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Kopp-Unsinn: Geimpfte Kinder sind kranker als Ungeimpfte January 18, 2013 | 09:47 am

Alle Jahre wieder macht die lustige Geschichte, dass Ungeimpfte gesunder als Geimpfte seien, die Runde. Diesmal ist es der Kopp-Verlag, der die olle Kamelle bringt. In einem Artikel von Ethan A. Huff, dessen Artikel zu HIV-Tests wir hier im Blog schon zur Schlachtbank geführt haben, wird das Thema mal wieder aufgekocht.

Der gute Mr. Huff hat zwar definitiv einen Artikel bei uns verdient, aber unsere Autoren sind notorisch überlastet. Das Feld des Wahnsinns ist riesig, man könnte Tag und Nacht dazu schreiben. Daher sei hier der Aufruf eingestreut, dass Mitarbeit, ob klein oder groß, immer erwünscht ist. Wir beißen nicht. ;)

Zurück zum Thema: In dem Artikel des Kopp-Verlages wird auf eine Organisation mit dem schönen Name “Health Freedom Alliance” verwiesen, die das gesagt hat. Und wenn eine Organisation mit einem so schönen Namen das sagt, dann muss es wohl stimmen!

Zum Beweis wird im Wesentlichen auf eine Internet-Befragung verwiesen, die von der bekannten Impfgegnerseite vaccineinjury.info/impfschaden.info durchgeführt wurde und noch immer wird. Bei dieser Befragung füllt man einfach ein Online-Formular aus und fertig. Und wenn man Lust hat, macht man das noch fünf Mal. Kein Problem. Ein generelles Problem bei Internetbefragungen, das man immer im Hinterkopf behalten sollte.

Dies und die Tatsache, dass die Seite eine gewisse Klientel anspricht, schlägt sich dann auch in den Daten nieder. Mit Stand heute wurden Fragebögen von 11.789 Ungeimpften (bzw. Eltern, die ihre Kinder nicht impfen ließen) und 1.599 von Geimpften abgegeben. Der im Artikel zitierte Stand ist zwar von 2011, aber da der Fragebogen noch immer läuft, geben wir lieber die aktuelle Zahl wieder. Macht nicht viel Unterschied.

Allein die Anzahl der Teilnehmer, heißt: sieben mal so viele Ungeimpfte im Vergleich zu Geimpften, spricht Bände. Statistisch gesehen sind Eltern, die ihre Kinder nicht impfen, eine eklatante Minderheit (und das nicht nur in Deutschland), aber in dieser Statistik ist die Verteilung deutlich anders (fast umgekehrt).

Die Klientel des Fragebogens ist somit eindeutig kein ausgewogener Schnitt durch die Bevölkerung, sondern kommt zum größten Teil aus der impffeindlichen/wissenschaftsfeindlichen Szene.

Das spiegelt sich auch in einem anderen Teil der Befragung wider, bei dem 35% der Befragten angeben, dass ihre bevorzugte Behandlungsmethode die Homöopathie ist. Nur knapp 8% bevorzugen “konventionelle” Medizin. Die Internetseite hat es also geschafft, ihre Jünger zu aktivieren – jene, die fest daran glauben, dass ihre Kinder davon profitieren, wenn sie selten einen Arzt sehen.

Diese Befragung ist also weder repräsentativ noch in irgendeiner Weise ausgewogen. Diverse Krankheiten werden z.B. nur durch einen Arzt diagnostiziert und fallen gar nicht unbedingt auf. Kinder, die von ihren Eltern zum Arzt gebracht werden, werden so gesehen vermutlich tatsächlich öfter als krank diagnostiziert. Kinder, die nicht zum Arzt gebracht werden, leiden dafür unter unerkannten Krankheiten.

Sehr oft werden Probleme auch umdefiniert, wie man an esoterischen Ideen wie Indigo- und Kristallkindern sieht. Statt das Problem zu erkennen, wird das Kind einfach als “besonders” definiert.

