
| Mark Kermode: The Great Trailer Debate | May 18, 2012 | 03:51 pm |
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| permalink | tags: cinema, trailer | |
| 30 Asiatische Riesenhornissen gegen 30.000 Honigbienen | May 18, 2012 | 03:42 pm |
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| permalink | tags: dokus, kurzfilme, science | |
| Plus ça change, plus c‘est la même chose | May 18, 2012 | 02:04 pm |
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So schrieb F.W. Selbach bereits 1910 in Kinematograph und Volksbildung (zitiert nach Kreimeier, 20111): Die Kinematographen haben uns in vieler Beziehung sehen gelernt. Heute, wo man nicht mehr zu Fuss gemütlich die Gegenden durchwandert, sondern zumeist mit der Bahn dahinfliegt, ist vielen von uns die Beschaulichkeit abhanden gekommen. Es gehört heutzutage ein rascher Blick für das Wesentliche und Charakteristische einer Landschaft, um sie vom Coupeefenster aus und aus dem Automobil zu erfassen.Der Kinematograph, der gleichsam die Tätigkeit unseres Auges wiederholt, hat unseren Blick in dieser Hinsicht geschärft und ihn für Schönheiten empfänglich gemacht, die uns vielfach sonst im raschen Vorübergleiten entgangen wären. Auch macht er uns mit der Technik unseres eigenen Sehens und dessen Unvollkommenheiten vertraut.
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| permalink | tags: bücher, cinema, zitate | |
| Zwischen Diktatur und Demokratie | May 18, 2012 | 10:47 am |
Was bleibt von Franz Neumann?Am 14. Mai 2012 hat das Hamburger Institut für Sozialforschung anlässlich des 70. Jahrestags der Erscheinung des Buches »Behemoth« eine Veranstaltung zur Aktualität Franz Neumanns veranstaltet. Mit Prof. Dr. David Kettler (Bard College), Prof. Dr. Oliver Lepsius (Universität Bayreuth), Prof. Dr. Alfons Söllner (TU Chemnitz) und Prof. Dr. Michael Wildt (Humboldt-Universität zu Berlin) waren dabei einige wichtige akademische Neumann-Rezipienten anwesend, die über einige Aspekte – Probleme, Stärken, Schwächen, implizite theoretische Annahmen, Aktualität und Rezeption – der theoretischen Bemühungen Neumanns diskutiert haben. Weil es Neumanns wichtigster Gegenstand war, geht es auch in der Diskussion um das (Un-)Wesen des nationalsozialistischen (Un-)Staates. David Kettler beharrt dabei auf der zentralen Frage, die mit Neumann verbunden ist: Welche Rolle die Shoa und der Antisemitismus in der Struktur des Nationalsozialismus gespielt haben, in welchem Verhältnis dies zu einer ökonomischen Rationalität steht und ob dies in Neumanns Forschungen angemessen erfasst ist. Die Klangqualität der Aufnahme ist leider nicht sonderlich gut.
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| permalink | tags: Alfons Söllner, Antisemitismus, audio, Behemoth, David Kettler, Faschismus, Franz Neumann, Geschichte, Leviathan, Michael Wildt, nationalsozialismus, Oliver Lepsius, Politikwissenschaft, politische Theorie, Rechtstheorie, Souverenität, Staatstheorie | Tags: Alfons Söllner, Antisemitismus, Behemoth, David Kettler, Faschismus, Franz Neumann, Geschichte, Leviathan, Michael Wildt, Nationalsozialismus, Oliver Lepsius, Politikwissenschaft, politische Theorie, Rechtstheorie, Souverenität, Staatstheorie | |
| The failure of secularist parties in Tunisia | May 18, 2012 | 10:07 am |
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While secular parties are busy bickering in Tunis, the country is becoming a one party system. For every meeting between Afek and PDP in Tunis, Ennahdha is opening another office in a small town in the hinterlands. Ennahdha leader Rached Ghannouchi meets foreign dignitaries, even though he holds no official post in the government while opposition leaders struggle to fill school rooms with supporters. Quelle Siehe auch: Tunisia’s Second Largest Democratic Party Divides |
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| permalink | tags: Maghreb | |
| Muslim MPs for legalizing FGM in Egypt | May 17, 2012 | 06:50 pm |
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But, as we heard for decades from Amnesty International and other Rights groups, FGM has mothing to do with Islam …..: Egyptian human rights groups and female activists are alarmed at renewed parliamentary calls to revive the practice of female circumcision. They appeal to the authorities to stop advocating what was officially banned in 2007.
Recently a Salafi MP, a member of the second-largest party in the country’s parliament, Al Nour, which holds 28 per cent of seats, has urged to renew the practice saying notable Egyptian scholars justified it as part of the “prophetic” Sunnah [a holy work of Islam]. The politician has previously proposed a bill that would allow the practice, also known as female genital mutilation. (Source) |
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| permalink | tags: Ägypten, FGM, Islam | |
| Obama helping Islamists in Syria II | May 17, 2012 | 06:17 pm |
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To sum up, Obama policy has strengthened the Islamist forces in the opposition and fragmented the rebels, thus helping preserve a radical anti-American Syrian regime that is an ally of Iran or helping make any revolution more likely to produce a radical anti-American Syrian Islamist regime that will be an ally of an Islamist Egypt.’ (…) A proper U.S. policy would help moderate Syrians overthrow the Assad dictatorship and make sure weapons went to the best elements in the Free Syrian Army’s decentralized forces. Such a policy would make sure to deny money, weapons, and power to the Islamists and Salafists, who are proportionately far weaker in Syria than in Egypt. Obama policy follows the worst possible course. It minimizes U.S. help to the revolution while at the same time ensuring that a disproportionately large amount goes to Islamists.
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| permalink | tags: Syrien, USA | |
| Wo keins ist, ist eins #5 – #7 | May 17, 2012 | 12:44 pm |
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Diesmal durch sonstige Verpflichtungen etwas verzögert, dafür als geballte Ladung, dokumentieren wir hier die letzten drei Ausgaben der Dialektik-Sendung vom FSK: Wo keins ist, ist eins #5 (12.2.2012)Nachdem die vorherigen Sendungen zu erklären suchten, wie die Wesenslogik Hegels, die auch für die materialistische Dialektik wichtig wurde, aus Kants und Fichtes Reflexionsphilosophie entwickelt wurde, werden in dieser die setzende, voraussetzende und bestimmende Reflexion, konstruktive Voraussetzung der Reflexionsbestimmungen: Identität, Unterschied, Verschiedenheit, Gegensatz und Widerspruch konkretisiert. In Adornos Utopie einer Welt, in der man ohne Angst verschieden sein kann, wird gezeigt, welche Bedeutung die Kritik der Identitätsphilosophie auch für ein Gesellschaftstheorie hat.
Wo keins ist, ist eins #6 (11.3.2012)Von den unterschiedlichen Fassungen der Wesenslogik wird die »große Logik« oder »Wissenschaft der Logik II«, zur Entfaltung des Begriffs des Grundes herangezogen. Hierbei wird die Mehrdeutigkeit des Begriffs des Wesens diskutiert. Ein identisches Wesen zeigt sich in verschiedenen Formen, die Materie kann verschiedene Formen annehmen, ein bestimmte formierte Materie macht einen Inhalt aus. Diesen zu erklären aus tautologischen Gründen oder beliebigen vom begründeten unterschiedenen Gründen, ist unzureichend. Zur Vollständigkeit des Grundes bedarf es der Be-Dingungen, die notwendig sind, damit eine Sache in Existenz tritt.
Wo keins ist, ist eins #7 (08.4.2012)Diese und die im Mai folgende Sendung beschäftigt sich mit der Wirklichkeit als der in Existenz getretenen Sache. Die unmittelbare Existenz ist die von Dingen und ihren Eigenschaften, der Fixiertheit aufgelöst wird. Dialektik verflüssigt die festen Bestimmungen und löst alles auf in ein Verhältnis von Kräften oder Potenzen, die sich gegenseitig hervorlocken (solizitieren), die Wirklichkeit erweist sich als ein Verhältnis von Inneren und Äußeren. Auch die menschliche Vernunft, so erweist sich, gehört zu diesen Kräften, Potenzen, zum Inneren der sich manifestierenden Wirklichkeit, deren Einheit dann dargelegt wird.
