tag ‘Irak’
Presseerklärung zum Halabja Tag March 16, 2015 | 05:08 pm

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Die ganze Presserklärung lesen

The diversity of Kurdish women’s perspectives of female genital mutilation March 14, 2015 | 01:28 am

Findings from a recent study done in Iraqi-Kurdistan about FGM:

With the recent advocacy and awareness campaigns in the region many people have become more aware of the health concerns related to FGM. However, rejecting a practice that is deeply embedded in the roots of the society cannot be simply achieved by recognizing its harms. The women with this viewpoint were very well educated, were originally from urban areas and were from the middle to high socioeconomic class.

The consensus perspective, “marital role”, centers primarily on lack of effect of FGM on women’s marital role and maturity. In several societies where FGM is practiced, a girl can’t be considered an adult/women until she has FGM and hence a girl cannot marry without going through FGM. However, this notion does not seem to be an important reason for performing FGM in IKR.

In fact, some important efforts have been made to fight FMG in IKR. The reports of high prevalence of FGM in 2007 resulted in launching the campaign of “Stop FGM in Kurdistan” by a number of civil society organizations and women’s rights groups to abandon this practice. Such effort resulted in passing the Domestic Violence Bill in June 2011, which includes several provisions criminalizing FGM in IKR.

The regional government established a supreme council for women’s affairs to oversee and coordinate activities and a special police directorate responsible to combat all types of gender-based violence including FGM. Many civil society organizations are working with communities and religious leaders to reduce the practice of FGM.

Finally, I hope that the findings of our study and other similar studies can add to these efforts through providing more insight into this problem and helping in guiding the efforts to fight FGM in IKR.

No independency in sight March 12, 2015 | 12:52 am

The KRG will not unilaterally declare independence. It will not invite conflict with hostile neighbors. A coordinated declaration of independence would require support from the United States and Turkey, which is not forthcoming. Negotiations with Baghdad involve complicated factors, including a division of oil, water, and other assets. Baghdad will not agree to Kurdistan’s independence under current conditions of duress or over Iran’s objection. At this stage, the KRG should focus on state-building. It should take steps to strengthen its democratic institutions, establish transparency over its energy sector, and combat corruption. Iraqi Kurdistan needs to act like a state, rather than behave as a tribe or militia.

Source

Die neuen Imperien March 9, 2015 | 11:59 am

Über neue Reiche in Asien schreibt Thomas v. der Osten-Sacken:

Auch in Raqqa, der Hauptstadt des IS-Terrorkalifats, ebenso wie in Teheran, arbeitet man mit Hochdruck an der Wiederherstellung untergegangener Imperien, sei es das arabische Kalifat oder das persische Weltreich. Untereinander mögen sich die neuen Reichsgründer im Krieg befinden, weltanschaulich herrscht unter ihnen Einigkeit, dass die alte globale Ordnung, die der Westen, allen voran die USA und Israel, der Welt angeblich zu ihrem Unheil diktiert habe, nun an ihr Ende gekommen und dem Untergang geweiht sei.

Grübeln Experten in westlichen Hauptstädten noch, ob es dem Iran, der Türkei oder auch Russland nicht vor allem um »legitime Sicherheitsinteressen« gehe und wie im Nahen Osten, der droht, zu einer einzigen failed region zu werden, entlang ethnischer oder konfessioneller Grenzen neue Staaten geschaffen werden könnten, denkt und plant man in Westasien längst wieder in imperialen Großräumen.

Mit unterschiedlichem Erfolg: Während Erdo­?ans neoosmanisches Projekt bislang wenig außenpolitische Erfolge vorzuweisen hat und vor allem massive Repression im Inneren legitimiert, expandiert der Iran mit atemberaubender Geschwindigkeit in der Region.

Unterstützung einer selbstverwalteten Schule für syrische Flüchtlingskinder March 6, 2015 | 10:36 pm

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Mit finanzieller Unterstützung einer internationalen Hilfsorganisation hat die kurdische Regionalregierung vergangenes Jahr eine Schule für syrische Flüchtlingskinder in Bainjan, einer Kleinstadt in der Nähe von Suleymaniah, errichtet.

