beitrag von AUGENZUPPLER … reloaded

Wie kommt neue Musik in die Köpfe oder genauer gesagt in die Ohren?

In den vergangenen Blogbeiträgen habe ich mich mit der Frage befasst,wie kommt die aktuelle Popmusik zu ihren Zuhörern. Eine zentrale These war, dass die virtuell vernetzte Musikszene mit vielseitigen Coverversionen zur Verbreitung der Popkultur beiträgt. Ein weiterer Effekt dieser Produktionspraxis ist die Verbreitung der eigenen Musikproduktionen in diesen Kontexten. Gut organisierte Künstler arbeiten mit Kameraleuten […]


beitrag von AUGENZUPPLER … reloaded

Simon Rattle and Berlin

I was a lucky guy in Berlin. Till yesterday we had two famous and encouraged conductors in this city. Daniel Barenboim and Sir Simon Rattle. Yesterday Simon Rattle gave his farewell-performance from the Berlin Philharmiker (2002 – 2018) in the Waldbühne at Charlottenburg. Together with his wife the soprano singer Magdalena Kožená from Prague. He gave his last concert as the head of this famous orchestra in the capital of germany.


beitrag von AG »No Tears for Krauts«

Bahamas-Konferenz in Leipzig, 5. Mai 2018

BAHAMAS-KONFERENZ 2018 Samstag, 5. Mai 2018 Felsenkeller in Leipzig-Plagwitz Beginn: 11:00 Danach: gute Zeit im und hinter dem Felsenkeller. Für Essen und Trinken wird gesorgt. Einladung zur Bahamas-Konferenz Zum PROGRAMM G M T DeutschEnglischFranzösisch DeutschEnglischFranzösisch Die Sound-Funktion ist auf 200 … Weiterlesen


beitrag von AUGENZUPPLER … reloaded

Death in Chicago. Tears in Washington.

Moishe Postone ist tot. Die Herrschaften von KONKRET haben einen Nachruf und ein letztes Interview mit Postone ins Netz gestellt. ….  Seine theoretischen Arbeiten zur Weiterentwicklung der Marxschen Theorie sind für eine Kapitalismuskritik auf der Höhe der Zeit von großer Bedeutung. Der hierzulande bekannteste Aufsatz Postones mit dem Titel “Nationalsozialismus und Antisemitismus” hat Diskussionen angeregt, […]


beitrag von AUGENZUPPLER … reloaded

Deniz Yücel bedankt sich

Ich hatte eine Karte und war dann doch so lange mit den Kids in Washington beschäftigt. Mein Ticketkaufpreis blieb ein Soli-Beitrag für diese wundervolle Veranstaltung des Freundeskreis Free Deniz. Ich bin froh,dass er wieder in Freiheit und hier in Berlin zurück ist. Ich denke an die vielen Diskussionsveranstaltungen mit ihm,seine anregenden Beiträge in diversen Zeitungen und Flugschriften der letzten Jahrzehnte. Er ist immer im Thema geblieben


beitrag von AUGENZUPPLER … reloaded

Stop the hate: Bars And Melody – BAM

Es wird aktuell viel über das digitale Zeitalter orakelt. Eine kulturelle Bedeutung habe ich beim surfen durch das Universum von Youtube entdeckt. Ich war auf der Suche nach Aufmerksamkeitswegen in der Popkultur zum Thema Mobbing und bin bei „Britain Got Talent“ in 2014 fündig geworden. Vor kurzem konnte ich mir hier in der Hauptstadt vor Ort selbst ein Bild vom Duo „bars and melody – bam“ machen.


beitrag von Ferne Welten

Praktiken der BDS-Bewegung

Am 12. Juni sprachen sie in der Provinz. Zehn Tage später störten sie eine Veranstaltung in der Hauptstadt. Reisefreudige Kader, die zur BDS-Bewegung gehören, trugen ihre Inhalte vor. Während sie an beiden Orten den israelischen… Mehr


beitrag von Ferne Welten

Alternative für mürbe Mehrheiten

„Besser als ein Rock-Konzert”, behauptet die Partei im Nachhinein.  Beifall brandet auf, als der 1956 geborene Parteiführer Christoph R. Hörstel zum Abschluss des zweiten Bundesparteitags der Deutschen Mitte (DM) an sein Mikrofon tritt. Frenetischer Jubel… Mehr


beitrag von Lizas Welt

Flüchtlingsarbeit mit Israelhass

Ein Theaterprojekt für Flüchtlinge soll vom Berliner Senat mit einem sechsstelligen Betrag gefördert und von der Bundesregierung mit einem Kulturpreis bedacht werden. Als sich jedoch herausstellt, dass die Führungsfiguren der Initiative veritable Antisemiten sind, werden die entsprechenden Anträge zurückgezogen. Dass der Senat und die Bundesregierung aus Schaden klug werden, darf man gleichwohl bezweifeln. Was der […]


beitrag von bak-shalom.de

Vortrag mit Chucky Goldstein am 13.03. in Berlin: “Antisemitismus: Skizze eines Ressentiments”