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| permalink | tags: Adorno, audio, Dialektik, Fichte, FSK, hegel, Kant, Logik, Materialismus, Philosophie, Wesenslogik, Wo keins ist ist eins | Tags: Adorno, Dialektik, Fichte, FSK, Hegel, Kant, Logik, Materialismus, Philosophie, Wesenslogik, Wo keins ist ist eins | |
| Egypt’s angry young woman | May 17, 2012 | 11:11 am |
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“When women march, like we did on International Women’s Day to parliament, we had to be surrounded by a cordon of men, to protect us. And when I call out the patriarchy that is outside of that cordon of men, I’m told, you don’t know what you’re talking about, I’m told, you’re making us look bad. But it’s them that are making us look bad. I’m a survivor. I’m a messenger.” |
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| permalink | tags: Ägypten | |
| Kofi Ananns Friedensplan XXII | May 16, 2012 | 10:40 pm |
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Annan has a plan, and because it’s the only plan in circulation everyone in the international community is clinging to it. And yet you will not find two people who truly believe that the deployment of United Nations monitors will slow the leviathan of civil war in Syria. |
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| permalink | tags: Syrien, un | |
| The Failure of Arab Liberals | May 16, 2012 | 10:25 pm |
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As the experience of Iran’s 1979 revolution demonstrates, liberals are already suspect when it comes to their anti-American and anti-Israel bona fides; Islamists and other radicals will always “out-compete” them on the anti-Western front. Liberals do themselves no favors by seeking to placate illiberal impulses—however popular they may be—and hoping to tame them further down the road through the electoral process. If liberal values are worth fighting and dying for when it comes to confronting autocracy, they must be guarded more jealously against Islamists, who hate liberalism even more than did the likes of Mubarak and Ben Ali. |
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| permalink | tags: Maghreb, nahost | |
| Warum sie kommen, wenn du es baust | May 16, 2012 | 08:34 pm |
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Das Arbeitszimmer im Hause Stevenson ist faktisch fertig. Und nun zeigt sich ein unerwartetes Phänomen: Gewisse Familienmitglieder, die bislang kein Interesse daran gezeigt haben, dort zu arbeiten, nehmen plötzlich den Welteroberungstisch unter Beschlag. Das ist doof, denn dort steht der größte Monitor des Hauses. Ohne den muss dieser Autor Diablo 3 in der nativen MacBook-Pro-Auflösung von 1440 x 900 Pixeln spielen. Das ist natürlich völlig untragbar. Allerdings, werden die angelsächsischen Leser jetzt sagen, darf man sich nicht wundern. Schließlich gilt: If you build it, they will come. Diesen Spruch findet man bei Amerikanern ständig. Das geht so weit, dass die Autoren der TV-Serie Eureka die 13. Folge der dritten Staffel einfach “If You Build It …” nannten, und alle haben gewusst, was gemeint war. (Der deutsche Titel lautet “Wenn ihr gebaut habt, kommen sie”, was wegen des fehlenden “es” eher klingt wie eine Warnung vor Termiten. Trotzdem, hier war man auf dem richtigen Weg.) In diesem Fall kommt der Satz nicht von einem der üblichen Verdächtigen – der Bibel, Alice in Wonderland, The Wizard of Oz oder Shakespeare. Vielmehr stammt er aus Field of Dreams, einem Baseball-Film mit Kevin Costner. Dieser spielt einen Farmer, der besagten Satz als Teil einer Vision über ein Baseball-Feld hört. Obwohl ihn alle für irre erklären, baut er den diamond. Und siehe da, die Leute kommen tatsächlich. Der Spruch nimmt auf der Liste der berühmtesten Filmzitate des American Film Institute Platz 39 ein. Was uns alles im Arbeitszimmer nicht weiterhilft. Vielleicht muss ein anderes Zimmer umgebaut werden? So als Lockmittel? |
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| Mit Obama den Muslimbrüdern helfen … | May 16, 2012 | 02:14 pm |
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Syrian rebels battling the regime of President Bashar al-Assad have begun receiving significantly more and better weapons in recent weeks including antitank weaponry, an effort paid for by Persian Gulf nations and coordinated in part by the U.S., according to opposition activists and U.S. and foreign officials. U.S. contacts with the rebel military and information-sharing with Gulf nations mark a shift in Obama administration policy as hopes dim for a political solution. Many officials now consider an expanding military confrontation in Syria to be inevitable. |
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| Kunst – Erkenntnis – Problem Möglichkeiten emanzipatorischer Kunst heute | May 16, 2012 | 01:24 pm | |||
Kunst – Erkenntnis – Problem 22.-24. Juni 2012, Institut für vergleichende Irrelevanz, Frankfurt am Main „In einer Welt, in der das Kapital mit voller Wucht in allen Ländern einschlägt, die Städte verwüstet und die Menschen ins Elend wirft“: Wo und wie steht die Kunst dazu? Ist die Kunst ein bloßer Luxus, ein idyllischer, versöhnender Ort der Weltflucht, oder wird in ihr nicht auch die Verlorenheit, Knechtung und Armut der Menschen, wie auch ihre Sehnsucht nach Glück in vorzüglicher Weise kenntlich? Birgt sie nicht ein gerade auch für emanzipatorische Praxis unerlässliches Erkenntnispotential? Diese Überlegungen werfen viele Fragen auf. Daher möchten wir in der Tagung gesellschaftskritische Kunsttheorie und künstlerische Praxis in einen produktiven Dialog treten lassen, um den Sinn progressiver politischer Praxis innerhalb der Kunst auszuloten und die Möglichkeiten emanzipatorischer Kunst heute zu diskutieren. Über ein ganzes Wochenende werden künstlerische, politische und wissenschaftliche Praxen an einem Platz zusammen arbeiten, einander ihre Perspektiven zeigen, streiten, sich ergänzen. Die Kunst wird uns vergnügen, uns aber auch Dinge sehen lassen und Fragen wecken. Theorievorträge geben Denkmaterial und schaffen Raum, die Kunsterlebnisse in ein gemeinsames Gespräch überzuführen. Lyrik, Theater, Musik und Film soll es an den Abenden geben, ein Raum mit Installationen, Skulpturen und Bildern steht ständig dem sinnlichen Genuss offen. In die Tagung einleiten soll eine Diagnose zeitgenössischer Positionen innerhalb der Kunst. Referenten aus Literatur, Musik, Theater, Film sowie bildender Kunst sollen den gegenwärtigen Stand auf die Möglichkeit einer progressiven Weiterführung hin reflektieren. Eine analytische Basis für unsere Diskussion soll ein Podium zur Formanalyse von bürgerlicher Kunst im Allgemeinen und ein zweites zur Soziologie des Kunstbetriebs bieten. Ersteres Podium soll die Herrschaft der Form über ihren Inhalt in der Kunst und die Bedingtheit dieser Form durch die bürgerliche Gesellschaft analysieren, in letzterem geht es um die Ausschlussmechanismen, die kulturindustrielle Struktur und die Ökonomie des Kunstbetriebs. Vorträge zur Wahrnehmungs- und Erkenntnistheorie sollen, ausgehend vom Subjekt in entfremdeter gesellschaftlicher Praxis, die Bedeutung von Sinnlichkeit, Deutung und Erkenntnis in der Kunst diskutieren. Zuletzt wollen wir uns über die Bedeutung von Kunst in gesellschaftlicher Emanzipation unterhalten, einerseits über die Überlegungen der Avantgarde-Bewegungen hierzu, andererseits über Kunst als Ausgangspunkt für eine allgemeine Kulturkritik des Kapitalismus und für kulturrevolutionäre Bestrebungen. Den Abschluss soll die Diskussion über eine emanzipatorische Weiterentwicklung von Kunst machen, dies geschieht unter Bezug auf das Realismuskonzept. Die Tagung ist weder eine akademische Veranstaltung noch ein Event und soll so antispektakulär wie möglich sein. Es geht weder um die Präsentation von Modeintellektuellen noch um Karriereoptionen. Inhalt der Tagung soll die Sache sein. Wir freuen uns auf ein vielfältiges Besucherspektrum aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen. Während der Tagung ist im Atelier des IvI die Ausstellung “This is all you are” geöffnet. Tagungsprogramm Freitag, 22. 06. 2012 13:00 Uhr: 14:00-17:30 Uhr: Eröffnung der Fragestellung des Podiums 1. Tanz, Neue Musik, Lyrik Tanz: Steve Valk (Frankfurt am Main) im Anschluss: Diskussion 2. Film, Theater Film: Christoph Hesse (Berlin) im Anschluss: Diskussion 3. Design Design: Jörg Stürzebecher (Frankfurt am Main) im Anschluss: Diskussion 18:00 Uhr: 20:00 Uhr: Abendessen 21:00 Uhr: im Anschluss: Chill-Area (Eigenleben) Tagungsprogramm Samstag, 23. 06. 2012 10:00-12:00 Uhr: Aufhebung der Kunst Zur Kritik der bürgerlichen Kunst (vorläufiger Titel) 12:00 Uhr: Mittagessen 13:15-15:00 Uhr: 15:30-17:30 Uhr: Kritik des Sehens. Die Kunst der Blindheit und das Spektakel der Wahrnehmung. „Mit den Ohren denken“. Adornos Philosophie der Musik (vorläufiger Titel) 18:00 Uhr: 20 Uhr: Abendessen 21:00 Uhr: im Anschluss: Chill-Area (Robert) |