Die Lehrer stammen aus Syrien, sind selbst Flüchtlinge und arbeiten ehrenamtlich. 120 Kinder werden unterrichtet, viele von ihne sind allerdings so arm, dass sie weder genügend Winterkleider besitzen noch sich die nötigen Schulsachen besorgen können.

Aber anders als so viele andere Kinder von den Millionen Flüchtlingen, die vor dem blutigen Bürgerkrieg in Syrien geflohen sind, können sie immerhin in die Schule gehen. Und die ist vom irakisch-kurdischen Erziehungsministerium anerkannt. Nur leben viele Familien in so großer Armut, dass sie ihre Kinder nicht einfach in die Schule schicken können.

Hier springt WADI ein. Für dieses Jahr soll der Transport von Kindern und Lehrern finanziert werden, Schul- und Unterrichtsmaterialen gekauft, Kinder, deren Eltern nicht genügend Geld für Kleidung besitzen, gezielt unterstützt werden. Auch sonst wollen wir, wo und wie immer möglich, dieses, in der Region wohl einmalige, Projekt unterstützen.

Denn es sind syrische Flüchtlinge, die anderen syrischen Flüchtlingen helfen. Auch bei Wadi: So ist es unsere Buchhalterin, Kumry Alferha, die selbst aus Quamishli in Syrisch-Kurdistan stammt, die sich um dieses Projekt neben ihrer regulären Arbeit kümmert.

Erst kürzlich verteilten Mitarbeiterinnen von Wadi Spielsachen an die Kinder, die Freude war, wie man sieht, groß.

Dies ist einer unserer Projekte zur Unterstützung von syrischen Flüchtlingen in Irakisch-Kurdistan. Bitte helfen auch Sie mit Ihrer Spende.

Die guten Bösen? Mit der Islamischen Republik gegen den Islamischen Staat February 20, 2015 | 01:06 pm

Ein Beitrag von Thomas von der Osten-Sacken auf dem Sicherheitspolitikblog:

Obamas außenpolitische Strategie, die, wie erst kürzlich Michael Doran im Mosaic Magazine ausführte, seit 2009 konsequent auf eine Annäherung an den Iran setzt und dafür auch bereit ist, traditionelle Alliierte wie Israel, die Türkei, Ägypten und Saudi Arabien zu düpieren, wird deshalb keine Erfolge zeitigen, sondern im Gegenteil eher der nächsten Katastrophe den Weg bereiten helfen. Zugeständnisse, etwa im Atomprogramm, werden in Teheran nur als Schwäche verstanden. Und wenn schiitische Houthi-Milizionäre im Yemen, ihre Kampfbrüder der Hizbollah im Libanon und Irak oder Revolutionsführer Khamenei „Tod Israel, Tod den USA“ rufen, dann meinen sie das auch weiterhin so.

So treibt der Iran seine regionale Expansion in rasantem Tempo voran – trotz niedriger Ölpreise und hoher finanzieller und militärischer Verluste unter iranischen Offizieren und Soldaten. Dabei handelt die Islamische Republik keineswegs aus einer Position der Stärke, sondern profitiert lediglich von der Uneinigkeit und Schwäche ihrer Gegner. Das macht die aktuelle Lage umso gefährlicher.

Der Islamische Staat wird nachhaltig nur zu besiegen sein, wenn endlich auch im Westen die einfache Botschaft verstanden wird, dass es eben keine guten und schlechten Radikalen gibt. Die Region hat nur dann eine Zukunft jenseits von Mord, Totschlag, Vertreibung und Krieg, wenn man endlich aufhört zu glauben, es gäbe doch irgendwo den guten Bösen, der in dieser Region für Stabilität und Ruhe sorgen könne.

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Die Arbeit von Wadi in Medienberichten über die Lage yezidischer Mädchen February 14, 2015 | 11:42 pm

Inzwischen betreuen die Mobilen Team von Wadi und Alind 163 Rückkehrerinnen.