Durch die Rassenlehre wurde im 19. Jahrhundert aus dem Antijudaismus des Mittelalters der moderne Antisemitismus. Doch wie genau ist dieser entstanden, und wieso trifft er eigentlich ausgerechnet die Juden? Welche Formen nimmt der heutige Antisemitismus an und wie wird versucht, ihn wieder salonfähig zu machen?
Chucky Goldstein vom BAK Shalom wird die historische Entwicklung des Antisemitismus […]


beitrag von bak-shalom.de

Bericht & Mitschnitt des Vortrags “Türkischer Antisemitismus & Nationalismus” mit Ismail Küpeli

In vielerlei Hinsicht bleiben die gegenwärtigen fundamentalen Veränderungen in der Türkei unverstanden, wodurch es oftmals zu einer Verharmlosung des von der AKP propagierten Islamismus und des damit einhergehenden Antisemitismus mitsamt seinen Auswirkungen auf die Verhältnisse in Deutschland kommt. Um die Verbindungen und Übergänge des türkischen Nationalismus zum Antisemitismus zu skizzieren, hat der Landesarbeitskreis (LAK) Shalom Berlin am 19. Oktober den Politikwissenschaftler und Journalisten Ismail Küpeli zu einem Vortrag in die Schankwirtschaft Laidak eingeladen. Er kritisiert, dass die ideologischen Auswüchse des türkischen politischen Islam viel zu wenig Beachtung finden. Oftmals fehlt in der gegenwärtigen Einordnung der Entwicklungen in der Türkei der Blick auf das große Ganze – wie etwa die Geschichte des türkischen Nationalismus und die Position der Türkei zwischen Europa und dem arabischen Raum. Moderiert wurde die Veranstaltung von Alexander Nabert.


beitrag von bak-shalom.de

Aufruf zur Kundgebung am 20.10.: Terror und Hass entgegentreten – Berlin für Israel

Seit Wochen leben die Menschen in Israel in Angst und Schrecken durch den palästinensischen Terror. Jeden Tag werden gezielt Jüdinnen und Juden mit Äxten, Messern, Pistolen oder durch Autos attackiert mit dem Ziel sie zu töten. Egal ob alt oder jung, religiös oder nicht, Männer oder Frauen, in Tel Aviv, Jerusalem oder auf dem Land; auf öffentlichen Plätzen, in Bussen, auf Märkten oder bei Synagogen: der Terror soll alle jüdischen Israelis treffen.


beitrag von bubi zitrone

Antisemitischer Alltag im Berliner Fußball

soerenkohlhuber:

Das erste Heimspiel der dritten Herren-Mannschaft des Berliner Fußball-Teams von TuS Makkabi hatten sich die Spieler wohl anders vorgestellt. Der Auftakt ging 8:2 beim Spandauer SV IV verloren und somit wollte man gegen den BFC Meteor III die ersten drei Punkte ein-fahren. Beim Stand von 1:0 für die Makkabäer wurde das Spiel abgebrochen . Grund waren antisemitische Anfeindungen durch Spieler und Gäste des BFC Meteor. Es folgte eine Schlä-gerei und ein Polizeieinsatz.Recht zügig reagierte der Berliner Fußballverband. Die Weddin-ger-Gäste wurde vom Ligabetrieb ausgeschlossen, zusätzlich mit einer Punktestrafe belegt und der vermeintliche Haupttäter erhielt eine Spielsperre bis 2017, sowie eine Geldstrafe in Höhe von 300,00 Euro.

Bundesweit berichteten Zeitungen und Magazine über den Vorfall. Ein jüdischer Verein wird in Berlin antisemitisch angegangen, seine Mitglieder verletzt. Es kommt der Verdacht oder auch die Hoffnung auf, dies könnte ein Einzelfall sein. Die Mitglieder des 45-jährigen Vereins sehen sich allerdings regelmäßig antisemitischer Angriffe ausgesetzt. Nur wenige und besonders dramatische Fälle werden bundesweit publik. Wie 2012 nach dem LandesligaDu stinkst schon wie ein Jude , soll gegenüber einem Verein gerufen sein, der explizit nicht nur aus Juden besteht, sich aber in der Traditionslinie jüdischer Sportler in Berlin sieht. Die Aussagen wurden noch angefeuert, daReine Zeitung Kontakte des Neuköllner Vereins zu den türkischen Rechtsextremisten der „Grauen Wölfe“ durch Recherche herausfand. Eine Bestätigung gab es ein Jahr später, als mehrere Hürtürkel-Mitglieder aus ihrem Vereinsheim stürmten und eine kurdische Demonstration mit Symbolen der „Grauen Wölfe“ provozierten. Die Liste der antisemitischen Vorfälle bei Spielen des TuS Makkabi lässt sich endlos fortsetzen. 2006 führten antisemitische Rufe zu einem Spielabbruch im Spiel gegen die VSG Altglienicke II. Gegen den Adlershofer BC und die Reinickendorfer Füchse spielte man 2008 trotz Pöbeleien und Hitlergruß bis zum offiziellen Ende. „Mit Beschimpfungen sehen wir uns fast täglich konfrontiert“, sagt Trainer Claudio Offenberg. Am schlimmsten sei es, so der Trainer, für die muslimischen Spieler und deren Anfeindungen aus der eigenen Community.

