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Irakisch-Kurdische Delegation besucht Diyarbakir, um über lokale Demokratie zu lernen April 16, 2015 | 09:58 pm

Um aus den positiven Erfahrungen der Nachbarn in der Region zu lernen, organisierten WADI und das kurdischen Institut für Wahlen (KIE) die Delegationsreise nach Amed als Pilotprojekt der Initiative für lokale Demokratie in Irakisch-Kurdistan. Während ihres Aufenthalts in Amed, führte die Delegation Gespräche mit vielen lokalen Entscheidungsträgern einschließlich des Co-Bürgermeisters Firat Anli, den Co-Bürgermeistern der Sur und Payas (Kayapinar) Gemeinden, hochrangigen Vertretern der Union der Südost-Gemeinden (GABB ), dem Kongress der Demokratischen Gesellschaft (DTK) und der Demokratischen Partei der Regionen (DBP), sowie Mitgliedern der Jugendbewegung des DTK und DBP. Die irakischen Aktivisten diskutierten mit den lokalen Politikern unter anderem über Selbstverwaltung, Gleichstellung der Geschlechter, Bildung und die Rolle der Jugend in der Gesellschaft. Die Delegation erfuhr, dass die gegenwärtige lokale Demokratie in Amed auf freien und demokratischen Wahlen für Vertreter vor Ort fußt, auf engen Beziehungen zwischen den Menschen und der lokalen Führung, einer gleichberechtigten Rolle von Frauen in Führungspositionen und der Beteiligung der Jugend in Entscheidungsprozesse.

Die Delegation besuchte außerdem das lokale Sozialzentrum Sumer Park, die lokale Frauenakademie und zwei Kulturzentren – das Dicle Firat Kultur- und Kunstzentrum, ein bekannter Treffpunkt für die Künstler aus Amed und das Cegerxwîn Kulturzentrum in der Payas Gemeinde, das als lokales Zentrum für Bildung und Aufklärung wirkt. Die Delegation besuchte auch die Rojava (Syrisch-Kurdistan) Hilfe und Solidarität Vereinigung und betonte dort die wichtige Bedeutung der Solidarität mit den kämpfenden Kurden und Kurdinnen in Kobani und Rojava. Im Anschluss an den Besuch der Delegation, drückte Co-Bürgermeister Anli seine Freude am Empfang der Delegation aus und sagte, er hoffe auf eine starke Beziehung für die Zukunft.

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The diversity of Kurdish women’s perspectives of female genital mutilation March 14, 2015 | 01:28 am

Findings from a recent study done in Iraqi-Kurdistan about FGM:

With the recent advocacy and awareness campaigns in the region many people have become more aware of the health concerns related to FGM. However, rejecting a practice that is deeply embedded in the roots of the society cannot be simply achieved by recognizing its harms. The women with this viewpoint were very well educated, were originally from urban areas and were from the middle to high socioeconomic class.

The consensus perspective, “marital role”, centers primarily on lack of effect of FGM on women’s marital role and maturity. In several societies where FGM is practiced, a girl can’t be considered an adult/women until she has FGM and hence a girl cannot marry without going through FGM. However, this notion does not seem to be an important reason for performing FGM in IKR.

In fact, some important efforts have been made to fight FMG in IKR. The reports of high prevalence of FGM in 2007 resulted in launching the campaign of “Stop FGM in Kurdistan” by a number of civil society organizations and women’s rights groups to abandon this practice. Such effort resulted in passing the Domestic Violence Bill in June 2011, which includes several provisions criminalizing FGM in IKR.

The regional government established a supreme council for women’s affairs to oversee and coordinate activities and a special police directorate responsible to combat all types of gender-based violence including FGM. Many civil society organizations are working with communities and religious leaders to reduce the practice of FGM.

Finally, I hope that the findings of our study and other similar studies can add to these efforts through providing more insight into this problem and helping in guiding the efforts to fight FGM in IKR.

