tag ‘stadtraum’
Kommt zum Still ♥ing Ivi-”Block” May 8, 2013 | 11:01 pm

11. Mai 2013
16:00

Demonstration am 11.05.2013
Wohnraum für alle.

stilllovinAm 11.05.2013 wollen wir wieder gemeinsam gegen Verdrängung durch hohe Mieten, Wegrationalisierung von sozialen Einrichtungen und Räumung von selbstverwalteten Zentren, obwohl genug Leerstand vorhanden ist, auf die Straße gehen.

In Frankfurt sind manche Mietpreise so hoch wie in London – Verdrängung und Leerstand bestimmen das Stadtbild.

Wir wollen nicht weiter zusehen, wie ein Viertel nach dem anderen in kapitalistisches Niemandsland verwandelt wird und Menschen durch steigende Mietpreise in Armut verfallen.

Wir wollen eine Entwicklung der Stadt als Ganzes!

„Gentrifizierung ist so gesehen die unverfrorene und geschmacklose Ausgrenzung derer, die den Prozess, der die Stadt lebendig und lebenswert macht, immer wieder anstoßen.“

Gentrifizierung? Nicht mit uns.
Luxus für alle – Schimmel und Bruchbuden für keinen!

Demobeginn: 16Uhr am Römer, Frankfurt am Main

http://rechtaufstadtfrankfurt.blogsport.de/

AK Recht: Dokumentation und Stellungnahme IvI-Räumung April 29, 2013 | 03:16 pm

Zur freundlichen Beachtung:
#ivibleibt

In Folge der Räumung des Instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI) am vergangenen Montag gab es diverse Demonstrationen, Kundgebungen und andere Protestaktionen. Hierbei kam es zu martialischen Polizeiaufgeboten sowie zu einer Vielzahl von Rechtsbrüchen seitens der Polizei.

Räumung

  • Die Räumung des Hauses selbst wurde begleitet durch ein nicht zu rechtfertigendes Polizeiaufgebot. Mehrere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei sowie der Beweissicherungs- und Festnahme-Einheiten (BFE) waren vor Ort, um die komplette Senckenberganlage zwischen Messekreisel und Bockenheimer Landstraße über Stunden hinweg abzuriegeln. Zusätzlich wurde der Kettenhofweg 130 durch mehrere Reihen Hamburger Gitter abgeriegelt. Darüber hinaus standen mehrere Gefangenentransporter für hunderte Menschen bereit. Zur Öffnung und Durchsuchung des Hauses wurde außerdem ein vermummtes und schwer bewaffnetes SEK eingesetzt. All dies führte nicht nur zu einem massiven Eingriff in die Bewegungsfreiheit von Bürger_innen, sondern auch und vor allem zu einer starken Einschüchterung der anwesenden Aktivist_innen, die durch passiven Widerstand vor dem Gebäude gegen die Räumung protestierten.
  • Bei der Räumung der Straße vor dem Gebäude kam es zu mehreren verletzten Aktivist_innen. Mehrere Menschen erlitten Arm- und Handgelenksverletzungen durch die Auflösung der Blockade durch die Polizei sowie Prellungen und Quetschungen durch den Einsatz von Schildern, mit denen die Personen von der Straße geschoben werden sollten.
  • Abseits der Blockaden kam es zu einem gewaltsamen Übergriff durch die Polizei, als sie eine Gruppe von drei Personen, die abseits der Blockaden auf dem Boden saßen, zum Gehen aufforderten. Als sich diese Personen weigerten, wurden sie von mehreren Polizist_innen angegriffen. Hierbei wurde eine Person im Gesicht verletzt, indem ihr ein Polizist gezielt mit dem Helm einen Kopfstoß versetzte. Die Person musste im Krankenhaus behandelt werden.
  • Um gegen die Räumung zu protestieren, hängten Aktivist_innen zwei Transparente aus dem Treppenhaus des FLAT-Gebäudes (Forschung und Lehre am Turm). Obwohl dieses universitäre Gebäude weiterhin in Betrieb ist und sich dort Büros und Seminarräume befinden, drang daraufhin sofort eine Hundertschaft der BFE ein und durchsuchte das Gebäude. Nachdem sich diese Hundertschaft selbst im Gebäude eingeschlossen hatte, kam eine zweite hinzu, um sie zu befreien. Anschließend wurde für längere Zeit das Foyer durch Polizist_innen besetzt, um den Zugang dazu zu versperren. Studierenden und Mitarbeiter_innen wurde dadurch der Weg zu ihren Büros und Seminaren ohne jeglichen Anlass verunmöglicht.

Spontandemonstration Montag Nachmittag

  • Als Reaktion auf die Räumung kam es am Montagnachmittag zu einer Spontandemonstration an der Frankfurter Galluswarte. Auch hier waren bereits mehrere Hundertschaften der Polizei vor Ort. Die Demonstration wurde von Beginn an von einem Spalier begleitet, welches die Außenwirkung der Demonstration massiv beeinträchtigte. Auf der Mainzer Landstraße kurz vor dem Platz der Republik wurde die Demonstration von der Polizei gestoppt. Trotz der daraufhin erfolgenden Anmeldung und Routenabsprache wurde die Demonstration weiterhin von allen Seiten mit Polizist_innen umringt; immer wieder wurden Demonstrationsteilnehmer_innen abgefilmt.
  • Als die Demonstration auf dem Römerberg ankam, kam es außerdem zu einem Schlagstockeinsatz gegen Demonstrant_innen.

Tag X+1-Demonstration

  • Am Dienstagabend gab es eine Großdemonstration gegen die IvI-Räumung, an welcher sich ca. 2000 Menschen beteiligten. Bereits Stunden vor der Demonstration glich die Gegend rund um den Hauptbahnhof einer polizeilichen Besatzungszone. So waren mehrere Hundertschaften in der Kaiserstraße, der Taunusstraße sowie auf dem Willy-Brandt-Platz stationiert. Zusätzlich befanden sich mehrere Hundertschaften der Bundespolizei sowie angeforderte Hundertschaften aus Rheinland-Pfalz in den Straßen hinter dem Hauptbahnhof. Zu guter Letzt standen auf dem Messegelände über 150 Einsatzfahrzeuge sowie drei Wasserwerfer und ein Räumpanzer bereit. Auch der IG-Farben-Campus im Frankfurter Westend sowie das IvI wurde von einem großen Polizeiaufgebot bewacht. Vermutlich übertraf die Zahl der Polizist_innen die Zahl der Demonstrationsteilnehmer_innen.
  • Obwohl es sich um eine Demonstration mit spontanem Anlass handelte und es bereits eine Anmeldung und Routenabsprachen gab, kam es zu einer Vielzahl an willkürlichen Vorkontrollen von Demonstrant_innen. Hierbei kam es auch zu Platzverweisen für mehrere Personen. Dies stellt einen klaren Verstoß gegen das Versammlungsrecht dar, welches einen freien Zugang zu Versammlungen gewährleistet.
  • Von Beginn an wurde die Demonstration in einem engen Wanderkessel geführt. Mehrere Polizeiketten verhinderten das Verlassen der Demonstration sowie den Zugang zu ihr. Immer wieder wurde die Demonstration von einem engen Polizeispalier eingeengt, welches teilweise in weniger als einem Meter Abstand zur Demonstration lief. Die Sicht auf die Transparente war somit für Außenstehende nicht möglich, was die Außenwirkung der Demonstration massiv erschwerte. Der vordere Teil der Demonstration wurde zusätzlich zu den Einsatzhundertschaften der Bereitschaftspolizei von fünf Hundertschaften der BFE begeleitet. Im hinteren Teil der Demonstration war zusätzlich eine BFE aus Rheinland-Pfalz eingesetzt, welche nicht nur keine Namensschilder trug (was leider den Normalfall darstellt), sondern zusätzlich sämtliche weiteren Zugnummern und Abzeichen abgeklebt hatte. Somit hätte im Falle von Übergriffen nicht nur keine Einzelperson, sondern nicht einmal die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Hundertschaft identifiziert werden.
  • Über den gesamten Demonstrationsverlauf hinweg wurde die Demonstration konsequent abgefilmt. Teilweise waren bis zu zwanzig Kameras gleichzeitig auf Teilnehmer_innen gerichtet. Dieses Abfilmen wurde auch weitergeführt, nachdem der Anmelder mehrfach mit dem Einsatzleiter der Polizei abgesprochen hatte, dass das Filmen eingestellt wird. Entsprechende Durchsagen des Einsatzleiters wurden durch die Beamt_innen der BFE ignoriert. Sowohl durch die filmenden Beamt_innen als auch durch die Hundertschaftsführer der BFE wurde die Herausgabe von Namen oder Dienstnummern verweigert. Immer wieder wurden Demonstrant_innen, die sich unter Verweis auf die Anweisung des Einsatzleiters der Polizei über die Videoaufzeichnungen beschwerten, beleidigt und selbst abgefilmt. Das Bundesverfassungsgericht hat das Abfilmen von Demonstrationen ohne konkreten Anlass immer wieder für rechtswidrig erklärt.

