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Pflanzentauschplatz Paulusviertel/Halle April 9, 2014 | 01:30 pm

Gesehen im Paulusviertel in Halle/Saale: einen selbstgebauten “Pflanzentausch-Platz” (click pic to enlarge).

pflanzentauschplatz_paulusviertel_halle_ikl959.comDoch angepflanzt war da nicht wirklich was. Wirkte bei meinem Besuch eher unterbenutzt/außer Betrieb… Das Prinzip:

pflanzentauschplatz_paulusviertel_halle_b_ikl959.comMit ein bissel Engagement auf die Straße gebracht finden sich solcherlei kommunitäre Spielecken (zur Förderung des Gemeinwohl?) a lá “Guerilla Gardening” ganz zivil-ungehorsam in den lebenswertesten Ecken der (sub- und multikulturellen) Stadt, in den belebten und beliebten Kiezen.


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CC-TV Connewitz March 31, 2014 | 08:14 pm

Eine Veranstaltung in der vergangenen Woche widmete sich dem Thema “Gefahrengebiet Connewitz” und lud zu Diskussion und Vortrag ins UT-Connewitz. Das Interesse groß, die Befindlichkeiten divers, die Diskussion lahm – könnte eine Einschätzung lauten (der Saal leerte sich während der bis auf wenige emotionale Ausbrüche spürbar unterspannten bzw. planlosen Atmosphäre). Politisch wurde es (im Gegensatz zu der Forderung der Initiatoren) nicht sehr.

Anlass die eigene Kiezigkeit zum Gegenstand eines Abends zu machen ist ein – nach Auszug eines städtischen Amtes – jüngst eröffneter Polizeiposten (hinter den mittlerweile mit Sichtschutzfolie beklebten Fenstern befinden sich ein paar Tische und Stühle mit Computern); bislang weist kein blau-leuchtendes Schild die Räumlichkeiten als polizeiliche aus. Ab und an stehen Männer und Frauen in blauen Uniformen mit Pistolen im Holster vor der Tür, rauchen und quatschen. Die erkenntlich polizeilichen Dienstfahrzeuge parken am Straßenrand und um die Ecke. Dass es auch zivile Bestreifung gibt soll nicht unerwähnt bleiben, kommt die staatliche Repression doch manchmal auch bunt-bürgerlich daher. Das neue Polizeibüro, wenige hundert Meter vom Connewitzer Kreuz entfernt – was bereits seit einiger Zeit mit Kameras überwacht wird (s.u.) -

cc-tv-connewitzer_kreuz(src)

veranlasste einige Ladenbetreibende und Einzelhändler zu einem (politischem?) Statement. In dem Faltblatt heißt es treffend: “Hier wird nicht das potenzielle Ausüben von Straftaten kontrolliert, sondern der der Raum an sich.” Den Vorwurf von Kiezromantik versuchen die Schreibenden nach einer Liebeserklärung (“stets ein alternatives linkes Viertel geblieben [...] so sind wir gern in diesem Kiez, auch wegen seiner Geschichte. Weil es hier die dringend notwendigen Freiräume gibt, weil wir hier unsere kulturellen und politischen Ansätze entwickeln und ausleben können”) mehr schlecht als recht zu leugnen. Nicht nur Beamte in und ohne Uniform kontrollieren und observieren sondern auch Überwachungsinstrumente – etwa Kameras. An dieser Stelle scheint eine Analogie zum Verhalten von Kühen in automatisierten Melkmaschinen einigen Lesenden unangebracht – doch ohne Menschen geht es denen besser, haben die Viecher erwiesenermaßen weniger Stress – bei Menschen ist das vielleicht ähnlich? Stressgefühle wegen Überwachung dürfte diese versteckte und jüngst im Quartier (Simildenstraße) entdeckte kleine Kamera nicht ausgelöst haben:

cam3(src)