Kurz gesagt, die Befragung leidet unter allen Problemen, die eine Internetbefragung mit sich bringt. Mehrfaches Ausfüllen ist möglich, die Befragten sind keine repräsentative Gruppe und darüber hinaus glauben sie nicht an die Medizin. Daraus kann man ein recht eigenwilliges Krankheitsverständnis ableiten.

Besonders peinlich für den Artikel und die “Erhebung” ist allerdings ein kleines Detail. Im Kopp-Artikel wird behauptet, dass Autismus besonders häufig unter Geimpften vorkommt. Wieder beruft man sich auf die Daten aus der Umfrage, aber wie der englische Blogger Orac von den Scienceblogs bereits 2011 analysierte, geben sogar die Mist-Zahlen aus der Umfrage das nicht her.

Ein möglicher Zusammenhang Impfen/Autismus wurde so massiv untersucht wie kaum etwas zuvor und man hat nichts gefunden. Wer mehr wissen möchte: wir haben schon mehrfach darüber geschrieben, z.B. hier und hier und hier und hier.

Zum Autismus noch ein Wort: Eine neuere Studie hat Hinweise gefunden, dass Autismus nicht unbedingt lebenslang sein muss. Die Studienautoren sind sehr vorsichtig in ihrer Conclusio; eine Studie macht auch noch keinen Sommer, aber sie ist zumindest recht interessant. Im Gegensatz zu kruden Thesen aus einer Internetumfrage.

Impfgegner und Autisten November 22, 2012 | 08:02 am

“Impfgegner und Autismus” ist ein leidiges Thema, das in unserem Blog schon detailliert besprochen wurde. Dass ein möglicher Zusammenhang intensivst untersucht wurde, interessiert die Vertreter dieser Behauptung wenig.

Wissenschaftliche Erkenntnisse werden nicht nur ignoriert: sie sind auch völlig unerwünscht, da sie dem zentralen Dogma des eigenen Glaubens widersprechen. Und was nicht sein darf, das kann nicht sein. Ob an dieser Stelle der Grundstein für eine grundsätzliche Wissenschafts-/Medizinfeindlichkeit gelegt wird oder diese schon vorher bestand (z.B. beim Übergang vom Homöopathen zum Impfgegner), ist dabei egal. Man misstraut der Wissenschaft und vertraut implizit jedem, der sich gegen sie äußert.

Einen großen Beitrag zu diesem Misstrauen hat Andrew Wakefield geliefert, der einen Zusammenhang zwischen Impfung und Autismus postulierte, worauf die Impfrate in England massiv zurückging. Man hat ihn zwar der Fälschung überführt, aber Kinder sind unnötig gestorben und das Gerücht ist seither nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Wakefield wird, obwohl er erwiesenermaßen Geld genommen hat, weiterhin zitiert. Er wird als einzelner Held einfach unterdrückt und dem Rest der Forschung wird im Gegenzug angedichtet, dass alle von der Pharmamafia bestochen seien.

Mit der Behauptung, dass Impfungen Autismus verursachen, hört es aber auch nicht auf. Wird ein Kind als autistisch diagnostiziert (hier wird oft das breite Spektrum autistischer Krankheiten gemeint), wird nicht nur sofort geschrien: “Impfschaden, Impfschaden”, nein, es wird auch oft gleich Heilung oder Linderung angeboten.

Entsprechende Gruppen wenden sich dabei “hilfsbereit” an Eltern von autistischen Kindern, um ihnen beliebige Quacksalbereien anzudrehen. Man gibt den Eltern des Kindes einen Grund (Die Impfungen sind schuld), spendet ihnen Trost und bekommt im Gegenzug vielleicht Spenden und treue Kunden.

Oh, wir wollen nicht behaupten, dass diese Organisationen bzw. die Mitglieder nur kommerziell motiviert agieren; sicherlich sind einige vom festen Glauben beseelt, den Menschen zu helfen. Aber der monetäre Aspekt schwimmt doch immer irgendwo rum. Man muss ja irgendwie sein Geld verdienen.

