tag ‘Irak’
„Wenn wir geweint haben, haben sie gelacht“ May 11, 2015 | 09:52 pm

Für Bild.de haben Antje Schippmann und Claas Weinmann jesidische Mädchen interviewt, dei vom islamischen Staat als Sexsklavinnen mißbraucht wurden und nun von Wadi betreut werden:

Die deutsche Hilfsorganisation „Wadi e.V. betreut Sina, Fahima und alle anderen Frauen und Mädchen, die aus ISIS-Gefangenschaft fliehen konnten, im Flüchtlingslager in Khanke.

Mit ihren mobilen Teams, in denen auch mehrere Jesidinnen arbeiten, gehen sie jeden Tag in das Camp. „Wenn die Mädchen hier ankommen, brauchen sie sofort dringend Hilfe“, erzählt die Teamleiterin Chiman (49). „Viele sind akut selbstmordgefährdet. Wir gehen mit ihnen zu allen Ärzten und betreuen sie auch psychologisch. Wir versuchen, wie eine Familie für sie zu sein.“

Einige der Mädchen seien so jung, dass sie noch nicht verstehen würden, was eine Vergewaltigung ist, sagt Chiman. Aber sie alle hätten ähnliches erlebt, wurden verkauft, missbraucht und verprügelt. Viele mussten mitansehen, wie ihre Väter, Brüder und Mütter kaltblütig ermordet wurden. Jetzt müssen sie versuchen, in ihr Leben zurückzufinden, während ihre Familien oftmals noch in den Fängen der Terrormiliz sind.

„Wir wollen, dass sie nach vorne schauen können, unternehmen mit ihnen kleine Ausflüge, um sie abzulenken, organisieren Computerkurse und einen haben einen Sportraum. Wir wollen den Mädchen wieder eine Zukunft geben.“

Über die Arbeit von Wadis Mobilen Teams zur Hilfe jesidischer Flüchtlinge May 10, 2015 | 01:10 pm

Für die Presse hat Martin Gehlen jesidische Flüchtlinge in Dohuk besucht und dabei auch die Mitarbeiterinnen der Mobilen Teams von Wadi getroffen, über deren Arbeit er ins einem Artikel berichtet:

1500 jesidische Frauen und Kinder sind inzwischen aus den IS-Gebieten zurückgekommen. Einige Geiseln konnten mithilfe kurdischer Geheimdienstler fliehen, andere wurden von Verwandten freigekauft, wie vor einer Woche Basma Sharaf, für die ihr tunesischer Besitzer in der syrischen Stadt Tabka 10.000 Dollar verlangte. Zuvor hatte sie in Mosul als Sklavin bei einer eingesessenen arabischen Familie schuften müssen. Von der Mutter und ihren drei Töchtern wurde sie ständig misshandelt. Ihre Rippen schmerzen noch heute von dem Sturz, als ihre Peinigerinnen sie die Treppe hinunterstießen. Und der Sohn der Familie sei unverheiratet gewesen. „Für eine vergewaltigte Frau ist das Leben die Hölle“, sagt die 34-Jährige, die am 15. August zusammen mit ihren beiden jüngeren Schwestern Faiza und Vian verschleppt wurde. „Wir können nicht mehr lachen. Wir sind nicht mehr wie normale Menschen und müssen ständig daran denken, was uns zugestoßen ist.“ Vater und Mutter sowie einer ihrer vier Brüder werden immer noch vermisst.

Im Flüchtlingslager Gali Zakho, wo unweit der Grenze zu Syrien 13.000Menschen in 3000 Wohncontainern leben, kümmert sich ein Krisenteam der deutschen Organisation Wadi um verstörte Rückkehrerinnen wie Basma. Die jesidischen Mitarbeiterinnen kennen die strikten Traditionen der Kultur. Sie wissen, dass sich viele junge Frauen niemandem anvertrauen können und vor ihrer Familie voller Scham verbergen, was sie durchgemacht haben. So besorgen sie ihnen heimlich Schwangerschaftstests oder vermitteln eine Abtreibung im Krankenhaus. Manchmal werden die Helferinnen mitten in der Nacht gerufen, weil sich eine der Gepeinigten die Pulsadern aufschneiden will.

