bubizitrone: Electrelane – This Deed. Diese Tat ist ihnen… January 27, 2012 | 04:11 pm



bubizitrone:

Electrelane - This Deed.

Diese Tat ist ihnen immer noch ferner, als die fernsten Gestirne, und doch haben sie dieselbe getan.

(Nietzsche, Die Fröhliche Wissenschaft (The Gay Science), section 125 of book 3)

macintosh plus – ブート … get romantic … January 27, 2012 | 03:33 pm



macintosh plus - ブート

… get romantic …

Monty Python Truppe dreht Film zusammen! January 27, 2012 | 11:59 am

Wie es scheint, wird das alte Monty-Python-Team wieder zusammen einen Film drehen. Natürlich mit ein paar Einschränkungen. Graham Chapman spielt nicht mit, da die Verhandlungen mit ihm gescheitert sind. Er kann sich wohl , solange er immer noch tot ist, nicht dazu aufraffen, in einem weiteren Film mitzuwirken. Mit Eric Idle wurde nach Angaben des Producers gesprochen, er hat aber noch nicht zugesagt (Gerüchte behaupten bereits das Gegenteil).

Damit haben aber John Cleese, Terry Gilliam und Michael Palin unterschrieben, in der Science-Fiction-Farce “Absolutely Anything” Aliens ihre Stimmen zu leihen. Terry Jones entwickelte die Story zusammen mit dem Drehbuchautor Gavin Scott (Small Soldiers, Earthsea – Die Saga von Erdsee, Die Abenteuer des jungen Indiana Jones, …) und wird auch Regie führen. In einer weiteren Rolle wird Robin Williams wohl einen Hund sprechen.

Terry Jones meinte in einem Interview:

“It’s not a Monty Python picture, but it certainly has that sensibility,”

Einen Film im Stile der alten Monty-Python-Tradition wie “Das Leben des Brian” oder “Die Ritter der Kokosnuß” zu drehen , ist heute wohl unmöglich; es bleibt jedoch zu hoffen, dass die Jungs sich inhaltlich treu bleiben und eine absurde Komödie abliefern werden, wie man es qualitativ von ihnen gewohnt ist. Schließlich wurde nicht umsonst die Bezeichnung “pythonesk” erfunden, um ihre Sketche und die der Nachahmer zu klassifizieren. Sie haben Spam “erfunden” und die englische Sprache auch mit anderen Phrasen wie “And now for something completely different” und “The parrot is dead!” bereichert.

“Das Leben des Brian” war in diversen Ländern wegen des blasphemischen Inhalts verboten oder mit 18+ Einschränkungen belegt, in einigen Städten sogar fast bis heute. Und noch heute ist der Film für religiöse Vereinigungen ein Aufreger. Die Pythons waren auch stolz darauf, wie historisch präzise sie die Zeit dargestellt haben. Diese Aussage mag seltsam erscheinen angesichts z.B. der Ufo-Szene, aber die Menge an Nachforschungen, die in den Film und die Szenerie geflossen sind, war wohl immens. Vielleicht kann man sagen, dass sie die historische Wirklichkeit genauso überzeichnet haben wie in anderen Sketchen die heutige Zeit.

Auch der tägliche Alltag, Politik, Firmen, Finanzindustrie und Kultur bekamen in diversen Filmen ihr Fett ab. In aller Absurdität haben die Pythons ein zutiefst skeptisches Bild der Welt gezeichnet und man muss ihnen heute noch dankbar sein, dass sie so respektlos waren.

In Memoriam Graham Chapman:

Widerstandskampf January 27, 2012 | 11:23 am

Bei einem Anschlag auf eine Beerdigungszeremonie nahe eines Krankenhauses in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 28 Menschen getötet worden. Rund 50 Menschen seien verletzt worden, sagte ein Arzt des Krankenhauses. Nach Angaben des Innenministeriums sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto in die Luft.

Quelle

Die Draufgänger und der Hausbesetzer. January 27, 2012 | 06:52 am

Die Draufgänger, so lautet der sinnentleerte Name einer neuen RTL-Serie, die auf dem Platz von „Alarm für Cobra 11″ zu sehen ist. Es handelt sich um deutsche Krimikost, bei der ein Ermittlerduo im Mittelpunkt der Handlung steht. Hier würden zwei „humorvollen LKA-Polizisten Dresdens Straßen sicherer machen”, freute sich die „Bild-Zeitung”. „Die Draufgänger” ist eine typische Buddy-Serien-Komödie. Bereits der Pilotfilm zählte zu den schlechtesten Erzeugnissen, die der deutsche Serienmarkt bisher hervorgebracht hat. Das ist, angesichts der trashigen Konkurenz von „Alarm für Coba 11″ und „Lasko — die Faust Gottes”, immerhin auch eine Leistung. Von einer  Serie, die von RTL mit dem dumm-deutschen Machospruch „Echte Kerle braucht das Land” beworben wird, ist allerdings auch nicht mehr zu erwarten.

Am vergangenen Donnerstag, den 26.01.2011 warb der TV-Sender, der für Ekel-Sendungen wie „Ich bin ein Star — Holt mich hier raus” oder „Deutschland sucht den Superstar” berüchtigt ist, mit einer wie ganz besonderen neuen Folge des Krimi-Machwerks: Die beiden Ermittler, der eher vorsichtige Familienvater Marcus Maiwald (Jörg Schüttauf) und der mutige Macker Carl Berger (Jörg Schüttauf) durften in der autonomen Szene ermitteln. Im Trailer zur Folge waren sprühende Autonome, explodierende Autos und Transparente zu sehen, die an besetzten Häusern hingen. Das klang trashig. Daher habe ich um 20:15 nicht auf Tele 5 gezappt, dort ist gerade die erste Staffel der viel besseren Serie „Star Trek — Das nächste Jahrhundert” zu sehen, sondern auf RTL, um die Folge der Serie zu begutachten, die sich mit den Autonomen befasst, obwohl mir die zu erwartende Mischung aus borniertem Stumpfsinn und abgeschmackter Langeweile eigentlich gar nicht zusagt.

Zu Beginn der Folge verfolgt das wenig dynamische Ermitlerduo die Tochter des Familienvaters Marcus Maiwald, der besorgt ist, weil seine Tochter nun einen Freund hat, der zum einen viel zu alt und zum anderen auch noch in der linken Szene aktiv ist. Zwischendurch will Kommissar Maiwald ein falsch parkendes Auto mit einem Strafzettel versehen, als dabei das Auto explodiert, führt die Spur in ein besetztes Haus, vor dem gerade ein weiteres Auto abgefackelt wurde. Dies gehört einem „Spekulanten” Drexler, der die Besetzer_innen vertreiben möchte.

So klischeehaft wie die Figuren sind auch die Transparente vor jenem besetzten Haus: „Tod dem Bullen”, lautet nur eine Parole, die dort zu lesen ist, während dreckiger Punkrock die Straße beschallt. Als die beiden Cops den Tatort erreichen, greifen die palituchtragenden Hausbesetzer_innen gerade die deutschen Bauarbeiter an: Molotow-Coctails fliegen, das dabei fast ein Kind den Serientod stirbt, wenn es nicht vom Polizisten gerettet werden würde, scheint die Hausbesetzer_innen nicht zu stören.