No independency in sight March 12, 2015 | 12:52 am

The KRG will not unilaterally declare independence. It will not invite conflict with hostile neighbors. A coordinated declaration of independence would require support from the United States and Turkey, which is not forthcoming. Negotiations with Baghdad involve complicated factors, including a division of oil, water, and other assets. Baghdad will not agree to Kurdistan’s independence under current conditions of duress or over Iran’s objection. At this stage, the KRG should focus on state-building. It should take steps to strengthen its democratic institutions, establish transparency over its energy sector, and combat corruption. Iraqi Kurdistan needs to act like a state, rather than behave as a tribe or militia.

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Unterstützung einer selbstverwalteten Schule für syrische Flüchtlingskinder March 6, 2015 | 10:36 pm

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Mit finanzieller Unterstützung einer internationalen Hilfsorganisation hat die kurdische Regionalregierung vergangenes Jahr eine Schule für syrische Flüchtlingskinder in Bainjan, einer Kleinstadt in der Nähe von Suleymaniah, errichtet.

Die Lehrer stammen aus Syrien, sind selbst Flüchtlinge und arbeiten ehrenamtlich. 120 Kinder werden unterrichtet, viele von ihne sind allerdings so arm, dass sie weder genügend Winterkleider besitzen noch sich die nötigen Schulsachen besorgen können.

Aber anders als so viele andere Kinder von den Millionen Flüchtlingen, die vor dem blutigen Bürgerkrieg in Syrien geflohen sind, können sie immerhin in die Schule gehen. Und die ist vom irakisch-kurdischen Erziehungsministerium anerkannt. Nur leben viele Familien in so großer Armut, dass sie ihre Kinder nicht einfach in die Schule schicken können.

Hier springt WADI ein. Für dieses Jahr soll der Transport von Kindern und Lehrern finanziert werden, Schul- und Unterrichtsmaterialen gekauft, Kinder, deren Eltern nicht genügend Geld für Kleidung besitzen, gezielt unterstützt werden. Auch sonst wollen wir, wo und wie immer möglich, dieses, in der Region wohl einmalige, Projekt unterstützen.

Denn es sind syrische Flüchtlinge, die anderen syrischen Flüchtlingen helfen. Auch bei Wadi: So ist es unsere Buchhalterin, Kumry Alferha, die selbst aus Quamishli in Syrisch-Kurdistan stammt, die sich um dieses Projekt neben ihrer regulären Arbeit kümmert.

Erst kürzlich verteilten Mitarbeiterinnen von Wadi Spielsachen an die Kinder, die Freude war, wie man sieht, groß.

Dies ist einer unserer Projekte zur Unterstützung von syrischen Flüchtlingen in Irakisch-Kurdistan. Bitte helfen auch Sie mit Ihrer Spende.

Die Arbeit von Wadi in Medienberichten über die Lage yezidischer Mädchen February 14, 2015 | 11:42 pm

Inzwischen betreuen die Mobilen Team von Wadi und Alind 163 Rückkehrerinnen.

In den vergangenen Tagen haben wir es einigen Journalisten ermöglicht, sich mit ein paar dieser Mädchen zu treffen und sie zu interviewen.

Der amerikanische Sender NBC berichtete am 13.2 und erwähnt auch die Arbeit unserer Kolleginnen in Dohuk:

Both Farida and Hweida are now being helped by a German funded charity called Wadi .They have found an anchor and guardian in one of group’s aid workers named Ciman Rashid. She said the girls have been making progress despite their ordeal.

“When Hweida first came out of ISIS captivity she was speaking incoherently, talking constantly without making sense for two days. Then she stopped talking entirely for two months. Now she’s getting better and speaks a little. She’s starting to have more trust,” Rashid.

Am Tag darauf beschäftigte sich das ZDF Magazin Mona Lisa mit dem selben Thema und interviewte den Geschäftsführer von Wadi, Thomas von der Osten-Sacken.