Dass die Behörden versteckte Kameras für ihre Ermittlungstätigkeit nutzen ist nicht neu. Während der Ausbau der öffentlichen Überwachung an Ampeln und Gebäuden ohne weitere größere Proteste stattfindet, werden PolizistInnEn die ihre Dienstfahrten statt in dem Polizeirevier in der Richard-Lehmann-Straße in der etwa 800 Meter entfernten Biedermannstraße beginnen und beenden als Bedrohung wahrgenommen. Gewiss ist das Unbehagen berechtigt, steigert es doch die Wahrscheinlichkeit auf dem Weg durch den Kiez von einem gelangweilten dienstabsolvierendem Beamten aus irgendwelchen Gründen angehalten und gerüffelt, kontrolliert oder gar festgesetzt/eingesackt zu werden.

Die Wahrscheinlichkeit Opfer einer Polizeikontrolle zu werden ist indes als weißer Durchschnittsdeutscher niedriger als etwa ein Mensch mit einer anderen Hautfarbe. Kameras sind da weniger wählerisch.

cc_tv_vienna(src)

Dass die Insel Connewitz schon lange nicht mehr bzw. nie wirklich eine alternative Insel jenseits kapitalistischer Verwertungslogik war, sondern diese Mythen selbst schuf & aufs Revers packte wird hoffentlich wenige Köpfe erstaunen. Dass der Kiez wie jeder Stadtteil eine eigene soziale und infra-Struktur hat und aufgrund dessen die Lebensqualität bestimmt wird ist ebenfalls nicht neu. Der polizeiliche Hotspot verankert die Präsenz der Exekutive ohne Zweifel stärker als bisher im Stadtteil. Von Einigen wurde es als politisches Signal verstanden (Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung bezeichnete den Polizeiposten als “geniale Idee”) und die mit ihrem Büro im Viertel zu findende Linke Jule Nagel wünschte sich eine stärkere Politisierung der Anwohnenden. Eine der ersten öffentlichen Reaktionen war eine mehr oder weniger erfolgreiche Satire (siehe NoPoliceDistrict-Connewitz und Connewitzer-Dorf-Union Demonstrationen indymedia oder indylinksunten) vor der polizeilichen Behausung.

Der repressive Kontext all dessen sollte nicht unerwähnt bleiben – CCTV (siehe auch invenati-Antifa-Le), verdeckte Überwachung, zivile Bestreifung und letzten Endes Niemand der für etwaige Gesetzesbrüche haftbar zu machen wäre (wie die Überwachung eines linken Kulturzentrums in Freiburg jüngst zeigt, siehe TAZ.de).


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the moon is rising March 24, 2014 | 11:31 pm

Believe it or not – this is the old pal moon (not the great mother sun) rising:the_moon_is_rising_ikl959.com(shot in Leipzig a while ago; compare this or that)


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city-glow March 12, 2014 | 02:51 am

during the night in distance the city is gleaming
licht-nacht_ikl959.com(shot in Leipzig)


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Hitler as a pig March 1, 2014 | 05:15 pm

Screenshots aus dem Film “Shoa” von Claude Lanzmann, auf welchen ein politisches Stück Papier zu sehen ist:hitler_as_a_pig_1Der Beweis ist, dass Hitler nicht nur ein Schwein war: hitler_as_a_pig_2(src)


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seven days ago February 20, 2014 | 10:11 am

In Dresden sind am 12. Februar, einen Tag vor dem großen Zerstörungs-Erinnerungsgedenken, Nazis marschiert. Menschen die dies zu verhindern suchten wurden aus dem Weg geräumt.

Dresden_Nazifrei_27_b-ikl959(unbearbeitet-src)

Am nächsten Tag (13.03.2014) gedachten die Nazis Hand in Hand bzw. Arm in Arm mit den gedenkenden Bürgern der Stadt – mehr als ideologische Übereinstimmung auf Augenhöhe?

