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Schlamassel Muc

Bayern: Grüne beschließen harten Kurs gegen Israel-Boykott-Kampagne

Für viele überraschend hat die grüne Landesdelegierten-Konferenz in Deggendorf heute den scharf formulierten Antrag der Grünen Jugend Bayern „Gegen Antisemitismus! Gegen BDS“ beschlossen. Die Bayerischen Grünen rufen damit auch bundesweit alle Gliederungen der Grünen auf, nicht mehr mit Organisationen zusammenzuarbeiten, die sie Israel-Boykott-Kampagne unterstützen. Besonders deutlich wird der Antrag gegenüber der grünen Petra-Kelly-Stiftung.

Die BDS-Kampagne […]


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Schlamassel Muc

Antisemitische Plakat-Schmierereien: Spurenlesen im Wahnsinn

Unbekannte verunstalteten Dutzende Wahlplakate in München mit antisemitischen Parolen. Mehrheitlich fanden die judenfeindlichen Verächtlichmachungen auf Plakaten der SPD Platz – und der Grünen. Aber vereinzelt auch auf Plakaten anderer Parteien. Häufig deuten die Kommentare der Täter einen muslimischen Bezugsrahmen an, vermutlich aus dem türkisch-nationalistischen Lager. Versuch einer ideologischen Einordnung.

Juden, Geld, Kirche, Huren – alles […]


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Schlamassel Muc

Farbanschlag auf Sozialwohnungen

Vom 12. Mai auf den 13. Mai wurden erneut Sozialwohnungen im Westend Ziel eines koordinierten Farbanschlages der Stadt München.

Die Täter beschmierten die Vorderfront zur Westendenstraße Ecke Bergmannstraße großflächig mit Strumstreichhölzern und lodernden Flammen. Zuerst sei noch ein Keltenkreuz und „Sturm“ in großen Lettern zu sehen gewesen, berichtet ein Nachbarn gegenüber Schlamassel Muc. […]


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Lizas Welt

Reden ist Silber, Roth ist Gold

Claudia Roth ist, wer würde das bestreiten wollen, eine wirklich bemerkenswerte Politikerin. Lange Jahre war sie Bundesvorsitzende der Grünen, inzwischen ist sie zur Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages aufgestiegen, und niemand kann versprechen, dass sie damit schon das Ende der Karriereleiter erreicht hat. Die gebürtige Ulmerin ist modern, weltgewandt und polyglott, wie sie auch in ihren […]


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Schlamassel Muc

Stolpersteinigung der Vernunft

Der Kulturausschuss des Münchner Stadtrates begrüßte gestern einstimmig ein Stadtratshearing zum Thema „Stolpersteine als Form der Erinnerung für NS-Opfer“. Die Israelitische Kultusgemeinde hatte sich in München lange Zeit erfolgreich gegen das Trampelgedenken gewehrt. Die Befürworter geben sich zunehmend siegessicher.

…sicher nicht.
Ulrich Restat zeigt sich empört, weil er „als Antisemit verflucht“ worden sei, so der […]


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Schlamassel Muc

The Great Nakba-Swindle Meets Munich

Zeremonie zur Vorbereitung des „Nakba“-Tages in Beirut (gefunden in einem des Zionismus unverdächtigen Blog)
Der Begriff „Nakba“ bedeutet auf arabisch Katastrophe und wurde von radikalen palästinensischen Gruppen in Anlehnung an den hebräischen Begriff „Shoah“ – der ebenfalls große Katastrophe bedeutet – in den letzten Jahrzehnten zum politischen Kampfbegriff geformt. Während „Shoah“ die systematische Vernichtung von sechs […]


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Schlamassel Muc

„Der Mensch ist nicht in erster Linie Weltbürger“

Wie schon 2012, als das Erdinger Moos gegen eine 3. Startbahn und die Amerikanische Goldrute verteidigt werden musste, mobilisiert aktuell eine Heimatfront gegen die Olympiabewerbung 2022. Ihre Ausrichtung ist im Kontext der Strategie der bayerischen Grünen zu betrachten, die Dorfgemeinschaft gegen CSU und Globalisierung in Stellung zu bringen.