Die „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus“ (RIAS) spricht davon, dass sich auch in Fangesängen eine „antisemitische Alltagskommunikation“ offenbaren würde. Diese Aussage trafen sie nach der Oberliga-Partie zwischen Tennis Borussia Berlin und dem FSV Fürstenwalde. Anhänger der Gäste skandierten „Juden-Berlin“-Schlachtrufe, einer ging verbal gegen einen Ordner vor und bezeichnete ihn abwertend als „du Jude“. Bereits vorher erahnten die antifaschistischen Fans von Tennis Borussia Berlin, was eventuell auf sie zukommen könn-te. Der D-Jugendtrainer der Fürstenwalder, Detlef Stamm, war einst Anhänger der Republikaner und sitzt nun als Beisitzer im Verein „Freiheitliche Liga“. Dieser Verein ist der Organi-sator der Abendspaziergänge der „Brandenburger für Meinungsfreiheit und Mitbestimmung“ (Bramm), dem inoffiziellen Pegida-Ableger in Brandenburg. Es war nicht der erste Fall dieses Jahr bei einem Spiel der lila-weißen Nachbarn des TuS Makkabi. Beim Landespokalspiel ge-gen den Kreisligisten BSC Marzahn bezeichnete ein Jugendtrainer der Gäste die Gegner mit „diese Juden“ und korrigierte sich sofort: Dies dürfe man hier ja nicht sagen. Der Präsident der Marzahner gab dazu an, dass „die Angelegenheit Konsequenzen haben [wird], weil ich einfach ein vorbildliches Verhalten erwarte.“ Andere Vereine reagieren gar nicht. Besonders die Berlinliga-Partie zwischen dem TSV Rudow 1888 und Tennis Borussia ist dafür ein Bei-spiel. Obwohl maximal 5-600 Zuschauer zum Sportplatz kamen, wurde es zu einem Sicher-heitsspiel. Viele Beamten mussten organisierte und einschlägig verurteilte Neonazis in den Reihen der Fans vom TSV Rudow von den antifaschistischen Gästen bei Tennis Borussia trennen. Unter den Rudow-Fans befinden sich regelmäßig Funktionäre der NPD und rechte Hooligans von Hertha BSC. Auch Spieler und Spielbetreuer von Tennis Borussia berichteten am Rande eines Gastspiels in Neukölln von antisemitischen Anfeindungen. Den Auswechsel-spielern wurde durch Rudower Fans nahe gelegt, dass „ihr Juden hier nichts zu suchen habt.“ Der Verein reagierte nicht. Auch für ihn sind antisemitische Anfeindungen mittlerweile All-tag.

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Die Abwertung des Gegenüber als „Juden“ ist leider keine Besonderheit. Sprühereien von Fans des 1.FC Union, bei denen der Name des lokalen Rivalen Hertha BSC am Davidstern zu finden ist oder auch von Hertha-Fans welche „Juden SVBBG“ (gemeint ist der Vorort-Klub SV Babelsberg 03) sprühen, zeigen – antisemitische Schmähungen sind ein breites Thema im Berliner Fußballsport.

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beitrag von bak-shalom.de

Vortrag mit Ismail Küpeli am 19. Oktober in Berlin: Türkischer Antisemitismus & Nationalismus

Keine Antisemiten, nirgends. Auf diese Kurzformel lässt sich die politische und juristische Aufarbeitung der judenfeindlichen Vorfälle in Deutschland zusammenfassen, wonach Antisemitismus in Deutschland 1933 begonnen und 1945 geendet habe. Insbesondere dann, wenn die Täter nicht dem Klischeebild eines Neonazis entsprechen und nicht Symbole und Sprache der traditionellen Nazis benutzen, wird die Judenfeindschaft nicht als solche erkannt. Der Antisemitismus schöpft sich jedoch aus vielen Quellen und funktioniert gewissermaßen transnational. Eine solche Quelle ist der türkische Nationalismus, der jedoch in Deutschland zu wenig beachtet wird. Das wollen wir hier ändern.


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Rede auf der Demonstration gegen den Al Quds Tag am 11.07.2015

Dabei hat sich eben jener Antisemitismus nach Auschwitz lediglich einen neuen Anstrich gegeben und artikuliert sich – trotz einer teilweise Israelsoldarität der Konservativen und Bürgerlichen – beispielsweise als Forderung nach einer Kennzeichnungspflicht für israelische Waren oder ruft gleich zum Israelboykott auf. “Israel ist unser Unglück”, das ist das neue Leitmotto, das von eimem ehemalige Anhänger der Waffen-SS ausgegeben wurde – nur eben heute mit letzter Tinte in bemühter Gedichtform verbreitet.


