beitrag von Audioarchiv

Den leeren Himmel anrufen

Adrian Lauchengrund hat nach diesem – über den Verlust der Utopie – ein weiteres Feature produziert. Darin geht es um „den medialen Raum als ideologische Form einer erst herzustellenden Öffentlichkeit, in der es tatsächlich um die Menschen und ihre Angelegenheiten ginge, entlang der Begriffe der Zerstückelung und der Zerissenheit“. Hier das Feature
Tags: Feature, Halle, Ideologiekritik, […]


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Interview mit Eike Geisel über drei Berliner Ausstellungen

»Die Dummköpfe haben sich verdoppelt in dieser Stadt durch die Wiedervereinigung.«
(Eike Geisel über Berlin)
Der Journalist und Essayist Eike Geisel (1945-1997) war ein herausragender Kritiker der deutschen Ideologie. Er war ein Kritiker deutscher Geschichtspolitik, auch in ihrer beredsamen Variante, und deutsch-jüdischen Verbrüderungskitsches und denunzierte früh den Antisemitismus in der politischen Linken (auch in seiner philosemitischen Variante). […]


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Die Grenze der Aufklärung und die Krise der Gesellschaft

Ein Zusammenhang von Antisemitismus und ökonomischer Krise besteht zwar offenkundig, ist aber doch schwer zu bestimmen. Schließlich folgt Judenhass so wenig automatisch aus der Krise, wie er in Prosperitätszeiten abwesend wäre. JustIn Monday, dessen im März 2015 in Berlin gehaltenen Vortrag wir im folgenden dokumentieren, befasst sich mit dem Verhältnis von Latenz und Manifestation des […]


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Zeit & Jungle: Die Abwehr gegen das geschlossene Werk…

Zu den Nachrufen auf den “magischen Realismus” Im Abgesang auf den magischen Realismus, in den neben der Jungle World nun auch die Zeit einstimmt, verschafft sich wohl vor allem die instinktive Awehr gegen das seit jeher kritisch beäugte abgeschlossene Werk ausdruck. Jenes konfontiert und transzendiert die heterogene Welt in seiner zum äußersten getriebenen, über innere […]


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Der kalte ökonomische Blick auf Pinochet & Hayek

Worüber bezüglich Chile keiner spricht. „Hayeks Ablehnung von Beschäftigungspolitik, Wohlfahrtsstaat und progressiven Steuern sowie seine Verherrlichung der Marktergebnisse sind das eine. Mit diesen wirtschaftspolitischen Positionen ist eine intellektuelle Auseinandersetzung möglich. Die Unterstützung für den Militärputsch des Diktators Augusto Pinochet und damit für die Ermordung und Folterung zigtausender Menschen hat eine andere Qualität. Sie würde es unmöglich machen, diesem Menschen […]


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Nazis in bundesdeutschen Amtsstuben

zu Landgericht von Ursula Krechel Wer viel meckert, darf auch mal loben. Landgericht von Ursula Krechel ist beinahe alles, was Die Entdeckung der Currywurst nicht ist. „Die deutsche Nachkriegszeit, die zwischen Depression und Aufbruch schwankt, ist der Hintergrund der fast parabelhaft tragischen Geschichte von einem, der nicht mehr ankommt. Richard Kornitzer ist Richter von Beruf […]


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Sorry, Herr Grass

Die Currywurst, oder “Schlimmer geht immer”. Von allen Entschuldungspamphleten, die die deutschsprachige Vergangenheitsbewältigungsliteratur hervorgebracht hat, ist Uwe Timms Die Entdeckung der Currywurst womöglich das erbärmlichste. Der Text kommt literarisch wie geschichtsphilosophisch dermaßen unbedarft daher, dass man sich bemüßigt fühlt SS-Günni Grass, Keulenmartin Walser, Böll und all den anderen förmliche Entschuldigungen für früherer Kritiken zukommen zu […]


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Verrohung am Beispiel der Achse des Guten

Oder: Für die Nachwelt aufzubewahren. Empirisches Anschauungsmaterial zur Dialektik der Aufklärung. Dass der klassische aufklärerische Liberalismus, da ihm längst jede gesellschaftliche/ökonomische Grundlage fehlt, eine heute allerhöchstens immer mal wieder aufflackernde fragile Haltung sein kann, wurde hier schon dargelegt. Ebenso, dass der real existierende Liberalismus im Großen und Ganzen eine Tendenz aufweisen muss sich zum Erhalt […]


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Islam&Huysmans. Zwei Kritiken zum neuen Houellebecq

Noch mit bisher jedem neuen Werk hat man Michel Houellebecq als Rechtsradikalen oder Faschisten verunglimpft. Immer wieder zeigte sich bei unaufgeregter Lektüre, dass es sich um vielschichtige Texte handelt, die sicher mit dem Skandal spielen, diesen aber auch literarisch sehr produktiv überschreiten. Entsprechend skeptisch stimmen mich vorerst die von der TAZ über den Autor angesichts seines […]


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Armer Heidegger, von Freunden verraten …

… und nur von Kritikern noch ernstgenommen. Es scheint die Diskussion um Heideggers Antisemitismus ist noch nicht ganz abgeschlossen. In einem bemerkenswert klaren Artikel in der Zeit setzt sich Eggert Blum mit den Vertuschungen rund um den Nachlass auseinander und weist darauf hin, was wir vor der Publikation der schwarzen Hefte schon alles hätten wissen […]


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Das Gegenteil von Kritik: Zum Antiamerikanismus in Deutschland