Protests in Support of Mahabad May 10, 2015 | 01:03 pm

The Kurdish rights activists organised a gathering in front of the Kurdistan Region Parliament to support the protests in Mahabad and demand the release of the Iranian Kurds detained during the demonstrations. Members of Iranian Kurdish political parties, human rights activists and other civilians rallied to the Kurdistan Region Parliament in Erbil, chanting slogans in support of the protestors in the Iranian Kurdistan city of Mahabad on 10th May. A BasNews reporter explained, “A large number of women participated in the rally and raised banners declaring ‘We are all Farinaz’.”

And in Gever in Turkish-Kurdistan demonstrators with the slogan “Death to the Iranian Regime, long live Women’s Freedom”

‘This law is the first of its kind in Asia to address FGM April 27, 2015 | 10:10 pm

AI-Monitor über die anti-FGM Kampagne in Irakisch-Kurdistan:

In the case of FGM, the Iraqi-German nongovernmental organization WADI estimates that around 72% of adult women in Iraqi Kurdistan have undergone the operation.

But among girls aged 6 to 10, the rate has dropped to close to zero in some parts of Kurdistan, such as Halabja and Garmiyan, and decreased by half in other places such as Raniya. The usual age for the practice is between ages 4 and 8, according to WADI.

Researchers and activists such as Taha are quick to point out that the existing anti-domestic violence law in Kurdistan, passed in 2011, is likely to be the first of its kind in Asia to address FGM.

The draft allows girls subjected to FGM to file lawsuits against the perpetrator and those who forced them to undergo the operation. If the girl is a minor, she can file a lawsuit through a trustee.

Von Ypern nach Damaskus: Der Giftgas-Horror April 26, 2015 | 07:42 pm

Aus Bild.de:

Zum Jahrestag des ersten Giftgaseinsatzes protestierten Syrer und irakische Kurden diese Woche gemeinsam in Ypern während der Gedenkfeierlichkeiten. In einem offenen Brief ihrer Kampagne „Breathless“ fordern sie den Westen auf, „den weiteren Einsatz chemischer Kampfstoffe in Syrien und anderswo wirkungsvoll zu verhindern“ .

„Das Leid und der ganz besondere Terror chemischer Kampfstoffe sind heute so aktuell wie damals“, schreiben die Aktivisten und fordern ein Ende der Giftgasangriffe. „Es dauert nur eine Sekunde, die Bombe zu werfen, aber es braucht Generationen, um über ihre Folgen hinweg zu kommen.“

#Breathless: Chemical Warfare from Ypres to al-Ghouta April 23, 2015 | 09:13 am

On this day, 100 years ago, the fields of Ypres, Belgium, witnessed the first use of chemical weapons in modern times. A mutation in the nature of war into terrible new lows of barbarity and gruesomeness. Today, as the world commemorates the victims of chemical weapons, Syrians ring a reminder that these silent mass murders are hardly behind us. Indeed, only last month, Syrian towns in the Idlib governorate were subjected to this horror.

Survivors from al-Ghouta’s chemical attacks, along with their comrades in Halabja, Iraq, spoke in one voice about their suffocating experiences. The #Breathless campaign was launched with an open letter signed by those who had witnessed first-hand the horrors of chemical weapons at the hands of the Syrian and Iraqi regimes:

We, survivors of chemical attacks from different countries, ethnicity and belief, know with whom the responsibility lies for the chemical attacks we have witnessed. It primarily lies with the ruthless regimes that drop these bombs on us; the same regimes that taught us for decades that we were enemies. Now we — Arabs and Kurds, people from Syria, Iraq, Iran and Kurdistan — sign this letter together knowing that our only enemies are those who do not hesitate to gas us.