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Kein Al Quds-Marsch 2015! Gemeinsam gegen den größten antisemitischen Aufmarsch Deutschlands!

Wenn über tausend Antisemit*innen gemeinsam auf die Straße gehen, um gegen die Existenz des jüdischen Staates zu demonstrieren, dann sollte das eigentlich Grund genug sein, eine breite Gegenöffentlichkeit zu schaffen und ihnen nicht das Feld zu überlassen. Obwohl der jährliche Al Quds-Marsch die größte regelmäßig stattfindende antisemitische Veranstaltung in Berlin ist, ruft dies lediglich bei wenigen eine Bereitschaft zum Protest hervor. Was ist das für ein Tag, an dem auch in Berlin zur Vernichtung Israels aufgerufen wird?


beitrag von bak-shalom.de

Podiumsdiskussion am 09. Juli in Berlin: Der Quds-Komplex – Antisemitismus, Terror und Appeasement

Unsere Veranstaltung will klären, welche Auswirkungen die iranische Politik auf den Nahen Osten hat, welche Funktion dem al Quds-Tag dabei zukommt und warum Politik und Medien über diesen von radikal islamischen, rechten und linken Antiimperialisten unterstützten Aufruf zur Vernichtung Israels hinweg sehen. Es gilt zu diskutieren, was getan werden kann, um den Widerstand gegen die zerstörerische Politik der Islamischen Republik Iran zu organisieren.


beitrag von bak-shalom.de

Vortrag mit Marius Mocker am 3. Juli in Berlin: „Antisemiten aller Länder…“ – der Hass auf Israel als Schnittpunkt von linkem und gesamtgesellschaftlichem Antisemitismus in Europa

Am 10.07.2015 marschiert wie in jedem Jahr ein buntes Häufchen aus Islamisten, Verschwörungsideologen, der sog. „Israelkritik“ verpflichteten Marxisten-Leninisten und anderer Antisemiten in Berlin unter dem Banner des 1979 vom iranischen Ayatollah Khomeini ausgerufenen „Al Quds-Tags“ auf, um gemeinsam die „Befreiung“ von Al Quds (arab.: Jerusalem) zu fordern.
Man kann die Aktivitäten um diese Demonstration getrost als einen jährlichen Treffpunkt des harten Kerns jener Querfront bezeichnen, die an der Organisation und Durchführung der antisemitischen Aufmärsche im Sommer letzten Jahres federführend beteiligt war. Mit der Mobilisierung gegen angebliche israelische Kriegsverbrechen erreichte die zumindest operative Zusammenarbeit zwischen linken und islamistischen Antisemiten hierzulande einen ihrer Höhepunkte in den letzten Jahren.


beitrag von bak-shalom.de

Vortrag mit Alex Feuerherdt am 30. Juni in Berlin: Fußball und Fankultur in Israel – Geschichte und Gegenwart

Als im Juni 2013 die U21-Europameisterschaft in Israel ausgetragen wurde, war dies der größte sportpolitische Erfolg der Israel Football Association (IFA) überhaupt. Denn nach der Gründung des Verbandes 1948 war die Nationalmannschaft des Landes aufgrund von Boykotten durch arabische Staaten jahrzehntelang zu einer regelrechten Odyssee gezwungen; ihre Qualifikationsspiele musste sie teilweise sogar in Ozeanien austragen. Erst Anfang der 1990er Jahre wurde die IFA – und mit ihr die israelischen Vereine – endlich als Vollmitglied in den europäischen Fußballverband UEFA aufgenommen.


beitrag von bak-shalom.de

Berlin gegen Hamas. Für ein weltoffenes, friedliches Miteinander

Diese Konferenz dient weder dem Frieden im Nahen Osten, noch den legitimen Interessen nach Frieden und Sicherheit von Palästinenserinnen und Palästinensern oder Israelis. Ganz im Gegenteil: Hier sollen Vorurteile geschürt und schlimmsten Falls Terror und Gewalt der Hamas legitimiert oder gar verherrlicht werden. Insbesondere nach den israelfeindlichen Protesten des letzten Sommers ist es unsere Pflicht, jeder Form von Antisemitismus und Israelfeindlichkeit zu widersprechen.


beitrag von bubi zitrone

“Intrafada” – warum die Hamas nicht nur für Israel ein Problem ist.

