beitrag von bak-shalom.de

Vortrag mit Jutta Ditfurth am 19. April in Jena: Die antisemitische Querfront

71 Jahre nach der Befreiung vom NS-Faschismus breitet sich in Deutschland die größte völkisch-rassistische Bewegung seit 1945 aus. Die ‘Pegidas’ – und als ihr parlamentarischer Arm die AfD – bringen abertausende ‘besorgte Bürger’ auf die Straße, an die Universitäten und in die Parlamente. Ihre Praxis sind rassistische Mobilisierungen gegen Migrant*innen. Sie eint der Bezug auf das ‘Volk’, das sich von ‘Überfremdung’ bedroht sieht und dafür oft auch antisemitische ‘Erklärungen’ findet. Teile der Mittelschicht reagieren auf die Weltwirtschaftskrise mit Überlebens- oder Abstiegsängsten, durch die Flucht in Rassismus, Antisemitismus und ins Autoritäre.


beitrag von Audioarchiv

Feministische Theorie im Frühling

Im Frühling dieses Jahres fand in Jena eine interessante Veranstaltungsreihe statt, die vom StuRa und dem Gleichstellungsreferat der Uni Jena (beide Gremien sind inzwischen neu besetzt) organisiert wurde. Es wurden in dieser Reihe verschiedene Ansätze feministischer Gesellschaftskritik vorgestellt, die derzeit in der radikalen Linken diskutiert werden.
Es geht um Materialismus, queer theory und Feminismus. Queer Theory […]


beitrag von Audioarchiv

Anarchismus und Postmoderne

1. Keine Macht für Niemand – Versuch einer anarchistischen Aneignung des philosophischen Projektes von Foucault
Einen Versuch, anarchistische Staatskritik und postmoderne Philosophie miteinander zu verbinden, stellt Jürgen Mümken vor, der im Mai gleich zwei mal vom Anarchistischen Lesekreis Jena eingeladen wurde. In seinem ersten Vortrag stellt er einführend Foucaults Machtbegriff vor und vergleicht die jeweiligen Staatsverständnisse […]


beitrag von Audioarchiv

Kritik des Gedenkens und materialistische Erkenntnis der Geschichte

Wenn jedes Jahr am 13. Februar in Dresden »bürgerliche« Kräfte und Nazis um die Deutungshoheit über das legitime Gedenken an die Opfer der alliierten Bombardements ringen, ist dies nur ein besonders spektakuläres Beispiel für die beredte Umarbeitung der deutschen Geschichte. Dem entgegenzusetzen wäre eine Kritik offizieller Gedenkspektakel und ein materialistischer Begriff von Geschichte, sowie die […]


beitrag von bubi zitrone

Veranstaltungsreihe “Erinnern, Vergessen, Verdrängen – Deutsches Erinnern an die Shoah”

Veranstaltungsreihe “Erinnern, Vergessen, Verdrängen – Deutsches Erinnern an die Shoah”:

Am kommenden Freitag, den 16. November, startet die Veranstaltungsreihe “Erinnern, Vergessen, Verdrängen – Deutsches Erinnern an die Shoah” mit einem Vortrag von Rainer Hirt (FH Jena) zur Geschichte der deutschen “Erinnerungskultur”. Zeit: 19.30 Uhr, Hörsaal 9 am Campus Carl-Zeiss-Straße, Jena. Weitere Informationen dazu gibt es auf dem die Reihe begleitenden Blog sowie der Facebook-Seite.

Weiter geht es dann mit diesen Veranstaltungen:

23. November 2012. Sonja Witte – „Nationales Vergangenheitsrecycling – Die postnazistische Allianz der Generationen im deutschen Kollektiv”. Zeit: 18 Uhr. Ort: Uni Jena, Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 7.