So wird ein Feindbild geschaffen, mit dem der deutsche Fernsehspießer sicherlich kein Problem hat. Zu diesem Feindbild gehört auch eine Hierarchie, die präsentiert wird. Schließlich gibt es einen „Chefbesetzer”, der seine Truppen militärisch führt: „Feuerpause”, brüllt er als die beiden Polizei-Kumpanen das Haus betreten, um ihm einen Besuch abzustatten. „Chefbesetzer” Lars residiert ganz standesgemäß in einer Art Hauptquartier und sondiert gerade die Karten. Natürlich ist er der Freund der Tochter des Polizeikommisars Maiwald. Man sieht: Es ist eine mehr als lächerliche Handlung, die dem geneigten Publikum präsentiert wird.

Zur lächerlichen Handlung gehört auch der Anwalt der Hausbesetzer_innen, der bereitweillig mit der Polizei zusammenarbeitet. Ein weiterer Höhepunkt ist die alte Oma, die ebenfalls im besetzten Haus lebt: „Ich habe den Feuersturm miterlebt, glauben sie, da habe ich Angst vor so ‘nen paar Mollies”, antwortet sie dem Polizisten während einer Befragung. Dabei war es ihr Enkel, der einige Minuten zuvor fast von einem solchen Mollotow-Coctail getroffen wurde. Der „Chefbesetzer” geht unterdessen sprühen: „Drexler stirb”, malt er auf einer Baustelle des „Spekulanten”. Kein Wunder, dass er wegen des Anschlags gesucht wird. Der erste Freund der Tochter, „ein Terrorist”, erbost sich Kommisar Maiwald.

„Die Draufgänger” ist deutscher Serienstoff, der sich für kein Klischee zu schade ist. Zum Serienstoff gehört es sicherlich auch, dass alles nicht so ist, wie es scheint. „Auf der einen Seite ist die Hausbesetzer-Szene, die zünden eben Autos an”, schlußfolgert Kommissar Berger scharfsinnig: „Auf der anderen Seite der Anschlag” auf den „Spekulanten” Drexler. Die Taten haben eben doch nicht so viel miteinander zu tun, wie es die Drehbuchautor_innen den Zuschauer_innen zunächst weismachen wollen. In Wirklichkeit ist wenig überraschend eine andere — zunächst unschuldig erscheinende Person — für den Mordanschlag auf den „Spekulanten” verantwortlich.

Die Drehbuchautor_innen müssen ihr Machwerk in einem Zustand der völligen geistigen Umnachtung geschrieben haben: So viel Dummheit war selten im Fernsehen zu sehen. „Die Draufgänger” gehört zu den schlechtesten deutschen Fernsehmachwerken, die man zur Zeit anschauen kann. Es handelt sich um kaum zu ertragende visuelle Folter, die jeden Donnerstag um 20 Uhr 15 auf RTL zu bestaunen ist.

62 heute alleine January 26, 2012 | 11:53 pm

Thursday’s death toll in Syria has increased to 62 people, Al-Jazeera quoted activists as saying.

Quelle

Im Inselparadies January 26, 2012 | 11:50 pm

Die Malediven haben Vieles zu bieten, vor allem für den Fetischtourismus. Da ist für jeden etwas dabei: Sexuelle Gewalt, Genitalverstümmelung, öffentliche Massenauspeitschungen. In Sachen Frauenrechte konkurriert man mittlerweile mit Ländern wie Sudan und Saudi Arabien um die hinteren Spitzenplätze.

Alle Jahre wieder January 26, 2012 | 11:04 pm

Erneute Gewalttaten durch die RSH in Hamburg

In der Nacht zum 24.12.11 ereignete sich ein gewalttätiger Übergriff von Mitgliedern der „Roten Szene Hamburg“ auf drei Hamburger Antifaschist_innen. Als diese gegen 1 Uhr aus der Hafenstraße Richtung Reeperbahn gingen, trafen sie in der Balduinstraße Ecke Friedrichstraße auf die Angreifer_innen. Etwa 7-8 Personen kamen ihnen, bedrohlich rufend und mit erhobenen Händen klatschend, aus der Friedrichstraße entgegen. Zwei der Angegriffenen wurden sofort umstellt, beleidigt, bedroht und körperlich bedrängt. Ihnen wurde gesagt, dass ‚das Viertel’ der RSH gehöre und sie sich nicht dort aufzuhalten hätten.

Die dritte angegriffene Person war auf die Straße ausgewichen und hatte sich, in der Hoffnung, dass es ihr Schutz bieten würde, in die Nähe mehrerer Polizist_innen gestellt, die gerade eine Personenkontrolle durchführten. Ungeachtet dessen folgten ihr zwei der Angreifer_innen auf die Straße, traten nach ihr und schlugen ihr ins Gesicht. Die zufällig anwesenden Polizist_innen griffen sogleich ein und nahmen einen der Angreifer_innen wegen Körperverletzung fest. Bei der Durchsuchung fanden sie zusätzlich eine schwere Metallkette bei dem Festgenommenen. Während des Eingreifens der Polizei waren die übrigen Angreifer_innen geflüchtet.

Die beiden anderen Angegriffenen begaben sich unterdessen zur Davidwache, weil sie erwarteten, dass ihr Freund ebenfalls von der Polizei mitgenommen werden würde. Dieser wurde jedoch laufengelassen. Als er ihnen zur Davidswache folgte, traf er auf der Reeperbahn auf zwei der vorherigen Angreifer_innen, die ihm aufgelauert hatten. Sie warfen ihm vor, dass er Schuld an der Festnahme sei und drohten ihm, dass er das jetzt büßen werde. Er rannte weg, doch die Angreifer_innen jagten ihm nach, bis er sich in die Davidwache flüchten konnte.

Dies ist nicht der erste gewalttätige Übergriff von Mitgliedern der Gruppe „Rote Szene Hamburg“ und ihrem Umfeld. Auf die Beteiligung an der gewaltsamen Verhinderung von „Warum Israel“ im B-Movie im Oktober 2009 folgte ein Angriff auf zwei Hamburger Antifaschist_innen im Januar 2010 in der Nähe des Hafenklangs, bei dem die Angreifer_innen ihnen auflauerten, sie schlugen und traten, auch noch als sie bereits am Boden lagen. Erst als Unbeteiligte die Polizei alarmiert hatten, ließen die Angreifer_innen ab und flüchteten. Weitere Male kam es seitdem zu Bedrohungen und Schlägen auf dem Hamburger Berg, in der Schanze, im Gängeviertel und im Zuge antifaschistischer Reisegruppen.

Oftmals zur Zielscheibe der Einschüchterungsversuche werden nicht organisierte Antifaschist_innen, die wenig Möglichkeiten sehen, sich Unterstützung zu suchen. Durch die häufig vorhandenen persönlichen Bekanntschaften mit den Angreifer_innen wird für die Betroffenen die politische Dimension der Situation leicht verdeckt, weshalb Vorfälle nur selten bekannt gemacht werden. Die Reduktion der genannten Angriffe auf vermeintliche „persönliche Streitereien“ schiebt jedoch den Angegriffenen nicht nur eine Mitschuld zu, sondern blendet außerdem das Muster im Verhalten von RSH und Co aus.

