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Kazem Moussavi – Eine Gefahr für die Demokratie in Deutschland: Die AfD-Iran-Russland-Connection

http://iraniansforum.com/eu/eine-gefahr-fur-die-demokratie-in-deutschland-die-afd-iran-russland-connection/

Das iranische apokalyptische Regime kooperiert eng mit Verschwörungstheoretikern, extrem rechten und antisemitischen Gruppen sowie Neonazi-Organisationen einschließlich Rechtspopulisten im Westen, um seine politisch-religiöse Doktrin zu verbreiten. Im Iran selbst werden Aktivitäten westlicher und iranischer Neonazis und von staatlichen Organen gesteuerte Antisemitismus-Netzwerke (NASR-TV & Nazicenter.com) unverhohlen koordiniert und gefördert.

Um nur einige europäische Protagonisten zu nennen:

der französische Front National,

der Russe Alexander Dugin, Vordenker Putins und der Eurasischen Bewegung,

Mateusz Piskorski aus Polen, Dekan der „Warschauer Akademie für Internationale Beziehungen“,

Manuel Ochsenreiter, Chefredakteur der rechtsextremen Monatszeitschrift „Zuerst!“,

Jürgen Elsässer, Ahmadinejad-Unterstützer und Herausgeber des COMPACT-Magazins,

Christoph Hörstel, Vorsitzender der Partei Deutsche Mitte (DM),

Yavuz Özoguz, Islamist und Parolen-Rufer beim antiisraelischen Al-Quds-Marsch in Berlin.

„Islamkritische“ AfD-Funktionäre in Teheran

Unmittelbar nach der „6. Intifada-Konferenz“ unter dem Motto „Alle zusammen für die Unterstützung der palästinensischen heiligen Intifada“ in Teheran (21.-22. Februar 2017), zu der das iranische Parlament 700 palästinensische Unterstützer sowie Politiker und Abgeordnete aus islamischen Ländern und weltweit eingeladen hatte, informierte am 26. Februar der Vizechef der AfD-Jugendorganisation Reimond Hoffmann: „Ich befinde mich momentan mit meinem JA-Kollegen Nicolai Boudaghi in Teheran, und es haben sich einige interessante Gespräche ergeben. Der Iran bekennt sich beispielsweise eindeutig zum Kampf gegen den Terrorismus.“ FB-Posting Hoffmanns.

Über Reisende in den Iran werden umfangreiche Informationen erhoben, bevor ein Visum erteilt wird. Ein Vorgespräch in der Botschaft der Mullahs ist erforderlich. Hoffmanns vage Formulierung „Gespräche (über) den Kampf gegen den Terrorismus“ dient der Verschleierung der Tatsache, dass diese mit iranischen Revolutionsgarden und Sicherheitsorganen geführt worden sein müssen. Es muss sich also um eine offizielle Einladung gehandelt haben.

Reimond Hoffmann und sein Reisebegleiter, der iranischstämmige Nicolai Reza Boudaghi Vandchali sind beide AfD-Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2017.

Die AfD-Iran-Russland-Connection: Deutsches Zentrum für Eurasische Studien

Manuel Ochsenreiter, der Vorsitzende des Zentrums und Sprecher bei diversen AfD-Veranstaltungen, fungiert seit Jahren als Kontaktmann des Iran zur Neuen Rechten und umgekehrt. Im September 2014 referierte Ochsenreiter bei der Holocaustleugner-Konferenz „New Horizons“ in Teheran zum Thema „Israelische Lobby in Deutschland“. Im Mai 2016 wurde sein Buch „Die Macht der zionistischen Lobby in Deutschland“ vom iranischen Kulturministerium auf Persisch publiziert.

Markus Frohnmaier (Listenplatz für die AfD im zukünftigen Bundestag), zusammen mit Ochsenreiter Gründer der rechtsextremen Zeitschrift „Zuerst!“, Sprecher von Alice Weidel und Bundesvorsitzender der JA (der Jugendorganisation der AfD), Thomas Rudy, AfD-Landtagsabgeordneter in Thüringen und Mateusz Piskorski gehören zu den Gründern des „Deutschen Zentrums für Eurasische Studien“, das proiranische und prorussische Propaganda betreibt. Mateusz Piskorski, mutmaßlicher Agent Putins und Dekan der „Warschauer Akademie für Internationale Beziehungen“ nahm 2015 an der iranischen Holocaustleugner-Konferenz teil. Am 18.Mai 2016 wurde er wegen Spionage für Russland in Polen festgenommen.

Ochsenreiter, Leiter des Zentrums, betonte in einem Interview mit NORTEXA am 12.Mai 2016: „Der Iran ist besonders interessant, weil er als stabilisierende Regionalmacht eine ganz besondere und in Berlin weit unterschätzte Rolle spielt. (…) Der Iran wäre nicht nur ein guter Wirtschaftspartner für uns, sondern auch darüber hinaus. Teheran kämpft gegen radikal-sunnitische Terrorbanden in Syrien, während Saudi-Arabien diese finanziert.“

Im „Deutschen Zentrum für Eurasische Studien“ laufen die Fäden der AfD-Iran-Russland-Connection zusammen. Der weltweit wohl einflussreichste Akteur im Zentrum ist Putins Chefideologe Alexander Dugin, der zuletzt 2016 an der revanchistischen „New Horizon“-Konferenz teilnahm.

Dugin sagte bei einem Treffen mit Klerikern in Qom: „Ich bin unendlich froh, dass ich ins Hauptquartier des Kampfes gegen die Moderne gekommen bin. Ich habe mein Leben diesem Kampf gewidmet, denn für mich bedeutet die Moderne Satan. (…) Die offizielle Religion von Herrn Putin ist russisch-orthodox. Ich vertrete die orthodox christliche Gesellschaft von Russland, die, dem Beispiel des Iran und der islamischen Revolution folgend, in Russland erfolgreich sein könnte. Der Iran ist uns voraus und kann das Modell sein, dem wir folgen müssen. (…) Wir (Russland) und sie (Iran) kämpfen auf einer gemeinsamen Front in Syrien. Und der Iran spielt eine Schlüsselrolle im Eurasien-Projekt.“

Putin und das iranische Regime arbeiten seit langem daran, unter dem Banner eines vermeintlichen Antijihadismus von ihnen kontrollierte despotische und islamisch-fundamentalistische Regimes und Bewegungen wie die Kadyrows in Tschetschenien oder die vom Iran gesteuerte schiitische Hisbollah im Libanon zu unterstützen. Essentiell für die antiwestliche Strategie Moskaus ist, die Assad-Diktatur als Aushängeschild eines Fake-Säkularismus einerseits zu unterstützen, deren Schutzpatron die Islamische Republik andererseits die stärkste und erfahrenste jihadistische Macht überhaupt ist.