„Oja! Zu Winterspielen mit Tradition“, heißt es auf […]


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Schlamassel Muc

„Totschlag-Argument Antisemitismus“ – Reaktionen auf den Offenen Brief an das EWH

Mit einem Offenen Brief riefen Münchner Organisationen vor wenigen Wochen das Eine-Welt-Haus (EWH) auf, den antizionistischen Normalzustand dort zu beenden. Bislang kam keine Antwort, doch der EWH-Vorstand musste sich in der Tagespresse dazu äußern. Auch die Gruppe Kir Royal machte Anmerkungen, die in sich durchaus richtig, aber an sich falsch sind.

Anfangs versuchte man sich im […]


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Schlamassel Muc

Eine-Welt-(ohne Israel)-Haus: „Die bezahlten Typen von Knobloch“ kritisieren den antizionistischen Normalzustand

Mit einem Offenen Brief haben sich die Grüne Jugend München, der Verband Jüdischer Studenten in Bayern, die Linksjugend Solid München, die Piratenpartei München und andere an die Münchner Begegnungsstätte Eine-Welt-Haus gewandt. Sie fordern den Programmvorstand auf, der Dämonisierung und Delegitimierung Israels endlich Einhalt zu gebieten.

In den vergangenen zehn Jahren sind im Eine-Welt-Haus über 170 […]


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exsuperabilis

„Where I come from, they kill you with a gun. Here, they kill you with a pen.“

 

Über die Flüchtlingsproteste in Wien und das Ressentiment gegen AsylwerberInnen als Bindemittel der postnazistischen Gesellschaft

Wien ist anders. (2) Das offenbarte sich erneut im Spätherbst vergangenen Jahres, als sich ein Marsch von Flüchtlingen und AktivistInnen aus derErstaufnahmestelle Ost, dem Flüchtlingslager in Traiskirchen, gen Wien in Bewegung setzte, um anschließend im Sigmund-Freud-Park ein Protestcamp zu errichten und später die Votivkirche zu besetzen. Die österreichischen Medien glänzten von Beginn an durch flächendeckendes Desinteresse oder Faktenhuberei; der Kurier machte gar eine dubiose Gestalt in Form eines bayrischen „Linksaktivisten“ als alleinigen Strippenzieher hinter den Aufrufen zum Flüchtlingsmarsch aus, um zugleich den Protest der Flüchtlinge, der etwa Forderungen nach vollem Zugang zum Arbeits- und Wohnungsmarkt und uneingeschränkte Bewegungsfreiheit beinhaltete, zu delegitimieren.3
Im Laufe der Proteste um die in der Votivkirche streikenden Asylwerber zeigte sich auch, dass das Ressentiment gegen ‚den Flüchtling‘, das AsylwerberInnen als gierige SchmarotzerIn-nen und als kollektiv unproduktiv identifiziert, sowohl als gesamtgesellschaftliche Konstante als auch als verbindendes Element der österreichischen postnazistischen Parteienlandschaft funktioniert. Darin ist es dem antisemitischen Ressentiment nicht unähnlich, das sich beispielsweise bei der einstimmigen Verabschiedung der antiisraelischen Resolution durch den Wiener Gemeinderat4 bezüglich der Gaza-Flottille äußerte – und sich offen über Parteigrenzen hinweg als praktizierbar erwies und auch von Links bis Rechts, also von Efgani
Dönmez bis Heinz-Christian Strache, praktiziert wurde.