Die Übergriffe verlaufen immer ähnlich. RSH und Co beanspruchen, dass ‚das Viertel’ ihnen gehöre, sie also das Sagen hätten und entscheiden könnten, wer sich dort aufhalten dürfe. Sie treten als Macker-Gang auf, die ihr Gebiet kontrolliert. In diesem dulden sie diejenigen nicht, die sie als „Antideutsche“ identifizieren, und wen sie nicht dulden, gegen die_den wird gewaltsam vorgegangen. „Antideutsch“ fungiert hierbei nur noch als Label, das völlig von Inhalten entkoppelt ist. Auf eine diffuse Vorstellung von „Antideutschen“ können sich RSH und Co jedoch über die Mauern der B5 hinweg verlassen, wenn es darum geht, ihre Taten zu skandalisieren. Das „antideutsche Gespenst“, eine nach Bedarf ausgeschmückte Projektionsfläche, überholt sofort die Empörung über die Gewalt und hinterlässt ein Schweigen aus dem Wunsch, sich nicht in einen vermeintlichen „Sektenkrieg“ ziehen zu lassen, oder gar der Unterstellung, irgendwie müssten die Angegriffenen ja provoziert haben, sonst hätte es sie nicht getroffen.

Daraus ergibt sich für die Betroffenen eine Situation, in der sie alleine mit der Gewalt und der Bedrohung fertig werden müssen, während RSH und Co. gewähren können, wie es ihnen beliebt. Wenn deshalb einzelne Betroffene den Weg einer Strafanzeige bei der Polizei wählen, weil sie sich davon einen Schutz erhoffen, den sie anderswo nicht erfahren, ist das Ausdruck ihrer Angst und Ausweglosigkeit. Wer den Gerüchten glaubt, diese Personen hätten dabei über linke Strukturen geredet, und damit nachträglich die Angriffe rechtfertigt, die_der geht der fadenscheinigen Taktik der Angreifer_innen auf den Leim.

Einige Freund_innen der angegriffenen Personen

http://allejahrewieder.blogsport.de/

ich, der “schmerzensmann” January 26, 2012 | 04:44 pm

Von Vorwahlen und Castingshows January 26, 2012 | 04:40 pm

Und wenn Sie es bisher noch nicht bemerkt haben, werden Sie spätestens jetzt, nach drei Vorwahlen, feststellen, dass die amerikanische Demokratie ziemlich unübersichtlich ist. Das passt auch irgendwie zu uns.

- US-Botschafter Philip D. Murphy „Was Deutsche an Amerika nicht verstehen“, Berlin, 25. Januar 2012

Wer den Radio-Beitrag von Tilo Jung zu den US-Vorwahlen gehört hat und diesen Autor auch nur ansatzweise kennt, wird sich denken können, dass das eigentliche Interview viel länger gedauert hat. Das ist im Hörfunk normal — 30 Minuten reden für drei Minuten O-Ton — besonders wenn es nur um Hintergrund geht. Zusätzlich müssen, äh, gewisse Leute immer in ihrem Redefluss gebremst werden, wie die Schönste Germanin bezeugen kann. Daher liefern wir in diesem Eintrag etwas mehr Hintergrund als im Interview Platz finden konnte.

Denn in diesem Jahr scheint ein Missverständnis die Runde zu machen: Dass die potenziellen US-Präsidentschaftskandidaten von den Parteien aufgestellt werden, quasi als Liste, und dann die Basis darüber abstimmt. So würden sich die Parteien das bestimmt wünschen. Aber so läuft das nicht.

Tatsächlich kann vereinfacht gesagt jeder bei den Vorwahlen mitmachen, der sich berufen fühlt, für seine Partei die USA in eine leuchtende Zukunft zu führen. Wer sich eine (informelle) Anleitung für Kandidaten anschaut, wird viel über political action committees (PAC) und Wahlforschung finden, aber nichts über die Parteispitzen (das Ganze gibt es bei Deviant Art auch als Schaubild). Die Partei hat weder direkte Macht („Dich wollen wir nicht“) und weil die Kandidaten ihre eigene Finanzierung übernehmen, auch kaum indirekte („Wir zahlen das nicht“). Der interessierte Leser mag sich vorstellen, wer in Deutschland bei so einem Verfahren alles nach der Kanzlerschaft greifen würde.

Also, etwas salopp formuliert: Jeder, der zur richtigen Zeit „Ich!“ schreit, etwas Startkapital zusammenkratzt und den Papierkram korrekt ausfüllt, kann einen auf Kandidat machen. Die Parteispitze kann so entsetzt sein wie sie will, aber ihre Rolle beschränkt sich selbst im schlimmsten Fall faktisch darauf, versteinert zu lächeln. Der Joker, Hannibal Lecter und Walternate könnten für die Republikaner (oder Demokraten) antreten.

Entsprechend ist das mit den Kandidaten bei der Vorwahl noch viel, viel schlimmer. Die Leute, die man in den Medien sieht, sind nur der obere Ausschnitt der Kandidatenliste. Schauen wir uns eine vollständigere Aufstellung bei den Republikanern an, so finden wir neben den bekannten Verdächtigen wie Mitt Romney, Newt Gingrich, Ron Paul oder Rick Santorum noch Mitte Januar 2012 diese Namen:

Fred Karger
Kathyern Lane
Andy Martin
Thad McCotter
Jimmy McMillan
Tom Miller
Buddy Roemer
Matt Snyder
Vern Wuensche

Auf der anderen Seite haben wir Randall Terry, der bei den Demokraten gegen Amtsinhaber Barack Obama antritt, denn formell muss auch dieser erstmal nominiert werden. Die Chance dieser Leute auf die Präsidentschaft ist etwa so groß wie die der Arizona Cardinals, jetzt noch den Superbowl zu gewinnen. Die amerikanischen Medien ignorieren sie daher auch weitgehend. Aber eigentlich sind sie dabei, warum auch immer.

Überhaupt treten jede Wahl seit der Einführung des Vorwahlsystems in den 70ern Leute an, denen teilweise unterstellt wird, aus fragwürdigen Motiven mitzumachen — vielleicht um sich politisch zu profilieren („Ich war Präsidentschaftskandidat!“), um bekannter zu werden (Buchdeals) oder weil sie schlicht und einfach den Schuss nicht gehört haben.

Was uns zur zentralen Funktion der Vorwahlen bringt: Das Kandidatenfeld zu reduzieren. Dabei wird die Liste von unten gekürzt. Es folgt eine unserer berüchtigten groben Faustregeln:

Die Funktion der ersten Vorwahlen besteht nicht darin, die aussichtsreichsten Kandidaten zu krönen, sondern die aussichtslosen aus dem Rennen zu werfen.

Das erklärt auch, warum diese Wettkämpfe ruhig in Bundesstaaten abgehalten werden können, die nicht wirklich für die ganze USA repräsentativ sind. Wer schon in Iowa, New Hampshire oder South Carolina einen Oops-Moment hat, dürfte sich anderswo kaum besser schlagen. Die Medien konzentrieren sich trotzdem auf die Sieger: Niemand will wissen, dass der aussichtslose Kandidat whatshisface herausgeflogen ist, sondern wer später Kandidat werden könnte, auch wenn das am Anfang ziemliche Spekulation ist.