Die AfD ist nicht nur die fünfte Kolonne Moskaus, sondern auch die Teherans.

Die iranische Taktik und das von ihr verfolgte Ziel im Kontext der Rechtspopulisten und der AfD

Die TasnimNews der iranischen Revolutionsgarde veröffentlichten im April 2016 ein Positionspapier mit dem Titel „Hinter dem Vorhang: Neue Rechte in Europa“, das angeblich von dem iranischen Politikanalysten Sayyed Alireza Mousawi an der Universität Jena verfasst wurde.

Darin ist zu lesen:

„Der Iran hat gegenüber den Neuen Rechten und Populisten mit einer politischen Doppelstrategie vorzugehen. (…) Er kann nur von deren Stärke profitieren, wenn ein Teil der westlichen Welt durch die Neue Rechte und ein anderer von Mainstream-Parteien regiert wird. (…) Die Neurechten glauben realistischerweise außenpolitisch nicht an die Menschenrechte wie die liberalen Kräfte im Westen. Die Neurechten gehen mit einer entschlossenen Strategie gegen die nicht-europäischen Nationen vor. (…) So können die Konflikte zwischen den Neurechten und den aktuell regierenden liberalen Blöcken im Westen intensiviert werden, und somit wird eine Allianz für den Kampf gegen den Iran nicht mehr möglich sein. (…) Trump regiert derzeit die USA und wird von den liberalen Regierungen in Deutschland und Frankreich nicht ernst genommen. Dies bedeutet eine gute und außergewöhnliche Möglichkeit für den Iran, die allerdings nicht immer bleiben wird. Zum Bestehen und der Fortsetzung der Konflikte hat der Iran entsprechend zu planen und vorzugehen.“

Dass bürgerliche Medien in Deutschland ausgerechnet eine Rede Trumps vor der UN-Vollversammlung 2017, die sich auf Menschenrechte im Iran bezieht als “Verunglimpfung des Iran” (ZEIT) bezeichnen, spielt der Doppelstrategie des iranischen Regimes in die Hände, sowohl deren rechtsradikalen und AfD-Bewunderern, als auch den bürgerlichen Appeasern.

Das Ziel des Regimes im Iran ist, Chaos im Westen zu erzeugen: „Die europäische Union steht wegen der Flüchtlingskrise, der Migration und der Wirtschaftsprobleme in Europa am Rande des Zusammenbruchs. (…) Die iranischen Außen- und Geheimdienst-Apparate müssen die Aktivitäten und Ziele der Neuen Rechten permanent fokussieren, um die weitere Entwicklung bis zu einem baldigen Europäischen Frühling (in zynischer Anlehnung an den Arabischen Frühling, K.M.) zu befördern, der auf das iranische nationale Interesse auf dem grünen Kontinent ausgerichtet ist.“

Im Gegensatz zum Westen propagiert das iranische Regime den Arabischen Frühling als ein islamisches Erwachen unter dem Führer der iranischen Revolution, Ali Khamenei.

Chaos in den westlichen Demokratien zu erzeugen ist auch das erklärte Ziel diverser neurechter Bewegungen weltweit. Sie erhoffen sich ebenso, dass aus dem Untergang eine auf alten nationalstaatlichen und hegemonialen Prinzipien basierende Ordnung erwächst.

AfD und Rechtspopulisten: Strategische Partner des iranischen antisemitischen Regimes

Neurechte und AfD- Politiker verlieren öffentlich kaum ein Wort über die Menschenrechtsverletzungen der islamischen Republik im Iran. Ihre Islamkritik richtet sich nicht gegen den Schiismus, sondern nahezu ausschließlich gegen den Salafismus und die Sunniten. Sie ignorieren außerdem weitgehend die maßgebliche Rolle Irans durch dessen langjährigen hegemonialen Krieg im Nahen Osten in der Entstehung des IS im Irak und in Syrien und die damit verbundenen terroristischen Aktivitäten des islamischen Staats und der Salafisten im Westen und der Flucht von Millionen Menschen nach Europa und Deutschland.

In TasnimNews ist zu lesen, dass „(d)er Iran (…) als Helfer und Verteidiger der Staatssouveränität Syriens und Hauptfeind der IS-Terroristen und Salafisten ein großes Unterstützungspotenzial in der Neuen Rechten (hat). Sie bewerten die iranische Politik in der Region Westasien (in der Definition des Regimes: Naher und Mittlerer Osten sowie Teile Nordafrikas, K.M.) in der Tat als Vorbild im Kampf gegen Saudi-Arabien und die Türkei.“

TasnimNews schreibt außerdem: „Neurechte wurden aufgrund der Einwanderungskrise in Verbindung mit den Bürgerkriegen in Syrien und Libyen gestärkt. (…) Ihre Basispolitik ist die Kritik an den Strukturen der Europäischen Union und eine Rückkehr in die Ära der nationalistischen Regierungen. Dies wird in der Gegnerschaft zu der Flüchtlingspolitik der deutschen Bundeskanzlerin und in der Politik gegen den Islam vorgetragen. Die Alternative für Deutschland (AfD) ist ein starker Gegner der Einwanderungspolitik.“

TasnimNews fügt hinsichtlich der Israelpolitik der Rechtspopulisten und der AfD hinzu: „Während Neurechte das zionistische Regime stark unterstützen, ist bei ihnen ein härterer antizionistischer Kern als bei den liberalen Parteien zu finden. (…) Daher haben die Russen und Zionisten (gemeint sind eindeutig die Ashkenasim, die „weißen Juden“, K.M.) mit Beginn des syrischen Bürgerkrieges begonnen, ihren Einfluss auf die europäischen rechtspopulistischen Parteien zu intensivieren. (…) Der Fall Höcke hat gezeigt, dass es in der Neurechten einen Widerwillen gegen die zionistische Lobby gibt. (…) Und dagegen, die Geschichte zu verfälschen, wenn die jüdische Religion mit der zionistischen Lehre gleichgesetzt wird als eine demonstrative Geste der Unterstützung von Juden. Während sie andererseits durch ihre rassistische Politik unter dem Banner der Islamophobie die übrig gebliebenen Juden in Europa dazu zwingen, in das besetzte palästinensische Territorium einzuwandern.“

Mit dem seit einigen Jahren zu Propagandazwecken verwendeten Begriff „weiße Juden“ bedient das iranische Regime die internationale Querfront von Identitätspolitik Betreibenden jeglicher Couleur. Den einen gelten sie als beispielsweise Vertreter von „weißen Privilegien“, den anderen als die „weiße Rasse“ unterminierend. Der Ursprung des Bildes resultiert allerdings einheitlich aus der Erfindung des Antisemitismus im 19. Jahrhundert, der in der Assimilierung der Juden im Westen eine Bedrohung ausmachte, auch in der Angst davor, sie nicht mehr als solche identifizieren zu können, was letztlich in Kennzeichnungspflicht und Massenvernichtung resultierte. Der Iran besetzt das Bild im Sinne auch der rechten Antisemiten, die auf Veranstaltungen schwadronieren, es gäbe unheimliche Mächte, die das „Volk austauschen wollen“.

