tag ‘Antideutsche Kritik’
Broschüre: The aftermath of the allied triumph over Germany May 12, 2017 | 01:50 pm

Gerne weisen wir auf die neu erschienene Broschüre der Kampagne 70 Years – The Allied Triumph Over Germany hin. Bestellungen via 70years.blogsport.eu The aftermath of the allied triumph. Dritte Broschüre der antifaschistischen Kampagne „70 Years – The Allied Triumph Over … Weiterlesen

Audio: Tabuisierte Selbstverständlichkeit January 28, 2017 | 02:37 pm

Tabuisierte Selbstverständlichkeit Wie Alltagsislam und Islamismus zusammenhängen und warum Antifaschismus ohne Islamkritik zur Lüge wird. Vortrag von Uli Krug am 28. Juni in Berlin (via redaktion-bahamas.org/audio-archiv) Die Situation ist ebenso bedrohlich wie grotesk: Denn an sich sollte überhaupt nicht zur … Weiterlesen

Buchempfehlungen June 2, 2016 | 12:05 pm

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… such a beautiful language. December 13, 2010 | 07:39 am

I. Die Zeichentrickserie „Die Simpsons“ trifft öfter den Nagel auf den Kopf: Die Szene stammt aus der Simpsons Folge „Im Namen des Großvaters“ (S20E11):


II.
In der Comedy-Serie „Scrubs“ kommen ebenfalls Deutsche vor. Allerdings nicht in der unsäglichen deutschen Fassung. Aus den Deutschen wurden Dänen. „Eric, der Wikinger“ statt „Herman the german“. Im folgenden Ausschnitt prollt allerdings die Hauptfigur Elliot Reed (Sarah Chalke) mit ihren sprachlichen Fähigkeiten (S02F20):

III. Ebenfalls sehr sehenswert ist ein Ausschnitt aus dem Comedy-Programm von Tim Allen, der sich mit der deutschen Sprache beschäftigt. Sein Beispiel ist das Wort „Schmetterling“:

Ideologische Verwahrlosung. October 27, 2010 | 01:45 pm

Einen Vortrag des Wertkritikers Robert Kurz („Schwarzbuch des Kapitalismus“), der sich dem Thema „Israel und die Linke“ widmet, kann mensch sich hier anhören. In diesem Vortrag konstatiert Kurz die ideologische Verwahrlosung der „Linken“ und beschäftigt sich mit dem Hass auf den israelischen Staat, dem sich viele „Linke“ verschrieben haben: „Mehr Verblendung ist kaum denkbar“, urteilt Kurz.
Es geht um verkürzte Kapitalismuskritik und antisemitische Manifestationen, um Ahmadinedschad und Atomwaffen, um die bundesdeutsche „Linke“ und – am Rande – um „die Antideutschen“, denen Kurz ein politisches Versagen vorwirft, weil sie die „Weltordnungskriege“ verklärt hätten. Am Ende des Vortrags fordert Kurz trotz alledem eine „Israelsolidarität und einen Kampf gegen jeden Antisemitismus“ ein, „der untrennbar zusammengehört mit dem Kampf gegen jeden Rassismus“.

Der Vortrag des Robert Kurz steht, dank dem Audioarchiv, hier zum freien Download zur Verfügung.

Dorfdisco. September 23, 2010 | 10:40 am

Wenn die Dorfjugend am Wochenende ein bischen Feierei möchte, hat sie die Wahl der Qual. Entweder in die mäßig bevölkerte Innenstadt, um zu Mainstream-Beats und den aktuellsten Charthits den vollständigen Absturz zu erleben, in das regionale autonome Zentrum oder in die benachbarte Großstadt, um dort das selbe Programm zu gestalten. Denn auch dort läuft vor allem Mainstream-Mucke; vor allem aber alternativ-elektronisch angehaucht.