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Offener Brief von Giftgas-Überlebenden : „So aktuell wie damals“ April 22, 2015 | 10:00 am

Am Mittwoch werden Menschen aus Syrien, dem Irak und dem Iran an mehreren europäischen Botschaften einen Protestbrief zur Mithilfe europäischer Staaten an der Produktion von Giftgas in ihren Ländern übergeben. Gleichzeitig wird es Kundgebungen in Ghuta bei Damaskus, in Halabja im irakischen Kurdistan und in Ypern geben. Zum ersten Mal wird eine solche Botschaft, koordiniert von AktivistInnen aus diesen drei Ländern, überbracht. Eine Initiative der Gruppe „Breathless“.

Wir sind Überlebende, aber bitte nennt uns nicht „Opfer“. Das würde nur verschleiern, was wir wirklich sind: Zeugen. Wir sind die lebenden Zeugen der albtraumhaften Brutalität chemischer Kampfstoffe. Und als Zeugen werden wir euch immer und immer wieder an das erinnern, was im Iran und im Irak geschah und was heute erneut in Syrien geschieht. Wir wissen, dass es nicht europäische Regierungen waren, die uns mit Gas angriffen. Aber wir sind uns der Tatsache bewusst, dass ohne die umfangreiche Hilfe europäischer Unternehmen weder das irakische noch das syrische Regime in der Lage gewesen wären, chemische Kampfstoffe herzustellen.

Deutsche Unternehmen waren am Aufbau des sogenannten State Enterprise for Pesticide Production im Irak beteiligt, lieferten Material, Rohstoffe, technische Infrastruktur und Wissen; französische und österreichische Unternehmen waren in kleinerem Umfang ebenfalls an dem Geschäft beteiligt, während italienische und spanische Firmen die Gefechtsköpfe und Granathülsen lieferten, die für C-Waffen erforderlich sind. Erst unlängst wurde bekannt, dass Unternehmen aus Großbritannien und – erneut – Deutschland Material und Grundstoffe zur C-Waffenproduktion an Syrien geliefert haben. Europa hat Beihilfe geleistet zu den Verbrechen, die an uns begangen wurden.

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100 years and ongoing April 22, 2015 | 12:18 am

breathless

Ypres, Halabja, Ghouta… The campaign Breathless has formed to denounce the ongoing use of chemical weapons manufactured with help of European and especially German companies and many blind eyes of the governments. They protest against the fact that Syria will not even be mentioned in the official commemoration events.

Listen to this impressing radio feature which has many shattering accounts from survivors.

Obama is always wrong on the Middle East April 17, 2015 | 11:26 pm

Obama has an incorrect view of the region, and this is something that has become increasingly clear since he took office. He is always wrong on our region, and has made the biggest mistakes here, and these mistakes have had major consequences.

Obama rushed to withdraw from Iraq, and now here we see him returning once again. He played down the Syrian revolution and Assad’s crimes. He talked about “red lines” but Assad has crossed each and every one of these, while Obama has done nothing. He played down the threat of the Islamic State of Iraq and Syria (ISIS) only to subsequently be forced to acknowledge the reality of the situation, although he still had enough time to blame his country’s intelligence services for failing to realize this earlier.

It is also interesting to note a recent Washington Post report that revealed the extent of ISIS’s connection with the former ruling Ba’athist regime in Iraq, and that many members of the group are ex-members of Saddam Hussein’s military. This is the same military that was controversially disbanded following the Iraq invasion. Washington has made many mistakes in Iraq, and Obama must bear some share of the responsibility for this.

Obama also gambled, for years, on political Islam being a successful model in the region. This failed, of course, and the Islamists failure has had a long-lasting effect on the entire region following the so-called Arab Spring.

Obama’s mistakes go beyond this, and we now see him making yet another one today. This misjudgment that will have serious, adverse consequences for the Middle East.

So, Obama thinks that the threat to the region is not Iran, but rather an absence of internal reform. This is simply wrong, and demonstrates worrying double standards.