Wem jetzt der ganze Ablauf schrecklich bekannt vorkommt: Ja, es gibt gewisse Parallelen zu Castingshows. So gut wie jeder kann mitmachen, es wird brutal ausgesiebt und am Ende gewinnt jemand, der immerhin nicht völlig hoffnungslos ist. Auch bei den Emotionen der Zuschauer gibt es Ähnlichkeiten. Dieser Autor versucht seit Jahren, das nützliche deutsche Wort „Fremdschämen“ ins Englische einzuführen.

Warum tun sich die Amerikaner das an?

Schließlich beginnt der ohnehin lange Wahlkampf jetzt noch früher und alles wird noch teurer. Die guten Bürger von Iowa und New Hampshire können mit Wahlwerbung ihre Häuser tapezieren und ihren Kühen wird vor Stress die Milch schlecht. Während europäische Wahlkämpfe wie Golfturniere ablaufen — gesittet, leise und höflich — erinnert die amerikanische Politik schon seit jeher eher an Eishockey — brutal, laut und mit gelegentlichen Handgreiflichkeiten, wenn inzwischen selten noch echten. Entsprechend sind die Vorwahlen nicht unbedingt das würdigste Schauspiel.

Es gibt zwei Hauptargumente:

Demokratische Legitimation. Der Bürger soll sich nicht mit den Kandidaten begnügen müssen, die die Parteien für ihn aussuchen — wie es 140 Jahre lang der Fall war — sondern von Anfang an mitentscheiden können.

Ein weites Netz. Da jeder mitmachen kann, erhalten auch potenzielle Kandidaten eine Chance, die in der Parteimaschinerie stecken bleiben würden.

Als Beispiel für beide Argumente mag die Wahl 2008 gelten. Ohne der demokratischen Parteispitze böse Absicht zu unterstellen — wäre sie wirklich das Risiko eingegangen, einen vergleichsweise unerfahrenen und jungen Senator mit einem komischen Namen und einer bis dahin für Präsidenten ungewöhnlichen Hautfarbe ins Rennen zu schicken?

Weil Amerikaner Amerikaner sind, ist das System der Vorwahlen natürlich umstritten. Gegenwärtig versucht eine Gruppe in Arizona per Volksentscheid die parteigebundenen Abstimmungen in dem Bundesstaat abzuschaffen und durch ein offenes top-two-System zu ersetzen. Dabei soll es nur noch eine Abstimmung geben, an der sich alle Bürger beteiligen könnten. Der Erst- und Zweitplatzierte würden dann die Kandidatur erhalten, egal welcher Partei sie angehören (falls überhaupt). Die Initiatoren argumentieren, das jetzige System bevorteile Kandidaten mit extremen Ansichten.

Partisan primaries require candidates to appeal to the most fervent voters in their party, who often represent views more extreme than the mainstream …

Ob die nötigen Stimmen für ein Referendum im November zusammenkommen, ist noch unklar. Einer Umfrage der Arizona State University zufolge wären 58 Prozent der Zonies für eine entsprechende Änderungen der Landesverfassung.

Wenn das Schule macht, müssen wir einiges hier wieder umschreiben. Das nennt man wohl Arbeitsplatzsicherheit.


Wie Ungleichheit der Gesellschaft schadet January 26, 2012 | 01:14 pm

Wie Hans Rosling in diversen Videos demonstriert hat, bedeutet ein höheres Bruttonationalprodukt im Endeffekt höhere Lebenserwartung. Der Effekt ist nicht unlogisch: Mehr Geld -> Besseres Gesundheitswesen.

Das gilt allerdings nur für die Differenz bzw. den Übergang von armen Ländern zu reichen Ländern, ab einer gewissen Grenze gibt es diese Korrelation nicht mehr. Vergleicht man zwei reiche Länder mit ähnlichem Bruttonationaleinkommen (pro Person gerechnet), so finden sich signifikante Unterschiede. Zum Beispiel ist die Lebenserwartung in den USA mit 78,1 Jahren weit niedriger als in Norwegen mit 80,8 Jahren. Reichtum/Einkommen spielt scheinbar keine Rolle mehr.

Der englische Professor Richard Wilkinson hat die Thematik untersucht und herausgefunden, dass es ein klares Muster gibt: Die Arm-Reich Schere innerhalb der Gesellschaft. Je kleiner die Differenz zwischen den unteren 20% und den oberen 20% in einem Land ist, desto besser geht es der Gesellschaft als Ganzes. Das betrifft nicht nur die Lebenserwartung, sondern ein breites Spektrum an Bereichen wie Analphabetismus, Verbrechensraten, Drogensucht (auch Alkoholismus), …

Überraschend ist vielleicht, dass es auch den oberen 20% in diesen Ländern etwas besser geht. Im Endeffekt profitieren also alle, arm wie reich, von einer möglichst gleichmäßig wohlhabenden Gesellschaft.

Auf seiner Website, Equality Trust, findet man die Daten und Analysen, die diese Aussage stützen.

Hier ein interessanter Vortrag von Professor Richard Wilkinson bei TED in dem er den Effekt detaillierter als wir erklärt, ein Plädoyer an die Politik, die Menschen näher zusammenrücken zu lassen:

(Untertitel sind auf TED in 33 Sprachen, auch Deutsch, verfügbar)

Wadi Rundbrief Januar 2012 January 26, 2012 | 12:16 pm

Hier der neue Wadi-Rundbrief als Download.

“No, I am not” January 26, 2012 | 12:07 pm

Von der Bloggerin Leena Ben Mhenni, bekannt als “A Tunisian Girl”:

The Salafis/Islamists announced that I am on a death list when I answered them by sharing Quraniq verses and the prophet’s sayings to show them how stupid and how far from religion are they , they said that I did this because I am afraid . No I am not . I was under the live bullets when you did not dare to reveal your ideologies and beliefs and when you did not dare to have your beards and total veils so I won’t be afraid of cowards.

Auschwitz today January 26, 2012 | 12:06 pm

Einen Tag vor dem offiziellen Holocaustgedenktag, dem Tag der Befreiung des Lagers Auschwitz durch die Rote Armee im Jahr 1945,  also vor 67 Jahren, ist es mal wieder Zeit sich Gedanken zu machen und die Frage zu stellen: Wie wird umgegangen mit der barbarischen Vergangenheit, nein vielmehr mit dem Ort der Sinnbild geworden ist für die rationalisierte, industrialisierte Menschenvernichtung? Es scheint, als ob das Lager Auschwitz zu einem Platz geworden ist, der sich einreiht in die Kette von Sehenswürdigkeiten die man eben besucht wenn man in der Nähe ist (oder wegen dem Klassenauflug gezwungen ist zu besuchen). Es ist ein Ort, der mit der ikonographierten Metapher alles zu beinhalten scheint und deshalb wie ein Schlüssel wirkt, aber das was zu bekommen ist  „nur“ Stacheldraht, einige Gebäude und Ruinen meint. Es ist ein Ort der die Vergangenheit nicht greif- oder erklärbarer werden lässt. Es ist ein Ort und kein Abstraktum, ein Ort der schreit von Entmenschlichung und Barbarei und doch schweigt, ein Ort der einen Prozess  und Handlungen beinhaltet und doch museal starr bleibt und schweigt. Die über ihre Erfahrungen erzählenden Überlebenden sind ein Versehen.