No Friends but Iranians February 5, 2015 | 10:52 pm


IN MEMORIAM REYHANEH JABBARI (†2014)

He who does not speak of the Iranian Regime
shall remain silent on matters of the Islamic State.

„Under the Iranian president Hassan Rouhani, more people are executed than under his predecessor Ahmadinejad. Everyone is looking at ISIS and their barbaric deeds. The only difference to the Iranian regime: ISIS is proud of its murders, Iran is executing them surreptitiously behind prison walls and cowardly denies them. The world has to understand that a dialogue with this regime of murderers in impossible.
Only pressure helps.“

(Fariborz Jabbari, uncle of Reyhaneh Jabbari
who was executed by the Iranian regime in October 2014)


Theses on the Syrian Desaster
August - December 2014
I      The Role of the IRI in Iraq & Syria
II     Assad and the Islamic State
III    Iran's "boots on the ground"
Download


No Friends but Iranians,
Qassem Suleimani (3rd from left),
commander of the Quds force of the Iranian Revolutionary Guard Corps (IRGC),
posing with a group of Peshmerga in Iraqi Kurdistan

Yezidische Familien und aus Gefangenschaft von ISIS zürückgekehrte Mädchen brauchen Unterstützung February 4, 2015 | 10:49 pm

Von Abdullah Sabir, Wadi; Dohuk im Januar

Hunderttausende yezidischer Flüchtlingsfamilien aus der Sindschar Region sind im vergangenen August in die Provinz Duhok im Norden Irakisch-Kurdistans geflohen und Schutz in Lagern oder Rohbauten  gefunden. Gemeinsam mit der lokalen Organisation Alind unterstützt Wadi 102 Familien mit Nahrungsmitteln und bietet psychosoziale Betreuung. Wadi und Alind sind mit Teams vor Ort, von den 6 Helferinnenn sind 4 Yezidinnen.

Unter den Flüchtlingsfamilien sind auch paar türkmenische Familien aus Tel Afar, die nach Sinjar geflohen waren und nach der Offensive des IS gemeinsam mit den Yeziden erneut fliehen mussten.

Die Gesichter und Augen der Frauen und Kinder sind erfüllt von der Angst und dem erlebten Schrecken. Die geflohenen Frauen und Mädchen wurden während ihrer Gefangenschaft von den Kämpfern des IS vergewaltigt, misshandelt und gefoltert. Sie bekamen kaum ein Stück Brot am Tag, konnten sich nicht waschen und wurden vergewaltigt. Die Frauen und Mädchen wollten anfangs nicht über ihre Erlebnisse reden und es bedurfte viel Geduld und Einfühlungsvermögen, das Vertrauen wachsen zu lassen.

Ende Januar fand ein ein Treffen in Duhok mit 12 Frauen und Mädchen statt, an dem die Projektkoordinatoren von UNICEF Irak, Wadi und Alind teilnahmen. Zögernd berichteten die Mädchen von ihren Erlebnissen. Unser Koordinator aus Duhok bestätigte, dass die meisten Frauen  bislang direkte Gespräche vermeiden und Mobiltelefone bevorzugen.

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Noch immer tausende jezidische Frauen und Mädchen in der Gewalt des IS January 29, 2015 | 03:21 pm

 

Kobanê wurde gehalten, Shengal im Irak teilweise zurückerobert, der Islamische Staat erlebt erste Rückschläge, doch seinen Opfern hilft das bisher nur wenig.

Radio Dreyeckland sprach mit Thomas von der Osten-Sacken von der Hilfsorganisation Wadi, die sich unter anderem um diejenigen Jezidinnen kümmert, die dem Islamischen Staat entkommen konnten und mit ihren Problemen nun weitgehend alleine sind.

Außerdem zeichnet Thomas von der Osten-Sacken ein nicht ganz so optimistisches Gesamtbild von der Lage im Irak. Insbesondere meint er, dass die Regierung Obama zu sehr auf die Unterstützung Irans setzt. Die Sunniten sind so jedenfalls nicht zu gewinnen.