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| Wahlschlappe. | May 16, 2012 | 11:30 am |
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Ganze 6.348 Wähler_innen wählten am 13.05.2012 in Nordrhein-Westfalen die „Partei der Vernunft” (PdV). Mit diesem Ergebnis unterbot die verschwörungsideologische Partei sogar das Satire-Projekt „Die Partei”, die immerhin von 23.032 Wähler_innen favorisiert wurde. Die Kleinst–„Partei der Vernunft” leistet sich nicht nur einen Verschwörungsideologen als Parteivorsitzenden, sondern auch einen Reichsbürger und Holocaustleugner als Werbefigur. Der Parteivorsitzende Oliver Janich leugnet den islamistischen Terror des 11. September 2001. Er mobilisiert zu Aufmärschen der selbsternannten „Truther” und „Infokrieger” und wirbt auf den Veranstaltungen dieses Milieus für seine Partei. Als Autor schreibt er unter anderem für den rechts-esoterischen „Kopp-Verlag”, in dem Eva Herman und andere Gestalten eine Heimat gefunden haben. Die Werbefigur Marco Wüst wird in einem offiziellen Video als einfaches Parteimitglied vorgestellt, dabei hat er die Kleinpartei mittlerweile wieder verlassen und organisiert nun Veranstaltungen für rechte „Reichsbürger”. Bis heute hat sich die „Partei der Vernunft” nicht von ihrer Werbefigur distanziert, das Video ist nach wie vor über den offiziellen Partei-Account des niedersächsischen Landesverbandes zu finden. Während des Wahlkampfes versuchte die „Partei der Vernunft” ganz populistisch die FDP zu beerben und machte gegen den Euro mobil. „Als schnelle Zwischenlösung” dachte der Parteivorsitzende Janich über die Wiedereinführung der Deutschen Mark nach. Zwischendurch verteilte man Kuchen in den Innenstädten des Ruhrgebiets und produzierte ein Wahlvideo, in dem mit kleinen Kindern an das Gewissen der wählenden Eltern appelliert wurde. Der Spitzenkandidat Dieter Audehm ließ sich von der verschwörungsideologischen Internetplattform „Infokrieg.tv” interviewen, in den Sendungen dieser Seite werden ansonsten die Morde des Anders Behring Breivik und die des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) umgedeutet. Unterstützung gab es aber auch durch die rechts-konservative Internetseite „Eigentümlich Frei”. Dort wurde die „Partei der Vernunft” als „Wahlalternative” beworben, während darüber gejammert wurde, dass die verhassten „Mittelstrommedien” nicht über die Partei, dafür aber „über Viertligaspiele im Frauenfußball” (!) informieren würden. Genutzt hat es wenig. Mit den 6.348 Stimmen (0,1 %) reichte es nur für das schlechteste Ergebnis aller antretenden Parteien. Die verschwörungsideologische Truppe rangiert abgeschlagen hinter der christlich-fundamentalistischen „AUF-Partei” und den Freien Wählern. Die Wahlschlappe wird allerdings nicht eingestanden, dafür blühen Verschwörungsmythen und Durchhalteparolen. Die Partei habe sich „einer gigantischen Herausforderung gestellt und dabei viel gewonnen”, behauptet der Partei-Kader Martin Moczarski ganz „erschöpft” auf der offiziellen Facebook-Seite des Landesverbandes. Um ein drohendes Auseinanderfallen der Parteistrukturen zu verhindern, wählt er einen kriegerischen Tonfall. Es müsse eine „Schlacht geschlagen” geschlagen werden: „Vor den Haustüren, auf den Bürgersteigen, in den Fussgängerzonen. Jeder einzelne von Euch wird dafür gebraucht”. Auf der Internetseite „Infokrieg.tv” findet sich außerdem eine offizielle Erklärung: „Die Partei der Vernunft wird den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen, im Interesse unseres Landes und unserer aller Freiheit”, heißt es dort. Unter dieser Erklärung, die zuerst auf dieser verschwörungsideologischen Plattform veröffentlicht wurde, finden sich außerdem zahlreiche Kommentare der Leser_innen, die sich dort mit der Wahlschlappe der Partei beschäftigen. Dort schreibt zum Beispiel der Verschwörungsideologe Hans Kolpak, der in der Vergangenheit als „Pressesprecher” der „Partei der Vernunft” auftrat und im Parteivorstand saß. Auf seiner eigenen Internetseite wird die deutsche Kriegsschuld am zweiten Weltkrieg als „Lüge um Deutschland” bezeichnet. „Was soll die Holocaustreligion verbergen”, fragt dieser antisemitische Verschwörungsideologe und macht die „Zionisten” und die „Machenschaften ihrer Neocon-Agenten” für die angebliche Religion verantwortlich. Auf der Internetseite „Infokrieg.tv” liefert Kolpak wiederrum eine Erklärung für die Wahlschlappe der „Partei der Vernunft” (PdV): Es sei die Dummheit der Wähler_innen, sie hätten die „zumeist korrekten Inhalte nicht erfassen” können. Andere Parteikader greifen auf Verschwörungsmythen zurück, um die Wahlschlapppe zu verklären. Da wäre zum Beispiel Igor Ryvkin, der als offizielles Mitglied des „Presseteams” Wahlkampf betrieb. Er deutet die Niederlage zum gigantischen Wahlbetrug um. Es sei „seltsam”, wo die Stimmen der Partei-Wählerinnen „abgeblieben sind”, schreibt Ryvkin. Der zweite Vorsitzende der „Sektion Ruhrgebiet” möchte „das Ergebnis der NRW Wahl noch untersuchen”. Mit martialischen Durchhalteparolen und dem Verschwörungsmythos vom Wahlbetrug dürften die Partei-Kader zusammengehalten werden. Die Partei des Verschwörungsideologen Oliver Janich wird den Wähler_innen also erhalten bleiben. Bei den nächsten Landtagswahlen dürften wieder einige tausend Stimmen und damit 0,1 % möglich sein. Die Stimmen von „Truthern” und „Infokriegern” ermöglicht eben noch lange keinen Wahlerfolg. Daher ist eines ziemlich sicher: Die nächste Wahlschlappe kommt bestimmt. |
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| permalink | tags: Aktivisten, Antisemitismus, Hans Kolpak, Hauptartikel, Infokrieger, nrw, Oliver Janich, Partei der Vernunft | |
| Hizbollah in Syrien | May 16, 2012 | 09:56 am |
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Hezbollah units marched into Syrian territory and invaded the villages of Safsafa, Masriya, Swadiya, Zeeta, and Matraba around the city of Qasir in the province of Homs. They arrested more than 70 Syrians and set up checkpoints assisted by Assad regime forces. Hezbollah also raided parts of the villages of Nizariya and Zira’a and the city of Qasir under the cover of heavy fire and shelling, and burnt many houses. UN observers travelled to the city of Kafarzeita in the province of Hama and left immediately without even entering the city. |
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| permalink | tags: Syrien | |
| Kofi Annans Friedensplan XXI | May 15, 2012 | 11:41 pm |
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At least 43 people were killed in violence across Syria Tuesday, including 20 gunned down by regime forces while attending the funeral of a man killed the previous day, a monitoring group said. |
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| permalink | tags: Syrien, un | |
| Leben ohne tote Zeit | May 15, 2012 | 11:14 pm |
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Antje Géra und Claus Baumann haben im Februar in Stuttgart über die theoretische Bestimmung gesellschaftlicher Raum-Zeit-Verhältnisse u.a. bei Marx, Benjamin und der Situationistischen Internationale referiert. Im ersten Teil konzentrieren sie sich dabei auf den Begriff der disponiblen Zeit bei Marx, das Problem der Freizeit und die Formbestimmtheit kapitalistischer Produktion. Der zweite Teil enthält eine sehr sympathische und materialreiche Einführung in die Geschichte und kritische Theorie der Situationisten.