Fazit

Je mehr Gewalt und Terror der Mullahs im Iran und in Syrien, desto präsenter und wirkungsmächtiger werden die Neuen Rechten und die AfD. Daher verursachen die deutschen Kultur- und Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran und die Aktivitäten dessen islamistischer Institutionen – dem IZH, der IGS und dem Al-Mustafa-Institut – hierzulande mehr Schaden, als man denkt. Dies beschleunigt die Rekrutierungsmaschinerie der AfD und der Neuen Rechten und gefährdet die Demokratie und die Sicherheit Deutschlands.

Mit den zukünftigen AfD-Abgeordneten im Bundestag – unter ihnen die im Text oben genannten – zieht eine Reihe neuer Iranlobbyisten ein, die den gefährlichen Einfluss des iranischen Regimes auf die deutsche Politik maßgeblich verstärken und dem Iran-Lobbyismus eine neue Dimension verleihen.

Ich bedanke mich bei June O. Beach (Junesixon.blogsport) und Andreas Benl (MFFB) für die Mitarbeit am Text.

anti-capitalism revisited

„Jedermann sei untertan“ Deutscher Protestantismus im 20ten Jahrhundert. Irrwege und Umwege.

Vortrag und Diskussion mit Karsten Krampitz

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Stuttgart                                                       Geißstr.7

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Geißstr.7

Die ersten vier Jahrhunderte ihrer Geschichte standen die evangelischen Kirchen unter dem „landesherrlichen Regiment“ und dementsprechend immer auf der Seite der Obrigkeit. Doch mit der Weimarer Reichsverfassung wurden die Kirchen in die Freiheit entlassen. Die Entwicklung des deutschen Protestantismus nach 1918/19, mit allen Irrwegen und Verwerfungen, ist von einer neuen Qualität.
Der Schriftsteller und Historiker Karsten Krampitz hat eine kritische Überblicksgeschichte der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) und ihrer Vorläuferorganisationen geschrieben. Er beschäftigt sich mit deren Rolle als Sargnagel der Weimarer Republik und untersucht, warum sich kein anderes Sozialmilieu so offen und aufnahmebereit für die Ideologie der Nazis zeigte wie das kleinbürgerlich-evangelische. Anhand neuer Quellen und Dokumente erzählt er von der Mittäterschaft der Kirche an der Ermordung der europäischen Juden und entlarvt die Schilderung vom Widerstand der Bekennenden Kirche im Dritten Reich als Lebenslüge der EKD. Für die Zeit nach dem Krieg zeigt Krampitz, dass es auch in der Kirche keine Stunde Null gab und bis in die 1960er Jahre hinein die alten Eliten vorherrschten.  Ausführlich geht er auf die besondere Entwicklung der evangelischen Kirche in der DDR ein. Während sich die EKD in Westdeutschland dem Staat andiente, die Wiederaufrüstung durch den Militärseelsorgevertrag begleitete und in ihren Erziehungsheimen schlimmstes Unrecht beging, geriet der ostdeutsche Protestantismus zunehmend in die ideologische Diaspora. Auch der 1969 gegründete Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR litt an Mitgliederschwund, bekam aber gleichzeitig immer mehr Zulauf.

Karsten Krampitz studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin; Promotion zum Thema des Verhältnisses von Staat und Kirche in der DDR.

Sein Buch zum Thema des Vortrags ist kürzlich erschienen.

Ein Interview mit ihm können Sie HIER lesen.

 

матрёшка

Die stasinahe DKP/KPD mit rechtem «Stasi-Opfer» Adam Lauks in Action

Das politische flirten mit alten DDR-Demagogen im neuen Gewand der rechten Putin-Propaganda

Was früher Feind & «alte Russenhure» – ist heute Freund: Die krude, rechte Welt eines «Stasi-Opfers»; ideologisch mit нод, Putin & Klaus Blessing der Stasi-Vereinigung OKV & ihren Mitgliedern verbunden

Ja, die Welt ist manchmal wirr, abstrus und vor allem komplex. Manchmal wissen wir auch gar nicht so recht, ob die Protagonisten, über die wir hier schreiben, sich wirklich in der Welt zurecht finden, blind agieren oder unter Vorsatz handeln.  Das bleibt oftmals die Frage, die mit jedem Artikel offen im Raum stehen bleibt. Heute aber, heute haben wir eine Antwort gefunden! Und belassen es auch bei diesem, einen Artikel:

Als uns Adam Lauks anfang diesen Jahres über Recherchen zum ersten Mal begegnete, verwunderte uns, ihn bei der pro-russischen Propaganda zu finden; denn das ist eher ungewöhnlich, weil es sich -aus politischer Sicht- schon widerspricht & auch beißt.
Ihn müsste man eigentlich solidarisierend auf Ukraine-Protesten sehen, so wie das in anderen Beispielen sehr oft der Fall ist. Bei Lauks war es aber von Anfang an das Gegenteil. Seine Proteste gingen einher mit pro-russischer Einstellung & der rechtsextremen Partei Pro Deutschland sowie den нод-Reichsbürgern um Rüdiger Klasen – aber; wie man auch im Header schon sieht, auch mit Personen der stasi-nahen Verbände sowie Mitglieder bei der Stasi-Vereinigung OKV rund um Maren Cronsnest (Ziegenhals e.V.) & Brigitte Queck (Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg).