Im Bild eines der von Wadi gebildeten Teams, das jungen Jezidinnen hilft.

Interview anhoeren

‘Kobane is free” January 27, 2015 | 12:13 pm

Good News:

Kurdish forces inside Kobane said today that the city is now under full control and Islamic State (ISIS) militants have been driven out of all neighborhoods.

Muslih Zebari, a Peshmerga commander in Kobane told Rudaw that ISIS militants remain only in a small village attached to the city “And the Peshmerga and YPG fighters are already on their way there,”

“Retaking that village is easy and today all of Kobane will be free,” he said.

A strong ISIS force invaded Kobane in mid-September last year but a coalition of YPG fighters, Peshmerga and US airstrikes halted the radical group’s advance until it was liberated today.

Kämpfe zwischen YPG und syrischer Armee January 19, 2015 | 12:36 am

At least 18 people have been killed in unprecedented fighting between Kurdish forces and Syrian government troops in the northeastern city of Hasakeh, a monitoring group said Sunday.

The clashes, which erupted in the early hours of Saturday, were continuing for a second day, the Syrian Observatory for Human Rights said. “So far, eight Kurdish People’s Protection Units (YPG) fighters and security police have been killed, along with nine regime soldiers and militiamen,” said Observatory director Rami Abdel Rahman. A woman civilian was also killed in the fighting on Saturday. The clashes broke out after Kurdish fighters detained around 10 regime loyalists they accused of seizing part of a demilitarised zone.

Quelle

No Friends but Iranians January 2, 2015 | 10:26 am



IN MEMORIAM REYHANEH JABBARI (†2014)

Wer vom Terror des iranischen Regimes nicht spricht,
soll vom Terror des Islamischen Staates schweigen.

"Unter dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani werden mehr Leute hingerichtet als unter seinem Vorgänger Ahmadinedschad. Alle schauen auf ISIS und deren barbarische Taten. Der einzige Unterschied zum iranischen Regime: ISIS ist stolz auf die Morde, der Iran vollstreckt sie verborgen hinter Gefängnismauern und leugnet sie feige. Die Welt muss begreifen, dass mit diesem Mörder-Regime kein Dialog möglich ist. Es hilft nur Druck."
(Fariborz Jabbari, Onkel der im Oktober 2014
durch das iranische Regime hingerichteten Reyhaneh Jabbari)


Thesen zum syrischen Desaster
August - Dezember 2014
I      Die Rolle der IRI in Irak und Syrien
II     Assad und der Islamische Staat
III    Irans "boots on the ground"
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No Friends but Iranians,
Qassem Suleimani (3. v. links), Kommandeur der Qods-Einheit,
die Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden (IRGC),
posiert mit einer Gruppe von Peshmergas in Irakisch-Kurdistan


Independence on hold December 23, 2014 | 11:46 pm

A unified Iraq is the priority for now, says Akeel Abbas, a professor who teaches political science at the American University in Suleimaniya, a mostly Kurdish city in northern Iraq. He sees the change in his students since June.

“Students would tell me, ‘You come back in two or three months, and we will have independence,'” he says. “There was a big expectation. Now, the bubble has burst.”

The ISIS threat is one important drag on the Kurd’s independence bid, but it’s not the only factor. The Kurds cannot afford to go it alone right now.

In the past few months, collapsing oil prices have forced a change in calculations. Patrick Osgood, the Kurdistan bureau chief for the Iraq Oil Report, a web-based news service, calls it “the mathematics of when the KRG can exit Iraq.”

The KRG also has been burdened by dramatic costs for more than a million internally displaced Iraqis and a quarter-million Syrians refugees who have come to Kurdistan for safety.

“The numbers weigh in favor of doing a deal within the federal system, ” says Osgood.