In 2009, when Obama was already in office, the “Green Movement” broke out in Iran. The Iranian authorities violently suppressed the protests, including through the force of arms. Many protesters were killed, and many more arrested. All the while, Obama looked on and did nothing. Indeed, some leading members of this revolt remain behind bars until today. Since then, Iran has not carried out any significant internal reform. During the same period, Gulf states—and particularly Saudi Arabia—have moved forward with the internal reform process.

More than this, we can clearly see Iran’s threatening action in Iraq, Syria, Lebanon and Yemen. This is not to mention the terrorist sleeper cells with ties to Iran that have been uncovered in the Gulf.

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Irakisch-Kurdische Delegation besucht Diyarbakir, um über lokale Demokratie zu lernen April 16, 2015 | 09:58 pm

Um aus den positiven Erfahrungen der Nachbarn in der Region zu lernen, organisierten WADI und das kurdischen Institut für Wahlen (KIE) die Delegationsreise nach Amed als Pilotprojekt der Initiative für lokale Demokratie in Irakisch-Kurdistan. Während ihres Aufenthalts in Amed, führte die Delegation Gespräche mit vielen lokalen Entscheidungsträgern einschließlich des Co-Bürgermeisters Firat Anli, den Co-Bürgermeistern der Sur und Payas (Kayapinar) Gemeinden, hochrangigen Vertretern der Union der Südost-Gemeinden (GABB ), dem Kongress der Demokratischen Gesellschaft (DTK) und der Demokratischen Partei der Regionen (DBP), sowie Mitgliedern der Jugendbewegung des DTK und DBP. Die irakischen Aktivisten diskutierten mit den lokalen Politikern unter anderem über Selbstverwaltung, Gleichstellung der Geschlechter, Bildung und die Rolle der Jugend in der Gesellschaft. Die Delegation erfuhr, dass die gegenwärtige lokale Demokratie in Amed auf freien und demokratischen Wahlen für Vertreter vor Ort fußt, auf engen Beziehungen zwischen den Menschen und der lokalen Führung, einer gleichberechtigten Rolle von Frauen in Führungspositionen und der Beteiligung der Jugend in Entscheidungsprozesse.

Die Delegation besuchte außerdem das lokale Sozialzentrum Sumer Park, die lokale Frauenakademie und zwei Kulturzentren – das Dicle Firat Kultur- und Kunstzentrum, ein bekannter Treffpunkt für die Künstler aus Amed und das Cegerxwîn Kulturzentrum in der Payas Gemeinde, das als lokales Zentrum für Bildung und Aufklärung wirkt. Die Delegation besuchte auch die Rojava (Syrisch-Kurdistan) Hilfe und Solidarität Vereinigung und betonte dort die wichtige Bedeutung der Solidarität mit den kämpfenden Kurden und Kurdinnen in Kobani und Rojava. Im Anschluss an den Besuch der Delegation, drückte Co-Bürgermeister Anli seine Freude am Empfang der Delegation aus und sagte, er hoffe auf eine starke Beziehung für die Zukunft.

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Presseerklärung zum Halabja Tag March 16, 2015 | 05:08 pm

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The diversity of Kurdish women’s perspectives of female genital mutilation March 14, 2015 | 01:28 am

Findings from a recent study done in Iraqi-Kurdistan about FGM:

With the recent advocacy and awareness campaigns in the region many people have become more aware of the health concerns related to FGM. However, rejecting a practice that is deeply embedded in the roots of the society cannot be simply achieved by recognizing its harms. The women with this viewpoint were very well educated, were originally from urban areas and were from the middle to high socioeconomic class.

The consensus perspective, “marital role”, centers primarily on lack of effect of FGM on women’s marital role and maturity. In several societies where FGM is practiced, a girl can’t be considered an adult/women until she has FGM and hence a girl cannot marry without going through FGM. However, this notion does not seem to be an important reason for performing FGM in IKR.

