Getagged: USA

AUGENZUPPLER … reloaded

Erste Eindrücke aus den USA

Ich hasse das Fliegen in grossen Flugzeugen, es ist wie ein Aufenthalt in einem Gefängnis. Alleine diese Sicherheitsproceduren nötigen mir jede Würde ab. Folglich gschieht das nur aus sehr wichtigen Gründen. Ein bedeutender Teil meiner Familie lebt seit Jahr und Tag in den USA. Von Iowa über Washington, Baltimore bis Virginia hat die liebe Verwandtschaft […]

Lizas Welt

Der Ausstieg aus dem Atomdeal – ein richtiger Schritt

Der Atomdeal von Wien hat das iranische Regime gestärkt und noch aggressiver gemacht. Er hat Teherans Kriegskasse gefüllt und dem Iran die Zeit gegeben, seine nuklearen Ambitionen weiter voranzutreiben. In Israel sieht man das schon länger so, nun sind auch die USA zu der Erkenntnis gelangt, dass es besser ist, aus dem Abkommen auszusteigen. Die […]

AUGENZUPPLER … reloaded

Death in Chicago. Tears in Washington.

Moishe Postone ist tot. Die Herrschaften von KONKRET haben einen Nachruf und ein letztes Interview mit Postone ins Netz gestellt. ….  Seine theoretischen Arbeiten zur Weiterentwicklung der Marxschen Theorie sind für eine Kapitalismuskritik auf der Höhe der Zeit von großer Bedeutung. Der hierzulande bekannteste Aufsatz Postones mit dem Titel “Nationalsozialismus und Antisemitismus” hat Diskussionen angeregt, […]

AUGENZUPPLER … reloaded

Nach dem Schulmassaker in Florida …

Nach dem Schulmassaker im Februar 2018 an der Stoneman Douglas High School in Parkland Florida hat sich bewegungstechnisch einiges getan. Ausgehend von den Schülern der betroffenen Schule hat sich eine Jugendbewegung für einen Wechsel in der US-Waffenpolitik über alle Bundesstaaten ausgebreitete – manchmal mit Billigung der Schulleitungen,manchmal gegen ein Demonstartionsverbot verstossend. Schüler gingen mit ihren Anliegen nach Sicherheit an den Schulen und schützenden Waffengesetzen in vielen Bundesstaaten auf die Strassen.

AUGENZUPPLER … reloaded

Stop the hate: Bars And Melody – BAM

Es wird aktuell viel über das digitale Zeitalter orakelt. Eine kulturelle Bedeutung habe ich beim surfen durch das Universum von Youtube entdeckt. Ich war auf der Suche nach Aufmerksamkeitswegen in der Popkultur zum Thema Mobbing und bin bei „Britain Got Talent“ in 2014 fündig geworden. Vor kurzem konnte ich mir hier in der Hauptstadt vor Ort selbst ein Bild vom Duo „bars and melody – bam“ machen.

Lizas Welt

Warum der Unesco-Austritt richtig ist

Die Unesco hat sich immer stärker zum Kampf- und Propagandainstrument gegen Israel entwickelt. Selbst unbestreitbare historische Tatsachen, etwa der jüdische Bezug zu Jerusalem, werden einfach per Mehrheitsbeschluss für nichtig erklärt. Deshalb ist der Rückzug der USA und Israels aus der Weltkulturorganisation ein begrüßenswerter Schritt. Glaubt man der taz, dann hat es »eine gewisse Logik, dass die USA […]

AG »No Tears for Krauts«

Bonjour Tristesse Sonderausgabe #G20

Die Sonderausgabe der Bonjour Tristesse zu den G20-Protesten ist erschienen und liegt an den bekannten Orten in Halle, Leipzig und Dessau aus. Hier gehts zu den Beiträgen im Blog: bonjourtristesse.wordpress.com Bonjour Tristesse – Sonderausgabe #G20 (Sommer 2017) Editorial Jusos mit … Weiterlesen

Ferne Welten

Keine Zeit zum Denken

Die Produktion esoterischer Ratgeberliteratur beschreibt der „Lebenscoach“ Elias Fischer, mit deutlichen Worten. In seinem Werk „Mein Leben 2014“, in dem ansonsten über ein „Wechseln der Matrix“ und „inneren Frieden“ aufgeklärt wird, heißt es: „Ich habe dieses Buch in… Mehr

AG »No Tears for Krauts«

ANTIFASCHISTISCHE HOCHSCHULTAGE 2017

Diesen Sommer finden wieder die antifaschistischen Hochschultage statt. Das Programm-Heft gibt es hier als PDF. Weitere Informationen unter: antifa.uni-halle.de sowie facebook.com/agantifaschismus Popanz Neue Rechte – Die Sehnsucht nach dem Führer 1. Juni 2017, 19:00 Uhr Melanchthonianum am Universitätsplatz Seitdem die … Weiterlesen

Lizas Welt

Obamas fatale Hinterlassenschaft

Der UN-Sicherheitsrat hat Israel kurz vor Weihnachten ohne Gegenstimme verurteilt – weil die USA auf ein Veto verzichteten. Mit der Resolution werden sogar die »Klagemauer« und das jüdische Viertel in der Jerusalemer Altstadt zu »besetztem Gebiet« erklärt. Die außenpolitische Bilanz des scheidenden amerikanischen Präsidenten wird dadurch noch desaströser, als sie es ohnehin schon war. Einen […]

Lizas Welt

Roosevelt, Bush, Trump?