Source

Event about FGM in Kurdistan December 22, 2014 | 12:05 pm

On November 13th 2014, the Kurdish and Middle Eastern Women Organisation (KMEWO) held an event to promote their campaign titled ‘The Campaign: Stop FGM in Iraqi Kurdistan’. The event was held in correspondence with their annual general meeting, as KMEWO  sought to bring together an array of people to discuss FGC in Iraqi Kurdistan. (…)

FGC in Iraqi Kurdistan has long been a taboo, however a multitude of organisations have brought the issue into the public domain, which subsequently led to the UN Assistance Mission for Iraq and UNICEF’s involvement. In 2011, the Kurdistan Regional Government (the official ruling body of the predominantly Kurdish region of Northern Iraq) adopted a comprehensive law against FGC and many other forms of violence against women and children. Whilst this was a landmark bill, it is seldom implemented and therefore KMEWO is now focusing on the implementation of the law in Iraqi Kurdistan. The outline above was given as an introduction to the event, and was followed by the screening of the BBC documentary ‘A Handful of Ash’. (…)
The event then closed with the introduction of lunch (…) to discuss WADI’s work and future projects by Orchid and WADI. It was good to speak to Falah, and at the office he delved further into the challenges he faces as a researcher, a lawyer and a father in Iraqi Kurdistan through his active campaigning, and how this does not deter him from pursuing the dream of an FGC-free Iraqi Kurdistan state. However, despite the challenges of hostility, with Falah’s enthusiasm and effective community empowerment programmes we all believe an FGC-free Iraqi Kurdistan is absolutely possible.

Offensive December 18, 2014 | 10:34 pm

Iraqi Kurdish forces on Wednesday launched a broad offensive backed by mass bombing from US-led coalition warplanes to retake the northeastern Sinjar area from the Islamic State group. (…) Sixty-one air strikes were carried out in Iraq since Monday, some of the heaviest bombardment since a jihadist onslaught on the Sinjar region prompted the first US air raids four months ago. The US military said “45 strikes were conducted in support of the peshmerga (Kurdish army) and Iraqi security forces operating in the region”.

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A report on the current situation of the Yazidi refugees in Iraqi Kurdistan December 8, 2014 | 09:28 pm

This report was written upon request of the Women Committee of the Parliament of the Kurdish Autonomous Region (KRG) in October 2010 by Falah Murad Khan Shakarm, Project Coordinator of Wadi in Iraq.

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Unwillkommene Befreier December 7, 2014 | 03:03 pm

Aus einem Artikel von Thomas v. der Osten-Sacken:

Die Einnahme Jalawlas zeigt zugleich, dass dieser Krieg nicht mit Waffen alleine gewonnen werden kann. Schließlich liegt Jalawla außerhalb der kurdischen Selbstverwaltungsgebiete, die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung sind arabische Sunniten. Laut einer Volkszählung, die allerdings noch aus Saddam Husseins Zeiten stammt, machen Kurdinnen und Kurden nur 20 Prozent der Bevölkerung aus, in Saida sind es noch weniger. Der mehrheitlich sunnitisch-arabischen Bevölkerung aber sind schiitische Milizen und kurdische Peshmerga als Befreier nicht willkommen, mögen viele zuvor auch unter dem Terrorregime des IS gelitten haben. Vor allem schiitische Milizionäre, darauf verwies kürzlich wieder ein Bericht von Amnesty International (Jungle World 44/2014), führen sich in von ihnen eroberten Gebieten kaum besser auf als der IS. So enthaupteten sie vor laufender Kamera gefangene sunnitische Jihadisten, regelmäßig kommt es zu Folter und Verschleppungen unter ihrer Kontrolle. Inzwischen mehren sich Hinweise, dass auch kurdische Kämpfer wenig zimperlich mit Arabern umgehen, die im Verdacht stehen, mit dem IS kollaboriert zu haben.