BgYUU8UCUAAN8ka(Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden Arm in Arm mit einem bekennenden Neonazi, src twitter)

Protest hatte es in Dresden bereits im Vorfeld der Zerstörungserinnerung gegeben, so wurde u.a. das Mahnmal auf dem Heidefriedhof mit einem Spruch versucht umzumodellieren, die Bussmannkapelle in der Innenstadt mit Farbeiern versehen. Doch 2014 ist deutlich eine veränderte Strategie der Neonazis mit der Inszenierung in Dresden zu sehen – mit keinem schlechten Erfolg für sie. Erschreckend aber nicht unerwartet. Bleibt abzuwarten ob & wie das offizielle Gedenken es schafft sich zukünftig von diesen abzugrenzen.


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Oury Jalloh Gedenk-Demo 2014 February 4, 2014 | 03:32 am

dessau_oury-jalloh-polizei2014_ikl959.com(Polizeirevier in der Wolfgangstraße in Dessau in dem Oury Jalloh neun Jahre vorher verbrannte)

Am 7. Januar 2005 verbrennt in Dessau im Polizeirevier in der Wolfgangstraße Oury Jalloh.
Der Asylbewerber aus Sierra Leone ist 36 Jahre alt. Er hat den Bürgerkrieg in Afrika hinter sich gelassen um in Europa ein neues Leben zu beginnen. Doch sein Leben endet auf einer feuerfesten Matratze, an Händen und Füßen gefesselt in Dessau. Später wird ein Gutachten feststellen, dass er an einem Hitzeschock starb, weil Temperaruren um 350 Grad herrschten. Doch ob er bei Ausbruch des Feuers am 7. Januar 2005 wirklich bei Bewusstsein war wird angezweifelt. So habe es wenig Rußablagerungen in seiner Lunge gegeben, in seinem Urin sei nicht der Botenstoff Noradrenalin gefunden wurden. Dafür seien Verletzungen in seinem Gesicht gefunden worden, wie etwa ein gebrochenes Nasenbein und ein geplatztes Trommelfell. Dies brachten jedoch erst unabhängige Obduktionen zum Vorschein.

Das Gefühl etwas sollte vertuscht werden begleitete die Verhandlungen vor dem Gericht in Dessau und auch später in Magdeburg. Die anfänglichen Befürchtungen, Oury Jalloh sei Opfer von Polizeibeamten geworden, blieben auch während der Gerichtsverfahren gegen die Beamten bestehen, denen ein Dienstvergehen nachgewiesen werden sollte. Besonders schwerwiegend waren die Widersprüche welche eine Zellenkontrolle eine halbe Stunde vor Jallohs Tod betrafen. Wie Polizeibeamte aussagten, sollen die Diensthabenden Hans-Ulrich M. und Udo S. um 11.30 Uhr Jallohs Zelle aufgesucht haben. Doch mit Aussagen welche ihre Kollegen belasten stecken Polizisten in der Klemme – zwischen Loyalität und ihrem Gewissen. Im schriftlichen Dienstprotokoll ist die Kontrolle um 11.30 Uhr nicht dokumentiert. Auch Hans-Ulrich M. und Udo S. stritten die Kontrolle der Zelle um 11.30 ab. Es sind die beiden Beamten, welche Jalloh am Morgen des 7. Januar im Stadtpark in Dessau festnahmen. Wie im Nachgang festgestellt wurde erfolgte die Ingewahrsamnahme zu unrecht. Doch nicht nur das Dienstprotokoll scheint unvollständig. Auch das elektronische Journal, das alle Vorgänge auf dem Polizeirevier erfasst, wurde für den betreffenden Zeitraum gelöscht. Weshalb wurde nicht geklärt.

Von einigen Aktiven wird auch auf den Tod des Mario Bichtemann verwiesen, der 26 Monate zuvor in der selben Zelle an den Folgen einer Hirnverletzung verstarb. Beteiligt waren ebenfalls die selben Beamten wie auch im Fall Oury Jalloh.