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| permalink | tags: Antje Géra, audio, Besonders hörenswert, Claus Baumeister, Einfuehrendes, Gesellschaftskritik, Guy Debord, Karl Marx, Lettristische Internationale, Raum, Seltsamer Zusammenschluss, Situationistische Internationale, walter benjamin, zeit | Tags: Antje Géra, Claus Baumeister, Einfuehrendes, Gesellschaftskritik, Guy Debord, Karl Marx, Lettristische Internationale, Raum, Seltsamer Zusammenschluss, Situationistische Internationale, Walter Benjamin, Zeit | |
| Muslim Brothers promote FGM in Upper Egypt | May 15, 2012 | 10:39 pm |
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A number of Egyptian human rights groups have submitted a communication to the Attorney General Abdel Meguid Mahmoud against the Muslim Brotherhood`s political arm, the Freedom and Justice Party (FJP) to investigate the complaints of people in the village of Abu Aziz in the Minya governorate, south of Cairo, over the existence of a large medical convoy organized by the party that wanders streets and does medical examination on people, including female circumcision, or female genital mutilation, in violation of Egyptian law, conventions and treaties signed by Egypt. |
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| permalink | tags: Ägypten, FGM | |
| Defend Freedom of Speech in Iraqi-Kurdistan II | May 15, 2012 | 09:50 pm |
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People from the city of Khanaqin, although outside the KRG area, joined the campaign for free speech and against a blasphemy law in Iraqi Kurdistan. 47 persons and organisations already signed a petition to the parliament not to pass the bill, Islamic parties were submitting last week. In the meanwhile almost 250 prominent individuals have joined the call in Iraqi Kurdistan as well as a growing number of civil society organisations, syndicats and other groups. |
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| permalink | tags: Freiheit, Irak, Kurdistan | |
| Monaco und Carl Wiemer in Nürnberg | May 15, 2012 | 01:10 pm |
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Gemeinsam mit der AG Kritische Theorie aus Nürnberg richten wir folgende Veranstaltung aus und laden recht herzlich ein: Ein Volk, ein Reich, eine FamilieDie Familie Martin Walser und ihre Versuche, Kritik zu kriminalisieren und den Kritiker mundtot zu machenVortrag und Diskussion mit Carl Wiemer
In seinem Vortrag schildert Carl Wiemer die gegen ihn gerichteten Versuche der Familie Walser, ihre Lebens- und Geschichtslügen juristisch sanktionieren zu lassen. Diese Lebens- und Geschichtslügen korrespondieren auf frappierende Weise mit jenen der deutschen Nation, was insofern nicht wunder nimmt, als von den Walsers zwei der glorreichsten deutschen Traditionen verkörpert werden, nämlich der Antisemitismus durch das NSDAP-Mitglied Martin Walser und das Denunziantentum durch seine Tochter Alissa und deren Ehemann, den STASI-Spitzel Sascha Anderson. Außerdem geht es um die Analyse des hiesigen Kulturbetriebs als branchentypischer Gestalt eines Rackets, als deren kleinste Gestalt die Familie firmiert, während seine aggressivste Form die Nation darstellt. Nicht zufällig hat Walser die Nation stets als Großfamilie konzipiert. Das deutsche Kulturracket bringt folgerichtig den Typus des Staatsschriftstellers hervor, der sich nicht nur von staatlichen Zuwendungen nährt, sondern auch keinen Moment zögert, die staatlichen Vollzugsorgane Polizei und Justiz einzuschalten, um gegen seinen letzten Feind, den freien Autor, vorzugehen. Der Staat, der nicht umsonst allseits als Vater imaginiert wird, soll seine Polizeikräfte mobilisieren, um jene Rolle einzunehmen, die Papa Martin für seine talentfreien Töchter zeitlebens gespielt hat. Nichts widerspricht dem Geist der Literatur mehr als die Walsersche Vorstellung, dass die Literatur ein in Erbfolge zu führender Familienbetrieb sei, in dem die Herkunft alles und die Texte nichts zählen. Dienstag, 05. Juni 2012 19:30 Uhr Veranstaltungsort: II. OG Glasbau im KUKUQ (ex-K4 /ex-Komm) Königsstraße 93, Nürnberg (gegenüber Hbf) Veranstalter: AG Kritische Theorie/Redaktion Pólemos und Gruppe Monaco (München) |
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| Nie wieder Sauerkraut! McDonald’s now! | May 15, 2012 | 12:36 am |
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Auch dieses Jahr bläst die „Volksinitiative für eine geschmackvolle Zukunft des Westends“ wieder zur Massendemonstration für einen McDonald’s im ehemaligen Münchner Arbeiterviertel. Die Sprecherin des Vorbereitungsplenums, Kiyra Papadopoulos, gewährt Einblicke in den Stand der Moblisierung. Das Interview führte Schlamassel Muc.