In den vergangenen Tagen haben wir es einigen Journalisten ermöglicht, sich mit ein paar dieser Mädchen zu treffen und sie zu interviewen.

Der amerikanische Sender NBC berichtete am 13.2 und erwähnt auch die Arbeit unserer Kolleginnen in Dohuk:

Both Farida and Hweida are now being helped by a German funded charity called Wadi .They have found an anchor and guardian in one of group’s aid workers named Ciman Rashid. She said the girls have been making progress despite their ordeal.

“When Hweida first came out of ISIS captivity she was speaking incoherently, talking constantly without making sense for two days. Then she stopped talking entirely for two months. Now she’s getting better and speaks a little. She’s starting to have more trust,” Rashid.

Am Tag darauf beschäftigte sich das ZDF Magazin Mona Lisa mit dem selben Thema und interviewte den Geschäftsführer von Wadi, Thomas von der Osten-Sacken.

No Friends but Iranians February 5, 2015 | 10:52 pm


IN MEMORIAM REYHANEH JABBARI (†2014)

He who does not speak of the Iranian Regime
shall remain silent on matters of the Islamic State.

„Under the Iranian president Hassan Rouhani, more people are executed than under his predecessor Ahmadinejad. Everyone is looking at ISIS and their barbaric deeds. The only difference to the Iranian regime: ISIS is proud of its murders, Iran is executing them surreptitiously behind prison walls and cowardly denies them. The world has to understand that a dialogue with this regime of murderers in impossible.
Only pressure helps.“

(Fariborz Jabbari, uncle of Reyhaneh Jabbari
who was executed by the Iranian regime in October 2014)


Theses on the Syrian Desaster
August - December 2014
I      The Role of the IRI in Iraq & Syria
II     Assad and the Islamic State
III    Iran's "boots on the ground"
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No Friends but Iranians,
Qassem Suleimani (3rd from left),
commander of the Quds force of the Iranian Revolutionary Guard Corps (IRGC),
posing with a group of Peshmerga in Iraqi Kurdistan

Yezidische Familien und aus Gefangenschaft von ISIS zürückgekehrte Mädchen brauchen Unterstützung February 4, 2015 | 10:49 pm

Von Abdullah Sabir, Wadi; Dohuk im Januar

Hunderttausende yezidischer Flüchtlingsfamilien aus der Sindschar Region sind im vergangenen August in die Provinz Duhok im Norden Irakisch-Kurdistans geflohen und Schutz in Lagern oder Rohbauten  gefunden. Gemeinsam mit der lokalen Organisation Alind unterstützt Wadi 102 Familien mit Nahrungsmitteln und bietet psychosoziale Betreuung. Wadi und Alind sind mit Teams vor Ort, von den 6 Helferinnenn sind 4 Yezidinnen.

Unter den Flüchtlingsfamilien sind auch paar türkmenische Familien aus Tel Afar, die nach Sinjar geflohen waren und nach der Offensive des IS gemeinsam mit den Yeziden erneut fliehen mussten.

Die Gesichter und Augen der Frauen und Kinder sind erfüllt von der Angst und dem erlebten Schrecken. Die geflohenen Frauen und Mädchen wurden während ihrer Gefangenschaft von den Kämpfern des IS vergewaltigt, misshandelt und gefoltert. Sie bekamen kaum ein Stück Brot am Tag, konnten sich nicht waschen und wurden vergewaltigt. Die Frauen und Mädchen wollten anfangs nicht über ihre Erlebnisse reden und es bedurfte viel Geduld und Einfühlungsvermögen, das Vertrauen wachsen zu lassen.

Ende Januar fand ein ein Treffen in Duhok mit 12 Frauen und Mädchen statt, an dem die Projektkoordinatoren von UNICEF Irak, Wadi und Alind teilnahmen. Zögernd berichteten die Mädchen von ihren Erlebnissen. Unser Koordinator aus Duhok bestätigte, dass die meisten Frauen  bislang direkte Gespräche vermeiden und Mobiltelefone bevorzugen.