Lauks sieht sein Vorbild sogar in Klaus Blessing, wohl nicht wissend (wollend), das dieser stellvertretender Vorsitzende in der Stasi-Vereinigung OKV ist und bis 1989/90 stellvertretender Minister für Schwerindustrie der DDR war.
Vermutlich ist das aber in solch rechten und kruden Weltbildern egal, Hauptsache die Quelle ist das rechte Compact Magazin und es werden die gleichen Interessen der rechten Hetze vertreten.
Was Lauks also wirklich für Interessen vertritt, all und jeden «als Stasi-Spitzel zu enttarnen»; der nicht seinem rechten Weltbild entspricht, darüber darf sich jeder im folgenden gern ein eigenes Urteil bilden.
Wir rechnen auch damit; sollte Adam Lauks unseren heutigen Eintrag finden, das uns gleiches blüht, wie Anfang des Jahres mit Alant Jost, wenn nicht sogar schlimmer. Aber Lauks gehört nun mal mit dazu. Da müssen wir dann durch…


Desinformation als Strategie

Wer sich mit der DDR beschäftigt, wird bei einer anfänglichen Stichwort-Suche (Stasi, Zersetzung, DDR) im Netz als erstes auf die diversen Blogs von Adam Lauks (Adam Lauks, Stasi-Leaks, Zersetzungsopfer oder den angeblich iranisch-persischen Blog: parseundparse – der auch Beiträge der Propagandaschau teilt & mit der rechtsextremen & islamfeindlichen Reconquista verbunden ist) stoßen, so wie man beim Stichwort NSU Leaks auf den: Fatalisten, Arbeitskreis NSU, NSU-Leaks, Sicherungsblog oder auch auf: Halle -Leaks des Ex-Blood & Honour-Kader´s von Sven Liebich stößt.

«Desinformation als Strategie» nannte es einst die echte Seite von NSU-Watch und genau darum geht es diesen rechten Protagonisten auch, ob Thema Stasi- oder NSU! Desinformation ist immer das Gift in der Aufklärung!

Bildersuche zu: Adam Lauks

Wie kommt Lauks als Nicht-Journalist an sensible Daten der BStU?

Es mag sein, das die veröffentlichten BStU-Leaks von Lauks keine Fälschungen sind, das können wir an dieser Stelle nicht prüfen (und wollen es auch nicht). Vielmehr wäre da eigentlich die Frage: woher-von wem bekommt er diese?…
Wie kann es sein, das die BStU einem Nicht-Journalisten (mit rechtem Anstrich) Zugang zu solch sensiblen Daten gewährt, die sonst nur Journalisten mit einem Medienantrag bekommen? Das dies nicht ganz legal ist, schreibt sogar die Badische Zeitung aus 2013 «DDR-Experte des Max-Planck-Instituts war bei der Stasi»:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Lauks hatte Arnold in dessen Eigenschaft als Anwalt 2010 kennengelernt, die beiden haben sich jedoch überworfen. Lauks recherchierte daraufhin im Archiv der Stasi-Unterlagen-Behörde. Seine – rechtlich wohl nicht ganz einwandfrei beschafften – Kopien von Unterlagen zu Arnold veröffentlichte er in seinem Internetblog, der sich mit Wiedergutmachung für Stasiopfer befasst.

Lauks vermischt neben den Akten der BStU die Sachlage mit brauner Ideologie, Verschwörungen & Unwahrheiten und das macht er: vorsätzlich wissentlich! Und da wird es vor allem eins: unseriös & somit nicht glaubhaft!
Es gibt sogar Internetfunde, die zeigen, das Lauks diese MfS-Outings für sich beanspruchen will; hat die Presse darüber berichtet. Und natürlich ist auch hier wieder das Geld ein ganz springender Punkt für ihn, der unbedingt erwähnt werden muss. Das sehen -zumindest wir- nicht wirklich als Aufklärung, sondern es gleicht einem undifferenzierten Rachefeldzug, der wohl auch noch finanziell belohnt werden soll:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Es ist sehr bedauerlich für mich als «...opfer» von IM-Vorlauf RICHTER - IM «ALTMAN» alias Prof. Dr. Jörg Arnold - in diesem Forum erst jetzt über den «Freiburger Professor» zu lesen. Den IM «ALTMANN» hatte ich, Adam Lauks, am 16.5.2011 enttarnt - und niemals «Die Welt» oder Christian Booß oder sonst jemand, der sich damit hier brüstet. (...)

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Als die Bildjournalustin Michaela Ellguth herausfand, dass er am Obersten Gericht der DDR tätig war und ich ihn nun indirekt damit konfrontierte, stritt er das kategorisch ab! 
Ein Forschungsantrag bei der BStU bzw. die Akteneinsicht brachte ganz andere Gewissheiten zu Tage... Sven Kellerhof wird kaum einen Medienantrag gestellt haben und das zitierte «Horch und Guck» mit Booß-Artikel ist noch gar nicht gedruckt gewesen!! (...)

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Das Schreiben der «Welt» ist eindeutig verharmlosend, klitternd und entschärfend - ablenkend. Bereits nach der Enttarnung, die ohne dem STASI-Opfer und Forschungspartner Dirk Lahrmann nicht möglich gewesen wäre (im Mai 2011), wurde als erstes durch mich DPA informiert, danach, ausgenommen SPRINGERPRESSE, alle namhaften Zeitschriften und Zeitungen. 
Zu schreiben hat sich keiner dran gewagt. Der SPIEGEL-Redakteur war am investigativen Recherchieren und wollte von uns die PDF-Dateien UMSONST haben. Ich habe ihn an die BStU, an den Herrn Booß verwiesen. Ich habe mit ihm gewettet, dass er über IM «ALTMANN» nichts schreiben dürfen wird. (...)

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Dass Kellerhoff jetzt sich mit fremden Federn schmückt und die Möglichkeit, die ihm die Zugehörigkeit zum AXEL-SPRINGER-Imperium bietet, resolut nutzt, spricht Bände über die freie deutsche Presse! Eigentlich entscheidet die SPRINGERPRESSE als Zentralorgan des Bundestages, wann und wer und worüber geschrieben wird. (...)

Quelle: Adam Lauks aus FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum

Es ging um den Artikel: «Freiburger Strafrechts-Professor war Stasi-Spitzel», in dem Adam Lauks namentlich nicht erwähnt wurde, dafür aber die Zeitschrift «Horch & Guck».


Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen…

Bereits im Vorfeld dieses Artikels bekamen wir einen nicht freigeschalteten Kommentar von Adam Lauks, indem uns genau das vorgeworfen wurde, nämlich: das wir «den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen», weil wir Lauks bereits schon einmal in einem anderen Beitrag erwähnt hatten, in Bezug zu rechts.
Wir finden, das wir ganz gut mit unseren Augen sehen und das gesehene auch sehr gut beschreiben & bildlich darlegen können, gern auch archiviert und somit im Original (evtl. lange Ladezeit):

Rechtsextrem-pro/russisch und «Stasi-Opfer – wir wollen die DDR 2.0 zurück. Finde den Fehler! Bildmontage Facebook Adam Lauks

Uns stört es auch nicht im geringsten – im Gegenteil – wenn jemand Aufklärungsarbeit betreibt, aber nicht mit brauner Ideologie und den dazugehörigen Verschwörungen. Damit ist niemanden geholfen. Erst recht nicht weiteren Opfern, die nach Antworten suchen und bei Lauks von einem Rechtsklick zum anderen gelangen.

