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Kapitalisierung Band 1. Marx’ Non-Ökonomie May 20, 2014 | 03:19 pm

10. Juni 2014
19:00

Kapitalisierung Band 1. Marx’ Non-Ökonomie
Buchvorstellung mit dem Autor Achim Szepanski im Gespräch mit Harald Strauß mit anschließendem Barabend mit elektronischer Musik

Dienstag, 10. Juni 2014, 19 Uhr, Café KoZ, Uni Campus Bockenheim, Mertonstr. 26-28, 60325 Frankfurt

Unter dem Titel “Kapitalisierung” hat der in Frankfurt am Main lebende Autor und Underground-Elektro-Label-Manager Achim Szepanski eine zweibändige Studie vorgelegt, die möglicherweise zum neuen Geheimtipp in Sachen avancierter Kapitalismuskritik avancieren könnte. Abseits ausgetretener (deutschsprachiger) Marxologie-Pfade will der Autor die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie vom Gegenstand her und unter Bezugnahme auf philosophische Konzepte der „Non-Philosophie“ von Deleuze/Guattari und Laruelle einer radikalen Relektüre unterziehen und dabei einerseits ihre bestehende Aktualität aufzeigen, sie andererseits aber auch mit Bezug auf die gegenwärtige Lage des Kapitalismus konzeptuell erweitern.
Harald Strauß ist Autor aus Stuttgart und hat mit “Signifikationen der Arbeit. Die Geltung des Differenzianten ‚Wert‘” (Parodos Verlag, 2013) kürzlich eine Studie mit ähnlicher Thematik vorgelegt.

Veranstaltet von der Halkyonischen Assoziation für radikale Philosophie in Kooperation mit dem AStA der Uni ffm, dem Institut für vergleichende Irrelevanz, der Karl-Marx-Buchhandlung, dem Laika-Verlag und Donut$ & Dmnd$.

Letztere werden im Anschluss daran (ab ca. 22 Uhr) noch Auflegen!

https://www.facebook.com/events/667623933285112

Studentische Vollversammlung, Montag 19.5., IG-Farben-Campus May 18, 2014 | 01:57 pm

19. Mai 2014
14:00

vv19514
ZK:

Liebe Kommiliton*innen,

Der Auftakt war ein voller Erfolg. Nun geht es weiter, um die nächsten konkreten Schritte zum weiteren Vorgehen gegen die Unterfinanzierung der Hochschule, zu volle Seminare und gegen die Mensapreiserhöhungen zu planen.

Ihr seid herzlich zur Vollversammlung am Montag 19. Mai um 14.00 Uhr auf dem Campusplatz vor dem HZ eingeladen, um gemeinsam die Aktionen auszuarbeien und eine inhaltlichen Debatte zur Hochschulpolitik zu führen. Die Vollversammlung ist auch der Auftakst zur Protestwoche vom 19. - 24. Mai, die im Rahmen des bundesweiten “Bildungsstreik 2014″ stattfindet.

Kommt vorbei, diskutiert mit, werdet aktiv und bringt Schilder und Transpis mit, um unseren Protest sichtbar zu machen!

Ganz wichtig, weil es viele Nachfragen und Unklarheiten beim letzten Mal gab: Ihr seid von den Uni-Veranstaltungen freiegestellt. Macht euch keine Sorgen!

https://www.facebook.com/events/1431917210394653
http://ffmdieunibrennt.wordpress.com/

Bilder aus der Hohenstaufenstraße… April 21, 2014 | 02:46 am

gibts hier

Büro für unlösbare Aufgaben eröffnet April 20, 2014 | 04:17 pm

Pressemitteilung via: https://unloesbareaufgaben.wordpress.com/

In der Weilburger Straße im Frankfurter Gallusviertel hat ein Büroteam heute, den 20.4., das Büro für unlösbare Aufgaben eröffnet. Die Besetzung des Gebäudes soll an die Tradition des Büros für unlösbare Aufgaben anknüpfen, dessen Konzept jahrelang im Institut für vergleichende Irrelevanz von mehreren wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen ausgearbeitet wurde.

Das Büroteam wird seinen Schwerpunkt auf unlösbare Aufgaben legen. Dazu zählen z. B. die Lösung der Wohnungsfrage, Abschaffung von Armut, Arbeit, Obdachlosigkeit, die Verhinderung der Prekarisierung von breiten Bevölkerungsschichten und Beendigung der rassistischen Flüchtlingspolitik. Im stadtpolitischen Diskurs wird noch darüber diskutiert, ob diese Probleme politisch gelöst werden können. Mit diesen Fragen wollen sich die Mitarbeiter_innen des Büros jetzt nicht mehr auseinandersetzen, sondern diese endlich mit professionellem bürokratischen Know-How verwalten. Ziel wird es sein, diese Aufgaben damit von dem Zwang zu befreien, gelöst werden zu müssen. „Damit wollen wir demonstrieren, dass es überflüssig ist, unlösbare Aufgaben lösen zu wollen. Diese Energie kann besser genutzt werden“, sagt der Angestellte Ansgar Fleischbauer. „Es ist schlicht und ergreifend nicht möglich, etwas an dieser Politik zu ändern. Sie ist und bleibt alternativlos“, bekräftigt Leyla Polat.

Um all diese unlösbaren Aufgaben verwalten zu können, brauchen wir Zeit und Raum. Mit unserem neuen Bürogebäude in der Weilburger Straße haben wir einen ersten Raum gefunden, der es unseren erfahrenen und kompetenten Mitarbeiter_innen ermöglicht, sich mit der Verwaltung der oben beschriebenen Fragen zu beschäftigen. Das Büro gibt sich offen. Die Mitarbeiterin erklärt: „In unserem Großraumbüro kann jeder und jede zu jeder Zeit unlösbare Aufgaben vorstellen und daran mitwirken, dass sie nicht mehr gelöst werden müssen – solange die Mitarbeiter_innen nicht bei der Arbeit gestört werden.“

Da dieses Gebäude nun schon seit mehreren Jahren leer steht, geht das Büroteam davon aus, dass keine andere Nutzung dafür vorgesehen ist. „Da wir es begrüßen, wenn Schulden kollektiviert werden, begrüßen wir auch die Kollektivierung von Leerstand“, bemerkt Fleischbauer.

Pressekontakt: 0152 – 10 65 98 84

Email: buerofuerunloesbareaufgaben@gmail.com
Blog: unloesbareaufgaben.wordpress.com

Kritisches Denken braucht und nimmt sich Zeit und Raum! Ein Jahr ohne IvI ist genug! April 20, 2014 | 04:06 pm

Fast ein Jahr nachdem das Institut im Kettenhofweg von der Polizei geräumt wurde, wurden heute, am 20. April 2014, mehrere neue Institute für vergleichende Irrelevanz eröffnet.

Im ganzen Frankfurter Stadtgebiet stehen unzählige Gebäude leer, die meisten seit Jahren. Aus diesem Grund konnten im letzten Jahr bereits mehrere Besetzungen stattfinden und auch jetzt konnten gleich mehrere IvIs zeitgleich eröffnet werden. Mit den Besetzungen soll nicht nur auf die Problematik der Leerstände hingewiesen werden, auch das Fehlen unkommerzieller Orte und die Stadtentwicklung Frankfurts im Allgemeinen werden von den Besetzer*innen angegriffen.

Vom Dezember 2003 bis April 2013 hatte das Institut für vergleichende Irrelevanz seinen Sitz in dem ehemaligen Institut für Anglistik der Goethe-Universität im Kettenhofweg. In den 9 Jahren seines Bestehens konnte das Institut zahlreiche politische Bildungsveranstaltungen, Kongresse, Konzerte, Ausstellungen und Parties veranstalten. Dabei war den Aktivist*innen stets wichtig, einen Ort zu erschaffen, der es möglich macht sich den Zwängen des Alltags zu entziehen und über Utopien nachzudenken. Unter dem Motto Theorie*Praxis*Party haben unterschiedlichste Aktivist*innen im IvI gemeinsam gearbeitet und experimentiert.