‚Aufarbeitung deutscher Geschichte’ verbindet immer wieder als moralischer Bezugspunkt nationale Ideologie mit der Idee einer Versöhnung der Generationen. Die Referenz auf die deutschen Verbrechen, auf Auschwitz, ist dabei zentral. Neben die fortwährende Stilisierung der Deutschen als Opfer tritt seit den 90ern die Integration von Auschwitz in die kulturindustrielle deutsche Erinnerungsarbeit als gesellschaftlichem ,Kitt‘, in der die Nation – und zwar mittlerweile ohne die Shoah abzuspalten – zum kollektiven Objekt der Identifizierung wird. Die neue scheinbare Unbefangenheit im Umgang mit der Geschichte, in der Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der eigenen Großeltern, der Wunsch, bei der Weltmeisterschaft auch einmal „schwarz-rot-geil“ zu sein, macht die dritte TäterInnengeneration zum Protagonisten des postnazistischen Nationalgefühls. Der Vortrag stellt die von der Gruppe kittkritik in dem Sammelband „Deutschlandwunder –Wunsch und Wahn in der postnazistischen Kultur“ (erschienen 2007 im Ventil-Verlag) entwickelten Thesen zur Verknüpfung der gegenwärtigen kulturindustriellen Anpassung und Umwandlung von Elementen des Nationalsozialismus mit subjektiven unbewussten Wünschen und Abwehrstrategien im Verhältnis zwischen Tätergeneration, Kindern und Enkeln anhand von Film- und Musikbeispielen dar.

27. November 2012. Philipp Schweizer – „Eine materialistische Theorie der Geschichte – Walter Benjamins Griff nach der Notbremse und Adornos Versuch die Ursachen der Vergangenheit zumindest nachträglich zu beseitigen“. Zeit: 19 Uhr. Ort: Uni Jena, Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 9.

Noch vor 50 Jahren schienen die Fronten klar: die Erinnerung an den Nationalsozialismus richtete sich nicht nur gegen das Schweigen der eigenen Väter und Onkel, sondern auch das er gesamten deutschen Öffentlichkeit. Diese wollte lieber auf eine große Zukunft Deutschlands hinarbeiten und dazu einen Schlussstrich unter die Geschichte ziehen, anstatt sich mit der Erinnerung an die abzugeben die im Namen Deutschlands und seiner Zukunft ermordet wurden. Vor diesem Hintergrund schien jedes Erinnern ein Angriff auf den emsigen Wiederaufbau und die Ruhe und Ordnung zu sein – kurz war praktische Subversion. Wie aber steht es um die subversiven Potentiale von Erinnerung und Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Zeiten in denen sich eine Breite Erinnerungskultur etabliert hat und sogar Gedenkverstaltungen zur Befreiung von Auschwitz oder zum Ende des Nationalsozialismus in Bundestag und -rat mit Zitaten Theodor W. Adornos eröffnet werden? Der Vortrag vergegenwärtigt zunächst die Überlegungen der Kritischen Theorie zu Erinnerung und Geschichte, indem die Überlegungen aus Walter Benjamins Thesen „Über den Begriff der Geschichte“ (1940) und Theodor W. Adornos Vortrag „Was bedeutet Aufarbeitung der Vergangenheit“ (1960) vorgestellt werden, um in Anschluss an diese eine materialistische Theorie der Geschichte zu umreißen.

07. Dezember 2012. Christian Schneider – „Trauer als Metapher deutscher Erinnerungspolitik – Besichtigung eines ideologisierten Affekts“. Zeit: 19 Uhr. Ort: Uni Jena, Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 9.

Spätestens mit der Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizäckers am 8. Mai 1985 wurde die Verknüpfung von Erinnerung, Trauer und Verantwortung zentraler Bestanteil deutscher Erinnerungspolitik. Trauer ist jedoch nicht moralisch postulierbar, sondern ein spontaner kreatürlicher Akt. Der Vortrag geht anhand der Rede von Weizäckers, der Opferidentifizierung der 68’er und der Debatte um das Holocaustmahnmal der These nach, dass der Begriff „Erinnerung“ im Kontext von NS und Shoah fetischisiert und de facto verzerrt wird und dass die die im deutschen Erinnern allgegenwärtige Rede von der Trauer um die Opfer der Shoah, die Trauer um ihren humanistischen Gehalt bringt.