Nach Einschätzung der Initiative im Gedenken an Oury Jalloh erfolgte die Ermittlung der Staatsanwaltschaft zu einseitig – zu unvorstellbar erschien und erscheint dieser wohl die Vorstellung Polizeibeamte hätten die Vorgänge nicht nur fahrlässig gehandhabt sondern den Tod etwa auch geduldet oder verschuldet. Dabei belegt ein Gutachten, welches Ende 2013 veröffentlicht wurde, dass die Brandresultate (stark verkohlte Leiche, dicke Rußablagerungen auf den gekachelten Fliesen der Zelle) nur auf den Einsatz von Brandbeschleunigungsmaterial (etwa fünf Liter Benzin) zurückzuführen sind.

Erstmalig wurde am 7. Januar 2014 durch Nazis versucht das Gedenken am Vormittag an der Polizeiwache zu stören – vergeblich. Am Nachmittag versammelten sich dann etwa 600 Menschen und zogen vom Bahnhof vorbei an der Staatsanwaltschaft, dem Amtsgericht zum Polizeirevier in der Wolfgangstraße. (src)

Zu ergänzen wäre vielleicht noch: auch Menschen aus Frankfurt und Lampedusa-Aktivisten aus Hamburg waren beim Erinnern an die Ungeheuerlichkeit in Dessau dabei. Hier einen Report anhören (download) (61 Min):

Download: 20140118-ouryjalloh-61357.mp3


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dzadr – die zehn Arten des Rauschens 2 February 3, 2014 | 03:23 am

wald_und_pfaehle.t3k04An dieser Stelle die Fortsetzung einer Reihe von field-recordings mit dem Titel “Die zehn Arten des Rauschens”. Hier die zweite Stundenversion – 2c1 (dzadr-Teil 1 hier zu finden). (->dzadr-2c1 uploaded@archive).

Download: ikl959-dzadr_ext-2c1.MP3


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(A) January 30, 2014 | 09:41 pm

_(A)-pic_of_the_day-ikl959.comclose:_(A)4muttisezxenlaumen-close


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iranian army-parade January 22, 2014 | 04:50 pm

Abseits der Diskussion um das nukleare Forschungsvorhaben & dessen Realisierung präsentiert sich das Militär im Iran ab und an von seiner besten Seite. Wer das Land für militärisch zurückgeblieben hielt bekommt hier einen kleinen Eindruck von der Schlagkraft der Armee, inklusive der immer wieder kehrenden Beschwörung “Gott ist groß” (“Allahu akhbar”)…

peacful_iran_military_parade_yt.ikl959.com

(hier zu yt)

 


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Auf der Suche nach Peter Pan January 18, 2014 | 07:05 pm

Auf der Suche nach Peter Pan – ein Comic von Cosey. Darin auch ein Zitat aus dem Buch von J.M. Barrie:peter_pan_ikl959.com“Fünfzehn Jahre vergingen. Alle Jungen waren zu Männern geworden. Sie konnten nicht mehr fliegen, und sie hatten die Insel vollkommen vergessen.” James M. Barrie (hier mehr zum Comic)


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Kraftwerk Lippendorf January 10, 2014 | 07:06 pm

Braunkohle aus der Region gab es mal vor paar Jahren bissel intensiver (sehenswertes über die Situation in Espenhain im Jahr 1990 bei Spiegel-TV zu finden) als heute, auch wenn immer noch gebaggert und verbrannt wird.kraftwerk_lippendorf_ikl959(im Süden Leipzigs)


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Heimatschutz January 1, 2014 | 10:51 pm

In Sachsen wird sie formiert, die RSU.

Die Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanie.