Es ist ein Ort in der Welt der in der Welt bleibt – und zum Spielplatz wird und allem wonach das menschliche Bedürfnis eben trachtet…

(src)

Lesenswertes von Henryk M. Broder, der das heutige Lager vor allem als ökonomischen Tourismusfaktor beschreibt, aber nicht mit dem richtigen Schluss zum 50. Jahrestag der Befreiung des Lagers.

Für Detlev Claussen löste sich der Ort Auschwitz auf – hinter einem sinnstiftendem Abstraktum: „Mit ‘Holocaust’ aber war das Zauberwort gefunden, das Auschwitz verschwinden ließ. „ (von hier )

In Deutschland hat es seit jeher Konjunktur die Toten von Auschwitz mit den Toten von Stalingrad oder den Toten von Dresden zu nennen – als Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in einem sogenannten Jahrhundert der Extreme. Doch genau darin ist nicht nur eine Relativierung, sondern die Negation der industrialisierten Menschenvernichtung zu sehen. Das Leben innerhalb des Lagers wird dem Leben außerhalb des Lagers gleichgestellt, das allgegenwärtige Sterben im Lager als eine bloße Facette der Allgegenwart des Todes im Krieg dargestellt…

Jean Amery: „Da  und  dort  wird  vielleicht  jemand  einwenden, dass  auch  der  Frontsoldat  ständig  vom  Tode umfangen war und dass darum der Tod im Lager nicht eigentlich einen spezifischen Charakter und eine unvergleichliche Problematik hatte. Muss ich erst noch sagen, dass dieser Vergleich untauglich ist? Der Soldat starb den Helden – oder Opfertod: der Häftling den des Schlachtviehs. Der Soldat wurde ins Feuer getrieben, und sein Leben war nicht viel wert, das ist wahr, dennoch war ihm vom Staate nicht das Sterben verordnet, sondern das Überstehen. Des Häftlings letzte Pflicht aber war der Tod.“ (src)


Einsortiert unter:über-denken, dates, Foto/Bild, lesenswert, Sehenswertes

Aus dem Ferienparadies January 26, 2012 | 11:00 am

When the United Nations High Commissioner for Human Rights, Navi Pillay, visited the Maldives late last year, she urged that the practice of flogging women for having sex outside marriage – while very rarely punishing men for the same – should be abolished.

”This practice constitutes one of the most inhumane and degrading forms of violence against women,” she told local reporters then.

The response was as fierce as it was unexpected. The next day protesters rallied outside the UN building, carrying placards that read ”Ban UN” and ”Islam is not a toy” and threatened to ”Flog Pillay”. A website later promised to ”slaughter anyone against Islam”. (…)

Anecdotal reports suggest female circumcision is undergoing a resurgence in the Maldives, particularly on the outer islands, where local imams hold significant influence.

»Ich habe keine Kraft mehr.« January 26, 2012 | 10:56 am

Sie sind 1959 nach Deutschland gegangen. Würden Sie rückblickend sagen, dass dieser Entschluss richtig war?
Am liebsten wären wir nach dem Krieg in die Schweiz übergesiedelt. Aber wir hatten damals kein Geld, man hätte uns dort nicht aufgenommen. Ob es richtig war, nach Deutschland zu gehen und nicht etwa nach Israel oder in die USA? Darüber möchte ich hier und heute nicht sprechen. Ich habe keine Kraft mehr. Haben Sie Nachsicht mit mir. Ich bin ein alter Mann. Adieu.
—Marcel Reich-Ranicki

verlinken: Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace Tumblr del.icio.us email

Der lange Arm der Hamas January 26, 2012 | 01:57 am

Die Resonanz der Medien auf die Propagandaveranstaltung „Zum Gedenken an ‚OPERATION GEGOSSENES BLEI‘“ in München fiel erfreulich leise aus – ohne den üblichen Beifall von Süddeutsche und Co. Der „Freigänger aus Gaza“ (Zitat: Salam Shalom) hatte nur die bereits Überzeugten zu überzeugen.

Dass Simon Siam die Welt nach streng religiösen Vorstellungen zugerichtet sehen möchte, ist ihm nicht anzusehen. Der Fotograph wirkt eher so, als wäre er gerade von seinem Surfboard gestiegen, pflegt eine jugendliche Sprache, die dem Hip Hop entlehnt ist. Ein wenig gedrungen aber im Grunde lässig schlurft er durch die neu eröffnete „Galerieflash“ in der Blumenstraße, die seine Bilder „Zum Gedenken an ‚OPERATION GEGOSSENES BLEI‚“ zeigt. Über 1.400 Menschen sind bei der Operation gestorben, „ein Grund zu gedenken, finden Sie nicht?“, fragt die Mutter der absenten Galeristin stellvertretend. Den ausgestellten Bildern ist die Radikalität ihres Schöpfers nicht anzusehen, sie zeigen Ausschnitte des alltäglichen Lebens in Gaza; u.a. eine Tankstelle, Kinder am Straßenrand, ein schrottiges Auto. Auf die Darstellung von „Zerstörung und Einschüssen“ habe er bewusst verzichtet, erklärt Siam sein Konzept, mit vieldeutigem Augenaufschlag. Beim Blick weg von den Bildern hin zu seinen Internetaktivitäten wird jedoch eine kritikwürdige Weltanschauung deutlich. Dass Siam die Facebook-Umfrage, wer in der alten und modernen (!) Geschichte die bedeutendste Persönlichkeit ist, mit „Mohammed, der Gesandte Gottes“ beantwortet, kann noch als Zeichen für religiöse Überidentifikation gewertet werden. Er hält es aber gleichwohl für eine „Sehr gute Entscheidung“, Szenen mit Umarmungen und Küssen in ägyptischen Filmen zu zensieren,¹ womit schon ein erstes Moment begründeter Skepsis nahe liegt.

Was die „Palästinenser“ zu tun haben
Die Skepsis bestätigt sich zunehmend Eingedenk von drei Facebook-Seiten, die der sogenannte „Freigänger aus Gaza“ jeweils als Administrator befüttert. Neben einer vergleichsweise wertneutralen Seite, die der Promotion seiner eigenen Bildwerke dient und einer weiteren, die er „Abbas“ nennt, ist er als alleiniger Administrator der Facebook-Seite „Target Productions“ gelistet. Dort verlinkt er fast ausschließlich Artikel des gleichnamigen Portals (http://target.ps). Dabei handelt es sich offenbar um eine Propaganda-Plattform, die seit kurzem nicht mehr erreichbar, über den Google-Cache aber weiterhin nachvollziehbar bleibt. „Kristallnacht in Palestine“ titelt eine Überschrift, eine andere: „Zionism: The Real Enemy of the Jews.“ Der Beitrag „How to free Palestine“ ist eine gesonderte Erwähnung wert. Um „Palästina zu befreien“ habe das „Palästinensische Volk“ nämlich die „Palästinensische Autonomiebehörde“ (PA) der Fatah aufzulösen, heißt es darin, da diese ein „verlängerter Arm“ der Zionisten sei. Weiter müsse den „jüdischen Siedlern … mit allen Mitteln“ entgegengetreten werden. Die Länder Jordanien, Ägypten, Syrien und Libanon seien darüber hinaus „notfalls mit Gewalt“ vom „zionistischen Arm“ zu „befreien“, da auch deren Regierungen nur„Marionetten“ Israels seien.


