gewöhnliches Trading Card Game, nur dass sämtliche Karten unmittelbar vor und während des Spiel selbst geschrieben werden. Das Spiel selbst gibt es in ungezählten Varianten. Hier die Discordian Intelligence Agency Edition als Beispiel.

Es kann nur einen geben

Es kann nur einen geben

Der Witz an der Sache liegt aber weniger in einzelnen – mehr oder weniger gelungenen – Karten, sondern vielmehr in der Möglichkeit, die Regeln während des Spiels über den Haufen zu werfen. Anstatt taktisch im Rahmen des Gegebenen herumzuwurschteln, wird dieser direkt angegangen und bei Missfallen über den Haufen geworfen. Den Spruch mit dem Kuchen und der Bäckerei verkneife ich mir an dieser Stelle.

Final Girl

Final Girl

Die Partie war jedenfalls ein interessantes Erlebnis – auch über spaßige Referenzscherzchen hinaus.