Obwohl die Besetzer*innen im letzten Jahr keinen gemeinsamen Ort mehr hatten, war das IvI immer noch präsent z.B. mit der Gegenuni, die an verschiedenen Orten der Stadt stattfand, mit einem Aktionstag mit Vorträgen und einem Rave durch die Innenstadt im letzten Sommer, Partys im öffentlichen Raum, der Kundgebungsreihe gegen rassistische Ausgrenzung in der Stadt u.v.m.

Um die Notwendigkeit eines offenen, selbstverwalteten Hauses, indem Theorie, Praxis und Party ihren gemeinsamen Raum finden, zu verdeutlichen haben die Aktivist*innen zum Jahresjubiläum der Räumung gleich mehrere neue Institute eröffnet.

„Wir haben versucht mit der Stadt über ein neues Objekt zu verhandeln und sind immer nur hingehalten worden“ teilt IvI Aktivistin Sarah Schneider mit. „Die Zeit der Verhandlungen ist für uns jetzt beendet. Wir nehmen uns die Räume, die wir brauchen. Das Jahr ohne IvI hat uns allen verdeutlicht, wie sehr wir einen Raum benötigen, der uns ermöglicht gemeinsam kritische Gesellschaftstheorie zu bearbeiten, politische Praxis zu entwickeln und verschiedenste kulturelle Veranstaltungen anzubieten, die keiner kommerziellen Logik folgen müssen.“

Es geht den Aktivist*innen nicht nur um die Schaffung eines einzelnen Raums, sie wollen auch einen praktischen Beitrag zur kritischen Auseinandersetzung mit der aktuellen Stadtentwicklung Frankfurts leisten.

Sie kritisieren, dass die Frankfurter Kommunalpolitik Stadtentwicklung hauptsächlich Mechanismen des kapitalistischen Marktes überlässt. Trotz des stetigen Anstiegs des Bedarfs an sozial gefördertem und günstigem Wohnraum, steht bei neuen großen Bauprojekten im Innenstadtbereich, bei denen Wohnungen gebaut werden, die Schaffung von hochpreisigen Miet- und vor allem Eigentumswohnungen im Vordergrund. Wer sich eine Eigentumswohnung oder Kaltmieten ab 12,50 Euro pro qm nicht leisten kann, wird nach und nach aus der Stadt verdrängt.

Eine Beteiligung von Bürger*innen ist bei großen Neubauprojekten und Stadtenwicklungsfragen nicht erwünscht bzw. dient als Feigenblatt. Dies zeigt sich z.B. an der Planung des sog. „Kultur-Campus“, bei der Teile des Areals bereits vorab an den meistbietenden Investor verkauft wurden, trotz Planungswerkstätten mit den Bockenheimer Bürger*innen, die andere Ideen für das Gelände hatten. Der Erhalt des Philosphicums ist somit auch nicht das Ergebnis einer gestaltenden und sozial nachhaltigen Stadtentwicklungspolitik der Römer-Koalition, sondern Ergebnis des Engagements der Projektgruppe, die das denkmalgeschützte Gebäude für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum jenseits von Marktlogik und Profitinteresse erhalten und revitalisieren wollen.

Neben den Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt wird auch die Kulturpolitik der Stadt angegriffen. Für subkulturelle Nischenprojekte ist in Frankfurt immer weniger Platz. Viele Clubs haben in Frankfurt in den letzten Jahren bereits dicht machen müssen, Räume in denen ohne bürokratische und/oder finanzielle Hürden Veranstaltungen organisiert werden können sind sehr rar.

Effizienz macht hässlich – IvI macht selbst das Europaviertel schön April 20, 2014 | 03:51 pm

Gruppe besetzt leerstehendes Haus in der Hohenstaufenstraße und plant eine Zwischennutzung für Theorie – Praxis – Party.

FRANKFURT. Willkommen im Europaviertel – kaum eine Ecke Frankfurts ist so öde wie diese. Damit ist ab heute glücklicherweise Schluss: Eine Gruppe hat an diesem Ostersonntag ein leer stehendes Gebäude an der Hohenstaufenstraße besetzt, um zwischen Tower 185 und Skyline-Plaza, also inmitten des Unfugs, den die hiesigen „Stümper des Städtebaus“ (F.A.Z.) anrichten, einen Ort zu erschaffen, der so etwas wie die Antithese zur videoüberwachten, durchkontrollierten und monotonen Umgebung ist: Theorie – Praxis – Party nämlich.

Ein Jahr ist es her, dass das Institut für Vergleichende Irrelevanz (IvI) geräumt wurde. Ein Jahr, in dem die Frankfurter_innen auf ein unkommerzielles, hübsch verkopftes gleichsam aufregendes Kulturleben verzichten mussten, das in dem selbstverwalteten Projekt am Kettenhofweg jahrelang Programm war. Ein Jahr lang: sich nachmittags vor dem Fernseher oder im mainstreamigen Städel langweilen und nachts in irgendeinem Club zu sexistischer Popmusik und Bier für vier Euro gutgelaunt tun. Ein Jahr des kulturellen & politischen Totalausfalls: schließlich werden die Orte, an denen in der Stadt eine unkontrollierte Alltagspraxis möglich ist, in Frankfurt immer weniger. Die Besetzer_innen finden: Es reicht.

In dem Gebäude an der Hohenstaufenstraße soll ein Kontrapunkt zum neuen Europaviertel entstehen, das den so genannten „Einkommensstarken“ ein neues Zuhause hinter neobiederen Fassaden bietet – und alle anderen auf die Monotonie der Einkaufboulevards oder in die wenigen Stadtviertel verweist, in denen die Mieten noch nicht ab 12 Euro je Quadratmeter kosten.

„Das besetzte Haus wird vielen Frankfurter_innen für kurze Zeit zurückgeben, was sie unabhängig ihres Kontostands verdienen“, sagt eine Sprecherin der Gruppe. Geplant sei ein Ort für kritische Debatten und Vorträge, für Konzerte, die aus der Reihe fallen, für Parties ohne ätzende Türsteher_innen und das sonst so übliche Gegrapsche auf der Tanzfläche. Ein Ort ohne Hierarchien und starre Geschlechterordnungen. Ein Raum, um über Alternativen sowie Taktiken und Praktiken gegen gesellschaftliche Zumutungen nachzudenken. Kritisches Denken braucht und nimmt sich Zeit und Raum: Ein Space zum Tanzen und Träumen – wo sich niemand um seine Verwertbarkeit Gedanken machen muss. „Effizienz macht hässlich. Ivi macht selbst das Europaviertel schön.“

Die Gruppe zeigt sich zuversichtlich, dass der Eigentümer des Gebäudes, die Ca Immo, für produktive Verhandlungen zur Verfügung stehen werde: Das Gebäude soll ohnehin bald abgerissen werden, da wäre die Ermöglichung einer Zwischennutzung eine soziale Geste, die nichts kostet. Außerdem könnte die CA Immo den Bürger_innen etwas zurückgeben – schließlich speist sich der Immobilienbestand der Gesellschaft mitunter aus dem Bundeseisenbahnvermögen.

Zugleich habe die Gruppe keine Lust mehr gehabt, dem Stadtparlament weiter dabei zuzusehen, wie es in Untätigkeit verharrt. Nach der Räumung des IvI hatte man den Besetzer_innen noch zugesichert, in Verhandlungen über ein Ersatzobjekt zu treten. Statt auf die Einlösung falscher Versprechen zu warten, wollen die Besetzer_innen nun mit dem Gebäude in der Hohenstaufenstraße Fakten schaffen.

Dass sie das Gebäude wegen des geplanten Abrisses nicht dauerhaft nutzen können, sei schade, doch die Besetzer_innen wollen sich deshalb nicht grämen. Ein Sprecher betont: „Eine Zwischennutzung durch das IvI ist deutlich besser als alles, was das Europaviertel sonst so zu bieten hat.“

Videodokumentation zur Räumung des Blauen Blocks in der Krifteler Straße, FFM September 15, 2013 | 01:12 pm

Hier eine Videodokumentation zur Räumung des Blauen Blocks in der Krifteler Straße, FFM
#blauerblock

Videodokumentation zur Räumung des Blauen Blocks in der Krifteler Straße, FFM from Directmedia on Vimeo.

