tag ‘praxis’
PM von communal west zur Räumung der Krifteler Straße September 8, 2013 | 01:33 pm

Anbei die PM von communal west zur Räumung der Krifteler Straße 84/86 in Frankfurt:

Brutale Räumung der Krifteler Straße 84/86 – Koalition aus CDU, SPD und Grünen politisch verantwortlich

Gestern hatten Aktivist_innen der Initiative communal west in der Krifteler Straße 84/86 ein selbstorganisiertes Stadtteilzentrum „Blauer Block“ eröffnet. Heute, am 7. September, gegen 18.30 Uhr wurden die über 40 vor und in dem Haus befindlichen Personen, von circa zehn ungekennzeichneten, zivilen Polizisten mit Teleskopschlagstöcken vollkommen überraschend angegriffen. Eine Betroffene schilderte geschockt die Szene: „Es war absolut surreal: Wir saßen vor dem Haus, Kinder spielten und wir besprachen gerade unser Abendprogramm, als wir von zehn Männer angegriffen wurden. Nichts deutete auf Polizisten hin, wir dachten sofort an einen Nazi-Angriff und ich versuchte, zu flüchten.“ Ein weiterer Zeuge ergänzte: „Die Männer waren aufgepumpt und tätowiert. Einer trug ein T-Shirt der Nazimarke Thor Steinar.“

Bis zum Überfall deutete nichts auf eine Räumung hin. Die Aktivist_innen befanden sich kontinuierlich in Gesprächen mit Vertreter_innen der Grünen und der SPD, darunter Mike Josef (SPD), Gregor Amann (SPD), Evanthia Triantafillidou (Grüne) und Jessica Purkhardt (Grüne). Die Gesprächspartner_innen hatten alle Wohlwollen bzw. Dialogbereitschaft signalisiert und Sieghard Pawlik (Sprecher der SPD-Fraktion im Römer) hatte noch gestern das Projekt gegenüber der Frankfurter Rundschau als „sinnvolle Aktion“ bezeichnet. Auch mit der Polizei stand communal west immer wieder in Kontakt und war zu jeder Zeit telefonisch erreichbar.

Den Strafantrag wegen Hausfriedensbruch und damit den Auftrag zur Räumung stellte die Stadt Frankfurt – vor Ort vertreten durch den langjährigen Leiter des Liegenschaftsamt Alfred Gangel. Clara Winter, Pressesprecherin von communal west: „Nicht nur die brutale und vollkommen überzogene Räumung ein Skandal. Es ist davon auszugehen, dass das CDU-Mitglied Gangel eine Entscheidung dieser Tragweite nicht alleine getroffen hat, sondern sicherlich nur in Ansprache oder Anordnung von SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann und dem Grünen Planungsdezernent Olaf Cunitz. Damit hat eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen jeglichen Dialog aufgekündigt und tragen nicht nur die politische Verantwortung für die Räumung, sondern auch für alle ihre Folgen.“

Die für Sonntag, den 8. September um 19 Uhr, gemeinsam mit dem Arbeitskreis Kritische Geographie geplante Podiumsdiskussion zur Situation und Zukunft des Gallus kann jetzt nicht mehr im „Blauen Block“ stattfinden. Sie findet zur angekündigten Zeit im Gallus Zentrum, Krifteler Straße 55, statt. Im Rahmen dieser Veranstaltungen wird es ausreichend Raum dafür geben, die Ereignisse des heutigen Tages zu reflektieren.

Alle Infos: http://blauer.blogsport.de/

Und wieder eine Hausbesetzung in Frankfurt September 6, 2013 | 07:08 pm

Zur Kenntnis:

#BlauerBlock im Gallus wieder eröffnet.

Heute, am 6. September 2013, hat die Initiative communal west in der Kriftelerstraße 84 das selbstorganisierte Stadtteilzentrum „Blauer Block“ wieder eröffnet.

Bereits Ende Mai dieses Jahres hate die Initiative versucht, ein solches Projekt in dem ehemaligen Sozialrathaus in der Schwalbacherstraße 45 zu etablieren. Weder die Eigentümer_innen des seit Jahren und bis heute leer stehenden Hauses noch die Stadt waren damals zu Verhandlungen bereit und erzwangen eine polizeiliche Räumung.

Wir wollen mit dieser Besetzung endlich ein selbstorganisiertes Stadtteilzentrum im Gallus realisieren.

Kommt vorbei und unterstützt die Besetzung!

Die Häuser denen, die sie brauchen!

Pressemitteilung von communal west vom 06.09.2013

http://blauer.blogsport.de/

We found love – ivi key_osk im Tanzhaus II August 21, 2013 | 02:24 pm

28. August 2013
19:00

#ivigehtweiter #ivibleibt

Tanzhaus West

wefoundloveIvi Barabend im Anschluss an eine offene Diskussion: Wie Weiter mit dem IvI?
ab 19h Diskussion
ab 21.30 Key_osk

Fb

Ivi kiosk Barabend @ Campus’ Trinkhalle August 11, 2013 | 11:40 am

14. August 2013
20:00
21. August 2013
20:00

Campus’ Trinkhalle am IG Farben

campustrinkhalle

#Ivigehtweiter #ivibleibt ! Und zwar zunächst mit zwei Barabenden am 14. und am 21. August 2013.

Diesmal hat die Campus’ Trinkhalle♥ uns dankenswerter weise ihren Raum zur Verfügung gestellt. Des Campus’ Trinkhalle befindet sich direkt am östlichen Eingang des IG Farben Campus, Bremer Straße/Ecke Hansaallee.

Kommt hin!

Fb-Event

Nachttanzdemo in #Mainz “Träumen Tanzen Kämpfen” August 5, 2013 | 10:24 am

9. August 2013
19:00

Kommt mal hin!

Aufruf zur Nachttanzdemonstration am 09.08.2013 in Mainz 19 Uhr HBF

Träumen Tanzen Kämpfen

In den vergangenen Jahren wurden von verschiedenen regionalen Gruppen und Initiativen unkommerzielle Freiräume und Wohnmöglichkeiten gefordert! Heute müssen wir jedoch feststellen, dass diese Forderungen keineswegs erfüllt wurden!

Deshalb tragen wir am 9. August 2013 unsere Anliegen erneut auf die Mainzer Straßen und kämpfen für unser Recht auf Leben abseits des kapitalistischen Normalzustandes, frei von jeglichen menschenverachtenden Ideologien. Dieses Jahr werden wir uns nehmen was wir brauchen!

Obwohl mit den Nachttanzdemonstrationen 2010, 2012 und der Besetzung der Oberen Austraße 7, die Stadt und ihre Bevölkerung bereits auf die Thematik aufmerksam gemacht wurden, hat sich in Mainz wenig verändert. So ist die Problematik noch immer akut. Deshalb kritisieren wir, dass die Stadtregierung zwar sehr gut mit Abrissbirnen und profitorientierten Großprojekten umgehen kann, jedoch außer leeren Versprechungen nur vorgespieltes Interesse am Beheben der Missstände zeigt. Hervorzuheben ist hierbei die von der Stadt instrumentalisierte Zwischennutzungsagentur “Schnittstelle5″, welche nur als ein weiterer Beleg für die Ignoranz der Stadt gegenüber unseren Forderungen zu werten ist. Denn die Politik ermöglicht gesellschaftlichen Raum nur innerhalb ihrer Strukturen und macht uns damit von ihr abhängig. Dies steht in direktem Widerspruch zu unseren Vorstellungen einer emanzipierten Gesellschaft.

Während die Stadt Prestigeprojekte wie die Bauvorhaben an Winterhafen, Zollhafen und Ludwigstraße fördert, werden Bemühungen emanzipatorische, selbstverwaltete Projekte zu schaffen und zu erhalten unterbunden. Die hieran festzumachende gesellschaftlich tolerierte Ausbreitung der Wachstums- und Profitorientierung führt zu einem immer stärkeren Bedürfnis nach diskriminierungsfreien und vom Konsumzwang losgelösten Schutzräumen.

Nicht nur der öffentliche, sondern auch der private Raum wird von diesen Entwicklungen beeinflusst. Steigende Mieten verschlechtern die Wohnsituation, indem sie zu Verdrängung, Prekarisierung und Zwangsräumungen führen. Parallel entstehen an genannten Orten städtisch tolerierte und geförderte Objekte, die sich nur die in der Gesellschaft Bessergestellten leisten können. Dies steht in einem krassen Missverhältnis zu den tatsächlich benötigten Wohnungen.

Wir setzen uns für eine Abkehr von der profitorientierten Stadtplanung ein. Nur so ist es möglich, den städtischen Raum nicht zu einem exklusiven Gut verkommen zu lassen und allen Menschen ein Leben im innerstädtischen Raum zu ermöglichen. Denn Stadtentwicklung muss vielfältigen und offenen Raum für alle ermöglichen.

Diese Prozesse sind bei Weitem kein Mainzer Problem: Ausnahmslos alle Städte, seien es Berlin oder Hamburg, Köln oder Freiburg, Frankfurt oder Wiesbaden, sind von der fortschreitenden Gentrifizierung akut betroffen. Die kommerzielle Aufwertung des Wiesbadener Westends und die Räumung des Instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI) in Frankfurt sind nur zwei Beispiele hierfür. Wir stellen uns entschieden gegen das Zerschlagen und Kriminalisieren der gesellschaftlichen Kämpfe, gegen Gentrifizierung und solidarisieren uns mit den emanzipatorischen Bewegungen für eine lebenswerte Stadt.

Deshalb rufen wir dazu auf, am 9. August 2013 zusammen zu demonstrieren und unser aller Anliegen auf die Straßen, Plätze und in die Köpfe der Stadt zu tanzen!

Wir lassen uns nicht einschüchtern!