Der neue amerikanische Präsident und die Frage einer hegemonialen Außenpolitik. Ein Gastbeitrag. VON GERHARD SCHEIT Auf der Grundlage einer weiteren seiner überaus instruktiven Analysen für MENA-Watch versucht Florian Markl die heute entscheidende Frage zu beantworten, »was die Wahl Donald Trumps für den Nahen Osten bedeutet«, und kommt zu dem Schluss, dass der böse Alptraum gerade […]

exsuperabilis

Identität und Anti-Universalismus

Über die geopolitischen Ambitionen der Identitären Bewegung
oder: Was Donald J. Trump, Martin Sellner und Vladimir Putin verbindet.

Identitäre Trump-Anhänger in Wien

“Tatsächlich gibt es kaum eine Wortmeldung Trumps zu außen- und innenpolitischen Fragen, die man nicht auch bei den ‘Identitären’ und in pro-russischen Medienagenturen wiederfinden könnte. Sowohl Trump als auch die sogenannte ‘Neue Rechte’ bejubelt das Image Putins als Sinnbild eines starken, chauvinistischen und wider die Moderne standhaft gebliebenen politischen Entscheidungsträgers.

Während es bei Trump ‘Make America Great Again’  heißt, heißt es bei Sellner ‘Make Europe Great Again’. 

‘Make Russia Great Again’ kann es jedenfalls in beiden Fällen bedeuten.


Den gesamten Artikel auf malmoe.org lesen.
exsuperabilis

Road to Gaziantep

10 Days in Europe’s limbus

Gaziantep – die türkische Grenzstadt – 100 Kilometer von Aleppo entfernt
“Wir treffen die Ausgeschlossenen einer angeblich existierenden, solidarischen Staatengemeinschaft, welche ihr wahres Antlitz offenbart hat. Wir treffen die entmenschlichten Dissidenten, denen man mit Repression und Bombenhagel geantwortet hat, als sie sich aufbäumten, um von denen gehört zu werden, denen sie ein Dorn im Auge sind. Es sind all jene, die nach mehr als sechs Jahren Hohn und Verderben innerlich zerrissen und voller Zynismus und Mitteilungsbedürfnis gleichermaßen vor einem stehen, weil sie nicht mehr glauben können, dass noch jemand an ihrer Geschichte interessiert ist.
Es geht hierbei nicht darum, die richtigen Fragen zu stellen oder die passenden Antworten zu finden. Vielmehr geht es darum, die Geschichten all jener zu erzählen, die den propagandistischen Narrativen all jener barbarischen Regime zuwiderlaufen, vor denen sie zu fliehen gezwungen waren.
It is about humanising Syrians.
Alle Geschichten aus Gaziantep lesen.
Das Interview zur Reise lesen.
Die Reportage zur Reise lesen.
exsuperabilis

Hausverbot auf Russisch

Zu den Hintergründen des Überfalls auf das „Correctiv“- Büro in Berlin
inkl. Interview mit “Correctiv”-Mitarbeiter Marcus Bensmann


Graham W. Phillips beim Salutieren mit einer Waffe.
September 2015, Ostukraine
(Credits: stopfake.com)

In jüngster Vergangenheit finden im europäischen Raum vermehrt Versuche der Einschüchterung an russlandkritischen Autoren statt. Es sind hierbei stets ähnliche Muster und Verbindungen der involvierten Akteure, die einen genaueren Blick auf die Hintergründe unverzichtbar machen.
Boris Reitschuster, langjähriger Moskau-Korrespondent der Zeitschrift “Focus” und Autor des kürzlich erschienen Buches “Putins verdeckter Krieg”, geriet erst vor Kurzem in das Fadenkreuz des russischen Staatsfernsehens. Er widmet sich seit Jahren der Aufarbeitung russischer Destabilisierungsmechanismen und untersuchte u.a. russische Geldflüsse an rechtsextreme, europäische Organisationen. Während sein Buch in Deutschland nur beiläufig Anklang fand, scheint die Rezeption in Russland eine weitaus größere zu sein.

Erst kürzlich veröffentliche der russische Fernsehsender TWZ eine Hetzkampagne, die sich gegen Reitschuster richtete. Der Sender befindet sich zu 99% im Besitz der Moskauer Stadtregierung und wird vom Putin-Vertrauten Sergei Sobjanin geleitet. Die Sendung soll vor allem – so Reitschuster – aus Aufnahmen bestehen, die durch in Deutschland erfolgte Stalking-Angriffe entstanden sind.