Pressemitteilung des Ivi vom 09.09. September 9, 2013 | 11:43 am

Weder Raum noch Zeit für selbstverwaltete Projekte

Das Institut für vergleichende Irrelevanz verurteilt die brutale Räumung der Besetzung des ehemaligen Sozialrathauses Gallus. Nach nur 24 Stunden wurde der Versuch ein selbstverwaltetes Stadtteilzentrum im Gallus aufzubauen überraschend von der Polizei beendet. Die Härte mit der gegen die Besetzer_innen und Unterstützer_innen vorgegangen wurde ist in den Augen der Mitarbeiter_innen des Institutes skandalös. Während vor dem Haus Essen vorbereitet wurde und Kinder spielten, kamen plötzlich Beamte in Zivil um die Ecke gerannt und sind einfach auf Personen vor dem Haus losgegangen. “Offensichtlich soll hier gezeigt werden, dass in Frankfurt unter dieser Regierung weder Zeit noch Raum für selbstverwaltete Projekte gewährt wird. Orten, an denen die städtischen Entwicklungen Frankfurts kritisch hinterfragt werden, wird von den Entscheidungsträger_innen nicht mit Dialog, sondern nur mit polizeilicher Repression begegnet. Das ist wirklich ein Armutszeugnis für die Stadt Frankfurt.” kommentiert Oliver Sonnenschein.

Auch die Verhandlungen um eine Zukunft des IvI entwickeln sich seit Monaten nicht weiter. Nachdem in der STVV im April beschlossen wurde zu prüfen, ob die Stadt über Liegenschaften verfüge, die sie dem IvI als Ersatzraum zur Verfügung stellen könnte, liegt jetzt der Bericht des Dezernat II Planen und Bauen vor, der die Frage einfach verneint. Ungeachtet der Kontaktaufnahme des von den Besetzer_innen als Verhandlungspartner benannten Vereins zur Förderung demokratischer Politik und Kultur (demopunk e.V.) und der Versuche über mögliche Räume für das Institut zu verhandeln, scheint es keine Bemühungen gegeben zu haben, Räume ausfindig zu machen. Das beweist schon alleine der Bericht, der sich nur auf den ersten Kontakt mit demopunk bezieht, indem noch der Raumbedarf, wie er bei der Nutzung des Gebäudes im Kettenhofweg möglich war, genannt wurde. Die darauffolgenden Verhandlungsangebote, das Institut in kleineren Räumen weiterzuführen, wurden gar nicht berücksichtigt.

Schwarz-Grün scheint eher darauf zu setzen das Thema immer weiter zu verschleppen.

“Mehrere Tage vor dem abgelieferten Bericht haben wir eine deutlich reduzierte “Bedarfsliste” vorgelegt”, erklärt Vorstandsvorsitzende Melanie Schreiber. “Entweder im Dezernat weiß die linke Hand nicht was die rechte tut oder unser Entgegenkommen soll unterschlagen werden. Außerdem beweist die Besetzung des ehemaligen Sozialrathauses, dass die Stadt durchaus über größere Räumlichkeiten verfügt, diese aber nicht zur Verfügung stellen will. Tatsächlich schaffen die Grünen es nicht sich positiv zum IvI zu bekennen. Scheinbar möchten sie nun kurz vor den Wahlen dem IvI zwar keine explizite Absage erteilen, doch gleichzeitig wird lieber weiterhin verhindert, dass in Frankfurt Räume be- oder entstehen, die eine kritische Gegenöffentlichkeit ermöglichen.”

Die Mitarbeiter_innen des Institutes kritisieren, dass mit Bündnis 90 Die Grünen eine fortschrittliche Stadtpolitik, die auch Räume für alternative Sozial- und Kulturprojekte fördert, nicht zu erreichen ist. Im Grünen Dezernat II möchte man die Sache loswerden; statt konstruktiv eine Lösung zu suchen wird alternativlos rumgeeiert.

PM von communal west zur Räumung der Krifteler Straße September 8, 2013 | 01:33 pm

Anbei die PM von communal west zur Räumung der Krifteler Straße 84/86 in Frankfurt:

Brutale Räumung der Krifteler Straße 84/86 – Koalition aus CDU, SPD und Grünen politisch verantwortlich

Gestern hatten Aktivist_innen der Initiative communal west in der Krifteler Straße 84/86 ein selbstorganisiertes Stadtteilzentrum „Blauer Block“ eröffnet. Heute, am 7. September, gegen 18.30 Uhr wurden die über 40 vor und in dem Haus befindlichen Personen, von circa zehn ungekennzeichneten, zivilen Polizisten mit Teleskopschlagstöcken vollkommen überraschend angegriffen. Eine Betroffene schilderte geschockt die Szene: „Es war absolut surreal: Wir saßen vor dem Haus, Kinder spielten und wir besprachen gerade unser Abendprogramm, als wir von zehn Männer angegriffen wurden. Nichts deutete auf Polizisten hin, wir dachten sofort an einen Nazi-Angriff und ich versuchte, zu flüchten.“ Ein weiterer Zeuge ergänzte: „Die Männer waren aufgepumpt und tätowiert. Einer trug ein T-Shirt der Nazimarke Thor Steinar.“

Bis zum Überfall deutete nichts auf eine Räumung hin. Die Aktivist_innen befanden sich kontinuierlich in Gesprächen mit Vertreter_innen der Grünen und der SPD, darunter Mike Josef (SPD), Gregor Amann (SPD), Evanthia Triantafillidou (Grüne) und Jessica Purkhardt (Grüne). Die Gesprächspartner_innen hatten alle Wohlwollen bzw. Dialogbereitschaft signalisiert und Sieghard Pawlik (Sprecher der SPD-Fraktion im Römer) hatte noch gestern das Projekt gegenüber der Frankfurter Rundschau als „sinnvolle Aktion“ bezeichnet. Auch mit der Polizei stand communal west immer wieder in Kontakt und war zu jeder Zeit telefonisch erreichbar.

Den Strafantrag wegen Hausfriedensbruch und damit den Auftrag zur Räumung stellte die Stadt Frankfurt – vor Ort vertreten durch den langjährigen Leiter des Liegenschaftsamt Alfred Gangel. Clara Winter, Pressesprecherin von communal west: „Nicht nur die brutale und vollkommen überzogene Räumung ein Skandal. Es ist davon auszugehen, dass das CDU-Mitglied Gangel eine Entscheidung dieser Tragweite nicht alleine getroffen hat, sondern sicherlich nur in Ansprache oder Anordnung von SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann und dem Grünen Planungsdezernent Olaf Cunitz. Damit hat eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen jeglichen Dialog aufgekündigt und tragen nicht nur die politische Verantwortung für die Räumung, sondern auch für alle ihre Folgen.“

Die für Sonntag, den 8. September um 19 Uhr, gemeinsam mit dem Arbeitskreis Kritische Geographie geplante Podiumsdiskussion zur Situation und Zukunft des Gallus kann jetzt nicht mehr im „Blauen Block“ stattfinden. Sie findet zur angekündigten Zeit im Gallus Zentrum, Krifteler Straße 55, statt. Im Rahmen dieser Veranstaltungen wird es ausreichend Raum dafür geben, die Ereignisse des heutigen Tages zu reflektieren.

Alle Infos: http://blauer.blogsport.de/

Und wieder eine Hausbesetzung in Frankfurt September 6, 2013 | 07:08 pm

Zur Kenntnis:

#BlauerBlock im Gallus wieder eröffnet.

Heute, am 6. September 2013, hat die Initiative communal west in der Kriftelerstraße 84 das selbstorganisierte Stadtteilzentrum „Blauer Block“ wieder eröffnet.

Bereits Ende Mai dieses Jahres hate die Initiative versucht, ein solches Projekt in dem ehemaligen Sozialrathaus in der Schwalbacherstraße 45 zu etablieren. Weder die Eigentümer_innen des seit Jahren und bis heute leer stehenden Hauses noch die Stadt waren damals zu Verhandlungen bereit und erzwangen eine polizeiliche Räumung.