Generation Rescue, eine gemeingefährliche “gemeinnützige” Organisation, die vor allem durch ihre Frontfrau Jenny McCarthy bekannt wurde, ist zum Beispiel gerade eine Partnerschaft mit der Firma “Health Partner Sauna” eingegangen. Man macht dabei – bestimmt ganz uneigennützig – Werbung für die Produkte des Saunaherstellers.

Generell kann man ja nichts gegen die Sauna sagen, ist eine wunderbare Sache mit gesundheitlichen Vorteilen (aber auch Gefahren!), aber bei Autismus gibt es keinerlei Evidenz. Eine Autorin des Forbes Magazine hat recherchiert und die Werbeaussagen der Firma ziemlich verrissen.

“Health Partner Sauna” wirbt auch mit Entschlackung (Detox) und hält es zum Beispiel auch für notwendig darauf hinzuweisen, dass ihre Kabinen kaum elektromagnetische Strahlung aussenden.

Natürlich ist das nichts Neues, Generation Rescue wirbt schon seit Jahren für diverse pseudomedizinische Verfahren wie die Chelattherapie oder Behandlung mit Lupron. Lupron ist ein starkes Medikament, das die Östrogen/Testosteron-Produktion unterbricht. Bei Kindern angewendet, kann das Medikament unter anderem den permanenten Verlust der sexuellen Funktionalität verursachen.

Oder ebenfalls sehr ekelhaft: bei der letzten “Autismus One/Generation Rescue” Konferenz wurde – wie wir schon berichteten – eine Kerri Rivera als Sprecherin eingeladen, die mit großem Vergnügen erklärt, wie man autistische Kinder mit MMS-Einläufen foltert (MMS ist ein industrielles Bleichmittel).

Man könnte noch diverse Beispiele wie die CEASE-Therapie anführen, bei der Impfgegner mit autistischen Kindern Geld verdienen, aber es genügt wohl. Es ist und bleibt ein schmutziges Gewerbe. Mag eine Sauna ja noch recht harmlos sein – MMS-Einläufe und chemische Kastration sind es sicher nicht.

Erhöhte Autismus-Diagnosen, Impfkritik und ein paar Fakten April 10, 2012 | 04:33 pm

Vor kurzem hat das amerikanische CDC (Center of Disease Control) einen Bericht zur Häufigkeit von autistischen Störungen veröffentlicht. Darin wurden Daten von 2008 ausgewertet und es zeigte sich, dass die Anzahl der Diagnosen im Vergleich zu 2006 um 23% auf 1:88 gestiegen war. Bei Jungen 1:54, bei Mädchen 1:252.

Selbstverständlich haben Impfgegner diesen Bericht sofort aufgegriffen, Details waren wie so oft nicht erwünscht, klarerweise müssen Impfungen schuld sein. Was auch sonst?

Ein wenig Hintergrund:
Unter Autismus versteht man eine Vielfalt von Störungen, die unter einem Begriff zusammengefasst wurden. Die englische Bezeichnung erscheint hier klarer, da sie von “Autism Spectrum Disorders” (ASD), also Störungen im autistischen Bereich, spricht. Das Spektrum reicht dabei von schwerer Behinderung bis hin zu leichten Beeinträchtigungen, absolut individuell. Es ist wichtig zu wissen, dass sich die diagnostischen Standards im Laufe der Jahre mehrfach geändert haben, angepasst an neue Erkenntnisse. Die letzte Änderung der Definition erfolgte 1994 und es ist geplant im Mai 2013 die 5. Version des diagnostischen Standardhandbuchs zu veröffentlichen. Diese wird die Definition wieder einschränken, was (vermutlich) zu einer Verringerung der Anzahl der Diagnosen führen wird.

Basierend auf den Definitionen von 1994 wurde 2007 ein Report für 2002 vom eigens gegründeten “Autism and Developmental Disabilities Monitoring Network” (ADDM) herausgegeben, der eine Prävalenz von 1:150 ermittelte. Mit dem nächsten Report für 2006 wurde die Prävalenz auf 1:110 korrigiert.