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Falsch January 30, 2015 | 09:40 pm

Egal, ob es um eine Ende der Terrorfinanzierung, die Stabilisierung des Irak oder einen dauerhaften Frieden zwischen Israel und den Palästinenser geht – der Iran wird immer sein Bestes geben, um bei allen Projekten des Westens in Nahost im Weg zu stehen.

Nahost-Experte Ottolenghi: Die USA liegen falsch, wenn sie denken, dass Assad ISIS vorzuziehen ist. ISIS und Assad – und Assads größter Sponsor, der Iran – sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Solange der Westen nicht begreift, dass die iranische Politik in der Region nicht konstruktiv ist, wird Teheran weiter von dem Chaos profitieren.

Quelle

Noch immer tausende jezidische Frauen und Mädchen in der Gewalt des IS January 29, 2015 | 03:21 pm

 

Kobanê wurde gehalten, Shengal im Irak teilweise zurückerobert, der Islamische Staat erlebt erste Rückschläge, doch seinen Opfern hilft das bisher nur wenig.

Radio Dreyeckland sprach mit Thomas von der Osten-Sacken von der Hilfsorganisation Wadi, die sich unter anderem um diejenigen Jezidinnen kümmert, die dem Islamischen Staat entkommen konnten und mit ihren Problemen nun weitgehend alleine sind.

Außerdem zeichnet Thomas von der Osten-Sacken ein nicht ganz so optimistisches Gesamtbild von der Lage im Irak. Insbesondere meint er, dass die Regierung Obama zu sehr auf die Unterstützung Irans setzt. Die Sunniten sind so jedenfalls nicht zu gewinnen.

Im Bild eines der von Wadi gebildeten Teams, das jungen Jezidinnen hilft.

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Shi’ite militias executed 72 Sunnis January 28, 2015 | 10:13 pm

Survivors tell the same story: they were taken from their homes by men in uniform; heads down and linked together, then led in small groups to a field, made to kneel, and selected to be shot one by one.

Accounts by five witnesses interviewed separately by Reuters provide a picture of alleged executions in the eastern village of Barwanah on Monday, which residents and provincial officials say left at least 72 unarmed Iraqis dead.

The witnesses identified the killers as a collection of Shi’ite militias and security force elements.

 

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ISIS Bombed Historic Walls of Nineveh January 28, 2015 | 09:26 pm

Jihadists resumed bombings against historic sites in Nineveh and destroyed remains of the ancient wall of Mosul, specialized sources reported today; while politicians accused the United States of hampering the counterterrorist fight.

A historian living in Mosul, the second largest in Iraq, told the publication Shafaq News that militants of the Islamic State (IS) destroyed on Tuesday night much of the historic city wall located on Tahrir neighborhood on the left coast of Mosul.

Using a great amount of explosives, ‘Takfirists’ (Sunni Islamic terrorists) blew pieces of the wall considered the most important historical monument of the Iraqui province and the whole region, dating back to the civilization of the Assyrian kings in the eighth century BC.

Since the beginning of the attacks in June 2014, Jihadists of DAESH, the Arabic acronym of IS, have reduced to ruins numerous archaeological, historical and religious sites of great historical value in Mosul.

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FGM in Iran January 21, 2015 | 10:04 am

Irfan al-Alawi and Stephen Schwartz about FGM in Iran:

Last year, Thomas von der Osten-Sacken, director in Iraq of a German-based charity, WADI—the Association for Crisis Assistance and Development Cooperation—said in an interview that FGM in Iraqi Kurdistan had declined dramatically, and that measurable success in stopping FGM there could be credited to the political change that began in 1991. “Saddam Hussein lost power here back in 1991. There is a relative degree of freedom,” von der Osten-Sacken said. That freedom—and other achievements by the Iraqi Kurds—were made possible, as should be recognized, by the decision of President George H.W. Bush to impose a “no-fly zone” over Iraqi Kurdistan.
Related Stories

By contrast, “the existence of FGM in Iran is a well-kept secret,” according to the organization Stop FGM Middle East. On November 25, 2014, Radio Farda, the U.S.-backed Farsi-language broadcast directed to Iran, aired a 30-minute documentary on FGM under the rule of the Islamic Republic. Translated by Stop FGM Middle East, the transcript revealed yet another cruel feature of Iranian life, reinforced by the hypocrisy of the ruling clerics.