Wir fordern unkommerziellen Wohnraum, autonome Freiräume und ein Recht auf Stadt für alle!

http://traeumentanzenkaempfen.noblogs.org/

Ivi Key_osk im Exil July 3, 2013 | 03:04 pm

3. Juli 2013
20:30

Breaking News: kiosk findet definitely statt dort. be there :)

neues-bildivi keyosk am rödelheim bahnhof! ab 20:30uhr cold drinks, good music and nice people :) kommt vorbei

Fb-Event

ivi soli konzert heute mit guaia guaia June 21, 2013 | 11:20 am

21. Juni 2013
19:00

wo: auf der senckenberganlage vor dem ivi
wann: 19h

im anschluss gehts ins siks zu häppchen und einem vortrag zu lenin oder
ins klapperfeld zum minifest

http://www.guaiaguaia.de/

Vortrag: “Arbeit ist Dienst” mit Achim Szepanski June 20, 2013 | 03:48 pm

25. Juni 2013
20:00

25. Juni 20 Uhr Café KoZ, Uni Campus Bockenheim,Mertonstr.26-28,60325 Frankfurt am Main

Es war Kant, der den Lohnvertrag als einen Verdingungsvertrag bestimmt hat. Die Lohnabhängigen werden mit diesem speziellen Mietvertrag als Besitzer bestätigt, indem sie sich gleichzeitig zum besitzlosen Ding machen. Was die Lohnabhängigen verkaufen, ist nicht ihre Arbeit, sondern das Recht, dass Kapitalisten Arbeitskraft nutzen können. Die „division of labour“ macht aus Individuen Dividuen, die ihre Arbeitskraft zur Vermietung anbieten. Heute ist die Arbeitskraft am Dividuum gestrichen, insofern es sich als Konsument von Arbeit über einen Kaufakt definiert, den die Moderne Dienstleistung vermittelt, insofern sie sich auf das Styling des Informationswerts des Konsumenten durch permanente Schulung verlassen kann. Schließlich ist die Zeit der Arbeit und die der Nichtarbeit durch keine wohldefinierte Grenze mehr zu trennen - Arbeitslosigkeit wird unbezahlte Arbeit wie Arbeit ihrerseits bezahlte Arbeitslosigkeit.

Achim Szepanski
Nach dem Abitur studierte er in Frankfurt/ Main Wirtschaftspädagogik und Soziologie.
1991 Gründung des Label Force Inc. Music Works, 1994 folgte das Label MILLE PLATEAUX, 1996 Position Chrome, 1998 forcetracks & Ritornell. In dieser Zeit Konzeption & Sounddesign für die Compilationserien Rauschen, Modulation & Transformation, Clicks & Cuts, Digital Disco. Während der 90er Jahre zahlreiche Interviews, u. a. mit Simon Reynolds, Wire, De-Bug, Viva, Spex, Frankfurter Rundschau, Groove, Liberation, Village Voice NYC, MTV etc. Aufsätze zur Theorie des Maschinellen, Marx, Adorno, Foucault, Deleuze/Guattari und zur Theorie der elektronischen Musik.
1995 Hrsg. der CD Compilation »In Memoriam Gilles Deleuze«, Mille Plateaux.
2003 Hrsg. zusammen mit Markus S. Kleiner »Soundcultures«, Edition Suhrkamp.
2011 Achim Szepanski »Saal 6«-Roman, Rhizomatique
2011 Achim Szepanski »Pole Position«-Roman, Rhizomatique
2013 Achim Szepanski »Verliebt ins Gelingen«-Roman
2013 Achim Szepanski -Kapitalisierung - Marx`Non-Ökonomie - Essay

16. Frankfurter Gegenuni
AStA der Uni Frankfurt

“Hass auf Vermitllung und Lückenphobie – Zur Aktualität der Psychoanalyse” mit Prof. Dr. Christine Kirchhoff June 17, 2013 | 09:31 am

17. Juni 2013
20:00

17. Juni 20 Uhr Café KoZ, Uni Campus Bockenheim,Mertonstr.26-28,60325 Frankfurt am Main

lueckenTheodor W. Adorno bezeichnete die Psychoanalyse als die einzige Psychologie, „die im Ernst den subjektiven Bedingungen der objektiven Irrationalität nachforscht“. Im Vortrag soll es darum gehen, diese Feststellung zu entfalten und damit auf ihre Voraussetzungen und Konsequenzen zu befragen:

Was heißt hier objektiv? Warum ist die Objektivität irrational? Was wäre demgegenüber rational? Ist Gesellschaftskritik auf Psychoanalyse verwiesen und wenn, warum? Warum ist es überhaupt wichtig, sich auch mit der individuellen Ver- und Bearbeitung gesellschaftlicher Verhältnisse zu befassen? Warum ist die Psychoanalyse – zumindest der Möglichkeit nach – eine kritische Theorie?

Zunächst wird es also mit Rekurs auf Marx und die kritische Theorie v.a. Adornos um die Frage gehen, was unter gesellschaftlicher Objektivität zu verstehen ist

Ausgehend von diesen Bestimmungen soll es im zweiten Teil des Vortrages um die subjektiven Bedingungen gehen: also um die Psychoanalyse als kritische Theorie des Subjekts, um das Verhältnis von Natur und Kultur im Menschen, um Sexualität und Triebe, um die Freudsche Metapsychologie und wiederum darum, warum das alles gerade weil es so ungesellschaftlich daher kommt, eine Menge mit Gesellschaftskritik zu tun hat.

16. Frankfurter Gegenuni

Aktion 15.2.
AK kritische Psycologie Frankfurt

Mit freundlicher Unterstütziung durch den AStA der Uni Frankfurt

Wo wohnt die Katz? IvI-Soliparty June 14, 2013 | 11:41 am

14. Juni 2013
22:00

Heute, 14.6.2013, 22.oo Darmstadt: Wo wohnt die Katz? IvI-Soliparty
Oettinger Villa, Kranichsteiner Straße 81, 64289 Darmstadt ‎ ‎ · oetingervilla.de
http://goo.gl/maps/H0Wfn

katz♥ Longdrinks
♥ Party
♥ Acts

FNFN
http://fnfnfnfn.de/

Inglorious Bassnerds
https://soundcloud.com/inglorious-bassnerds

Meavix
https://soundcloud.com/maevix

Robosaurus
https://soundcloud.com/robosaurus

botox okay

Adrian Fireball Woodhouse

Jan F.
https://soundcloud.com/jan_f

Eintritt: 5 - wasduspendenwillst €

https://www.facebook.com/events/664223373593663/
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Das Institut für vergleichende Irrelevanz war ein Projekt in einem besetzten, selbstverwalteten Haus in Frankfurt am Main, welches Raum für kritisches Denken, Diskussionen und politische Arbeit sowie Wohnraum für Menschen unabhängig ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihres Alters oder Sexualität bot. Besetzt wurde das damals leer stehende Unigebäude im Rahmen der Studierendenproteste 2003. Seitdem nutzten es Menschen aus vielen unterschiedlichen Zusammenhänge für allerlei Veranstaltungen. Frei nach dem Motto „Theorie, Praxis & Party!“

Nachdem die Leitung der Goethe-Universität die Besetzung für 9 Jahre tolerierte, begann die Liegenschaftsverwaltung das Gebäude zum Verkauf anzubieten, den Besetzten verschwiegen, allerdings dauerte die Suche bis zum Februar 2012. Als mit der Franconofurt AG eine Käuferin gefunden wurde, erklärte Universitätspräsident Werner Müller-Esterl, „man sei nicht gehalten gewesen, vor dem Verkauf das Gespräch mit den Hausbesetzern zu suchen, die das Gebäude in nicht rechtmäßiger Weise nutzten. Sie würden im Nachhinein über die Veränderungen durch die Universität informiert“.

Trotz aller Unterstützung von Seiten des AStA sowie etwa 100 Wissenschaftlern und Künstlern setzte die Franconofurt AG ihren Räumungstitel am 22. April 2013 mit einem polizeilichen Großaufgebot durch.

Für viele Menschen war das Ivi ein wichtiges Projekt, da hier ein Freiraum geschaffen wurde in welchem man sich wohl fühlen konnte und fern von gesellschaftlichen Zwängen gemeinsam mit anderen diskutieren, sich austauschen, feiern und leben konnte, ohne Aufgrund Geschlecht, Herkunft, Sexualität oder Alter ausgegrenzt zu werden.

Nicht nur in Frankfurt am Main, sondern auch in vielen anderen Städten verschwinden Freiräume wie das Ivi aus dem Stadtbild, weshalb es wichtig ist diese zu unterstützen und zu fördern.

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Auch schön:
Vorher findet um 16 Uhr ein IvI-Soli Fußballturnier im Bürgerpark Darmstadt nähe der Oetinger Villa statt.

(Wer dort mitspielt & teilnimmt darf selbstverständlich danach in der Oetinger Villa duschen gehen !)

