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A report on the current situation of the Yazidi refugees in Iraqi Kurdistan December 8, 2014 | 09:28 pm

This report was written upon request of the Women Committee of the Parliament of the Kurdish Autonomous Region (KRG) in October 2010 by Falah Murad Khan Shakarm, Project Coordinator of Wadi in Iraq.

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Unwillkommene Befreier December 7, 2014 | 03:03 pm

Aus einem Artikel von Thomas v. der Osten-Sacken:

Die Einnahme Jalawlas zeigt zugleich, dass dieser Krieg nicht mit Waffen alleine gewonnen werden kann. Schließlich liegt Jalawla außerhalb der kurdischen Selbstverwaltungsgebiete, die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung sind arabische Sunniten. Laut einer Volkszählung, die allerdings noch aus Saddam Husseins Zeiten stammt, machen Kurdinnen und Kurden nur 20 Prozent der Bevölkerung aus, in Saida sind es noch weniger. Der mehrheitlich sunnitisch-arabischen Bevölkerung aber sind schiitische Milizen und kurdische Peshmerga als Befreier nicht willkommen, mögen viele zuvor auch unter dem Terrorregime des IS gelitten haben. Vor allem schiitische Milizionäre, darauf verwies kürzlich wieder ein Bericht von Amnesty International (Jungle World 44/2014), führen sich in von ihnen eroberten Gebieten kaum besser auf als der IS. So enthaupteten sie vor laufender Kamera gefangene sunnitische Jihadisten, regelmäßig kommt es zu Folter und Verschleppungen unter ihrer Kontrolle. Inzwischen mehren sich Hinweise, dass auch kurdische Kämpfer wenig zimperlich mit Arabern umgehen, die im Verdacht stehen, mit dem IS kollaboriert zu haben.

Missbraucht und verkauft November 27, 2014 | 09:19 pm

Es sind Geschichten, wie sie die Mobilen Teams, die Wadi in Kooperation mit der lokalen Organisation Alind in Dohuk einsetzt, fast jeden Tag zu hören bekommen. Die Mitarbeiterinnen der Team besuchen die verschiedenen Flüchtlingslagern und Unterkünften, in die im August hunderttausende von Yeziden vor dem Terror des Islamischen Staates geflohen. Sie betreuen dabei auch Mädchen und Frauen, die den Jihadisten in die Hände gefallen sind, als Sexsklavinnen verkauft und missbraucht wurden und es irgendwie geschafft haben, dem Milizionären des Islamischen Staat zu entkommen.

Da ist etwa die Geschichte von A. D., einer sechzehnjährigen Yezidin. Sie wurde im August, weil es ihr wie tausenden anderen auch nicht mehr gelang, vor den anrückenden Islamisten zu fliehen, zusammen mit einigen ihrer Schwestern und ihrer Mutter gefangen genommen.

Nachdem sie neun Tage im Irak, gemeinsam mit über fünfzig anderen festgehalten, geschlagen und als Ungläubige beschimpft und beleidigt wurde, selektierten der IS die nach ihrer Meinung gutaussehenden Mädchen von den anderen und verschleppten sie nach Syrien. A. D. Wurde mit sechs anderen Mädchen in eine syrische Kleinstadt gebracht, wo man sie Nacht für Nacht vergewaltigte. Eines der Mädchen war erst neun Jahre alt, auch sie wurde missbraucht und musste sich anhören, dass ja der Prophet Mohammad auch das erste Mal Sex mit seiner seine Lieblingsfrau Aisha, als diese neun gewesen sei. Man folge nur dem Vorbild des Propheten.

A.D. Versuchte mehrmals zu fliehen und wurde jedes mal wieder eingefangen und danach geschlagen und missbraucht. Ein Mädchen, das mit ihr zu entkommen versucht hatte, wurde von einem IS-Kämpfer so heftig geschlagen, dass es kurz danach starb.