Wir «kennen» Lauks schon länger, er ist im Zuge von Recherchen Anfang diesen Jahres -zusammen mit dem rechten «Stasi-Opfer» Gustav Rust, Friedenswinter, Pegada-Endgame & Anja Maria Estrada (aus dem Anna-News-Leak)- Thema bei uns geworden; Adam Lauks z.B. in der rechten Facebook-Gruppe: Pegada-Endgame der Moskau-Korrespondentin Golineh Atai die «Arrestzelle aus dem sozialistischem Strafvollzug in Berlin-Rummelsburg wünschte», am besten ohne Fenster – wie ein anderer User daraufhin kommentierte. Quasi: der ostdeutsche Gulag.
Die Antworten in dieser pro-russischen Facebook-Gruppe unter der bekannten Admina Elena Schulz waren ganz klar: rassistisch-fremdenfeindlich & sexistisch! «Brauchen wir für Ausländer ohne Wurzeln» – den Rest wollen wir nicht aufschreiben, schon ekelhaft genug, es zwecks Dokumentation im Screen zu zeigen:

Aber auch der Journalist Benjamin Bidder kommt bei Lauks nicht gut weg, weil Bidder für ihn zu putin-kritisch schreibt, weswegen Lauks – Bidder im Netz auf´s primitivste verunglimpft. Ein «kleiner» Auszug:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Sag mal Bidder, Du bist 1981 geboren und genießt die russische Gastfreundschaft seit einigen Jahren schon und schreibst in Deinem «copy and paste journalismus» über den Russischen Präsidenten so als ob Eure Kühe auf der gleichen Wiese, bzw Eure Schweine aus dem gleichen Trog gefressen hätten !?? 
Willst Du mit dem Titel Besuch des alten Blenders uns Deine Reife oder Größe als Journalisten suggerieren!??
Journalismus hast bei der Märkischen Oderzeitung eingesogen !?? Wo bist Du eigentlich geboren !?? (...)

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Hallo Bidder – jetzt schlägt Deine Dummheit und Überheblichkeit über die Bande !!! : Erstens Russland ist nicht eine aufstrebende Wirtschafts Macht sondern eine Wirtschaftgroßmacht und in sachliche sich gut entwickelnden Geschäftsbeziehungen «erkennbare Sympathie für Deutschland gleich rein zu interpretieren um im nächsten Satz von der Fratze eines autoritären Regimes zu schreiben verläßt Du den Anstand und prüfst die bekannte Gastfreundschaft Deines Gastgebers.
Versuchst Du Putin zum zweiten Mal zu beleidigen, dabei könntest Du ihm die Schuhe nicht mal putzen, vom Intellekt, Erfahrung und Wissen her gesehen. Würde das mit der Fratze stimmen, hättest Du binnen 48 Stunden Russland verlassen müssen Greenhorn der bei Märkischen Oder Zeitung seine Ausbildung oder Praktikum hatte, nahe Frankfurt an der Oder, wo in der DDR Zeit personelle Müllhalde für SED, NVA, STASI und alle andere Kader sich befand. 
Welches Wissen und Erfahrung Du dort sammeln konntest, zeigt Dein Stil. Es ist bedauerlich das beim SPIEGEL Dir keiner paar Töne gehustet hatte über das was Du hier von sich gegeben hast – den auf alle Fälle drückst Du auch die Meinung der Meinungsmacher in Deutschland aus. Vielleicht willst Du die eisige Zeiten die Du hier reinzuinterpretieren versuchst, davon kann erst die Rede sein wenn man den Gas und Ölhahn zudreht im fernen Kaukasus. (...)

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Wenn Du als Deutscher Dich über Verletzung von Vorschriften beschwerst, wird es richtig lächerlich, kommt Dein journalistisches und investigatives Unvermögen richtig zum Vorschein, und Dein Bericht eines der angeblichen TOP SPIEGELEIER verflacht zu einem Geschreibsel das auf Basis von Hören-Sagen bzw auf «Hinterhergegoogelt» und «Copy und paste». Durch Dein provokatives Schreiben solltest Du was bewirken !?? (...)

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate So hätte Dein Stallkolege Ulrich Schwarz über den Besuch Honeckers schreiben müssen, damals als Leiter des SPIEGELBÜROS in Ostberlin !? Er durfte damals nicht mal seinen Namen unter den Artikel setzen für das ihm die STASI einen Lob oder Urkunde ausstellte für seine Reportage nach ganztägigem Interview das er mit mir in Schwarzwald 1986 geführt hatte. (...)

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Du, als SPIEGEL Freelancer bist der letzte dem Putin Vorträge über die Demokratie in Russland halten sollte. Das zu begreifen reicht es bei Dir unter dem Poni nicht. Respekt zum Putins Wissen und Können und Lebenserfahrung fordere ich jetzt von Dir und deinesgleichen Schreiberlingen wie Stefan Berg und Ähnliche. (...)

Hierzu ist eigentlich nichts mehr zu sagen!
Diese rechten Protagonisten eint alle nur eines: die Hetze generell gegen links, gegen Flüchtlinge & Menschen mit Migrationshintergrund (dabei haben viele davon selber einen; auch Lauks), gegen die Presse – die sie als gleichgeschaltet (und bei einigen vielleicht in Stasi-Hand) sehen, Geschichtsrevisionismus, Rassismus, Sexismus; das umdeuten Demokratie-Diktatur, die Umdeutung der Täter-Opfer-Rolle (Victim Blaming) und die regelrechte Obsession zu Whistleblowern & vermeintlichen Whistleblowern, Leaks & (oftmals berechtigte) Justizopfer wie z.B. Gustl Mollath. Dort docken sie an! Oftmals mit Erfolg. Leider.
Wir wissen ja, wie leise unsere heutige Gesellschaft tickt, geht es darum, Opfern eine Stimme zu geben. Unabhängig ob NSU-Leaks, Stasi-Leaks oder sonstigem Unrecht.
Es ist besonderns abstoßend, wenn man zugunsten der eigenen, rechten Ideologie die Geschichte umschreiben will.
Das ist dann das erzeugte Bild, was die Gesellschaft über vermeintliche «Oppositionelle» der DDR aufnimmt, wozu Lauks aber eben nicht gehört, auch wenn das Google-Ranking ihn bei bestimmten Suchbegriffen mit an ersten Stellen zeigt!