In fact, some important efforts have been made to fight FMG in IKR. The reports of high prevalence of FGM in 2007 resulted in launching the campaign of “Stop FGM in Kurdistan” by a number of civil society organizations and women’s rights groups to abandon this practice. Such effort resulted in passing the Domestic Violence Bill in June 2011, which includes several provisions criminalizing FGM in IKR.

The regional government established a supreme council for women’s affairs to oversee and coordinate activities and a special police directorate responsible to combat all types of gender-based violence including FGM. Many civil society organizations are working with communities and religious leaders to reduce the practice of FGM.

Finally, I hope that the findings of our study and other similar studies can add to these efforts through providing more insight into this problem and helping in guiding the efforts to fight FGM in IKR.

No independency in sight March 12, 2015 | 12:52 am

The KRG will not unilaterally declare independence. It will not invite conflict with hostile neighbors. A coordinated declaration of independence would require support from the United States and Turkey, which is not forthcoming. Negotiations with Baghdad involve complicated factors, including a division of oil, water, and other assets. Baghdad will not agree to Kurdistan’s independence under current conditions of duress or over Iran’s objection. At this stage, the KRG should focus on state-building. It should take steps to strengthen its democratic institutions, establish transparency over its energy sector, and combat corruption. Iraqi Kurdistan needs to act like a state, rather than behave as a tribe or militia.

Source

Die neuen Imperien March 9, 2015 | 11:59 am

Über neue Reiche in Asien schreibt Thomas v. der Osten-Sacken:

Auch in Raqqa, der Hauptstadt des IS-Terrorkalifats, ebenso wie in Teheran, arbeitet man mit Hochdruck an der Wiederherstellung untergegangener Imperien, sei es das arabische Kalifat oder das persische Weltreich. Untereinander mögen sich die neuen Reichsgründer im Krieg befinden, weltanschaulich herrscht unter ihnen Einigkeit, dass die alte globale Ordnung, die der Westen, allen voran die USA und Israel, der Welt angeblich zu ihrem Unheil diktiert habe, nun an ihr Ende gekommen und dem Untergang geweiht sei.

Grübeln Experten in westlichen Hauptstädten noch, ob es dem Iran, der Türkei oder auch Russland nicht vor allem um »legitime Sicherheitsinteressen« gehe und wie im Nahen Osten, der droht, zu einer einzigen failed region zu werden, entlang ethnischer oder konfessioneller Grenzen neue Staaten geschaffen werden könnten, denkt und plant man in Westasien längst wieder in imperialen Großräumen.

Mit unterschiedlichem Erfolg: Während Erdo­?ans neoosmanisches Projekt bislang wenig außenpolitische Erfolge vorzuweisen hat und vor allem massive Repression im Inneren legitimiert, expandiert der Iran mit atemberaubender Geschwindigkeit in der Region.

Unterstützung einer selbstverwalteten Schule für syrische Flüchtlingskinder March 6, 2015 | 10:36 pm

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Mit finanzieller Unterstützung einer internationalen Hilfsorganisation hat die kurdische Regionalregierung vergangenes Jahr eine Schule für syrische Flüchtlingskinder in Bainjan, einer Kleinstadt in der Nähe von Suleymaniah, errichtet.

Die Lehrer stammen aus Syrien, sind selbst Flüchtlinge und arbeiten ehrenamtlich. 120 Kinder werden unterrichtet, viele von ihne sind allerdings so arm, dass sie weder genügend Winterkleider besitzen noch sich die nötigen Schulsachen besorgen können.

Aber anders als so viele andere Kinder von den Millionen Flüchtlingen, die vor dem blutigen Bürgerkrieg in Syrien geflohen sind, können sie immerhin in die Schule gehen. Und die ist vom irakisch-kurdischen Erziehungsministerium anerkannt. Nur leben viele Familien in so großer Armut, dass sie ihre Kinder nicht einfach in die Schule schicken können.

