Getagged: gerhard scheit

Audioarchiv

Krise und Faschismus in Europa

[This article includes one lecture in english language – look at the third caption.]
Dass die Krisen des Kapitalismus immer wieder faschistische Kräfte mobilisieren ist zur Zeit in drei europäischen Ländern besonders sichtbar: In Griechenland hat in den letzten Jahren die faschistische Partei „Goldene Morgenröte“ an Zulauf gewonnen, eine rassistische Stimmung und daraus folgende Übergriffe haben […]

Audioarchiv

Der deutsche Schicksalskomponist. Beiträge gegen (200 Jahre) Richard Wagner

Mit vier Beiträgen über einen Begründer des modernen Antisemitismus – Richard Wagner – meldet sich das Audioarchiv zurück.
1.) Lars Quadfasel – Pathische Projektion, auskomponiert. Richard Wagners antisemitisches Gesamtkunstwerk
Lars Quadfasel zeigte in Dresden, wie ideologisch gerade im Falle Wagners die so beliebte Trennung von Werk und Weltanschauung ist und diagnostiziert in Wagners Kompositionen einen Schulfall […]

Audioarchiv

Ágnes Heller im Gespräch mit Gerhard Scheit.

Agnes Heller sprach vor zwei Wochen mit Gerhard Scheit im Republikanischen Club in Wien. Es geht unter anderem um den neuen und alten Antisemitismus im Westen und in Ungarn, den „Bonapartismus“ der Regierung Viktor Orbáns und die aktuelle Situation in Ungarn.
Tags: Ágnes Heller, Georg Lukács, Gerhard Scheit, Ungarn

Audioarchiv

Antideutsche Wertarbeit

Zum Jahresende dokumentieren wir einen Kongress, der vor mittlerweile mehr als zehn Jahren, vom 29.-31.3.2002 in Freiburg stattfand. Ein halbes Jahr nach den Anschlägen auf das New Yorker World Trade Center, in deren Folge sich der Bruch innerhalb der deutschen Linken zur unleugbaren Kenntlichkeit vertiefte, richtete die Initiative Sozialistisches Forum einen Kongress aus, dessen Beiträge […]

Audioarchiv

An den Grenzen des Geistes (II)

Tagung zum 100. Geburtstag von Jean Améry
Nach einiger Verzögerungen können wir nun einige weitere Beträge der Berliner Améry-Tagung vom 17. November 2012 dokumentieren. Es handelt sich um zwei Vorträge des zweiten Podiums, das einen philosophischen Schwerpunkt hatte, sowie um den Abschlussvortrag der Améry-Biografin Irene Heidelberger-Leonard, die viele Motive der Tagung noch einmal aufgreift und einige […]

bubi zitrone

“An den Grenzen des Geistes.” – Tagung zum 100. Geburtstag von Jean Améry

17. November 2012, 10.00 bis 18.30 Uhr, Eintritt frei
Akademie der Künste, Clubräume, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Hans Maier alias Jean Améry, der sich in den neunzehnhundertsechziger Jahren als Essayist, Publizist und Schriftsteller einen Namen machen konnte, musste aufgrund seiner jüdischen Herkunft nach dem “Anschluss” Österreichs an das Deutsche Reich nach Belgien fliehen. Dort schloss er sich einer Widerstandsgruppe an. 1943 wurde er von der Gestapo als politischer Gegner verhaftet und anschließend im belgischen Auffanglager Breendonk von SS-Männern gefoltert. Es folgte seine Deportation nach Auschwitz-Monowitz, Dora-Mittelbau und schließlich nach Bergen-Belsen, wo er im April 1945 von den Engländern befreit wurde. Die Erfahrungen von Folter und KZ blieben für immer der unhintergehbare Ausgangspunkt für sein Denken.

Über die Tagung:

Das Berliner Symposion nimmt Jean Amérys 100. Geburtstag zum Anlass, die Diskussion um Person und Werk Jean Amérys weiter voranzutreiben und diesem Kommentator und Kritiker der Zeitgeschichte das ihm gebührende wissenschaftliche und politische Interesse zuteil werden zu lassen. Die Tagung möchte den moralischen, politischen, philosophischen und ästhetischen Aspekten im Werk Amérys nachspüren. In einem interdisziplinären Zugriff auf seine literarischen, philosophischen und publizistischen Arbeiten soll erörtert werden, inwieweit sie sich als kritische Interventionen in einer breiteren politischen Öffentlichkeit heute noch bewähren können.

Veranstalter: Institut für Kommunikationsgeschichte und angewandte Kulturwissenschaften (IKK) der Freien Universität Berlin. Leitung, Moderation: Prof. Dr. Hermann Haarmann, Dipl.-Soz.Wiss. Birte Hewera

Tagungsprogramm:

10.00 – 12.30 Uhr

Podium 1: “…daß das Wort nicht verstumme”: Was bedeutet “Moralisierung der Geschichte”?