«Stasi-Opfer» gemeinsam mit Stasi-Befürwortern: solange es um Putin geht

Wenn ein «Stasi-Opfer», dem stasinahe Vereine zuwider sein müssten; sich aber auf einmal mit diesen der Politik wegen (Putins rechte Propaganda & Politik) solidarisiert, werden wir hellhörig.
Vermutlich hat Lauks  an diesem Tag im August 2017 «nur Aufklärungsarbeit betrieben», wo es doch um «Nie wieder Krieg & Frieden mit Russland» ging. Ausgestattet mit den Plakaten des Coop-Cafe/Anti-KriegTV von Heinrich Bücker.
Menschen, die per se Stasi-Opfer verhöhnen, mit denen agiert Adam Lauks ganz freiwillig mit Halten der ProPutin-Plakate zu «Aufklärungszwecken» zusammen! Nicht nur einmal!

Wie schon oben im Header zu sehen, macht sich Lauks mit linken Gruppierungen, die im Stasi-Verband OKV gelistet sind,  nicht nur gemein, sondern er hält mit diesen auch noch gemeinsame Aktionen ab, ob im Treptower Park oder mit der DKP/KPD rund um die Anti-NATO Gruppe Berlin-Brandenburg. Das zieht sich bereits durch mehrere Jahre:

Und ja, das hat was. Diese sich so antifaschistisch gebende DKP & Freidenker Symphatisanten protestieren hier mit einem rechten NSU & Pro Deutschland-Fan; dazu noch «Stasi-Opfer»! Schade, das hier Alant Jost auf den Fotos fehlt. Das ist eigentlich das, wonach wir ursprünglich suchten. Aber: mit Maren Cronsnest von Ziegenhals e.V. – auch nicht schlecht! Lagen wir zumindest gar nicht mal so verkehrt mit unseren Vermutungen & Überlegungen Richtung Alant Jost!
Doch, das fanden wir höchst interessant, das sich hier zusammen gefunden hat, was zusammen gehört! Gerade die Gruppe rund um Oleg Muzyka, Brigitte Queck und Maren Cronsnest/Alant Jost betreffend!

Es sind diese Widersprüche, mit denen sie sich immer wieder selbst demaskieren und es uns so einfach machen, auch wenn es sehr schwer ist, das punktgenau -für außenstehende Leser- aufzudröseln.
Vor allem bei Verschwörungsideologen ist dies für uns einfach zu erkennen, weil diese keinen Überblick über die Komplexität haben, die nicht in ihr einfaches Weltbild gelassen wird. Sie hängen in einem immer gleichen Muster fest, aus dem sie nicht raus kommen. Wollen. Oder auch nicht können.
Wer die nachfolgenden Infos & kruden Kram um die Person Lauks, die kaum zu ertragen sind;  nicht lesen mag, sollte lieber gleich nach weiter unten scrollen! Wir wollen es nur der Vollständigkeit mit aufführen:


Wer ist Adam Lauks?

Lauks war zu DDR-Zeiten Bürger der SFRJ (Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien) und enstammt der serbischen Gemeinde Inđija. Heute lebt er in Berlin.
Er hatte mit weiteren Beteiligten zu DDR-Zeiten im großen Stil illegal mit Quarzuhren gehandelt & diese geschmuggelt, weswegen er wegen Verstoß des Zoll- und Devisengesetzes 1982 zu sieben bzw. acht Jahren Haft verurteilt wurde, die er zur Hälfte abgesessen hat. Im Oktober 1985 wurde er in einen Zug nach Belgrad abgeschoben.
Nachzulesen in diesem Spiegel-Bericht vom 28. April 1984 (an den er sich zu Ost-Zeiten wandte, für das er laut eigener Aussage: «Schwarzgeld» bekam), die gespeicherte PDF-Version mit Fotos zu «Geld im Vorderrad» gibt es hier [1] und [2].

Lauks 2015 im Treptower Park mit нод-Abzeichen

Adam Lauks scheint nie eine andere Welt kennen gelernt zu haben, die nur vor Verschwörungen und finstren Mächten lebt. Die alle nur eines gemeinsam haben: ihm zu schaden, ihn umzubringen, ihn zu foltern und zu missbrauchen. Genauso behandelt er auch seine Umwelt, verlangt aber gleichzeitig, ihm bedingungslos Glauben zu schenken.
Bis heute lebt er seine Verschwörungen aus, weswegen nicht mehr zu unterscheiden ist, was ist (noch) Fakt, was ist Fälschung.
Das macht es auch so schwer, darüber zu berichten, zumal wir ja wissen, das die DDR ein Unrechtsstaat war. Wir können daher anhand der Unterlagen nur dokumentieren und festhalten und anschließend aus heutiger Sicht berichten.

Was Lauks allerdings macht, unter dem Deckmantel von rechts, ist für jedes DDR/Stasi-Opfer ein Schlag ins Gesicht, weil er somit Opfern ein Bild auferlegt, dem pauschal nicht zu glauben ist. Wer will sich in Zukunft noch mit DDR-Opfern befassen, wenn man doch Adam Lauks kennen gelernt hat…so ungefähr! Die Presse wird einen großen Bogen machen…

Er war (in unseren Augen) auch kein politischer Häftling in dem Sinne, der zusammen mit Oppositionellen die Demokratie anstrebte bzw. dafür kämpfte, sondern Lauks wollte mit massenhaft geschmuggelter Ware seine Gier stillen und Kohle machen. Nicht mehr – nicht weniger! Zollwert: knapp 4 Millionen Ost-Mark!
Laut Unterlagen der Strafbehörde der DDR geht hervor, das er zu damaliger Zeit wegen Suizidgefahr gefesselt wurde. Hierzu ist auch die Sicht auf die heutige Zeit zu beachten.