Am kommenden Samstag wollen sich bis zu 3000 Menschen in der “Arena” in Berlin einfinden, um die sogenannte “13. Konferenz der Palästinenser in Europa” zu veranstalten. Es bedarf nicht vieler Klicks oder gar eines investigativen Genies um die ideologischen und strukturellen Verbindungen der Veranstalterinnen und Rednerinnen zur Hamas zu erkennen. Alles Weitere dazu sollte sich auf den Kanälen des den Protest ausrufenden Bündnis “Berlin gegen Hamas” finden. Ich will mich damit an dieser Stelle nicht aufhalten. Und ich will nicht beim Israel-liken stehen bleiben. Freilich, in erster Linie ist die Hamas eine permanente, antisemitische, fanatische, gewalttätige, militarisierte und damit kreuzgefährliche Bedrohung für die Sicherheit des Staates Israel und den in ihm lebenden Menschen. Das wird in zahlreichen, mehr oder wenigen guten Blogs und Publikationen diskutiert. Allein auf weiter Flur findet man sich allerdings, wenn man die Augen auf die Menschen richtet, in dessen Namen diese Terrororganisation vorgibt, zu agieren – der palästinensischen Bevölkerung. Im Folgenden also ein paar Einsprüche gegen die berechtigte, aber oft zu einseitige Abscheu ggü. der Hamas und die Verlogenheit der westlichen “Palästina-Solidarität”.

Anständig ist, was mit Ideologie, Gewalt und vier Ehefrauen durchgesetzt wird

Wenn wir über die Gefüge sprechen, in denen Palästinenserinnen leben und unter der Knute der Hamas zu leiden haben, sprechen wir seit der Machtübernahme der PLO/Fatah in der West Bank also vor allem über das Gebiet ‘Gaza’. Dieser von Juden befreite und von Sunniten dominierte Küstenstreifen wird seit 2007 vom Muslimbruderschaftssprößling Hamas “regiert”. 

Aber nicht erst seit dem übt sich die Organisation in der Einschränkung der individuellen Lebensgestaltung und Freiheitsrechte der palästinensischen Bevölkerung. Bereits während der ersten “Intifada” zwischen 1987 und 1991 propagierte Hamas in einer offensiven Kampagne das Tragen des Hijab in Kombination mit der Forderung, dass Frauen ihren Platz im privaten “Zuhause” hätten und deshalb dort zu verleiben haben. In dieser Konsequenz sollten sie vom männlichen Teil der Mitmenschen segregiert werden. Gleichzeitig wurde die Polygamie befördert – selbstvertständlich nur für Männer. Die sog. “unhappy sister wives” (1), von denen ein einziger Mann in Gaza bis zu vier “haben” darf, gehören auch heute noch selbstverständlich zum Alltag, finden allerdings kaum Aufmerksamkeit in westlichen Medien oder – widererwartend – bei Frauenrechtlerinnen. Die Konsequenzen dieser misogynen Kampagne folgten für Frauen, die sich gegen das Tragen des Hijab entschieden, auf dem Fuße: sie wurden verbal und physisch belästigt und angegriffen. Dies resultierte im Schutzmechanismus sich zu fügen und auch den Hijab zu tragen, nur um Angriffe auf offener Straße zu vermeiden (2). Nach der Machtübernahme in Gaza 2007 leitete man die ideologischen Ziele in “Staatspolitik” um und sorgte für das Erschlagen zweier Schmeißfliegen mit einer Klappe: das “Hamas Islamic Veil project” bot kostenlose Verschleierung an. Dies hatte zur Folge, dass viele Frauen und Mädchen auch darauf zurückgriffen, weil sie sonst finanziell kaum die Möglichkeit haben neue Kleidung tragen zu können. “Ich bin hier her gekommen, weil ich mir keine neue Kleidung leisten kann” sagte eine befragte 11 Jährige, die sich gerne mit hunderten anderen mädchen und Frauen in die örtliche Turnhalle stellte, um kostenlos lange Roben und Kleider mitsamt Stoffen für das Kopftuch entgegen zunehmen (3). Und so konnte einerseits das Ziel die islamischen Gesetzgebung im Gaza-Streifen zu implementieren verfolgt werden ohne konkrete Gesetze dafür zu schaffen, während man gleichzeitig einen Tropfen auf den heißen Stein der desolaten ökonomischen Lage der Bevölkerung gab. 

Und weil die Bevölkerung ja nun sowieso arm dran ist und das der Ideologie der Absage ans Leben ganz gut passt, hat sich man alsbald auch daran gemacht Dinge, die Spaß machen (und gar andere (als die Hamas) zu Geld bringen), zu verbieten. Wer Gaza betreten will, wird begrüßt mit einem Schild, das alkoholische Getränke verbietet – solltest du doch was dabei haben, wenn du gerade mal wieder zum nicht statt findenden Rave nach Gaza rüber willst, wird dein prozentiger Begleiter vor deinen Augen ausgekippt (4). Die wenigen Kröten, die man vor Ort hatte, wurden investiert in dem Ministerien eingerichtet und ausgestattet wurden, deren Mitarbeiter damit beauftragt sind auf öffentlichen Plätzen vor den Gefahren der “unanständigen Kleidung”, dem Kartenspiel und vor allem dem Daten, also der ‘freien Suche’ nach einem amorösen Partner, zu warnen (4). 