Missbraucht und verkauft November 27, 2014 | 09:19 pm

Es sind Geschichten, wie sie die Mobilen Teams, die Wadi in Kooperation mit der lokalen Organisation Alind in Dohuk einsetzt, fast jeden Tag zu hören bekommen. Die Mitarbeiterinnen der Team besuchen die verschiedenen Flüchtlingslagern und Unterkünften, in die im August hunderttausende von Yeziden vor dem Terror des Islamischen Staates geflohen. Sie betreuen dabei auch Mädchen und Frauen, die den Jihadisten in die Hände gefallen sind, als Sexsklavinnen verkauft und missbraucht wurden und es irgendwie geschafft haben, dem Milizionären des Islamischen Staat zu entkommen.

Da ist etwa die Geschichte von A. D., einer sechzehnjährigen Yezidin. Sie wurde im August, weil es ihr wie tausenden anderen auch nicht mehr gelang, vor den anrückenden Islamisten zu fliehen, zusammen mit einigen ihrer Schwestern und ihrer Mutter gefangen genommen.

Nachdem sie neun Tage im Irak, gemeinsam mit über fünfzig anderen festgehalten, geschlagen und als Ungläubige beschimpft und beleidigt wurde, selektierten der IS die nach ihrer Meinung gutaussehenden Mädchen von den anderen und verschleppten sie nach Syrien. A. D. Wurde mit sechs anderen Mädchen in eine syrische Kleinstadt gebracht, wo man sie Nacht für Nacht vergewaltigte. Eines der Mädchen war erst neun Jahre alt, auch sie wurde missbraucht und musste sich anhören, dass ja der Prophet Mohammad auch das erste Mal Sex mit seiner seine Lieblingsfrau Aisha, als diese neun gewesen sei. Man folge nur dem Vorbild des Propheten.

A.D. Versuchte mehrmals zu fliehen und wurde jedes mal wieder eingefangen und danach geschlagen und missbraucht. Ein Mädchen, das mit ihr zu entkommen versucht hatte, wurde von einem IS-Kämpfer so heftig geschlagen, dass es kurz danach starb.

Dann verkaufte man sie für 900 USD an einen Syrer als Sexsklavin. Sie konnte erneut fliehen und diesmal gelang es ihr bis in die nächstgelegene Stadt zu entkommen, wo sie an eine Haustür klopften und um Hilfe baten. Ein Mann nahm sie auf uns erklärte, er würde sie für 3 700 Dollar an ihre Familie verkaufen, würde die nicht zahlen, werde er sie dem Islamischen Staat zurückgeben.

Solcher Menschen- und Mädchenhandel ist inzwischen gang und gäbe, auch arabische Zwischenhändler verdienen ein Vermögen, wissen sie doch, dass die Familien alles tun, um ihre Töchter und Frauen wieder zu bekommen und auch die kurdische Regionalregierung bereit ist, zu zahlen.

A. D. Wurde freigekauft, aber tausende von Yezidinnen befinden sich noch immer in den Händen des Islamischen Staates und werden, da man sie als Ungläubige betrachtet, systematisch missbraucht. Offiziell ist die Sklaverei im Territorium des IS eingeführt.

Die islamische Praxis der Genitalverstümmelung November 26, 2014 | 10:23 am

Vortrag und Diskussion mit Arvid Vormann (Wadi e.V.)

Freitag, 28. November 2014 ab 18:30 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin, Hörsaal 2002
[Unter den Linden 6, 10099 Berlin]

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist auch außerhalb Afrikas weit verbreitet, namentlich im Mittleren und Fernen Osten. Diese Tatsache ist noch immer wenig bekannt und wird noch weniger diskutiert, was auch daran liegen mag, dass hier kaum Anknüpfungspunkte für kulturalistische Narrative auszumachen sind. Auch lässt sich das Thema nicht sinnvoll behandeln, ohne die Rolle des Islam ausgiebig zu beleuchten – ein im Orient wie im Westen gern vermiedenes Unterfangen.
Im Kampf gegen FGM nimmt Irakisch-Kurdistan eine Leuchtturmfunktion ein. Über das einstige Tabu wird heute in den Medien offen gestritten, das Regionalparlament hat ein sehr weit gehendes Gesetz gegen häusliche Gewalt, einschließlich FGM, verabschiedet, dessen Umsetzung allerdings in weiten Teilen auf sich warten lässt, und glücklicherweise nimmt die Genitalverstümmelungsrate derweil kontinuierlich ab.

