| tag ‘Antiziganismus’ |
| Linksjugend ['solid] fordert: „Viktor Orbán isolieren – kein Stimmrecht in der EU für ein autoritäres Ungarn“ | April 29, 2013 | 08:37 am |
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Folgender Antrag vom Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom wurde am Wochenende vom VI. Bundeskongress der Linksjugend ['solid] in Magdeburg ohne Änderungen angenommen. Der BAK Shalom selbst stellte zwei Delegierte. Ein Bericht über den Bundeskongress folgt in Kürze.
Viktor Orbán isolieren – kein Stimmrecht in der EU für ein autoritäres Ungarn
Ungarn entwickelte sich unter Führung Viktor Orbáns zu [...]
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| Bericht und Mitschnitt von der Podiumsdiskussion „Antiziganistische Zustände – Stimmungsmache gegen Sinti und Roma in Europa“ | December 12, 2012 | 11:58 am |
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Am 29. November 2012 fand an der Universität Leipzig die Podiumsdiskussion „Antiziganistische Zustände – Stimmungsmache gegen Sinti und Roma in Europa“ statt. Zu Gast waren Anna Striethorst von der Rosa-Luxemburg-Stiftung aus Brüssel und Max Wegener, der Mitglied der Linksjugend Leipzig ist und im Herbst 2012 an der Delegationsreise des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom nach Ungarn teilnahm.
Im [...]
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| links (25. November 2012) | November 25, 2012 | 09:26 am |
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Die vergangene Nacht (bis vor einer halben Stunde) widmete der RBB Rosa von Praunheim. In einer Folge von “Rosas Welt” äußerte sich der Bildhauer Karsten Klingbeil über seinen “persönlichen Holocaust”, den er in sowjetischer Kriegsgefangenschaft erlebt habe. Es sei “genauso” gewesen. Hier geht’s zur Mediathek.
Anhören: Termine:
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| Mitschnitt und Bericht der Veranstaltung mit Roswitha Scholz zu Antiziganismus und Arbeitsgesellschaft | November 21, 2012 | 10:14 am |
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Am 13. November lud der Landesarbeitskreis (LAK) Shalom der Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg in das Komma nach Esslingen ein, um sich mit dem weit verbreiteten Problem Antiziganismus auseinanderzusetzen. Die Beschäftigung mit diesem Thema ist innerhalb der Linken marginal, obwohl europaweit Sinti und Roma als „Zigeuner“ diskriminiert werden.
Ziel des Vortrags war es, theoretische Grundlagen des Phänomens Antiziganismus [...]
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| Podiumsdiskussion am 29. November in Leipzig: Antiziganistische Zustände – Stimmungsmache gegen Sinti und Roma in Europa | November 14, 2012 | 05:41 pm |
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Antiziganismus ist ein verbreitetes Ressentiment gegenüber Sinti und Roma. In ganz Europa werden diese als „Zigeuner” diffarmiert. In Osteuropa ist seit Jahren eine Zuspitzung der Lage gegen Sinti und Roma zu beobachten. Trotzdem handelt es sich um ein gesamteuropäisches Problem, wie die jüngste antiziganistische Stimmungsmache des deutschen Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich [...]
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| Von der Kritik des Antisemitismus zur Kritik der Gesellschaft: Bericht vom 20. Treffen des BAK Shalom in Sontra | November 13, 2012 | 10:10 pm |
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Am 3. November 2012 fand im hessischen Sontra das mittlerweile 20. Treffen des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom statt. Es nahmen rund 20 Mitglieder aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg teil.
In der ersten Hälfte des Treffens stand die Arbeit der Landesarbeitskreise (LAK) Shalom im Zentrum, die in den jeweiligen Bundesländern aktiv sind. Die [...]
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| Bericht über die Delegationsreise des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom nach Ungarn zum Thema Antiziganismus und Antisemitismus | October 25, 2012 | 10:20 pm |
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Vom 27.09.2012 bis 02.10.2012 hat sich eine Delegation des BAK Shalom in Budapest mit der Thematik des Antiziganismus und Antisemitismus beschäftigt. Die Reise fand im Rahmen des diesjährigen Arbeitsschwerpunktes des BAK Shalom zum Thema Antiziganismus statt und griff den Beschluss des V. Bundeskongresses der Linksjugend Solid auf, der vom BAK Shalom eingebracht wurde.