Eingriff in die Pressefreiheit

  • Im Anschluss an die Demonstration wurde ein Fotojournalist durch die Polizei umzingelt und festgehalten, nachdem er einen Übergriff auf eine_n Demonstrant_in dokumentiert hatte. Er wurde dazu aufgefordert, seine Kamera abzugeben. Dies verweigerte er und zeigte seinen offiziellen Presseausweis für Fotojournalist_innen vor. Daraufhin wurde er für 45 Minuten festgehalten, bis er letztendlich wieder freigelassen wurde, da die Polizei keinen richterlichen Beschluss für die Beschlagnahme der Kamera erwirken konnte. Ihm wurde jedoch angekündigt, dass er mit einer Vorladung als Zeuge zu rechnen habe.Dieser Vorgang stellt einen massiven Eingriff in die Pressefreiheit dar. Bereits im Februar kam es bundesweit zu Hausdurchsuchungen bei Fotograf_innen, bei denen Kameras, Festplatten und andere Speichermedien beschlagnahmt wurden. Auch diese wurden durch die Frankfurter Staatsanwaltschaft beantragt und durchgeführt. Dass es jetzt im Rahmen der IvI-Räumung erneut zum Versuch kommt, die grundgesetzlich geschützte Freiheit der Presse auszuhebeln, zeigt, welches Verhältnis die Frankfurter Staatsanwaltschaft und Polizei zu demokratischen Grundrechten haben

Studentische Vollversammlung am Mittwoch

  • Am Mittwoch, dem 24.04.2013, fand die bereits seit mehreren Monaten angekündigte Vollversammlung der Studierendenschaft statt. Neben der Kriminalisierung der Studierenden durch die Uni-Leitung und der daraufhin erfolgten Schließung aller Mensen und Cafeterien sowie des House of Finance kam es auch hier zu polizeilicher Repression. So gab es mehrere Personalienkontrollen von Studierenden an den Stationen der Buslinie 75 – erneut ein krasser Verstoß gegen das Versammlungsgesetz.
  • Die Vollversammlung selbst wurde nach übereinstimmenden Informationen mehrerer Beobachter_innen durch Zivilpolizist_innen beobachtet. Diese waren durch Uniformen des universitären Sicherheitsdienstes getarnt. Ob die Universitätsleitung diesen Einsatz auf universitärem Gelände genehmigt hatte, ist bisher unklar. In jedem Fall handelt es sich um eine klare Kriminalisierung aller Studierenden, die an der Vollversammlung teilnahmen.
  • Die sich an die Vollversammlung anschließende Spontandemonstration wurde sofort beim Verlassen des Campus durch eine Hundertschaft der Polizei gestoppt. Hierbei erlitten mehrere Studierende leichte Verletzungen durch Faust- und Ellbogenschläge. Auch nachdem die Demonstration loslaufen durfte, wurde sie auf ihrem Weg durchs Frankfurter Westend immer wieder durch eine Polizeikette zum Anhalten gebracht.

„Es zeigt sich, dass die Frankfurter Polizei ihre im letzten Jahr im Rahmen der Blockupy-Proteste erprobte Strategie weiter vorantreibt,“ erklärt Florian Muhs, ein Sprecher des Arbeitskreises. „Das martialische und nicht zu rechtfertigende Polizeiaufgebot bei der Räumung und den anschließenden Demonstrationen dient einzig und allein der Einschüchterung von Demonstrant_innen und Aktivist_innen. Die Demonstrationsfreiheit ist und bleibt ein demokratisches Grundrecht, welches in Frankfurt immer wieder zur Disposition gestellt wird.“

„Besonders der erneute Eingriff in die Pressefreiheit zeigt noch einmal ganz deutlich auf, dass die Frankfurter Polizei grundgesetzlich geschützte Bereiche konsequent ignoriert,“ ergänzt Muhs. „Nachdem die Staatsanwaltschaft nach den Hausdurchsuchungen im Februar zurückrudern musste, versucht die Polizei zweieinhalb Monate später, genau die gleichen Eingriffe durchzusetzen. Es ist erfreulich, dass sich dieses Mal zu Recht kein_e Ermittlungsrichter_in bereit erklärt hat, diesen Eingriff mitzutragen. Alleine der Versuch seitens der Polizei ist jedoch skandalös.“

Der AK Recht befürchtet, dass sich die in der letzten Woche zu beobachtenden Notstandsübungen der Frankfurter Polizei bei den Protesten gegen den Aufmarsch der NPD am 1. Mai fortsetzen werden.

http://akrechtunifrankfurt.wordpress.com/2013/04/29/dokumentation-und-stellungnahme-ivi-raumung/

Dokumentation und Stellungnahme IvI-Räumung

Kundgebung und Aktionen auf dem Römer gegen die kulturfeindliche Politik der Römerkoalition April 24, 2013 | 09:17 pm

25. April 2013
17:00

#ivibleibt Kundgebung und Aktionen auf dem Römer gegen die kulturfeindliche Politik der Römerkoalition

i<3iviWelturaufführung:
Burn Out, Frankfurt, Burn Out
Krachkonzert mit Dissonanzen

Ab 14h30 ist das Ivi erneut Thema im Haupt- und Finanzausschuß (Tagesordnungspunkt 4), ab 16h in der Stadtverordnetenversammlung (Tagesordnung I, Top 9)
Gemeinsamer Antrag der SPD, der LINKE. und der Piraten: http://www.stvv.frankfurt.de/parlis2/parlis.php

Heute! Bundesweite Tag X+1 Demo April 23, 2013 | 01:14 pm

23. April 2013
18:00

EA-Nummer: 069 – 79 82 80 95 (ab 18h)
http://akrechtunifrankfurt.wordpress.com/

Am Tag nach der Räumung!
18 Uhr Kaisersack

Fb: http://www.facebook.com/events/254109721391880/

Nehmt ihr uns das IvI ab..

Am frühen morgen des 15.2.2013 fand die Gerichtsverhandlung gegen die erfundene GbR IvI statt. Die Verhandlung dauerte stolze fünfzehn Minuten und endete mit einem Versäumnisurteil gegen die nicht
erschienene GbR, das eine sofortige Räumung des IvI ermöglicht. Das heißt eine Räumung des seit 2003 besetzten Hauses in Bockenheim ist ab jetzt täglich möglich. Am Tag nach der Räumung rufen wir dazu auf, sich an der überregionalen Demonstration unter dem Motto “IvI geht weiter! Wir nehmen uns was wir brauchen!” zu beteiligen. Wir wünschen uns eine kraftvolle, entschlossene Demonstration, um unserer Wut Ausdruck zu verleihen.

This is a story that must be told..

Das Institut für vergleichende Irrelevanz wurde 2003 im Rahmen der Student_innenproteste besetzt. Seit dem nimmt sich kritisches Denken hier Zeit und Raum. Unter dem Motto Theorie*Praxis*Party finden im IvI
autonome Tutorien und Lesekreise, Veranstaltungen zu verschiedensten Themen, aber auch Barabende, Partys und Konzerte statt.
Neun Jahre lang haben hier viele Menschen einen Raum gefunden, in dem sie sich gerne aufhalten, abseits von Antisemitismus, Sexismus, Rassismus, Homo*Transphobie und heteronormativer Scheiße.
Im Februar 2012 wurde durch die Uni Frankfurt bekannt, dass das Gebäude an die stadtbekannte Immobilienfirma Franconofurt AG für den Spottpreis von ca. einer Million Euro verkauft wurde.

Francono who?

Die Immobilienfirma Franconofurt AG ist in Frankfurt dafür bekannt Häuser zu kaufen, sie dann zu sanieren und umzubauen und dadurch die Mieten ins Unermessliche steigen zu lassen. So werden eben alle, die nicht das Geld dazu haben, aus ihren Wohnungen und Häusern verdrängt und sind gezwungen in Randstadtteile zu ziehen, die im Rahmen von Stadtumstrukturierung noch nicht “aufgewertet”; wurden. Der charismatische Vorstandssprecher der Franconofurt AG, Christian Wolf, lässt tief blicken, wenn er davon spricht, dass er Leute kenne, die das Problem mit solchen Störenfrieden längst mit einem Baseballschläger gelöst hätten. Während er sich selber gönnerhaft zu profilieren sucht, der ja nicht zu solchen Mitteln greifen würde, ist er nicht müde geworden dem IvI für jede Veranstaltung der letzten Monate den Gerichtsvollzieher auf den Hals zu hetzen oder wiederholt Bautrupps los zu schicken, welche die Infrastruktur des Instituts (z.B. Strom und Wasserleitungen) beschädigen und die Nutzer_innen einschüchtern sollten.

