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Die Raketen-Verschwörung. November 21, 2012 | 03:51 pm

Mit den Angriffen auf Israel, das sich einem beispiellosen Raketenterror ausgesetzt sieht, blühen auch Verschwörungsmythen. Ein Artikel des Hartmut Barth-Engelbart dürfte den Personen gefallen, die den Terror der Antisemiten nicht wahrhaben wollen und daher nach dem erstbesten Strohhalm greifen, der ihnen gereicht wird. Dieser Strohhalm ist in diesem Fall ein verschwörungsideologisches Konstrukt, mit dem die Opfer des Raketenbeschusses zu Tätern gemacht werden.

Beschießen israelische Spezial-Kommandos israelische Städte”, fragt Barth-Engelbart scheinheilig auf seiner Internetseite. Selbstverständlich liefert der Autor auch eine vorhersehbare Antwort. Dabei beruft er sich auf angebliche „israelische Dissidenten”, die ihm seine anti-israelische Gruselstory bestätigt haben möchten. Wenn Barth-Engelbart seinem „lange gehegten Verdacht” freien Lauf lässt, dass „die meisten der Raketenabschüsse von GAZA” durch „‘IDF’-Spezialkommandos” verübt werden, dürfte dies das Herz der Antisemiten erfreuen, die Israel sogar noch für die israelischen Toten verantwortlich machen möchten.

Das verschwörungsideologisches Konstrukt dieses Autoren läßt sich daher auch auf antisemitischen Internetseiten entdecken. Auf einer dieser Seiten wird ein „germanisches Kulturerbe” gepflegt. Auf der Internetseite der linksdeutschen „Neuen Rheinischen Zeitung” wurde der Artikel allerdings ebenfalls veröffentlicht. Es ist das Gerücht über Israel, das mit dem Märchen des Hartmut Barth-Engelbart neue Nahrung findet. Sein Gerücht dürfte daher auch in den kommenden Tagen auf den einschlägigen Internetseiten verbreitet werden.