Hallo Kiyra. Nürnberger Wurstexperten beklagen, dass iranische Exporteure die Preise für Schafssaitling und Pistazien erhöhen. Das habe starke Auswirkungen auf das Preisniveau der Nürnberger Bratwurst und womöglich auf die Mortadella. Ist auch eine Verteuerung des McDonald’s-Sortiments zu erwarten? McDonald’s ist als antifaschistische kulinarische Alternative von der Politik der Islamischen Republik Iran unabhängig und das wird – inshallah – auch so bleiben. Im Vorbereitungsplenum der Volksinitiative herrscht offenbar Uneinigkeit. Laut Medienberichten drohen die „Dinkelbrot Haters“ angeblich gar damit, dem Bündnis ihre Gefolgschaft zu verweigern. Wie ist der aktuelle Stand der Debatte? Das Aktionsbündnis, das die Volksinitiative organisiert, begann dieses Mal zum Glück früh damit, sich regelmäßig zu treffen. Trotzdem und trotz der jahrelangen Routine kam es zu unstrukturierten und unnötig bremsenden Diskussionen etwa über das Plakatmotiv, wichtige organisatorische Dinge wie das Fronttransparent wurden sehr spät thematisiert. Die „Dinkelbrot Haters“ hatten Anfangs das Cafe „Mareis“, dann das EineWeltHaus im Auge, obwohl zweiteres garnicht im Westend liegt. Heute herrscht in dieser Kernfrage aber ein unverbrüchlicher Konsens: Die neue McDonald’s-Filiale im Münchner Westend soll an der Stelle des Burschenschaftshauses in der Schwanthalerstraße entstehen. Alle anderen Varianten sind vom Tisch. Zahlreiche kommunistische Gruppen sind Teil der Volksinitiative. Ist es mittlerweile auch gelungen, Teile des bürgerlichen Lagers mit in die Massendeligationen einzubeziehen? Wir sind auf das bürgerliche Lager gar nicht angewiesen. Das Proletariat kauft bei McDonald’s und scheut den Bioladen oder die Vokü ehedem. Allerdings haben Teile der Friedensbewegung nun auch bemerkt, dass in Ländern mit einer McDonald’s-Filiale in der Regel Frieden herrscht, jeder BigMac ein Schritt in Richtung Frieden ist. Der Vorstand der IG Metall in Frankfurt signalisierte uns aber bereits, „wir sind froh, wenn die Spacken nicht mitmachen.“ Für gewöhnlich sind die Proteste der kulinarischen Bewegung im Westend entschlossen, phantasievoll, vielfältig und laut. Welche Aktionen sind dieses Jahr geplant? Wieviel Dezibel sind zu erwarten? Neben vielfältigen Aktionen wird es wieder ein „Würfeln um die Wurst“ auf dem Gollierplatz geben. Die Verlierer müssen dieses Jahr fünf Nürnberger und einen Schöpfer Sauerkraut essen. Die Massendemonstration für einen McDonald’s im Westend im letzten Jahr kann als erfolgreich bezeichnet werden. Gibt es schon erste Signale aus der Konzernzentrale, den Forderungen der Volksinitiative zu genügen? Ein McDonald’s entsteht nur in Ausnahmefällen nach dem sogenannten Top-Down-Prinzip. Im Regelfall handelt es sich um das entschlossene Engagement von Einzelnen oder emanzipierten Kollektiven (Anm.: siehe Foto), Graswurzel-Initiativen, die sich vor Ort stark machen und einen McDonald’s gründen. Das wäre halt am Ende zu leisten. Darum geht es uns. Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Weiterlesen: |
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| permalink | tags: Allgemein, Arbeiterbewegung, Demonstration, McDonalds | Tags: Arbeiterbewegung, Demonstration, McDonalds | |
| Solidarität mit Shahin Najafi | May 14, 2012 | 11:25 pm |
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Den Menschen im Iran droht die nukleare Geiselhaft. Eine Despotie, die ihrem Selbstverständnis nach nur als provisorisches Management fungiert bis zu der universalen Machtentfaltung des verborgenen zwölften Imams und die jede Belustigung über diesen von Staats wegen organisierten Okkultismus mit dem Tode zu bestrafen droht, würde den Iran zuerst in atomaren Staub verwandeln bevor sie sich einer Säkularisierung beugt. Abwegig sei es, so die Exil-Iranerin Chahdortt Djavann in der französischen Le Monde, dass die khomeinistische Despotie ein aufrechtes Interesse an ziviler Kernenergie habe. Hätten doch 70 Prozent des iranischen Staatsterritoriums elf Monate im Jahr Sonne. Zudem gebe es große Wüsten, in denen Energie zu gewinnen wäre. Die Nuklearisierung der Despotie, so Chahdortt Djavann weiter, bedrohe zuerst die Menschen im Iran, denn die Islamische Republik wäre mit ihr gegen jedes revolutionäre Aufbegehren gepanzert. Auf Günter Grass entgegnet Chahdortt Djavann nüchtern: der Frieden sei bereits im Jahr 1979 mit der Stärkung der Khomeinisten durch das US-amerikanische Carter-Kabinett verloren gewesen. Dem deutschen Pazifismus ist eine solche Einfühlung in die Bedrohung der Menschen im Iran nur zu fern. Er raunt vielmehr, wie die deutschen Pazifisten aus der Kasseler Germaniastraße, von „dem völkerrechtlichen Prinzip der Selbstbestimmung und der Souveränität der Staaten“ (siehe hier) und verrät so nur wieder, dass seine Denkformen von der Kollektivbestie Staat vollends überwältigt sind. Nicht nur, dass das völkerrechtliche Prinzip der Selbstbestimmung nie die des Individuums meint, sondern dessen Suspendierung im Volk; nicht nur, dass Souveränität nichts anderes heißt, als fähig zu sein, Menschen unter Gewalt zu formieren, sie auf Loyalität bis in den Tod zu verpflichten und die Drohung, diesem Menschenmaterial Gewalt anzutun, im nächsten Moment zu realisieren: im Iran heißt der Souverän Velayat-e Faqih, das heißt das durch den obersten religiösen Rechtsgelehrten Ali Khamenei repräsentierte absolute Kommando in Abwesenheit des okkulten verborgenen zwölften Imams. Der Souverän im Iran ist ein klerikal-tugendterroristischer und militaristischer Zwangsapparat, der dann doch immer wieder in miteinander konkurrierende Rackets, also Teilsouveräne, zerfällt, die nur noch im Hass auf Israel und einen freien Iran zusammenfinden (1). Die Souveränität der khomeinistischen Rackets besteht in nichts anderem als in der Verfügung über Tod und Leben der Iraner und Iranerinnen und in der Zwangsgewalt, diese in ein - dem verborgenen zwölften Imam würdiges - Kollektiv einzurammen, das heißt in der Konsequenz, in voller Souveränität über Frauen und Männer, die aus der Zwangsehe ausbrechen, Homosexuelle, Blasphemiker und Apostaten zu richten. Der iranischen Human Rights Activists News Agency (HRANA) zufolge droht demnächst die Hinrichtung von vier Homosexuellen im südwestlichen Iran (in der Provinz Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad). Sie sind der sündige Ausschuss des khomeinistischen Souveräns. Nicht, dass die Freunde eines deutschen Friedens sich hierfür interessieren würden. Das Geraune von der nationalen Souveränität und dem Volk mit kaltem Blick auf den Iran (2) ist so bösartig, weil beides unter khomeinistischer Despotie heißt, dem Individuum einzubrennen, das es, wie es in einer häufigen Märtyrerparole besungen wird, „nur ein Staubkorn des Vaterlandes“ sei: nichts als Material zu Herrschaftszwecken. Nationale Formierung unter dem Banner des Antiimperialismus heißt im Iran noch immer Krieg gegen jede Differenz: so wurden auch unter monarchistischem Diktat die religiöse (aber säkulare) Minorität der Bahá'í als Agentur der Briten und Russen verfolgt – um so auch die eigene Kumpanei mit den Großmächten zu kaschieren. Die khomeinistische Despotie ermordete dann in den frühen 1980ern hunderte Bahá'í; tausende weitere flüchteten in das Exil. Noch heute richtet der Iran über Bahá'í als denunzierte Agentur Israels. Solidarität mit Shahin Najafi Jüngst drohten die Getreuen des verborgenen Imams dem im deutschen Exil lebenden Sänger Shahin Najafi mit dem Tode. Najafi habe sich der Apostasie schuldig gemacht, weil er in einem Song über den Okkultismus um die Imame der Zwölfer-Schiiten spöttelt, indem er den zehnten Imam Ali an-Naqi bittet heimzukommen, um