Dann verkaufte man sie für 900 USD an einen Syrer als Sexsklavin. Sie konnte erneut fliehen und diesmal gelang es ihr bis in die nächstgelegene Stadt zu entkommen, wo sie an eine Haustür klopften und um Hilfe baten. Ein Mann nahm sie auf uns erklärte, er würde sie für 3 700 Dollar an ihre Familie verkaufen, würde die nicht zahlen, werde er sie dem Islamischen Staat zurückgeben.

Solcher Menschen- und Mädchenhandel ist inzwischen gang und gäbe, auch arabische Zwischenhändler verdienen ein Vermögen, wissen sie doch, dass die Familien alles tun, um ihre Töchter und Frauen wieder zu bekommen und auch die kurdische Regionalregierung bereit ist, zu zahlen.

A. D. Wurde freigekauft, aber tausende von Yezidinnen befinden sich noch immer in den Händen des Islamischen Staates und werden, da man sie als Ungläubige betrachtet, systematisch missbraucht. Offiziell ist die Sklaverei im Territorium des IS eingeführt.

Die islamische Praxis der Genitalverstümmelung November 26, 2014 | 10:23 am

Vortrag und Diskussion mit Arvid Vormann (Wadi e.V.)

Freitag, 28. November 2014 ab 18:30 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin, Hörsaal 2002
[Unter den Linden 6, 10099 Berlin]

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist auch außerhalb Afrikas weit verbreitet, namentlich im Mittleren und Fernen Osten. Diese Tatsache ist noch immer wenig bekannt und wird noch weniger diskutiert, was auch daran liegen mag, dass hier kaum Anknüpfungspunkte für kulturalistische Narrative auszumachen sind. Auch lässt sich das Thema nicht sinnvoll behandeln, ohne die Rolle des Islam ausgiebig zu beleuchten – ein im Orient wie im Westen gern vermiedenes Unterfangen.
Im Kampf gegen FGM nimmt Irakisch-Kurdistan eine Leuchtturmfunktion ein. Über das einstige Tabu wird heute in den Medien offen gestritten, das Regionalparlament hat ein sehr weit gehendes Gesetz gegen häusliche Gewalt, einschließlich FGM, verabschiedet, dessen Umsetzung allerdings in weiten Teilen auf sich warten lässt, und glücklicherweise nimmt die Genitalverstümmelungsrate derweil kontinuierlich ab.

Arvid Vormann von der Organisation Wadi, die seit 20 Jahren vor Ort tätig ist, wird nachzeichnen, wie es zu dieser Entwicklung kam und wie sich die Situation heute, auch angesichts der Bedrohung durch ISIS, darstellt. Zudem wird er auf die von Wadi, neuerdings im Verbund mit UNICEF, angewandte Strategie im Kampf gegen FGM eingehen. Einleitend werden wir den halbstündigen Dokumentarfilm »Eine Handvoll Asche« zeigen.

http://www.hummel-antifa.de.vu/

Wadi Newsletter Autumn 2014 November 14, 2014 | 02:33 pm

An Update of current activities and projects from Wadi in Iraqi-Kurdistan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das syrische Regime und Kobani November 11, 2014 | 09:44 pm

Syrian Foreign Minister Walid al-Mualem stated army has sent weapons and ammunition to Kurdish town of Kobani that is under the siege of the militants of the Islamic State (IS) and reiterated that further resistance of the city against the radical group would lead into the defeat of Kurdistan Region President Massoud Barzani and Turkish President Recep Tayyip Erdogan. (…)

He hailed Kurdish resistance in Kobani and said Turkey Kurds are against Turkey policies and Kurdish resistance in Kobani changed U.S. President Barack Obama policies towards Kobani or what he called by its Arabic Name Ain al-Arab.

He predicted that the continuation of the situation would make Barzani and Erdogan policies defeated, revealing that Damascus has been in cooperation with Kurds in the city in bombing the IS radicals but the situation changed as U.S. interfered as there was no cooperation between Syrian forces and the U.S. forces.

He denied Syria pro-Kurdish co-leader of Democratic Union Party (PYD) is a separatist and said his party has entangled in a very tough situation in northern Syria developments.