Heimatschutz contra Asylrecht

So bewies Dönmez, ehemaliger Grünen-Politiker (momentan ohne Fraktion) und Flüchtlingsbetreuer in Oberösterreich, mehrmals seine fatale Unkenntnis des österreichischen Asylrechts, agitierte herablassend gegen angeblich falsche Angaben tätigende AsylwerberInnen und stellte fest, dass AsylbewerberInnen nur dann ein Recht auf Aufenthalt hätten, wenn sie nicht bloß aufgrund des „durchaus berechtigten Wunsches“ nach einem besseren Leben nach Österreich gekommen seien.5
Während die Wiener FPÖ auf Plakaten die Zwangsernährung hungerstreikender Flüchtlinge und anschließende Abschiebung nach Pakistan – also in den sicheren Tod – forderte, sprach man auch anderen Orts von Mord: So drohte der ehemalige SPÖ-Gemeinderat Alois Lackner, jugendlichen Afghanen, die aufgrund der Traumatisierung von Krieg und Tugendterror der Taliban in ihrer Heimat eine betreute Wohneinrichtung des Don-Bosco-Flüchtlingswerks in Anspruch nehmen wollten, „einen Sarg vor die Tür zu stellen, sollten sie in den Ort kommen.“ 6
Es ist den Aktionen rund um den Flüchtlingsprotest zu verdanken, dass die Skandalisierung der menschenunwürdigen Zustände in den Flüchtlingsunterkünften, die fortschreitende Verwahrlosung der Asyljudikatur und die permanente Missachtung der Genfer Flüchtlingskonvention durch das Bundesasylamt und den Asylgerichtshof7 erstmals in den österreichischen Medien in dieser Form Erwähnung fanden und dies die politischen EntscheidungsträgerInnen erstmals dazu zwang, sich öffentlich zu positionieren.

Überparteilich bis zur Abschiebung

Ein Blick in das postnazistische Nachbarland zeigt, dass auch dort das Ressentiment gegen Asyl und Migration hohe Wellen schlug. Die dort durch den Suizid des iranischen Flüchtlings Mohammed Rahsepar ausgelösten Flüchtlingsproteste wurden nicht enthusiastischer aufgenommen, aber immerhin breiter diskutiert.
Dies wurde beispielsweise am 19. März an einem überparteilich von CDU/CSU, FPD, SPD und Grünen eingebrachten Resolutionsentwurf ersichtlich, der sich der „Eindämmung“ der südosteuropäischen Migration widmet und die Bundesregierung auffordert, zum Schutz der deutschen Scholle und ihrer VolksgenossInnen vor den „Problemen im Zusammenhang mit dem Zuzug der Menschen aus diesen Ländern“ innereuropäische Migrationsabwehr zu betreiben.8
In der deutschen Linkspartei wiederum hat man zwar keine Berührungsängste mit den islamistischen Banden, die Mali noch vor Kurzem unter Kontrolle hielten, aber dafür Angst vor denjenigen, die bald vor den IslamistInnen fliehen könnten, sollten diese den Krieg in Mali gewinnen.9
Es empfiehlt sich also, die altgewordene Parole „Nazis morden, der Staat schiebt ab!“ ad acta zu legen und zu konstatieren, dass die gesamtgesellschaftliche Verachtung gegenüber Migration und Einwanderung parteiübergreifend sich zum praktisch gewordenen Mord an AsylwerberInnen und Geflüchteten verdichtet.

Anmerkungen:

1 Zitat; Adalat Khan, Sprecher der – zuvor in der Votivkirche – nun im Servitenkloster protestierenden Flüchtlinge.

2 Slogan der Wiener Stadtverwaltung.

3 http://kurier.at/chronik/wien/hausverbot-fuer-linksaktivisten/2.301.992

4 http://schreuder.at/2010/06/11/ich-distanziere-mich-vom-gemeinderatsbeschluss-zu-israel/

5 http://exsuperabilis.blogspot.co.at/2013/02/asylrecht-islamisches-familienrecht-und.html; http://efganidoenmez.at/2013/01/09/asylthematik-wieder-spielball-im-wahlkampf-diesmal-ohne-zutun-der-fpo/

6 http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Ex-SP-Gemeinderat-droht-Fluechtlingen-Sarg-vor-die-Tuer-zu-stellen;art71,1070789

7 Ein Beispiel zur Veranschaulichung der in den österreichischen Asylämtern herrschenden Ignoranz gegenüber der Genfer Flüchtlingskonvention: http://www.asyl-in-not.org/php/keine_individuelle_verfolgung,19905,32452.html