Arvid Vormann von der Organisation Wadi, die seit 20 Jahren vor Ort tätig ist, wird nachzeichnen, wie es zu dieser Entwicklung kam und wie sich die Situation heute, auch angesichts der Bedrohung durch ISIS, darstellt. Zudem wird er auf die von Wadi, neuerdings im Verbund mit UNICEF, angewandte Strategie im Kampf gegen FGM eingehen. Einleitend werden wir den halbstündigen Dokumentarfilm »Eine Handvoll Asche« zeigen.

http://www.hummel-antifa.de.vu/

Wadi Newsletter Autumn 2014 November 14, 2014 | 02:33 pm

An Update of current activities and projects from Wadi in Iraqi-Kurdistan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das syrische Regime und Kobani November 11, 2014 | 09:44 pm

Syrian Foreign Minister Walid al-Mualem stated army has sent weapons and ammunition to Kurdish town of Kobani that is under the siege of the militants of the Islamic State (IS) and reiterated that further resistance of the city against the radical group would lead into the defeat of Kurdistan Region President Massoud Barzani and Turkish President Recep Tayyip Erdogan. (…)

He hailed Kurdish resistance in Kobani and said Turkey Kurds are against Turkey policies and Kurdish resistance in Kobani changed U.S. President Barack Obama policies towards Kobani or what he called by its Arabic Name Ain al-Arab.

He predicted that the continuation of the situation would make Barzani and Erdogan policies defeated, revealing that Damascus has been in cooperation with Kurds in the city in bombing the IS radicals but the situation changed as U.S. interfered as there was no cooperation between Syrian forces and the U.S. forces.

He denied Syria pro-Kurdish co-leader of Democratic Union Party (PYD) is a separatist and said his party has entangled in a very tough situation in northern Syria developments.

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Kurdish War Crimes? November 3, 2014 | 10:41 am

For the first time, the image of the Western-supported Iraqi Kurds has been damaged after a Dutch TV report accused them of war crimes in their battle against the militant group the Islamic State (IS).

Dutch national TV programme Nieuwsuur reported on 24 October that Kurds have executed prisoners of war and destroyed Arab houses out of revenge for Arab support for IS.

In the past, accusations of human rights violations have mostly been leveled against Iraqi government forces and the Islamic State. Last Thursday, Human Rights Watch said gunmen from IS executed 600 male prisoners in the province of Mosul this summer.

The mixed Arab-Kurdish areas previously taken over by IS and now recaptured by the Kurdish Peshmerga are posing serious dilemmas for the Kurdistan Regional Government (KRG) in Iraq, with an already large Arab community living in the Kurdistan region of Iraq.

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Protest letter concerning the treatment of a female Journalist in Suleymaniah October 15, 2014 | 11:22 am

To: Mr Nikolai Miladinov, UN Special Representative for Iraq and Head of the UNAMI
Five major political parties of Kurdistan – PUK, KDP, Gorran, KIU, Komal

It is unacceptable that female NRT journalist Shaima Jaf was prevented from entering the meeting of the UN Special Representative for Iraq and Head of UNAMI Mr. Nikolai Miladinov with the five major political parties of Kurdistan which took place at the headquarters of the Kurdistan Islamic Union (KIU) in Erbil on 13 October 2014. In addition to showing blatant disrespect for the concept of free press, it is especially outrageous in light of the fact that one major item on the agenda for the meeting was the nomination of a candidate for Minister of Women’s Affairs in the new Iraqi cabinet, which was to take place without the participation of a single female representative from any of the major political parties.