Wir wollen mit dieser Besetzung endlich ein selbstorganisiertes Stadtteilzentrum im Gallus realisieren.

Kommt vorbei und unterstützt die Besetzung!

Die Häuser denen, die sie brauchen!

Pressemitteilung von communal west vom 06.09.2013

http://blauer.blogsport.de/

We found love – ivi key_osk im Tanzhaus II August 21, 2013 | 02:24 pm

28. August 2013
19:00

#ivigehtweiter #ivibleibt

Tanzhaus West

wefoundloveIvi Barabend im Anschluss an eine offene Diskussion: Wie Weiter mit dem IvI?
ab 19h Diskussion
ab 21.30 Key_osk

Fb

Gold in the Air of Summer August 11, 2013 | 11:54 am

17. August 2013
15:00

goldintheairofsummer2ostpark am see

#Ivigehtweiter #ivibleibt !

open air party mit netter housemusik von:
teenitus (ivi)
radio horst (ivi)
unversehrt (ivi)
pienzig (scifihifi)

verpflegung gibts von der wunderbaren kantine: cuisine revolutionaire.

Ivi kiosk Barabend @ Campus’ Trinkhalle August 11, 2013 | 11:40 am

14. August 2013
20:00
21. August 2013
20:00

Campus’ Trinkhalle am IG Farben

campustrinkhalle

#Ivigehtweiter #ivibleibt ! Und zwar zunächst mit zwei Barabenden am 14. und am 21. August 2013.

Diesmal hat die Campus’ Trinkhalle♥ uns dankenswerter weise ihren Raum zur Verfügung gestellt. Des Campus’ Trinkhalle befindet sich direkt am östlichen Eingang des IG Farben Campus, Bremer Straße/Ecke Hansaallee.

Kommt hin!

Fb-Event

Nachttanzdemo in #Mainz “Träumen Tanzen Kämpfen” August 5, 2013 | 10:24 am

9. August 2013
19:00

Kommt mal hin!

Aufruf zur Nachttanzdemonstration am 09.08.2013 in Mainz 19 Uhr HBF

Träumen Tanzen Kämpfen

In den vergangenen Jahren wurden von verschiedenen regionalen Gruppen und Initiativen unkommerzielle Freiräume und Wohnmöglichkeiten gefordert! Heute müssen wir jedoch feststellen, dass diese Forderungen keineswegs erfüllt wurden!

Deshalb tragen wir am 9. August 2013 unsere Anliegen erneut auf die Mainzer Straßen und kämpfen für unser Recht auf Leben abseits des kapitalistischen Normalzustandes, frei von jeglichen menschenverachtenden Ideologien. Dieses Jahr werden wir uns nehmen was wir brauchen!

Obwohl mit den Nachttanzdemonstrationen 2010, 2012 und der Besetzung der Oberen Austraße 7, die Stadt und ihre Bevölkerung bereits auf die Thematik aufmerksam gemacht wurden, hat sich in Mainz wenig verändert. So ist die Problematik noch immer akut. Deshalb kritisieren wir, dass die Stadtregierung zwar sehr gut mit Abrissbirnen und profitorientierten Großprojekten umgehen kann, jedoch außer leeren Versprechungen nur vorgespieltes Interesse am Beheben der Missstände zeigt. Hervorzuheben ist hierbei die von der Stadt instrumentalisierte Zwischennutzungsagentur “Schnittstelle5″, welche nur als ein weiterer Beleg für die Ignoranz der Stadt gegenüber unseren Forderungen zu werten ist. Denn die Politik ermöglicht gesellschaftlichen Raum nur innerhalb ihrer Strukturen und macht uns damit von ihr abhängig. Dies steht in direktem Widerspruch zu unseren Vorstellungen einer emanzipierten Gesellschaft.

Während die Stadt Prestigeprojekte wie die Bauvorhaben an Winterhafen, Zollhafen und Ludwigstraße fördert, werden Bemühungen emanzipatorische, selbstverwaltete Projekte zu schaffen und zu erhalten unterbunden. Die hieran festzumachende gesellschaftlich tolerierte Ausbreitung der Wachstums- und Profitorientierung führt zu einem immer stärkeren Bedürfnis nach diskriminierungsfreien und vom Konsumzwang losgelösten Schutzräumen.

Nicht nur der öffentliche, sondern auch der private Raum wird von diesen Entwicklungen beeinflusst. Steigende Mieten verschlechtern die Wohnsituation, indem sie zu Verdrängung, Prekarisierung und Zwangsräumungen führen. Parallel entstehen an genannten Orten städtisch tolerierte und geförderte Objekte, die sich nur die in der Gesellschaft Bessergestellten leisten können. Dies steht in einem krassen Missverhältnis zu den tatsächlich benötigten Wohnungen.

Wir setzen uns für eine Abkehr von der profitorientierten Stadtplanung ein. Nur so ist es möglich, den städtischen Raum nicht zu einem exklusiven Gut verkommen zu lassen und allen Menschen ein Leben im innerstädtischen Raum zu ermöglichen. Denn Stadtentwicklung muss vielfältigen und offenen Raum für alle ermöglichen.

Diese Prozesse sind bei Weitem kein Mainzer Problem: Ausnahmslos alle Städte, seien es Berlin oder Hamburg, Köln oder Freiburg, Frankfurt oder Wiesbaden, sind von der fortschreitenden Gentrifizierung akut betroffen. Die kommerzielle Aufwertung des Wiesbadener Westends und die Räumung des Instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI) in Frankfurt sind nur zwei Beispiele hierfür. Wir stellen uns entschieden gegen das Zerschlagen und Kriminalisieren der gesellschaftlichen Kämpfe, gegen Gentrifizierung und solidarisieren uns mit den emanzipatorischen Bewegungen für eine lebenswerte Stadt.

Deshalb rufen wir dazu auf, am 9. August 2013 zusammen zu demonstrieren und unser aller Anliegen auf die Straßen, Plätze und in die Köpfe der Stadt zu tanzen!

Wir lassen uns nicht einschüchtern!

Wir fordern unkommerziellen Wohnraum, autonome Freiräume und ein Recht auf Stadt für alle!

http://traeumentanzenkaempfen.noblogs.org/

Ivi Action Day July 9, 2013 | 09:21 am

12. Juli 2013
16:00

Taunusanlage., Frankfurt am Main

flyer.inddAm 22.04.2013 wurde das Institut für vergleichende Irrelevanz geräumt. Wie zu erwarten verzichtete Franconofurt nicht auf seinen Besitzanspruch, Polizei und Justiz setzten diesen durch und die Politik interessierte unsere Bedürfnisse herzlich wenig. Auch auf unser Entgegenkommen, welches den geforderten Bedingungen der Stadt entspricht, nämlich das Projekt mit dem Verein DemoPunk e.V. legal weiterzuführen, wurde bis jetzt nicht eingegangen. Da uns deshalb noch immer der Raum fehlt, mussten wir Konsequenzen ziehen und machen jetzt unsere Drohungen wahr: wir machen in euren Vorgärten Lesekreise, Ausstellungen in euren Museen und Raves auf den Straßen.
Bereits in den letzten Monaten lief das IvI-Programm an den verschiedensten Orten weiter. Hierbei kann aber eines nicht statt-finden: der gemeinsame Alltag, der nicht nur den im IVI vertretenen Praxen die Gelegenheit zum Austausch gab, sondern auch für viele einen Ort gegen die Vereinzelung in Uni und Arbeit bedeutete und für einige mehr zu Hause war als die eigene Mietskaserne.
Mit der IvI-World-Domination-Tour am 12.07.13 soll der öffentliche Raum geentert werden. Den Auftakt machen wir mit Vorträgen und Diskussion um 16 Uhr, um im Anschluss bei Hip-Hop-Konzerten und Rave die Nacht zum Tag zu machen.

Partys und Leben im Kontext des IVI haben immer versucht den eigenen kritischen Ansprüchen zu genügen und diskriminierende Kategorien aufzubrechen, so dass dabei Blicke auf ein anderes, besseres Leben möglich wurden. Zugleich stellen Partys auch eine Fluchtlinie aus dem Funktionalitätszwang des kapitalistischen Normalzustands dar. Deshalb sind sie KEIN Freiraum, sondern eine umkämpfte, temporäre autonome Zone.