8 https://linksunten.indymedia.org/de/node/80494

9 http://www.linksfraktion.de/pressemitteilungen/keine-beteiligung-krieg-mali/


Geschrieben von David Kirsch

erschienen in UNIQUE 04/13
http://www.univie.ac.at/unique/uniquecms/?p=3123
auch erschienen in ÜBER.MORGEN unter dem Titel “Österreich rückt zusammen”
http://www.uebermorgen.at/osterreich-ruckt-zusammen/



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exsuperabilis

„Where I come from, they kill you with a gun. Here, they kill you with a pen.“

Über die Flüchtlingsproteste in Wien und das Ressentiment gegen AsylwerberInnen als Bindemittel der postnazistischen Gesellschaft

Geschrieben von David Kirsch
erschienen in UNIQUE 04/13
auch erschienen in ÜBER.MORGEN unter dem Titel “Österreich rückt zusammen”
Wien ist anders. (2) Das offenbarte sich erneut im Spätherbst vergangenen Jahres, als sich ein Marsch von Flüchtlingen und AktivistInnen aus derErstaufnahmestelle Ost, dem Flüchtlingslager in Traiskirchen, gen Wien in Bewegung setzte, um anschließend im Sigmund-Freud-Park ein Protestcamp zu errichten und später die Votivkirche zu besetzen. Die österreichischen Medien glänzten von Beginn an durch flächendeckendes Desinteresse oder Faktenhuberei; der Kurier machte gar eine dubiose Gestalt in Form eines bayrischen „Linksaktivisten“ als alleinigen Strippenzieher hinter den Aufrufen zum Flüchtlingsmarsch aus, um zugleich den Protest der Flüchtlinge, der etwa Forderungen nach vollem Zugang zum Arbeits- und Wohnungsmarkt und uneingeschränkte Bewegungsfreiheit beinhaltete, zu delegitimieren.3
Im Laufe der Proteste um die in der Votivkirche streikenden Asylwerber zeigte sich auch, dass das Ressentiment gegen ‚den Flüchtling‘, das AsylwerberInnen als gierige SchmarotzerIn-nen und als kollektiv unproduktiv identifiziert, sowohl als gesamtgesellschaftliche Konstante als auch als verbindendes Element der österreichischen postnazistischen Parteienlandschaft funktioniert. Darin ist es dem antisemitischen Ressentiment nicht unähnlich, das sich beispielsweise bei der einstimmigen Verabschiedung der antiisraelischen Resolution durch den Wiener Gemeinderat4 bezüglich der Gaza-Flottille äußerte – und sich offen über Parteigrenzen hinweg als praktizierbar erwies und auch von Links bis Rechts, also von Efgani Dönmez bis Heinz-Christian Strache, praktiziert wurde.

Heimatschutz contra Asylrecht

So bewies Dönmez, ehemaliger Grünen-Politiker (momentan ohne Fraktion) und Flüchtlingsbetreuer in Oberösterreich, mehrmals seine fatale Unkenntnis des österreichischen Asylrechts, agitierte herablassend gegen angeblich falsche Angaben tätigende AsylwerberInnen und stellte fest, dass AsylbewerberInnen nur dann ein Recht auf Aufenthalt hätten, wenn sie nicht bloß aufgrund des „durchaus berechtigten Wunsches“ nach einem besseren Leben nach Österreich gekommen seien.5
Während die Wiener FPÖ auf Plakaten die Zwangsernährung hungerstreikender Flüchtlinge und anschließende Abschiebung nach Pakistan – also in den sicheren Tod – forderte, sprach man auch anderen Orts von Mord: So drohte der ehemalige SPÖ-Gemeinderat Alois Lackner, jugendlichen Afghanen, die aufgrund der Traumatisierung von Krieg und Tugendterror der Taliban in ihrer Heimat eine betreute Wohneinrichtung des Don-Bosco-Flüchtlingswerks in Anspruch nehmen wollten, „einen Sarg vor die Tür zu stellen, sollten sie in den Ort kommen.“ 6
Es ist den Aktionen rund um den Flüchtlingsprotest zu verdanken, dass die Skandalisierung der menschenunwürdigen Zustände in den Flüchtlingsunterkünften, die fortschreitende Verwahrlosung der Asyljudikatur und die permanente Missachtung der Genfer Flüchtlingskonvention durch das Bundesasylamt und den Asylgerichtshof7 erstmals in den österreichischen Medien in dieser Form Erwähnung fanden und dies die politischen EntscheidungsträgerInnen erstmals dazu zwang, sich öffentlich zu positionieren.