Als im Oktober 2009 das “Museum für Palästinensisches Kulturerbe” eröffnet wurde, stehen auch mit AK-47 bewaffnete Hamas-Macker bereit die Freiheit nicht so cool findende Moral durchzusetzen. Als der Dabke, ein im Nahen Osten typischer Folkloretanz, der ein wenig an den amerikanischen “line dance” erinnert, also nicht gerade ‘supersexy’ ist, sowohl von Jungs als auch Mädchen vorgeführt werden soll, ist die Freiheitsgrenze erreicht. Die Hamas-Brudis unterbanden das Mittanzen und die bloße Anwesenheit der Mädchen bei der Eröffnungsrede mit der Begründung, dass das Tanzen, gar ihre bloße Anwesenheit von Mädchen “religiös unangemessen” sei und nunja, sie belegten dies mit stichhaltigen, nein, schussfähigen Argumenten. Der Kurator des Museums, Jamal Salem, beschwerte sich, dass die Hamas versuche “die palästinensiche Kultur zu nehmen und zu ihrer eigenen zu machen”. “Sie sagen unsere Traditionen sind gegen das Gesetz. Ihr Gesetz” (4). Diese Bemerkung kann sinnbildich dafür agieren, dass die Bevölkerung Gazas solcherlei Einschränkungen ihrer Freiheiten nicht akzeptieren will.

Ein prominenteres Beispiel ist der Fall der “blue jeans” der Asmaa al-Ghoul. Die feministische Journalistin und Bürgerrechtlerin erdreistete sich im Norden Gazas “nur” in Hose & Bluse anstatt in Robe zu schwimmen. Und in der Öffentlichkeit gelacht hat sie auch noch. Die Sicherheitskräfte konfrontierten sie damit. Sie gab nicht auf und nutzte Medien, um gegen diesen tiefen Eingriff in die Erscheinung Frauen – ob religiös oder säkular – anzuschreiben (5).

“Intrafada” – Im Namen des palästinensischen Volkes wird ebendieses geopfert

Die intensivste Verwebung von Misogynie, Lebensverneinung und dem Verrat an der palästinensischen Bevölkerung wird im Umgang mit Müttern von Märtyrern deutlich. Sie werden als Gebärmaschine für den sog. “Widerstandskampf” angesehen und ihre Sprösslinge als idenitätsloses Menschenmaterial, das nur etwas wert ist, wenn es im antisemitischen Kampf eingesetzt und um sein Leben gebracht wird. Eine beeindruckende Dokumentation zur Thematik, die auch weitere Perspektiven wie die einer Hamas-Parteifunktionärin und einer geflüchteten palästinensischen Feministin aufrgreift, zeigt der Film “Soldatinnen Gottes – Die Frauen der Hamas” (6). Die NGO “Palestinian Human Rights Monitoring Group” hat für die Zerwürfnisse und die Brutalität innerhalb der palästinensischen Bevölkerung, für Ausschreitungen zwischen politischen Fraktionen, Familien und gar Städten mit alltäglichem Ausmaß (7), den Begriff der “Intrafada” benutzt. Dieser sollte auch genutzt werden wenn es darum geht zu erfassen, wie die Hamas die in ihrer Verantwortung lebende Bevölkerung zu fleischgewordenem Hass verheizt und andererseits mit Teilen der Bevölkerung umgeht, die ihr nicht so lieb sind.

Auf dieser alltäglichen Ebene gilt es zu verurteilen, wie palästinensischen Kindern strukturell die Perspektive auf ein friedfertiges, glückliches Leben verweigert wird in dem sowohl Hamas kontrolliertes TV-Programm (8) aber vor allem auch Schulbücher voller Hetze gegen Israel und Juden gespickt sind (9). Diese “Schwerpunktsetzung” sorgt eben nicht nur für das Fortbestehen von Antisemitismus und einer “Verewigung des Konflikts”, sondern drückt sich vor allem durch die Abwesenheit von anderen Themen aus – vom Mangel an Förderung der Bildung über sich selbst (Stichwort: Sexualaufklärung, sexuelle Gesundheit und Selbstbestimmung) und die Welt, über demokratische Werte, Kompetenzen und Strukturen, die auf dem Weg zum individuellen Glück, zu Inspiration, Perspektiven und somit auch wirtschaftlicher Prosperität führen könnten. 

Apropos wirtschaftliche Prosperität, es kann als Dauerbrenner verstanden werden, dass ökonomische Projekte prinzipiell durch die Hamas sabotiert werden, wenn man Israel dämonisieren kann – oder ggf. die PA und Mahmoud Abbas als Proxy, weil er nunmal nicht radikal genug im Kampf gegen Israel sei (10). Wobei Abbas selbst zuletzt erst beim Fall Rawabi, einem potentiellen Paradebeispiel für gelungene israelisch-palästinensische Kooperation, dazwischen funkte (11).