Im örtlichen autonomen Zentrum dürfen verschiedene Gruppen und Einzelpersonen Partys veranstalten. So trifft sich der eher alternative Teil der Dorfjugend Woche für Woche auf der Tanzfläche des autonomen Zentrums und bewegt sich zu den neuesten Klängen, die von den regionalen DJ’s aus den größeren Städten mitgebracht werden.
Einer dieser DJ’s hat sich in den letzten Wochen in mein Gedächnis gebrannt. Es handelt sich um einen DJ, der die Clubs dieser Republik bespielt hat und der deswegen eine kleine lokale Berühmtheit ist. Der DJ hört auf den Namen „Deltarocker“ und gehört zu einer Partytruppe namens „Terz AG“. Die feierten 2008 im örtlichen Bordell und versprachen neben „dreckigen Beats“ auch „saftige Ausblicke“: „eintritt frei – ficken kost was“. 2010 tritt die lustige Party-Combo und der „Deltarocker“, der Wert darauf legt, dass er kein Hartz 4 Empfänger, sondern ein ausgebildeter Medien-Pädagoge ist, nicht im Bordell, dafür aber im autonomen Zentrum des Dorfes, aber auch in den benachbarten größeren Städten oder gar im fernen Berlin auf. Dort gibt sich der DJ alternativ bis unpolitisch. Die politischen Aussagen werden nicht auf der Tanzfläche, dafür aber anderswo getroffen. Der „Deltarocker“ ist da keine Ausnahme. Unpolitische Elektro-Mucke als DJ; Geschichtsrevisionismus und Antisemitismus im Privatleben.
Daran schien sich in der Vergangenheit niemand zu stören. Vielleicht hat sich aber auch keiner der feiernden Dorfmenschen die Mühe gegeben, dem „Deltarocker“ einfach mal richtig zuzuhören. Dabei wäre das gar nicht so schwer, denn der „Deltarocker“ macht aus seiner Meinung kein Geheimnis, sondern nervt insbesondere diejenigen damit, die er als „Antideutsch“ bezeichnet.
Die Bombardierung Dresdens ist nur eines der Themen, die dem DJ am Herzen liegen, wenn er gerade nicht hinter den Turntables steht. Die notwendige Bombardierung der Elbmetropole, die den zweiten Weltkrieg verkürzte, ist für den „Deltarocker“ allerdings ein Ereignis, das er ganz anders einordnet. Mensch fühlt sich an die „Junge Landsmannschaft Ostdeutschland“ (JLO) oder an den heutigen Jürgen Elsässer erinnert, wenn der „Deltarocker“ die Bombardierung Dresdens als „hass und revanche seitens der engländer und einzig und allein gegen die zivil-bevölkerung gerichtet“ bezeichnet. Schließlich hat er „neben deutsch und sachunterricht auch geschichte“ studiert und glaubt daher ganz genau Bescheid zu wissen. Der „hass“ sei geschehen, „obwohl der krieg schon längst gewonnen war“. So ordnet der DJ, der am Wochenende die Zielgruppe im autonomen Zentrum beschallt, die Bombardierung Dresdens ein.
So weit, so schlecht. Doch der „Deltarocker“ hat noch mehr Belehrungen parat, die er mit einem ungebrochenen Mitteilungsbedürfnis denjenigen mitteilt, die er als Ziel seiner politischen Agitation entdeckt hat und von denen er sich zugleich bedroht fühlt. Die Feststellung eines Shoa-Überlebenden, er würde mit Nazis nicht reden wollen, sondern diese – wenn möglich – töten, ist für den DJ ein Grund, auf ausschweifende Belehrungen zurückzugreifen. Solcher „hass macht krank“, urteilt der DJ. Diese „menschen sind nicht besser als die, die sie verurteilen“, verurteilt der „Deltarocker“ den Überlebenden der Shoa. Ein DJ macht sich so zum deutschen Bewährungshelfer, der sich verpflichtet fühlt, den Überlebenden „mit Lob und Tadel als Bewährungshelfer moralisch beizustehen, damit das Opfer nicht rückfällig werde“.
Andere Jüdinnen und Juden dienen dem DJ derweil als Alibi, um seinen Hass auf Israel zu legitimieren. Einer seiner „besten kumpel“ sei „Jude“. Dieser würde zum einen „die besten judenwitze“ erzählen, aber auch Israel verurteilen. Auch er würde das, was „seine landsleute in israel mit der palästinensischen bevölkerung machen“ verurteilen, „denen plötzlich einfach ihr land und ihre wurzeln“ (!) „genommen wurden“, berichtet der „Deltarocker“. Hier begegnet mensch also einem „Antisemitismus, der allein darin, daß er von sich behauptet, er wäre keiner, sich das gute Gewissen verschafft, das Deutsche heutzutage notorisch auszeichnet: Mein bester Freund ist Jude…“
Wer nun glaubt, alles könnte nicht schlimmer kommen, hat sich getäuscht. Am kommenden Wochenende tritt der DJ mal wieder in der autonomen Dorfdisco auf. Einen Monat später die Wiederholung, diesmal mit „Orange Vibes“, einem esoterischen Projekt des Verschwörungsmusikers „Rainer von Vielen“. Auch dann wird es so wie immer sein, wenn sich die Dorfjugend zu den Klängen des „Deltarockers“ bewegt. Mir bleibt daher nur die Aufgabe, ein virtuelles „Danke Nein“ zu formulieren, denn zumindest mein Spaß sieht anders aus!