Getagged: Gesellschaft

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Gegen die regressive Revolte – Für eine universelle Kritik am Antisemitismus in Zeiten von PEGIDA, IS-Dschihadismus und AfD

Zwar haben die antisemitisch motivierten Terroranschläge des IS in Paris und Brüssel zur weiteren Mobilisierung von PEGIDA und der AfD beigetragen und vorgeblich das Bild einer islamistischen Gefahr für Europa gestärkt, letztendlich sind aber beide Seiten – Islamismus und völkischer Nationalismus – Brüder im Geiste, ist ihnen doch ihr autoritäres und gegenaufklärerisches Weltbild gemeinsam, das auf die Ausscheidung alles Heterogenen zielt. Aus emanzipatorischer Perspektive gilt es daher den Antisemitismus sowohl in seiner völkisch-nationalistischen Ausprägung von PEGIDA als auch in seiner dschihadistischen Ausprägung des IS als global-gesellschaftliche Phänomene zu begreifen, deren unterschiedliche Varianten lediglich aufgrund der spezifischen gesellschaftlichen Konstellationen vortreten. Dies verlangt geradezu danach, die verschiedenen politisch-kulturellen Hintergründe des völkisch-nationalistischen sowie des dschihadistischen Antisemitismus zu bedenken, stellt aber keinen Abbruch eines Anspruchs auf die universelle Notwendigkeit einer Kritik des Antisemitismus dar. Für eine emanzipatorische Linke heißt dies, eine kompromisslose Kritik sowohl am dschihadistischen als auch am völkisch-nationalistischen Antisemitismus zu üben und dabei die von ihm ausgehende reale gesellschaftliche Bedrohung für Juden mitzubedenken ohne dabei eines der beiden Phänomene zu relativieren.


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Buchrezension: Arbeiterbewegung – Nation – Globalisierung: Bestandsaufnahmen einer alten Debatte

Wie hältst du es mit der Nation? In einer Zeit der Umbrüche ist es kaum verwunderlich, dass diese Frage unter Linken intensiver diskutiert wird. Europaweit kommt es zur Rückbesinnung auf die eigene Nation, zur Abschottung gegenüber dem Fremden. Diese Tendenz ist keinesfalls auf Pegida oder EU-feindliche Parteien beschränkt. Sie lässt sich selbst in Teilen der Linken beobachten, etwa in den Querfrontbemühungen um die Montagsmahnwachen für den Frieden. Auf diesen wurde immer wieder eine fehlende Souveränität Deutschlands beklagt.


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Xavier Naidoo & die konformistische Revolte

Weil sich Musiker wie Xavier Naidoo erfolgreich als vermeintliche Tabubrecher vermarkten können, gesellt sich zum popkulturellen und gesellschaftlichen Mainstream, dessen sinnhafte Entsprechung sich allzweijährig anlässlich großer Fußballturniere in schwarz-rot-goldenen Massenritualen manifestiert, allerdings dann noch eine ganz besondere Form von „Rebellion“, die sich getrost als konformistische Revolte bezeichnen lässt. Ihre Besonderheit liegt in ihrer antimodernen Rückwärtsgewandtheit. Der inszenierte Tabubruch trifft dabei auf mehrheitsfähige Positionen und entfaltet deshalb eine beträchtliche gesellschaftliche Resonanz, wie das Gejammer über Naidoos Ausladung auf ein Weiteres offenbart.


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Rede auf der Demonstration gegen den Al Quds Tag am 11.07.2015

Dabei hat sich eben jener Antisemitismus nach Auschwitz lediglich einen neuen Anstrich gegeben und artikuliert sich – trotz einer teilweise Israelsoldarität der Konservativen und Bürgerlichen – beispielsweise als Forderung nach einer Kennzeichnungspflicht für israelische Waren oder ruft gleich zum Israelboykott auf. “Israel ist unser Unglück”, das ist das neue Leitmotto, das von eimem ehemalige Anhänger der Waffen-SS ausgegeben wurde – nur eben heute mit letzter Tinte in bemühter Gedichtform verbreitet.


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Nationalsozialismus und Stalinismus: Zur Kritik europäischer Opfermythen

Eine Erinnerungsideologie, in der das eigene Volk als unschuldiges Opfer verstanden wird, um die Beteiligung der eigenen Bevölkerung in das sowjetische oder nationalsozialistische Herrschaftssystem zu externalisieren, gehört grundsätzlich überall und jederzeit kritisiert. Statt der EU-weiten Erzählung von Opfermythen braucht es vielmehr eine juristische, politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung über die eigene Beteiligung. Das gilt universell – und so auch für die politische Linke. So sehr eine Kritik der verbreiteten Opfermythen notwendig ist, so wenig sollte sie mit der Relativierung des Stalinismus einhergehen. Schließlich war das Ende des kommunistischen Emanzipationsversprechens allerspätestens mit dem am 23. August 1939 erfolgten „Nichtangriffspakt“ mit Deutschland besiegelt.