Radio Farda noted that in 2014 Iran was added, for the first time, to the global list of countries in which FGM is present. The media agency interviewed Iranian researcher Rayeyeh Mozafarian, of the University of Shiraz, who accumulated interviews on FGM between 2007 and 2009. She stated, “FGM is carried out in private houses by midwives and not by surgeons in hospitals.” FGM goes unmentioned in Iranian law, which does criminalize mutilation of the body. But Mozafarian determined, “Despite the practice being liable to prosecution, practically nobody is charged. . . . No victim files charges against her own parents.”

No Friends but Iranians January 2, 2015 | 10:26 am



IN MEMORIAM REYHANEH JABBARI (†2014)

Wer vom Terror des iranischen Regimes nicht spricht,
soll vom Terror des Islamischen Staates schweigen.

"Unter dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani werden mehr Leute hingerichtet als unter seinem Vorgänger Ahmadinedschad. Alle schauen auf ISIS und deren barbarische Taten. Der einzige Unterschied zum iranischen Regime: ISIS ist stolz auf die Morde, der Iran vollstreckt sie verborgen hinter Gefängnismauern und leugnet sie feige. Die Welt muss begreifen, dass mit diesem Mörder-Regime kein Dialog möglich ist. Es hilft nur Druck."
(Fariborz Jabbari, Onkel der im Oktober 2014
durch das iranische Regime hingerichteten Reyhaneh Jabbari)


Thesen zum syrischen Desaster
August - Dezember 2014
I      Die Rolle der IRI in Irak und Syrien
II     Assad und der Islamische Staat
III    Irans "boots on the ground"
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No Friends but Iranians,
Qassem Suleimani (3. v. links), Kommandeur der Qods-Einheit,
die Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden (IRGC),
posiert mit einer Gruppe von Peshmergas in Irakisch-Kurdistan


Escaping Hell December 23, 2014 | 11:47 pm

Torture, including rape and other forms of sexual violence, suffered by women and girls from Iraq’s Yezidi minority who were abducted by the armed group calling itself the Islamic State (IS), highlights the savagery of IS rule, said Amnesty International in a new briefing today.

Escape from hell- Torture, sexual slavery in Islamic State captivity in Iraq provides an insight into the horrifying abuse suffered by hundreds and possibly thousands of Yezidi women and girls who have been forcibly married, “sold” or given as “gifts” to IS fighters or their supporters. Often, captives were forced to convert to Islam.

“Hundreds of Yezidi women and girls have had their lives shattered by the horrors of sexual violence and sexual slavery in IS captivity,” said Donatella Rovera, Amnesty International’s Senior Crisis Response Advisor, who spoke to more than 40 former captives in northern Iraq.

“Many of those held as sexual slaves are children – girls aged 14, 15 or even younger. IS fighters are using rape as a weapon in attacks amounting to war crimes and crimes against humanity.”

The women and girls are among thousands of Yezidis from the Sinjar region in north-west Iraq who have been targeted since August in a wave of ethnic cleansing by IS fighters bent on wiping out ethnic and religious minorities in the area.

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Independence on hold December 23, 2014 | 11:46 pm

A unified Iraq is the priority for now, says Akeel Abbas, a professor who teaches political science at the American University in Suleimaniya, a mostly Kurdish city in northern Iraq. He sees the change in his students since June.

“Students would tell me, ‘You come back in two or three months, and we will have independence,'” he says. “There was a big expectation. Now, the bubble has burst.”

The ISIS threat is one important drag on the Kurd’s independence bid, but it’s not the only factor. The Kurds cannot afford to go it alone right now.

In the past few months, collapsing oil prices have forced a change in calculations. Patrick Osgood, the Kurdistan bureau chief for the Iraq Oil Report, a web-based news service, calls it “the mathematics of when the KRG can exit Iraq.”