Facebook-Event hierzu:
https://www.facebook.com/events/158946757611951/?fref=ts

16. Gegenuni: Theorie–Praxis–Party June 7, 2013 | 10:27 am

10. Juni 2013bis23. Juni 2013

16. Gegenuni: Theorie–Praxis–Party

deckblattWas unter dem Namen „Gegenuni“ firmiert und dieses Semester zum 16. Mal stattfindet, war immer auch der Versuch, dem Motto des Instituts für vergleichende Irrelevanz, „Theorie–Praxis–Party“, gerecht zu werden. Nur konsequent, oder bereits völlig überfällig, dass sich nun explizit dieses Themas angenommen wird. Mit Blick auf das zehnjährige Bestehen des Instituts scheint eine Reflexion der bisherigen politischen Arbeit sinnvoll und angesichts der momentanen „Obdachlosigkeit“ bitter nötig.
Neben einer Reflexion über Sinn – und Unsinn – des Instituts, muss über Möglichkeiten des Fortbestandes diskutiert werden. Dabei wollen wir uns auch damit auseinandersetzen, wie Theorie–Praxis–Party in den letzten Jahren theoretisiert, praktiziert und gefeiert wurden und hoffen einen Beitrag dazu zu leisten, gemeinsam darüber nachzudenken, wie das in Zukunft sein könnte. Gleichzeitig ist es das Ziel dieser Gegenuni, Veranstaltungen zu denjenigen Themen anzubieten, die auf unterschiedlichen Ebenen im IVI Relevanz haben oder hatten. In den letzten acht Jahren fanden die Veranstaltungen der Gegenuni im Gebäude des Instituts im Kettenhofweg 130 statt. Dieses Gebäude wurde von der Universität Frankfurt an einen privaten Investor verkauft, der es am 22.
April dieses Jahres polizeilich räumen ließ. Bereits im letzten Jahr ließ der neue Besitzer die Gegenuni gerichtlich verbieten. Sie konnte dennoch im Institutsgebäude ihren Ort finden, weil sie nur zum Schein verlegt wurde. Das geht nun nicht mehr. Das Institut hat derzeit keine Räumlichkeiten mehr, so dass wir gezwungen sind die Veranstaltungen auf verschiedene Orte in der Stadt zu verteilen. Die Gegenuni muss also diesmal tatsächlich „im Exil“ stattfinden.

*Institut für vergleichende Irrelevanz: Negierte Interessen und abgewickelte Theorieansätze*

Die Benennung des Instituts wurde durch Umberto Ecos Buch „Das Foucaultsche Pendel“ inspiriert. Ecos Erfindung einer „Fakultät der vergleichenden Irrelevanz“ stellt eine Kritik am akademischen Betrieb dar, der um des Forschens willen forscht, ohne sich darüber zu verständigen, was eigentlich wissenswert wäre. Im IVI wird der Begriff ‚Irrelevanz‘ einerseits auf gesellschaftlich für irrelevant erklärte Gruppen angewendet, deren Interessen und Bedürfnisse negiert werden.
Andererseits geht es um an der Uni irrelevantisierte Theorieansätze, die im universitären Betrieb verdrängt und vereinnahmt werden: etwa die
Sexualwissenschaft, die Psychoanalyse oder die kritische Theorie. Weil im IVI an deren emanzipatorischen Gehalt festgehalten wird, wird versucht ihnen Zeit und Raum zurückzugeben und sie so weiterzudenken.

*Theorie–Praxis–Party: Vermittlung des Getrennten?*

Bei dem Dreiklang „Theorie-Praxis-Party“ ging es in den vergangenen Jahren insbesondere um die Vermittlung von Bereichen, die sonst eher als getrennt voneinander gedacht werden: Theorie und Party, Alltag und Kunst, Praxis und Theorie, Kopf- und Handarbeit. Der Intuition folgend, dass jede Party immer schon politische Praxis ist, jede politische Praxis sich theoretisch verortet und theoretische Reflexion in den gegenwärtigen Verhältnissen unabdingbar ist, stellt das IVI den Versuch einer Vermittlung dieser in der bürgerlichen Gesellschaft notwendig getrennten Bereiche dar.

*Kritisches Denken braucht und nimmt sich Zeit und Raum*

Diese Parole hatte ihren Ausgangspunkt in der autoritären und an instrumenteller Vernunft orientierten Umstrukturierung der Universität, mit der die ohnehin geringe Möglichkeit der Mitbestimmung dezimiert wurde. Damit einher ging in Frankfurt eine inhaltliche Umorientierung: von der re- zur de-education. Die Forderung nach Zeit und Raum bedeutet eine Forderung nach Zeit zur Reflexion, eine Verweigerungshaltung gegenüber Fremdbestimmung und Ausrichtung an Effizienzkriterien. Sie verweist auf die Erfahrung, dass für jene Reflexion, ein gemeinsamer Ort, ein Raum, der anders funktioniert als die Universität, notwendig ist. Dabei wollte das IVI zumindest versuchen, dem Elend im Studierendenmilieu zu entfliehen. Die Verfügung über Zeit und Raum sind Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Lernen und Leben. Als eine solche Aneignung von Zeit und Raum, als einen „Stützpunkt“, versteht sich das IVI – auch, wenn der Raum derzeit noch fehlt.

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Programmübersicht. Alle Ankündigungstexte finden sich im PDF.


Montag, 10.06.

19 Uhr Gegenuni-Eröffnung „Theorie-Praxis-Party“ | Klapperfeld

20 Uhr Hat die Dialektik der Aufklärung ein Geschlecht? Chancen und Grenzen einer feministischen Aneignung der Frankfurter Schule. Vortrag und Diskussion mit Elmar Flatschert | Klapperfeld

Dienstag, 11.06.

15 Uhr Schaffen wir zwei, drei, viele kritische Psychologien. Workshop mit dem AK kritische Psychologie | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

17 Uhr Ist die Uni noch zu retten? Kritiken der gegenwärtigen Hochschule. Workshop mit Agnes und David | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

20 Uhr „Beste Action, beste Botschaft“ – Gegenöffentlichkeitskonzepte zwischen Selbstüberschätzung und Gegenmacht. Vortrag und Diskussion mit Gottfried Oy | Café Koz

Mittwoch, 12.06.

16 Uhr Einführung in Aspekte feministischer Theorien. Workshop mit den feministischen Philosoph_innen | Frauencafé im PEG, 02 G 0215

19 Uhr Qu’est-ce que l’irrélevance? | Tanzhaus West

ab 21 Uhr we found love… der große IVI-Barabend mit den schönsten IVI-Hits | Tanzhaus West

Donnerstag, 13.06.

16 Uhr Rückführung des Rechts auf Gewalt. Workshop mit dem Arbeitskreis kritischer Juristinnen und Juristen | Klapperfeld

17 Uhr Queere Räume. Workshop mit Maria Planer | Klapperfeld

18 Uhr Antiziganismus und Arbeitsgesellschaft. Vortrag und Diskussion mit Roswitha Scholz | Klapperfeld

20 Uhr Kapitalistische Krise – Auch eine (Vielfach)Krise der Linken! Vortrag und Diskussion mit Micha Hinz | Klapperfeld

Freitag, 14.06.

10 Uhr Adornos negative Dialektik – Einführung in ein (gar nicht so) schwieriges Thema. Vortrag und Diskussion mit dem Arbeitskreis für Kulturindustriestudien | Café Koz

16 Uhr Solikicken für’s IVI | Bürgerpark/Bolzplatz in Darmstadt

17 Uhr Erziehung im Kapitalismus – oder: von Menschen und Früchten. Zur Ideologie der „Bildungsreife“. Workshop mit Marcus Balzereit | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

20 Uhr „Kramers Lieblingsfilm“. Eine Filmvorführung | Werkbund

22 Uhr Wo wohnt die Katz? – IVI-Soliparty | Oettinger Villa in Darmstadt

Samstag, 15.06

11-16 Uhr schnell noch ein bier bevor es weitergeht! queer-feministischer frauen*frühschoppen mit ex-ladyfest, but still queer-feminist | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

14 Uhr Stadtführung „Arbeitergeschichte und Leerstand“ mit Nullheimer | Treffpunkt: Eingang Paulskirche

18 Uhr Adornos „Ideen zur Musiksoziologie“. Workshop mit Thomas Zöller | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

Montag, 17.06.

14 Uhr Ist die Gegenuni noch zu retten? Infragestellung einer Infragestellung. Workshop mit Agnes und David | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

16 Uhr Antisemitismus in der Linken – das gibt es doch gar nicht?! Workshop mit Arwin und Armin | Studierendenhaus Initiativenraum/Ex-Buchladen

18 Uhr IVI-Info-Plenum zur aktuellen Lage | Studierendenhaus – K4

20 Uhr Hass auf Vermittlung und Lückenphobie. Zur Aktualität der Psychoanalyse. Vortrag und Diskussion mit Christine Kirchhoff | Café Koz

Dienstag, 18.06.

16 Uhr Rassismus, seine Geschichten und seine Kritik. Workshop mit Felix Schürmann und Stefan Wedermann | Protestzelt auf dem IG-Farben-Campus

18 Uhr Familie, Autorität und bürgerliche Gesellschaft – Zur Produktivität Kritischer Theorie für feministische Kritik heute. Vortrag und Diskussion mit Barbara Umrath | Café Koz

20 Uhr Raumnot. Vortrag und Diskussion mit Bernd Belina | Café Koz

Mittwoch, 19.06.

16 Uhr „Vorrang des Objekts“ – Workshop zur materialistischenErkenntniskritik bei Adorno. Workshop mit dem gegen-arbeit(s)-kreis(e) | Mouson-Turm, Studio 1

18 Uhr Mozart von links. Vortrag und Diskussion mit Paul Bartolomäi | Mouson-Turm, Studio 1

20 Uhr „Theorie und Praxis der Erziehung/Pädagogik und Psychoanalyse“ (Siegfried Bernfeld). Buchvorstellung durch den Mitherausgeber Rolf Göppel | Café Koz

ab 22 Uhr Key_osk | tba

Donnerstag, 20.06.

12 Uhr Einführung in das „Maschinenfragment“ der Marxschen Grundrisse. Workshop mit Martin und Niko | Protestzelt auf dem IG-Farben-Campus

16 Uhr Alfred Lorenzer. Zur Dialektik von Individuum und Gesellschaft. Workshop mit dem AK kritische Psychologie | Protestzelt auf dem IG-Farben-Campus

18 Uhr Überlegenheitsgefühle integriert. Zum Wandel des Rassismus in der Krise. Vortrag und Diskussion mit Justin Monday | Café Koz

20 Uhr „Revelge“ und „Pogrommusik“. Mahlers Symphonik und Adornos Negative Dialektik. Vortrag und Diskussion mit Gerhard Scheit. | Café Koz

Freitag, 21.06.