Bei der sogenannten »Kritik« – dem Antiamerikanismus – wird die USA zum Hort des Bösen in einer Welt voller »friedliebender Völker«, denen die »Amis« auch noch ihre »oberflächliche Mc-Donalds-Kommerz-Einheits«-Kultur aufzwingen würden. Wenn es ganz schlimm kommt, mischt sich all das mit Verschwörungsideologien, Antisemitismus und der Forderung nach mehr deutscher Unabhängigkeit von den USA. Aus dem […]


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Krise und Transformation

EXIT!-Seminar 2014
Das diesjährige EXIT!-Seminar (17.-19. Okt.) widmete sich gesellschaftsanalytisch und ideologiekritisch dem globalen Krisenverlauf und Fragen der gesellschaftlichen »Transformation«. Die Aufnahmen, die leider etwas unvollständig sind, liegen auch als Videos (allerdings ohne Nachbearbeitung der stellenweise schlecht zu verstehenden Audiospuren) sowie auf archive.org vor. Titel und Ankündigungstexte sind ziemlich selbsterklärend. Ich verzichte daher auf eigene Inhaltsangaben […]


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Der Unterschriftenfälscher Beltracchi – Repost

Sozusagen aus aktuellem Anlass: Und was er uns über den zeitgenössischen Kunstbegriff lehrt. Nebst Hinweis auf William Gaddis. Der „deutscher Maler und Kunstfälscher“ (Wikipedia) Wolfgang Beltracchi ist seit kurzem im offenen Vollzug untergebracht und malt nach eigenem Bekunden wieder. Allerdings, so war es auf Zeit-Online nachzulesen, wo Beltracchi und seiner Ehefrau Helene bereits mehrere Artikel […]


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Eine emanzipatorische Kritik der Aufklärung

Auf Einladung des Ökumenischen Netzes Rhein Mosel Saar hielt Daniel Späth (EXIT!) kürzlich in Koblenz einen Vortrag zur Kritik der Aufklärungsphilosophie am Beispiel Kants. Späth stellt Kant in den Kontext der bürgerlich-kapitalistischen Entwicklung des 18. Jahrhunderts und versucht nachzuweisen, dass Antisemitismus, Antiziganismus und Sexismus dessen Philosophie nicht äußerlich sind. Ausführlicher ist diese Kritik in […]


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„Man muss“ – Peter Kurzeck und der stumme Zwang der Verhältnisse.

Zum ersten Todestag. Vor einem guten Jahr ist mit Peter Kurzeck einer der konsequentesten deutschsprachigen Nachkriegsschriftsteller verstorben. Einer, der sich nicht dem mitleidheischenden Gejammer der Trümmerliteraten anschloss, der keine Stunde Null beschwor, der stattdessen an die erzählerischen Leistungen der europäischen Moderne anknüpfte und Wege suchte die Welt des so genannten Wirtschaftswunders, ihre Schattenseiten, ihre Schattenwirtschaften, […]


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9. November 1938 – Auftakt zum Holocaust

Vor einem Jahr, als das Gedenken an die damals 75 Jahre zurückliegende »Reichskristallnacht« auch der deutschen Öffentlichkeit ein wenig wichtiger war als der Jahrestag des Mauerfalls, produzierte Sachzwang FM eine sehr hörenswerte Sendung über die Pogrome des November 1938 und über die Struktur des Antisemitismus. Dieses Wochenende, an dem staatstragend die »friedliche Revolution von 1989« […]


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So Ideologisch, dass man sich widerspricht …?

Am Beispiel Konkret: Wenn Wohlmeinende sich selbst ein Beinchen stellen… So richtig will es mir immer noch nicht in den Kopf. Ich kann mir die psychischen und gruppendynamischen Prozesse erklären, ich weiß, dass Journalisten viel zu wenig Geld bekommen und oft noch viel weniger Zeit für Recherche haben, und ich weiß, dass eine starke Meinung […]


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Die Quixoterien der Windkraftgegner

Weil es im Sommerloch unterging und ich keine Zeit zum Schreiben hab… Vor einiger Zeit bei starkem Nebel mit dem Auto im rheinhessischen Hügelland. Jede Erhebung sieht gleich aus, jeder Baum, all die Schatten ferner Dörfer. Ich hatte mich hoffnungslos verfahren. Dann reißt nach Stunden, mitten in der Nacht, ich studierte gerade in einer kleinen […]


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Die zahlreichen Attacken auf Wer die Nachtigall stört

Unter den 100 „most challenged books“ der Nachkriegszeit finden sich mE deutlich mehr Texte von linken und linksliberalen, insbesondere aber antirassistischen und rassismuskritischen Autoren, als sich konservative oder rechtsliberale, oder aber erklärt rechtsradikale Autoren finden würden. Allen, die regelmäßig behaupten, es gebe eine links-grüne Meinungsführerschaft, die alle abweichenden Ideen unterdrücke, sollte das zu denken geben. Aber […]


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Josef Anton, die Fatwa und die „Champions der Meinungsfreiheit“

Was sich von Salman Rushdie über politische Korrektheit lernen lässt Aus den Diskussionen rund um die politisch korrekten Neueditionen mancher Kinderbücher habe ich mich im letzten Jahr herausgehalten. Zu verhärtet die Fronten, zu kindisch die Haltung bei Befürwortern der Änderungen zum Beispiel in Die kleine Hexe und auch beim Gros der Gegner. Dabei könnte die […]