The KRG also has been burdened by dramatic costs for more than a million internally displaced Iraqis and a quarter-million Syrians refugees who have come to Kurdistan for safety.

“The numbers weigh in favor of doing a deal within the federal system, ” says Osgood.

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Event about FGM in Kurdistan December 22, 2014 | 12:05 pm

On November 13th 2014, the Kurdish and Middle Eastern Women Organisation (KMEWO) held an event to promote their campaign titled ‘The Campaign: Stop FGM in Iraqi Kurdistan’. The event was held in correspondence with their annual general meeting, as KMEWO  sought to bring together an array of people to discuss FGC in Iraqi Kurdistan. (…)

FGC in Iraqi Kurdistan has long been a taboo, however a multitude of organisations have brought the issue into the public domain, which subsequently led to the UN Assistance Mission for Iraq and UNICEF’s involvement. In 2011, the Kurdistan Regional Government (the official ruling body of the predominantly Kurdish region of Northern Iraq) adopted a comprehensive law against FGC and many other forms of violence against women and children. Whilst this was a landmark bill, it is seldom implemented and therefore KMEWO is now focusing on the implementation of the law in Iraqi Kurdistan. The outline above was given as an introduction to the event, and was followed by the screening of the BBC documentary ‘A Handful of Ash’. (…)
The event then closed with the introduction of lunch (…) to discuss WADI’s work and future projects by Orchid and WADI. It was good to speak to Falah, and at the office he delved further into the challenges he faces as a researcher, a lawyer and a father in Iraqi Kurdistan through his active campaigning, and how this does not deter him from pursuing the dream of an FGC-free Iraqi Kurdistan state. However, despite the challenges of hostility, with Falah’s enthusiasm and effective community empowerment programmes we all believe an FGC-free Iraqi Kurdistan is absolutely possible.

Offensive December 18, 2014 | 10:34 pm

Iraqi Kurdish forces on Wednesday launched a broad offensive backed by mass bombing from US-led coalition warplanes to retake the northeastern Sinjar area from the Islamic State group. (…) Sixty-one air strikes were carried out in Iraq since Monday, some of the heaviest bombardment since a jihadist onslaught on the Sinjar region prompted the first US air raids four months ago. The US military said “45 strikes were conducted in support of the peshmerga (Kurdish army) and Iraqi security forces operating in the region”.

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A report on the current situation of the Yazidi refugees in Iraqi Kurdistan December 8, 2014 | 09:28 pm

This report was written upon request of the Women Committee of the Parliament of the Kurdish Autonomous Region (KRG) in October 2010 by Falah Murad Khan Shakarm, Project Coordinator of Wadi in Iraq.

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Unwillkommene Befreier December 7, 2014 | 03:03 pm

Aus einem Artikel von Thomas v. der Osten-Sacken:

Die Einnahme Jalawlas zeigt zugleich, dass dieser Krieg nicht mit Waffen alleine gewonnen werden kann. Schließlich liegt Jalawla außerhalb der kurdischen Selbstverwaltungsgebiete, die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung sind arabische Sunniten. Laut einer Volkszählung, die allerdings noch aus Saddam Husseins Zeiten stammt, machen Kurdinnen und Kurden nur 20 Prozent der Bevölkerung aus, in Saida sind es noch weniger. Der mehrheitlich sunnitisch-arabischen Bevölkerung aber sind schiitische Milizen und kurdische Peshmerga als Befreier nicht willkommen, mögen viele zuvor auch unter dem Terrorregime des IS gelitten haben. Vor allem schiitische Milizionäre, darauf verwies kürzlich wieder ein Bericht von Amnesty International (Jungle World 44/2014), führen sich in von ihnen eroberten Gebieten kaum besser auf als der IS. So enthaupteten sie vor laufender Kamera gefangene sunnitische Jihadisten, regelmäßig kommt es zu Folter und Verschleppungen unter ihrer Kontrolle. Inzwischen mehren sich Hinweise, dass auch kurdische Kämpfer wenig zimperlich mit Arabern umgehen, die im Verdacht stehen, mit dem IS kollaboriert zu haben.