IvI geht weiter…

Es wäre ein Irrglaube von Seiten der Stadt Frankfurt, Parteien, Franconofurt AG und anderen Arschlöchern zu glauben, dass wir das Projekt aufgeben. Selbstverwaltete Projekte mit soziokulturellem Anspruch wie das IvI finden in Frankfurt kaum noch Raum. Sie passen nicht in das scheinheilige, gepflegte Bild der Stadt. Mehrere Tausend Zwangsräumungen in den vergangenen Jahren, der Bau der neuen EZB und der Umzug des Campus Bockenheim auf den IG-Farben Campus zeigen wo es
hingehen soll. Doch wir werden weiter für unsere Sache einstehen, gegen Gentrifizierung, für autonome Zentren, eben gegen die Gesamtscheiße!

Kommt alle am Tag nach der Räumung nach Frankfurt!
Die Stadt gehört uns allen! Für die Erhaltung und Schaffung selbstorganisierter Räume!

Video von der Räumung April 23, 2013 | 12:08 pm

Video der Räumung des Instituts für vegleichende Irrelvanz am 22.04.2013.
Kommt heute um 18 Uhr zur Demo am Kaisersack!
IvI geht weiter!

Einladung zur Pressekonferenz 19.04.13, 11:00 April 18, 2013 | 02:48 am

19. April 2013
11:00

Zur freundlichen Beachtung:

Einladung zur Pressekonferenz zum Semesterstart
19.04.2013, Freitag um 11:00 Studierenhaus K4, Mertonstrasse 26-28, 60325 Frankfurt am Main.

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchten wir Sie zu unserer Pressekonferenz am kommenden Freitag einladen.
Auf der Pressekonferenz werden eine Referentin aus Marburg, eine Referentin der TU Darmstadt, ein AStA-Vorstand der Goethe Uni und eine Pressesprecherin des Insitut für vergleichende Irrelevanz (kurz: IVI) teilnehmen.
Unter anderem wird es um die mit dem Semesterstart immer stärker hervortretenden Probleme der Universitäten in Hessen gehen. So soll ein Blick auf die Wohnraumsituation bzw. Studiensituation geworfen werden. Weiterhin soll exemplarisch ein Blick auf die Unterfinanzierung der Fachbereiche geworfen werden.
Weiterhin wird der Aktionstag am nächsten Mittwoch, dem 24.4.13, vorgestellt.

http://asta-frankfurt.de/

Prozess gegen Aktivistin der Oberen Austraße 7 in Mainz April 4, 2013 | 01:50 pm

10. April 2013
13:30

Zur freundlichen Beachtung:

10. April 2013, 13.30, Amtsgericht Mainz, Saal 113

prozessflyer-neu“Im August 2012 wurde ein leerstehendes Haus in der oberen Austraße 7 in Mainz von engagierten Menschen instandbesetzt und zu einem offenen sozialen, kulturellen und politischen Zentrum umgewandelt. Die Eigentümerin Stadtwerke Mainz AG stellte jedoch einen Strafantrag und ließ das Hausprojekt am 28.8 von der Polizei räumen. Nun droht denen Strafe die sich laut Polizei an der Besetzung beteiligt haben.

Am 10.04. findet der erste Prozess wegen Hausfriedensbruch gegen eine junge Aktivistin statt.
Gegen weitere Personen wurden Strafbefehle erlassen und es werden vorrausichtlich noch einige Gerichtsverhandlungen gegen die Engagierten der oberen Austraße 7 folgen.

Wir rufen alle Menschen, die sich mit dem Projekt und seinem Anliegen solidarisch zeigen, dazu auf, zahlreich zum Prozess zu erscheinen um die Angeklagte zu unterstützen.

Über ein halbes Jahr ist die Besetzung der Oberen Austraße 7 nun her. Wie schon durch die völlig überzogene Räumung im August, lassen die Verantwortlichen noch immer nicht davon ab, das Hausprojekt nachträglich zu entpolitisieren und das Engagement der Aktivist_innen zu kriminalisieren .
Die Absicht liegt klar auf der Hand: Die Aktivistjnnen sollen durch die strafrechtliche Verfolgung und die Vereinzelung eingeschüchtert und verunsichert werden, damit die freiraumfeindliche Politik in Mainz aufrechterhalten werden kann.

Für Stadt und Justiz ist die Besetzung von Leerstand kriminell, aber solange Menschen in Mainz und anderswo gezwungen sind auf der Straße zu leben und Bürger_innen der Stadt jeglicher Freiraum zur Begegnung oder künstlerischen Entfaltung verwehrt wird, bleiben Hausbesetzungen ein legitimes wie notwendiges Mittel, um sich gegen diese Ungerechtigkeit zu wehren.

Die Stadt Mainz und die Stadtwerke machen Politik gegen die Menschen, aber das erzeugt unseren Widerstand. Lasst uns deshalb am 10.04. gemeinsam zur Verhandlung gehen um zu zeigen, dass wir noch immer entschlossen hinter unseren Ideen stehen und uns von staatlicher Repression nicht einschüchtern lassen!

Angeklagt ist Eine - Gemeint sind wir alle!”

Mehr Infos auf www.squatmainz.org

Flyer: vorne/hinten

Semesterstart-Rave am 19.04.13, Start: Studihaus April 3, 2013 | 02:01 pm

19. April 2013
21:00

Zur freundlichen Beachtung:

Das Protestplenum empfiehlt:

Wenn die Uni auf den neuen Campus umzieht, sich umstrukturiert und dabei die grundlegendsten Forderungen der Studierenden ignoriert werden; wenn Kameraüberwachung
alltäglich ist und die Uni einen hauseigenen Sicherheitsdienst beschäftigt; wenn wir behandelt werden wie Kundschaft…
Wenn die Stadtpolitik nichts mit den Bedürfnissen der Menschen zu tun hat, wenn Menschen von ihren „Freunden und Helfern“ aus ihren Wohnungen vertrieben werden…
… und Kritik nicht gehört wird:
Dann müssen wir zeigen, dass es unsere Uni ist; dass es unsere Stadt ist. Lasst uns tanzen auf den Straßen, dass die ganze Welt es mitbekommt!
Kommt zahlreich, seid bunt, seid laut! Gude Laune…!

19.04.2013; 21:00 Uhr Rave; Start: Studierendenhaus, Campus Bockenheim.
24.04.2013; 14:00 Uhr Vollversammlung auf dem IG-Farben Campus.

http://ffmdieunibrennt.wordpress.com/

TheoriePraxisParade March 20, 2013 | 12:10 pm

23. März 2013
16:00

tpp2Startpunkt Beethovenplatz.

Route: Kettenhofweg, Alte Oper, Fressgass, Goethe-Denkmal, Kaisersack.

Aufruf zur TheoriePraxisPartyPARADE am 23.3.2013 um 16 Uhr am Beethovenplatz(Sponti-Villa/Restwestend) für die IVI-WELTHERRSCHAFT unter dem Motto: NO RISK! NO FUN! ANGRIFF IST DIE BESTE VERTEIDIGUNG!

Mit dem Wiedererscheinen des sagenumwobenen ‘goldenen Pflastersteins’ im Frühjahr 2012 hatte sich bekanntlich die letzte Prophezeiung(MEW23) erfüllt, die unweigerlich zur IVI-WELTHERRSCHAFT führt.

Zur Erinnerung:

Den ‘goldenen Pflasterstein’ hatte zuletzt Joschka Fischer persönlich in den Händen, als er ihn bei den äusserst heftigen Strassenschlachten zur Verteidigung der Hausbesetzung Kettenhofweg 51 am 28.3.1973 in die hintere Bullenkette rechts aussen warf.

Seit diesem Tag war der ‘goldene Pflasterstein’ verschwunden, bis er bei Strassenbauarbeiten im Kettenhofweg 130 im letzten Jahr wieder auftauchte.

Seitdem ist nicht nur ein Haufen Wasser den Main runtergeflossen, sondern auch ausgiebig und erschöpfend über das Thema geredet worden wie, ob und warum das Institut für vergleichende Irrelevanz nun von der Polizei geräumt werden soll oder nun doch wieder nicht oder wieder doch u.s.w. u.s.f…..