Hauptauftrag der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie (RSU) ist die Verstärkung der aktiven Truppe im Wach- und Sicherungsdienst für militärische Anlagen und der Infrastruktur. Darüber hinaus können sie Aufgaben im Rahmen des zivilen Katastrophenschutzes übernehmen. So sollen sie zum militärischen Anteil der „gesamtgesellschaftlichen Aufgabe Heimatschutz“ beisteuern. (src, via)

35_jahre_ddr-heimat_schützenGabs auch mal zu Zeit der DDR (hier 35 Jahre alt; heute seltsam wirkendes Bild aus einem Bildband), den Heimatschutz. Sah in Wirklichkeit militärischer aus & agierte auch so. Die Heimat politisiert, der individuelle Bezug kollektiviert. Auch wenn schon immer das heimatliche Kollektiv erwählt war und/oder erwählt wurde – die Aufgabe war stets gesamtgesellschaftlich, quasi klassenlos.

Der Begriff „Heimatschutz“ wird in der Öffentlichkeit zwar häufig als Synonym zu „Katastrophenschutz“ verwendet, geht aber über diesen weit hinaus. Die Konzeption der Reserve definiert Heimatschutz als „Verteidigungsaufgaben auf deutschem Hoheitsgebiet sowie Amtshilfe in Fällen von Naturkatastrophen und schweren Unglücksfällen, zum Schutz kritischer Infrastruktur und bei innerem Notstand“. Damit ist das gesamte Spektrum militärischen Einsatzes abgedeckt. [...] Derzeit weniger wahrscheinliche, aber mittel- und langfristig nicht auszuschließende Veränderungen der sicherheitspolitischen Lage machen eine umfassende Sicherheitsvorsorge notwendig, die auch in den Verteidigungspolitischen Richtlinien vom 27. Mai 2011 herausgestellt wurde. Der nicht auszuschließende Eintritt einer Situation der Bündnis- bzw. Landesverteidigung erfordert dafür unter anderem eine erhöhte Aufwuchsfähigkeit, die in kurz-, mittel- und langfristigen Aufwuchs unterscheidet. Dem trägt die Aufteilung in Truppenreserve, Territoriale Reserve und Allgemeine Reserve Rechnung. Als neue Elemente der Territorialen Reserve werden in der Streitkräftebasis unter Führung der Landeskommandos nach regionalem Aufkommen Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte aufgestellt. Diese sind zur Entlastung der aktiven Truppe im Heimatschutz vorgesehen. [...] Heimatschutz als gesamtstaatliche Aufgabe bedingt ein Länder und Ressort übergreifendes, kohärentes Vorgehen unter Zusammenwirken aller vorhandenen Instrumente. Bestimmungsgemäß umfassen die Zuständigkeiten des Bundesministeriums des Innern und des Bundesministeriums der Verteidigung Kernbereiche dieser gesamtstaatlichen Aufgabe. (src ist Anfrage Jan van Akens an die Bundesregierung und deren Antwort)

Irgendwie liest sich das nach mehr Bundeswehreinsatz im Inneren – mit Hilfe der RSU. Personell wird zukünftig sicher noch aufgerüstet werden – im April 2013 lag die Personalstärke des RSU bundesweit bei etwa 1000 Mann.


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2014… December 31, 2013 | 09:51 pm

jump_in_altkleider“JUMP IN!” & “COME IN & FIND OUT”come_in_and_find_out


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foxes December 21, 2013 | 03:50 pm

Das Leben in der Stadt – weniger Platz für Tiere und Menschen? Naja, die Nischen werden gesucht. Einige mit der Zeit genommen, wie u.a. das von der Räumung bedrohte Projekt “Rote Flora” in Hamburg. Heute sind einige tausend Menschen unterwegs, in der Hansestadt, um ihren Unmut darüber auf die Straße zu tragen. Doch genau diese ist zu einem Rechts-freien-Raum geworden. Es wurde ein Ausnahmezustand verhängt. Menschen können & werden ohne Verdacht von der Exekutive kontrolliert, Platz-verwiesen oder verhaftet aka gewahrsamgenommen (welt.de). Was wird heute in Hamburg noch alles passieren?

