beitrag von bak-shalom.de

Vortrag mit Clemens Heni am 17.02. in Berlin: Kritische Theorie & Israel

War die Kritische Theorie pro-israelisch? Für manche in der „Pro-Israel-Szene“ ist die Antwort eindeutig „Ja“. Für die Mainstream-Forschung und Publizistik hingegen liegt die Antwort im Adorno-Preis für Judith Butler 2012. Das zeige den antizionistischen Charakter „der“ Kritischen Theorie. Doch was steht in den Texten der führenden Vertreter Kritischer Theorie, Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Leo Löwenthal, Erich Fromm und Herbert Marcuse? Ist es sinnvoll zu sagen „Israel bis zum Kommunismus“? Was kommt danach, also im Jahr 2028? Der Vortrag wird die Positionen dieser fünf Vertreter Kritischer Theorie vorstellen und zur Diskussion über das Verhältnis von Linken zum Zionismus anregen.


beitrag von Audioarchiv

Positionen zur Kritik des Mensch-Tier-Verhältnisses

1. Animal Riots. Zur kritischen Theorie des Mensch-Tier-Verhältnisses
Im Frühling des letzten Jahres fand in Jena eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel »Veganismus – mehr als nur Lifestyle?« statt. Im Rahmen dieser Reihe hat Thomas Krüger aus Jena einen Vortrag gehalten, in dem er einige Aspekte des Mensch-Thier-Verhältnisses aus kritisch-theoretischer Perspektive dargestellt hat. Er kritisiert dabei naturalistische […]


beitrag von Audioarchiv

Zwei Berichte von der Akademie

Hier seien noch einmal zwei Beiträge hervorgehoben, die im letzten Jahr leider etwas in der Seitenspalte untergegangen sind. Beide Beiträge haben sich mit dem Ungeist der Universität auseinandergesetzt.
1. Philosophieren im Stande allgemeiner Unmündigkeit und Bedingungen philosophischen Denkens anlässlich eines Ausflugs in den geisteswissenschaftlichen, akademischen Betrieb
Bettina Fellmann (AK Zweifel und Diskurs) hat am 29.06.2014 im Laidak […]


beitrag von SonntagsGesellschaft

Notizen zu Seeßlens Liberalismus (Taz)

1 Der einschneidende innere Widerspruch des klassischen bürgerlichen Liberalismus lässt sich am besten an der Frage der Erbschaft nachvollziehen. Einige wenige aufrechte Liberale vertreten bis heute die These, die Erbschaft müsse ganz abgeschafft werden, denn ein Bekenntnis zur freiest möglichen Lebensgestaltung verlange, dass jeder Mensch mit den exakt gleichen Chancen ins Leben starte. Das lässt […]


beitrag von Audioarchiv

Utopie und Kritik

Wir dokumentieren drei Beiträge, die sich auf verschiedene Weise mit dem Verhältnis von utopischem Denken und Gesellschaftskritik auseinandergesetzt haben:
1.) Utopie – Zwischen Bilderverbot und Möglichkeitssinn
Alexander Neupert (Mitglied bei der Initiative zur Förderung gesellschaftskritischer Inhalte und Bildungsreferent bei den Trierer Falken) hat am 18.06.2014 auf Einladung der Erfurter Falken einen wissenschaftlichen Vortrag über Utopien gehalten. Er […]


beitrag von SonntagsGesellschaft

„Man muss“ – Peter Kurzeck und der stumme Zwang der Verhältnisse.

Zum ersten Todestag. Vor einem guten Jahr ist mit Peter Kurzeck einer der konsequentesten deutschsprachigen Nachkriegsschriftsteller verstorben. Einer, der sich nicht dem mitleidheischenden Gejammer der Trümmerliteraten anschloss, der keine Stunde Null beschwor, der stattdessen an die erzählerischen Leistungen der europäischen Moderne anknüpfte und Wege suchte die Welt des so genannten Wirtschaftswunders, ihre Schattenseiten, ihre Schattenwirtschaften, […]


beitrag von Audioarchiv

Der eindimensionale Mensch wird 50

Vor 50 Jahren erschien Herbert Marcuses »Der eindimensionale Mensch«, ein Text der dem studentischen Protest um 1968 die Stichworte (»Große Weigerung«) lieferte und zu einem der meistgelesenen Bücher jener Zeit avancierte. Nun ist nicht nur bei zu Klampen eine Neuausgabe erschienen, sondern wurde auch mit Hilfe eines Konzerttheaters an den Text erinnert. Aus Anlass der […]