Der vielen Worte ein wenig überdrüssig schreitet nun das BÜRO FÜR UNLÖSBARE AUFGABEN im INSTITUT FÜR VERGLEICHENDE IRRELEVANZ zur Tat, nachdem das Landgericht Frankfurt das oberste Gebot, nachdem DIE PARTEI (DAS IVI) immer recht hat, äusserst sträflich missachtet hat, um den unwiderbringlichen Anspruch auf  IVI-WELTHERRSCHAFT noch einmal ganz, ganz energisch zu untermauern.

Dafür ruft das BÜRO FÜR UNLÖSBARE AUFGABEN die werkuntätigen Massen für  Samstag, den 23.März 2013 dazu auf sich zur TheoriePraxisPartyParade  auf dem Beethovenplatz(Sponti-Villa/Restwestend) um 15 Uhr zu versammeln und alles was Krach und Spass macht mitzubringen.

Diverse Kooperationsgespräche mit dem Wettergott mit der Bitte um Eitel Sonnenschein blieben bisher ergebnislos.

Falls sich aber am Samstag, pünktlich um 15 Uhr  MEZ , nicht wenigstens ein Funken Sonnenschein am grauen Frankfurter Stadthimmel zeigen sollte, lässt dies nur eine Interpretation zu:

Die Zeichen stehen auf Sturm!

Fb

Hinweis auf eine Gedenkveranstaltung am 14.03. um 17.30 Uhr für die Ermordeten des KZ Adlerwerke (Gallus) March 13, 2013 | 03:05 pm

14. März 2013
17:30

Zur freundlichen Beachtung:

Mitten in Frankfurt. Mitten im Gallus.

Am 14.3.1945, wenige Tage vor Kriegsende, flohen der 19jährige Adam Golub und der 21jährige Georgij Lebedenko aus dem KZ Adlerwerke. Sie versuchten, sich im Gallusviertel zu verstecken. Die SS-Wachmannschaften begannen sofort mit der Suche, an der sich die halbe Nachbarschaft beteiligte. Beide wurden von der SS auf offener Straße vor den Häusern an der Ecke Lahnstraße /Kriegkstraße erschossen.

Im KZ Adlerwerke mussten bis zu 1600 Menschen Zwangsarbeit verrichten. Viele von ihnen waren Überlebende des Warschauer Aufstandes. Die Todesrate im KZ Adlerwerke übertraf die aller hessischen KZ-Außenlager.

Durch Forderungen der LAGG (Leben und Arbeiten im Gallus und Griesheim) und der IGV (Initiative gegen das Vergessen) konnte am 14. März 1998 im Rahmen einer Gedenkveranstaltung ein bis dahin namenloser Platz im Gallusviertel in Golub-Lebedenko-Platz umbenannt werden.

Am 14.3.2013, dem 68. Jahrestag der Ermordung von Adam Golub und Georgij Lebedenko, möchten wir in einer öffentlichen Gedenkveranstaltung allen im KZ Adlerwerke Ermordeten gedenken.

Der jahrelange Betriebsratsvorsitzende bei Triumph-Adler, Lothar Reininger, der die Auseinandersetzungen um die Aufarbeitung der Verbrechen der Adler-Werke und für die Entschädigung der Überlebenden maßgeblich vorangetrieben hat, wird in einer Rede in die Geschichte des KZ Adlerwerke einführen und die wesentlichen Etappen der Auseinandersetzung beschreiben.

Ort: Golub-Lebedenko-Platz (nähe Galluswarte)

PM der Veranstalter_innen

Programm der Aktion 15.2. KW 10: (K)Ein Ende in Sicht March 4, 2013 | 11:39 am

4. März 2013bis7. März 2013
Zur freundlichen Beachtung:

Wie angekündigt folgen am heutigen Abend die Veranstaltungsankündigungen zur vorerst letzten Aktionswoche kritische Psychologie durch die Aktion 15.2. im Kontext der Besetzung der Myliusstraße 20. Dass es damit nicht getan ist – und auch nicht getan sein wird, steht schon fest. Unsere Kritik lässt sich nicht mundtot machen! Und: IVI bleibt stabil und geht weiter!

Montag, 04.03., 18.00 Uhr, KII, Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Psychoanalyse als Methode: Instrumente einer kritischen Perspektive
(Erica Augello) [Fortsetzung vom 25.02., Neuzugänge möglich]

Dienstag, 05.03., 16.00 Uhr, TuCa (Raum 501), AfE-Turm, Campus Bockenheim
Lesekreis zu Marcuses „Psychoanalyse und Politik“

Dienstag, 05.03., 20.00 Uhr, Café KoZ, Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Zur Sozialpsychologie von „Nazi-Vergleichen“ am Beispiel von Achtundsechzig
(Jan Lohl) [Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Universitäts-AStA]

Mittwoch, 06.03., 16.00 Uhr, KII, Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Mitscherlich revisited: Die Unwirtlichkeit unserer Stadt
(David Malcharczyk)

Mittwoch, 06.03., 20.00 Uhr, KV, Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Filmvorführung mit Diskussion „Jacques Lacan spricht“

Donnerstag, 07.03., 18.00 Uhr, Festsaal, Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Zum neoliberalen Sozialcharakter
Prof. Dr. Dr. Rolf Haubl, Direktor des Sigmund-Freud-Instituts Frankfurt a.M.
[Abschlussvortrag der Aktionswochen kritische Psychologie]

Weitere und auch ausstehende, zumeist wegen Krankheit ausgefallene und noch nicht nachgeholte Veranstaltungen, werden vorraussichtlich im April/Mai 2013 stattfinden.

http://aktion152.blogsport.de/

Gemeinsame Pressekonferenz des AStA der Universität Frankfurt/Main mit der Aktion 15.2. February 28, 2013 | 01:02 pm

1. März 2013
13:00

Zur freundlichen Beachtung:

hiermit laden wir Sie zur gemeinsamen Pressekonferenz des AStA der Universität Frankfurt/Main mit der Aktion 15.2. ein.
Die Konferenz findet am Freitag, dem 01.03.2013, um 13.00 Uhr im Festsaal des Studierendenhauses Bockenheim, Mertonstrasse 26-28, statt.

Auf dem Podium werden Sie Vertreter_innen des Aktionsbündnisses 15.2., des AStA, von IVI Cube und außerdem Dr. med. Leuschner, ehemals stellvertretender Leiter des Sigmund-Freud-Instituts (SFI), informieren und Ihnen für Fragen zur Verfügung stehen.
Dabei wird die Aktion 15.2. ein Resümee ziehen. Es werden neue Erkenntnisse zur Räumung der Myliusstrasse 20 (SFI-Sitz) am 18.02. offengelegt. Der Programmabschluss der Aktionswochen für kritische Psychologie wird vorgestellt. Daran anschließend wird auf die Perspektiven kritischer Wissenschaften und selbstorganisierter Räume in Frankfurt eingegangen. Die Zukunft des Instituts für vergleichende Irrelevanz (IVI) steht somit zur Diskussion.

Mit freundlichen Grüßen

AStA der Universität Frankfurt/Main”

http://aktion152.blogsport.de/
http://asta-frankfurt.de/

Nachmeldungen Programm der Aktion 15.2. February 27, 2013 | 05:30 pm

27. Februar 2013bis7. März 2013

Mittwoch, 27.02., 21.00 Uhr, KV, Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Filmvorführung mit Diskussion „Jacques Lacan – Die neu erfundene Psychonanalyse“ und gegebenenfalls im Anschluss „Jacques Lacan spricht“

Donnerstag, 28.02., 16.00 Uhr, KII, Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Mitscherlich revisited: Die Unwirtlichkeit unserer Stadt

Donnerstag, 28.02., 18.00 Uhr, Bornheim-Mitte, Uhrtürmchen
Demonstration “Verdrängung erkennen – Leerstand nutzen” des AK Leerstand

Freitag, 29.02., 13.00 Uhr, Festsaal, Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Pressekonferenz der Aktion 15.2. mit Vertreter_innen des Bündnisses und weiteren Personen (wird nachgemeldet)

Freitag, 01.03., 16.00 Uhr, KV, Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Einführung in die Kulturindustrie Theorie nach Adorno/Horkheimer
(Dany Keil)

Freitag, 01.03., 20.00 Uhr, KV, Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Woody Allen-Filmeabend mit Kommentierung/Diskussion im Anschluss an Adorno und Freud

TO BE CONTINUED! Das Programm läuft bis zum 7. März.
Für die abschließende Woche wird das Programm am Abend des 3. März ergänzt.