Timetable ungefähr:
16.30: Vortrag: „Vergleichende Irrelevanz“ als Forschungsprogramm. Überlegungen zum Zu- und
Gegenstand der Westlichen Esoterik.
18.3o: Konzerte mit Form/Prim und 181er
21.oo: Rave:  Teenitus DJ Team, Sandy, DiVersion

Ivi Key_osk im Exil July 3, 2013 | 03:04 pm

3. Juli 2013
20:30

Breaking News: kiosk findet definitely statt dort. be there :)

neues-bildivi keyosk am rödelheim bahnhof! ab 20:30uhr cold drinks, good music and nice people :) kommt vorbei

Fb-Event

Die Schärfe der Konkretion – eine Veranstaltung mit Reinhard Strecker July 3, 2013 | 12:04 pm

4. Juli 2013
20:00

Zur freundlichen Beachtung:

Donnerstag, 4. Juli 2013, 20 Uhr, Goethe-Universität, IG Farben Haus, Nebengebäude, Raum 1.741 a

Teil der Geschichte des Nationalsozialismus ist auch die weitgehende Straflosigkeit der Täter, zum Beispiel der Juristen. Vor Kurzem setzte das Bundesjustizministerium eine Unhabhängige Wissenschaftliche Kommission ein, um über das Bundesjustizministerium und die von ihm verhinderte strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Justizverbrechen in der Nachkriegszeit aufzuklären Warum erst jetzt? Warum jetzt noch? Wen erreicht die nachgetragene Zerknirschung? Erfahren wir nun noch einmal staatsoffiziell, was schon lange bekannt war – wenn man es denn wissen wollte?

Für die Aufarbeitung des Nationalsozialismus gilt die Jahrzehntwende von den 1950er zu den 60er Jahren als Wendepunkt vom Verleugnen hin zu Auseinandersetzung und Aufarbeitung. Zugleich finden sich hier die Anfänge der Jugend- und Studentenbewegung, die 1968 ihren Höhepunkt erreichte. In West-Deutschland war es eine kleine Zahl von Einzelpersonen, die an die NS-Vergangenheit rührte, darunter der Student Reinhard Strecker, dessen Ausstellung „Ungesühnte Nazijustiz“ 1959/60 öffentlich für Wirbel sorgte.
Was sagt jemand, der nicht gewartet hat, bis die Täter gestorben und ihre Taten zu dunklen Kapiteln unserer Geschichte geworden sind zu der jüngsten Bewältigung der Nachkriegsgeschichte?

Reinhard Strecker im Gespräch mit Gottfried Oy und Christoph Schneider, Autoren des Buches „Die Schärfe der Konkretion“, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2013.

Eine Veranstaltung der Initiative Studierender am IG Farben Campus mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

ivi soli konzert heute mit guaia guaia June 21, 2013 | 11:20 am

21. Juni 2013
19:00

wo: auf der senckenberganlage vor dem ivi
wann: 19h

im anschluss gehts ins siks zu häppchen und einem vortrag zu lenin oder
ins klapperfeld zum minifest

http://www.guaiaguaia.de/

Vortrag: “Arbeit ist Dienst” mit Achim Szepanski June 20, 2013 | 03:48 pm

25. Juni 2013
20:00

25. Juni 20 Uhr Café KoZ, Uni Campus Bockenheim,Mertonstr.26-28,60325 Frankfurt am Main

Es war Kant, der den Lohnvertrag als einen Verdingungsvertrag bestimmt hat. Die Lohnabhängigen werden mit diesem speziellen Mietvertrag als Besitzer bestätigt, indem sie sich gleichzeitig zum besitzlosen Ding machen. Was die Lohnabhängigen verkaufen, ist nicht ihre Arbeit, sondern das Recht, dass Kapitalisten Arbeitskraft nutzen können. Die „division of labour“ macht aus Individuen Dividuen, die ihre Arbeitskraft zur Vermietung anbieten. Heute ist die Arbeitskraft am Dividuum gestrichen, insofern es sich als Konsument von Arbeit über einen Kaufakt definiert, den die Moderne Dienstleistung vermittelt, insofern sie sich auf das Styling des Informationswerts des Konsumenten durch permanente Schulung verlassen kann. Schließlich ist die Zeit der Arbeit und die der Nichtarbeit durch keine wohldefinierte Grenze mehr zu trennen - Arbeitslosigkeit wird unbezahlte Arbeit wie Arbeit ihrerseits bezahlte Arbeitslosigkeit.

Achim Szepanski
Nach dem Abitur studierte er in Frankfurt/ Main Wirtschaftspädagogik und Soziologie.
1991 Gründung des Label Force Inc. Music Works, 1994 folgte das Label MILLE PLATEAUX, 1996 Position Chrome, 1998 forcetracks & Ritornell. In dieser Zeit Konzeption & Sounddesign für die Compilationserien Rauschen, Modulation & Transformation, Clicks & Cuts, Digital Disco. Während der 90er Jahre zahlreiche Interviews, u. a. mit Simon Reynolds, Wire, De-Bug, Viva, Spex, Frankfurter Rundschau, Groove, Liberation, Village Voice NYC, MTV etc. Aufsätze zur Theorie des Maschinellen, Marx, Adorno, Foucault, Deleuze/Guattari und zur Theorie der elektronischen Musik.
1995 Hrsg. der CD Compilation »In Memoriam Gilles Deleuze«, Mille Plateaux.
2003 Hrsg. zusammen mit Markus S. Kleiner »Soundcultures«, Edition Suhrkamp.
2011 Achim Szepanski »Saal 6«-Roman, Rhizomatique
2011 Achim Szepanski »Pole Position«-Roman, Rhizomatique
2013 Achim Szepanski »Verliebt ins Gelingen«-Roman
2013 Achim Szepanski -Kapitalisierung - Marx`Non-Ökonomie - Essay

16. Frankfurter Gegenuni
AStA der Uni Frankfurt

“Hass auf Vermitllung und Lückenphobie – Zur Aktualität der Psychoanalyse” mit Prof. Dr. Christine Kirchhoff June 17, 2013 | 09:31 am

17. Juni 2013
20:00

17. Juni 20 Uhr Café KoZ, Uni Campus Bockenheim,Mertonstr.26-28,60325 Frankfurt am Main

lueckenTheodor W. Adorno bezeichnete die Psychoanalyse als die einzige Psychologie, „die im Ernst den subjektiven Bedingungen der objektiven Irrationalität nachforscht“. Im Vortrag soll es darum gehen, diese Feststellung zu entfalten und damit auf ihre Voraussetzungen und Konsequenzen zu befragen:

Was heißt hier objektiv? Warum ist die Objektivität irrational? Was wäre demgegenüber rational? Ist Gesellschaftskritik auf Psychoanalyse verwiesen und wenn, warum? Warum ist es überhaupt wichtig, sich auch mit der individuellen Ver- und Bearbeitung gesellschaftlicher Verhältnisse zu befassen? Warum ist die Psychoanalyse – zumindest der Möglichkeit nach – eine kritische Theorie?

Zunächst wird es also mit Rekurs auf Marx und die kritische Theorie v.a. Adornos um die Frage gehen, was unter gesellschaftlicher Objektivität zu verstehen ist

Ausgehend von diesen Bestimmungen soll es im zweiten Teil des Vortrages um die subjektiven Bedingungen gehen: also um die Psychoanalyse als kritische Theorie des Subjekts, um das Verhältnis von Natur und Kultur im Menschen, um Sexualität und Triebe, um die Freudsche Metapsychologie und wiederum darum, warum das alles gerade weil es so ungesellschaftlich daher kommt, eine Menge mit Gesellschaftskritik zu tun hat.