Im Rahmen der [...]
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| Pressemitteilung | 25.10.2012 | BAK Shalom verurteilt antiziganistische Äußerungen des Bundesinnenministers | October 25, 2012 | 02:39 pm |
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Der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom der Linksjugend Solid verurteilt aufs Schärfste die Äußerungen des Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich (CDU), wonach Flüchtlinge aus Mazedonien und Serbien das deutsche Asylrecht missbrauchten.
Bei den Flüchtlingen aus dem Balkan handelt es sich um Sinti und Roma, die den antiziganistischen Zuständen in den jeweiligen Ländern entkommen wollen. Nun müssen sie die Diskriminierung durch [...]
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| Vortrag von Roswitha Scholz am 13.November in Esslingen: Antiziganismus und Arbeitsgesellschaft | October 5, 2012 | 11:50 am |
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Antiziganismus ist ein weit verbreitetes Phänomen. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als “Zigeuner” diskriminiert und nicht selten verfolgt. In dem Vortrag werden antiziganinstische Tendenzen im Zusammenhang mit neuzeitlichen Disziplinierungsprozessen und der Herausbildung der Arbeitsgesellschaft analysiert. Dabei werden auch Parallen und Differenzen zwischen Antiziganismus und Antisemitismus aufgezeigt. Der Eintritt ist frei.
Wann? Dienstag, 13. November, [...]
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| Krise Europas – Erstarken des Antisemitismus | June 20, 2012 | 10:03 am |
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Bericht vom 19. Bundestreffen des BAK Shalom
Vom 15. bis 17. Juni fand in Sontra bei Kassel das 19. Bundestreffen des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom statt. Teilgenommen haben Mitglieder aus Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Planung einer Bildungsreise nach Ungarn, die noch dieses Jahr stattfinden soll. Dort verfolgt [...]
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| Den Rechtsruck in Ungarn stoppen! | March 16, 2012 | 10:59 am |
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Antrag des BAK Shalom für den V. Bundeskongress der Linksjugend ['solid]
(Download als pdf)
Die Linksjugend Solid ist zutiefst besorgt über die politischen Entwicklungen in Ungarn. Die rechtspopulistische Regierung der Partei Fidesz unter Viktor Orbán verfolgt einen klar antidemokratischen, nationalistischen und anti-europäischen Kurs, deren ideologisches Fundament aus völkischem Autoritarismus, Antiziganismus und Antisemitismus besteht.
Tiefpunkt dieser Politik ist die [...]
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| Vortrag in Leipzig: Antisemitismus und Antiziganismus als bestimmte Formen negativer Vergesellschaftung | February 13, 2012 | 02:18 pm |
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Obgleich in der Geschichte der antisemitischen und antiziganischen Gewalt zahlreiche Gemeinsamkeiten zu konstatieren sind, die ihren Höhepunkt und zugleich ihr Ende in der nationalsozialistischen Vernichtungspraxis fanden, fristet die Kritik des Antiziganismus bis heute bestenfalls ein Schattendasein. Doch auch für den Antisemitismus lassen sich eklatante Schwächen der Kritik feststellen, die in subjektivistischen oder objektivistischen Vereinseitigungen ihren [...]