Überparteilich bis zur Abschiebung

Ein Blick in das postnazistische Nachbarland zeigt, dass auch dort das Ressentiment gegen Asyl und Migration hohe Wellen schlug. Die dort durch den Suizid des iranischen Flüchtlings Mohammed Rahsepar ausgelösten Flüchtlingsproteste wurden nicht enthusiastischer aufgenommen, aber immerhin breiter diskutiert.
Dies wurde beispielsweise am 19. März an einem überparteilich von CDU/CSU, FPD, SPD und Grünen eingebrachten Resolutionsentwurf ersichtlich, der sich der „Eindämmung“ der südosteuropäischen Migration widmet und die Bundesregierung auffordert, zum Schutz der deutschen Scholle und ihrer VolksgenossInnen vor den „Problemen im Zusammenhang mit dem Zuzug der Menschen aus diesen Ländern“ innereuropäische Migrationsabwehr zu betreiben.8
In der deutschen Linkspartei wiederum hat man zwar keine Berührungsängste mit den islamistischen Banden, die Mali noch vor Kurzem unter Kontrolle hielten, aber dafür Angst vor denjenigen, die bald vor den IslamistInnen fliehen könnten, sollten diese den Krieg in Mali gewinnen.9
Es empfiehlt sich also, die altgewordene Parole „Nazis morden, der Staat schiebt ab!“ ad acta zu legen und zu konstatieren, dass die gesamtgesellschaftliche Verachtung gegenüber Migration und Einwanderung parteiübergreifend sich zum praktisch gewordenen Mord an AsylwerberInnen und Geflüchteten verdichtet.
Anmerkungen:
1 Zitat; Adalat Khan, Sprecher der – zuvor in der Votivkirche – nun im Servitenkloster protestierenden Flüchtlinge.
2 Slogan der Wiener Stadtverwaltung.
3 http://kurier.at/chronik/wien/hausverbot-fuer-linksaktivisten/2.301.992
4 http://schreuder.at/2010/06/11/ich-distanziere-mich-vom-gemeinderatsbeschluss-zu-israel/
5 http://exsuperabilis.blogspot.co.at/2013/02/asylrecht-islamisches-familienrecht-und.html; http://efganidoenmez.at/2013/01/09/asylthematik-wieder-spielball-im-wahlkampf-diesmal-ohne-zutun-der-fpo/
6 http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Ex-SP-Gemeinderat-droht-Fluechtlingen-Sarg-vor-die-Tuer-zu-stellen;art71,1070789
7 Ein Beispiel zur Veranschaulichung der in den österreichischen Asylämtern herrschenden Ignoranz gegenüber der Genfer Flüchtlingskonvention: http://www.asyl-in-not.org/php/keine_individuelle_verfolgung,19905,32452.html
8 https://linksunten.indymedia.org/de/node/80494

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Schlamassel Muc

Siegfried Benker: Ein Hausbesetzer tritt ab

Sechzehn Jahre lang war er grüner Fraktionsvorsitzender im Münchner Stadtrat. Künftig wird Siegfried Benker den städtischen Altenheimbetreiber Münchenstift leiten. Damit verliert die antizionistische Bewegung einen einflussreichen Verbündeten. Aber auch der Stadtrat verliert – einen großen Kämpfer für Flüchtlingsrechte.

Vor einem Transparent mit den markigen Worten „Der Profit der einen ist die Wohnungsnot der anderen“ steht […]


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exsuperabilis

Asylrecht, islamisches Familienrecht und Dönmez

Es folgen zwei Anmerkungen, zu zwei von Efgani Dönmez verfassten, unwahren, weil inhaltlich unrichtigen, Darstellungen zweier Sachverhalte.