16. Frankfurter Gegenuni

Aktion 15.2.
AK kritische Psycologie Frankfurt

Mit freundlicher Unterstütziung durch den AStA der Uni Frankfurt

Wo wohnt die Katz? IvI-Soliparty June 14, 2013 | 11:41 am

14. Juni 2013
22:00

Heute, 14.6.2013, 22.oo Darmstadt: Wo wohnt die Katz? IvI-Soliparty
Oettinger Villa, Kranichsteiner Straße 81, 64289 Darmstadt ‎ ‎ · oetingervilla.de
http://goo.gl/maps/H0Wfn

katz♥ Longdrinks
♥ Party
♥ Acts

FNFN
http://fnfnfnfn.de/

Inglorious Bassnerds
https://soundcloud.com/inglorious-bassnerds

Meavix
https://soundcloud.com/maevix

Robosaurus
https://soundcloud.com/robosaurus

botox okay

Adrian Fireball Woodhouse

Jan F.
https://soundcloud.com/jan_f

Eintritt: 5 - wasduspendenwillst €

https://www.facebook.com/events/664223373593663/
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Das Institut für vergleichende Irrelevanz war ein Projekt in einem besetzten, selbstverwalteten Haus in Frankfurt am Main, welches Raum für kritisches Denken, Diskussionen und politische Arbeit sowie Wohnraum für Menschen unabhängig ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihres Alters oder Sexualität bot. Besetzt wurde das damals leer stehende Unigebäude im Rahmen der Studierendenproteste 2003. Seitdem nutzten es Menschen aus vielen unterschiedlichen Zusammenhänge für allerlei Veranstaltungen. Frei nach dem Motto „Theorie, Praxis & Party!“

Nachdem die Leitung der Goethe-Universität die Besetzung für 9 Jahre tolerierte, begann die Liegenschaftsverwaltung das Gebäude zum Verkauf anzubieten, den Besetzten verschwiegen, allerdings dauerte die Suche bis zum Februar 2012. Als mit der Franconofurt AG eine Käuferin gefunden wurde, erklärte Universitätspräsident Werner Müller-Esterl, „man sei nicht gehalten gewesen, vor dem Verkauf das Gespräch mit den Hausbesetzern zu suchen, die das Gebäude in nicht rechtmäßiger Weise nutzten. Sie würden im Nachhinein über die Veränderungen durch die Universität informiert“.

Trotz aller Unterstützung von Seiten des AStA sowie etwa 100 Wissenschaftlern und Künstlern setzte die Franconofurt AG ihren Räumungstitel am 22. April 2013 mit einem polizeilichen Großaufgebot durch.

Für viele Menschen war das Ivi ein wichtiges Projekt, da hier ein Freiraum geschaffen wurde in welchem man sich wohl fühlen konnte und fern von gesellschaftlichen Zwängen gemeinsam mit anderen diskutieren, sich austauschen, feiern und leben konnte, ohne Aufgrund Geschlecht, Herkunft, Sexualität oder Alter ausgegrenzt zu werden.

Nicht nur in Frankfurt am Main, sondern auch in vielen anderen Städten verschwinden Freiräume wie das Ivi aus dem Stadtbild, weshalb es wichtig ist diese zu unterstützen und zu fördern.

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Auch schön:
Vorher findet um 16 Uhr ein IvI-Soli Fußballturnier im Bürgerpark Darmstadt nähe der Oetinger Villa statt.

(Wer dort mitspielt & teilnimmt darf selbstverständlich danach in der Oetinger Villa duschen gehen !)

Facebook-Event hierzu:
https://www.facebook.com/events/158946757611951/?fref=ts

Pressemitteilung des Institut für vergleichende Irrelevanz vom 12.06.2013 June 12, 2013 | 10:54 am

Besetzer_innen benennen Ansprechpartnerin für kommende Verhandlungen

6 Wochen vor Bekanntgabe der Ergebnisse der Prüfung, ob die Stadt Frankfurt dem Institut für vergleichende Irrelevanz Räume anbieten kann, benennen die obdachlosen Besetzer_innen einen Verein, der in Zukunft der feste Ansprechpartner für das IvI sein soll. Sie gaben heute bekannt, dass der Verein zur Förderung demokratischer Politik und Kultur (Demopunk e.V.) die rechtliche Trägerschaft des Instituts übernehmen werde.

Als in der Woche der Räumung des Kettenhofwegs die Grünen im Römer dem Antrag der Opposition zustimmten und somit den Magistrat beauftragten zu Prüfen, ob dem Institut für vergleichende Irrelevanz eine städtische Liegenschaft zur Überlassung angeboten werden kann, haben die Besetzer_innen erst einmal aufgeatmet. Gerade von den Grünen waren die Aktivist_innen enttäuscht, da sie sich bis zu diesem Datum nicht für eine Unterstützung des Projektes in der Stadtverordnetenversammlung durchringen konnten.
„Wir haben in den Tagen nach der Räumung zahlreiche Aktionen in der Stadt und eine wirklich gut besuchte Demonstration mit fast 2000 Teilnehmer_innen auf die Beine gestellt. Diese große öffentliche Unterstützung für unser Projekt hat wohl auch Druck auf die Grünen ausgeübt. Auch wenn wir erstmal erleichtert waren, dass der Antrag angenommen wurde, ist uns klar, dass eine Prüfung noch keine Zusage für Ersatzräume ist.“ sagt Sabine Winter. Die Mitarbeiter_innen des Institutes zeigen sich bereits seit Wochen kompromissbereit, jetzt gehen sie noch einen Schritt weiter auf die Stadt zu. Schließlich ist aus dem abgestimmten Antrag nicht zu entnehmen, dass feste Ansprechpartner_innen schon vor möglichen Verhandlungen benannt werden müssten. „ Dass es keine festen Ansprechpartner_innen in Form eines Vereins für das IvI gab, war immer der Grund, den die Grünen vorgebracht haben, um uns als nicht verhandlungsfähig darzustellen und uns hinzuhalten. Wir wollen dieses fadenscheinige Argument endlich aus der Welt schaffen. Aus diesem Grund haben wir mit einem befreundeten Verein schon länger diskutiert. Wir freuen uns, dass Demopunk jetzt als Verhandlungspartnerin zur Verfügung steht.“ ergänzt Sarah Schneider.

Der Verein Demopunk hat in Frankfurt bereits mehrere Kongresse und Veranstaltungsreihen organisiert, so z.B. den internationalen Kongress „Indeterminate!Kommunismus“ im Jahr 2003, auf dem zahlreiche renommierte Theoretiker_innen sprachen.
Die Vorsitzende von Demopunk e.V., Melanie Schreiber, erklärt:
„Das IVI ist ein hervorragendes Projekt in Frankfurt, dessen Fortbestand uns extrem wichtig ist. Wir sehen eine große Notwendigkeit im Erhalt alternativer Räume für politische Bildungs- und Kulturarbeit gerade in einer Stadt wie Frankfurt, die sich zurzeit rasant verändert und dabei immer homogener wird. Deshalb sind wir gerne bereit, den festen Ansprechpartner, den sich der Magistrat der Stadt Frankfurt gewünscht hat, zu bieten. Die Trägerschaft des IVI ist für uns eine neue spannende Aufgabe und wir freuen uns auf diese Weise helfen zu können. Wir hoffen natürlich, dass die Stadt ein gutes Angebot macht und adäquate Ersatzräume stellt, um die ehrenamtliche Arbeit des Instituts zu sichern.“

„Es war zwar möglich die 16. Gegen Uni mit der Unterstützung zahlreicher anderer Frankfurter Initiativen zu organisieren, wofür wir auch sehr dankbar sind, aber wieder selbstbestimmt Räumlichkeiten zu nutzen, macht vieles leichter. Wir brauchen einen festen Ort für unsere Arbeit und sind deshalb hocherfreut über die Zusammenarbeit mit Demopunk. Diesen Verein kennen wir schon lange, da er auch im IvI diverse Veranstaltungen und den Revolutionskongress organisiert und durchgeführt hat. Mit einem Verein als möglichen Vertragspartner für die Stadt, haben wir die Forderungen der städtischen Parteien erfüllt, wir hoffen, dass die Stadt jetzt auch ihre Möglichkeiten der Unterstützung voll ausschöpft.“, so Oliver Sonnenschein.

Neben der gerade stattfindenden Gegenuni sind auch für die nächsten Wochen noch mehrere Aktionen geplant.