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| Gegenwart und Gewalt des Antiziganismus | December 8, 2011 | 10:25 am |
Ausgeschlossen eingeschlossen. Roma in Deutschland und EuropaBeargwöhnt, exotisiert oder in rassistischer Weise offen verachtet und diskriminiert, wer als »Zigeuner« identifiziert wird/wurde, hatte es in Europa noch nie leicht. »Zündfunk Generator« von Bayern 2 hat eine sehr informative und recht kritische Sendung zur Struktur (die »Zigeuner« als kultur-, schrift- und geschichtsloses Gegenbild zum aufgeklärten Subjekt), Geschichte und Gegenwart des »Antiziganismus« produziert. Sie berichtet nicht nur von der deutschen Abschiebepraxis und den aktuellen bzw. akuten Verhältnissen in Ungarn, Rumänien und anderswo, sondern auch von den Schwierigkeiten der Roma, selbst zu Wort zu kommen, handlungsmächtig zu werden und ihre eigene Geschichte zu finden, die in Form von Dokumenten allenfalls aus der Perspektive der europäischen Mehrheitsgesellschaften existiert und daher genau den Mechanismen von Exotisierung usw. unterworfen ist. Download: via br.de | via MF (0:52 h, 48 MB) [via AbhörBar] Es sei auch noch einmal auf das bereits auf Twitter beworbene Gespräch mit Klaus-Michael Bogdal, Autor von Europa erfindet die Zigeuner, hingewiesen. Dieser kommt im obigen Beitrag auch zu Wort. Download via DRS (0:28 h, 14 MB) Tags: Abschiebung, Antiziganismus, Geschichte, Ideologiekritik, Rassismus, Roma, Romantik, Ungarn |
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| Shocking: Nazis auf einmal Terroristen – was ging schief im Wintermärchen? | November 20, 2011 | 05:10 pm |
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Das Bekanntwerden der Täterschaft definiert die Opfer neu und macht den Terror gegen sie erst wirksam. Anstelle devianten Verhaltens innerhalb abgeschotteter krimineller Strukturen wurde Existenz zum Verfolgungsgrund. Nicht weil sie sich verhielten, sondern weil sie waren wurden Menschen ermordet – das ist der Kern des Nazismus seit seinem Anbeginn. Die Aufregung über die fehlgeschlagene Verfolgung dieser Verfolger tutet ins falsche Horn. Die Existenz des Nazismus ist der Terror. Die auswendig gelernte Phrase, dass Faschismus keine Meinung sondern ein Verbrechen sei, ist schief projiziert. Nicht wird gesagt was Faschismus sei und was das Verbrechen. An gesundes Rechtsbewusstsein wird appelliert – und moderne Rechtsstandards im Ruf nach Zensur verraten. Der Faschismus ist Meinung, deren Existenz Terror ausübt, seine Praxis die Vernichtung. Wer das Aufblühen der schon immer von Gewalt begleiteten völkischen Zorn-Zonen im Osten Deutschlands über Jahrzehnte mit ruhiger Miene anzuschauen vermochte, hat kein Recht, jetzt von Terror zu sprechen. Mindestens 182 Menschen wurden seit 1990 von deutschen Neonazis ermordet. Die Existenz des Nazismus ist gerade darum ein gesellschaftliches und kein polizeiliches Problem. Es mag sein, dass verschiedene Institutionen, allen voran der schon immer faschistisch durchwirkte Verfassungsschutz, versagt haben bei der Verfolgung der konkreten Morde. Dass die deutsche Gesellschaft sich darüber so plötzlich so ausnehmend empört ist Schuldprojektion. Die postnazistische Gesellschaft hat den Nazismus integriert und nicht abgeschafft. Vieles wurde geschrieben über die institutionelle Durchwanderung von rechts und deren Traditionalität. Irritiert aber zeigt sich die liberale Gesellschaft über Kritik an ihrem eigenen Makel. Man macht einen mittleren Skandal, wenn ein Politiker der „Jungen Freiheit“ ein Interview und vielleicht sogar Contra gibt. Der liberalen Presse, den Schulbüchern, den Demonstranten sieht man den täglichen antiisraelischen Exzess nach. Die NPD listet gleiche