Quelle

 

Kurdish War Crimes? November 3, 2014 | 10:41 am

For the first time, the image of the Western-supported Iraqi Kurds has been damaged after a Dutch TV report accused them of war crimes in their battle against the militant group the Islamic State (IS).

Dutch national TV programme Nieuwsuur reported on 24 October that Kurds have executed prisoners of war and destroyed Arab houses out of revenge for Arab support for IS.

In the past, accusations of human rights violations have mostly been leveled against Iraqi government forces and the Islamic State. Last Thursday, Human Rights Watch said gunmen from IS executed 600 male prisoners in the province of Mosul this summer.

The mixed Arab-Kurdish areas previously taken over by IS and now recaptured by the Kurdish Peshmerga are posing serious dilemmas for the Kurdistan Regional Government (KRG) in Iraq, with an already large Arab community living in the Kurdistan region of Iraq.

Quelle

Protest letter concerning the treatment of a female Journalist in Suleymaniah October 15, 2014 | 11:22 am

To: Mr Nikolai Miladinov, UN Special Representative for Iraq and Head of the UNAMI
Five major political parties of Kurdistan – PUK, KDP, Gorran, KIU, Komal

It is unacceptable that female NRT journalist Shaima Jaf was prevented from entering the meeting of the UN Special Representative for Iraq and Head of UNAMI Mr. Nikolai Miladinov with the five major political parties of Kurdistan which took place at the headquarters of the Kurdistan Islamic Union (KIU) in Erbil on 13 October 2014. In addition to showing blatant disrespect for the concept of free press, it is especially outrageous in light of the fact that one major item on the agenda for the meeting was the nomination of a candidate for Minister of Women’s Affairs in the new Iraqi cabinet, which was to take place without the participation of a single female representative from any of the major political parties.

The UNSCR 1325 stresses the participation of women in the public affairs, and especially in the dialogue processes. In the Kurdistan Region and Iraq, this topic has often been addressed and various strategic plans have formulated, though sincere efforts to implement this resolution remain lacking. Indeed, preventing women and female journalists from taking part in this process under any pretenses is a blatant violation of the resolution.

Finally, the silence of the UN Special Representative and the political parties towards this incident raises serious questions. If a sincere effort is not made to address this incident and an explanation is not issued, it will affect the reputation of all the participants in the meeting, particularly the KIU who hosted the gathering.

Here is the link to the NRT TV statement regarding this incident:

Organizations and individuals who endorse the above statement in Iraq and internationally include:
WADI Iraq, Women Org. for Legal Assistance – WOLA, PDO, DHRD, ASUDA, Metro Center, WARVEN, House of Successes for Development, YADIK, Halabja Organization, Human Organization for Defending Human, OVK, OUA, Kurdish and Middle Eastern Women Organisation, Kurdistan Form, CSI, Radio Dang, Radio Dange New, Zhyan Group, Aliand Organization,KIE , Zhyan Institution for Human Rights,Institution of Human right ,support the freedom of Jornalist and 33 activist writers, workers and civilian.

Kurdistan region of Iraq, 15-10-2014

On the Streets October 10, 2014 | 04:11 pm

So when Kurds picked up their arms and decided to fight ISIL, you can be sure there will be blood. For observers and former soldiers who fought the PKK, the most recent uprising that claimed more than 20 lives marks the end of peace process. A former MP from Diyarbakir and founder of the AK Party, Dengir Mir Mehmet Firat, said this in an interview he gave to daily Yurt.
“Even the Kurds who supported the AK Party are on the street now. This is the first time that Kurds in Iran, Iraq, Syria and Turkey are acting together. Turkey has to see this and change its policies. Otherwise, this will be the beginning of a very long destructive war in the entire Middle East,” he said.

Quelle

Pushing IS back October 8, 2014 | 11:16 am

Idris Nahsen, a Kurdish official from Kobani, said that the air strikes had been helpful.

“The situation has changed since Tuesday. YPG forces have pushed back IS forces,” said Nahsen, who himself moved to Turkey on Tuesday but now plans to go back.

The fighting for Kobani could still be heard on the Turkish side of the border and IS fighters could be seen movingwww.Ekurd.net around the edge of the city. The black flags planted by IS on Monday were still in place.