14 Uhr Amuse Gueule: Critique. Workshop der Kantine cuisine révolutionnaire | SIKS

16 Uhr Amuse Gueule: Pratique. Kochaktion mit der Kantine cuisine
révolutionnaire | SIKS

18 Uhr Bratwurst, Bier, Marx. Workshop zu den Feuerbachthesen mit Danny und Charly | SIKS

19 Uhr Häppchen von der Kantine cuisine révolutionnaire | SIKS

20 Uhr „… daß jeder Satz nicht nur sprach, sondern wie ein Schuß traf.“ Zur Kritik an Lenin. Vortrag und Diskussion mit Raban Witt | SIKS

Samstag, 22.06.

ab 13 Uhr Queer-Party | Klapperfeld

18 Uhr Steal this Book. Eine Einführung in die Soziologie des Ladendiebstahls als teilnehmende Beobachtung. Ein Workshop | Klapperfeld

21:30 Uhr Terrorbird und unhappybirthday. Konzert by Show Off | Klapperfeld

Fb-Event

Presseschau zur gestrigen Besetzung durch communal west May 25, 2013 | 12:47 pm

#blauerblock #ivibleibt Eine kleine Presseschau zu gestern:

fr: http://www.fr-online.de/frankfurt/hausbesetzung-frankfurt-hausbesetzung-beendet,1472798,22859338.html
hr-online: http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_48551651
faz: http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/frankfurt-junge-leute-besetzen-leeres-haus-12194263.html
fnp: http://www.fnp.de/rhein-main/frankfurt/Besetztes-Haus-geraeumt;art675,526174
echo-online: http://www.echo-online.de/nachrichten/landespolitik/Leerstehendes-Haus-in-Frankfurt-besetzt;art175,3962103
radio ffh: http://www.ffh.de/news-service/ffh-nachrichten/nController/News/nAction/show/nCategory/topnews/nId/28770/nItem/besetztes-haus-in-schwalbacher-strasse-geraeumt.html
mz allgemine ztg: http://www.allgemeine-zeitung.de/nachrichten/politik/hessen/13119864.htm
welt: http://www.welt.de/regionales/frankfurt/article116541432/Leerstehendes-Haus-besetzt-und-wieder-geraeumt.html
main-netz: http://www.main-netz.de/nachrichten/regionalenachrichten/hessenr/art11995,2610204

http://blauer.blogsport.de
https://twitter.com/communalwestffm
https://www.facebook.com/pages/Blauer-Block/133227953539186?fref=ts

Ivi-key_osk-Barabend (im Exil) May 15, 2013 | 11:25 am

15. Mai 2013
21:00

Der Ivi-key_osk-Barabend findet heute, 15. Mai 2013, im/am Café KoZ, Uni Campus Bockenheim, Mertonstr. 26-28, Frankfurt am Main statt. Auflegerei mit DiVersion und Sandy

Kommt zum Still ♥ing Ivi-”Block” May 8, 2013 | 11:01 pm

11. Mai 2013
16:00

Demonstration am 11.05.2013
Wohnraum für alle.

stilllovinAm 11.05.2013 wollen wir wieder gemeinsam gegen Verdrängung durch hohe Mieten, Wegrationalisierung von sozialen Einrichtungen und Räumung von selbstverwalteten Zentren, obwohl genug Leerstand vorhanden ist, auf die Straße gehen.

In Frankfurt sind manche Mietpreise so hoch wie in London – Verdrängung und Leerstand bestimmen das Stadtbild.

Wir wollen nicht weiter zusehen, wie ein Viertel nach dem anderen in kapitalistisches Niemandsland verwandelt wird und Menschen durch steigende Mietpreise in Armut verfallen.

Wir wollen eine Entwicklung der Stadt als Ganzes!

„Gentrifizierung ist so gesehen die unverfrorene und geschmacklose Ausgrenzung derer, die den Prozess, der die Stadt lebendig und lebenswert macht, immer wieder anstoßen.“

Gentrifizierung? Nicht mit uns.
Luxus für alle – Schimmel und Bruchbuden für keinen!

Demobeginn: 16Uhr am Römer, Frankfurt am Main

http://rechtaufstadtfrankfurt.blogsport.de/

FLUCHTPUNKT VERSCHOBEN! April 28, 2013 | 01:24 pm

Zur freundlichen Beachtung:
#ivibleibt
+++ACHTUNG+++ACHTUNG+++ACHTUNG+++ACHTUNG+++ACHTUNG+++ETC+++

aus aktuellem anlass wird der FLUCHTPUNKT VERSCHOBEN! die party am 1.mai wird nicht stattfinden! das neue datum werden wir am dienstagabend bekannt geben, wenn wir vom amt rückmeldung haben. wir bitten dafür vielmals um entschuldigung, vor allem gegenüber den weniger politischen gästen, jedoch bitten wir ebenso um verständnis und erklären hier

WARUM DAS SO IST:
wir vom fluchtpuktteam hatten den 1.mai (als politischen tag) mit dem gedanken gewählt, mit einer besonderen party eben auf alternative weise zu demonstrieren und friedlich feiernd mit hilfe von flugblättern auf die 1.mai-situation aufmerksam zu machen. auch wollten wir mit unseren spielregeln für die bewusstere wahrnehmung von freiräumen sensibilisieren und den mangel an ihnen anprangern. aufgrund der aktuellen ereignisse reicht das aber unserer meinung nach nicht mehr aus. wir wollen an dem tag keine party mehr machen, sondern mit-demonstrieren. dieser wandel vollzog sich bei uns, weil:

1. das IVI (institut für vergleichende irrelevanz: http://ivi.copyriot.com/), ein seit 10 jahren besetztes haus und ehemaliges unigebäude, wurde am montag, den 22.04.13, mit polizeigewalt geräumt. es soll dort durch die franconofurt AG, an die die uni für einen spottpreis verkaufte, ein bürogebäude entstehen, obwohl in frankfurt ca 2 millionen qm bürofläche leer stehen (http://leerstandsmelder.de/). für einige bedeutet das den verlust ihrer wohnung, für viele den verlust eines freiraums, von dem es ohnehin zu wenige gibt. um der räumung rechtmäßigkeit zu verleihen, wurde von den anwälten der franconofurt eine GbR konstruiert, die so nicht existiert (http://www.jungewelt.de/2013/02-21/028.php).

2. das ganze steht im zusammenhang zum „neuen“ westend-campus, der durch den verkauf von alten unigebäuden mit finanziert wurde. der alte campus ist jetzt fast nicht mehr existent. am neuen campus fehlt es massiv an selbst verwalteten freiräumen, was es gibt ist zu klein oder unterliegt übertriebenen kontrollen. überall gibt es kameras und ein unieigener sicherheitsdienst sieht nach dem rechten, gebäude sind nicht für alle zugänglich. der campus ist nichtmehr der campus der studenten, sondern ein bildungsreformierter brutkasten für angepasstes wissen. das ist nicht hinnehmbar. (http://www.sicherheitspolitik-blog.de/2013/04/24/uni-sicherheit/)

3. zur vollversammlung der studenten am mittwoch, den 24.04.12, wurden in den bussen und bahnen auf dem weg dorthin von der polizei studenten unter generalverdacht gestellt und durchsucht, nachdem die vollversammlung erst verboten wurde um dann wieder erlaubt zu werden
(https://twitter.com/search/realtime?q=%23ivibleibt&src=hash)
die bildzeitung titelte am tag darauf „radikale studenten fordern: macht frankfurt kaputt“ (http://www.bild.de/regional/frankfurt/gewalt/die-karte-der-gewalt-30140338.bild.html)
das zeigt überdeutlich, dass ein neues level erreicht wurde.

4. die mai-kundgebung der NPD ist wieder erlaubt.
http://stuermischezeiten.blogsport.eu/2013/04/26/1-mai-kundgebung-der-npd-erlaubt/

DESWEGEN gehen wir vom team nun alle auf die demo https://www.facebook.com/events/594775850534631 und bitten euch darum, mit uns friedlich zu blockieren und zu protestieren. der fluchtpunkt ist nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. und liebe unpolitische raver: nehmts uns nicht krumm. denn weil wir so sind wie wir sind, gibt’s auch sowas wie den fluchtpunkt.

danke fürs lesen,
eure fluchtpunktcrew

https://www.facebook.com/events/176002439219158
http://www.ravebotta.de/

Kundgebung und Aktionen auf dem Römer gegen die kulturfeindliche Politik der Römerkoalition April 24, 2013 | 09:17 pm

25. April 2013
17:00

#ivibleibt Kundgebung und Aktionen auf dem Römer gegen die kulturfeindliche Politik der Römerkoalition

i<3iviWelturaufführung:
Burn Out, Frankfurt, Burn Out
Krachkonzert mit Dissonanzen

Ab 14h30 ist das Ivi erneut Thema im Haupt- und Finanzausschuß (Tagesordnungspunkt 4), ab 16h in der Stadtverordnetenversammlung (Tagesordnung I, Top 9)
Gemeinsamer Antrag der SPD, der LINKE. und der Piraten: http://www.stvv.frankfurt.de/parlis2/parlis.php

Nächstes Treffen der Gegenunivorbereitungsgruppe April 24, 2013 | 07:03 pm

25. April 2013
20:00

Nächstes Treffen der Gegenunivorbereitungsgruppe ist Donnerstag, 25. April 2013  um 20h vorm Studihaus, Mertonstr. 26-18, Uni Campus Bockenheim, Frankfurt am Main

http://ivi.copyriot.com/gegenuni-theorie-praxis-party

Heute! Bundesweite Tag X+1 Demo April 23, 2013 | 01:14 pm

23. April 2013
18:00

EA-Nummer: 069 – 79 82 80 95 (ab 18h)
http://akrechtunifrankfurt.wordpress.com/

Am Tag nach der Räumung!
18 Uhr Kaisersack

Fb: http://www.facebook.com/events/254109721391880/

Nehmt ihr uns das IvI ab..