Auch der WDR-Reporter Halo Seppelt, der mit seinen Recherchen über den russischen Sportminister Witalij Mutko maßgeblich zur Enthüllung des aktuellen russischen Doping-Skandals beigetragen hatte, wurde jüngst zur Zielscheibe russischer Einschüchterungsversuche. Dies geschah durch die Journalistin Olga Skabajewa, welche mit einem Mitarbeiter des russischen Staatsfernsehens verheiratet ist und in der Staatsmedienagentur Rossija Sewodna (Russland heute) angestellt ist. In kremltypischer Verdrehung offenkundiger Tatsachen diffamierte sie ihn als “russlandfeindlichen” Agenten und würdigte seine journalistischen Leistungen zu einer persönlichen Fehde herab. Reitschuster und Seppelt scheinen jedoch nicht die Einzigen zu sein, die sich momentan erhöhter Aufmerksamkeit Russlands erfreuen dürfen.

Erst vor wenigen Tagen versuchten zwei Männer sich Zugang zu den Räumlichkeiten des in Berlin ansässigen investigativ-journalistischen Projekts „Correctiv“ zu verschaffen, um einen Mitarbeiter zur Rede zu stellen. Der, den sie sprechen wollten, ist Marcus Bensmann. Dieser ist seit 2013 Redakteur und Mitarbeiter des Kollektivs und hat mit seinen Recherchen maßgeblich zur Enthüllung der Hintergründe des Absturzes der MH-17 beigetragen. 
Bei den beiden unerwünschten Besuchern handelt es sich keinesfalls um unbeschriebene Blätter.
Ganz im Gegenteil verfügen sowohl Graham W. Phillips, als auch sein partner in crime Billy Six, über intensive Verbindungen nach Russland.
Den ganzen Artikel über Phillipps und Six’ Verbindungen auf jungle-world.com lesen.
Der Journalist Marcus Bensmann bezeichnet „Correctiv“ als “die Idee, in Deutschland eine dritte Mediensäule zu erschaffen.” Es ginge darum, “gemeinnützigen Journalismus”, wie er etwa in den USA seit Jahren Gang und Gebe ist, nun auch in Europa zu etablieren. Mittels Spenden und Förderungen soll das Projekt auf größere Füße gestellt werden. Oberstes Prinzip sei es, geleistete Arbeit & Rechercheergebnisse der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Bensmann ist im Spätsommer 2014 – kurz nach der Gründung von „Correctiv“ – dazugestoßen und hat davor knapp zwanzig Jahre in u.a. Afghanistan und dem Irak als Reporter gearbeitet.

Marcus Bensmann selbst befand sich zur Zeit des Tathergangs zwar nicht in den Räumlichkeiten von Correctiv, konnte aber eine bemerkenswerte Aggressivität bei den Angreifern feststellen: Etwa wurde in das Redaktionsbüro hineingefilmt, was dazu hätte führen können, dass wichtige Quellen ins Blickfeld hätten geraten können. Für investigative, journalistische Arbeit sei der Redaktionsraum heilig, da er nicht nur Rückzugsort für die Mitarbeiter sei, sondern auch als Aufbewahrungsort für wichtige Informationen diene. Zudem wurden Bensmann und seine Kollegen von Phillips & Six als Vertreter der “Lügenpresse” und als “Prostituierte” diffamiert. Auch deshalb stellt Bensmann im Interview den Vorfall in einen größeren internationalen Zusammenhang.


Trotz allem mahnt Bensmann zur Vorsicht und warnt vor einer Überdramatisierung dieses Einzelfalls. Er sehe Phillips & Six weniger als unmittelbare Agenten Russlands, sondern als “prorussisches Unterholz”, welches sich in einer Atmosphäre der Angst, immer weiter ausbreiten könnte. In diesem Zusammenhang erwähnt er auch die jüngsten Angriffe auf den russland-kritischen Journalisten Boris Reitschuster. 

 
Auf die Kontakte von Philipp und Six zur rechtsextremen Szene angesprochen, zeigt sich Bensmann wenig verwundert und bestätigt, dass nicht nur in diesem Fall die enge Zusammenarbeit neurechter Organisationen mit Kreml-treuen Kreisen sich immer mehr verdichtet. Zudem sei dies eine gefährliche Entwicklung, die nicht nur in Deutschland zu beobachten sei. 

Die größte Gefahr, so Bensmann, die letztlich aus den Einschüchterungsmethoden resultiere, sei nicht nur der Gedanke von der Professionalität und den hohen Ansprüchen der eigenen journalistischen Arbeit Abstand zu nehmen, sondern auch sich in ein permanentes Rückzugsgefecht drängen zu lassen.