In einem Blogeintrag (1) vom 9.1. diesen Jahres schreibt der “erste Diplomierte Sozialarbeiter in Oberösterreich mit Schwerpunkt in der Migrations- und Asylwerberinnenbetreuung”  und “Lektor an der Fachhochschule OÖ Studienrichtung Sozialarbeit” (2) folgendes:

“Asylwerber Selaheddine Najah führt in einem Interview seine persönlichen Fluchtgründe an: ‘Ich wurde in Marokko zwangsverheiratet. Mein Vater hat dieser Heirat zugestimmt, die ich nicht wollte. Es ist ein islamisches Familienrecht, dass sich die Familie der Braut Geldzahlungen vom Ehemann erwartet. Ich wollte und konnte nicht bezahlen. Daraufhin haben Brüder meiner Frau versucht mich zu ermorden. Da blieb nichts mehr anders übrig, als zu fliehen.’ (Zeitung ÖSTERREICH 6.01.2013, Seite 8) Abgesehen vom falschen Inhalt seines Vorbringens – es gibt kein diesbezügliches islamisches Familienrecht – stellt sich anhand dieses konkreten Vorbringens die berechtigte Frage, warum man mit einer derartigen Geschichte überhaupt über das Zulassungsverfahren hinauskommt.

(Hervorhebung nicht im Original, Anm.)


Sehr geehrter Herr Dönmez,


das Zulassungsverfahren im Asylverfahren hat keine vollständige inhaltliche Prüfung der Fluchtgründe zur Aufgabe, sondern eben bloß eine Zuständigkeitsprüfung, das heißt die Prüfung der Frage, ob die “Zuständigkeit” für den Asylwerber aufgrund von hinterlassenen Fingerabdrücken oder Ähnlichem bei irgendeinem anderen EU-Land liegt. Warum man also mit einer “derartigen Geschichte” überhaupt “über das Zulassungsverfahren hinauskommt” lässt sich ganz einfach erklären: In diesem Zulassungsverfahren wird im Wesentlichen geprüft, ob Österreich oder ein anderer EU-Staat für die Prüfung des Asylantrags zuständig ist. Auch bei jedem weiteren Asylantrag nach einem bereits abgeschlossenen Asylverfahren wird im Zulassungsverfahren entschieden, ob neu entstandene Fluchtgründe für die Durchführung eines regulären Asylverfahrens sprechen oder der „Folgeantrag“ zurückgewiesen wird. (3) Ergo: Keine inhaltliche Prüfung, sondern bloß eine Prüfung, ob in unser beider Falle der Staat Österreich dafür verantwortlich ist, die inhaltlichen Angaben, die zu diesem Zeitpunkt im Asylverfahren noch gar nicht konkret und in vollem Umfang geäußert wurden, zu überprüfen. Kaum zu glauben, dass ein diplomierter Sozialarbeiter, der mit Schwerpunkt in der Migrations- und Asylwerberinnenbetreuung an der FH in Oberösterreich als Lektor arbeitet, allen Ernstes glaubt hiermit eine “berechtigte Frage” zu stellen. Eine Nachschulung in den Basics des österreichischen Asylrechts sei Ihnen hiermit ans Herz gelegt.

Weiters erlaube ich mir eine zusätzliche Anmerkung in puncto “diesbezügliches Islamisches Familienrecht”, das es – Ihrer kundgetanen Behauptung nach – gar nicht geben würde.