Meanwhile, the minaret of a mosque in the centre of Kobani that had been clearly visible from the Turkish side collapsed, the correspondent said. The cause was not immediately clear.

Jihadists from the Islamic State group withdrew from some parts of the embattled Syrian Kobani overnight after air strikes by a US-led coalition, a monitor said Wednesday.

Rami Abdel Rahman, director of the Syrian Observatory for Human Rights, said “fighters from the Islamic State withdrew overnight from several areas in the east of Ain al-Arab (Kobani) and the southwestern edges.”

Source

In den Nachthimmel starren, auf die Flugzeuge warten October 6, 2014 | 09:36 pm

Die ersten schwarzen Fahnen der ISIS sind am Ortseingang der seit Wochen umzingelten kurdischen Stadt Kobane gehisst worden, die meisten Zivilisten über die Grenze evakuiert, es scheint dem IS gelingt es in diesen Stunden ins Stadtzentrum vorzudringen.

Harald Doorbos, ein holländischer Journalist, verfolgt die Entwicklung von der Grenze.

Ein Tweet von ihm, der vieles über die Lage aussagt:

Kurds here close to border staring at night sky, hoping very much for airstrikes. But seems too little too late, ISIS already inside Kobane.

Sie hoffen auf massive Luftangriffe.

Dabei flog die anti-Isis Koalition heute genau drei Anriffe:

U.S. and partner nations’ military forces continued to attack ISIL terrorists in Syria Sunday and today using fighter and remotely piloted aircraft to conduct three airstrikes.

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Prime Minister Barzani regarding the killing of British citizen Alan Henning October 4, 2014 | 10:48 pm

“When a volunteer leaves his job, family, and loved ones to travel to a far away country in order to help displaced and wounded people, we all celebrate him or her. This is what British citizen Alan Henning did.

He left his work as a taxi driver, his wife Barbara, his two children, his relatives and friends, and the comfort of life in Salford to aid refugees and displaced people in Syria. He was abducted at the end of 2013 and has now been beheaded by the terrorists of the so-called Islamic State. This brutal and barbaric act once again demonstrates the true nature of these terrorists, revealing their lack of humanity.

We in the Kurdistan Region are saddened once again, as we were when aid worker David Haines was the first British citizen beheaded by these evil forces around us. We have been through this kind of suffering and we know how difficult it is, as such inhuman acts are perpetrated against these innocent people solely because of who they are and not because of what they have done. We extend our thoughts and condolences to the families of the victims and to the British people.

We will remember Alan Henning, David Haines, Steven Sotloff, Jim Foley, and all of our innocent victims of the so-called Islamic State and other violent and brutal terrorist groups. With our partners, we will do all we can to bring these murderers to justice.”

Der Kampf um Kobane October 1, 2014 | 02:40 pm

Gespräch zur Situation nicht nur in Irak und Syrien

Die Weltereignisse überschlagen sich täglich, wie derzeit etwa in der umkämpften syrisch-kurdischen Grenzstadt Kobane – demgegenüber ist das Audioarchiv, gerade in seinem Anspruch, Tondokumente über eine länger Zeit hinweg verfügbar zu machen, ein recht langsam funktionierendes Medium. Dennoch hoffen wir, dass es für möglichst viele Leute nützlich ist, wenn wir folgendes hörenswertes Radiogespräch zur Verfügung stellen:

In einer Gemeinschaftssendung von Shalom Libertad und Quergelesen am 23.09.2014 haben sich Stefan Negator und Wolfgang Seibert mit Danyal (Cosmoproletarian Solidarity) und Ramin über die derzeitige Situation im Nahen Osten unterhalten. Ausgehend von der derzeitigen Offensive des Islamischen Staats auf Kobane entwirren die vier die Kräftekonstellationen, Konfliktlinien und Machtverhältnisse dieses Schauplatzes des syrischen Bürgerkriegs. Insbesondere geht es auch um die Aufstellung und Zusammensetzung der kurdischen Gebiete, die machtpolitischen Grundlagen des IS, sowie die Interessen der Türkei, des Irans und anderer arabischer Staaten. Zuletzt haben sie darüber gesprochen, welche Bedeutung die Entwicklung des syrischen Bürgerkriegs für Israel hat und über die Interessen Deutschlands sowie die Reaktionen der deutschen Linken.