Am frühen morgen des 15.2.2013 fand die Gerichtsverhandlung gegen die erfundene GbR IvI statt. Die Verhandlung dauerte stolze fünfzehn Minuten und endete mit einem Versäumnisurteil gegen die nicht
erschienene GbR, das eine sofortige Räumung des IvI ermöglicht. Das heißt eine Räumung des seit 2003 besetzten Hauses in Bockenheim ist ab jetzt täglich möglich. Am Tag nach der Räumung rufen wir dazu auf, sich an der überregionalen Demonstration unter dem Motto “IvI geht weiter! Wir nehmen uns was wir brauchen!” zu beteiligen. Wir wünschen uns eine kraftvolle, entschlossene Demonstration, um unserer Wut Ausdruck zu verleihen.

This is a story that must be told..

Das Institut für vergleichende Irrelevanz wurde 2003 im Rahmen der Student_innenproteste besetzt. Seit dem nimmt sich kritisches Denken hier Zeit und Raum. Unter dem Motto Theorie*Praxis*Party finden im IvI
autonome Tutorien und Lesekreise, Veranstaltungen zu verschiedensten Themen, aber auch Barabende, Partys und Konzerte statt.
Neun Jahre lang haben hier viele Menschen einen Raum gefunden, in dem sie sich gerne aufhalten, abseits von Antisemitismus, Sexismus, Rassismus, Homo*Transphobie und heteronormativer Scheiße.
Im Februar 2012 wurde durch die Uni Frankfurt bekannt, dass das Gebäude an die stadtbekannte Immobilienfirma Franconofurt AG für den Spottpreis von ca. einer Million Euro verkauft wurde.

Francono who?

Die Immobilienfirma Franconofurt AG ist in Frankfurt dafür bekannt Häuser zu kaufen, sie dann zu sanieren und umzubauen und dadurch die Mieten ins Unermessliche steigen zu lassen. So werden eben alle, die nicht das Geld dazu haben, aus ihren Wohnungen und Häusern verdrängt und sind gezwungen in Randstadtteile zu ziehen, die im Rahmen von Stadtumstrukturierung noch nicht “aufgewertet”; wurden. Der charismatische Vorstandssprecher der Franconofurt AG, Christian Wolf, lässt tief blicken, wenn er davon spricht, dass er Leute kenne, die das Problem mit solchen Störenfrieden längst mit einem Baseballschläger gelöst hätten. Während er sich selber gönnerhaft zu profilieren sucht, der ja nicht zu solchen Mitteln greifen würde, ist er nicht müde geworden dem IvI für jede Veranstaltung der letzten Monate den Gerichtsvollzieher auf den Hals zu hetzen oder wiederholt Bautrupps los zu schicken, welche die Infrastruktur des Instituts (z.B. Strom und Wasserleitungen) beschädigen und die Nutzer_innen einschüchtern sollten.

IvI geht weiter…

Es wäre ein Irrglaube von Seiten der Stadt Frankfurt, Parteien, Franconofurt AG und anderen Arschlöchern zu glauben, dass wir das Projekt aufgeben. Selbstverwaltete Projekte mit soziokulturellem Anspruch wie das IvI finden in Frankfurt kaum noch Raum. Sie passen nicht in das scheinheilige, gepflegte Bild der Stadt. Mehrere Tausend Zwangsräumungen in den vergangenen Jahren, der Bau der neuen EZB und der Umzug des Campus Bockenheim auf den IG-Farben Campus zeigen wo es
hingehen soll. Doch wir werden weiter für unsere Sache einstehen, gegen Gentrifizierung, für autonome Zentren, eben gegen die Gesamtscheiße!

Kommt alle am Tag nach der Räumung nach Frankfurt!
Die Stadt gehört uns allen! Für die Erhaltung und Schaffung selbstorganisierter Räume!

Gegenuni “Theorie-Praxis-Party” April 21, 2013 | 12:18 pm

10. Juni 2013bis23. Juni 2013

Studierendenhaus, Mertonstr. 26-28, 60325 Frankfurt am Main, Uni Campus Bockenheim

Was unter dem Namen „Gegen-Uni“ firmiert und dieses Semester zum 16. Mal stattfindet, war immer auch der Versuch, dem Motto des Instituts, “Theorie-Praxis-Party”, gerecht zu werden.
Nur konsequent, oder bereits völlig überfällig, dass sich nun dem Thema “Theroie- Praxis- Party” angenommen wird. Mit Blick auf das 10-jährige Bestehen des Projekts IVI in seinen derzeitigen Räumlichkeiten, scheint eine Reflexion der bisherigen politischen Arbeit sinnvoll, auch angesichts der aktuellen Bedrohung durch eine Räumung.
Neben einer Reflexion über Sinn – und Unsinn – des Instituts, soll über Möglichkeiten des Fortbestandes diskutiert werden. Dabei wollen wir uns auch damit auseinandersetzen, wie Theorie-Praxis-Party in den letzten Jahren theoretisiert, praktiziert und gefeiert wurden, und wie es in der Zukunft sein könnte. Gleichzeitig ist es dem bisherigen Vorbereitungskreis daran gelegen, Veranstaltungen zu denjenigen Themenfeldern zu organisieren, die auf unterschiedlichen Ebenen im IvI Relevanz haben oder hatten.
Die Gegenuni ist eine Veranstaltungsreihe, die zu jedem Semester stattfindet und sich mit verschiedenen Veranstaltungsformen einem Thema annähert. In den letzten Semestern bspw. den Themen Klassen, Utopie, Sexualität.

http://ivi.copyriot.com/gg_uni/sommersemester2013gg_uni-16o

Alternatives Vorlesungsverzeichnis SoSe 2013 April 15, 2013 | 10:04 am

Zur freundlichen Beachtung:

In diesem Semester werden 46 Veranstaltungen aus 6 Fachbereichen angeboten:

Du kannst es bereits hier runterladen.

Ab der ersten Vorlesungs-Woche werden auch Druckversionen des AVV auf den Campus ausliegen.

Bockenheim: Cafe KoZ

IGFarben: Campus Trinkhalle, Cafe Anna Blume , PEG Foyer, uvm

Riedberg: Eingang Physik

Ginnheim:  (kommt noch)

Uni-Klinikum: KOMM

Inhalt des AVV:

Algerien - Frankreich: revisited
Antonin Artaud
Architektur und Gesellschaft – Eine kritische Auseinandersetzung mit dem IG-Farben Gebäude
Blanchots Gespräche mit Nietzsche und Hegel
Bourdieu und das Unbewusste
Das andere Geschlecht - Teil II
Das Erlebnis – ein wirksames pädagogisches Mittel, oder nur ein neuer Trend in der heutigen Spaßgesellschaft?
Das Retrophänomen im zeitgenössischen Film
Dekonstruktion und Demokratie
Der Mann Moses und die monotheistische Religion
Dialektik der Aufklärung
Die (Mehrfach-)Krise als Herausforderung für Gesellwissenschaften
Die Praxis der Autonomie. Psychoanalyse und Politik. Castoriadis and beyond
Die Praxis der Revolte. Herbert Marcuse’s politisches Denken
Drehbuchschreiben
Eine Annäherung an die Thanato(sozio)logie der (Post)Moderne – zum Umgang mit dem Tod und der Unvorstellbarkeit der eigenen Endlichkeit
Einführung in den Anti-Ödipus
Einführung in die Biopolitik II
Einführung in die Kritik des Antiziganismus
Einführung in die Kritische Theorie Adornos
Filmtechnik in Theorie und Praxis
Fucking Different – Das Theater der Unterdrückten als Mittel der Auseinandersetzung mit Diskriminierung(en)
Inklusion in der Praxis, Durchbruch oder Worthülse?
Interkulturelle Pädagogik
Intersex
Jacques Derrida - Dekonstruktion als Kritik
Jelinek proben - oder: Machen, was wir wollen
Jurek Becker: Schriftsteller und Drehbuchautor
Kasuistik
Lenin - Einheit der Aktion, Freiheit der Diskussion und der Kritik
Lesekreis zu Sigmund Freuds „Die Traumdeutung“
LET’S TALK - about whatever you want
Marcuses „Der eindimensionale Mensch“
Marx‘ Kapital lesen
Methodologische Kritik der naturwissenschaftlichen Geschlechterforschung
Nachhilfe – Ungerechtigkeit oder große Hilfe?
Neoliberalism and Psy-Complex: Psychology, Psychiatry, Psychotherapy and Psychoanalysis (PsyMsc3B)
Partizipation in Kinder­ und Jugendeinrichtungen
Psychoanalyse als Sozialwissenschaft
Psychoanalyse des Antisemitismus
Psychologie des Geschlechterverhältnisses. Queer-feministische Perspektiven. (PsyBsc13)
Recht und Rechtfertigung in den frühen Schriften des jungen Hegel
Sylvia Plath und Emily Dickinson
Theorien und Konzepte sozialwissenschaftlicher Antisemitismusforschung
Trauma – politisch!
Was ist revolutionärer Marxismus, was ist die “Krise der Linken”? Theorie und Praxis - von der Oktoberrevolution zur Frankfurter Schule.

http://asta-frankfurt.de/aktuelles/alternatives-vorlesungsverzeichnis-sose-2013

“Leben im Rausch” Buchvorstellung & Diskussion April 11, 2013 | 11:37 am

12. April 2013
20:00

Am Freitag den 12.04 um 20.oo, Studierendenhaus K V :
“Leben im Rausch”
Buchvorstellung & Diskussion mit dem klassenlosen Autor :)

Anspruchsvolle musikalische Untermalung eingeschlossen.