Ich frage mich schon inwiefern sie behaupten können, dass es gar kein “diesbezügliches islamisches Familienrecht gäbe”. Haben Sie sich jemals explizit damit beschäftigt? Ich jedenfalls bisher nicht – werde das aber mit Bestimmtheit noch im Laufe meines Jura-Studiums tun (und wie sich gleich herausstellen wird, sollten sie das auch). In wenigen Sekunden konnte ich dank modernster Suchmaschinen-Technologie namens “Google” ihre Behauptung falsifizieren. Hier mein Beleg, ein Reader von der gewiss nicht sympathischen, aber vertrauenswürdigen, weil von islamischen Rechtsexperten mitverfassten, Seite “Way to Allah” (4), in dem folgendes geschrieben steht:

“Als Heiratsgabe (as-Sadaaq/al-Mahr) wird eine bestimmte Vergütung verstanden, die im Ehevertrag spezifiziert wird und die vom Ehemann an die Ehefrau zu bezahlen ist. (..) Sie ist ein Zeichen des Respekts und der Achtung, weil nun intime Beziehungen zwischen den Eheleuten erlaubt sind und ein Beleg der Ernsthaftigkeit der Eheschließung. Sie gebührt der Ehefrau und nicht – wie vielerorts der Tradition entsprechend dem Vater der Frau. Die Heiratsgabe ist eine eigenständige Pflicht (wadschib) des Ehemannes.”

Sehr geehrter Herr Dönmez,

ich maße mir nicht an zu wissen, aus welchem Grund Sie hier Unwahrheiten verbreiten, ob es lediglich Desinteresse oder gar Ungeschick in der Recherche ist. Was ich aber weiß:
Dafür, dass es – zumindest laut Ihren eigenen Angaben – auch in Ihrem Interesse liegen sollte, Asylsuchende zu unterstützen und Aufklärung voranzutreiben und insbesondere aufgrund der Tatsache, dass Sie eine ziemlich anschauliche Karriere in einigen NGO’s im Flüchtlingsbereich hinter sich haben,
sollten Sie es eigentlich sehr viel besser wissen.

Mit der Bitte zur Kenntnisnahme verbleibe ich,
David Kirsch

(1) http://efganidoenmez.at/2013/01/09/asylthematik-wieder-spielball-im-wahlkampf-diesmal-ohne-zutun-der-fpo/
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Efgani_D%C3%B6nmez
(3) http://www.asyl.at/fakten_1/asyl_2010_01.htm
(4) http://www.way-to-allah.com/dokument/Familienrecht.pdf


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Asylrecht, islamisches Familienrecht und Dönmez

Es folgen zwei Anmerkungen, zu zwei von Efgani Dönmez verfassten, unwahren, weil inhaltlich unrichtigen, Darstellungen zweier Sachverhalte.

In einem Blogeintrag (1) vom 9.1. diesen Jahres schreibt der “erste Diplomierte Sozialarbeiter in Oberösterreich mit Schwerpunkt in der Migrations- und Asylwerberinnenbetreuung”  und “Lektor an der Fachhochschule OÖ Studienrichtung Sozialarbeit” (2) folgendes:

“Asylwerber Selaheddine Najah führt in einem Interview seine persönlichen Fluchtgründe an: ‘Ich wurde in Marokko zwangsverheiratet. Mein Vater hat dieser Heirat zugestimmt, die ich nicht wollte. Es ist ein islamisches Familienrecht, dass sich die Familie der Braut Geldzahlungen vom Ehemann erwartet. Ich wollte und konnte nicht bezahlen. Daraufhin haben Brüder meiner Frau versucht mich zu ermorden. Da blieb nichts mehr anders übrig, als zu fliehen.’ (Zeitung ÖSTERREICH 6.01.2013, Seite 8) Abgesehen vom falschen Inhalt seines Vorbringens – es gibt kein diesbezügliches islamisches Familienrecht – stellt sich anhand dieses konkreten Vorbringens die berechtigte Frage, warum man mit einer derartigen Geschichte überhaupt über das Zulassungsverfahren hinauskommt.

(Hervorhebung nicht im Original, Anm.)