Israel von der Landkarte blättern: aktuelles Bild der Facebook-Site der Palästinensischen Gemeinde München

Zurück in München: Weichspülprogramm
Mitinitiiert hat die Veranstaltung mit Siam in der „Galerieflash“ die Palästinensische Gemeinde München und Amnesty International, sowie rührte der antizionistische Verein Salam Shalom über E-Mail-Verteiler und Website die Werbetrommel. Von Aufrufen zur Gewalt gegen den jüdischen Staat oder gar gegen Jüdinnen und Juden ist auf der Ausstellung nichts zu bemerken. Doch die Bilder über Gaza folgen einer bestimmten Logik. Der Fotograph führt die Besuchenden deshalb selbst durch die Galerie und erklärt den tieferen Sinn der Anordnung. Ein Bild zu einer Brot backenden Frau kommentiert er beispielsweise mit einer Geschichte über die von Israel und Ägypten angeblich stundenweise gesperrte Gasversorgung, ein an sich wenig aussagekräftiges Bild von einer Tankstelle folgt die Erläuterung der durch die Blockade des Gaza-Streifens bedingten höheren Benzinpreise. Die Bilder sind im Grunde nach Begehrlichkeiten sortiert, am Ende der Runde steht die Spendenbox. „Wer ist das?“ frage ich, mit dem Finger auf das Konterfei von Ahmad Yasin zeigend, das im Hintergrund eines Bildes zu sehen ist. Das ist „The wise guy of Hamas“, erklärt Siam. Braver Junge, die Funktionäre Zuhause werden stolz auf dich sein.

[1] Hierbei wird auf die Google-Übersetzung aus der arabischen Sprache Bezug genommen. Sollte der folgende Inhalt widererwarten eine andere Bedeutung haben, bitte über das Kontaktformular mitteilen:

* ما رأيك في قرار حذف مشاهد الاحضان والقبلات من الافلام في التلفزيون المصري؟
قرار سليم جدا

, , , , ,

Die Eroberung des öffentlichen Raums January 25, 2012 | 07:07 pm

“Public spaces”, ein weitgehendes Novum in der arabischen Welt, die so etwas historisch nicht kennt und später, im 20. Jahrhundert, nur für orchestrierte Massenaufmärsche und Militärparaden vorgesehen hatte:

The battle to reclaim public space – squares and streets – is part of the ongoing revolution; it is not simply a battle for space. It is a quest to put the demands of the people above the demands of a regime that seeks stability for the few and hardship for the many. For the first time in years, squares across the country became real public spaces, places in which citizens can meet to protest, share ideas, cooperate, make art, sing, chant and discuss – they have become physical manifestations of a different Egypt. The names of these squares are sure to go down in history, even as they continue to witness yet more history-making in the months ahead.

Klehr Prozess: Medizinische Gutachten sind vernichtend January 25, 2012 | 03:27 pm

Ein kleines Update zum Klehr Prozess:
Das Salzburger Fenster berichtet vom letzten Prozesstag am Montag wenig Erfreuliches für Dr. Klehr. Wenig überraschend kommen sie zu dem Schluss, dass die Eigenbluttherapie nach Klehr unwissenschaftlicher Mist sei:

„Keine wissenschaftliche Methode“

“… entbehrt nicht nur einer wissenschaftlichen Grundlage, weist auch dramatische methodische Defizite und gravierende Verletzungen der Richtlinien einer guten Herstellungspraxis auf.“

“… nicht geeignet ist, ein Gliobastom kausal (ursächlich, Red.) oder auch nur palliativ (schmerzlindernd, Red.) zu behandeln.”

Einer der Gutachter sieht auch die Sorgfaltspflicht eines Arztes verletzt: Klehr habe unethisch gehandelt. Die Gutachter folgen somit der Meinung der Anklageschrift, dass Klehr “über die Wirksamkeit seiner Behandlung getäuscht“ und sich „unrechtmäßig bereichert“ habe.

Nachtrag:
Wie das Wochenblatt berichtet musste der Prozess auf unbestimmt Zeit vertagt werden, da eine Verwandte des Verteidigers im Sterben liegt.

Islamischer Neoliberalismus January 25, 2012 | 03:24 pm

Last week, the party announced that it would not meddle with the industrial zones jointly managed by Egypt and Israel to promote trade between the two peace partners. The party has held meetings with a delegation from the International Monetary Fund to discuss a $3 billion bailout that was rejected last summer by Egypt’s military-led government. The party also has assured tour operators that it would not support legislation that would prohibit women from wearing revealing swimwear at beach resorts.

What appears to be tactical restraint, however, might be less political calculation on the Brotherhood’s part than a reaffirmation of its mercantilist sensibility. Its members are well represented among Egypt’s white-collar middle and merchant classes, and many hold senior positions among the country’s professional guilds, or syndicates. (By contrast, the hard-line Islamist Salafists, who won a quarter of the parliament seats as members of the Nour party, draw their support largely from rural and lower-class Egyptians.)

Though admired for its patronage systems that provide food, education and health care to Egypt’s poor, the Brotherhood’s economic agenda is informed by an ancient laissez-faire tradition that has more in common with the values of the United States’ tea party than it does with, say, the more heavily regulated economies of Europe. In the 1950s, for example, the group struggled against President Gamal Abdel Nasser as much for his decision to nationalize the Egyptian economy as for his fierce secularism.

Brotherhood members trace their capitalist conceit to the birth of Islam and tend to associate one with the other. “Islam endorses the market economy and free trade,” Abdel Hamid Abuzaid, a Muslim Brotherhood member and economist at Cairo University, said in an interview before his death last year. “It is part and parcel of Islam as a complete way of life.”

Den ganzen Artikel lesen

pic of the day January 25, 2012 | 02:22 pm

In den Aufzeichnungen zu der Ansprache Der Autor als Produzent stellt Benjamin fest: ‘Die linksradikale Belletristik und Reportage mag sich gebärden wie sie will – sie kann niemals die Tatsache aus der Welt schaffen, daß selbst die Proletarisierung des Intellektuellen beinahe niemals einen Proleten schafft. Warum? Weil ihm die Bürgerklasse, in Gestalt der Bildung, von Kindheit auf ein Produktionsmittel mitgab, das ihn, auf Grund des Bildungsprivilegs mit ihr, und das, vielleicht noch mehr, sie mit ihm solidarisch macht.’ (VI, 180; vgl. II, 700; III, 225).