Der Kieferbruch, den ihm die Stasi zugefügt haben soll, ist laut Schriftstück der DDR-Behörden ein Mitgefangener gewesen – nachzulesen auf diesen vier Seiten: [1] [2] [3] [4].
Einen faden Beigeschmack bekommt das Ganze, wenn man weiß, das Lauks aktuell (2011) die Charité wegen «fehlerhafter Operation» verklagte (und den Prozess logisch verlor); dort ging es ebenfalls um einen Kieferbruch, den Lauks sich angeblich bei einem Sturz zufügte.
Scheinbar begibt sich jeder «in Gefahr», der in  irgend einer Weise mit Adam Lauks «einen Vertrag abschließt», hinterher von ihm verklagt oder angezeigt zu werden, was er wieder mit alten Zeiten in Verbindung bringt. Das ist gruselig! So schreibt er über die Charité im original Wortlaut (zumindest gibt er eine paranoide Sichtweise schon mal zu):

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate War es ein Anschlag mit schwerer Körperverletzung oder Arbeitsbeschaffungsmaßnahme? 
Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Ich bin der, wenn auch paranoider Meinung, dass es sich hier um kennen Kunstfehler handelte, sondern eher um einen Anschlag mit euner schweren Körperverletzung in WESSEN Auftrag auf immer.

Die Aussage Lauks einer angeblichen Vergewaltigung (und dann doch nicht) bei einer Operation während der Haftzeit wurde durch das Gericht: «BILD-Zeitung vs. Adam Lauks» als Unwahrheit gerichtlich besiegelt.
Die BILD-Zeitung hatte nach einem Interview mit Lauks über eine Vergewaltigung berichtet und Lauks ist anschließend gerichtlich gegen die BILD wegen dieser Behauptung der Vergewaltigung vorgegangen.
Für die Aussage einer statt gefundenen Vergewaltigung – ausgesprochen durch Adam Lauks in einer ersten Version- gab es noch weitere Zeugen, die dazu gerichtlich gehört wurden.
Also, wer das Tohuwabohu jetzt nicht verstanden hat, der liest bitte einfach das Gerichtsurteil! Und: wer sich an die BILD wendet oder mit diesen spricht; tja…

˜˜˜

Um es mit anderen Worten zu sagen: Man kann hierauf nicht näher eingehen. Wir wollen es auch nicht. Weil man sich mit Verschwörungsideologen nicht befassen kann. Hier ist dann die Grenze.
Lauks erinnert uns mit seinen Schriften & Verhalten stark an Alant Jost mit seinem geschriebenen, kranken Bullshit, aber auch an die Reichsbürger: die die Behörden, Presse und Institutionen mit Unterlagen, Emails, Klagen und Aufforderungen fluten & zuspammen.

Interessant auf dem Papier des Strafvollzuges aber ist, das dort geschrieben steht, das Lauks schon damals wegen «faschistischer» Schmierereien auffällig wurde, etwas: was bei Lauks noch heute Bestand hat, wobei wir nicht das Wort «faschistisch» verwenden möchten, sondern: rechtsextreme bis hin zur Reichsbürger/Staatenlos-Ideologie:

Vermutlich meinte man damals diese Fotos hier – «Honecker Du alte Russenhure» mit Hakenkreuz:

Bis heute ziert einer seiner Blogs vielfache Hakenkreuze auf der Hauptseite, «das Neue Deutschland als Nazi»:

Neben Lauks gibt es, wie oben schon beschrieben, auch Gutstav Rust, der hier einzuordnen wäre, aber natürlich auch noch einige mehr, die ihr Weltbild von damals nicht abgelegt haben und heute versuchen, unter «Opfer» ihr rechtes Geschichtsbild umzuschreiben.
Sie unterscheiden sich in keinster Weise von Neuen Rechten, Reichsbürgern und von Nazis, die pauschal die BRD als Dikatur umdeuten und die heutige Politik als Stasi-Politik sehen.
Vera Lengsfeld als «Lügenpresse-Expertin» fällt uns dazu auch noch ganz spontan ein. Ob diese Adam Lauk´s Hatz gegen Hubertus Knabe bei Tichy veröffentlichen würde?….


Früher Feind – heute Freund: nur echt mit der St. Georgs-Schleife

Bevor wir uns den Themen Adam Lauks widmen, schauen wir doch erst einmal, an welchen uns bereits bekannten Protagonisten er sich bedient. Tatjana Garsiya mit ihrem Pro-Tolstoi-Deutschland Institut, schon fast geschenkt. Aber Klaus Koch & Liane Kilinc vom FBKO, die von diversen Stasi-Verbänden unterstützt werden und man um eine Vertiefung der Zusammenarbeit bemüht ist, hat was!
Das «Stasi-nahe Umfeld» von Oleg Muzyka, wo sich dann auch wieder Maren Cronsnest, Brigitte Queck oder Galina Trotzky wieder finden: ebenfalls geschenkt.
Das mit Ivan Rodinov ist interessant und das Martin Bott in seiner Freundesliste ist, ist beim Thema «Leaks» ebenfalls selbstredend, «Whistle-Dingens» halten eben zusammen; umso kruder – umso wahrer! ^^

Das Lauks also auch Freunde hat, die mit den Stasi-Verbänden zusammen arbeiten und er für diese mit jedem geteilten Beitrag oder Like auf deren Seite Werbung für genau diese Personen macht, die ihn -symbolisch/übertragen gesehen- damals ins Gefängnis steckten, scheint Lauks entweder nicht zu schnallen (weil er von der Politik nur s/w-Ahnung hat) oder er macht dies wissentlich vorsätzlich.
Schon sehr fraglich, das er -jetzt genau für das System sympathisiert- wofür er einst jahrelang im Knast gesessen hat und noch heute «Aufklärung» betreiben will. Dabei hängt er -mit diesem Artikel nachweisbar ab 2013- genau in dieser Schiene der Ewiggestrigen und Stasi-Befürworter drin, zusammen mit rechtsextremen Parteien und Reichsbürgern (Staatenlos/нод) sowie regimeliebenden Putin-Lovern:

Bildmontage, die Liste (nicht vollständig, da zu viel) ansonsten: hier

Lauks, ursprünglich aus Yugo: sieht – als gebürtiger Serbe die USA als Feind, schließlich wissen wir, das die USA es war, die im Frühjahr 1999 Belgrad, Novi Sad und andere serbische Städte bombardierten. Demzufolge muss für Lauks Russland heute für ihn der Freund sein. Widewidewitt – so einfach ist die Welt!
Noch 1985 schmierte er mit seinem Kot an die Wände des Haftkrankenhauses Leipzig: «Honecker = Mörder, Du alte Russenhure, Heuchler + Tyrann». Siehe die Fotos oben!
Ja, was denn nun? Freund oder Feind? Wozu dann noch Outings? Warum nicht endlich Butter bei die Fische?
So schnell und so gut funktioniert Propaganda! Selbst bei vermeintlichen «Stasi-Opfern». Der Rechtsruck reizt anscheinend! Mehr, als tatsächliche Aufklärung. Lauks ist dafür ein  gutes Beispiel, trotz (und gerade mit) dieser Vorgeschichte!