09. Dezember 2012. Exkursion – Mittelbau Dora

weitere Infos gibt es bislang nur auf der Seite zum dazugehörigen “Facebook-Event

13. Dezember 2012. Magnus Klaue – „Bürgerliche Kälte“ Zur Aporie historischen Eingedenkens in der Kritischen Theorie. Zeit: 19.30 Uhr. Ort: Uni Jena, Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 9.

Daß die „Dialektik der Aufklärung“ an ihren „schwärzesten Stellen“ vor der „These der Gegenaufklärung“ resigniere, daß der Schrecken sich nicht abschaffen lasse, und zu einer negativen Geschichtsmetaphysik zu gerinnen drohe, hat bereits Jürgen Habermas 1963 festgestellt. Es war sein Entrebillet ins Racket der Nachlaßverweser des Erbes von Horkheimer, Benjamin und Adorno, das seinen Aufstieg zum Chefphilosophen der neudeutschen Zivilgesellschaft ermöglichte. Doch auch bei Leuten, die keiner Sympathie mit Habermas verdächtig sind, ist die Behauptung populär, dass die „Dialektik der Aufklärung“ und die „Negative Dialektik“ durch ihre Hypostasierung der negativen Totalität des Geschichtsprozesses jede empathische Identifikation mit „den Opfern“ unmöglich machten, ja die Differenz zwischen Tätern und Opfern gar nicht mehr denken könnten. Gegenüber diesem verschämten Abschied von der Kritischen Theorie, der sich neuerdings auf Jean Améry beruft, soll der Vortrag zeigen, daß die Verweigerung einer gefühligen Identifikation mit den Opfern der Shoah und die „kalte“ Vernachlässigung des empirischen Einzelschicksals bei Adorno sich selbst als Konsequenz historischen Eingedenkens angesichts eines Menschheitsverbrechens verstehen lassen, das den Begriff des „Einzelschicksals“ bis ins Innerste fragwürdig gemacht hat. Gerade deshalb hat die frühe Kritische Theorie vom Opfergedenken einen verbindlicheren Begriff als die seither entstandene nationale Gendenkkultur, die „die Opfer“ nicht empathisch genug betrauern kann, um umso gründlicher zu vergessen, woran sie erinnern und wozu zu sie auffordern.


beitrag von bubi zitrone

links (15. Oktober 2012)

Wie man derzeit noch ruhig und ohne durchzudrehen durch die Straßen gehen kann grenzt an ein Wunder. Menschenverachtung hier, Rassismus dort, Sexismus & Misogynie überall. Und die EU bekommt den Friedensnobelpreis, passt ja in eine Reihe mit UN u…


beitrag von bubi zitrone

if i can’t dance, i can’t dance.

Kleiner Werbebreak. Vielleicht erinnert sich ja die eine oder der andere an folgende Künstler_innen oder ihre Konzerte, deren Gastgeberin ich damals nur allzu gern war. Ich empfehle ein Hingehen explizit.
i.
8. März. Leipzig. UT Connewitz. The Dropo…


beitrag von bubi zitrone

links (15. Februar 2012)

Erfurt: Ein 24-jähriger wurde wiederholt beim Fahren in der Tram ohne Fahrkarte kontrolliert. Da er die Geldstrafe von 3200€ nicht bezahlt hatte, wurde er verhaftet und für sieben Monate ins Gefängnis gesteckt. 
Gera (“Ich spürte wie meine…


beitrag von classless Kulla

3mal Entschwörung in Thüringen

Heute, morgen und übermorgen trage ich in Thüringen zur “Entschwörungstheorie” vor:Dienstag, 06.12.2011, Jena, JG Stadtmitte, Johannisstr. 14, 20 UhrFÄLLT AUS! Mittwoch, 07.12.2011, Weimar, M17, Marktstr. 17, 19 Uhr KURZFRISTIG VERSCHOB…


beitrag von bubi zitrone

Joachim Bruhn Overload

Nichts gelernt und nichts vergessen. Geschichte und Zukunft des Antizionismus in Deutschland
Vortrag und Diskussion mit Joachim Bruhn (ISF Freiburg)
10.11.2011 Universität Jena (Carl-Zeiss-Str. 3), Hörsaal 9 // 19 Uhr