Einsortiert unter:über-denken, Foto/Bild, lesenswert, philosophie, pic of the day

„des rues de sucre à vienne“ January 25, 2012 | 03:02 am

Zimt und Zucker holt am 27.Januar die legendäre „des rues de sucre„-Party nach Wien und rockt das EKH! Antinationale Afterparty der Mobilisierungen gegen den WKR-Ball 2012 mit folgendem Lineup:

*naicé // Techno/Minimal/Deep House [Wien]
*Reducation DJ-Team // Elektro/Minimal/Techno [Berlin]
*JAY SMOO // Interstellar Rain Entertainment [Vienna]

des rues de sucre Wien Straßen aus Zucker feat Zimt und Zucker

EINLASS: 22.00 Uhr // BEGINN: 23.59 Uhr

Neither perfect nor pretty January 25, 2012 | 01:01 am

Elliot Abrams in Foreign Policy: It’s neither perfect nor pretty, but the Arab Spring proves that neoconservatives were right all along.

Don’t Ignore Electoral Fraud in Egypt January 24, 2012 | 11:33 pm

With so much evidence of fraud at hand, it bewilders us that Western politicians, journalists, and scholars continue to see the shoddy results of the just-concluded Egyptian elections as a valid expression of popular will. Where are the cynical journalists casting doubt on the Salafis coming from nowhere to win 28 percent of the vote? Why do hard-boiled analysts, who see right through rigged elections in Russia and Syria, fall for “the biggest crime of fraud in Egyptian history”? Perhaps because they give Cairo a break on account of it having cooperated with Western powers for nearly 40 years; or perhaps because Tantawi rigs more convincingly.

Given SCAF’s explicit disdain for the election results, we are also surprised that analysts expect these significantly to bear on the country’s future. In fact, SCAF manipulated the recent elections for its own benefit; Islamists are pawns in this drama, not kings. We are witnessing not an ideological revolution but a military officer corps staying dominant to enjoy the sweet fruits of tyranny.

Den ganzen Artikel lesen

TERMIN US-Botschafter zu „What Germans Don’t Understand About America“ January 24, 2012 | 07:57 pm

Terminankündigungen sind in diesem Blog eher selten, aber diese scheint genau ins Programm zu passen: Der US-Botschafter in Deutschland, Philip D. Murphy, hält am Mittwoch, dem 25. Januar 2012 in der American Academy in Berlin eine Rede mit dem Titel

What Germans Don’t Understand About America

Zu dem Vortrag gibt es ab 19.00 Uhr (MEZ, 13.00 Uhr US-Ostküstenzeit) einen Livestream unter http://www.livestream.com/americanacademy.


Falsch January 24, 2012 | 07:31 pm

Jacques Schuster schreibt in einem dieser unzähligen Abgesänge auf den “arabischen Frühling”:

Man wird keine einzige arabische Stimme in der Region finden, die behauptet, der Krieg im Irak sei der Auslöser der Arabellion gewesen.

Ich kenne da viele. Die letzte, die ich hörte war vor genau fünf Tagen auf einer Konferenz zu Genitalverstümmelung im Nahen Osten. Und zwar gehörte sie einer Ärztin aus Diwaniyah im Südirak, einer äußerst mutigen Frau, die in dieser Stadt unverheiratet nicht nur alleine lebt, sondern auch kein Kopftuch trägt. Sie berichtete, wie sehr FGM auch im Süden des Landes verbreitet sei. Und klärte recht eloquent einen Europäer, der das gar nicht hören wollte, darüber auf, dass es ohne den Sturz Saddam Husseins durch die Amerikaner (die sie nebenbei nicht einmal besonders mochte) nie zu den Massenaufständen in der Region gekommen wäre.

Der Tod ist ein Meister aus Deutschland January 24, 2012 | 03:32 pm

Am Samstag, den 28. Januar, findet in Hamburg eine bundesweite, antifaschistische Demonstration statt, deren Anliegen und Aufruf wir voll und ganz unterstützen:

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 28. Januar 2012 in Hamburg

Was sich in Deutschland abspielt, ist unerträglich. Dreizehn Jahre lang konnten drei Thüringer Nazis ungestört durch die Republik reisen, Banken überfallen, Sprengstoff-Attentate verüben und Menschen ermorden. Ihre Opfer waren Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und die Polizistin Michèle Kiesewetter. Die Morde der Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) wurden nur durch einen Zufallsfund nach dem Tod der beiden Nazis Böhnhardt und Mundlos im November 2011 aufgedeckt. Seitdem erfährt die Öffentlichkeit stückchenweise grauenhafte Details über die gezielte Hinrichtung von Migranten in ihren Geschäften, eine Nagelbombe in Köln-Mülheim und andere Anschläge eines Netzwerkes, von dem bisher nicht einmal abzusehen ist, wer ihm außer Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt noch angehört. Das ganze Ausmaß des Terrors ist noch nicht ersichtlich – möglicherweise steckt die Gruppe auch hinter einer Serie von Brandanschlägen in Völklingen und einem antisemitischen Bombenanschlag in Düsseldorf-Wehrhahn.

Erschreckend ist in diesem Kontext auch das Verhalten der deutschen Sicherheitsbehörden, für das Worte wie „Versagen“ offensichtlich zu harmlos sind. Bereits jetzt liegt offen zu Tage, dass die Behörden tief in den Terror des NSU verstrickt waren. Zudem wussten offenbar weite Teile der rechtsradikalen Szene nicht nur von der Mordserie, sondern auch, wer dahintersteckte. Erst kürzlich räumte der Verfassungsschutz in einem geheimen Untersuchungsbericht ein, mindestens bis zum Jahr 2000 über den Aufenthaltsort und die kriminellen Aktivitäten der NSU informiert gewesen zu sein. Es ist daher kaum vorstellbar, dass die Sicherheitsbehörden wirklich erst jetzt erfuhren, dass es im Untergrund eine Gruppe mordender Nazis gab. Es ist also nicht nur so, dass deutsche Sicherheitsbehörden „auf dem rechten Auge blind“ sind, es ist viel schlimmer: Die Grenzen zwischen Verfassungsschutz und militanter Naziszene verlaufen in manchen Gegenden dieses Landes scheinbar fließend. Insbesondere dort, wo die vom Verfassungsschutz eingesetzten V-Leute nicht nur keine brauchbaren Informationen zu der untergetauchten Nazi-Terrorgruppe lieferten, sondern mit Hilfe der staatlichen Zuwendungen maßgeblich am Aufbau von Nazistrukturen beteiligt waren, wie beispielweise in Thüringen.

Helmut Roewer, ehemaliger Präsident des Verfassungsschutz in Thüringen, schreibt heute für den antisemitischen und geschichtsrevisionistischen Ares-Verlag. Unter seiner Präsidentschaft konnten Mundlos, Zschäpe und Böhnhardt unbehelligt abtauchen. In diesem Zusammenhang darf nicht vergessen werden, dass es überzeugte Nazis und SS-Leute waren, die nach 1945 die deutschen Geheimdienste aufgebaut haben. In dieser Tradition kommt die Gefahr aus Sicht von BKA, Verfassungsschutz und BND bis heute nicht von rechts, sondern von links. Ein neuer Ausdruck dessen ist die Extremismusformel, die linke bzw. linksradikale Politik mit rechtsradikaler Gewalt gleichsetzt und beiden die “demokratische Mitte” gegenüberstellt. Ausgeblendet wird hierbei nicht nur der Unterschied zwischen faschistischer Gewalt und dem emanzipatorischen Kampf um bessere Verhältnisse, sondern auch die tiefe Verankerung menschenverachtender Ideologien, wie Rassismus, Antiziganismus und Antisemitismus, sowie weitere Formen gesellschaftlicher Ausgrenzung und Diskriminierung, in der Gesamtgesellschaft.