Zum Buch

“Jahrelang habe ich Unmengen zum Thema Rausch und Drogen gelesen, lektoriert (vor allem bei Werner Pieper & The Grüne Kraft), notiert, kommentiert, gehört und diskutiert (Einiges davon findet sich hier im Blog in der Kategorie “Rausch & Mittel”) und viel Zeit inmitten von Rauschpraxis aller Art verbracht. Nun habe ich die dabei und daraus entwickelten Gedanken sowie die dazu gesammelten Informationen mal etwas systematisiert, häufige Fragen beantwortet und hoffentlich etwas zu einer kritischen Theorie des Rauschs beigetragen.

“Der Zucker, den wir brauchen,
der ist in unsern Köpfen schon drin…”
(Frittenbude, “Zucker”)

“Leben im Rausch” beginnt mit einer einfachen Frage: Warum wird allgemein angenommen, Rausch käme hauptsächlich aus Drogen, obwohl Menschen und zahllose andere Lebewesen ohne Substanzeinnahme ständig in Rausch eintreten?

«Du erwartest wahrscheinlich von einem Buch, auf dem ‹Rausch› steht, vor allem etwas über Drogen zu erfahren. Darum geht’s aber gar nicht, und genau darum geht’s.»

Es geht um den Rauschcharakter der Ware, um die Dialektik der Ausnüchterung, die Projektionsfläche “Dealer”, den “Totalen Krieg” gegen den “falschen” Rausch, um ein Modell von Rausch als “Reaktion auf Nicht-Selbstverständliches”, um den Zusammenhang von Dauerkrise und Dauerrausch, von Besinnung und Befreiung, von Seins- und Bewußtseinserweiterung im Learyschen und dem Gattungsbewußtsein im Marxschen Sinne.

«Der Rausch wird den Aufstand nicht ersetzen; er kann aber, je besser er verstanden und angeeignet wird, ein möglicherweise entscheidender Begleiter des Aufstands sein.» “

Uniweite studentische Vollversammlung (VV) April 9, 2013 | 10:12 am

24. April 2013
14:00

Hier ein Veranstaltungshinweis:

Am 24. April um 14 Uhr sind alle Studierenden und Mitarbeiter*innen der Goethe-Universität dazu ein­geladen, sich an einer uniweiten studentischen Vollversammlung zu beteiligen. Mit diesem Aufruf möchten wir zunächst die universitätsinternen Probleme erläutern, die eine gemeinsame Diskus­sion der aktuellen Studienbedingungen und ein Nachdenken über Handlungsmöglichkeiten not­wendig erscheinen lassen. In einem zweiten Schritt sollen die Ausführungen zum konkreten Stu­dienalltag auf die Bildungsreformen der vergangenen Jahre und gesamtgesellschaftliche Tenden­zen zurückbezogen werden. In einem abschließenden Ausblick möchten wir umreißen, welchen Anspruch wir uns mit der VV gesetzt haben.

Teil I: Problemdiagnose: Kritik der Studienbedingungen an der Goethe-Universität

Die Rahmenbedingungen für Studium, Forschung und Lehre verschlechtern sich zusehends. So sehen sich die meisten Studierenden und Mitarbeiter*innen der Goethe-Universität seit geraumer Zeit mit einer unzumutbaren Raumsituation konfrontiert: Besonders auf dem I.G.-Farben-Cam­pus (dem Prestigeobjekt der Universitätsleitung) fehlen Lehrräume in ausreichender Anzahl, überfüllte Seminare und Vorlesungen gehören allerdings auf allen Campus längst zum Studienall­tag. Zudem werden immer mehr Büroräume von studentischen und wissenschaftlichen Mitarbei­ter*innen zusammengestrichen, wodurch die Forschung und Lehre an den Fachbereichen massiv beeinträchtigt wird; die Raumnutzungsberechnungen des Kanzlers, die mit einer weiteren Strei­chung von Räumen einhergingen, hat diese Situation zusätzlich verschärft. Nicht überraschend daher, dass auch die angemessene Unterbringung der über 12.000 Studierenden und Lehrenden, die mit dem Umzug der Fachbereiche 03, 04, 05 und 11 auf den I.G.-Farben-Campus kommen, mitnichten gewährleistet ist, was eine Kritik dieser Missstände umso notwendiger erscheinen lässt. So wurde die Planung des Baus eines zusätzlichen Seminargebäudes viel zu spät begonnen, als bereits längst abzusehen war, dass die vorhandenen Räumlichkeiten auf dem I.G.-Farben-Campus den zusätzlichen Bedarf der hinzukommenden Fachbereiche nicht bewältigen können würden. Doch scheint die Universitätsleitung offensichtlich mehr Wert auf prestigeträchtige Ge­bäude zu legen, als auf eine angemessene Bereitstellung von Räumen für die Forschung und Lehre in Frankfurt. Letztere müssen zunehmend den Werbestrategien des Präsidiums weichen, das alle verfügbaren Mittel für seine Imagekampagnen einsetzt, um Investoren anzuwerben und ein gutes Abschneiden in internationalen Hochschulrankings zu forcieren. Anstatt den I.G.-Far­ben-Campus als «schönsten Campus Europas» zu glorifizieren, täte eine kritische Besinnung auf die Geschichte der I.G. Farben not, verbunden mit einer allgemeinen Kritik an der Herrschafts­architektur des Campus. So wären, angesichts der augenscheinlichen Diskrepanz zwischen dem lebendigen studentischen Miteinander und der hochschulpolitischen Tätigkeit in Bockenheim gegenüber dergleichen Aktivitäten auf dem I.G.-Farben-Campus, Studien anzusetzen, um zu erforschen, welche Auswirkungen die sterilen Gebäude des neuen Campus auf das zwischen­menschliche Miteinander haben.

Die prekäre Raumsituation ist indes keineswegs das einzige Problem. Schon in den vergangenen Semestern konnte keine zureichende Versorgung der Studierenden und Mitarbeiter*innen durch das vorhandene Mensaangebot gewährleistet werden. Insbesondere zu den Stoßzeiten ist mit langen Wartezeiten bei der Essensvergabe zu rechen, auch lassen sich in den Mensen auf dem I.G.-Farben-Campus oft kaum Sitzmöglichkeiten finden. Die Kapazitäten der somit bereits vor dem Umzug überfüllten Mensen und Cafeterien werden durch die mehr als 12.000 hinzukom­menden Universitätsangehörigen massiv mehrbelastet. Das Café «Dasein» im Erdgeschoss des neuen PEG-Gebäudes als ausreichende Kompensation für den zu erwartenden Mehrbedarf an Verpflegung zu bezeichnen erscheint angesichts der verschwindend geringen Kapazitäten dieses Etablissements mehr als zynisch.

Gravierend sind außerdem die negativen Konsequenzen des Umzugs für studentische Initiati­ven und autonom verwaltete Räume. Dabei ist zu betonen, dass studentische Angebote und selbstverwaltete Räume wie die Fachschaftencafés ein unverzichtbarer Bestandteil des studenti­schen Lebens sind und hierfür auch in den neuen Gebäuden angemessene Räumlichkeiten bereitgestellt werden müssen. In diesem Zusammenhang ist auch der verzögerte Bau des Studie­rendenhauses zu kritisieren, das einen zentralen Platz auf dem neuen Campus erhalten müsste, der ihm jedoch aller Erwartung nach nicht eingeräumt wird.

Ein akutes Problem ist außerdem die chronische Unterfinanzierung der Fachbereiche. Nicht nur mangelt es in allen Fächern an genügend Lehrpersonal gemessen an den Studierendenzahlen, sondern es herrschen verbreitet prekäre Beschäftigungsverhältnisse gerade im Bereich der studentischen und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen. Die Probleme unangemessener Vergütung und befristeter Einstellungen greifen dabei zunehmend auch auf die Professuren über. In diesem Zusammenhang ist mit aller Schärfe gegen den neuesten Einfall des Präsidiums anzugehen, der unter dem Titel  «Globalhaushalt» eingeführt wurden und bereits erste Einsparungspolitiken nach sich zieht. Unter dem Deckmantel der Autonomie, wird den Fachbereichen eine «Verwaltung des Elends» aufgezwungen; diese sollen unter der Maßgabe einer Defizitausgleichung, die verordneten Einsparungen «gerecht» verwalten, was indes notwendig mit Stellenstreichungen verbunden ist. Wir sehen im «Globalhaushalt» ein perfides Mittel des Präsidiums, die im Hochschulpakt vereinbarten Kürzungen den einzelnen Fachbereichen aufzubürden, um den Unmut, der durch einen von der Unileitung angeordneten Stellenabbau ausgelöst würde, gar nicht erst aufkommen zu lassen, indem die Streitigkeiten um die durch die Universitätsleitung erzwungenen Stellenstreichungen auf Fachbereichsebene verlagert werden. Wir fordern daher Solidarität unter den Fachbereichen, um gemeinsam Widerstand gegen die von der Unileitung oktroyierten Einsparungen zu leisten. Derzeit sind insbesondere die Erziehungswissenschaften von den verordneten Kürzungen betroffen. Obwohl die pädagogische Ausbildung zentraler Bestandteil nicht nur für die explizit pädagogischen Studiengänge, sondern auch für das Lehramtsstudium ist, wird diese herausragende Bedeutung keineswegs durch eine angemessene finanzielle Versorgung des Fachbereichs 04 honoriert. Ganz im Gegenteil fehlen ihm im aktuellen Haushaltsplan etwa 700.000 Euro fürs Personalbudget, was einer Streichung von 5 Professor*innenstellen  gleichkäme und damit die Existenz des Fachbereichs gefährdet, von der dadurch bedingten Verunmöglichung eines angemessenen Lehrangebots ganz zu schweigen.