Irgendwann zwischen der Wannsee…


beitrag von bubi zitrone

Im Studentenparadies gentrifiziert man nicht ohne Stolz

Uni Jena, Semsterbeginn – Zeit für die Wohnungssuche. Wie gut, dass die extra aufgelegte Broschüre des Stura Jena darauf hinweist, wie wohnlich doch das studentische Leben im Plattenbau ist. Diese sind mit positiven Standortbezug dank der Elite…


beitrag von classless Kulla

Immer noch Dresden: Polizei aus Sachsen durchsucht Pfarrerwohnung in Jena

>>Gegen 06:15 Uhr am Morgen des 10. August 2011 drangen etwa 25 bewaffnete Polizeibeamte einer sächsischen Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) in die Dienstwohnung des Stadtjugendpfarrers Lothar König ein. Lothar war während der Durchsuchung nicht anwesend. Er befindet sich derzeit im Urlaub. Bei der etwa fünfstündigen Aktion durchsuchte die Polizei neben Räumlichkeiten, die nicht von Lothar […]


beitrag von bubi zitrone

links (1.juli 2011)

heute gibt es ausschließlich Veranstaltungshinweise:
Im Rahmen der Ausstellung “Das hat’s bei uns nicht gegeben! – Antisemitismus in der DDR” sind für den 1. und 8. Juli die zwei letzten Workshops des “Pädagogischen Arbeitskreis gegen Antise…


beitrag von bubi zitrone

Karl Pfeifer – Ungarn auf dem Weg zur Autokratie?

Im Rahmen der neulich bereits nahegelegten Vortragsreihe “Das hat’s bei uns nicht gegeben! – Antisemitismus in der DDR”, die vom “Pädagogischen Arbeitskreis gegen Antisemitismus” organisiert wird, ist am kommenden Dienstag Karl Pfeifer zu Ga…


beitrag von classless Kulla

Heute: Radiopremiere von “Alles muss raus”

Heute läuft anläßlich des bevorstehenden Erscheinens der Split-LP von Björn Peng und Granate Möller ab 16 Uhr bei FSK Hamburg und ab 17 Uhr bei Jen-ara-dio (offener Hörfunkkanal Jena, UKW 103,4 MHz, Kabel 107,90 MHz oder Internet-Live-Stream) “Alles muss raus” (Björn Peng feat. classless Kulla) zum ersten Mal im Radio. Zwischendurch beantworte ich ein paar […]


beitrag von Audioarchiv

Klassen, Kämpfe & Revolte: Der Mai ’68 in Frankreich

Die antikapitalistische Gruppe Revolta hat am 19. April in Jena zusammen mit der Jour Fix Initiative Berlin einen Vortrag über die Ereignisse des Mai/Juni 1968 in Frankreich organisiert. Elfriede Müller referiert über Hintergründe und Bedingungen mit denen es dort zu einer Massenstreikbewegung kommen konnte, welche die Wirtschaft des ganzen Landes für einige Wochen nahezu zum […]


beitrag von classless Kulla

Befreiungsfeiern

Jena. Nachdem mehrere Punks bereits Gäste der Befreiungsparty angegriffen haben, die sie davon abhalten wollten, eine aus der JG entwendete USA-Fahne direkt vorm Eingang zu verbrennen, schreit einer der Punks in die Richtung, in der ich gerade stehe: “Wir haben doch gar nichts gemacht!” Ich: “Ihr habt die Fahne verbrannt!” Punk: “Was is’n das für […]