Getagged: kritische Theorie

SonntagsGesellschaft

„Man muss“ – Peter Kurzeck und der stumme Zwang der Verhältnisse.

Zum ersten Todestag. Vor einem guten Jahr ist mit Peter Kurzeck einer der konsequentesten deutschsprachigen Nachkriegsschriftsteller verstorben. Einer, der sich nicht dem mitleidheischenden Gejammer der Trümmerliteraten anschloss, der keine Stunde Null beschwor, der stattdessen an die erzählerischen Leistungen der europäischen Moderne anknüpfte und Wege suchte die Welt des so genannten Wirtschaftswunders, ihre Schattenseiten, ihre Schattenwirtschaften, […]


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Der eindimensionale Mensch wird 50

Vor 50 Jahren erschien Herbert Marcuses »Der eindimensionale Mensch«, ein Text der dem studentischen Protest um 1968 die Stichworte (»Große Weigerung«) lieferte und zu einem der meistgelesenen Bücher jener Zeit avancierte. Nun ist nicht nur bei zu Klampen eine Neuausgabe erschienen, sondern wurde auch mit Hilfe eines Konzerttheaters an den Text erinnert. Aus Anlass der […]


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9. November 1938 – Auftakt zum Holocaust

Vor einem Jahr, als das Gedenken an die damals 75 Jahre zurückliegende »Reichskristallnacht« auch der deutschen Öffentlichkeit ein wenig wichtiger war als der Jahrestag des Mauerfalls, produzierte Sachzwang FM eine sehr hörenswerte Sendung über die Pogrome des November 1938 und über die Struktur des Antisemitismus. Dieses Wochenende, an dem staatstragend die »friedliche Revolution von 1989« […]


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Joseph, Herr des Überblicks

Zur Trennung geistiger und körperlicher Arbeit in Thomas Manns Josephs-Roman „Historischer Materialismus ist Anamnesis der Genese.“[1] – Theodor W. Adorno Wer einmal dazu gezwungen war, sich mit dem zu beschäftigen, was die akademische Thomas-Mann-Forschung zur Josephs-Tetralogie verfasst hat, muss schnell feststellen, dass diese sich nicht so sehr mit dem Werk selber, stattdessen aber ausgiebig mit […]


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dissonanz.net

Anachronismus und Versprechen

Wer von seinem eigenen Denken und den veröffentlichten Gedanken anderer mehr erwartet, als die gegenstandsferne Aneinanderreihung von Allgemeinplätzen und Selbstverständlichkeiten, der muss in der Regel enttäuscht werden. Sein Bedürfnis kann von Texten, die ihren Gegenstand gerade so weit durchdringen, dass sie nicht auf den ersten Blick als Denkverweigerung entlarvt werden können, nicht befriedigt werden. Dass […]


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SonntagsGesellschaft

Roberto Bolaños 2666 (III/Schluss) – Nazis, Schemen, Mexico

Über den Teil von Archimboldi “Es ist offenkundig, dass im Werk Archimboldis ein Roman wie 2666 anklingt. Auch der Effekt der Leere von 2666 wird von Archimboldi antizipiert. Doch wo bei Archimboldi Natur bleibt, bleibt bei Bolaño Gesellschaft, die als Naturzustand erscheint.” Dieses mein (in Teil II gefälltes) Urteil steht und fällt natürlich mit der […]


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SonntagsGesellschaft

Roberto Bolaños 2666 – II – Komposition, Fragen…

…Fragen, Fragen. Und sehr unbefriedigende Antworten. Mit 2666 hat Roberto Bolaño ein Mammutwerk komponiert, dessen Ganzes sehr viel stärker als über die Handlung über die motivisch-thematische Struktur hergestellt wird. Was ich an anderer Stelle bezüglich des Musikalischen in der Literatur für Thomas Pynchon und den so genannten postmodernen Roman im Allgemeinen bereits herausgestellt habe gilt […]


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SonntagsGesellschaft

Roberto Bolaños 2666 (I)

Die überwältigende Leere und was sich daraus lesen lässt Gewiss, es gibt Blickwinkel der Analyse, Ansatzpunkte zumindest, nach der sich die Güte eines literarischen Werkes einschätzen lässt. Gäbe es sie nicht, es wäre müßig über Kunst zu diskutieren. Nach solchen Möglichkeiten über die Qualität von Kunstwerken zu urteilen sucht die Sonntagsgesellschaft in der Auseinandersetzung mit […]


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“Jeder stirbt für sich allein.” Von der Notwendigkeit und Unmöglichkeit über den Tod zu sprechen.

Nachdem es in letzter Zeit häufiger (etwa hier) den Versuch einer materialistischen Auseinandersetzung mit dem Tod gegeben hat, organisierte die „Kritische Intervention“ in Halle eine Vortragsreihe über die „Notwendigkeit und Unmöglichkeit über den Tod zu sprechen.“
Oliver Decker sprach dabei über den Körper als Heils- und Handelsgut, Guido Sprügel unternahm eine gesellschaftskritische Betrachtung der Sterbehilfe, […]


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SonntagsGesellschaft

Der Friedhof in Prag von Umberto Eco

Und: Überschätzt man den Autoren nicht womöglich, oder schätzt ihn aus falschen Gründen? Über Umberto Ecos Der Friedhof in Prag urteilt die Kritik fast einhellig: Es handele sich um einen gescheiterten Roman. Die einen meinen, das sei weil Eco das gesellschaftliche Phänomen Antisemitismus personalisiere, indem er seinen Protagonisten, den Fälscher Simonini, unter anderem als Urheber […]


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Neues vom Immergleichen

Viel ist immer mal wieder zu lesen über „die Kulturindustrie“. Da geben sich spröde Akademiker, schneidige Lohnschreiber und agile Freizeitagitatoren nichts. Doch wie kommen sie alle dazu anzunehmen, sie könnten – quasi unbeteiligt – über jene Bewußtseinsindustrie schreiben, deren Teil sie alle doch nolens volens sind?
Eine Ersatzhandlung besteht darin, statt über die real existierende Kulturindustrie […]


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SonntagsGesellschaft

Antisemitismus im Werk Dostojewskijs

Gott & das Geld II In drei Teilen eine ältere Hausarbeit in der vor allem antisemitische Topoi im literarischen Werk Dostojewskis untersucht werden. Einmal mehr sind Zitate aus der Primärliteratur auf Russisch, der Text sollte dennoch alles in allem verständlich sein. Notwendig schien mir diese Arbeit, weil auch mit Hinblick auf Dostojewski gerne der private […]


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SonntagsGesellschaft

Gott und das Geld

Antisemitismus im Werk Dostojewskis (I) In drei Teilen eine ältere Hausarbeit in der vor allem antisemitische Topoi im literarischen Werk Dostojewskis untersucht werden. Einmal mehr sind Zitate aus der Primärliteratur auf Russisch, der Text sollte dennoch alles in allem verständlich sein. Notwendig schien mir diese Arbeit, weil auch mit Hinblick auf Dostojewski gerne der private […]


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