    Download: via AArchiv (mp3; MB; 1:43:26 h) | via Mediafire (zip; ~2 h)

Siehe auch: Syrien zwischen Bürgerkrieg, Glaubenskrieg des ISIS und kurdischer Autonomiebestrebung

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Nothilfe für jesidische Flüchtlinge, Nordirak September 30, 2014 | 01:38 pm

Das Video vermittelt einen Eindruck davon, unter welch widrigen Umständen diese Überlebenden des IS-Terrors nun gezwungen sind, den Winter zu verbringen. Was danach einmal wird, ist völlig ungewiss.

Bitte spenden Sie, Stichwort Nothilfe Sinjar! Herzlichen Dank!

Weitere Nothilfe für Flüchtlinge aus dem Sinjar September 27, 2014 | 10:01 pm

In Zusammenarbeit mit Alind und CPT versorgt Wadi  mit Hilfe Ihrer Spenden 88 jesidische Familien (ca. 600 Personen) mit dem Nötigsten. Die Familien sind vor den mordenden Banden des Islamischen Staates nach Norden in die Region um Dohuk geflohen und haben in einigen Rohbauten Zuflucht gefunden. Viele haben unterwegs Angehörige verloren und mussten Schreckliches mit ansehen und erleben. Nun naht auch noch der Winter und noch immer fehlt es an fast allem.

Vergangene Woche konnten wir den Menschen erneut weitere Hilfe bringen: Decken, Babybettchen, Kinderkleidung, kleine Zelte und Überlebens-Packs mit 11 verschiedenen Sorten Lebensmitteln wie Reis, Bohnen, Öl, Zucker, sowie 7 Hygiene-Artikeln, darunter Waschpulver, Shampoo, Seife.

Dies war möglich, weil wir auf unseren gemeinsamenen Spedenaufruf innerhalb von nur einer Woche fast 3000 Euro auf unser Konto eingegangen sind.

Die Menschen bitten dringend um mehr Decken – noch immer haben nicht alle eine, und die Nächte werden inzwischen kühl. Warme Kleidung wird auch benötigt … und vieles vieles mehr.

Daher unsere dringende BitteSpenden Sie bitte auch weiter, Stichwort Nothilfe Sinjar!

Eingehendes Geld wird umgehend vor Ort in dringend benötigte Hilfsgüter investiert und den Menschen gebracht.

Kurdistan ist keine Einheit – im besten Sinne September 23, 2014 | 08:26 am

Im Osten Irakisch-Kurdistans hat alles seine Ordnung: Flüchtlinge sind im Flüchtlingslager (Arbat), und nirgendwo sonst, jedenfalls nicht offen sichtbar. Allerdings steigen die Mieten in Folge erhöhter Nachfrage durch Flüchtlinge, die sich das leisten können – auch von denen gibt es nicht wenige.

Aber warum kommen nicht mehr in die Region Suleimaniya, wo sie vielleicht bessere Bedingungen vorfänden als in Dohuk? Ein Grund, neben der weiteren Strecke, die zu bewältigen wäre, ist sicherlich, dass Kurdistan eben kein relativ homogenes (Proto-)Staatsgebilde ist, in dem es weitgehend unerheblich wäre, ob man beispielsweise in Hamburg oder Berlin unterkommt. Suleimaniya ist unbekanntes Ausland für die meisten aus der Gegend um Mosul, inklusive fremder Sprache, anderem sozialen Gefüge und ungewohnten Sitten und Gebräuchen.

Kurdistan ist keine Einheit, weder politisch noch kulturell. Und das muss gar nicht mal schlecht sein. Jedenfalls nötigt es doch einigen Respekt ab, wie man hier selbst im Angesicht des ISIS-Terrors nicht mit Messer zwischen den Zähnen in kollektive Mobilmachung und nationale Raserei verfällt, wie es für ein “Volk zwischen heiß ersehnter Unabhängigkeit und existenzieller Bedrohung” zu erwarten wäre. Hier teert man, sofern es irgend geht, lieber Straßen und installiert Satellitenschüsseln.