Nicht zuletzt sind die verschiedenen repressiven Maßnahmen der Unileitung zu kritisieren: Die trotz anhaltender Kritik unveränderte Umzäunung des I.G.-Farben-Campus sowie die Video­überwachung auf dem gesamten Unigelände widersprechen dem Leitbild einer offenen und demokratischen Hochschule. Das gleiche gilt für Kamerainstallationen in Seminar- und Vorle­sungsräumen, die auf Studierende gerichtet sind und eindeutig nicht dem Zweck der Aufzeich­nung von Vorlesungen dienen, sowie für die festgeschraubten Tische und Stühle in den Semi­narräumen des neuen PEG-Gebäudes. Insgesamt ist die Propagandamaschinerie der Unileitung fragwürdig. So setzt das Präsidium lieber auf eine euphemistische Darstellung des Umzugs, als über konkrete Missstände und Fehlplanungen zu informieren und gemeinsam über mögliche Lösungswege nachzudenken. Exemplarisch hierfür sind die peinlich gestellten Hochglanzvideos auf dem unieigenen Youtube-Kanal sowie der «UniReport Spezial Umzug», die mitnichten infor­mierenden Charakter haben, sondern rein propagandistischen Zwecken dienen. In diesem Zusammenhang stehen außerdem die jüngsten Maßnahmen der Universitätsleitung, die sich gegen studentische Cafés wenden: Jeder freie Raum, in dem sich mithin Kritik und Widerstand gegen die verhärteten Verhältnisse regen könnte, wird von der Universitätsleitung geahndet und präventiv bekämpft.

Zu den skizzierten Missständen an der Goethe-Universität liegen seit mehreren Monaten die studentischen Forderungen der Turm-Vollversammlung auf dem Tisch, die bündig Kritik an der bisherigen Gestaltung des Umzugs formulieren und gleichzeitig konkrete Handlungsperspektiven darbieten. Bislang waren jedoch weder Universitätsleitung noch die betroffenen Fachbereiche dazu bereit, auf die studentischen Forderungen ernsthaft einzugehen und einen Diskurs um mög­liche Korrekturen an der Gestaltung des Umzugs einzuleiten. Auch der anlässlich der Senats­besetzung eingerichtete «Jour fixe» erwies sich einmal mehr als ein Scheingremium zur Legitima­tion der durch das Präsidium oktroyierten Entscheidungen. Solche Entscheidungen dürfen an einer demokratischen Hochschule jedoch nicht hinter dem Rücken der Studierenden getroffenen werden. Zu fordern wäre daher eine paritätische Besetzung der universitären Gremien, um ein wirkliches Mitsprachrecht alle Statusgruppen zu gewährleisten.

Teil II: Bildungspolitische und gesellschaftliche Implikationen

Die skizzierten Missstände an der Frankfurter Goethe-Universität sind dabei keineswegs eine zufällige Erscheinung. Vielmehr stehen sie im Kontext einer allgemeinen bildungspolitischen Entwicklung hin zu einer Anpassung der universitären Bildung an die Imperative einer zweck­rationalen Verwertungslogik. Durch die Übertragung von ökonomischen Imperativen wie Effizi­enz und Rentabilität auf den Bereich der Hochschule wird indes der Verfall des Bildungsbegriffs selbst eingeleitet.

Diese Tendenz wurde wesentlich von den Bildungsreformen der letzten Jahre mitbestimmt. So stehen die sogenannten «Bologna-Reformen», die Einführung von Bachelor- und Masterstudien­gängen, für eine Vereinheitlichung und Effizienzsteigerung der universitären Bildung, die mit einer zunehmenden Verschulung des Studiums und, auf subjektiver Seite, mit einer Infantilisie­rung der Studierenden einhergeht. Die Studienanfänger*innen kommen von der Schule an die Universität und werden hier mit einer Fortsetzung des schulischen Lernens für Leistungen kon­frontiert, in der kaum Raum für ein selbstbestimmtes Studieren sowie für das Entwickeln indi­vidueller Interessenschwerpunkte innerhalb des eigenen Studienfachs bleibt und erst recht keine Aussicht auf eine emanzipative Entwicklung der Studierenden besteht. Den Studierenden wird in zunehmendem Maße vermittelt, im Rahmen ihres Studiums ginge es um nichts anderes als um das Abarbeiten des Workload, das Absolvieren von Pflichtmodulen sowie das Sammeln von Cre­ditpoints. Die Studierenden werden dadurch dazu angehalten, nur noch für gute Noten auswen­dig zu lernen und auf den zu erreichenden Abschluss hinzustudieren. All dies steht jedoch in einem eklatanten Widerspruch zu einem selbstbestimmten, intrinsisch motivierten und mit einem genuinen Interesse an den fachlichen Inhalten verbundenen Studium. Dabei herrscht auch noch die Illusion einer Vergleichbarkeit von intellektuellen Leistungen und der Irrglaube, dass durch forcierten Anstieg von zu absolvierenden Prüfungsleistungen tatsächlich mehr gelernt würde.

Als Symptombekämpfung für das zunehmende Desinteresse der Studierenden und die Überlas­tung durch Prüfungsleistungen kommen immer häufiger repressive Instrumente zum Einsatz. So ist das Führen von Anwesenheitslisten mittlerweile gängige Praxis in Seminaren. Anstatt den Stu­dierenden die Möglichkeit zu geben, selbstbestimmt darüber zu entscheiden, welche Lehrver­anstaltungen sie besuchen und an welchen sie mithin auch ohne Zwang teilzunehmen bereit wä­ren, nötigt man sie im Rahmen der modularisierten Studiengänge zur Teilnahme an festgelegten Modulen und verspricht sich durch Kontrolle von außen die fortwährende Präsenz zu gewähr­leisten. Solcher Zwang ist indes kein Ersatz für genuines Interesse am Studienfach: Ziel des Stu­diums wäre es, dass die Studierenden sich den Inhalten aus Neigung widmen, nicht aus Angst vor Sanktionen. In dieselbe Richtung weisen die strikten Anmelde- und Abgabefristen, welche die zunehmende Belastung der Studierenden durch hohe Prüfungsbelastung zusätzlich verschärft.

Damit ist jedoch keineswegs genug der Repressalien, dem Einfallsreichtum der Unileitung sind auf diesem Gebiet offensichtlich keine Grenzen gesetzt. Die autoritäre Verordnung von Zulas­sungsbeschränkungen zu Studiengängen seitens des Präsidiums ist längst gängige Praxis und wird seit einigen Semestern nun auch (als vermeintliche Lösung für Probleme wie Raumknappheit und die Unterausstattung der Fachbereiche durch Lehrpersonal) durch eine Neuregelung zur Vergabe von Seminarplätzen über das LSF ergänzt, die von einigen Fachbereichen bereits fügsam imple­mentiert wurde. Statt dieser restriktiven Beschränkung der Teilnehmer*innenzahl, fordern wir ein Aufstocken des Seminarangebots gerichtet am vorhandenen Lehrbedarf, so dass keine Stu­dierende von einer Lehrveranstaltung ausgeschlossen wird. Auch möchten wir die Fachbereichen zu einem vereinten Widerstand gegen solche restriktive Maßnahmen aufrufen, um zu verhindern, dass einzelne Institute im vorauseilenden Gehorsam den Vorgaben des Präsidiums Folge leisten.

Auf politischer Ebene sind die beschriebenen Missstände wesentlich durch politische Entschei­dungen des Präsidiums sowie durch die seit Jahren steigenden Einsparungen der Hessischen Lan­desregierung im Bildungsbereich bedingt (wovon indes keineswegs allein die Hochschulen, son­dern auch Kinderbetreuung und Schulbildung betroffen sind). So wurde im Jahre 2009 durch eine Verfassungsänderung die sogenannte Schuldenbremse im Grundgesetz festgeschrieben, die den Ländern einen (der Bundesregierung zufolge «alternativlosen») Konsolidierungszwang vor­schreibt: diese dürfen ab dem Jahre 2020 keine neuen Schulden zur Ausgabenfinanzierung ma­chen. Als die Entscheidung zur Verankerung der Schuldenbremse in der Hessischen Verfassung 2011 erfolgte, versicherte Ministerpräsident Bouffier, dass dies keinen Bildungsabbau bedeuten würde. Dies erscheint angesichts der darauffolgenden massiven Kürzungen im Bildungsbereich wie blanker Hohn. Auch war bereits zum damaligen Zeitpunkt ersichtlich, dass mit der beschlos­senen Konsolidierung des Landeshaushalts gegenüber den Bildungsinstitutionen die Forderung eines ausgeglichenen Haushalts verbunden sein würde, die diese mittelfristig nur mit Stellen­streichungen bewältigt könnten. Die drastischen Konsequenzen dieser politischen Reform für die Studienbedingungen an den Hessischen Hochschulen kommen gegenwärtig immer deutlicher zum Vorschein.