Iran is in control December 5, 2014 | 06:31 pm

As the US provides air cover for Iranian-backed militias fighting ISIS (aka the Islamic State, ISIL, and/or Daesh) in Iraq, the longest continuously serving American official in the country has strong opinions about who is in control.

Ali Khedery, who served as a special assistant to five US ambassadors and a senior adviser to three heads of US Central Command between 2003 and 2009, told The New York Times: “For the Iranians, really, the gloves are off.”

He highlighted the role of Qassem Suleimani, the head of the Qods Force, the foreign arm of Iran’s Revolutionary Guards Corps. Qods is directing sectarian militias in both Iraq and Syria. At the same time, Suleimani is nurturing the guerilla proxy Hezbollah in Lebanon and the Houthis rebel group in Yemen — in other words, he is controlling powerful Shia proxies all across the Middle East.

“Suleimani is the leader of Lebanon, Syria, Iraq and Yemen,” Khedery said. “Iraq is not sovereign. It is led by Suleimani, and his boss, [Iranian Supreme Leader] Grand Ayatollah Ali Khamenei.”

For the Americans, any campaign against ISIS means US planes and combat advisors working in parallel with Iranian planes and Shia militias who have US blood on their hands.

“In Iraq, a degree of coordination between the American military and Iran’s is imperative but also awkward,” The Times notes, “making it appear that the United States is working in tandem with its adversary.” (…)

“So what will happen is that the spiral of sectarian warfare will increase more and more, radicalizing the Sunni populations more and more and eventually spilling over into countries across the region almost all of which have mixed Shia-Sunni populations,” the former adviser said.

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Missbraucht und verkauft November 27, 2014 | 09:19 pm

Es sind Geschichten, wie sie die Mobilen Teams, die Wadi in Kooperation mit der lokalen Organisation Alind in Dohuk einsetzt, fast jeden Tag zu hören bekommen. Die Mitarbeiterinnen der Team besuchen die verschiedenen Flüchtlingslagern und Unterkünften, in die im August hunderttausende von Yeziden vor dem Terror des Islamischen Staates geflohen. Sie betreuen dabei auch Mädchen und Frauen, die den Jihadisten in die Hände gefallen sind, als Sexsklavinnen verkauft und missbraucht wurden und es irgendwie geschafft haben, dem Milizionären des Islamischen Staat zu entkommen.

Da ist etwa die Geschichte von A. D., einer sechzehnjährigen Yezidin. Sie wurde im August, weil es ihr wie tausenden anderen auch nicht mehr gelang, vor den anrückenden Islamisten zu fliehen, zusammen mit einigen ihrer Schwestern und ihrer Mutter gefangen genommen.

Nachdem sie neun Tage im Irak, gemeinsam mit über fünfzig anderen festgehalten, geschlagen und als Ungläubige beschimpft und beleidigt wurde, selektierten der IS die nach ihrer Meinung gutaussehenden Mädchen von den anderen und verschleppten sie nach Syrien. A. D. Wurde mit sechs anderen Mädchen in eine syrische Kleinstadt gebracht, wo man sie Nacht für Nacht vergewaltigte. Eines der Mädchen war erst neun Jahre alt, auch sie wurde missbraucht und musste sich anhören, dass ja der Prophet Mohammad auch das erste Mal Sex mit seiner seine Lieblingsfrau Aisha, als diese neun gewesen sei. Man folge nur dem Vorbild des Propheten.

A.D. Versuchte mehrmals zu fliehen und wurde jedes mal wieder eingefangen und danach geschlagen und missbraucht. Ein Mädchen, das mit ihr zu entkommen versucht hatte, wurde von einem IS-Kämpfer so heftig geschlagen, dass es kurz danach starb.

Dann verkaufte man sie für 900 USD an einen Syrer als Sexsklavin. Sie konnte erneut fliehen und diesmal gelang es ihr bis in die nächstgelegene Stadt zu entkommen, wo sie an eine Haustür klopften und um Hilfe baten. Ein Mann nahm sie auf uns erklärte, er würde sie für 3 700 Dollar an ihre Familie verkaufen, würde die nicht zahlen, werde er sie dem Islamischen Staat zurückgeben.