der khomeinistischen Despotie ein Ende zu machen. Auf dem Cover sieht man eine weibliche Brust, die der Kuppel des Imam-Reza-Schreines in Mashhad ähnelt, in dem der achte Imam ruht. Über der Brustwarze weht eine Fahne in den Farben des Regenbogens. Der konkrete Aufruf, den verhöhnten zehnten Imam zu rächen und Shahin Najafi zu ermorden, wurde von Rackets mit Nähe zu den Revolutionswächtern, den Pasdaran, lanciert. Mehrere Mordaufrufe finden sich auf farsnews.com (Fars News Agency), dem inoffiziellen Organ der Revolutionswächter, sowie auf shia-online.ir und daynews.ir. Berufen wird sich auf ein religiöses Dekret eines berüchtigten Klerikers, in dem jede Beleidigung des zehnten Imams als Apostasie, also als todeswürdiger Abfall vom Islam, gegeißelt wird. Inzwischen finden sich auf Facebook mehrere Gruppen, in denen auch die Adressen von Verwandten Shahin Najafis einzulesen sind und auf die noch ausstehende Ermordung Salman Rushdies erinnert wird (3). Der taz (12.05.2012) und anderen zufolge empfehle die deutsche Polizei dem Bedrohten, das deutsche Exil zu verlassen. Fürchten sie sich um das moralische Antlitz eines doch noch zu reanimierenden deutsch-iranischen Dialogs? Als am 17. September 1992 in dem Berliner Restaurant „Mykonos“ vier iranische Exilanten der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran ermordet wurden, waren die Deutschen nur zu bemüht, die Handschrift der khomeinistischen Despotie an den Morden zu verwischen, um die Kumpanei nicht zu gefährden. Nur ein Jahr später, im Oktober 1993, wurde der Mykonos-Verschwörer Ali Fallahijan, der in jenen Jahren das Ministerium kommandierte, in dem bis heute staatsterroristische Aktionen gegen Regimekritiker koordiniert werden, in das Bonner Kanzleramt sowie zu dem Kölner Verfassungsschutz und dem Pullacher BND eingeladen. Fallahijan hoffte auf Informationen über politische Flüchtlinge. Dass die Informationen ihm auch ausgehändigt wurden, bestritten die deutschen Amtskollegen, die wenige Monate zuvor nach Tehran gereist waren. In einer Reportage auf Das Erste aus den frühen 1980ern erfährt man, dass der deutsche Apparat mindestens in drei Fällen die Schergen aus den diplomatischen Vertretungen der khomeinistischen Despotie zu der Identifizierung kritischer Exil-Iraner, die bei Protesten inhaftiert wurden, einbezogen hat. Die Namen der Regimekritiker wurden alsdann im Iran veröffentlicht. (Einige miteinander assoziierte Genossen rufen nun zu Solidaritätsaktionen für Shahin Najafi auf. Näheres findet man hier.) Die deutsche Anneliese und der deutsche Andreas, die jüngst in den Iran reisten, Mahmud Ahmadinejad trafen und einzig mokierten, dass auf Tehrans Straßen die StVO nicht gilt, sind zwar nur müde zu belächeln, anders verhält es sich aber mit jenem Aufruf deutscher Akademiker, der doch verrät, zu welcher Kälte der deutsche Intellekt fähig ist: die Destabilisierung der Region, eine nachträgliche Legitimierung der Drohung, die Straße von Hormuz zu blockieren, die Sabotage einer Kooperationspolitik, das sind die Momente, die die Freunde des deutschen Friedens, dem ideologischen Kleinhirn des Auswärtigen Amtes, nicht in Ruhe lassen. Der Charakter der khomeinistischen Despotie wird, wie denn auch anders, relativiert. So sei es nicht die brutale Repression, sondern die ungleichen Beziehungen zu Israel und dem Iran, die hemme, dass kaum ein iranischer Oppositioneller die Nuklearisierung der Islamischen Republik kritisiere. Die Souveränität des Iran, so die Projektion, sei die Priorität eines jeden Iraners. Dagegen wäre zu erinnern an die Parolen iranischer Revolutionäre in einem Moment, in dem sie es wagten, gegen die Repression aufzubegehren: Wir wollen keinen nuklearen Iran. Wie perfide ist das kursierende Gerücht, es interessiere doch nur die imperialistische Kontrolle über das Barrel, während in Khuzestan, dem iranischen Zentrum der Petroleumindustrie, die Menschen vor Hunger darben. Es verrät nur, dass niemand mehr gewillt ist, an das einzig Vernünftige zu denken: eine vergesellschaftete Produktion unter dem Diktat freier Menschen. Noch perfider ist die Beschwörung der nationalen Souveränität, wo doch im Iran eine Tradition der Rätedemokratie existiert, also eine schwache Erinnerung daran, dass eine vernunftbestimmte Produktion nur gegen Staat, Nation und Partei denkbar ist (4). Dass auf den friedensbewegten Ostermärschen derselbe Günter Grass zu dem derzeit authentischsten Idol erhoben wurde, dessen literarische Existenz sich aus dem Bedürfnis der Täter-Opfer-Verkehrung oder zumindest deren Angleichung speist (5), verrät alles über den deutschen Pazifismus: Wo es die Sozialreformer waren, die im Jahr 1914 den Antimilitarismus und 1918/19 die soziale Revolution verrieten, wo die kollektiv zu Deutschen konvertierten Massen in die antisemitisch verschweißte Volksgemeinschaft flüchteten und ihr Leben für den totalen Krieg als militante Krisenabwälzung auf die anderen Nationen abtraten, wo sich also am brutalsten für die Konterrevolution und gegen die Menschwerdung entschieden wurde, ist bis heute der staatsfetischistische und sozialreformerische Charakter beherrscht von dem Bedürfnis, eigene Schuld abzuspalten und zu verdrängen. Sind beide industriell organisierten Weltkriege von den Deutschen losgebrochen worden, so muss es als nächstes, so die Phantasie deutscher Pazifisten, Israel sein, das den Frieden sabotiere. Erst dann wäre den Juden Auschwitz zu verzeihen. An dem Staat der antisemitisch Bedrohten wird streng exekutiert, wozu man bei sich selbst weder gewillt noch fähig ist. Nichts anderes als die Versöhnung mit dem, was deutsch ist, ist der deutsche Pazifismus, der wie naturwüchsig im Antizionismus als der geopolitischen Reproduktion des Antisemitismus resultiert. Doch nicht nur der souveränitätsfetischistische deutsche Antiimperialismus endet in seiner Konsequenz in der Kumpanei mit der khomeinistischen Despotie als den authentischen Souverän über Leben und Tod im Iran. Auch ein nicht unwesentlicher Teil der säkularen iranischen Antiimperialisten aktualisiert nach wie vor jenes Souveränitätsgewäsch, das sie im Jahr 1979 zu Komplizen ihrer Mörder und Folterer machte. Ohne Zweifel sind sie berechtigt, den US-Amerikanern, Briten, Russen und anderen Nationen zu mißtrauen, deren Interessen im Iran nie die Interessen vernunftbestimmter Verhältnisse waren. Der US-amerikanische Apparat für die repressive Austreibung des kommunistischen Gespenstes händigte den Khomeinisten in den frühen 1980ern jene Dokumente aus Namen, Adressen und Beziehungen aus, die die Verschleppung, Folter und Ermordung von tausenden Kadern und Sympathisanten marxistisch-leninistischer Parteien und Zirkeln in jener tödlichen Präzision ermöglichte, die alsdann auch durch deutsche Repressionstechnologie garantiert worden ist. Doch mit den deutschen Souveränitätsfetischisten eint sie viel mehr das Bedürfnis, eigene Schuld abzuspalten und zu verdrängen. Die Hezb-e Tudeh-e Iran, also die Partei der Massen des Iran, und die Sazman-e fedaiyan-e khalq-e Iran (Aksariat), die Partei der Volksfedajin, sind jene souveränitätsfetischistischen Fossile aus der iranischen Opposition. Beide riefen im Moment der islamistischen Wendung der antimonarchistischen Revolution im Jahr 1979 zu der Kollaboration mit den khomeinistischen Kontras auf. Früh begann die brutale Repression gegen ihre Kader und Sympathisanten, es dauerte aber noch bis 1985, dass die beiden Parteien dazu aufriefen, die khomeinistische Despotie müsse ein Ende nehmen. Im Jahr 2009 dann plädierte die Tudeh dafür, sich hinter den Reformkhomeinisten um Mir-Hossein Mousavi zu scharren (siehe hier). Bis heute sieht sie noch Elemente des Republikanismus