Ein paar Stadtfüchse begannen im Sommer nach Einbruch der Dämmerung miteinander zu spielen, sich im Sand zu wälzen, Mülltonnen zu plündern. Auf etwa einen Meter konnten wir uns den (gar nicht mehr so wild erscheinenden) Wildtieren nähern. fox-vs-light(Illuminated fox, seen in Dresden; click pic to enlarge)

Dazu fiel mir das Lied von Shaban & Käptn Peng ein:shaban_käptn-peng-sie_mögen_sichListen it on yt.

“Mein wahres Wesen ist kein Fuchswesen.”


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RTL Klub Budapest December 18, 2013 | 07:01 pm

rtl_klub-budapest_ikl959.com(seen on TV in Budapest/Hungary)


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Gentrifizierung Leipzig 2013 December 15, 2013 | 05:46 pm

bayerischer_platz-leipzig_s-bahn_ikl959.com(neue S-Bahn-Haltestelle Bayerischer Platz in Leipzig)

Heute ist in Leipzig nach etwa zehn Jahren werken der City-Tunnel für die Öffentlichkeit in Betrieb gegangen. Nun beginnt eine Phase der Neugestaltung – alte S-Bahn-Stationen an der alten Route gelegen werden zukünftig der Vergangenheit angehören (Leipzig Ost, Sellerhausen); die alte Bahnstrecke soll(te ?) nach Stilllegung für den unmotorisierten Verkehr und Pedastriants als Weg und/oder Naherholung nutzbar gemacht werden – ob dem so wird darf beobachtet werden.

Nun beginnt also die Tunnel-Ära in Leipzig. Dies wird nicht ohne Veränderung innerhalb der Immobilienlandschaft bleiben bzw. hat sich schon vollzogen. Mobilitätsaspekte bestimmen nachhaltig die Wohnungs- und Lebensumgebungswahl.

Derzeit noch ungebaut in Leipzig das Williams-Quartier (Bernhard-Göring Str.)
b.göringstr.-williams-quartier-leipzig-ikl959.com

(unten) Den Baustart schon hinter sich die Stadtvillen in der Südvorstadt:

alfred_kästner_strasse_stadtvillen_leipzig02-ikl959.com(oben/unten: im Bau befindlich “Stadtvillen Südvorstadt”, Alfred-Kästner-Straße Leipzig; klick to enlarge)

alfred_kästner_strasse_stadtvillen_leipzig-ikl959.com

Wie schön dass es bald neuen Wohnraum gibt (zuletzt verschwanden immer mehr Sozialwohnungen, jedoch sind Stadtvillen kein bezahlbarer Ersatz), obwohl trotz dessen der existierende Leerstand unverständlich bleibt, wie etwa hier zu sehn.


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Volks-Notebook December 13, 2013 | 07:30 am

Vor paar Monaten bekam ich ein Bild gesendet, was ich jetzt mal poste:volks_notebook-saturn_2013_ikl959.com(Volks-Notebook; thx @ N.)

Das Volks-Notebook nur die Fortsetzung einer schwarz-weiß-rot-angestrichenen Volks-Verkaufs-Kooperation der BILD-Zeitung, auf welche hier im Blog bereits vor knapp zwei-ein-halb Jahren mit dem Post “Volkskühlschrank reloaded” hingewiesen wurde… To be continued, probably.


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love is… December 11, 2013 | 05:32 am

love_is_

LOVE IS POSSIBLE; ALWAYS (seen in Leipzig) compare this


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pic of the day November 30, 2013 | 03:56 pm

a_flower_for_the_world(seen in Dresden; compare this)


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Leni Riefenstahl November 25, 2013 | 02:07 am

Eine Frau, die ihr Können in den Dienst eines Regime stellte welches den Krieg verherrlichte und den Tod heroisierte, ist Leni Riefenstahl (1902-2003). Der Film “Das blaue Licht” (Zusammenfassung: eine Art Bergmärchen, die Bedrohung durch den Berg, die Entzauberung und Zerstörung der Welt) zeigt sie in der Hauptrolle.