beitrag von Audioarchiv

9. November 1938 – Auftakt zum Holocaust

Vor einem Jahr, als das Gedenken an die damals 75 Jahre zurückliegende »Reichskristallnacht« auch der deutschen Öffentlichkeit ein wenig wichtiger war als der Jahrestag des Mauerfalls, produzierte Sachzwang FM eine sehr hörenswerte Sendung über die Pogrome des November 1938 und über die Struktur des Antisemitismus. Dieses Wochenende, an dem staatstragend die »friedliche Revolution von 1989« […]


beitrag von dissonanz.net

Joseph, Herr des Überblicks

Zur Trennung geistiger und körperlicher Arbeit in Thomas Manns Josephs-Roman „Historischer Materialismus ist Anamnesis der Genese.“[1] – Theodor W. Adorno Wer einmal dazu gezwungen war, sich mit dem zu beschäftigen, was die akademische Thomas-Mann-Forschung zur Josephs-Tetralogie verfasst hat, muss schnell feststellen, dass diese sich nicht so sehr mit dem Werk selber, stattdessen aber ausgiebig mit […]


beitrag von dissonanz.net

Anachronismus und Versprechen

Wer von seinem eigenen Denken und den veröffentlichten Gedanken anderer mehr erwartet, als die gegenstandsferne Aneinanderreihung von Allgemeinplätzen und Selbstverständlichkeiten, der muss in der Regel enttäuscht werden. Sein Bedürfnis kann von Texten, die ihren Gegenstand gerade so weit durchdringen, dass sie nicht auf den ersten Blick als Denkverweigerung entlarvt werden können, nicht befriedigt werden. Dass […]


beitrag von SonntagsGesellschaft

Roberto Bolaños 2666 (III/Schluss) – Nazis, Schemen, Mexico

Über den Teil von Archimboldi “Es ist offenkundig, dass im Werk Archimboldis ein Roman wie 2666 anklingt. Auch der Effekt der Leere von 2666 wird von Archimboldi antizipiert. Doch wo bei Archimboldi Natur bleibt, bleibt bei Bolaño Gesellschaft, die als Naturzustand erscheint.” Dieses mein (in Teil II gefälltes) Urteil steht und fällt natürlich mit der […]


beitrag von SonntagsGesellschaft

Roberto Bolaños 2666 – II – Komposition, Fragen…

…Fragen, Fragen. Und sehr unbefriedigende Antworten. Mit 2666 hat Roberto Bolaño ein Mammutwerk komponiert, dessen Ganzes sehr viel stärker als über die Handlung über die motivisch-thematische Struktur hergestellt wird. Was ich an anderer Stelle bezüglich des Musikalischen in der Literatur für Thomas Pynchon und den so genannten postmodernen Roman im Allgemeinen bereits herausgestellt habe gilt […]


beitrag von SonntagsGesellschaft

Roberto Bolaños 2666 (I)

Die überwältigende Leere und was sich daraus lesen lässt Gewiss, es gibt Blickwinkel der Analyse, Ansatzpunkte zumindest, nach der sich die Güte eines literarischen Werkes einschätzen lässt. Gäbe es sie nicht, es wäre müßig über Kunst zu diskutieren. Nach solchen Möglichkeiten über die Qualität von Kunstwerken zu urteilen sucht die Sonntagsgesellschaft in der Auseinandersetzung mit […]


beitrag von Audioarchiv

“Jeder stirbt für sich allein.” Von der Notwendigkeit und Unmöglichkeit über den Tod zu sprechen.

Nachdem es in letzter Zeit häufiger (etwa hier) den Versuch einer materialistischen Auseinandersetzung mit dem Tod gegeben hat, organisierte die „Kritische Intervention“ in Halle eine Vortragsreihe über die „Notwendigkeit und Unmöglichkeit über den Tod zu sprechen.“
Oliver Decker sprach dabei über den Körper als Heils- und Handelsgut, Guido Sprügel unternahm eine gesellschaftskritische Betrachtung der Sterbehilfe, […]