Island in the sun September 22, 2014 | 05:46 pm

Intercultural dialogue between different religious faiths, held today in Slemani/Iraqi Kurdistan. Of course the Muslim speaker had to be first. The Yazidi representative came third after the Christian. He said Yazidis prefer being called Ezidis because this means “believers”. According to his account this is the 73th time in history they are attacked in such an existential way. He emphasized that their spiritual leader Haji Baba has declared all the abducted and tortured girls innocent, i.e. their morale will not be questioned and they will be received with open arms – a very important statement that cannot be valued high enough in this conservative society.

The event was an example of how different Iraqi Kurdistan actually is compared to anything close. It was a relaxed convention of citizens having their say in a public space – values like gender equality and political and religious tolerance not really being questioned by anyone.

Dringender Hilfsaufruf: Soforthilfe für Flüchtlinge aus dem Sinjar September 18, 2014 | 09:56 am

 

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Mobile Teams zur Unterstützung von Flüchlingen im Nordirak September 15, 2014 | 09:24 pm

 

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) hat einen Antrag von wadi bewilligt, um in der Region Dohuk und Zakho Flüchtlingsfrauen und Kinder mit geschultem lokalen Personal und mobilen Teams zu betreuen. Besonders werden die Mitarbeiterinnen von Wadi gemeinsam mit lokalen Partnern sich um jene yezidischen Mädchen und Frauen kümmern, die sexuellen Übergriffen und systematischem Missbrauch durch Milizionäre des Islamischen Staates ausgesetzt waren.

Gemeinsam mit der Organisation Alind leistet Wadi seit Ausbruch de Flüchtlingskatastrophe Nothilfe in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften und unterstützt verschiedene lokale Organisationen mit Beratung und Wissenstransfer.

Gewalt gegen Jezidinnen – 5000 Frauen verschleppt und misshandelt September 11, 2014 | 01:15 pm

Ein Interview mit Radio Dreyeckland:

Thomas von der Osten-Sacken von der Hilfsorganisation Wadi berichtet aus dem kurdischen Nordirak über ein Land unter dem Schock der Gräuel des sogenannten “Islamischen Staates” (IS). Tausende von Jezidinnen wurden entführt – und viele Männer ermordet. Bei Anrufen lassen die Täter die Angehörigen erfahren, wie sie die Frauen misshandeln. Irakisch Kurdistan ist von Flüchtlingen überfüllt. 400 000 kamen alleine in einer Woche. Sie schlafen unter jeder Brücke, auf jeder Baustelle. 5 Personen müssen sich sich eine Decke teilen, 60 000 Flüchtlinge 10 Toiletten. Immerhin haben die Luftschläge der Amerikaner dazu geführt, dass der IS etwas an Boden verloren hat. Die Kurden werden ihren Teil des irak wohl zurückerobern. Den Rest müssten andere machen, insbesondere auch sunnitische Truppen.

Anhoeren

 

Majority in Iraqi Kurdistan oppose female genital mutilation September 10, 2014 | 08:17 am

The Guardian about a recent study conducted in Iraqi-Kurdistan showing the success of the campaign against FGM in Kurdistan :

 The majority of people in Iraqi Kurdistan think female genital mutilation (FGM) should be eradicated and blame traditional beliefs for its continued practice.

In the first survey to investigate attitudes towards FGM in Iraqi Kurdistan, conducted by a coalition of UN agencies and the Kurdish regional government, 68% of people, including religious leaders, said the practice should be eliminated, and almost the same number said it should be banned as a tradition.