Für die nächsten Tage auch noch in Planung sind folgende Veranstaltungen:

Geschichte des Sigmund-Freud-Instituts
Geschichte der Psychoanalyse
Psychoanalyse vor, während und nach dem Nationalsozialismus
Mysterium Burnout
Kulturindustrie
Adornos Sprachtheorie
Neuer Opferdiskurs und Neonationalismus
Antisemitismus und Rassismus in der NS-Schülerzeitschrift „Hilf mit!“

http://aktion152.blogsport.de

Häuserkämpfe im Westend. Vortrag und Diskussion February 26, 2013 | 11:35 am

26. Februar 2013
20:00

Die ursprünglich für das besetzte Haus im Großen Hirschgraben geplante Veranstaltung zu den Häuserkämpfen im Frankfurter Westend wurde wegen der Räumung verlegt ins Ivi, Kettenhofweg 130. Termin ist Dienstag, 26.02.2013, 20 Uhr.

Thema sind die Häuserkämpfe der 1970er Jahre in Frankfurt sowie die lokalen Kräfteverhältnisse, in deren Kontext die Besetzungen und Mietstreiks stattfanden. Während sich die Kräfteverhältnisse seitdem grundlegend gewandelt haben, stellen die Idee anti-autoritärer Organisation und die Politik der ersten Person Traditionslinien dar, die in den Besetzungen bis heute großes Gewicht besitzen. Insofern könnte die Veranstaltung eine gute Gelegenheit sein, auch die aktuellen Entwicklungen politisch zu diskutieren.

Heutige Workshops der Aktion 15.2. February 25, 2013 | 02:47 pm

25. Februar 2013
18:00
20:00

Montag, 25.02., 18.00 Uhr, KII, Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Psychoanalyse als Methode: Instrumente einer kritischen Perspektive
(Erika Augello)

Montag, 25.02., 20.00 Uhr, KII, Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Workshop: Lorenzer und Laplanche
(Julia König, Nadine Teuber)

http://aktion152.blogsport.de/

“Verdrängung erkennen – Leerstand nutzen”-Demonstration February 25, 2013 | 11:15 am

28. Februar 2013
18:00

Zur feundlichen Beachtung:

18.oo, Bornheim-Mitte, Uhrtürmchen

EA-Nummer jetzt! 069 – 79 82 80 95
http://akrechtunifrankfurt.wordpress.com/

Am Donnerstag den 28.02. wollen wir gemeinsam gegen Verdrängung durch hohe Mieten, Wegrationalisierung von sozialen Einrichtungen und Räumung von selbstverwalteten Zentren, obwohl genug Leerstand vorhanden ist, auf die Straße gehen.

Modernisierung, hohe Mieten, Mieterhöhung nach Mietspiegel, unnütze Sanierungen in Luxuswohnungen, dafür aber jede Menge ungenutzter Büroraum. Zwangsräumung ist nur die gewalttätigste Art der Verdrängung.

Wir wollen eine Stadt, in der das Wohnen ein bedingungsloses Recht aller ist, unabhängig davon welche materiellen Ressourcen ihnen zur Verfügung stehen und egal, in welche Kategorie von »Nützlichkeit« irgendwer gesteckt wird.

Für die Schaffung und den Erhalt von selbstverwalteten (Frei-)räumen sowie einer wohnraumorientierten Stadtgestaltung!

Facebook-Event: http://www.facebook.com/events/490366871026521/

Checkt: http://www.leerstandsmelder.de/frankfurt

Pressemitteilung der Gruppe Recess vom 23.02.2013 February 24, 2013 | 12:19 am

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Pressemitteilung der Gruppe Recess vom 23.02.2013 zur Räumung des Großen Hirschgraben 17-19

Nach etwas mehr als 24 Stunden wurde heute die Besetzung der Gruppe Recess im Großen Hirschgraben 17- 19 polizeilich geräumt. Zum Zeitpunkt der Räumung fand im Freitagnachmittag von Schüler_innen besetzten, ehemaligen Gebäude des Börsenvereins des deutschen Buchhandels ein Lesekreis zum Verhältnis von Kunst und Utopie bei Theodor W. Adorno statt. Die Besetzer_innen verließen missmutig nach der ersten polizeilichen Aufforderung das Gebäude, da im Angesicht hunderter BFE-Beamter Widerstand zwecklos schien.

Gestern noch hatten die Besetzer_Innen mit einem offenen Brief auf das Gesprächsangebot des Vorsitzenden der ABG-Holding Junker reagiert. Dieser erklärte sich nur unter der Voraussetzung der Nennung einer haftbaren Rechtsperson zu Gesprächen bereit. Darauf wollten die zum Teil noch minderjährigen Besetzer_Innen nicht eingehen. In dem offenen Brief forderten sie allerdings „die Gesamtheit der politischen Akteure in Frankfurt auf, Leerstände aktiv nutzbar zu machen.“

Die ABG Holding ist gemeinsam mit der Stadt Frankfurt Eigentümerin des Gebäudes im Großen Hirschgraben.

Am 19. Februar lies Alfred Gangel in der Frankfurter Rundschau verlautbaren, dass er sich auf die Suche nach einem Ersatzobjekt für das IVI begeben würde, wenn er den politischen Auftrag dafür bekäme. Heute fuhr er mit Hundertschaften vor dem besetzten Haus im Grossen Hirschgraben vor. Er verweigerte sich einem Gespräch mit den Besetzer_Innen und koordinierte statt dessen mit den Polizeikräften die Räumungsaktion. Zu einem Gespräch ist er erst am Montag bereit. Das nun gesprengte Plenum berät sich über das weitere Vorgehen.

„Ich bin wütend darüber, dass dieses leerstehende Gebäude nicht genutzt werden darf und verstehe die dahinter stehende Politik des künstlich erzeugten Mangels nicht,“ ärgert sich Shoshanna C.

Jenseits der bürgerlichen Monokultur, mit ihren normierten Reservaten fürs Wohnen, Feiern, Lernen und Arbeiten, scheint in der aufgewerteten Frankfurter Innenstadt keine Form selbstbestimmter Lebensäußerung vorgesehen zu sein. „Dass die Stadt weiterhin Gelder im sozialen Sektor kürzt und die Mietpreise weiter steigen, macht es notwendig, Projekte wie dieses eigenständig zu organisieren und zu bespielen.“ sagt Karsten Pier. „Das fingierte Verständnis für das Anliegen, leerstehende Räume vielfältig und selbstbestimmt zu nutzen, verpufft in dem Moment, in dem auf dem restriktiven rechtlichen Rahmen, der eine Verbindung von Wohnraum, Arbeits- und Veranstaltungsräumen nicht vorsieht, beharrt wird. Wo der politische Wille fehlt, müssen wir die sozialen Notwendigkeiten sichtbar machen!“

Durch die Besetzung wurde erneut auf den immensen Leerstand in Frankfurt, und auf das Bestreben diesen zu nutzen, hingewiesen. Die Besetzer_Innen solidarisierten sich mit dem Institut für vergleichende Irrelevanz und der Aktivist_Innen der drei Besetzungen des letzten Wochenendes. Den verantwortlichen der Stadt Frankfurt entgegnet Shoshanna C.: „Ihr könnt weiterhin euer sauberes Frankfurt planen, doch dabei müsst ihr mit denen rechnen, die ihr nicht einkalkuliert!“ Noch für heute Abend wurden von Sich-Solidarisierenden Aktionen angekündigt. Für Donnerstag Abend ist unter dem Motto „Verdrängung erkennen – Leerstand nutzen“ eine Demonstration um 18Uhr am Uhrtürmchen in Bornheim angekündigt. Ein Aktivist vor dem geräumten Gebäude spricht aus, was viele denken: „Wenn sie es darauf anliegen, können sich Frankfurt und Franconofurt auf eine anstrengende IVI-Räumung gefasst machen.“

Neue Hausbesetzung in Frankfurt am Main February 22, 2013 | 07:26 pm

Zur freundlichen Beachtung:

Pressemitteilung von Recess vom 22. Februar 2013:

Am 22.02.2013 wurde das Haus im Grossen Hirschgraben 17-19 besetzt.

„Wir haben uns absichtlich ein zentrales Gebäude mitten in der Stadt ausgesucht um für alle sichtbar zu sein“: erklärt Annika C. die Wahl des Gebäudes und führt weiter aus: „Um ohne Druck gemeinsam lernen und abseits von Autoritäten „abhängen“ zu können, ist es notwendig offensiv gegen Antisemitismus, Antiziganismus, Sexismus, Rassismus, Lookism und Homophobie Position zu beziehen, diese im Alltag nicht zu verlassen.“

„Das seit 2003 besetzte Institut für vergleichende Irrelevanz ist für viele Frankfurter_innen, gerade für uns Schüler_innen, der letzte Raum in dem wir uns in dieser Stadt selbst bestimmt kritische Theorie aneignen und andere Erfahrungen im Umgang mit gesellschaftlichen Widersprüchen machen können“, meint Shoshanna R. „das heißt, dass unsere Inhalte durch unsere Interessen, statt vom Lehrplan bestimmt werden! Also machen wir Lesekreise, organisieren Partys – auf denen wir uns zur Abwechslung mal wohl fühlen – und versuchen einen Raum abseits der Leistungsgesellschaft zu konstruieren.“

Die Besetzung des Sigmund Freud Instituts vergangene Woche (16.2) regte die Schüler_innen dazu an einen drohenden Wegfall des IvIs ebenfalls mit einer eigenständigen Besetzung zu beantworten.