Hier springt WADI ein. Für dieses Jahr soll der Transport von Kindern und Lehrern finanziert werden, Schul- und Unterrichtsmaterialen gekauft, Kinder, deren Eltern nicht genügend Geld für Kleidung besitzen, gezielt unterstützt werden. Auch sonst wollen wir, wo und wie immer möglich, dieses, in der Region wohl einmalige, Projekt unterstützen.

Denn es sind syrische Flüchtlinge, die anderen syrischen Flüchtlingen helfen. Auch bei Wadi: So ist es unsere Buchhalterin, Kumry Alferha, die selbst aus Quamishli in Syrisch-Kurdistan stammt, die sich um dieses Projekt neben ihrer regulären Arbeit kümmert.

Erst kürzlich verteilten Mitarbeiterinnen von Wadi Spielsachen an die Kinder, die Freude war, wie man sieht, groß.

Dies ist einer unserer Projekte zur Unterstützung von syrischen Flüchtlingen in Irakisch-Kurdistan. Bitte helfen auch Sie mit Ihrer Spende.

Die guten Bösen? Mit der Islamischen Republik gegen den Islamischen Staat February 20, 2015 | 01:06 pm

Ein Beitrag von Thomas von der Osten-Sacken auf dem Sicherheitspolitikblog:

Obamas außenpolitische Strategie, die, wie erst kürzlich Michael Doran im Mosaic Magazine ausführte, seit 2009 konsequent auf eine Annäherung an den Iran setzt und dafür auch bereit ist, traditionelle Alliierte wie Israel, die Türkei, Ägypten und Saudi Arabien zu düpieren, wird deshalb keine Erfolge zeitigen, sondern im Gegenteil eher der nächsten Katastrophe den Weg bereiten helfen. Zugeständnisse, etwa im Atomprogramm, werden in Teheran nur als Schwäche verstanden. Und wenn schiitische Houthi-Milizionäre im Yemen, ihre Kampfbrüder der Hizbollah im Libanon und Irak oder Revolutionsführer Khamenei „Tod Israel, Tod den USA“ rufen, dann meinen sie das auch weiterhin so.

So treibt der Iran seine regionale Expansion in rasantem Tempo voran – trotz niedriger Ölpreise und hoher finanzieller und militärischer Verluste unter iranischen Offizieren und Soldaten. Dabei handelt die Islamische Republik keineswegs aus einer Position der Stärke, sondern profitiert lediglich von der Uneinigkeit und Schwäche ihrer Gegner. Das macht die aktuelle Lage umso gefährlicher.

Der Islamische Staat wird nachhaltig nur zu besiegen sein, wenn endlich auch im Westen die einfache Botschaft verstanden wird, dass es eben keine guten und schlechten Radikalen gibt. Die Region hat nur dann eine Zukunft jenseits von Mord, Totschlag, Vertreibung und Krieg, wenn man endlich aufhört zu glauben, es gäbe doch irgendwo den guten Bösen, der in dieser Region für Stabilität und Ruhe sorgen könne.

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Die Arbeit von Wadi in Medienberichten über die Lage yezidischer Mädchen February 14, 2015 | 11:42 pm

Inzwischen betreuen die Mobilen Team von Wadi und Alind 163 Rückkehrerinnen.

In den vergangenen Tagen haben wir es einigen Journalisten ermöglicht, sich mit ein paar dieser Mädchen zu treffen und sie zu interviewen.

Der amerikanische Sender NBC berichtete am 13.2 und erwähnt auch die Arbeit unserer Kolleginnen in Dohuk:

Both Farida and Hweida are now being helped by a German funded charity called Wadi .They have found an anchor and guardian in one of group’s aid workers named Ciman Rashid. She said the girls have been making progress despite their ordeal.

“When Hweida first came out of ISIS captivity she was speaking incoherently, talking constantly without making sense for two days. Then she stopped talking entirely for two months. Now she’s getting better and speaks a little. She’s starting to have more trust,” Rashid.