Meinungen in ihrem Programm, man nennt es antisemitisch. Die Zeit, die taz, die Süddeutsche, der Stern, ARD, ZDF, mitunter Arte bedienen diese Einstellungen nach Kräften – und wo sie Kritik daran nicht ignorieren können empören sie sich über die Aufweichung des Antisemitismusbegriffs, bemäkeln jüdische Überempfindlichkeit und Philosemitismus. Es gibt keinen Reflexionsprozess in diesen Medien – Kritik wird als liberaler Bonus eingereiht und neben die unabdingbaren empörten Hetzartikel gedruckt. Eine vernachlässigte Opfergruppe von Neonazis sind Obdachlose, die als sichtbarste Opfer befürchten müssen, nachts überfallen und unter hässlichsten Schmerzen zu Tode gebracht zu werden. Obdachlose wurden aber bereits im Zuge der sterilisierenden Fitmachung von zumeist CDU-regierten Innenstädten systematisch verfolgt, mit Bettelverboten belegt und verschoben. Eigens zur Abschreckung von Obdachlosen wurden in den 1990-ern schräge Bänke entwickelt, die das Nächtigen auf diesen unmöglich machen. Auch Bushaltehäuschen bieten seitdem allenfalls in kurze Strecken portionierte Sitzplätze an. Noch vor kurzem schloß ein Bürgermeister eine öffentliche Brücke mit Bauzäunen ab, damit dort niemand Schutz finden kann. In meiner Kindheit wurde einem Obdachlosen, der in einem verlassenen Bienenhäuschen nächtigte vom Dorfmob mit dem Feuertod gedroht, falls er nicht sofort weiterziehe. Diese widerwärtige Mentalität ist vom selben Holz wie jene, die aus Hass und Langeweile später auf wehrlose Schlafende einprügelt und sticht. Ebenso hegten bislang alle im Parlament befindlichen Parteien den ausländerfeindlichen Konsens: Es kam nun mal beim Wähler schlecht an, die eigentlich gebotene Aufnahme von mindestens einer Million Kriegsflüchtlinge aus dem subsaharischen Afrika zu fordern. So blieben sie in ihren kongolesischen Camps, wurden rekrutiert, von Epidemien hingerafft, im Wald vom Hunger vernichtet und später massakriert, wo sie nicht selbst massakrierten. Dasselbe wiederholte sich in je anderer Form in Darfur, in Somalia, in den arabischen Staaten. Niemals ist in Deutschland eine universalistische „Operation Moses“ denkbar, bei der es um Hilfsbedürftige anderer Nationalitäten oder gar Hautfarben geht. Täglich werden Abschiebeflüge mit Roma oder Afrikanern organisiert. Die Infrastruktur zum Retten von Menschenleben stünde, man müsste ihren Zweck und damit ihre Richtung umkehren. Es sieht nicht danach aus. Die deutsche Öffentlichkeit ist slightly shocked über die Rechtsverletzung durch Nazis – und sah und sieht mit lauen Gefühlen und rechtlich abgesichert zehntausenden Schwarzen beim Ertrinken im Mittelmeer zu. Das ist kein Vergleich sondern eine Kontinuität. Die aktuelle Flüchtlingspolitik ist bekanntermaßen die Belohnung der nazistischen Brandsetzungen und Morde in Solingen, Mölln, Rostock und den ganzen anderen Orten. Die Verkürzung gilt: Der Nazismus tötet heute im Mittelmeer – durch die Regierenden der bürgerlichen Parteien hindurch, die sich der Herausforderung, eine offene Gesellschaft zu schaffen nie gestellt haben. Triftige Ausreden werden zum Mantra: Jeder müsse ja einsehen, dass eine Volkswirtschaft nicht unbegrenzt Einwanderer aufnehmen kann und niemand oder wahlweise jeder wisse ja, wie sich solche Horden im Land benehmen würden. Das ist das Argument der Nazis und es wird konsensual geteilt. Und es ist wahr: Dieser auf den Nationalismus eingeschworene muffige Staat würde tatsächlich kollabieren, würde er mit der Verantwortung, die mit seiner ökonomischen Macht einhergeht, im Positiven Ernst machen und ein paar Millionen Flüchtlinge aufnehmen sowie in Kriegsgebieten bewaffneten Schutz für sie organisieren. Er würde ein anderer Staat werden, in dem