Rühmt sich die Goethe-Universität einerseits mit der Frankfurter Tradition der kritischen Theo­rie, so sind in der Praxis die Entscheidungen der Universitätsleitung jedoch immer mehr allein durch ökonomische Gesichtspunkte geleitet. Da die Mittelzuweisung an die Universitäten über die Anzahl der Studierenden läuft, hat die Universitätsleitung ein unmittelbares Interesse an stei­genden Studierendenzahlen. Gleichzeitig forciert das Präsidium eine beständige Kürzung von Ausgaben, insbesondere in solchen Fachbereichen, die auf dem Drittmittelmarkt allein unter der Bedingung bestehen können, dass sie ihre Inhalte in ökonomisch verwertbare Form pressen, was sich zumeist nur unter schwersten Einbußen dieser Inhalte selbst bewerkstelligen lässt (davon betroffen sind insbesondere die Gesellschafts-, Geistes- und Erziehungswissenschaften). In die­sem Zusammenhang kritisieren wir die Entscheidung des Präsidiums, die Verteilung der Gelder aus dem Landeshaushalt zwischen den Fachbereichen nicht mehr gemäß der Anzahl der Stu­dierenden zu regeln, sondern mit steigender Prozentzahl nach dem Anteil an eingeworbenen Drittmitteln. Die dadurch verursachte chronische Unterfinanzierung führt zusammen mit stei­genden Studierendenzahlen zu einer kontinuierlichen Verschlechterung der Studienbedingungen; demgegenüber erscheinen die neuerlichen Bezuschussungen der einzelnen Fachbereiche als Aus­gleich für den «Studierendenzuschwung» mehr als lächerlich.

Zudem ließe sich die Verwertbarkeitsperspektive auch immanent kritisieren. Die Ausrichtung der Förderung von Forschungsprojekten nach dem Mainstream (soll heißen dem Drittmittel­potential derselben) ist gerade innovationsfeindlich. So verbaut sich die Universität das Potential neuer Erkenntnisse von solchen Forschungsbereichen, die nicht nur das je schon wissenschaft­lich Approbierte reproduzieren, sondern neue Perspektiven auf den akademischen status quo gewährten.

In den skizzierten Entwicklungen lassen sich zwei gesamtgesellschaftliche Tendenzen erkennen. Zum einen verweist die zunehmende Infantilisierung der Studierenden auf die auch im gesell­schaftlichen Bereich grassierende Heteronomie der Menschen, die kaum noch selbstbestimmt darüber entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten wollen, wozu wesentlich auch eine poli­tische Mitgestaltung der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse gehörte. Zum anderen korres­pondiert der Verkehrung von Mittel und Zweck auf der universitären Ebene eine gesamtgesell­schaftliche. Wie die Bildung an den Hochschulen immer mehr zur bloßen Berufsqualifikation, dem Erwerb von Bildungszertifikaten abstumpft, werden die Ziele einer vernünftigen Gesell­schaft zusehends dem Funktionieren des ökonomischen Systems untergeordnet. Anstatt den realen Reichtum dafür zu gebrauchen, die menschlichen Bedürfnisse zu befriedigen und jedem Subjekt die allseitige Entfaltung ihrer Fähigkeiten zu gewähren, unterwirft sich die Politik dem Diktat der Märkte und perpetuiert damit die selbstverschuldete Unmündigkeit, aus der Bildung ihrem Sinn nach die Menschen befreien sollte.

Teil III: Anspruch der VV

Angesichts der beschriebenen Missstände an der Goethe-Universität, der Gefahr einer steten Verschlechterung der Studienbedingungen sowie der durch den Umzug zu erwartenden zusätzli­chen Verschärfung der ohnehin schon prekären Raumsituation auf dem I.G.-Farben-Campus, möchten wir euch am 24. April zu einer uniweiten Vollversammlung einladen. Dabei möchten wir uns sowohl an die Studierendenschaft, wie auch an die Mitarbeiter*innen der Universität sowie zukünftige Studierende und alle Interessierten richten.

Für die beiden Tagen im Anschluss an die VV ist ein umfangreiches und vielseitiges Bildungs­programm geplant, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Die Workshops und Dis­kussionsveranstaltungen sollen die Gelegenheit bieten, gemeinsam über die aktuellen Probleme und mögliche Handlungsperspektiven nachzudenken und gemeinsam zu erproben.

Das Anliegen der VV ist es außerdem, auf den fehlenden Raum für studentische Aktivitäten und autonome, selbstverwaltete Räume an der Goethe-Universität aufmerksam zu machen. Durch die VV soll veranschaulicht werden, was dem studentischen Leben verloren geht, wenn es kein Studierendenhaus und keine studentischen Cafés auf dem Campus gibt. Deshalb werden wir für die VV einige studentische Initiativen auf den I.G.-Farben-Campus bringen und ein möglichst vielfältiges kulturelles Programm anbieten. Neben einem umfangreichen Angebot an Workshops, Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen, wird die Pupille abends ein Filmprogramm zusam­menstellen. Im Anschluss daran gibt es die Gelegenheit für ein heiteres Zusammensein bei einem Barabend mit Musik. Darüber hinaus werden verschiedene studentische Cafés und Initiativen für eine vielseitige und schmackhafte Verpflegung während der VV sorgen. Damit soll auch ein poli­tischer Anspruch verbunden sein, da unsere Kritik am Umzug nicht zuletzt darin besteht, dass keine ausreichende Versorgung durch Mensaangebot auf dem I.G.-Farben-Campus gewährleistet ist. Wir möchten deshalb aufzeigen, dass studentisch verwaltete Cafés und andere autonome Initiativen eine attraktive Alternative darstellen.

Dabei verstehen wir die VV keineswegs nur als Medium zur Verbesserung der konkreten Stu­dienbedingungen, um uns in den bestehenden universitären Rahmenbedingungen besser einrich­ten zu können. Sondern mit dem Bildungs- und Alternativprogramm rund um die VV soll viel­mehr der notwendige Raum für Diskussionen und praktische Interventionen geschaffen werden, um gemeinsam Perspektiven zu erschließen, die über das Bestehende hinausweisen.

Kommt zahlreich, nehmt eure Freund*innen mit und bringt euch ein!

Denn es geht um unsere Studienbedingungen! Wir freuen uns auf euer Kommen!

Aufruf des  Aktionsbündnis für eine studentische Vollversammlung am 24.4

Unterstützt vom Protestplenum, AStA und der Fachschaftekonferenz (FSK)

Facebook-Veranstaltung unter: https://www.facebook.com/events/294161024045474/?fref=ts

TheoriePraxisParade March 20, 2013 | 12:10 pm

23. März 2013
16:00

tpp2Startpunkt Beethovenplatz.

Route: Kettenhofweg, Alte Oper, Fressgass, Goethe-Denkmal, Kaisersack.

Aufruf zur TheoriePraxisPartyPARADE am 23.3.2013 um 16 Uhr am Beethovenplatz(Sponti-Villa/Restwestend) für die IVI-WELTHERRSCHAFT unter dem Motto: NO RISK! NO FUN! ANGRIFF IST DIE BESTE VERTEIDIGUNG!

Mit dem Wiedererscheinen des sagenumwobenen ‘goldenen Pflastersteins’ im Frühjahr 2012 hatte sich bekanntlich die letzte Prophezeiung(MEW23) erfüllt, die unweigerlich zur IVI-WELTHERRSCHAFT führt.

Zur Erinnerung:

Den ‘goldenen Pflasterstein’ hatte zuletzt Joschka Fischer persönlich in den Händen, als er ihn bei den äusserst heftigen Strassenschlachten zur Verteidigung der Hausbesetzung Kettenhofweg 51 am 28.3.1973 in die hintere Bullenkette rechts aussen warf.

Seit diesem Tag war der ‘goldene Pflasterstein’ verschwunden, bis er bei Strassenbauarbeiten im Kettenhofweg 130 im letzten Jahr wieder auftauchte.

Seitdem ist nicht nur ein Haufen Wasser den Main runtergeflossen, sondern auch ausgiebig und erschöpfend über das Thema geredet worden wie, ob und warum das Institut für vergleichende Irrelevanz nun von der Polizei geräumt werden soll oder nun doch wieder nicht oder wieder doch u.s.w. u.s.f…..

Der vielen Worte ein wenig überdrüssig schreitet nun das BÜRO FÜR UNLÖSBARE AUFGABEN im INSTITUT FÜR VERGLEICHENDE IRRELEVANZ zur Tat, nachdem das Landgericht Frankfurt das oberste Gebot, nachdem DIE PARTEI (DAS IVI) immer recht hat, äusserst sträflich missachtet hat, um den unwiderbringlichen Anspruch auf  IVI-WELTHERRSCHAFT noch einmal ganz, ganz energisch zu untermauern.

Dafür ruft das BÜRO FÜR UNLÖSBARE AUFGABEN die werkuntätigen Massen für  Samstag, den 23.März 2013 dazu auf sich zur TheoriePraxisPartyParade  auf dem Beethovenplatz(Sponti-Villa/Restwestend) um 15 Uhr zu versammeln und alles was Krach und Spass macht mitzubringen.

Diverse Kooperationsgespräche mit dem Wettergott mit der Bitte um Eitel Sonnenschein blieben bisher ergebnislos.

Falls sich aber am Samstag, pünktlich um 15 Uhr  MEZ , nicht wenigstens ein Funken Sonnenschein am grauen Frankfurter Stadthimmel zeigen sollte, lässt dies nur eine Interpretation zu:

Die Zeichen stehen auf Sturm!

Fb

Treffen zur Vorbereitung der (IvI-)Gegen-Uni im Sommersemester March 20, 2013 | 10:41 am

21. März 2013
20:00

Treffen zur Vorbereitung der (IvI-)Gegen-Uni im Sommersemester am Donnerstag 21. März um 20 Uhr im Studierendenhaus (Raumnr. wird am Eingang ausgehängt). Wer Interesse hat die nächste Gegen-Uni mitvorzubereiten, ist herzlich willkommen.

(B) Kritisches Denken braucht Zeit und Raum – Aufruf zur demonstrativen Solidarität mit dem räumungsbedrohten IvI! March 11, 2013 | 10:17 pm

13. März 2013
18:00

soli_bAm Mittwoch , den 13. März , um 18 Uhr findet eine Solidaritäts-Demonstration von Sympathisant_innen des räumungsbedrohten Frankfurter instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI) am Moritzplatz (Berlin) statt.

Mehr: https://linksunten.indymedia.org/de/node/80750