Sehr geehrter Herr Dönmez,


das Zulassungsverfahren im Asylverfahren hat keine vollständige inhaltliche Prüfung der Fluchtgründe zur Aufgabe, sondern eben bloß eine Zuständigkeitsprüfung, das heißt die Prüfung der Frage, ob die “Zuständigkeit” für den Asylwerber aufgrund von hinterlassenen Fingerabdrücken oder Ähnlichem bei irgendeinem anderen EU-Land liegt. Warum man also mit einer “derartigen Geschichte” überhaupt “über das Zulassungsverfahren hinauskommt” lässt sich ganz einfach erklären: In diesem Zulassungsverfahren wird im Wesentlichen geprüft, ob Österreich oder ein anderer EU-Staat für die Prüfung des Asylantrags zuständig ist. Auch bei jedem weiteren Asylantrag nach einem bereits abgeschlossenen Asylverfahren wird im Zulassungsverfahren entschieden, ob neu entstandene Fluchtgründe für die Durchführung eines regulären Asylverfahrens sprechen oder der „Folgeantrag“ zurückgewiesen wird. (3) Ergo: Keine inhaltliche Prüfung, sondern bloß eine Prüfung, ob in unser beider Falle der Staat Österreich dafür verantwortlich ist, die inhaltlichen Angaben, die zu diesem Zeitpunkt im Asylverfahren noch gar nicht konkret und in vollem Umfang geäußert wurden, zu überprüfen. Kaum zu glauben, dass ein diplomierter Sozialarbeiter, der mit Schwerpunkt in der Migrations- und Asylwerberinnenbetreuung an der FH in Oberösterreich als Lektor arbeitet, allen Ernstes glaubt hiermit eine “berechtigte Frage” zu stellen. Eine Nachschulung in den Basics des österreichischen Asylrechts sei Ihnen hiermit ans Herz gelegt.

Weiters erlaube ich mir eine zusätzliche Anmerkung in puncto “diesbezügliches Islamisches Familienrecht”, das es – Ihrer kundgetanen Behauptung nach – gar nicht geben würde.

Ich frage mich schon inwiefern sie behaupten können, dass es gar kein “diesbezügliches islamisches Familienrecht gäbe”. Haben Sie sich jemals explizit damit beschäftigt? Ich jedenfalls bisher nicht – werde das aber mit Bestimmtheit noch im Laufe meines Jura-Studiums tun (und wie sich gleich herausstellen wird, sollten sie das auch). In wenigen Sekunden konnte ich dank modernster Suchmaschinen-Technologie namens “Google” ihre Behauptung falsifizieren. Hier mein Beleg, ein Reader von der gewiss nicht sympathischen, aber vertrauenswürdigen, weil von islamischen Rechtsexperten mitverfassten, Seite “Way to Allah” (4), in dem folgendes geschrieben steht:

“Als Heiratsgabe (as-Sadaaq/al-Mahr) wird eine bestimmte Vergütung verstanden, die im Ehevertrag spezifiziert wird und die vom Ehemann an die Ehefrau zu bezahlen ist. (..) Sie ist ein Zeichen des Respekts und der Achtung, weil nun intime Beziehungen zwischen den Eheleuten erlaubt sind und ein Beleg der Ernsthaftigkeit der Eheschließung. Sie gebührt der Ehefrau und nicht – wie vielerorts der Tradition entsprechend dem Vater der Frau. Die Heiratsgabe ist eine eigenständige Pflicht (wadschib) des Ehemannes.”

Sehr geehrter Herr Dönmez,

ich maße mir nicht an zu wissen, aus welchem Grund Sie hier Unwahrheiten verbreiten, ob es lediglich Desinteresse oder gar Ungeschick in der Recherche ist. Was ich aber weiß:
Dafür, dass es – zumindest laut Ihren eigenen Angaben – auch in Ihrem Interesse liegen sollte, Asylsuchende zu unterstützen und Aufklärung voranzutreiben und insbesondere aufgrund der Tatsache, dass Sie eine ziemlich anschauliche Karriere in einigen NGO’s im Flüchtlingsbereich hinter sich haben,
sollten Sie es eigentlich sehr viel besser wissen.

Mit der Bitte zur Kenntnisnahme verbleibe ich,
David Kirsch

(1) http://efganidoenmez.at/2013/01/09/asylthematik-wieder-spielball-im-wahlkampf-diesmal-ohne-zutun-der-fpo/
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Efgani_D%C3%B6nmez
(3) http://www.asyl.at/fakten_1/asyl_2010_01.htm
(4) http://www.way-to-allah.com/dokument/Familienrecht.pdf


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