Getagged: Literaturkritik

SonntagsGesellschaft

Kurze Empfehlung: Das grüne Haus von Mario Vargas Llosa

Weil nicht immer Zeit für eine detaillierte Auseinandersetzung ist und auf starke Texte, die durchaus für sich selbst sprechen, doch hingewiesen werden soll, werden in der Sonntagsgesellschaft in Zukunft immer mal wieder kurze Empfehlungen zu Romanen erscheinen, bei denen es zu einem Artikel (noch?) nicht ganz gereicht hat. Heute: Das grüne Haus von Mario Vargas […]


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Unendliche Langeweile. Der definitive David Foster Wallace – Verriss

„Er fieberträumte von dunklen gewunden Sturmwolken, die sich dunkel wanden…“ I – Die gebrochene Form Die Gründe dafür, dass Kompositionen in Wort, Bild und Ton seit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert zunehmend komplexer und formal gebrochener werden, dürften dem interessierten Laien bekannt sein: Eine nach Luhmann formal immer ausdifferenziertere Gesellschaft, eine zunehmend unüberschaubare Welt, die […]


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Kein Interesse an Religion – Eine Breitseite auf Neil Gaiman’s American Gods

So richtig warm bin ich mit dem hoch gelobten Schriftsteller Neil Gaiman noch nicht geworden. Sein The Graveyard Book wirkte auf mich arg konstruiert, als habe sich jemand überlegt, wie man die Parabel des Dschungelbuch bei jungen Leuten, die auf Zombies und Vampire stehen, vielleicht doch noch einmal fruchtbar machen könnte, wobei alles über Bord […]


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Sorry, Herr Grass

Die Currywurst, oder “Schlimmer geht immer”. Von allen Entschuldungspamphleten, die die deutschsprachige Vergangenheitsbewältigungsliteratur hervorgebracht hat, ist Uwe Timms Die Entdeckung der Currywurst womöglich das erbärmlichste. Der Text kommt literarisch wie geschichtsphilosophisch dermaßen unbedarft daher, dass man sich bemüßigt fühlt SS-Günni Grass, Keulenmartin Walser, Böll und all den anderen förmliche Entschuldigungen für früherer Kritiken zukommen zu […]


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Das beliebteste Stück Sozialistischer Realismus im Westen

Zu Wassili Grossmans Leben und Schicksal Überraschend wenig finde ich zu den immerhin 1050 Seiten von Wassili Grossmans Leben und Schicksal zu sagen. Ein durchaus in Teilen erschütterndes, detailliertes Werk, mit leider zahlreichen Längen, das zu lesen lohnt, auch wenn es dem halbwegs Informierten wenig Neues über das politische System der Sowjetunion verrät. Die abschreckende […]


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Arno Schmidt, der Dichter

Mit Gutem Beispiel hernach. Anlässlich des bevorstehenden 70. Jahrestages der Beendigung des Zweiten Weltkrieges und seines 100. Geburtstages gebe es einen doppelten Anlass,  Arno Schmidt zu lesen, befinden die Nachdenkseiten. Sind die Seiten auch sonst nicht gerade die erste Addresse für Literatur, enthält der Beitrag doch einige Interessante Betrachtungen, vor allem Reemtsmas. Ebenso ein älterer […]


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Die zahlreichen Attacken auf Wer die Nachtigall stört

Unter den 100 „most challenged books“ der Nachkriegszeit finden sich mE deutlich mehr Texte von linken und linksliberalen, insbesondere aber antirassistischen und rassismuskritischen Autoren, als sich konservative oder rechtsliberale, oder aber erklärt rechtsradikale Autoren finden würden. Allen, die regelmäßig behaupten, es gebe eine links-grüne Meinungsführerschaft, die alle abweichenden Ideen unterdrücke, sollte das zu denken geben. Aber […]


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Der ewig-pubertäre Herr Nabokov

Sein Ringen um Deutungshoheit über das eigene Werk Wenig steht dem überaus möglichen Werk so sehr im Wege wie das Genie, das sich zu sehr als solches begreift. Das Paradebeispiel Nietzsche, so von sich eingenommen, dass er weder bereit ist, seine widersprüchlichen und empirisch oft mehr als fragwürdigem Thesen dem nachträglichen Ruf Georges zu unterwerfen, […]


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Zur Moral in der Literatur

Diffizile Sache. Es scheint zumindest in dem, was man im weitesten Sinne als die Moderne bezeichnen kann, durchaus ein gewisser Konsens zu bestehen, dass Kunst nicht moralisieren soll. Man muss nicht Nabokov anführen, aber als Markstein ist er so gut wie jeder andere. Und doch moralisiert Nabokov, natürlich, tut das auch geschickt und, das scheint […]


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Romane im Umfeld des 11. September

Mittlerweile ist Pynchons Roman zum Thema erschienen, ich bin noch nicht dazu gekommen mir ein Urteil zu bilden. Updikes Terrorist scheitert an den gleichen Fallstricken wie der unten besprochene Falling Man. Vielleicht können die beiden Texte im Laufe des nächsten Jahres einmal genauer betrachtet werden. Falling Man vs. Extremely Loud & Incredibly Close „Dies war ihr […]


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Phillip Pullmans protestantischer Atheismus

His Dark Materials – schlechte Religionskritik, schlechtere Literatur Mit der Trilogie His Dark Materials ist vor einem guten Jahrzehnt Phillip Pullman angetreten, um zu dem von ihm harsch kritisierten Der Herr der Ringe und Die Chroniken von Narnia einen explizit sekulären, gar antichristlichen Gegenentwurf zu gestalten. Zu den Werken Tolkiens und Lewis’ äußert Pullman: „I […]


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Des Erbrechens schuldig

Orhan Pamuks Das Museum der Unschuld. Erst vor kurzem wurde hier ausgeführt, warum Orhan Pamuks Werk unbestreitbaren Qualitäten zum Trotz einiges zu wünschen übrig lässt. Zu wünschen im Wortsinn, nämlich insofern als dass es wünschenswert wäre, dass der Autor einmal all seine Kraft zusammen nähme und detailreiche Beobachtungen, interessante Lebensgeschichten, sprachliche Eleganz sowie ein beinahe […]


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Joachim Ringelnatz vs. Heinz Erhardt…

… so eine Art Poetry Slam Wie kommt es eigentlich, dass Joachim Ringelnatz als großer Literat verehrt wird, während Literaturwissenschaft und Feullieton Heinz Erhardt eher als marginalen Blödler schmähen? An den Texten kann es nicht liegen (das ist, s.u., noch zu zeigen). Und auch nicht daran, dass sich Ringelnatz selbst als Künstler definiert hätte. Beide […]


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