„Das offensichtliche Bedürfnis nach selbstorganisiertem Raum für die kritische Entfaltung des Lebens wird kriminalisiert statt unterstützt“ kritisiert Annika C. am Beispiel des Sigmund Freud Instituts. Trotz einer Vereinbarung zwischen Besetzenden & -sitzenden über eine Zwischennutzung für eine Woche, wurde das Direktorium durch das Land Hessen dazu genötigt räumen zu lassen.

Doch das hat die Besetzerinnen des Grossen Hirschgrabens nicht beeindruckt, dort soll unter anderem ein offenes, selbstorganisiertes Schüler_innen Café entstehen. Voller Begeisterung erzählt Shoshanna von den Plänen der Schüler_innen: „Wir wollen internationale Film- und Serienabende veranstalten, selbstorganisierte Nachhilfe- und Lerngruppen ins Leben rufen, Workshops zu Popmusik und Produktion von elektronischer Musik organisieren oder einfach „nur“ in Ruhe miteinander Zeit verbringen.“

Pressekontakt :
015779165016
recessffm@yahoo.com

http://recessffm.wordpress.com/

Einladung zur Pressekonferenz – “IvI-Cube” February 20, 2013 | 03:05 pm

22. Februar 2013
10:00

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind eine Initiative ehemaliger NutzerInnen des Instituts für vergleichende Irrelevanz (Ivi), deren berufliche Tätigkeit heute kein ähnliches zeitintensives Engagement mehr zulässt, die aber der festen Überzeugung sind, dass es solche selbstverwalteten Räume wie das Ivi weiterhin geben muss.
Daher möchten wir in dem schwelenden Konflikt zwischen den NutzerInnen des Ivi und der Firma Franconofourt einen Vermittlungsvorschlag in Form eines alternativen Objekts machen. Wir haben dafür eine inhaltliche wie architektonische Planung sowie einen Kostenplan erstellt.
Um Ihnen dieses neue Objekt zu präsentieren, laden wir Sie zu einer Pressekonferenz ein,

am:
Freitag, dem 22.02.2013 um 10 Uhr
im Institut für Sozialforschung, 1.Stock (Adorno-Bibliothek)

gez.
Bini Adamczak, Dr. Sonja Buckel, Katrin Einert, Dr. Sabine Flick, Dietmar Flucke, Dr. Felix Hanschmann, Jun. Prof. Dr. John Kannankulam, Julia König, Dr. Daniel Loick, Flo Maak, Alexandra Ommert, Dr. Nadine Teuber

SFI geräumt – PM der Aktion152 vom 18.2.2013 February 18, 2013 | 10:50 pm

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PM der Aktion152 vom 18.2.2013:
Myliusstr. 20 geräumt – Veranstaltungsprogramm wird fortgesetzt – Aktion 15.2. nicht am Ende

Das am Samstag, dem 16.02.2013, besetzte Haus in der Myliusstraße 20 wurde heute gegen 18 Uhr in Anwesenheit der Polizei und dem Direktor des Sigmund-Freud-Instituts Herr Haubl von den momentanen Nutzer_innen geräumt. Die Anwesenden verließen – wie von vornherein kommuniziert – nach Aufforderungen das 2014 endlich wieder dem SFI zur Verfügung stehende Gebäude. Zuvor hatte Herr Haubl erklärt, alle Plädoyers beim Land, die Aktion 15.2. bis zum Samstag oder doch zumindest noch eine Weile verweilen zu lassen, seien gescheitert. Zu groß müssen die Drohgebärden der Landesregierung gegen das SFI-Direktorium ausgefallen sein, als dass ein anderer friedlicher Ausgang der anfangs tolerierten Besetzung noch denkbar gewesen wäre.

„Wer hier auf Krawall gebürstet ist, dürfte völlig klar sein. Nachdem der Dialog zwischen SFI und Aktion 15.2. reibungslos verlief und von gegenseitigem Verständnis geprägt war, stieß gerade dies wohl jemandem in Wiesbaden auf. Noch immer deprimiert, von der Frankfurter Bevölkerung nicht innig geliebt zu werden, lässt Boris Rhein Luft ab und setzte den Repressionsapparat, dem er vorsteht, in Gang“, erläutert Moshe Anhan. Anscheinend übte – tatsächlich: in persona – der Innenminister einen derartigen Druck auf das SFI aus, dass sich diesem keine Alternative mehr bot, als der Räumung stattzugeben.

Auf der Pressekonferenz am Mittag war das Aktionsbündnis noch von einer weiterhin gelingenden Zeit bis Samstag, voll von Veranstaltungen und Diskussionen, ausgegangen. Zwar war bereits bekannt, dass Hinterzimmergespräche zu Ungunsten der Hausnutzer_innen stattfanden. Doch die Dringlichkeit mit der sich die Landesregierung hier einmischte und eine sofortige Aufkündigung der getroffenen Absprachen forcierte, überraschte sämtliche Aktivist_innen.

„Die Landesregierung wollte eine Eskalation, um uns an der Artikulation unserer Kritik zu hindern. Gerade in Wahlkampfzeiten scheint ihr unser Versuch zu selbstorganisierter Theoriearbeit ein besonders großer Dorn im Auge gewesen zu sein“, Margarete Rothschild bedauert: „Die herrschaftsförmige Politik, der Boris Rhein anhängt, hat hingegen die Unmündigkeit und projektive Ausgrenzungen zur Basis.“

Noch um 16 Uhr strömten Menschen hinzu, um an der Einführung in die Methode der Psychoanalyse anhand der aktuellen Sexismusdebatte teilzunehmen. Doch einem derart sensibles Thema war mit dem Chauvinisten Boris Rhein im Rücken und den vorfahrenden Einsatzfahrzeuge vor der Tür nicht mehr gerecht zu werden. Die Referentin, selbst Mitarbeiterin des SFI, will den Workshop jedoch nachholen. Immerhin konnte ein Lesekreis zu Foucaults „Was ist Kritik?“ noch bis unmittelbar vor dem Anrücken der Polizei umgesetzt werden. „Es zeigt sich einmal mehr: Mit harten Bandagen wird alles unternommen, jeden kritischen Ansatz in Theorie und Praxis im Keim zu ersticken. Doch wir gehen nicht zu Boden – nicht in der Theorie, nicht in der Praxis!“, gibt sich Moshe Anhan kämpferisch.

Die Besetzung geschah als Reaktion auf die akut drohende Räumung des IVI infolge des fragwürdigen Landgerichtsurteils. Erst recht wenn im Kettenhofweg 130 die Arbeit unter dem Motto „Theorie – Praxis – Party“ nicht weitergeführt werden sollte, sind hierfür neue Räume notwendig. Margarete Rothschild gibt sich zuversichtlich: „Das SFI begegnete uns solidarisch und bestärkt somit, dass die artikulierten Anliegen nicht bloß fixe Ideen sind. Das gibt Mut, wurden in letzter Zeit doch sämtliche Versuche solche Räume zu schaffen – ob legal im Wege der Verhandlung oder aktivistisch durch Besetzungen – mit großen Härte und mitunter extremen Gewalt begegnet.“

Mit der Aktion 15.2. kann weiterhin gerechnet werden. Für den Moment schätzt das Bündnis sich glücklich, die bereits geplanten Veranstaltungen noch durchführen zu können. Trotz ihrer präkeren Raum- und ihrer auch in anderer Hinsicht mäßig komfortablen Situation baten die Mitglieder des SFI ihre Übergangsräumlichkeiten im Jügelhaus an. Dorthin wird schon morgen ausgewichen.

PM der Aktion152 vom 18.2.2013: Myliusstr. 20 geräumt – Veranstaltungsprogramm wird fortgesetzt – Aktion 15.2. nicht am Ende

Myliusstraße 20, Sigmund-Freud-institut, in Ffm besetzt February 16, 2013 | 09:28 pm

Am Samstag den 16. Februar 2013 wurde im Frankfurt am Main das Sigmund-Freud_institut (SFI) in der Myliusstraße 20 im Westend besetzt.