leni_riefenstahl03-ikl959.comEs ist ihr erster eigener Film, der zusammen mit dem Filmtheoretiker und -produzenten Béla Balázs 1932 entstand. Doch es scheint vor allem ihr Produkt – sie übernahm neben dem Drehbuch und der Hauptrolle auch Produktion, Schnitt und „Bildgestaltung” (erzählt sie auch hier -4 Min; mögliche Einflüsse durch Béla Balázs sollten jedoch nicht abgestritten werden). Viele Rezensionen sind sich einig, dass die Autorin es verstand mit den Mitteln der Cinematografie etwas in Szene zu setzen – sich.
leni_riefenstahl02-ikl959.comIhre Rolle ist die einer außerhalb der Gesellschaft lebenden – von der Dorf-Gemeinschaft gemiedenen, beargwöhnt, auch gejagten – Bergbewohnerin. Den Filmkonsumenten wird sie auch als eine Frau gezeigt, die sexuelle Assoziationen weckt (Zizek sagt eh: alles Freud…).  “Das blaue Licht” (watch) ist einer der Filme, durch welchen die Nazis um Hitler und Goebbels auf die Person Riefenstahl und ihr filmisches Können aufmerksam wurden. leni_riefenstahl-ikl959.com Leni Riefenstahl stand später mehr hinter, als vor der Linse, tauchte dann mit Linse vor dem Helm ganz ab. Ihre Begeisterung für die Tiefsee Jahre später wirkt letztlich wie eine Absage an die Oberfläche, von der sie sich in eine menschenleere Umwelt zurückzog – missverstanden und zu Unrecht geschelten. Der Film “Das blaue Licht” sei insofern “eine Voraussage meines eigenen Schicksals“.

Es sollte immer wieder gefragt werden: wie groß war die Ablehnung der Gesellschaft nach 1945 gegenüber ihrem Schaffen zwischen 1933 bis 1945 wirklich? Wie kritisch ist der Umgang mit ihr heute? Und: was hat sie da eigentlich für den bis 1945 existierenden deutschen Staat gemacht? Auch wenn vermeintlich apolitisch aktiv so wusste sie doch um die Radikalität der Ideen, vom Inhalt ganz zu schweigen. In jedem Fall hat sie, wie viele andere nicht nur unter den Kunstschaffenden, die von dem Regime gebotenen Bequemlichkeiten genossen und die neuen Möglichkeiten genutzt – um sowohl den Auftraggeber zufrieden zu stellen als auch um am großen deutschen Kriegs-Volks-Projekt teilzuhaben und dieses mitzugestalten.

vgl. zum Thema auch: “was blieb sind mehr als Bilder“, “gesichtslos – Opfer wie Täter


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Ortseingang Bernburg September 28, 2013 | 01:27 am

ortseingang_bernburg-ikl959Ortseingang von Bernburg/Saale, dem (gewünscht-gewolltem zukünftigem & historischem) Herz Sachsen-Anhalts.


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wo finde ich Dich… September 24, 2013 | 08:19 am

wo_finde_ich_dich-ikl959“Wo finde ich Dich: die Frau, die sich wirklich liebt” (seen in Halle/Saale)


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Stomoxys calcitrans September 12, 2013 | 08:35 pm

met & killed this blood-sucking stable-fly (en.wiki) aka Wadenstecher (de.wiki) btw Leipzig/Halle;Stomoxys calcitrans_reverse_ikl959

on first view looks like normal house fly, but the posterior is obvious different:

Stomoxys calcitrans_back_ikl959Instead of a sucker (Saugrüssel) there is a proboscis (Stechrüssel).

Stomoxys calcitrans_side-normal_ikl959moving the proboscis:

Stomoxys calcitrans_side-moving_ikl959further informations e.g. here (nemesis)


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bug macro September 7, 2013 | 10:44 pm

bug_makro-ikl959(bug macro, click to enlarge)


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