beitrag von bak-shalom.de

Xavier Naidoo & die konformistische Revolte

Weil sich Musiker wie Xavier Naidoo erfolgreich als vermeintliche Tabubrecher vermarkten können, gesellt sich zum popkulturellen und gesellschaftlichen Mainstream, dessen sinnhafte Entsprechung sich allzweijährig anlässlich großer Fußballturniere in schwarz-rot-goldenen Massenritualen manifestiert, allerdings dann noch eine ganz besondere Form von „Rebellion“, die sich getrost als konformistische Revolte bezeichnen lässt. Ihre Besonderheit liegt in ihrer antimodernen Rückwärtsgewandtheit. Der inszenierte Tabubruch trifft dabei auf mehrheitsfähige Positionen und entfaltet deshalb eine beträchtliche gesellschaftliche Resonanz, wie das Gejammer über Naidoos Ausladung auf ein Weiteres offenbart.


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Vortrag mit Chucky Goldstein am 30. Oktober in Stuttgart: Antisemitismus und Fußball: Am Anfang war die Fußlümmelei und dann kam Rasenballsport Leipzig

Eine Geschichte von Antisemitismus und Fußball muss mit dem Beginn des Fußballs in Deutschland beginnen: Während deutsche Männer in Turn und Sportvereinen turnten, waren Juden bei dieser sich auf den antisemitischen Turnvater Jahn berufenden Sportart nicht gern gesehen. Diese Geschichte von Antisemitismus und Fußball muss dann – logischerweise – mit dem Nationalsozialismus weitergehen, in dem zum Beispiel die professionelle Spielkultur des deutschen Meisters von 1932 und seines jüdischen Präsident Kurt Landauers bekämpft wurde, um den in diesem Falle zu tiefst antisemitischen und antimodernistischen Amateuersport zu huldigen. Und diese Geschichte soll ausführlich in diesem Vortrag erzählt werden.