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Wir nehmen uns was wir brauchen – Frankfurt/Main action day December 8, 2012 | 09:30 am

8. Dezember 2012

Wir nehmen uns was wir brauchen - Frankfurt/Main action day

EA-Nummer: 069 79828095

aktionstage_plakata2Aufgrund der akuten aber auch latenten (Räumungs-)Bedrohung selbstverwalteter Zentren hat sich das „Wir nehmen uns was wir brauchen“ Bündnis gegründet. Ziel des Bündnisses ist die Vernetzung von verschiedenen Räumen und Initiativen voranzutreiben, um entschieden den momentanen Entwicklungen entgegen zu treten. Bereits seit einigen Monaten haben wir, Aktivist_innen aus autonomen Zentren, Wagenplätzen, linken Kollektiven und besetzten Häusern im Rhein Main-Gebiet und Baden-Württemberg, uns dafür eingesetzt eine Öffentlichkeit gegen die diversen Bedrohungen zu schaffen. Angesichts der unerträglichen gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse geht es uns einmal mehr darum, Gegenentwürfe zu diesen zu schaffen und zu erhalten. Als Bündnis wollen wir die Notwendigkeit unserer Projekte vermitteln. Mit dem Ziel, unsere Räume zu verteidigen und auszubauen, sind wir mit Infoveranstaltungen, Kunstaktionen und Demonstrationen in verschiedenen Städten und Dörfern aktiv.

Die jüngste Vergangenheit hat gerade auch hier im Rhein-Main Gebiet gezeigt, dass es um selbstorganisierte Räume schlecht bestellt ist. Das selbstverwaltete Kommunikationszentrum Haus Mainusch in Mainz hat zum 9. Dezember die Kündigung des Mietvertrages ausgesprochen bekommen. Das besetzte Institut für vergleichende Irrelevanz in Frankfurt/Main ist akut von Räumung bedroht und läuft Gefahr, ersatzlos dem Erdboden gleich gemacht zu werden – wie die Obere Austraße 7 in Mainz, die im Sommer geräumt wurde. Die „Wir nehmen uns was wir brauchen“-Demonstration vom 13. Oktober in Frankfurt war erst der Startschuss. Wir rufen zu einem stadtweiten Action Day auf, um sich den aktuellen Entwicklungen im städtischen Raum entgegenzustellen und für die Schaffung und Erhaltung selbstorganisierter Räume zu kämpfen.

Deshalb werden wir uns am 8. Dezember die Frankfurter und am 15. Dezember die Freiburger City aneignen. Mit verschiedenen Aktionen werden wir im öffentlichen Raum ein deutlich sichtbares Zeichen für unsere Projekte und Vorstellungen setzen. Wir werden unseren Widerstand gegen die mutwillige Zerstörung unserer Räume ins Herz der Stadt tragen. Kommt alle am 8. Dezember nach Frankfurt! Wir freuen uns über jegliche solidarische Aktionen, die ihr so vielfältig gestalten könnt wie ihr es für sinnvoll erachtet!

Programm

1) 12:00 Stadtspaziergang “Wir schaffen 1,2, 100 autonome Zentren”
Klapperfeld (Klapperfeldstr.5)

2) 12:00-16:00 Infostand
Hauptwache/Roßmarkt

3) 13:30 “Küche für alle” am Infostand
Hauptwache/Roßmarkt

4) 14:00 Vortrag “Einführung in die Kapitalismuskritik”
Ort wird am Infostand bekannt gegeben

5) 15:00 Jonglage und Artistik am Infostand
Hauptwache/Roßmarkt

6) 15:30 Politisches Puppentheater am Infostand, dazu heißer Kaffee und Tee von der TuCa-Crew
Hauptwache/Roßmarkt

7) 16:05 Special surprise
“Das IVI geht - der Schwarze Block kommt!”
Ort wird am Infostand bekannt gegeben

8) 16:30 Reclaim Public Space
“Umsonst und Draußen”-Punkrockshow und Küche für Alle
Ort wird am Infostand bekannt gegeben

9) im Anschluss:
U-Bahn Keyosk: Umtrunk und feiern auf Rädern -featured by the VGF

http://waswirbrauchen.blogsport.de/

Pressemitteilung vom 29.08.2012 August 29, 2012 | 01:51 pm

Pressemitteilung zur Solidaritätsdemonstration am 28. August

Gestern wurde die Obere Austraße 7, ein selbstverwaltetes linkes Kulturzentrum, das vor 3 ½ Wochen im Mainzer Industriegebiet besetzt wurde, geräumt.
Aufgrund dieser Räumung rief das Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI) zu einer spontanen Solidaritätsdemonstration durch die Frankfurter Innenstadt auf.

Gegen 19:00 versammelten sich auf dem Campus Bockenheim etwa 150 Unterstützer_innen um ihre Solidarität mit dem geräumten Haus in Mainz zu zeigen.
Unter lauten Sprechchören wie „Die Häuser denen, die sie brauchen!“ und „Kein Tag ohne Autonomes Zentrum!“ zogen sie über die Bockenheimer Landstraße, Fressgaß und Zeil bis zur Konstablerwache, wo eine Abschlusskundgebung stattfand.
John Smith vom Institut für vergleichende Irrelevanz in seiner Rede: „Es freut uns zu sehen, dass in Mainz Aktivist_innen, entgegen der Prekarisierung aller Lebensverhältnisse und der nahezu umfassenden Unterwerfung des öffentlichen Raumes unter Kapitalinteressen, mit der Besetzung der Oberen Austraße 7 in Mainz Fakten geschaffen haben.“
Und weiter: „Wir als Aktivist_innen des IvI erklären uns solidarisch mit dem Mainzer Versuch eben diesen Verhältnissen etwas entgegen zu setzen, sich Raum und Zeit für kritisches Denken zu nehmen und neue Formen des solidarischen Miteinanders zu entwickeln.“

Während der Demo wurde der vollkommen unverhältnismäßige Polizeieinsatz in Mainz, durch 5 Hundertschaften und ein Sondereinsatzkommando der Polizei, kritisiert. Das Unvermögen der Mainzer Politik eine adäquate politische Lösung für das instandbesetzte soziale Zentrum zu finden sorgte für Unverständnis bis Wut bei den anwesenden Demonstrant_innen. Eine Demonstrantin kommentierte das Ganze mit den Worten „Mainz ist ein weiteres trauriges Beispiel für die Ignoranz gegenüber jeglichen Versuchen selbstverwaltete Kulturräume als Orte der Begegnung jenseits der alltäglichen Verwertungsinteressen zu erschaffen.“

Auch andere selbstverwaltete linke Projekte sind momentan bedroht: Das AZ Köln, das AZ Aachen, das Haus Mainusch in Mainz und hier in Frankfurt das besetzte IvI.
John Smith machte unmissverständlich bei der Abschlussrede klar, dass diese Aktion nur der Anfang eines heißen Herbstes sein würde und auch in Zukunft mit zentrenübergreifenden Aktionen zu rechnen sei.

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PM vom 28.08.2012 (*.pdf)

Mainz: Demo gegen die Räumung der Oberen Austraße 7! August 29, 2012 | 11:52 am

29. August 2012
18:00

Heute, 29.o8.2012, 18.oo, Hauptbahnhof Mainz

alle Infos: https://sqtmz.phoenix.uberspace.de/