Vorweg eine Info der Besetzer_innen von deren Homepage:
“Solidarität mit SFI und Jüdischen Psychotherapeutischen Beratungszentrum FFM.
Wir streben eine Zwischennutzung an und sehen das Sigmund Freud Institut und Jüdische Psychotherapeutische Beratungsstelle als unsere Freunde.
Bitte geht mit Räumlichkeiten sorgsam um und macht nichts im Haus kaputt!”

Anbei die PM zur Besetzung:

Eine Reminiszenz an Mitscherlichs „Die Unwirtlichkeit unserer Städte. Anstiftung zum Unfrieden“

Am 16.02.2013 haben Aktivist_innen ein leerstehendes Gebaude in der Myliusstraße besetzt.
In dem Haus befand sich bis 2010 das Sigmund-Freud-Institut, das auf Grunde einer Renovierung umziehen musste. Das Institut wurde 1960 maßgeblich von Alexander Mitscherlich gegründet, 1964 eröffnete es in der Myliusstrasse 20. Wie der Frankfurter Rundschau vom 15. Februar 2013 zu entnehmen war, soll im Juni endlich mit dem Umbau des Gebäudes begonnen werden. Ein prächtiger Glasbau wird neben dem seit 2012 denkmalgeschützten Gebäude errichtet werden.
„Die Freudsche Psychoanalyse ist, genauso wie die Kritische Theorie, in der gesellschaftlichen Irrelevanz verschwunden und dient der Universität Frankfurt lediglich als schickes Aushängeschild“, erläutert Aktivistin Margarete Rothschild. „An diese Tradition anknüpfend soll das Institut zwischengenutzt werden.“ In den nächsten Tagen werden hierzu mehre Veranstaltungen stattfinden. Fokus wird auf die Psychoanalyse und ihre gesellschaftskritische Relevanz gelegt werden. Ergänzend ist eine Kritik der psychiatrischen Praxis zu leisten.
„Es scheint normal zu sein sich gegen nichts zu wehren, selbst wenn es die eigenen Umstände betrifft. Höchstens kommt es zu einer kurzen Empörung“, merkt Aktivist Moshe Anhan an und erklart weiter: „Nach dem gestern das Ende des IVI ein Schritt näher gerückt ist, haben wir beschlossen nicht noch weiter untätig in unseren Wohnungen zu sitzen.“
Gestern erwirkte die Frankonofurt AG beim Landgericht den Räumungstitel gegen das IVI. Abends kam es bereits zu zwei Besetzungen, die aber innerhalb kürzester Zeit wieder geräumt wurden. Zeitgleich wurde mit einem großen Rave der Umzug des Bockenheimer Campus und die Bedrohung des IVI thematisiert. Gut 400 Menschen zogen bei lauter Musik durch die Frankfurter Innenstadt und wiesen auf ihre Anliegen hin.
„In den letzten zwei Jahren gab es in Frankfurt viele Versuche Häuser zu besetzten und sich urbanen Raum anzueignen. Wir sind diesem Beispiel gefolgt, “ schließt Moshe Anhan. „Wir rufen dazu auf dies auch zu tun! Denn all diese Bemühungen müssen zum Erfolg führen. Auch vermeintliche Misserfolge der Vergangenheit sind Mosaiksteine hin zu einem anderen, selbstbestimmten Stadtbild.“

Aktion 15.02.

Aktuelle Informationen bekommt ihr über unsern Twitter Account:
https://twitter.com/aktion152

RAVEN GEGEN UMZUG – Solidarität mit dem IVI – JETZT February 15, 2013 | 07:09 pm

15. Februar 2013
21:00

Zur freundlichen Beachtung: ein Hinweis des Protestplenums

Treffpunkt Neue Mensa, Campus Bockenheim

FlyerVorneFinal

Auf Grund des heutigen Gerichtsurteils gegen das IVI, dass die sofortige Räumung des selbstverwalteten Zentrums ermöglicht, wird der heutige Rave zur Solidarität mit dem IVI veranstaltet!

Feiräume verteidigen! Für ein, zwei, viele autonome Räume!

Der Turm fällt – IG-Farben Campus kommt!

Im Rahmen des Umzugs wurde schon so manches unternommen, nur nicht dagegen getanzt. Hierfür bieten wir eine entspannte Lösung in Form eines äußerst bemerkenswert exorbitant spektakulären Raves durchs nächtliche Frankfurt. Alle Umzügler*innen, Abdancer*innen, Nachtaktiven und Raver*innen der Stadt, des Planeten und des restlichen Universums sind schmerz-und herzlich dazu eingeladen.

MIT PAUKEN UND TROMPETENSCHLAG VERABSCHIEDEN WIR UNS VOM TURM!

Am 15.02.

um 21 Uhr

Treffpunkt Neue Mensa, Campus Bockenheim

*Denkt an einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol und anderen Substanzen*

Wir nehmen uns was wir brauchen – Frankfurt/Main action day December 8, 2012 | 09:30 am

8. Dezember 2012

Wir nehmen uns was wir brauchen - Frankfurt/Main action day

EA-Nummer: 069 79828095

aktionstage_plakata2Aufgrund der akuten aber auch latenten (Räumungs-)Bedrohung selbstverwalteter Zentren hat sich das „Wir nehmen uns was wir brauchen“ Bündnis gegründet. Ziel des Bündnisses ist die Vernetzung von verschiedenen Räumen und Initiativen voranzutreiben, um entschieden den momentanen Entwicklungen entgegen zu treten. Bereits seit einigen Monaten haben wir, Aktivist_innen aus autonomen Zentren, Wagenplätzen, linken Kollektiven und besetzten Häusern im Rhein Main-Gebiet und Baden-Württemberg, uns dafür eingesetzt eine Öffentlichkeit gegen die diversen Bedrohungen zu schaffen. Angesichts der unerträglichen gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse geht es uns einmal mehr darum, Gegenentwürfe zu diesen zu schaffen und zu erhalten. Als Bündnis wollen wir die Notwendigkeit unserer Projekte vermitteln. Mit dem Ziel, unsere Räume zu verteidigen und auszubauen, sind wir mit Infoveranstaltungen, Kunstaktionen und Demonstrationen in verschiedenen Städten und Dörfern aktiv.

Die jüngste Vergangenheit hat gerade auch hier im Rhein-Main Gebiet gezeigt, dass es um selbstorganisierte Räume schlecht bestellt ist. Das selbstverwaltete Kommunikationszentrum Haus Mainusch in Mainz hat zum 9. Dezember die Kündigung des Mietvertrages ausgesprochen bekommen. Das besetzte Institut für vergleichende Irrelevanz in Frankfurt/Main ist akut von Räumung bedroht und läuft Gefahr, ersatzlos dem Erdboden gleich gemacht zu werden – wie die Obere Austraße 7 in Mainz, die im Sommer geräumt wurde. Die „Wir nehmen uns was wir brauchen“-Demonstration vom 13. Oktober in Frankfurt war erst der Startschuss. Wir rufen zu einem stadtweiten Action Day auf, um sich den aktuellen Entwicklungen im städtischen Raum entgegenzustellen und für die Schaffung und Erhaltung selbstorganisierter Räume zu kämpfen.

Deshalb werden wir uns am 8. Dezember die Frankfurter und am 15. Dezember die Freiburger City aneignen. Mit verschiedenen Aktionen werden wir im öffentlichen Raum ein deutlich sichtbares Zeichen für unsere Projekte und Vorstellungen setzen. Wir werden unseren Widerstand gegen die mutwillige Zerstörung unserer Räume ins Herz der Stadt tragen. Kommt alle am 8. Dezember nach Frankfurt! Wir freuen uns über jegliche solidarische Aktionen, die ihr so vielfältig gestalten könnt wie ihr es für sinnvoll erachtet!