Als diese Zahlen herauskamen, sprachen die Medien sofort von einer “Autismus-Epidemie”. Die Anzahl der Fälle schien rasant gestiegen zu sein und immer noch zu steigen. Allerdings ist auch heute noch völlig unklar, welchen Anteil verbesserte Diagnostik und verstärktes Medienecho (vermehrtes Bewusstsein der Eltern/Ärzte -> mehr Untersuchungen) an der erhöhten Prävalenz haben. Dieses Problem bei der Interpretation der Ergebnisse istlange bekannt. In ihrem aktuelle Report wird auch explizit von der CDC darauf hingewiesen und die Problematik im “Directors Blog” erklärt.

Das Kernproblem: Steigt die Anzahl der Autismus-Fälle oder verbessert sich nur die Diagnostik?

Spannend in diesem Zusammenhang auch eine Studie aus Großbritannien, die unter Erwachsenen durchgeführt wurde und etwa 1% (9,8:1000) als autistisch klassifizierte. Es gibt aber auch andere Studien, die eine echte Vermehrung der Fälle nahelegen. Nach heutigem Wissensstand muss man leider in den sauren Apfel beißen und sagen: “Wissen wir nicht!”

Impfgegner gehen nun erstens von einer tatsächlichen Vermehrung der Fälle aus und darüber hinaus gehen sie auch davon aus, dass Impfungen schuld sind. Das Problem dabei ist, dass es absolut keinen Hinweis auf einen Zusammenhang mit Impfungen gibt.

Beliebt ist die “Thiomersal verursacht Autismus”-Idee, die durch viele Studien und Daten als längst widerlegt gilt. Tatsächlich ist die gestiegene Anzahl der diagnostizierten Autismus-Fälle nicht hilfreich für die These, da 1999 begonnen wurde Thiomersal/Thimerosal aus dem Verkehr zu ziehen (Warum das geschah, siehe hier). Wäre die Anzahl der Fälle in Korrelation mit der Verwendung Thiomersal-freier Impfstoffe gesunken, hätte man in die Richtung argumentieren können, man hätte ja immerhin eine Korrelation gehabt. Aber nicht einmal die ist vorhanden.

Auch das Thema “MMR-Impfung verursacht Autismus” ist ein immer noch breit getretener Klassiker, der ebenfalls in vielen Studien untersucht wurde. Andrew Wakefield der das Thema aufgebracht hatte, musste sich den Vorwurf der bewussten Datenfälschung gefallen lassen und verlor seine Approbation in Großbritannien.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass es keinerlei Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus gibt.

Autismus ist übrigens wohl ein dankbarer Bereich um mit Behauptungen um sich zu werfen. Eine Oxford-Professorin für Pharmakologie ist z.B. der Meinung, dass das Internet und Computerspiele schuld sind. Beweise? Daten? Publikationen? Leider nicht.

Eine Studie legt übrigens nahe, dass man Autismus schon bei Kindern ab 6 Monaten mit Hirnscans entdecken kann, was zumindest für die Internet-These ein gröberes Problem wäre. Und eventuell sehr frühe Behandlung erlauben könnte, die Daten sind allerdings noch sehr dünn.

Obwohl man noch immer vieles nicht so genau weiß, schreitet die Forschung nichtsdestotrotz voran. Man identifiziert jedes Jahr weitere Faktoren und präzisiert diese in Studien, auch Impfungen werden immer und immer wieder in diese Richtung untersucht. Der Punkt ist, man will ja Gründe/Ursachen finden. Wenn man die kennt, hat man einen Angriffspunkt.

Genetische Untersuchungen haben sich dem Problem angenähert (sehr spannend!), ein Kandidat zur Erklärung der Geschlechterdiskrepanz (1:54 zu 1:252) wurde gefunden, der Einfluss von Umwelteinflüssen wird analysiert und vieles mehr. Auch höheres Alter der Eltern scheint das Risiko für Autismus zu erhöhen.

Gestatten, Chuck Norris, Impfgegner December 5, 2011 | 10:21 pm

Leiter kein Witz...

Chuck vs. Evolution

Chuck Norris ist ein bekannter Mann, ein Prominenter, heutzutage allerdings vermutlich mehr durch das Internet-Meme als durch seine Schauspieler-Karriere.