Solcher Menschen- und Mädchenhandel ist inzwischen gang und gäbe, auch arabische Zwischenhändler verdienen ein Vermögen, wissen sie doch, dass die Familien alles tun, um ihre Töchter und Frauen wieder zu bekommen und auch die kurdische Regionalregierung bereit ist, zu zahlen.

A. D. Wurde freigekauft, aber tausende von Yezidinnen befinden sich noch immer in den Händen des Islamischen Staates und werden, da man sie als Ungläubige betrachtet, systematisch missbraucht. Offiziell ist die Sklaverei im Territorium des IS eingeführt.

Die islamische Praxis der Genitalverstümmelung November 26, 2014 | 10:23 am

Vortrag und Diskussion mit Arvid Vormann (Wadi e.V.)

Freitag, 28. November 2014 ab 18:30 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin, Hörsaal 2002
[Unter den Linden 6, 10099 Berlin]

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist auch außerhalb Afrikas weit verbreitet, namentlich im Mittleren und Fernen Osten. Diese Tatsache ist noch immer wenig bekannt und wird noch weniger diskutiert, was auch daran liegen mag, dass hier kaum Anknüpfungspunkte für kulturalistische Narrative auszumachen sind. Auch lässt sich das Thema nicht sinnvoll behandeln, ohne die Rolle des Islam ausgiebig zu beleuchten – ein im Orient wie im Westen gern vermiedenes Unterfangen.
Im Kampf gegen FGM nimmt Irakisch-Kurdistan eine Leuchtturmfunktion ein. Über das einstige Tabu wird heute in den Medien offen gestritten, das Regionalparlament hat ein sehr weit gehendes Gesetz gegen häusliche Gewalt, einschließlich FGM, verabschiedet, dessen Umsetzung allerdings in weiten Teilen auf sich warten lässt, und glücklicherweise nimmt die Genitalverstümmelungsrate derweil kontinuierlich ab.

Arvid Vormann von der Organisation Wadi, die seit 20 Jahren vor Ort tätig ist, wird nachzeichnen, wie es zu dieser Entwicklung kam und wie sich die Situation heute, auch angesichts der Bedrohung durch ISIS, darstellt. Zudem wird er auf die von Wadi, neuerdings im Verbund mit UNICEF, angewandte Strategie im Kampf gegen FGM eingehen. Einleitend werden wir den halbstündigen Dokumentarfilm »Eine Handvoll Asche« zeigen.

http://www.hummel-antifa.de.vu/

Radikale Eskalation November 17, 2014 | 11:21 am

Aus einem Essay von Luis Liendo Espinoza zur Lage im Nahen Osten:

Die naive Idee mancher Experten, das ein schiitischer-sunnitischer regionaler Krieg im Interesse des Westens und Israels sei, weil deren schlimmsten Feinde sich gegenseitig umbringen würden, ist nur ein weiteres Beispiel des von Arendt konstatierten Verlustes der Urteilsfähigkeit der nicht-totalitären Gesellschaften am Vorabend Totaler Herrschaft. Gesellschaftliche Prozesse sind kein Summen-Spiel, schon gar nicht im Zustand totalitärer Eskalation. Das paradoxe Resultat dieses brutalen Krieges, der vollständigen Preisgabe der Region, war nämlich nicht die Schwächung der rivalisierenden totalitären Bewegungen, sondern allein deren Aufrüstung, Mobilisierung und Radikalisierung. Heute ist die Region fest im Griff mächtiger antizionistischer Regime und Bewegungen, welche sich in ihren Kriegen derart verfahren haben, dass jeder unbedachte Schritt eine weitere radikale Eskalation (mehr als 200.000 Tote, Krieg und Aufruhr in 4 Staaten) zur Folge haben kann. Mit dem ISIS und Assad hat diese Hydra das Stadium systematischen Massenmordes erreicht, womit ein weiterer Rubikon überschritten wurde, ohne, dass wir eine Ahnung hätten, wie diese Entwicklung zu stoppen sei.