Statt die “eigene Jugend” zu fördern, wird sie systematisch zum Hass auf Israel, Juden, den Westen, die Freiheit, younameit, angestachelt. Palästinensische Jugendliche leben in einer Realität in der die Provokation, gar die konkrete Gewalt ggü. Israelis und israelischen Sicherheitskräften zur Normalität, zum Verständnis von “Gut” und “Böse” gehört und kultiviert wird. Sie werden angehalten Gewalt ggü. der “zionistischen Entität” auszuüben wo sie können – wenn sie dafür Sanktionen erleiden müssen, indem sie in israelisches Gewahrsam genommen werden, ist das zunächst ihr Problem. Ihnen werden die Konsequenzen sowohl für sich selbst als auch für ihre Opfer nicht verdeutlicht. Im Gegenteil werden Anreize gesetzt: denn wer als “politischer Gefangener” aus der “Haft der Zionisten” zurückkehrt wird als Held gefeiert und ggf. monetär entlohnt (12).

Dass die eigene Bevölkerung nur in ideologischer Geiselhaft von Nutzen ist, hätte einer westlichen Öffentlichkeit während der letzten militärischen Auseinandersetzungen mit Israel auf brutale, ekelhafte Weise deutlich werden können. Direkt aus dicht bevölkerten Gebieten wurden Geschosse durch die Hamas abgefeuert und Waffendepots in Schulen eingerichtet – wohl kalkulierend, dass ein israelischer Gegenschlag somit auch die Zivilbevölkerung trifft (13). Von Ausgangssperren infolge von Informationsaufrufen durch die israelische Armee ganz zu schweigen. Und die, die sich nicht an diese Sperre hielten? Die den Tod liebende Hamas wusste mit ihnen umzugehen und ermordete sie – so der mit der Hamas in “Einheit” regierende PA Präsident Abbas (14). Selbst NGOs die nicht gerade für eine freundliche Haltung ggü. dem jüdischen Staat bekannt sind, konnten um die Tatsache, dass die palästinensischen Zivilbevölkerung durch die Hamas als “menschliches Schutzschild” missbraucht wird nicht mehr herum (vgl. HRW, Amnesty) (15).

Um die ideologische Verbrämtheit und die Absurdität der “Intrafada” für eine weitere Bevölkerungsgruppe zu verdeutlichen, sollte man sich die Situation von LGBTs vor Augen halten. Also vor Augen zu halten gibt es da eigentlich nicht viel, außer der Tatsache, dass Homosexualität mit dem Tode bestraft werden kann. Und: wird. Dies geschieht zum Teil nur vermittelt über Gerichtsurteile, die eine ‘etwaige sexuelle Orientierung’ zum Thema haben (was absurd und ekelhaft genug wäre). Die Anschuldigung mit der “zionistischen Entität” Israel zu “kollaborieren” reicht vollkommen aus, um ohne jeden oder gar einen fairen Gerichtsprozess exekutiert zu werden. Damit ich selbst hier nicht den Eindruck hinterlasse, dass ohne die Hamas alles total töfte wäre im Gaza-Streifen, sollte betont werden, dass die Verfolgung von Schwulen anno 2005 schließlich auch ein Wahlversprechen der Hamas war (16). Die Bedrohung für gays & co und die für sie damit besonders schwierige Situation wird im Film “The Invisible Men” (17) gut dokumentiert, der nach Tel Aviv geflüchtete palästinensische Gays porträtiert. Und wenn es um all die verlorenen Leben geht, die wegen vermeintlicher oder – was zu begrüßen wäre – tatsächlicher Kollaboration mit Israel – mit oder ohne Gerichtsverhandlung – ermordet wurden: googelt doch einfach mal. Oder lernt Arabisch. Mehr kann man dazu kaum liefern, weil sich keine Sau in der westlichen Welt, schon gar niemand aus der sog. “Palästina-Solidarität” dafür interessiert. 

Diese “Solidarität” kann niemals das sein was sie sich schimpft. Sonst könnte sie nicht die Augen verschließen vor den grausamen Mechanismen mit denen Palästinenserinnen wie “Ranya” versuchen individuell all die Widersprüche auszuhalten, denen sie ausgesetzt sind. In der Dokumentation “Shahida – Bräute Allahs” wird sie als eine Insassisn in einem israelischen Gefängnis porträtiert. Sie ist die einzige Gefangene, “die sich weigert, sich mit einer der palästinensischen Banden zu assoziieren und folglich von den Mitgefangenen als „Agentin der Juden“ gemieden wird [und] benennt als den Grund ihrer vereitelten Messerattacke auf israelische Grenzsoldaten unverhohlen die Flucht vor der eigenen Familie. Ihr, den schwulen „Kollaborateuren“ und Israel, gilt meine Solidarität” (18). So und nicht anders sollte Solidarität bestimmt sein, mit denen die sie brauchen, in einem Moloch aus moralischer Verwahrlosung, ideologischer Geiselhaft und Hoffnunglosigkeit.