im Iran, die gegen Khamenei und andere Reaktionäre zu verteidigen seien. Als notorische Souveränitätsfetischisten proklamieren diese Antiimperialisten ein Recht „jedes souveränen Staates“ auf zivile Kernenergie (siehe hier). Sie sind bürgerliche Ideologen im schlechtesten Sinne: nationale Souveränität als wesentliches Kriterium von Emanzipation. Das zwingt sie dazu – so sind sie auch Regimefeinde -, der khomeinistischen Despotie zuzuarbeiten. Die beiden Parteien haben zwar unter jüngeren Iranern kaum Sympathien, in der organisierten Exil-Opposition sind die Parteikader aber nach wie vor stark. Ihre Politik ähnelt der gescheiterten Volksfrontpolitik gegen den Faschismus in den 1930ern. Sie beschwören dort den Republikanismus, wo er doch nur der fälschliche Ausdruck ist für die faschistische Mobilisierung der Mostazafin, der von der Feudalbande losgerissenen und vor dem Kapital überflüssigen Massen. Sie sprechen von Volk und Souveränität, wo der Khomeinismus den Krieg gegen das Individuum führt. Auf den Solidaritätsaktionen mit den Revoltierenden im Iran des Jahres 2009 waren sie, durch und durch Atheisten, bemüht, revolutionäre Parolen wie „Marg bar jomhurriye eslami“ zu unterdrücken, um die imaginierte Volksfront nicht zu gefährden. Ihre Parteienembleme sah man nirgends, viel mehr zensierten sie sich selbst: ein Kader der Fedaiyan nannte eine Genossin und mich Saboteure der Volksbewegung im Iran, weil wir während einer Aktion rote Fahnen trugen. Wir hätten das Grün als authentische Farbe der Bewegung zu akzeptieren. In Berlin gründete sich jüngst eine Gruppe namens „Iranian-Israeli Circle against war, sanctions, occupation & state-oppression“. Der Aufruf zu ihrer ersten Demonstration am 5. Mai in Berlin – ihm folgten circa 300 Menschen, so der Tagesspiegel – liest sich wie einer der Beschwichtigungsappelle deutscher Pazifisten oder eben eine Flugschrift der Tudeh und Fedayian (siehe hier). Das Sanktionsregime über den Iran lähme die Opposition als erzwänge nicht die brutale Repression die Todesstille bereits vollends. Ihre Forderung nach einem Ende des Sanktionsregimes differenziert nirgends zwischen Repressionstechnologien, Dual Use-Produkten oder eben Weizen und ist somit im Interesse von Siemens und anderen deutschen Todeshändlern. Dagegen ist die Forderung nach dem Verschrotten aller nuklearen Rüstung keine an den Iran, denn die khomeinistische Despotie tarnt diese unter dem Arbeitstitel ziviler Kernenergie, welche nirgends eine Kritik findet. Bei einer solchen Relativierung der khomeinistischen Despotie bewegen sich die konkreten, unmittelbaren Forderungen in ihrem Interesse: ein Ende aller Sanktionen, aber keine militärisch relevanten Waren an Israel, so das pazifistische Gewissen des freien Marktes. Es ist zwar bestätigt, dass auf der Demonstration insbesondere ein prominenter Kader der Tudeh sich pöbelnd hervortat als diese auf die Kritik exil-iranischer Israelfreunde traf, wesentlich ist die Frage aber nicht, ob die Gruppe nun ein Sidekick der Tudeh, Fedaiyan oder der Campaign Against Sanctions and Military Intervention in Iran (kurz: CASMII) ist, deren Initiator Abbas Edalat sich selbst eine kosmetische Kritik an der Islamischen Republik verbietet (siehe hier), oder doch nur iranische Reformisten auf israelische Antizionisten getroffen sind. Es ist - so oder so - eine organisierte Flucht vor dem einzig wesentlichen Antimilitarismus: Solidarität mit der Revolution gegen die khomeinistische Despotie. Das Eingeständnis, dass Israel sich nicht auf die Hoffnung verlassen kann, dass die repressiv erpresste Todesstille im Iran ehest endet, Israel also gezwungen ist, militärische Aktionen gegen die für die Nuklearisierung der Despotie relevanten Anlagen abzuwägen, wäre das Fundament für eine solidarische und antimilitaristische Kampagne namens „Iran loves Israel, Israel loves Iran“. (1) Näheres hierzu bei Gerhard Scheit. (2) Wie in dem Appell: Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens, in: junge Welt, 05.01.2012. (3) Im Jahr 1993 verbrannte ein islamistischer Mob 35 Menschen in Sivas, die an einem alevitischen Kulturfestival teilnahmen, zu dem auch Aziz Nesin, der die Satanischen Verse auf Türkisch herausgab und von dem Mob "Satan Aziz" gerufen wurde, angereist war. (4) Victor Serge etwa schrieb über den russischen Verrat an der Sowjetrepublik Gilan 1920/21. Und es waren die Räte, die sich in den Jahren von Revolution und Konterrevolution am verbissensten gegen die Zwangseinfügung in den khomeinistischen Apparat stemmten. (5) So halluziniert Günter Grass, dass die Sowjets von acht Millionen inhaftierten deutschen Soldaten sechs Millionen „liquidiert“ hätten, damit die deutschen Opfer mit den sechs Millionen von Deutschen ermordeten Juden vor seinem inneren Auge gleichziehen können. Eine bloße Lüge. Denn es starben höchstens eine Million von drei Millionen deutscher Mordkumpanen in russischer Haft, zumeist an Unterernährung, ein weiteres brutales Resultat des Kahlfraßes, den die Deutschen den Sowjets hinterließen. |
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| pic of the day | May 14, 2012 | 08:35 pm |
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| Der Aufmarsch der Assad-Fans. | May 14, 2012 | 06:35 pm |
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Am Samstag, den 12.05.2012, war es mal wieder soweit. Die Unterstützer_innen des syrischen Diktators Assad kamen zu einer „Riesen-DEMO in Berlin” zusammen. Im Demonstrationsaufruf war von einer geheimnisvollen „Verschwörung” die Rede. Als Urheber dieser angeblichen „Verschwörung” wurde der „Westen” ausgemacht. Im Aufruf zum Aufmarsch wurden allerdings nicht nur verschwörungsideologische Konstrukte beworben. Hier wurde außerdem vom „geliebten Volk” und von dessen „Liebe zum Präsidenten Bashar Al-Assad” geschrieben. Das Vorgehen des syrischen Regimes, das mit seiner Armee zahlreiche Zivilist_innen ermordete, fand keine Erwähnung. Bei soviel völkischer „Liebe” zu „Volk” und „Präsidenten” ist das allerdings nicht verwunderlich. Letztlich waren es etwa einhundert Teilnehmer_innen, die zum Aufmarsch der Assad-Fans zusammenkamen. Anhänger_innen des syrischen Regimes und Aktivist_innen der deutschen Friedenbewegung gingen hier für die Diktatur des Baschar al-Assad auf die Straße. Dabei wurde nur eine einzelne Fahne der Linkspartei in die Luft gehalten, dafür wurden umso mehr schwarz-rot-goldene und syrische Fahnen geschwenkt. Auf einigen Fahnen und anderen Gegenständen war das Gesicht des syrischen Diktators zu sehen, der als Ikone allgegenwärtig war. Ihm wurde mit verschiedenen Sprechchören gehuldigt: „Assad, Assad”, brüllten die Demonstrant_innen. Zwischendurch griff Christoph R. Hörstel zum Mikrophon, um eine ausführliche Rede zu halten und völkische Parolen zu krakelen. Der Verschwörungsideologe warnte vor den angeblichen „Machenschaften” der USA. Hörstel war vor einigen Monaten nach Syrien gereist, von dort gab er ausführliche Interviews mit denen der das Vorgehens das Regimes verharmloste. So zum Beispiel in der nationalbolschewistischen Tageszeitung „Junge Welt”. Ein weiteres Interview gab er damals dem deutschsprachigen Radio des iranischen Rundfunks IRIB, für das sich Hörstel immer wieder befragen lässt, um gegen „USreael” hetzen und vor der NATO-„Verbrecherbande” zu warnen. Ähnlich gestaltete sich auch seine erste Rede vor den anwesenden Assad-Fans in Berlin: „Die Amerikaner beschuldigen die Regierung einer Sache, die sie selbst machen”, brüllte der Verschwörungsideologe, der ansonsten unter anderem die Ereignisse des 11. September 2001 umdeutet. Die Teilnehmer_innen reagierten begeistert. Bei soviel Zustimmung werden einige Demonstrant_innen