die politisch bestärkte Hoffnung der Nazis, durch Terror Gesetze in ihrem Sinn zu formen, an die Wand der gesellschaftlichen kosmopolitischen Realitäten fahren müsste. Die drei Nazis waren gewiss keine Wahnsinnigen – sie stuften die Möglichkeiten der Abschreckung und Umsetzung ihres wahnhaften Ressentiments in Realpolitik ganz realistisch ein. Gegen ihre Morde meint man wieder einmal vorzugehen mit Lichterketten, ökumenischen Gottesdiensten, kommunalen „Bunt statt Braun“-Kindergeburtstagen und gutherzigen Apellen, dass man doch ganz so radikal nicht gegen Ausländer sein muss. Und man meint wieder einmal, die NPD verbieten zu müssen. Das mag man tun – die Elemente nazistischer Weltbilder waren und sind mehrheitsfähig, sie sind politische Praxis und Gesetz. Nazis morden, der Staat schiebt ab – auch das ist eine der halben Lügen der Linken. Dieser Staat, das sind alle. Die Flüchtlingspolitik rutschte in der Agenda der Linksautonomen immer weiter herab, vielleicht sind sie auch selbst erodiert worden. Die Methoden stehen allemal zur Disposition – durch die Straßen rennen und Parolen brüllen, ganz witzige Clownerien und Pink Block haben bislang keinem Flüchtling geholfen und keinem Blutsdeutschen den Nationalismus ausgetrieben. Bleierner Hedonismus macht sich bei den sogenannten Antideutschen im dem Namen der Reflexion und des Glücksversprechens breit, andere ächzen unterm Systemzwang, vermeintliche neue Facebook-Liberale spielen Kritik am Antisemitismus der Islamisten gegen Immigration aus, vermeintlich neue Brandsatz-Linke fluchen auf die Flüchtlingspolitik und wollen den gleichen Flüchtlingen in Afghanistan aber lieber die autochthonen Taliban als die ausländischen amerikanischen und deutschen Truppen zudenken. Und jene Millionen, die erfolgreich einwanderten, ducken weg um ihre eigene Integration nicht aufs Spiel zu setzen oder weil sie längst die ökonomische Lüge von den Grenzen der Aufnahmefähigkeit übernommen haben oder weil sie tatsächlich selbst keine Kurden, Schwarze, Schwarze aus anderen Teilen Afrikas und Juden mögen. Über allem steht die Angst, sich demokratisch zu organisieren und zu engagieren. Das ist mit dem Kulturalismus zu parallelisieren. Engagement bedeutet Risiko. Niemand will scheitern. Nichtstun ist die bequeme Wahl und Lebenslüge, virtualisierte Ersatzhandlung wird zur Folge der Verdrängung, gebotene Reflexionsprozesse werden zum „Spott auf die Dringlichkeit“ (Adorno) im Angesicht von Folter, Hunger und Tod.
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| Karl Pfeifer – Ungarn auf dem Weg zur Autokratie? | June 12, 2011 | 07:27 pm |
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Im Rahmen der neulich bereits nahegelegten Vortragsreihe “Das hat’s bei uns nicht gegeben! - Antisemitismus in der DDR”, die vom “Pädagogischen Arbeitskreis gegen Antisemitismus” organisiert wird, ist am kommenden Dienstag Karl Pfeifer zu Gast.
Dienstag, 14.06.2011, 19:00 Uhr |
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| permalink | tags: Antisemitismus, Antiziganismus, Jena, Ungarn | |
| "Das hat’s bei uns nicht gegeben! – Antisemitismus in der DDR" | May 21, 2011 | 04:11 pm |
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Der “Pädagogische Arbeitskreis gegen Antisemitismus” lädt ein: zunächst zur Ausstellungseröffnung “Das hat’s bei uns nicht gegeben! - Antisemitismus in der DDR” am Mittwoch, den 25. Mai 2011 um 18:00 Uhr im Aula-Foyer des Universitätshauptgebäudes (Fürstengraben 1/Jena). Im Anschluss, um 19Uhr im Hörsaal 235, wird es den ersten in einer begleitenden Reihe von Vorträgen geben. Dr. Heike Radvan von der Amadeu Antonio Stiftung spricht zur Entstehungsgeshichte und Rezeption der Ausstellung.
