Getagged: Catrin Dingler

bubi zitrone

links (24. Juni 2013)

Warum nicht auch mal wieder ein paar links…

Zur “choerografierten Farce der Wahlen” im Iran:

Der neugewählte “lächelnde Mullah” (Sohrab Ahmari) Hodschatol-Eslam Hassan Rouhani, der “Moderate”, der “Reformer”, ist nun also der zweite Mann im Gottesstaat Iran. “Elder of Ziyon”, Marina Nemat, Matthias Küntzel, Stephan Grigat und Ali Schirasi haben dazu das Wichtigste gesagt. Einzig die unklaren Verstrickungen in das Attentat auf ein jüdisches Gemeindezentrum in Buenos Aires 1994 sollten auch bemerkt werden.

Zur Situation von Frauen (oder: wo bleibt eigentlich hier der #Aufschrei?):

Ägypten. Während der systematische Einsatz von sexueller Gewalt als Foltermethode weiter anhält, wird trotz gesetzlichem Verbot auch weiterhin von weiblichen Genitalverstümmelungen und kürzlich auch wieder von einem Todesopfer berichtet. By the way zu Ägypten: Mursi wurde also von einer Koalition aus Muslimbrüderschaft, Hamas und Hisbollah aus dem Gefängnis befreit – Überraschung.

Jordanien. Pascale Müller berichtet in der jungle World über die Situation in einem Camp syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge und den dort perfide florierenden Heiratsmarkt.

Saudi-Arabien. Ein Schriftsteller forderte öffentlich dazu auf Frauen, die arbeiten gehen, sexuell zu belästigen – mehr dazu bei think progress.

Italien. Catrin Dingler berichtet über die italienische Diskrepanz zwischen der Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und dem Kampf für mehr Selbstbestimmung für Frauen in Italien.

Indien. Die Meldungen über brutale Verbrechen gegen Frauen reißen nicht ab”: Eine 20 Jahre alte Studentin war auf dem Heimweg, als sie von mehreren Männern überfallen, vergewaltigt und ermordet wurde. 

Türkei. Am Rande der Proteste in Istanbul wird auch von sexueller Gewalt durch die Polizei berichtet.

Großbritannien. Ein paar Schülerinnen wollten sich gegen misogynen Alltag wehren, initiierten eine “feminist society” an ihrer Schule und werden nun noch intensiver attackiert.

Uganda/Berlin. Die Aktivistin Kasha Jacqueline Nabagesera wurde beim diesjährigen CSD in Berlin mit dem Zivilcouragepreis geehrt – immerhin/YAY!

Deutschland. Güley Boran spricht über geschlechtsspezifische Asylgründe und die Schwierigkeiten, diese in Deutschland anerkannt zu bekommen und es in den “Gemeinschaftsunterkünften” als Frau auszuhalten. Mehr zu “Frauen auf der Flucht”.

Berlin. Eine Brücke, die nahe des Tempelhofer Feldes gebaut wird, soll nach Hatun Sürücü benannt werden. Dazu ist auch die PM von terre de femmes & dem LSVD lesenswert

reproductive rights. Während in den USA zukünftig die “Pille danach” für alle rezeptfrei erworben werden kann (YAY!), sieht es in Bezug auf den Zugang zum Schwangerschaftsabbruch in Irland (trotz dem Fall von Savita Halappanavar) und Litauen schlecht aus.

Internet. Vom Werk von Ada Blitzkrieg kann man halten was man will, ich bin angetan, nicht zuletzt über ihre Äußerungen über “erfolgreiche Frauen im Internet”, die – wie auch außerhalb der schönen digitalen Welt – keine Liebesgeschichte ist.

In der Welt findet sich ein Porträt von Ruth Fischer, der Frau, die “von Hitler und von Stalin gejagt” wurde.

Zur deutschen Ordnung:

Wittenauer Bürger haben etwas gegen Windpocken und Kinder – die nichtdeutsch sind.

Ein Kanadier hat die Abschiebung eines Pakistanis aus Deutschland verhindert, dies sei für ihn “wichtiger als der eigene Spaß” gewesen.

Da im Willy Brandt Haus zu Berlin gerade die World Press Photo Ausstellung zugegen ist, bietet sich ein Blick auf die “verspielten Chancen für den Nahost-Frieden” Willy Brandts an.

Nichts Neues, aber immer wieder bemerkenswert: Das gut organisierte Netz derjenigen, die über Moscheen in Deutschland Spenden für bspw. die Hisbollah sammeln.

Neulich in Offenbach: haben elf bis 15 jährige Vollidioten einen Rabbiner attackiert. Neulich in Berlin: in der Tram M10 wird eine Israelin beleidigt, in der Friedrichstr. jemand attackiert, der ein Shirt mit pro-israelischem Aufdruck trug und beim zweiten Konzert von Beyoncé wurden Israelis beschimpft.

Zum Anhören:

Wie ein Vogel, der nicht landen kann” – Gespräche mit deutschen Juden zwischen 1970 und 2012

Warum musste David Kato sterben?” – Ein DLF-Feature über das Leben schwuler Menschen in Uganda und den Mord am Aktivisten David Kato.

Es gibt eine neue “outside the box” – <3 – zum ewigen Thema: Arbeit. Hier gibt es ein Gespräch zwischen Radio Corax und zwei Autorinnen der outside.

Zum Hingehen:

Berlin. 25. Juni. Hiwa Bahrami spricht über den Iran nach den “Wahlen” und die Lage der nichtpersischen Bevölkerung. Veranstalterin: Mideast Freedom Forum. Ort: Amadeu-Antonio-Stiftung (Linienstr. 139). Zeit: 19Uhr.

Berlin. 1. Juli. Stephan Grigat über die “Befreite Gesellschaft & Israel. Zum Verhältnis von Kritischer Theorie und Zionismus”. Veranstalterin: Das Bündnis gegen den Al-Quds-Tag in Berlin. Ort: Laidak (Boddinstr. 42). Zeit: 19Uhr.

Jena. 3. Juli. Tove Soiland fragt: Lassen sich gesellschaftliche Verhältnisse dekonstruieren? Und stellt feministische Rückfragen an die queer theory. Veranstalterin: Gleichstellungsreferat der Uni Jena & Falken Thüringen. Ort: Campus der FSU Jena (Carl-Zeiss-Str. 3), Hörsaal 4. Zeit: 18Uhr.

Jena. 5. Juli. Fathiyeh Naghibzadeh spricht & diskutiert über die Situation der Frauen im Iran und zeigt anschließend den Film “Kopftuch als System”. Veranstalterin: Refugio Thüringen e.V. Ort: Campus der FSU Jena (Carl-Zeiss-Str. 3), Hörsaal 7. Zeit: 18Uhr.

Berlin. 18. Juli. Sebastian Tränkle über Sprachlosigkeit und materialistische Sprachkritik. Veranstalterin: Reihe “Nackte Gewalt”. Ort: HU – Unter den Linden 6, 2002 Zeit: 19.30Uhr.


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