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Wiedergutmachung ohne Schuld – die Beziehungen zu Israel als Legitimationsideologie der konservativen Nachkriegsrepublik

Vor 70 Jahren kapitulierte Nazideutschland vor den Alliierten, vor 70 Jahren wurden die nationalsozialistische Herrschaft und der Holocaust beendet. Doch was ist mit den Ideologien, die zum größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte führten? Gab es einen Bruch oder leben sie unter neuen – demokratischen – Vorzeichen weiter? Erfolgt aus der Vergangenheit ein wahrhaftiger Antifaschismus? Oder entsteht […]


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Rede des LAK Shalom auf der antifaschistischen Kundgebung gegen den Al Quds-Tag in Berlin: “ISIS, Assad, Khamenei – Same Shit, Different Style”

„Unsere Angst vor den Dschihadisten darf nicht dazu führen, dass wir mit dem Regime einverstanden sind und uns mit ihm arrangieren. Damit unterscheiden wir uns von vielen arabischen und europäischen Linken, die leider genau das tun.“


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Für Frieden – für Deutschland

Antisemitismus, regressiver Antikapitalismus, Antiamerikanismus und Verschwörungsideologie der Montagsdemo-Bewegung
Der 11. September 2001 hat den Auftakt einer neuen Verbreitungswelle von Verschwörungsideologien gesetzt. Seitdem haben diese weltweit anhaltende Hochkonjunktur. Bisher aber blieben die Auswirkungen der verschwörungsideologischen „Truther“-Szene auf das Internet und einschlägige Buch-Verlage, wie Compact oder Kopp, beschränkt. Youtube-Videos, Blogs und „Enthüllungsbücher“ konnten kaum politische Wirkung entfalten.
Mit den […]


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Dokumentiert: Nakba-Ausstellung an Montessori-Schule: Wie gefährlich ist der Libanon-Verein?

Gemeinsame Pressemitteilung von Amechad, der Grünen Jugend München, der Linksjugend [solid] München, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft München, der Europäischen Janusz Korczak Akademie und des Verbandes Jüdischer Studenten in Bayern.
Nach der gestrigen Podiumsdiskussion an der Montessori-Fachoberschule München zur „Nakba“-Ausstellung erheben die Grüne Jugend und andere Organisationen schwere Vorwürfe gegen den Verein „Flüchtlingskinder im Libanon“, der derzeit mit […]


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Goldener Reis, Zulassung und Feldzerstörung

Als Goldenen Reis bezeichnet man eine Reissorte, die durch gentechnische Methoden über eine deutlich erhöhte Menge an Beta-Carotin verfügt. Carotine können leicht in Vitamin A umgewandelt werden, aber es kann dabei zu keiner Überdosis kommen. 100 bis 150g gekochter Goldener Reis können laut einer Studie daher etwa 60 % des Tagesbedarfs an Vitamin A eines […]


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Kollateralschäden – Ein Gastbeitrag von Nessiehoaxer

“Nessiehoaxer” Philipp Nolden hat in seinem Blog einen Artikel über die öffentliche Wahrnehmung von Skeptikern geschrieben, den wir lesenswert finden und deshalb hier mit freundlicher Genehmigung ungekürzt wiedergeben möchten.   „Falls Skeptiker anwesend sind … fühlt Euch beleidigt.“ Okay, mache ich. Denn die Sache ist die: Auch wenn ich mir den Sermon praktisch jeden Tag […]


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Globale Erwärmung

Als wir beim GreenTec-Artikel auf ScienceSkeptical verlinkt haben bzw. zuvor auf Novo Argumente, brach in den Kommentaren sofort eine Offtopic-Klimawandel-Diskussion los. Um diesem Thema im Blog auch etwas On-Topic-Raum zu geben und alle Klarheiten zu beseitigen, hier eine kurze Stellungnahme dazu. Unser Standpunkt deckt sich natürlich mit dem wissenschaftlichen Konsens, der befindet, dass (wie es […]


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Offener Brief an das EineWeltHaus München

Sehr geehrter Vorstand des EineWeltHaus,
mit Freude haben wir vor zwölf Jahren die Eröffnung Ihres Hauses wahrgenommen, das sich seit seiner Gründung zu einer wichtigen Anlaufstelle für Migrantinnen und Migranten, Kulturschaffende und Andersdenkende entwickelt hat. Darauf können Sie stolz sein und dafür möchten wir Ihnen aufrichtig danken.
Mit großer Sorge nehmen wir allerdings zur Kenntnis, dass kein […]


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Psiram

Von Professorinnen und Brühwürfeln. Eine Polemik.

Man stelle sich einen x-beliebigen mittelgroßen Betrieb vor, in dem, sagen wir, Halbfertigprodukte für die Lebensmittelindustrie hergestellt werden. Der Betrieb hat etwa 150 gewerbliche Arbeitnehmer unmittelbar in der Produktion, davon 130 Frauen und 20 Männer. Durch ein geschicktes Vergütungsstufenmodell und einseitige Beförderungsrichtlinien hat es die Geschäftsleitung verstanden, die Arbeitnehmerinnen systematisch schlechter zu bezahlen, als dies […]


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