Donnerstag, 09. Juni 2011, 19:00 Uhr - SR 113, Universitätscampus: Vortrag mit Dr. Thomas Haury, Soziologe: Die antisemitische Säuberungswelle 1952/53 in der DDR Dienstag, 14. Juni 2011, 19:00 Uhr - HS 7, Universitätscampus: Vortrag mit Karl Pfeifer, Journalist: Antisemitismus und Antiziganismus in Ungarn Dienstag, 05. Juli 2011, 19:00 Uhr - HS7, Universitätscampus: Vortrag mit Dr. Martin Jander, Historiker: Helmut Eschwege - Ein jüdischer Historiker in der DDR
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| permalink | tags: Antisemitismus, Antiziganismus, DDR, Deutschland, Jena, Ungarn | |
| Antiziganismus | March 15, 2011 | 11:30 pm |
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Kurz und treffend: Lucius Teidelbaum über Antiziganismus. Via FRN | via Audioarchiv (0:24 h, 8 MB) Tags: Antiziganismus, Geschichte, Ideologiekritik, Lucius Teidelbaum, Rassismus |
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| permalink | tags: Antiziganismus, audio, Geschichte, ideologiekritik, Kürzere Beiträge & Randnotizen, Lucius Teidelbaum, Rassismus | Tags: Antiziganismus, Geschichte, Ideologiekritik, Lucius Teidelbaum, Rassismus | |
| Ungarns konservative Revolution | January 23, 2011 | 02:19 pm |
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Das Offene Antifa Treffen Dresden stellt den Mitschnitt eines Vortrags von Magdalena Marsovszky über die aktuellen Entwicklungen in Ungarn zur Verfügung. Sie referiert über die Geschichte des völkischen Nationalismus in Ungarn, informiert über den Charakter und die Erfolgsgeschichte der rechtsradikalen Parteien Fidesz und Jobbik und die Bedrohung, die u.a. von der `Ungarischen Garde´ ausgeht. (Zum Ankündigungstext) Download: via archive.org, nachbearbeitet via audioarchiv (28,2 MB; 1 h 1 min 35 sec) Kleinere Radiobeiträge über die aktuelle Situation in Ungarn: Europa rechtspopulistisch – Ungarische Ratspräsdentschaft im EU-Parlament diskutiert | Das ungarische Desaster | Ende der Pressefreiheit in Ungarn? | Neues Mediengesetz in Ungarn: Musikzensur, Quoten und weniger Gewalt in den Nachrichten | Tilos Radio in Budapest wird von der ungarischen Medienaufsicht abgemahnt Hintergrundinformationen: |
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| Veranstaltungshinweis: Antiziganismus – Ressentiment und Vernichtung | October 26, 2010 | 02:15 pm |
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Wer an der Veranstaltung mit Markus End Gefallen gefunden hat, sollte unbedingt diesen Samstag das Seminar mit Roswitha Scholz im Gewerkschaftshaus besuchen.
