beitrag von ärgernis

Die negative Universität

Primo Moroni und Nanni Balestrini berichten in ihrem Buch „Die Goldene Horde – Arbeiterautonomie, Jugendrevolte und bewaffneter Kampf in Italien“ von den Auseinandersetzungen an der Universität Trient in den Jahren 1965-67. In diesem Abschnitt zitieren sie Auszüge aus dem Manifest für eine negative Universität von 1967:
Universität und Gesellschaft
Heute stellt sich die Universität strukturell als eine […]


beitrag von ärgernis

Gegen Stirner

Eben habe ich den Text »Stirner und der Materialismus« von Jörg Finkenberger gelesen, der mir sehr lesenswert erscheint und auf leidenschaftliche Weise ein redliches Anliegen vorträgt, den ich aber in seinem Kernpunkt verkehrt finde und der mich daher zum unmittelbaren Widersprechen anregt. Wenn ich hier kurz und knapp etwas zu Stirner schreibe, muss ich vorausschicken, […]


beitrag von ärgernis

Zwischenbericht

Um das Aergernis-Blog ist es in der letzten Zeit ruhig geworden. Mir fehlten die Zeit und der Antrieb, das Blog mit sinnvollen Beiträgen zu bestücken und wenn ich doch schreiberisch tätig war, habe ich dies lieber in kleinen Postillen, Fanzines und Zeitschriften getan, deren Form mir verbindlicher erschien und eine angenehmere Debattenkultur ermöglicht als es […]


beitrag von bubi zitrone

“Die Nacht zum Tag zu machen, ist heute eher eine Drohung als ein Versprechen. Der muntere…”

“Die Nacht zum Tag zu machen, ist heute eher eine Drohung als ein Versprechen. Der muntere Hedonismus, mit dem die Parole kokettiert, bemäntelt nur halbherzig die Resignation, die ihr zugrunde liegt. Wo alle sich vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung mit wütender guter Laune und hoffnungslosem Optimismus auf die Nerven gehen, ist die Nacht, wenn sie denn überhaupt noch stattfinden darf, nicht mehr die Zeit von Traum und Geheimnis, sondern höchstens der zugelassenen Erschöpfung.”

Magnus Klaue: Augen zu und durch, in: Verschenkte Gelegenheiten  Polemiken, Glossen, Essays, ca-ira Verlag Herbst 2013 (via abenteuerundfreiheit)


beitrag von tous et rien

David Foster Wallace über Sportler-Interviews

This stuff is stupefying, and yet it also seems to be inevitable, maybe even necessary. The baritones in network blazers keep coming up after games, demanding of physical geniuses these recombinant strings of dead clichés, strings that after a while start to sound like a strange kind of lullaby, and which of course no network […]


beitrag von tous et rien

Plus ça change, plus c‘est la même chose

So schrieb F.W. Selbach bereits 1910 in Kinematograph und Volksbildung (zitiert nach Kreimeier, 20111):
Die Kinematographen haben uns in vieler Beziehung sehen gelernt. Heute, wo man nicht mehr zu Fuss gemütlich die Gegenden durchwandert, sondern zumeist mit der Bahn dahinfliegt, ist vielen von uns die Beschaulichkeit abhanden gekommen. Es gehört heutzutage ein rascher Blick für […]


beitrag von tous et rien

George Orwell über Pazifisten

Dank Christopher Hitchens bin ich auf dieses, leider immer noch aktuelle, Zitat von George Orwell aufmerksam geworden. Es stammt aus seinem Essay Notes on Nationalism aus dem Jahr 1945.
The majority of pacifists either belong to obscure religious sects or are simply humanitarians who object to the taking of life and prefer not to follow their […]


beitrag von tous et rien

Werner Herzog über Avatar

Via libertas film magazine:
Yeah, making nature as the ultimate God. Whatever. It combines all the stupidities of our time, not only these two stupidities, but it’s somehow the embodiment of stupidity and I just can’t take it without ranting.
Bonu…


beitrag von tous et rien

Noel Gallagher über seine Landsleute

The gig was a big ‚un, relatively speaking. 4000 people. Great vibe… (man). Only spoiled by a few drunken English cunts asserting their Englishness down the front. Why do English people insist on doing that?? It’s embarrassing… No wond…


beitrag von tous et rien

Über das Warten

In Bahnhofshallen und vor Bankschaltern, in Spitälern und auf Flugplätzen, an Straßenbahnhaltestellen und in Restaurants, in Amtsstuben, an Grenzübergängen und in Leichenhallen siehst du die Menschen warten, gelangweilt oder heiter, trübsinnig oder zukunftsgläubig, ungeduldig oder apathisch, du siehst sie warten und denkst: die warten auch. Aber das ist dir kein Trost. Du willst dein Leben […]