Women fear genital mutilation from ISIS September 2, 2014 | 01:06 pm

Excerpt from a report prepared by a Wadi mobile team operating in Garmyan (southern border area of the Kurdish Region):

In Garmyan district in Rzgary, the team explained the law and talked about FGM. One of the participants asked to help the team voluntarily in order to eradicate FGM in all the neighboring and far villages. In Rzgary, women know a lot about the side effects of FGM and about the law. They said that FGM is not practiced anymore and they were so glad about it. They knew what they have done to their daughters . A woman started weeping and said, “I know I am guilty and my daughter will never be happy with her life and especially her family”.
Women are so afraid in Kalar because of ISIS. They are frustrated after learning that ISIS tries to mutilate all the women and girls in any place under their control. However, some others are trying to mutilate themselves, so that when ISIS attacks they do not need to go through that procedure again. The team in Garmyan is doing whatever is possible to convince them that the situation is safe and mutilation is not a solution to change the situation.

Women in this area know a lot about the negative consequences of female genital mutilation (FGM) and FGM rates have dropped sharply because for many years Wadi has raised awareness there.

So many people in need September 1, 2014 | 10:51 am

Wadi’s local partner organization Alind delivering aid to refugees close to Duhok/Iraqi Kurdistan…

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100 families and 350 children received clothes and mattresses – funded by Wadi.

Wie wäre das: Deutschland nähme ALLE Jesiden auf August 23, 2014 | 11:14 am

…und böte ihnen eine neue Heimstatt. Deutschland, das Jahrzehnte zuvor Millionen Juden ermordete, um ein Volk auszulöschen, nähme heute bis zu einer Million jesidischer Flüchtlinge auf. Das wäre eine Geste an die Menschheit. Und durchaus machbar.

Die Jesiden können und wollen nicht mehr in ihrem angestammten Gebiet leben. Sie sind gerade knapp einem Genozid entronnen. Tausende sind ermordet oder versklavt worden. Ihre arabischen Nachbarn haben ihnen nach dem Leben getrachtet, sie im wahrsten Sinne verraten und verkauft an ihre Mörder. Ihre de-facto-Schutzmacht, die kurdische Armee, hat bei ihrer Verteidigung versagt. Die meisten Jesiden wollen ihre Heimat verlassen und lieber irgendwo als Flüchtlinge vegetieren, als noch einmal in das verfluchte Land ihrer Mütter und Väter zurückzukehren.

Es kann hier daher nicht darum gehen, die Verhältnisse im Herkunftsland so weit zu stabilisieren, dass die Menschen im Land bleiben oder in absehbarer Zeit zurückkehren können. Diese Menschen müssen dauerhaft aufgenommen werden, und zwar möglichst von Ländern außerhalb des islamischen Kulturkreises. Deutschland hätte die Voraussetzungen und Kapazitäten dafür, das in einer großen gemeinsamen Anstrengung zu leisten.

Gerade diejenigen, die für eine nichtmilitärische Lösung plädieren, sollten sich diese Forderung zu eigen machen: Alle Jesiden, die dies wünschen, sollen ab sofort nach Deutschland kommen dürfen, um sich hier niederzulassen, Start- und Integrationshilfen inklusive.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière dagegen findet, dass die Terroristen schon gewonnen hätten, wenn Deutschland jetzt Anflüge von Menschlichkeit gegenüber ihren Opfern zeigte. “Es wäre ein unerträglicher Triumph für die Terroristen als Feinde unserer Religion, wenn am Ende des Konflikts die Christen aus dem Irak vertrieben wären”, erklärte er gegenüber der Bild-Zeitung.

Geht es nach ihm, mögen die Verfolgten gefälligst im Lande ihrer Häscher bleiben, tot oder lebendig: “Den Satz, dass die Jesiden oder die Christen im Irak keine Zukunft haben, will ich nicht akzeptieren.” Und weil er diese bittere Realität nicht akzeptieren will, muss er sie zurechtlügen mit der dreisten Behauptung, die “Jesiden wollten selbst nach dem Ende der Kämpfe in ihre Heimatregionen zurückkehren”.