Roswitha Scholz gehört zu den Vordenkerinnen im Lager der wertkritischen Linken, ist Redakteurin des Magazines EXIT! und befasst sich seit einigen Jahren auch mit der Kritik des Antiziganismus. Sie ist neben Markus End (Herausgeber) ebenfalls im Werk „Antiziganistische Zustände. Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments“ vertreten. Um am Seminar im Gewerkschaftshaus teilzunehmen, ist eine Anmeldung zwingend notwendig. Die Seminarinhalte sind: 1. Moderne und Antiziganismus. Zur Einstimmung können folgende Texte und Audio-Dateien empfohlen werden: Roswitha Scholz: Die Roma und „wir“, Phase 2, Text Ebenfalls interessant ist ein kürzlich im Blog des Audioarchives kritischer Theorie und Praxis erschienener Mitschnitt einer Veranstaltung mit dem Wertkritiker Robert Kurz zum Thema Israel. Seminarbeginn: Samstag, 30. Oktober 2010, 10:00 Uhr |
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| Deutsche Klotüren | October 3, 2010 | 05:09 pm |
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Nazis raus, Islamisten raus, Sexualstraftäter raus, Integrationsunwillige raus, Bundeswehr raus (aus Afghanistan): der normale Deutsche ist von einer Klotüre nicht zu unterscheiden, egal ob er Parteichef der SPD oder CDU, Linksparteilich eingestellt oder Nationalist oder gerne auch beides ist. Deutschland will partout nicht in der Moderne ankommen, es ist schon dem Namen nach kein Staat wie die USA sondern Land, Territorium, Boden, mit seiner völkischen Eigenschaft „Deutsch“ so fest verschweisst, dass daraus auch nie ein bloß geographisches wie Großbritannien zu werden vermag. Integration und Territorialität werden eins. Was auch immer diskutiert wird, es endet damit, dass jemand das Land oder die Partei oder die Stadt verlassen soll. Diese Obsession der Abspaltung verweist auf Abgründiges, zumindest aber auf den zwanghaften Wunsch, Probleme nicht durchdenken zu wollen. Und es zeugt von einer aggressiven Empathielosigkeit gegenüber Vorgängen, die „draußen“ stattfinden. Das Ausschaffen, Rausschmeißen, Exilieren wird zum Fetisch. Die Ausschlussrufe gegen Sarrazin sahen schon dem Wunsch nach Abschiebung von Ausländern gleich. Ihnen war anzumerken, was da an Verdrängung wirkte: Es sollte ein Kopf rollen, der das Betriebsgeheimnis des Ganzen ausplauderte. Nicht wegen seinem Fauxpas über Gene von Basken und Juden wurde er geschasst. Sondern weil er der alten Tendenz der SPD, eine Partei rechts von der CDU zu gründen, den Schneid abkaufte und massivste Zustimmung erntete, ohne in offizielle Parteistrukturen eingebunden zu sein und ohne dabei der SPD zu nutzen. Er wurde nachgerade zum lästigen Konkurrenten für einen Gabriel, der sich nach der Exilierung bequem in seiner Rolle als vernünftelnder, unrassistischer Abschieber gefallen darf. Der SPD-Kazike Gabriel hat geschafft, was Sarrazin nach eigenem Bekunden nicht wollte und doch schon vorbereitete: Aus einer schon im Ansatz verkorksten Integrationsdiskussion wurde endgültig die einzige in Deutschland mögliche Version dessen – Eine Abschiebedebatte. Die Tabus haben sich längst in Füllhörner verkehrt: Meldet sich ein Reaktionär zu Wort, wird er über kurz oder lang nach dem offiziösen Sturm der Entrüstung seine Saat überreichlich ernten können. Mit Sarrazin und Gabriel verhält es sich noch paradoxer. Sarrazin ist ein Rassist, denn er vertritt rassistische Grundannahmen – dennoch bereitete er keine rassistische Praxis vor und wird sich über seine deutschen Fans kaum freuen. Gabriel ist kein Rassist – und vertritt doch das rassistische Prinzip, nach dem Deutschland organisiert ist, exekutiert den Willen der NPD weitaus trefflicher als Sarrazin. Die eigene überwertige Bindung an den Kiez, das Territorium, macht die Abschiebung, die Ausschaffung zur höchsten denkbaren Strafe. Die höchste denkbare Strafe aber ist die Todesstrafe. Und exakt die ist mit der Abschiebung gemeint. Wer draußen ist, ist tot, stellt keine Gefahr mehr dar oder interessiert nicht. Im Wunsch der Deutschen nach der Abschiebung artikuliert sich der nach der Todesstrafe. Daher glaubt man auf Seiten der Linken auch, indem man die Nazis nur lange genug von einem