The UNSCR 1325 stresses the participation of women in the public affairs, and especially in the dialogue processes. In the Kurdistan Region and Iraq, this topic has often been addressed and various strategic plans have formulated, though sincere efforts to implement this resolution remain lacking. Indeed, preventing women and female journalists from taking part in this process under any pretenses is a blatant violation of the resolution.

Finally, the silence of the UN Special Representative and the political parties towards this incident raises serious questions. If a sincere effort is not made to address this incident and an explanation is not issued, it will affect the reputation of all the participants in the meeting, particularly the KIU who hosted the gathering.

Here is the link to the NRT TV statement regarding this incident:

Organizations and individuals who endorse the above statement in Iraq and internationally include:
WADI Iraq, Women Org. for Legal Assistance – WOLA, PDO, DHRD, ASUDA, Metro Center, WARVEN, House of Successes for Development, YADIK, Halabja Organization, Human Organization for Defending Human, OVK, OUA, Kurdish and Middle Eastern Women Organisation, Kurdistan Form, CSI, Radio Dang, Radio Dange New, Zhyan Group, Aliand Organization,KIE , Zhyan Institution for Human Rights,Institution of Human right ,support the freedom of Jornalist and 33 activist writers, workers and civilian.

Kurdistan region of Iraq, 15-10-2014

On the Streets October 10, 2014 | 04:11 pm

So when Kurds picked up their arms and decided to fight ISIL, you can be sure there will be blood. For observers and former soldiers who fought the PKK, the most recent uprising that claimed more than 20 lives marks the end of peace process. A former MP from Diyarbakir and founder of the AK Party, Dengir Mir Mehmet Firat, said this in an interview he gave to daily Yurt.
“Even the Kurds who supported the AK Party are on the street now. This is the first time that Kurds in Iran, Iraq, Syria and Turkey are acting together. Turkey has to see this and change its policies. Otherwise, this will be the beginning of a very long destructive war in the entire Middle East,” he said.

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Pushing IS back October 8, 2014 | 11:16 am

Idris Nahsen, a Kurdish official from Kobani, said that the air strikes had been helpful.

“The situation has changed since Tuesday. YPG forces have pushed back IS forces,” said Nahsen, who himself moved to Turkey on Tuesday but now plans to go back.

The fighting for Kobani could still be heard on the Turkish side of the border and IS fighters could be seen movingwww.Ekurd.net around the edge of the city. The black flags planted by IS on Monday were still in place.

Meanwhile, the minaret of a mosque in the centre of Kobani that had been clearly visible from the Turkish side collapsed, the correspondent said. The cause was not immediately clear.

Jihadists from the Islamic State group withdrew from some parts of the embattled Syrian Kobani overnight after air strikes by a US-led coalition, a monitor said Wednesday.

Rami Abdel Rahman, director of the Syrian Observatory for Human Rights, said “fighters from the Islamic State withdrew overnight from several areas in the east of Ain al-Arab (Kobani) and the southwestern edges.”

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In den Nachthimmel starren, auf die Flugzeuge warten October 6, 2014 | 09:36 pm

Die ersten schwarzen Fahnen der ISIS sind am Ortseingang der seit Wochen umzingelten kurdischen Stadt Kobane gehisst worden, die meisten Zivilisten über die Grenze evakuiert, es scheint dem IS gelingt es in diesen Stunden ins Stadtzentrum vorzudringen.

Harald Doorbos, ein holländischer Journalist, verfolgt die Entwicklung von der Grenze.

Ein Tweet von ihm, der vieles über die Lage aussagt:

Kurds here close to border staring at night sky, hoping very much for airstrikes. But seems too little too late, ISIS already inside Kobane.

Sie hoffen auf massive Luftangriffe.

Dabei flog die anti-Isis Koalition heute genau drei Anriffe:

U.S. and partner nations’ military forces continued to attack ISIL terrorists in Syria Sunday and today using fighter and remotely piloted aircraft to conduct three airstrikes.

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