Freilich, all das Aufgegriffene sind Situationen, Gegebenheiten, Vorfälle, von denen eine nicht-arabisch-sprachige Öffentlichkeit weiß. Aber warum wissen wir nicht mehr? Und von dem was wir wissen, wieso schockiert es nicht? Wieso geht eine “Palästina-Solidarität” dazu nicht auf die Straße? Wieso interessiert sie nicht wenn in Ramallah, die rechte Straßenseite als “Flüchtlingslager” gilt und entsprechend mies behandelt wird und die linke Seite derselben Straße nicht?

So lange kein Kartenspiel, kein Händchenhalten mit wem auch immer, kein Slutwalk in Gaza City möglich ist und dieser nicht frei von Hamas-Mackern, ohne Antisemitismus, ohne Androhung oder Ausübung von Gewalt stattfindet ist das verlorenes Land und jegliche “Palästina-Solidarität” nichts als Beihilfe zu Unterdrückung und Mord. Wer das nicht erkennen will und die brutale Gefahr der Hamas verharmlost hat diese Sache mit der Demokratie, den Menschenrechte und dieser “Solidarität” schlicht nicht verstanden.

Verweise:

(1) Al Monitor: “Gaza’s unhappy sister wives”, 2015-03-18, source

(2)  Rubenberg, Cheryl, “Palestinian Women: Patriarchy and Resistance in the West Bank”, (USA, 2001) pp. 230–231

(3) Xinhuanet, “Hamas encourages Gaza women to follow Islamic code”, 2010-01-03, source

(4) Bloomberg, “Hamas Bans Women Dancers, Scooter Riders in Gaza Push”, 2009-11-30, source

(5) Jerusalem Post, “They accused me of laughing in public”, 2009-04-07, source

(6) bubi zitrone, “Soldatinnen Gottes – Die Frauen der Hamas”, 2010-08-15, source

(7) Audiator, “Palästinenser gegen Palästinenser”, 2015-04-21, source

(8) JerusalemPost.com, “Child on Hamas TV: Jews are barbaric apes”, 2014-12-21, source

(9) Akram, Fares; Rudoren, Jodi, “To Shape Young Palestinians, Hamas Creates Its Own Textbooks”, 2013-11-03, source

(10) Nazzal. Nasouh, “Hamas slams Israel for deaths”, 2012-04-03, source

(11) Diverse Artikel zum Projekt Rawabi bei der Times of Israel, source

(12) Toameh, Khaled Abu, “PA paying salaries to Hamas men in Israel’s prisons”, 2011-02-09, source

(13) Zahran, Mudar, “Gazans Speak Out: Hamas War Crimes”, 2014-09-19, source

(14) Elfagr News, “Abu Mazen” holds “Hamas” responsible for the fall of more than 2,100 martyrs during the war on Gaza”, 2014-09-06, source

(15) Bezar, Lanar, “Human rights watchdog: Hamas, PA tortured hundreds in 2014”, 2015-01-29, source

(16) Cohen, Benjamin, “Hamas say gays are perverts will be punished if they win elections”, 2005-10-10, source

(17) “The invisible Men” auf Youtube

(18) bubi zitrone, “Shahida – Brides of Allah”, 2010-03-28, source


beitrag von Berlin gegen Hamas

Die Hamas ist nicht genug – über die Kooperation zwischen den Organisatoren der Arena-Tagung mit Hamas, Hisbollah und dem iranischen Regime

Nachweislich unterstützen Organisatoren der Pro-Hamas-Konferenz in der Berliner Arena den antisemitischen Al Quds-Tag des iranischen Regimes, an dem alljährlich weltweit zur ‚Befreiung’ Jerusalems (arabisch: Al Quds) durch die Vernichtung Israels aufgerufen wird. Die engen Verbindungen zwischen den Organisatoren der „13. … Weiterlesen


beitrag von bak-shalom.de

BAK Shalom AG NRW: Marx is Muss, aber nicht so

Vom 14.-17. Mai wird in Berlin der „Marx is Muss Kongress“ der Organisation marx21 stattfinden. Aufmerksamen Beobachter*innen der Strömungen und Netzwerke innerhalb der Partei Die Linke und der Linksjugend mag sogleich einleuchten, warum wir uns überhaupt mit einem von dieser Organisation veranstalteten Kongress beschäftigen. Das trotzkistische Netzwerk Marx 21 ist nämlich neben der Stalinist*innen-Szene die weithin dominierende Gruppierung innerhalb der Linksjugend NRW. Mit Jules El-Khatib haben sie sogar ein Mitglied des Landesvorstand der Partei Die Linke in ihren Reihen, der zudem auch federführend das in traditionslinken Kreisen recht populäre Blog „Die Freiheitsliebe“ betreibt.