We found love – ivi key_osk June 12, 2013 | 10:15 am

12. Juni 2013
21:00

Tanzhaus West, Gutleutstraße 294, 60327 Frankfurt am Main

ivi_partyivi barabend mit teils kommentierter auflegerei.
die größten hits des ivi. alle besucher_innen können gern ihre eigenen ivi-hits auf usb/mp3 mitbingen.

Fb-Event

16. Gegenuni: Theorie–Praxis–Party June 7, 2013 | 10:27 am

10. Juni 2013bis23. Juni 2013

16. Gegenuni: Theorie–Praxis–Party

deckblattWas unter dem Namen „Gegenuni“ firmiert und dieses Semester zum 16. Mal stattfindet, war immer auch der Versuch, dem Motto des Instituts für vergleichende Irrelevanz, „Theorie–Praxis–Party“, gerecht zu werden. Nur konsequent, oder bereits völlig überfällig, dass sich nun explizit dieses Themas angenommen wird. Mit Blick auf das zehnjährige Bestehen des Instituts scheint eine Reflexion der bisherigen politischen Arbeit sinnvoll und angesichts der momentanen „Obdachlosigkeit“ bitter nötig.
Neben einer Reflexion über Sinn – und Unsinn – des Instituts, muss über Möglichkeiten des Fortbestandes diskutiert werden. Dabei wollen wir uns auch damit auseinandersetzen, wie Theorie–Praxis–Party in den letzten Jahren theoretisiert, praktiziert und gefeiert wurden und hoffen einen Beitrag dazu zu leisten, gemeinsam darüber nachzudenken, wie das in Zukunft sein könnte. Gleichzeitig ist es das Ziel dieser Gegenuni, Veranstaltungen zu denjenigen Themen anzubieten, die auf unterschiedlichen Ebenen im IVI Relevanz haben oder hatten. In den letzten acht Jahren fanden die Veranstaltungen der Gegenuni im Gebäude des Instituts im Kettenhofweg 130 statt. Dieses Gebäude wurde von der Universität Frankfurt an einen privaten Investor verkauft, der es am 22.
April dieses Jahres polizeilich räumen ließ. Bereits im letzten Jahr ließ der neue Besitzer die Gegenuni gerichtlich verbieten. Sie konnte dennoch im Institutsgebäude ihren Ort finden, weil sie nur zum Schein verlegt wurde. Das geht nun nicht mehr. Das Institut hat derzeit keine Räumlichkeiten mehr, so dass wir gezwungen sind die Veranstaltungen auf verschiedene Orte in der Stadt zu verteilen. Die Gegenuni muss also diesmal tatsächlich „im Exil“ stattfinden.

*Institut für vergleichende Irrelevanz: Negierte Interessen und abgewickelte Theorieansätze*

Die Benennung des Instituts wurde durch Umberto Ecos Buch „Das Foucaultsche Pendel“ inspiriert. Ecos Erfindung einer „Fakultät der vergleichenden Irrelevanz“ stellt eine Kritik am akademischen Betrieb dar, der um des Forschens willen forscht, ohne sich darüber zu verständigen, was eigentlich wissenswert wäre. Im IVI wird der Begriff ‚Irrelevanz‘ einerseits auf gesellschaftlich für irrelevant erklärte Gruppen angewendet, deren Interessen und Bedürfnisse negiert werden.
Andererseits geht es um an der Uni irrelevantisierte Theorieansätze, die im universitären Betrieb verdrängt und vereinnahmt werden: etwa die
Sexualwissenschaft, die Psychoanalyse oder die kritische Theorie. Weil im IVI an deren emanzipatorischen Gehalt festgehalten wird, wird versucht ihnen Zeit und Raum zurückzugeben und sie so weiterzudenken.

*Theorie–Praxis–Party: Vermittlung des Getrennten?*

Bei dem Dreiklang „Theorie-Praxis-Party“ ging es in den vergangenen Jahren insbesondere um die Vermittlung von Bereichen, die sonst eher als getrennt voneinander gedacht werden: Theorie und Party, Alltag und Kunst, Praxis und Theorie, Kopf- und Handarbeit. Der Intuition folgend, dass jede Party immer schon politische Praxis ist, jede politische Praxis sich theoretisch verortet und theoretische Reflexion in den gegenwärtigen Verhältnissen unabdingbar ist, stellt das IVI den Versuch einer Vermittlung dieser in der bürgerlichen Gesellschaft notwendig getrennten Bereiche dar.

*Kritisches Denken braucht und nimmt sich Zeit und Raum*

Diese Parole hatte ihren Ausgangspunkt in der autoritären und an instrumenteller Vernunft orientierten Umstrukturierung der Universität, mit der die ohnehin geringe Möglichkeit der Mitbestimmung dezimiert wurde. Damit einher ging in Frankfurt eine inhaltliche Umorientierung: von der re- zur de-education. Die Forderung nach Zeit und Raum bedeutet eine Forderung nach Zeit zur Reflexion, eine Verweigerungshaltung gegenüber Fremdbestimmung und Ausrichtung an Effizienzkriterien. Sie verweist auf die Erfahrung, dass für jene Reflexion, ein gemeinsamer Ort, ein Raum, der anders funktioniert als die Universität, notwendig ist. Dabei wollte das IVI zumindest versuchen, dem Elend im Studierendenmilieu zu entfliehen. Die Verfügung über Zeit und Raum sind Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Lernen und Leben. Als eine solche Aneignung von Zeit und Raum, als einen „Stützpunkt“, versteht sich das IVI – auch, wenn der Raum derzeit noch fehlt.

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Programmübersicht. Alle Ankündigungstexte finden sich im PDF.


Montag, 10.06.

19 Uhr Gegenuni-Eröffnung „Theorie-Praxis-Party“ | Klapperfeld

20 Uhr Hat die Dialektik der Aufklärung ein Geschlecht? Chancen und Grenzen einer feministischen Aneignung der Frankfurter Schule. Vortrag und Diskussion mit Elmar Flatschert | Klapperfeld

Dienstag, 11.06.

15 Uhr Schaffen wir zwei, drei, viele kritische Psychologien. Workshop mit dem AK kritische Psychologie | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

17 Uhr Ist die Uni noch zu retten? Kritiken der gegenwärtigen Hochschule. Workshop mit Agnes und David | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

20 Uhr „Beste Action, beste Botschaft“ – Gegenöffentlichkeitskonzepte zwischen Selbstüberschätzung und Gegenmacht. Vortrag und Diskussion mit Gottfried Oy | Café Koz

Mittwoch, 12.06.

16 Uhr Einführung in Aspekte feministischer Theorien. Workshop mit den feministischen Philosoph_innen | Frauencafé im PEG, 02 G 0215

19 Uhr Qu’est-ce que l’irrélevance? | Tanzhaus West

ab 21 Uhr we found love… der große IVI-Barabend mit den schönsten IVI-Hits | Tanzhaus West

Donnerstag, 13.06.

16 Uhr Rückführung des Rechts auf Gewalt. Workshop mit dem Arbeitskreis kritischer Juristinnen und Juristen | Klapperfeld

17 Uhr Queere Räume. Workshop mit Maria Planer | Klapperfeld

18 Uhr Antiziganismus und Arbeitsgesellschaft. Vortrag und Diskussion mit Roswitha Scholz | Klapperfeld

20 Uhr Kapitalistische Krise – Auch eine (Vielfach)Krise der Linken! Vortrag und Diskussion mit Micha Hinz | Klapperfeld

Freitag, 14.06.

10 Uhr Adornos negative Dialektik – Einführung in ein (gar nicht so) schwieriges Thema. Vortrag und Diskussion mit dem Arbeitskreis für Kulturindustriestudien | Café Koz

16 Uhr Solikicken für’s IVI | Bürgerpark/Bolzplatz in Darmstadt

17 Uhr Erziehung im Kapitalismus – oder: von Menschen und Früchten. Zur Ideologie der „Bildungsreife“. Workshop mit Marcus Balzereit | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

20 Uhr „Kramers Lieblingsfilm“. Eine Filmvorführung | Werkbund

22 Uhr Wo wohnt die Katz? – IVI-Soliparty | Oettinger Villa in Darmstadt

Samstag, 15.06

11-16 Uhr schnell noch ein bier bevor es weitergeht! queer-feministischer frauen*frühschoppen mit ex-ladyfest, but still queer-feminist | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

14 Uhr Stadtführung „Arbeitergeschichte und Leerstand“ mit Nullheimer | Treffpunkt: Eingang Paulskirche

18 Uhr Adornos „Ideen zur Musiksoziologie“. Workshop mit Thomas Zöller | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

Montag, 17.06.