Begrüßung: Hermann Haarmann (Berlin)

Einführungsvortrag: Birte Hewera (Berlin)
Die “Wahrheit der Untat” – Jean Amérys Ressentiments

Kurzvortrag: Miriam Mettler (Berlin)
Unversöhnlichkeit und Utopie – der Begriff der Heimat bei Adorno und Améry

Kurzvortrag: Christoph Hesse (Berlin)
“Einen ewigen Namen will ich ihnen geben…” Claude Lanzmanns Film Shoah
12.30 – 13.30 Uhr

Mittagspause
13.30 – 15.00 Uhr

Podium 2: Philosophie im Spannungsfeld von Erfahrung und Abstraktion

Vortrag: Gerhard Scheit (Wien)
Folter und Vernichtung. Jean Amérys immanente Kritik an der Philosophie Jean-Paul Sartres

Kurzvortrag: Oshrat Cohen Silberbusch (New York/Tel Aviv)
“Das Ganze ist das Unwahre” – einige Gedanken zu Wahrheit und Erfahrung
bei Jean Améry und Theodor W. Adorno

Kurzvortrag: Sylvia Weiler (Mendig)
Der Körper als Medium in die Welt nach Auschwitz in Jean Amérys Werk (Titeländerung)
15.30 – 17.00 Uhr

Podium 3: Literatur nach Auschwitz: Der Dichter Jean Améry

Vortrag: Irmela von der Lühe (Berlin)
“Im Schatten des Dritten Reiches”. Jean Amérys Auseinandersetzung mit der Exil- und Nachkriegsliteratur

Kurzvortrag: Vickie Renaud (Hamburg) muss leider aus gesundheitlichen Gründen entfallen
Zur Inszenierung von Schmerz und Fremdheit im Rahmen kultureller Differenz – das Beispiel Améry

Kurzvortrag: Jürgen Doll (Paris)
Jean Améry und die österreichische Literatur
17.30 – 18.30 Uhr

Abendveranstaltung
Festvortrag: Irene Heidelberger-Leonard (London)
Was bleibt? – Jean Améry zum 100. Geburtstag

—-

(via junesixon)

Auch beim Audioarchiv findet sich zum selben Anlass eine Sammlung von Beiträgen zu Jean Améry.

Audioarchiv

Die Nazis und der Swing

1. SWR2 Wissen: Goebbels‘ Swing-Band. Musik als Propagandamittel.
Von Mechthild Müser
Swing und Jazz waren im nationalsozialistischen Deutschland als „entartete Musik“ diffamiert und verboten. Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda selbst veranlasste jedoch 1939, vermutlich sogar angestoßen von Joseph Goebbels, die Gründung einer Big-Band: Charlie and his Orchestra. Mit Sendung der Lieder dieser Combo im Auslandrundfunk sollte […]

Audioarchiv

Die Tragödie des Sowjetstaates

Anknüpfend an die letzte Ausgabe und passend zu den aktuellen »Kommunismus«-/Stalinismus-Debatten befasst sich Sachzwang FM in der aktuellen Ausgabe mit der nachholenden ursprünglichen Akkumulation und Industrialisierung des (nach-)revolutionären Russlands. Dr. Indoktrinator verliest folgende, teilweise gekürzte, Texte:

Gerhard Scheit, Zweierlei Modernisierung. Thesen zu Stalinismus und Nationalsozialismus, aus: ders., Mülltrennung. Beiträge zu Politik, Literatur und Musik, Hamburg […]

Audioarchiv

Weltbühne und Weltsouverän

1. Gerhard Scheit referiert einige Thesen seines 2009 erschienenen Buches „Der Wahn vom Weltsouverän. Zur Kritik des Völkerrechts“. Dabei geht er ausführlich auf das Titelkupfer der Erstausgabe des „Leviathan“ von Thomas Hobbes ein, legt dar warum die Vorstellung von einem Weltsouverän wahnhafte Züge trägt und diskutiert verschiedene (Welt-)Souveränitätskonzepte von Habermas, Kant, Kelsen und Carl Schmitt.
Download […]

dissonanz

„Entschieden Zweifeln“ – Gerhard Scheit zu Jean Améry

Gestern bin ich auf einen etwas älteren Artikel Gerhard Scheits zu Jean Améry in der jungle world gestoßen. Eine Stelle sei hier als Vorgeschmack kurz zitiert und der Rest wärmstens zum Lesen empfohlen. Wie er Wiesenthal unterstützte, trat er Speer entgegen und bestritt ihm das Recht, seine wohlfeile Reue zu publizieren – das aber wollten […]