Am Tag darauf beschäftigte sich das ZDF Magazin Mona Lisa mit dem selben Thema und interviewte den Geschäftsführer von Wadi, Thomas von der Osten-Sacken.

No Friends but Iranians February 5, 2015 | 10:52 pm


IN MEMORIAM REYHANEH JABBARI (†2014)

He who does not speak of the Iranian Regime
shall remain silent on matters of the Islamic State.

„Under the Iranian president Hassan Rouhani, more people are executed than under his predecessor Ahmadinejad. Everyone is looking at ISIS and their barbaric deeds. The only difference to the Iranian regime: ISIS is proud of its murders, Iran is executing them surreptitiously behind prison walls and cowardly denies them. The world has to understand that a dialogue with this regime of murderers in impossible.
Only pressure helps.“

(Fariborz Jabbari, uncle of Reyhaneh Jabbari
who was executed by the Iranian regime in October 2014)


Theses on the Syrian Desaster
August - December 2014
I      The Role of the IRI in Iraq & Syria
II     Assad and the Islamic State
III    Iran's "boots on the ground"
Download


No Friends but Iranians,
Qassem Suleimani (3rd from left),
commander of the Quds force of the Iranian Revolutionary Guard Corps (IRGC),
posing with a group of Peshmerga in Iraqi Kurdistan

Yezidische Familien und aus Gefangenschaft von ISIS zürückgekehrte Mädchen brauchen Unterstützung February 4, 2015 | 10:49 pm

Von Abdullah Sabir, Wadi; Dohuk im Januar

Hunderttausende yezidischer Flüchtlingsfamilien aus der Sindschar Region sind im vergangenen August in die Provinz Duhok im Norden Irakisch-Kurdistans geflohen und Schutz in Lagern oder Rohbauten  gefunden. Gemeinsam mit der lokalen Organisation Alind unterstützt Wadi 102 Familien mit Nahrungsmitteln und bietet psychosoziale Betreuung. Wadi und Alind sind mit Teams vor Ort, von den 6 Helferinnenn sind 4 Yezidinnen.

Unter den Flüchtlingsfamilien sind auch paar türkmenische Familien aus Tel Afar, die nach Sinjar geflohen waren und nach der Offensive des IS gemeinsam mit den Yeziden erneut fliehen mussten.

Die Gesichter und Augen der Frauen und Kinder sind erfüllt von der Angst und dem erlebten Schrecken. Die geflohenen Frauen und Mädchen wurden während ihrer Gefangenschaft von den Kämpfern des IS vergewaltigt, misshandelt und gefoltert. Sie bekamen kaum ein Stück Brot am Tag, konnten sich nicht waschen und wurden vergewaltigt. Die Frauen und Mädchen wollten anfangs nicht über ihre Erlebnisse reden und es bedurfte viel Geduld und Einfühlungsvermögen, das Vertrauen wachsen zu lassen.

Ende Januar fand ein ein Treffen in Duhok mit 12 Frauen und Mädchen statt, an dem die Projektkoordinatoren von UNICEF Irak, Wadi und Alind teilnahmen. Zögernd berichteten die Mädchen von ihren Erlebnissen. Unser Koordinator aus Duhok bestätigte, dass die meisten Frauen  bislang direkte Gespräche vermeiden und Mobiltelefone bevorzugen.

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Falsch January 30, 2015 | 09:40 pm

Egal, ob es um eine Ende der Terrorfinanzierung, die Stabilisierung des Irak oder einen dauerhaften Frieden zwischen Israel und den Palästinenser geht – der Iran wird immer sein Bestes geben, um bei allen Projekten des Westens in Nahost im Weg zu stehen.

Nahost-Experte Ottolenghi: Die USA liegen falsch, wenn sie denken, dass Assad ISIS vorzuziehen ist. ISIS und Assad – und Assads größter Sponsor, der Iran – sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Solange der Westen nicht begreift, dass die iranische Politik in der Region nicht konstruktiv ist, wird Teheran weiter von dem Chaos profitieren.

Quelle