Bedauerlicherweise ist er (unter anderem) aber auch ein Impfgegner. Er verbreitet, dass der Zusammenhang Impfung – Autismus eine Tatsache sei und dass Impfstoffe giftig seien.

Der Verdacht eines Zusammenhangs Impfung – Autismus gehört jedoch zu den am besten untersuchten überhaupt und ist in zahlreichen Studien klar widerlegt. Chuck Norris stürzt sich hier einerseits auf den Stoff Thiomersal, andererseits wirft er mit ad-hominem-Angriffen auf Wissenschaftler um sich.(Anm.: Thimerosal ist der US Name)

Die ad-hominem Angriffe mögen wahr sein oder auch nicht, in jedem Fall sind sie irrelevant für die Behauptung: “Link between autism, vaccines ‘biological certainty’”.

Etwas Hintergrund dazu:
Ende der 1990er wurde die Hypothese aufgestellt, dass Thiomersal in Impfstoffen theoretisch gefährlich sein könnte. Thiomersal ist das Natriumsalz einer organischen Quecksilberverbindung und man befürchtete, dass abhängig vom Gewicht des Kindes und der Anzahl der Impfungen in den ersten 6 Lebensmonaten Quecksilber-Grenzwerte überschritten werden könnten. Man stellte bereits damals fest, dass es keine Hinweise für eine konkrete Gefahr gebe. Aber die Möglichkeit ganz ausschließen wollte/konnte man auch nicht.

Die FDA beschloss damals lieber auf Seiten der Vorsicht zu irren und zog Thiomersal im Großen und Ganzen aus dem Verkehr. Eine Überlegung dahinter war auch, dass man das Vertrauen der Bevölkerung in Impfungen stärken und sie nicht verunsichern wollte. Seitdem hat man zahlreiche Studien durchgeführt und hat viele, starke Daten, die gegen einen Zusammenhang sprechen. Hier eine schöne Timeline

Ein paar Monate nach der Entscheidung wurde ein spekulativer Artikel veröffentlicht, der die Idee aufstellte, dass Thiomersal Autismus verursache. Impfgegner sprangen schnell auf den Zug auf, Wakefield hatte ja kurz vorher seine gefälschten Daten zum MMR-Impfstoff veröffentlicht, der eine oder andere Politiker, die üblichen Verdächtigen wie z.B. Mike Adams ebenso. Bekannteste Vertreterin der Idee wurde später wohl die Schauspielerin Jenny McCarthy, die sich selbst als “Indigo Mom” sieht. Ihr hochbegabtes “Kristallkind” sei durch Impfungen an Autismus erkrankt. Einige Zeit hat auch Jim Carrey, ihr damaliger Freund, mit Unsinn geglänzt.

Um beide ist es still geworden, dafür hält jetzt Chuck Norris die Fackel der Wissenschaftsfeindlichkeit hoch. Abgesehen von seinen Ideen zur Gefährlichkeit von Impfungen lehnt er die Evolutionstheorie ab, hat ein Problem mit Gentechnik und fällt auch sonst mit merkwürdigen Wortmeldungen auf.

Da er kein Wissenschaftler ist, könnte man seine Wortmeldungen ja eigentlich leicht abtun. Er hat keine Kompetenz in dem Bereich, nur eine Meinung. Das Problem ist, er ist ein Prominenter und als solcher erreicht er viele Menschen. Grade erst hat Blizzard bekannt gegeben, dass Chuck Norris seine Fäuste in World of Warcraft schwingen wird. 10 Millionen Spieler, dazu viele Millionen Kinder/Jugendliche/Erwachsene die mit Chuck Norris Witzen aufgewachsen sind und seien wir uns ehrlich: Wenn Chuck Norris es sagt …

Immerhin vertrauen 24% der amerikanischen Bevölkerung dem was Prominente so von sich geben. Wir würden uns daher zu Weihnachten wünschen, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst werden und vielleicht zu Themen von denen sie keine Ahnung haben, einfach mal den Mund halten würden.