Flecken zum Anderen jage, sei das Problem gelöst und Nazis nicht mehr existent. Wo Integration in einer Demokratie allein als solche zu denken wäre, laut seine konträren Interessen und Meinungen zu vertreten, und entsprechen des rationellen Gehalts gehört, ignoriert oder angefeindet zu werden, ist in Deutschland mit Integration von rechts wie von links die Friedhofsruhe, der Sperrbezirk gemeint. Vom Islamismus wissen die Deutschen deshalb nichts, weil sie ihn noch immer als invasiv wahrnehmen und das 21. Jahrhundert mit der Wiener Türkenbelagerung verwechseln. Aber es sind nicht nur die Islamisten und Neonazis. Facebook-Gruppen, die zur Vernichtung von Juden, Kurden und Armeniern aufrufen, haben kaum Kopftuchfrauen als Anhänger – es sind dem gesamten Habitus zufolge moderne, westliche, integrierte, jungtürkische FaschistInnen mit deutschem Pass und mittelständischen Unternehmen. Den gleichen Irrtum begehen Linke, wenn sie ihre „Nazis-Raus“-Buttons anheften und stolz auf ihr Wissen um Codes von Jungnazis sind. Dümmlich warb die PDS einst „Nazis raus aus den Köpfen“ – eine eigene Schlußstrich-debatte, man wollte nicht an Nazis denken müssen, sie nicht mit SS-Runen auf dem kahlrasierten Schädel sehen müssen. Das Abspalten, das das Ausschaffen stets ist, ist die Weigerung des Denkens, das Eingeständnis der insgeheimen Übereinkunft mit Ideen, gegen deren betörende Gewalt man sich als so wehrlos erweist, dass man es wegmachen, fortbringen, abschieben, ausmerzen oder auch in einer nur um Geringes anderen Variante, um jeden Preis integrieren, will. Man soll nicht Juden-Gen sagen – aber in Köln gibt es am Dom eine antisemitische Dauerausstellung gegen Israel. Man soll nicht Negerkuss sagen – aber jeder Polizist bekommt eine Gehaltserhöhung, wenn er nur weiter brav Schwarze nach Afrika abschiebt. Man soll kein Islamist sein – aber mit Iran wird gehandelt und gedealt. Man soll nicht als Sarkozy Zigeuner nach Rumänien fliegen – aber sie als Merkel in den Kosovo abschieben geht wunderbar. Die Klotüren-Mentalität der Deutschen kann man nicht umsonst auf Klotüren lesen: der schmutzige Dreck soll mit der eigenen organischen Verfasstheit, dem System, nichts zu tun haben, wird als Fremdes ekelerfüllt und lustvoll weggespült. Filed under: Antiziganismus, Islamismus, Rassismus |
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| permalink | tags: Antiziganismus, Gabriel, Integration, Islamismus, Rassismus, sarrazin, SPD, Territorialität | |
| Veranstaltungshinweis: „Fremd, frei und faul“ | September 21, 2010 | 01:56 am |
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Wolfgang Benz, der Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA), geriet kürzlich in die Schlagzeilen mit einem streitbaren Antisemtismus-‘Islamophobie‘ Vergleich und schon zuvor, weil er Treitschke hingegen keinen Antisemiten nennen mochte. Markus End ist ebenfalls vom ZfA. Er gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der Antiziganismusforschung. Das ist – im Gegensatz zu seinem Kollegen – unbestritten. Und Markus End kommt nach München.
Der Arbeitstitel der Dissertation von Markus End trug den schönen Titel: Fremd, frei und faul. Struktur und Funktionsweise des modernen Antiziganismus. Seine Beiträge, Adorno und die ‚Zigeuner‘ und Defizite in der Kritik im Buch Antiziganistische Zustände – Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments, fühlen dem Antiziganismus aus dem Blickwinkel der Kritischen Theorie auf den Zahn. Im Vortrag am 07. Oktober wird Markus End auf die lange Geschichte und die gewalttätige Gegenwart des Antiziganismus in Europa eingehen. In einem zweiten theoretischen Teil werden Ansätze zu einer Theorie des Antiziganismus auf der Basis Kritischer Theorie vorgestellt. Dabei wird insbesondere die Bedeutung der Kategorien ‚Arbeit‘, ‚Nation‘ und ‚Geschlecht‘ für die antiziganistischen Projektionen vertieft. Leseprobe: Ein geschichtliches Panorama des Antiziganismus Datum: 7. Oktober 2010 |
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| permalink | tags: Allgemein, antira, Antisemitismus, Antiziganismus, Veranstaltungshinweise | Tags: antira, Antiziganismus | |