Programm

1) 12:00 Stadtspaziergang “Wir schaffen 1,2, 100 autonome Zentren”
Klapperfeld (Klapperfeldstr.5)

2) 12:00-16:00 Infostand
Hauptwache/Roßmarkt

3) 13:30 “Küche für alle” am Infostand
Hauptwache/Roßmarkt

4) 14:00 Vortrag “Einführung in die Kapitalismuskritik”
Ort wird am Infostand bekannt gegeben

5) 15:00 Jonglage und Artistik am Infostand
Hauptwache/Roßmarkt

6) 15:30 Politisches Puppentheater am Infostand, dazu heißer Kaffee und Tee von der TuCa-Crew
Hauptwache/Roßmarkt

7) 16:05 Special surprise
“Das IVI geht - der Schwarze Block kommt!”
Ort wird am Infostand bekannt gegeben

8) 16:30 Reclaim Public Space
“Umsonst und Draußen”-Punkrockshow und Küche für Alle
Ort wird am Infostand bekannt gegeben

9) im Anschluss:
U-Bahn Keyosk: Umtrunk und feiern auf Rädern -featured by the VGF

http://waswirbrauchen.blogsport.de/

Pressespiegel von Waste’nd/Besetzung Schumannstr. 2 am 30.11.2012 November 30, 2012 | 11:26 pm

Zur freundlichen Beachtung:

Ein vorläufiger Pressespiegel

Vorab: Zusammenfassung der Spontandemo von Waste’nd

Pressemitteilungen von Waste’nd:
Pressemitteilung der Gruppe Waste’nd 30.11.2012
Pressemitteilung zur Räumung
Bilder vom Haus
PM: Besetzung der Schumannstraße Nr. 2 wird aufgelöst. Polizeigewalt eskaliert in der B-Ebene der Hauptwache

Pressemitteilung des Ivi:
Soldarität mit den Besetzer_innen der Schumannstrasse. IvI verurteilt Polizeigewalt bei der Räumung

Pressemitteilung des AK Recht:
PM: Mehrere Verletzte durch gewaltsamen Polizeieinsatz bei Hausräumung und Spontandemonstration

Welt:
Linker Protest damals und heute

Frankfurter Allgemeine Zeitung:
Nach Hausbesetzung Kritik an Polizei
Protest nach Hausbesetzung. Aktion gegen “Gentrifizierung”

Frankfurter Rundschau:
Hausbesetzer gehen freiwillig
Fotostrecke: Hausbesetzung in der Schumannstraße 2
Nach missglückter Hausbesetzung zieht Demo durch Frankfurt

Frankfurter Neue Presse:
Besetztes Haus freiwillig geräumt

hr-online:
Hausbesetzung aufgelöst

Indymedia:
.de: [FFM] Hausbesetzung in der Schumannstraße 2
.linksunten: Schumannstr 2 in FFM besetzt!

youtube:

Wastend - Prügelei an der Hauptwache nach Auflösung der Spontandemo

Westend, du Standort – gib’ Villa! November 30, 2012 | 03:58 pm

Zur freundlichen Beachtung:

Soeben wurde die Schumannstraße 2 im Frankfurter Westend besetzt :) Alle infos:  http://wastend.wordpress.com/

EA-Nummer: 0152 – 143 660 85

http://akrechtunifrankfurt.wordpress.com/

Pressekontakt: 0152-160 754 22

Selbstverwaltete Räume, die auf nicht kommerzieller Basis für politische Arbeit, Veranstaltungen und Partys genutzt werden können, gibt es viel zu wenige. Früher oder später, wenn der Städtebau einmal mehr veranschaulicht, dass der “Standort” weit über den Bedürfnissen der dort lebenden Menschen steht, werden sie von Verdrängungsprozessen eingeholt. Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben kostet nicht nur immer mehr Geld, sondern auch die Bereitschaft, die in der Mehrheitsgesellschaft üblichen sexistischen, rassistischen und homophoben Spielregeln zu befolgen. Wer feiern will, ohne Formen von Diskriminierung zu erfahren und die kritische Auseinandersetzung damit sucht, kann eigentlich gleich zu Hause bleiben. Auch wer nicht versteht, warum Essen, Leben, Feiern, Wohnen usw. in einer Welt, deren technische Möglichkeiten längst zur selbstverständlichen Befriedigung dieser Bedürfnisse für alle Menschen auf diesem Planeten genügen würden, stets an einen Tauschakt gebunden ist, stößt auf Unverständnis.

Ohne ein Bewusstsein dafür zu haben, weiß spätestens nach dem Pisa-Leistungsterror und der G8-Reform schon jedes Kind, dass relevant in dieser Welt nur ist, wer durch die Verausgabung seiner Arbeitskraft Wert produziert, der sich im Tausch mit anderen Waren realisieren lässt. Lässt sich bei der Herstellung herkömmlicher Güter im Zuge der Ersetzung menschlicher Arbeitskraft durch maschinelle Produktion nicht mehr genug Mehrwert abschöpfen, werden auch immaterielle Güter wie Bildung oder Gesundheit zunehmend in Warengestalt gepresst und tauschbar gemacht. Wer nicht, nicht unter anerkannten Bedingungen oder nicht “ausreichend” gegen Lohn arbeitet und auch nicht über privates Eigentum an Produktionsmitteln wie Boden, Immobilien oder Maschinen verfügt, büßt seine Möglichkeit zur Mitgestaltung dieser Welt faktisch ein.

Im institut für vergleichende irrelevanz – kurz ivi – wird versucht, dieser bewusstlosen Praxis eine andere – theoriepraxisparty – entgegenzusetzen. Gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur und gegen die Universalisierung der instrumentellen Logik des Warentauschs soll dort praktiziert werden, was seit dem Wegfall der zu autoritären Denkfabriken umfunktionierten neoliberalen Hochschulen als Bildungs- und Politisierungsinstanz anderswo kaum mehr möglich ist: Denken um seiner selbst willen.

Aus Selbsterhaltungsinteresse lässt die herrschende Idiotie dagegen lieber Fakten als Argumente sprechen: Mit dem Verkauf des alten Kramerbaus, in dem das ivi untergebracht ist, gab die Goethe-Universität ihre Toleranz für die Reste nicht-musealer kritischer Theorie in Frankfurt endgültig auf, um ein Haushaltsloch von einer Million Euro zu stopfen. Die dortigen Veranstaltungen werden vom neuen Eigentümer Franconofurt, der seine Interessen auch sonst mit äußerster Aggressivität vertritt, durch die Konstruktion einer nicht-existenten “ivi – Gesellschaft bürgerlichen Rechts” unter Hilfe der willfährigen Justiz und der Polizei verboten. Zukünftig soll geräumt werden, ohne dass die Stadt, die Universität, oder diejenigen Bürger_Innen, deren Irrelevanz noch nicht ausgemachte Sache ist, etwas dagegen unternähmen. Beispielhafter könnte man das Zusammenspiel von Staat, Kapital und pseudofreier Wissenschaft nicht entwerfen.

Aber das ivi ist nicht verkäuflich und es gehört auch niemandem. Es ist Ausdruck der Idee einer lebenswerten Einrichtung der Welt für alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Sexualität, Einkommen oder Staatsangehörigkeit. In der Architektur Ferdinand Kramers hat diese Idee eine Wahlverwandtschaft gefunden und sich dort niedergelassen. Ihre Notwendigkeit besteht gerade darin, dass die tatsächliche Welt ihr kaum weniger gleichen könnte:

Wo entgegen der technischen Möglichkeiten im 21. Jahrhundert noch Menschen hungern müssen, weil die Lebensmittelproduktion in ihren Ländern mit der exportsubventionierten Landwirtschaft der kapitalistischen Zentren nicht mithalten kann;

wo der Wohlstand und soziale Frieden in Europa durch die Tode von Flüchtlingen an den abgeschotteten EU-Außengrenzen erkauft wird;

wo im vereinten postnazistischen Deutschland selbst nach der faktischen Abschaffung des Asylrechts 1992 weiter gegen Asylbewerber_innen gehetzt wird und Nazi-Mörder_Innen wie der NSU staatlich subventioniert werden, ohne dass mit der bürgerlichen Grundsätzlichkeit dagegen aufbegehrt wird, mit der Lappalien wie Stuttgart21 kritisiert wurden;

wo deutsche “Linke” noch heute argwöhnisch auf das sich verteidigende Israel blicken und das Treiben der antisemitischen Hamas ignorieren, die in ihrem wahnhaften Bestreben, Israel zu vernichten, auch die palästinensiche Zivilbevölkerung solange terrorisieren wird, bis das letzte Quentchen Vernunft durch Ignoranz oder Identifikation mit den Agressoren zu Wahnsinn geronnen ist;

wo mensch Haushaltsdefizite in Krisenzeiten anklagt, ohne die Kontinuität rassistischer Übergriffe und das sichtbare Erstarken faschistoider Kräfte – nicht nur im griechischen oder ungarischen Parlament, sondern durch weitläufige antidemokratische Tendenzen bis in die Mehrheitsgesellschaften und Institutionen aller europäischen Staaten hinein – eines Wortes zu würdigen;

kurz: wo sich erneut eine autoritäre Zuspitzung der Verhältnisse abzeichnet, reicht ein ivi nicht aus, um mit dem Denken dieser falschen Welt hinterherzukommen.

Ein ivi ist nicht genug. Also öffnen wir heute ein weiteres..

http://wastend.wordpress.com/