den Verschwörungsideologen auch per Unterschrift unterstützt haben. Hörstel sammelte nach seiner Rede nämlich Unterstützungsunterschriften, mit denen er sich als eine Art Berater für das syrische Regime in Stellung bringen möchte. Dafür nimmt Hörstel sogar seinen Tod in Kauf: „Wenn mir Verrat nachgewiesen wird – oder ich falsch berate, lasse ich mich freiwillig in der Hauptstadt (Damaskus) aufhängen”, bietet dieser Verschwörungsideologe großzügig auf der strukturell antisemitischen Internetseite „Alles Schall und Rauch” an. Während Hörstel einen seiner ausführlichen Monologe hielt, verteilten Demonstrant_innen Zettel auf dem Boden. Auf diesen DIN-A4 Zetteln war unter anderem der Davidstern zu sehen, der nun von den Demonstrant_innen in den Staub getreten wurde. Aus ihrer antisemitischen und antiamerikanischen Einstellung machten weder Demonstrant_innen noch die Redner ein Geheimnis. Christoph R. Hörstel hielt vor der amerikanischen Botschaft, in direkter Nähe zum Holocaust-Mahnmal, eine weitere Brandrede. Dort wandte er sich an die Mitarbeiter der Botschaft: „Get the hell out of Germany, take your fucking troops with you”, brüllte der Demagoge. Mit völkischen Parolen begeisterte er die Jubelsyrier: „We want Germany für the Germans. We want Syria for the Syrians”, schrie der Verschwörungsideologe. Solche Sätze wurden von den Demonstrant_innen mit Jubel quittiert. Die anderen Redner äußerten sich durchaus ähnlich. Nur das Grußwort von Brigitte Queck wirkte vergleichsweise harmlos. Die Aktivistin der „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg” überbrachte „Solidaritätsgrüße an das syrische Volk, das mehrheitlich an Assad glaubt”. Weil sie nicht brüllte, ging ihre Solidarisierung mit dem „syrischen Volk” allerdings unter. Ein weiterer Redner gab dafür einen umso erschreckenderen Einblick in sein antisemitisches Weltbild, mit dem er die Demonstrant_innen begeisterte. In seiner Rede brachte der unbekannte Redner sämtliche Stereotype des Antisemitismus unter. Er sprach vom „menschenverachtenden Zionismus”, der „alles” dafür tun würde, um „die Macht des Geldes zu bewahren”. Nun würden die „Zionisten” und die USA gegen Syrien mobil machen. Ein verschwörungsideologisches Motiv lieferte der Redner gleich mit: Syrien sei eine „Stütze für die entrechteten Palästinenser und leistet als einziges arabisches Land Widerstand gegen Israel”. Die Menge brüllte begeistert. Der antisemitische Wahn, der für einen ungenehmen Aufstand nur „Zionisten” verantwortlich machen kann, wurde hier offensichtlich. Die antiamerikanische und antisemitische Demonstration, die am 12.05.2012 durch Berlin zog, wird nun von den Organisatoren begeistert beurteilt: „Es war eine Super-Demo”, schreiben sie auf ihrer Facebook-Pinnwand. Ihren Aufmarsch, bei dem mit völkischen Parolen, gegen die USA angeschriehen wurde, wollen die Organisator_innen daher in nächster Zeit wiederholen. Wahrscheinlich werden dann wieder Davidsterne in den Staub getreten und antisemitische Brandreden gehalten werden. |
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| Videoessay über die Filme von Christian Petzold | May 14, 2012 | 06:01 pm |
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Normalerweise kann ich mit deutschen Film- und Fernsehproduktionen nicht viel anfangen. Eine der Ausnahmen dieser Regel bilden jedoch die Filme von Christian Petzold. So ist auch Barbara, der für mich bisher beste Film dieses Jahr. Weshalb es mich auch nicht verwundert hat, dass er beim deutschen Filmpreis, trotz zahlreicher Nominierungen, fast leer ausging. Was Petzolds Fime auszeichnet zeigt Kevin B. Lee im folgenden Videoessay.
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| Die Geister, die er rief IV | May 14, 2012 | 05:45 pm |
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The Syrian conflict has bred the emergence of obscure jihadists carrying out bloody attacks, either acting independently or manipulated by the regime seeking to tarnish the image of its opposition, analysts say. “Al-Qaeda does not exist in Syria. But there are at present several splinter groups of jihadists who employ the same strategies,” said Mathieu Guidere, a France-based analyst who specializes in the Arab and Muslim world. “We know that these are Syrians, not foreigners, and that they are very few. For now, nobody knows them – neither Al-Qaeda nor the rebels,” he added. (…) The latest bombings primarily benefit the Syrian regime, analysts say, which, from the start of the 14-month revolt, has described the uprising as a Western-backed Al-Qaeda plot and its opponents as “terrorists” to justify its crackdown. |
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| Iran in Iraq | May 14, 2012 | 02:21 pm |
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As the top spiritual leader in the Shiite Muslim world, Grand Ayatollah Ali al-Sistani has championed Iraqi democracy and warned against Iranian-style clerical rule. Frail at 81, he still greets visitors at his home in Najaf, Iraq, only steps from the glimmering gold dome of the Imam Ali Shrine. But the jockeying to succeed him has begun, and Iran is positioning its own candidate for the post, a hard-line cleric who would give Tehran a direct line of influence over the Iraqi people, heightening fears that Iran’s long-term goal is to transplant its Islamic Revolution to Iraq. |
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| Hallo RLO… | May 14, 2012 | 12:36 pm |
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Es ist doch ein Elend mit der Vienna, Abstieg in die Regionalliger Ost so gut wie sicher, Berliner Hipster als Vorzeigemaskottchen und ein stetiger Anstieg von Spacken in den eigenen Reihen. Als würde es nicht schon reichen, dass man dann wohl ab Herbst wieder öfter mit dem Wiener St.Pauli-Ableger zu tun haben wird, scheint auch immer mehr Austria-Gesindel Gefallen an der Hohen Warte zu finden. So waren beim freitäglichen Trauerspiel nicht nur offen erkennbare Mitglieder der Unsterblich-Nachwuchsschmiede aka Fanatics ihre hässlichen Ultraklamotten auszuführen, sondern auch ein paar Kameraden anwesend, die in völliger Verkennung realer Machtverhältnisse meinten sie könnten sich als Austria/Rapid-Kindergartenhooligans mit “Eisern Wien“-Gepöbel in das Fahrwasser der sagenumwobenen Vienna Firm stürzen. |
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| Fatwa gegen Musiker verhängt | May 13, 2012 | 09:36 pm |
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Wer seine Stimme gehen die greisen Machthaber der IRI erhebt, wird die Konsequenzen spüren – egal wie. Im Mullah-Reich geht das besonders einfach: abhilen, einsperren, foltern oder (je nachdem, wie tief die Schuld ist) töten. Im Falle von Musiker Shahin Najafi geht das blöderweise nicht ganz so einfach. Der Rapper ist vor einigen Jahren aus dem Iran nach Deutschland geflohen und hat seither in seinen Liedern, die er selbst schreibt, nicht nur gesellschaftliche Belange thematisiert, sondern auch immer wieder die Mullahs, ihre Handlanger und auch jene persische, im exil lebende Künstler, die über das Unrecht in ihrem Heimatland schweigen, massiv angegriffen und beschimpft.
In seinem neuesten Lied „Naghi“, ist Najafi, diesmal so weit gegangen, dass die Mullahs nun aber mal richtig sauer sind. Und weil sie ihn nicht zu fassen kriegen, machen sie es anders: Sie verhängen eine Fatwa und geben ihn, der in Deutschland, lebt zum Abschuss frei! Hier das Lied in voller Länge mit englischer Übersetzung. Interessant auch das gewählte Bild: Ein Busen, der an eine Moschee erinner, auf der Brustwarze die Fahne der Homosexuellen. |
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