Getagged: Kulturindustrie

SonntagsGesellschaft

Unendliche Langeweile. Der definitive David Foster Wallace – Verriss

„Er fieberträumte von dunklen gewunden Sturmwolken, die sich dunkel wanden…“ I – Die gebrochene Form Die Gründe dafür, dass Kompositionen in Wort, Bild und Ton seit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert zunehmend komplexer und formal gebrochener werden, dürften dem interessierten Laien bekannt sein: Eine nach Luhmann formal immer ausdifferenziertere Gesellschaft, eine zunehmend unüberschaubare Welt, die […]


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Schamlose Trittbrettfahrerei zum Start von Germany’s Next Topmodel!

Mode und Kunst am Beispiel von Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Kompletter Beitrag hier. “Dieses anachronistische Moment, dass die Begeisterung für die Kunst sich zu kleiden von einem konkreten Ort und einer konkreten Gesellschaftsschicht löst könnte aber gerade analog zur Autonomisierung der Künste mit dem Aufstieg des Bürgertums auch als eine […]


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Das beliebteste Stück Sozialistischer Realismus im Westen

Zu Wassili Grossmans Leben und Schicksal Überraschend wenig finde ich zu den immerhin 1050 Seiten von Wassili Grossmans Leben und Schicksal zu sagen. Ein durchaus in Teilen erschütterndes, detailliertes Werk, mit leider zahlreichen Längen, das zu lesen lohnt, auch wenn es dem halbwegs Informierten wenig Neues über das politische System der Sowjetunion verrät. Die abschreckende […]


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Armer Heidegger, von Freunden verraten …

… und nur von Kritikern noch ernstgenommen. Es scheint die Diskussion um Heideggers Antisemitismus ist noch nicht ganz abgeschlossen. In einem bemerkenswert klaren Artikel in der Zeit setzt sich Eggert Blum mit den Vertuschungen rund um den Nachlass auseinander und weist darauf hin, was wir vor der Publikation der schwarzen Hefte schon alles hätten wissen […]


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Der Unterschriftenfälscher Beltracchi – Repost

Sozusagen aus aktuellem Anlass: Und was er uns über den zeitgenössischen Kunstbegriff lehrt. Nebst Hinweis auf William Gaddis. Der „deutscher Maler und Kunstfälscher“ (Wikipedia) Wolfgang Beltracchi ist seit kurzem im offenen Vollzug untergebracht und malt nach eigenem Bekunden wieder. Allerdings, so war es auf Zeit-Online nachzulesen, wo Beltracchi und seiner Ehefrau Helene bereits mehrere Artikel […]


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Dummheit als Triebfeder der Literatur…

Der neurotische, leidende Charakter hat seinen Zenit überschritten. Die traurigste Szene in Tolstois Anna Karenina ereignet sich relativ zu Beginn des Romans. Es ist der Tod von Vronskijs Pferd. Dieses arme Tier. Zu Schande geritten von einem geltungssüchtigen Gecken, verreckt es jämmerlich als völlig unschuldiges Opfer der Umstände. Ganz im Gegensatz zu Vronskij und Anna […]


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Achja, die Weimarer Klassik… Gab es die überhaupt?

Ein meist respektvoller Streifzug durch Felix Bartels Blog “Neuestes vom Parnassos“ *** Auf dem Blog des Hacks-Verehrers und Klassizisten Felix Bartels habe ich mich die Tage ziemlich oft herumgetrieben. Hier liest man viel Kluges zu ästhetischer Theorie, faszinierende Rationalisierungen der eigenen Fußball-Begeisterung, gut begründete Invektiven gegen zeitgenössische Kunst, die sich wenig Rechenschaft darüber ablegt was, […]


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Noch einmal Julia Engelmann

„Eines Tages, Baby“ ist ja mal ein kreativer Titel… So, Poetry-Slam Wunder Julia Engelmann hat nun also gleich ein ganzes Buch auf den Markt gebracht. Die Frustration, dass offenkundig literarische Qualität einmal mehr kein leitendes Kriterium dafür war, eine junge Lyrikerin zu publizieren, ist schnell herunter geschluckt. Immerhin: wer macht sich heute noch Illusionen, und […]


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Neues vom Immergleichen

Viel ist immer mal wieder zu lesen über „die Kulturindustrie“. Da geben sich spröde Akademiker, schneidige Lohnschreiber und agile Freizeitagitatoren nichts. Doch wie kommen sie alle dazu anzunehmen, sie könnten – quasi unbeteiligt – über jene Bewußtseinsindustrie schreiben, deren Teil sie alle doch nolens volens sind?
Eine Ersatzhandlung besteht darin, statt über die real existierende Kulturindustrie […]


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Die Linke ist schuld. Unter Anderem.

Warum es mit der Literatur nix wird. Wie es aussieht diskutiert man noch immer die Schwächen deutschsprachiger Literatur. Maxim Biller ist dabei kein Klischee zu schade, um „den Migranten“ als den Retter der deutschen Schreiberei aufzubauen (weil Fluchterfahrung, schweres Leben, und irgendwie auch unglaublich vital), während ihm die realen Schreibenden mit Migrationshintergrund gar nicht zusagen […]


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El Hablador von Mario Vargas Llosa

Wiederveröffentlichung drei Jahre später Mit Mario Vargas Llosa bekam vor 3 Jahren ein Schriftsteller den Literateraturnobelpreis verliehen, dessen literarische Bedeutung jenseits aller Diskussion stehen sollte. Leider zeigte die Berichterstattung damals wie heute wenig Interesse am Schriftsteller, und stellte stattdessen beinahe ausschließlich den politischen & ökonomischen Liberalismus des Autors in den Mittelpunkt. Verliehen wurde Llosa der […]


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House of Leaves von Mark Z. Danielewski

Satzfragen und Formfragen sind etwas Grundverschiedenes Erinnert sich noch jemand an House of Leaves von Mark Z. Danielewski? Dieser experimentelle Roman wurde vor einigen Jahren in literaturinteressierten Kreisen heftig gehyped, und verkaufte sich für ein unorthodoxes Werk ausgesprochen gut. House of Leaves handelt von einem Bericht über einen Film, in dem ein Dokumentarfilmer und Pulitzerpreisgewinner […]


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Zum Literaturbetrieb, zum Poetry Slam, zu Julia Engelmann

Überlegungen anlässlich des andauernden Lyrik-Spams Januar 2014. Ein Poetry-Slam-Video wird so oft geteilt, dass man auch unter seinen handverlesenen Facebookfreunden nicht davon verschont bleibt. Es handelt sich weder um einen herausragenden Vortrag noch um einen, der zum Fremdschämen schlecht wäre. Julia Engelmanns one day/reckoning text ist ordentliche, auch thematisch typische Poetry-Slam-Handwerkskunst. What also ist he […]


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junesixon

Reread aus gegebenem Anlass: „Der Kla­mauk wird zudem durch eine auch im deut­schen Nach­kriegs­film be­lieb­te Figur sank­tio­niert: den jung ge­blie­be­nen Leh­rer…“

„Pennälerfilme dürften in Deutschland auch deswegen so beliebt sein, weil sie das Selbstbild der orientierungslosen und zur Mündigkeit irgendwie unreifen Adoleszenten, die es am Ende immer nicht besser wussten und so nicht gemeint hatten, bestätigen. Charismatische Leh­rerfiguren lassen die Disziplinierung harmlos erscheinen und am Ende steht das Lob des autoritären Staates selbst.“
Jakob Hayner – […]


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