Auch wenn wir vom Ausmaß des Terrors und vom Ausmaß der Mittäterschaft des Staates entsetzt sind: Im Gegensatz zu Behörden, Politik und weiten Teilen der Öffentlichkeit sind wir als Antifaschist_innen von den Taten des NSU nicht ernsthaft überrascht. Wer wissen wollte, dass es in Deutschland mordende Nazis gibt, wusste es längst. Nicht nur die Pogrome von Hoyerswerda, Solingen und Rostock- Lichtenhagen machten diese Erkenntnis unumgänglich, sondern auch die Zahl von über 180 Todesopfern nationalsozialistischer Gewalt seit 1990. Netzwerke gewaltbereiter Kameradschaften, die „Wehrsportgruppe Hoffmann“, „national befreite Zonen“, Anschläge wie der auf das Oktoberfest von 1980, Waffen- und Sprengstofffunde im ganzen Land: Die Überraschung über die scheinbar plötzlich einsetzende Nazigewalt ist nur durch Heuchelei oder gut funktionierende Verdrängung zu erklären. Sie zeigt wieder einmal, wie wenig begriffen wird, dass die nationalsozialistische Weltsicht von selbst zu Gewalt und Vernichtung drängt – und wie hoch die Bereitschaft von Staat und deutscher Öffentlichkeit ist, die Gefahr von rechts zu leugnen, herunterzuspielen und zu verharmlosen. Es ist nicht nur so, dass in Deutschland niemand etwas über Nazis wissen will – es sei denn, um sich von ihnen als bessere Deutsche abzugrenzen – und Antifaschisten_innen als Störenfriede und Nestbeschmutzer_innen wahrgenommen werden. Sondern, große Teile dieser Gesellschaft teilen auch die menschenverachtenden Ansichten der Nazis: Der Staat schiebt – auf Grundlage einer völkisch-rassistischen Definition von Deutschen – Menschen ab, große Teile der deutsche Bevölkerung teilen antisemitische Ressentiments und die Angst vor „Überfremdung“, die Bücher eines Rassisten wie Thilo Sarrazin werden zu Bestsellern.

Auch während der Mordserie des NSU wurde das völkisch-rassistische Selbstverständnis der deutschen Gesellschaft deutlich: Hinweise von Angehörigen und Freund_innen der Opfer auf einen rechtsradikalen Hintergrund der Taten wurden ignoriert, ein Profiler der Münchner Polizei, der früh auf die Möglichkeit eines rechtsradikalen Hintergrundes der Taten hingewiesen hatte, wurde zum Schweigen gebracht. Die Schuld wurde stattdessen bei den Opfern und ihrer angeblichen Verstrickung in „mafiöse Strukturen“ gesucht. Hinweise, die auf Nazis hindeuteten, wurden systematisch fallengelassen. Die Medien schrieben derweil in rassistischer Art und Weise von „Dönermorden“.

Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und völkischer Nationalismus sind Alltag in Deutschland. In dem Land, das nach Auschwitz schlichtweg hätte aufgelöst werden müssen, wird bis heute über die Täter_innen von gestern und die Täter_innen von heute geschwiegen. Und jede_r Nazi kann in dem Bewusstsein handeln: Wir schreien das raus, was andere denken. So erklärt sich auch, dass es trotz der schrecklichen Taten des NSU bisher kaum langanhaltende und ernsthafte öffentliche Empörung über die rassistischen Morde und die Verstrickung der Behörden gibt. Ebenso wenig gibt es den politischen Druck, alle Vorgänge lückenlos aufzuklären. Wir befürchten daher, dass die nun herrschende, unerträgliche Ruhe es den deutschen Behörden ermöglichen wird, die eigene Verstrickung in den Naziterror zu vertuschen.

Deshalb gehen wir am 28. Januar auf die Straße, um unser Entsetzen über die Nazimorde, unsere Trauer um die Opfer und unseren Hass auf die deutschen Verhältnisse auf die Straße zu tragen. Wir wissen, dass unsere Forderung nach demokratischer Aufklärung des NSU-Skandals und einer konsequenten Bekämpfung von Nazis und anderen Nationalist_innen bei den derzeitigen Verhältnissen kaum Erfolg haben wird. Das völkische Selbstverständnis dieser Gesellschaft werden wir auch mit dieser Demo nicht kippen können. Aber das wird uns nicht davon abhalten, lautstark darauf aufmerksam zu machen, dass nicht alle in diesem Scheißland ruhig bleiben. Wir wollen die derzeitige Ruhe stören. Wir sagen nicht nur den Nazis, sondern diesem Staat und der ganzen Gesellschaft den Kampf an.

Wir fordern:

  • Ein würdiges Gedenken an die Opfer des Naziterrors und Entschädigungen für ihre Freund_innen und Familien
  • Solidarität mit allen Opfern rassistischer, antisemitischer und antiziganistischer Gewalt
  • Die unabhängige Aufklärung aller Taten der NSU sowie die Offenlegung der Verstrickung des Verfassungsschutzes und anderen Geheimdiensten unter internationaler Beteiligung
  • Einbeziehung der Angehörigen in die Aufklärungsarbeit
  • Ersatzlose Schließung aller Einrichtungen des Verfassungsschutzes
  • Die endgültige Abschaffung Deutschlands

Kein Fußbreit den Nazis! Nie wieder Deutschland!

Der Tod ist ein Meister aus Deutschland
Hamburg, Hauptbahnhof
28. Januar
13 Uhr

Weitere Infos und Material gibt es hier.

Ein Preis January 24, 2012 | 01:55 pm

Gestern erhielt Radio Dangue Nwe, das erste unabhängige Jugend- und Frauenradio in Irakisch-Kurdistan, die Auszeichnung, das aktivste Radio in der Schara Sur/ Halabja Region zu sein. Wadi hat 2005 mitgeholfen dieses Radio aufzubauen und hilft seitdem, es zu finanzieren. Wir gratulieren!

Absetzbewegungen January 24, 2012 | 01:36 pm

Es wird einsamer und einsamer im Päsidentenpalast in Damaskus:

Erstmals seit Beginn des Aufstands gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad hat Russland ein Ende seiner Unterstützung für den umstrittenen Machthaber signalisiert.

“Unser Veto gegen die Resolution im UN-Sicherheitsrat war das letzte Instrument, um Assad es zu ermöglichen, den Status Quo auf der internationalen Bühne zu bewahren”, sagte der Afrika- und Nahost-Beauftragte von Präsident Dmitri Medwedew, Michail Margelow, am Montag. Russland habe mit seinem Veto eine klare Botschaft gesandt. Nun aber seien alle Möglichkeiten erschöpft. Assad sollte die Position Russlands nicht falsch verstehen. “Reformen, eine Ende der Gewalt, freie Wahlen. Das ist es, was die syrische Führung umsetzen sollte – jetzt und heute”, sagte Margelow.

Ssaliva – RZA January 24, 2012 | 11:32 am

Ssaliva - RZA