14 Uhr Ist die Gegenuni noch zu retten? Infragestellung einer Infragestellung. Workshop mit Agnes und David | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

16 Uhr Antisemitismus in der Linken – das gibt es doch gar nicht?! Workshop mit Arwin und Armin | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

18 Uhr IVI-Info-Plenum zur aktuellen Lage | Studierendenhaus – K4

20 Uhr Hass auf Vermittlung und Lückenphobie. Zur Aktualität der Psychoanalyse. Vortrag und Diskussion mit Christine Kirchhoff | Café Koz

Dienstag, 18.06.

16 Uhr Rassismus, seine Geschichten und seine Kritik. Workshop mit Felix Schürmann und Stefan Wedermann | Protestzelt auf dem IG-Farben-Campus

18 Uhr Familie, Autorität und bürgerliche Gesellschaft – Zur Produktivität Kritischer Theorie für feministische Kritik heute. Vortrag und Diskussion mit Barbara Umrath | Café Koz

20 Uhr Raumnot. Vortrag und Diskussion mit Bernd Belina | Café Koz

Mittwoch, 19.06.

16 Uhr „Vorrang des Objekts“ – Workshop zur materialistischenErkenntniskritik bei Adorno. Workshop mit dem gegen-arbeit(s)-kreis(e) | Mouson-Turm, Studio 1

18 Uhr Mozart von links. Vortrag und Diskussion mit Paul Bartolomäi | Mouson-Turm, Studio 1

20 Uhr „Theorie und Praxis der Erziehung/Pädagogik und Psychoanalyse“ (Siegfried Bernfeld). Buchvorstellung durch den Mitherausgeber Rolf Göppel | Café Koz

ab 22 Uhr Key_osk | tba

Donnerstag, 20.06.

12 Uhr Einführung in das „Maschinenfragment“ der Marxschen Grundrisse. Workshop mit Martin und Niko | Protestzelt auf dem IG-Farben-Campus

16 Uhr Alfred Lorenzer. Zur Dialektik von Individuum und Gesellschaft. Workshop mit dem AK kritische Psychologie | Protestzelt auf dem IG-Farben-Campus

18 Uhr Überlegenheitsgefühle integriert. Zum Wandel des Rassismus in der Krise. Vortrag und Diskussion mit Justin Monday | Café Koz

20 Uhr „Revelge“ und „Pogrommusik“. Mahlers Symphonik und Adornos Negative Dialektik. Vortrag und Diskussion mit Gerhard Scheit. | Café Koz

Freitag, 21.06.

14 Uhr Amuse Gueule: Critique. Workshop der Kantine cuisine révolutionnaire | SIKS

16 Uhr Amuse Gueule: Pratique. Kochaktion mit der Kantine cuisine
révolutionnaire | SIKS

18 Uhr Bratwurst, Bier, Marx. Workshop zu den Feuerbachthesen mit Danny und Charly | SIKS

19 Uhr Häppchen von der Kantine cuisine révolutionnaire | SIKS

20 Uhr „… daß jeder Satz nicht nur sprach, sondern wie ein Schuß traf.“ Zur Kritik an Lenin. Vortrag und Diskussion mit Raban Witt | SIKS

Samstag, 22.06.

ab 13 Uhr Queer-Party | Klapperfeld

18 Uhr Steal this Book. Eine Einführung in die Soziologie des Ladendiebstahls als teilnehmende Beobachtung. Ein Workshop | Klapperfeld

21:30 Uhr Terrorbird und unhappybirthday. Konzert by Show Off | Klapperfeld

Fb-Event

Pressemitteilung des Ivi vom 06.06.2013 June 6, 2013 | 12:01 pm

Institut für vergleichende Irrelevanz macht weiter!
16. Frankfurter Gegenuni unter dem Titel „theorie-praxis-party“ angekündigt.

Obwohl den Aktivist_innen des ehemals besetzten Instituts zurzeit eigene Räume fehlen, werden weiterhin Veranstaltungen organisiert. So wird auch in diesem Sommer wieder die Gegenuni, eine zweiwöchige Veranstaltungsreihe, die jedes Semester angeboten wird, vom 10. - 23.Juni stattfinden.

Die Veranstaltungen der 16. Frankfurter Gegenuni finden an verschiedenen Orten der Stadt statt. Dem derzeit obdachlosen Institut stellen zahlreiche andere Projekte und Institutionen ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. So werden z.B. Abendveranstaltungen im Mousonturm, in den Räumen des Werkbund, im Studierendenhaus, bei der Initiative faites votre jeu!, beim Stadtteilprojekt Koblenzer Strasse und im Tanzhaus West stattfinden. Über die Unterstützung für ihr Projekt von so vielen unterschiedlichen Akteuren, freuen sich die obdachlosen Besetzer_innen sehr. „Wir haben die Gegenuni schon länger vorbereitet und sind froh darüber, dass es so viele Unterstützer_innen für unsere Arbeit gibt.“ erzählt Sabine Winter. „Es hat die Arbeit deutlich erschwert keine eigenen Räume mehr zur Verfügung zu haben, für die weitere
Programmplanung des Instituts kann es natürlich keine Lösung sein, Veranstaltungen quer über die Stadt verstreut machen zu müssen.“
Neben den Veranstaltungen in anderen Räumen, sollen auch Aktionen und
Workshops im öffentlichen Raum stattfinden.

Der inhaltliche Rahmen der 16. Gegenuni ist das Motto des Instituts „theorie-praxis-party“. Hierbei geht es den Aktivist_innen zum Einen um eine Reflektion der eigenen Arbeit und der Entwicklung neuer politischer Perspektiven. Zum Anderen sollen irrelevantisierte Wissenschaftsansätze und aktuelle politische Fragen diskutiert werden und Diskussionen über die Möglichkeiten der Vermittlung und des Zusammenhangs der verschiedenen Bereiche geführt werden. Auch praktische Workshops, wie den der cuisine critique im SIKS und eine Queer-Tagsüber-Party im Klapperfeld werden stattfinden.

Ein Sprecher der Vorbereitungsgruppe der Gegenuni, Benjamin Walter, äußert sich zur aktuellen Lage wie folgt:
“Eine sinnvolle kontinuierliche Arbeit braucht feste Räume. Wir fordern die Stadt auf, ein Ersatzobjekt zu finden und uns nicht weiter in dieser Unsicherheit festzuhalten. Es kann nicht sein, dass wir jeden Tag an einem neuen Platz unser Zelt aufschlagen müssen. Dennoch freuen wir uns natürlich sehr auf das tolle Programm und laden alle Interessierten herzlich dazu ein.”

Am vergangenen Mittwoch, dem wöchentlichen Barabend Termin des Instituts, versammelten sich spontan 50-60 Personen im Garten des mittlerweile seit 2 Monaten leerstehenden Hauses im Kettenhofweg 130, um dort zu feiern. Nach kurzer Zeit wurde der IvI Barabend von ca. 30 übereifrigen Beamt_innen der Polizei in Bereitschaftspolizeimontur beendet. Dabei wurden von den Beamt_innen wahllos Platzverweise verteilt ohne dies näher zu Bestimmen. „Dass ein harmloser Barabend plötzlich mit verhältnismäßig viel Polizei geräumt wird, ist absurd.“ sagt Sarah Schneider. „Seit wir aus dem Gebäude geräumt wurden, steht es einfach leer und wird nicht genutzt, so wie hunderte anderer Gebäude in Frankfurts Innenstadt. Wir werden weiterhin gegen diese Zustände protestieren und nicht aufgeben, bis wir ein geeignetes Ersatzobjekt bekommen oder selber finden“