Help the Displaced Yazidi People from Sinjar! August 17, 2014 | 09:57 pm

Representatives of three human rights non-governmental organizations (NGOs), a German-Kurdish organization Wadi, a U.S. based international organization Christian Peacemaker Teams (CPT), and Duhok based Alind Organization, conducted a two day visit on 15 and 16 August, 2014, to areas in the Duhok Governorate of Iraqi Kurdistan where Yazidi Iraqis who fled the violence of the Islamic State (IS) forces from the Shangal (Sinjar) area are now staying. The representatives spoke with an official at the Peshabur (Faysh Khabur) Iraqi-Syrian border crossing, who estimated that since 5 August more than 100,000 people came in seeking refuge.

The representatives observed Yazidi families camping out under make-shift tents along the roads throughout the area, under highway overpass bridges, or in the open sided concrete buildings being constructed. They visited the displacement camp for estimated 2,000 (no official numbers are known) people in the Khanke municipality near the town of Semel, and the Bajet Kandala Refugee Camp, near the Peshabur crossing. At these camps they spoke with over 50 displaced persons and observed the current living conditions. The interviewed people shared many common experiences. Families reported men in their family killed and women raped or kidnapped by IS forces, escaping to Mount Shangal, watching relatives die for lack of food and water and suffering extreme heat exposure. Most of them arrived in the Duhok Governorate, after a combination of walking and being transported in trucks or wagons through the Kurdish controlled parts of Syria. They appeared deeply traumatized, and spoke of shame and despair about their future. The majority of the interviewees said they feared to stay in Iraq and wanted to emigrate to Europe, the U.S.A. or Canada.

Khanke camp has been set up on a field next to a small town to care for the rapid influx of the displaced Yazidis. More than 100 white UNHCR tents are spread around a large field. People sat in the shade of the tents on cardboard or dusty mats. A local organization has delivered mattresses to a small portion of the residents. There were no water systems for consumption or bathing near the tents. Residents hauled water in buckets from a local school, but had bottles of water for drinking. According to the residents there were only two latrines. Local people of the town served the residents of the camp a warm meal about 5 PM, consisting of rice and bulgur. Apart from one police car, there appeared to be no security system for the camp, which might put especially women and Children in risk of abuse. People are in dire need of sufficient sanitation system, food, vitamins, medical attention as well as administration and security.

Bajet Kandala Refugee Camp, situated just several kilometers from the Peshabur border crossing was meant to serve as a reception/transit camp for the Syrian refugees. In an older portion of the camp the visiting human rights workers saw canvas shelters, electricity, latrines, and water spigots. The other part, filled with several hundred white tents, has not been finished yet and the representatives have seen the ongoing enlargement. Residents of the new part, mostly families, had to cross a highly trafficked road to the rest of the camp to haul buckets of water and get a tray of what appeared to be subsistence amounts of cooked food, consisting mainly of rice.

According to the administrator of the camp, a representative of the Kurdish Regional Government (KRG), around 20,000 people resided there as of 16 August. The camp is run by a KRG related agency that appeared to be overloaded and overwhelmed with the amounts of people present and still arriving to the camp daily. A 15-member family sitting under a make-shift shelter at the side of the camp told the NGO’s representative that they had not eaten for three days. No international aid agencies were present at the camp.

CALL TO ACTION

Wadi, Christian Peacemaker Teams and Alind, as international and Kurdish civil society organizations, call on the United Nations and all international aid agencies, government and non-governmental bodies to:

Help the Yazidi people of Shangal!

The Kurdistan Regional authorities along with local communities are doing much to provide help for those in need, but the region is overwhelmed by the enormity of the influx of the hundreds of thousands displaced Yazidis, Christians, Shabaks, Turkmen, Arabs and others fleeing the horrific violence perpetuated by the Islamic State forces.

We ask the Iraqi government to act quickly and provide financial support from the central budget and try to find and release the missing persons, especially the women, remembering that Iraq signed resolution 1325 UNSCR in 2013 which calls on governments to protect women and children in conflict.

We urge the UN and other aid agencies to act quickly to provide necessary infrastructure and basic needs and services, such as food, sufficient sanitation systems, medical care, and protection to people in the camps as well as to people needing shelter and housing outside of the camps.

We urge nations of the world to open their borders for those displaced by violence and to provide a process for them to immigrate and the financial and legal assistance needed.