Getagged: Erinnerungspolitik

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Nationalsozialismus und Stalinismus: Zur Kritik europäischer Opfermythen

Eine Erinnerungsideologie, in der das eigene Volk als unschuldiges Opfer verstanden wird, um die Beteiligung der eigenen Bevölkerung in das sowjetische oder nationalsozialistische Herrschaftssystem zu externalisieren, gehört grundsätzlich überall und jederzeit kritisiert. Statt der EU-weiten Erzählung von Opfermythen braucht es vielmehr eine juristische, politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung über die eigene Beteiligung. Das gilt universell – und so auch für die politische Linke. So sehr eine Kritik der verbreiteten Opfermythen notwendig ist, so wenig sollte sie mit der Relativierung des Stalinismus einhergehen. Schließlich war das Ende des kommunistischen Emanzipationsversprechens allerspätestens mit dem am 23. August 1939 erfolgten „Nichtangriffspakt“ mit Deutschland besiegelt.


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Mitschnitt der Veranstaltung “Waren wir nicht alle irgendwie Opfer?” mit Clemens Heni in Osnabrück

Seit vielen Jahren greift eine »Selbstversöhnungsrhetorik« in Deutschland um sich. Viele Deutsche sehen sich als Opfer, sowohl der Nazis wie der Alliierten oder »der Moderne«, die an Auschwitz Schuld sei. Diese »Heideggerisierung« setzte schon unmittelbar nach 1945 ein. Doch ein Blick in die aktuelle internationale Forschung zeigt noch viel mehr: Wie wird heute an die Shoah erinnert und in welcher Beziehung steht eine Universalisierung des Holocaust, durch die es nur noch Opfer geben soll, zum Antisemitismus?


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70 Years from now the allies triumphed over Germany. Artikelserie anlässlich des 70 Jahrestages der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands

Während die einzige konsequente und radikale Forderung „Kein Vergeben, kein Vergessen“ zu einer Phrase verkommt, werden in Deutschland die Verbrechen als allgemeines Leid, unter dem alle während des Zweiten Weltkrieges in irgendeiner Form zu leiden hatten, umgedeutet. Wo die deutschen Verbrechen aufgrund ihres Ausmaßes nicht geleugnet und vergessen werden können, schwingen sich die heutigen Repräsentanten des Rechtsnachfolgers des Dritten Reichs zu moralischen Aposteln auf, die sich aufgrund der Verbrechen der eigenen Nation besonders prädestiniert fühlen, andere in der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit zu belehren. Damit wird der Holocaust zum Gründungsmythos der heutigen deutschen Nation umgewandelt.


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Bericht vom Bundestreffen in Bremen: Gegen den deutschen Erinnerungsnationalismus

Am Wochenende vom 27. bis 29. März fand das Verbandswochenende der Linksjugend [‘solid] statt. Dort trafen sich die verschiedenen Arbeitskreise des Jugendverbands, so auch der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom. Für den BAK Shalom war es das 25. bundesweite Treffen seit 2007. Neben der internen Arbeitsorganisation stand die Vorbereitung des kommenden Bundeskongresses der Linksjugend auf dem Plan. Weitere Schwerpunkte des Treffens waren die Kritik am deutschen Erinnerungsnationalismus sowie Antisemitismus im Fußball.


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Vortrag mit Nina Rabuza am 21.04. in Berlin: „Ein Bruch eingewebt in die Textur unserer nationalen Identität“ – die deutsche Vereinnahmung der Erinnerung an Auschwitz

70 Jahre nach dem militärischen Sieg über den Nationalsozialismus sind sich die Deutschen vom Bundespräsidenten zum Kreisvorsitzenden der LINKEN, vom CSU-Generalsekretär zum linksradikalen Politikaktivist, vom Polizeigruppenführer zum friedensbewegten Landpfarrer einig: man müsse alles tun, dass Auschwitz nie wieder geschehe. „Nie wieder“, die Forderung der Überlebenden der Konzentrationslager, die wie keine andere ihr Recht hat, wurde zu einer gedenkpolitischen Floskel.


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Vortrag mit Clemens Heni am 20.04. in Osnabrück: “Waren wir nicht alle irgendwie Opfer?”

Am 8. Mai 2015 jährt sich zum 70. Mal die bedingungslose Kapitulation des Nationalsozialismus. Seit vielen Jahren greift eine »Selbstversöhnungsrhetorik« in Deutschland um sich. Viele Deutsche sehen sich als Opfer, sowohl der Nazis wie der Alliierten oder »der Moderne«, die an Auschwitz Schuld sei. Diese »Heideggerisierung« setzte schon unmittelbar nach 1945 ein.


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Im Kopf Lokalisation

Dresden calling?

Die Nazis hatten bereits 1945 damit begonnen von der “Sinnlosigkeit und der Unmenschlichkeit” der Bombardierung zu sprechen, zu DDR-Zeiten galt es – die anti-imperialistische Keule schwingend – Dresden zu einem Mythos zu stilisieren (wie auch Ulrike Meinhof es tat). Die SED inszenierte das Gedenken feierlich am Ort der Zerstörung (click4pic), noch heute beherrscht die gedenkenden […]


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ivi - institut für vergleichende irrelevanz

Hinweis auf eine Gedenkveranstaltung am 14.03. um 17.30 Uhr für die Ermordeten des KZ Adlerwerke (Gallus)

[ 14. März 2013; 17:30; ] Zur freundlichen Beachtung:

Mitten in Frankfurt. Mitten im Gallus.

Am 14.3.1945, wenige Tage vor Kriegsende, flohen der 19jährige Adam Golub und der 21jährige Georgij Lebedenko aus dem KZ Adlerwerke. Sie versuchten, sich im Gallusviertel zu verstecken. Die SS-Wachmannschaften begannen sofort mit der Suche, an der sich die halbe Nachbarschaft beteiligte. Beide wurden von der SS auf offener […]


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