Kein Wunder, das die Presse ihn nicht namentlich erwähnen will. Lauks beschuldigt irgendwann jeden, der nicht seinen «Anweisungen» folgt; IM oder sonstiger Zuträger der Stasi gewesen zu sein. Das ist typisch, krudes Verschwörungsdenken, fernab von jeglicher Aufklärung!
Weiterhin gut erkennbar: der Streit und die Verunglimpfung von Hubertus Knabe & Roland Jahn wegen des Tigerkäfigs. Diese Beiträge schickt Lauks auch Mitgliedern von PI-News, Junge Freiheit, Tichys Einblick oder an Akif Pirinçci über twitter, wohl in der Hoffnung der Weiterverbreitung. Das Rechte und Nazis sich dem Thema bedienen, ist allseits bekannt:

Bildmontage twitter Adam Lauks

Es folgen Screenshots aus den Jahren 2014, 2015, 2016 und aktuell aus 2017:
Mahnwachenbewegung, Christoph Hörstel, Reichsbürger um Rüdiger Klaasen, ganz viel Putin-Werbung natürlich, geteilte Inhalte der rechtsextremen Partei Pro Deutschland, NewsFront, KOPP-Verlag, Politaia, Pegada-Endgame, RT-Deutsch, Eva Hermann, EinProzent, Verleumdung gegen Spiegel-Journalisten – die einst über ihn berichteten, islamophobe Postings, vor Ort bei den Staatenlosen/Rüdiger Klasen, Fake-Beiträge von David Berger, «Nie wieder Krieg» mit dem Stasi-Trüppchen rund um Maren Cronsnest und die Diffamierungen gegen Hubertus Knabe & Roland Jahn:

2014

2015

2016

2017


Adam Lauks und sein Vorbild Klaus Blessing vom Stasi-Verein: OKV

Das Sahnehäubchen, von dem wir nicht mehr gedacht hätten, es doch noch zu finden, war ein Posting eines Offenen Briefes aus 2013, was mit einem Compact-Video untermalt ist und welches von Klaus Blessing stammt.

Blessing ist stellvertretender Vorsitzende des Stasi-Verbandes OKV und war bis 1989/90 stellvertretender Minister für Schwerindustrie der DDR. Über ihn und die Stasi-Verbände berichten wir hier immer wieder im Blog, in den unterschiedlichsten Artikeln.

Er hielt u.a. mit Jürgen Elsässer & Mario Rönsch auf den Mahnwachen in Erfurt eine Rede, ist Gast beim Querfront-Nazi Nationalbolschewist Michael Koth der AiP und auch sonst in rechtsaußen-Formaten zugegen, ganz im Widerspruch der alten Stasi-Genossen mit ihrem Antifaschismus.
Ein «Stasi-Opfer», welches also seinen ideologischen Peiniger für gut befindet und ihm zujubelt? Abgewandeltes Stockholm-Syndrom?
Es ist genau das, wie wir auch Lauks einschätzen. Krudes «Wissen», keine Peilung – aber ne große Klappe über die «Wahrheit» 😂

In «Lauks kruder Ideologie» ist Blessing (stellvertretend für Stasi/DDR) eigentlich der «wirkliche» Nazi btw. die «Russenhure». Jetzt kommt Lauks mit Sicherheit ins straucheln. Was nun?
Ja, so ist das, wenn man mit brauner Ideologie, nachgeplapperten Verschwörungen alter DDR-Funktionäre & mit rechtem Dreck um sich wirft und von nichts ne Ahnung hat. Manchmal kommt der Bumerang schneller zurück, als einem lieb ist!


Fazit

Wenn man diese Beiträge kennt: wenn der KOPP-Verlag hervorgehoben wird, das dieser «doch endlich die Wahrheit über angebliche Stasi-IM´s beim Fernsehen» berichten soll, weil es aber eigentlich «gegen Putin´s Politik geht»; dann weiß man, das man mit Adam Lauks nur verlieren kann.
Dort wird niemals Aufklärung statt finden, weil er lieber den Verschwörungsmedien glaubt, die ihm nach seiner Meinung, aber nicht  nach den Fakten berichten. Er weiß ja noch nicht einmal, das er einem Stasi-Fanatiker zujubelt & lobt. Wir hatten das zu Anfang des Artikels bereits geahnt.
Wer wirklich nach Antworten sucht, denen empfehlen wir die Seite der UOKG anzuschreiben anzurufen oder dort hinzugehen. Dort wird man mit Sicherheit mit seriösen Links & Anlaufstellen behilflich sein!

Bleibt die Frage, die zumindest wir uns schon bestens beantworten konnten: «Wer sieht hier eigentlich den Wald vor lauter Bäumen nicht?»… Falls Herr Lauks mitlesen sollte: U.a. wegen Menschen wie ihnen führen wir kein Impressum, mehr ist dazu auf dieser Impressum-Seite erklärt, die sie doch gelesen haben.
Wir werden auch mit Sicherheit keinen telefonischen oder sonstigen Kontakt mit ihnen aufnehmen, das sollte mit diesem Artikel selbstredend sein! Vor allem mit rechten Ideologen werden wir keine Verschwörungsgespräche führen, so etwas führt in aller Regel zu nichts. Dafür ist die Zeit für Aufklärung zu kostbar.
Außerdem ist uns ihr eigentliches Anliegen, welches sie damit bezwecken – uns bewusst & darauf verzichten wir dankend gerne!

Heimlich Telefonate aufnehmen und ins Internet stellen, ist sowas von Stasi & illegal 😉 Und keinen Deut besser!
Gleiche Methoden. Sorry, aber nicht mit uns! Das illegale agieren hat scheinbar nie seinen Reiz verloren…
Sehen sie diesen legalen Beitrag -aus von ihnen freiwillig-öffentlich bereitgestellten Infos- einfach als Telefon-Ersatz 😉


Antideutsche Aktion Leipzig

Gegen die „halbjüdische“ Antizionistin und ihre volldeutschen Fans.

Zur Dokumentation: das Flugblatt, das anlässlich der Einladung Laurie Pennys ins Leipziger UT Connewitz am 18. September 2017 vor Ort verteilt wurde.

Gegen die „halbjüdische“ Antizionistin und ihre volldeutschen Fans.

Werte Besucher des UT Connewitz,
liebe Bewunderer der Laurie Penny,

wenn die »derzeit wichtigste junge Feministin« (Die Zeit) wieder auf Tour in Deutschland ist, dann führt an einem Auftritt in Connewitz natürlich kein Weg vorbei. Denn das Viertel und sein uriges Lichtspieltheater, dem auch Leipzigs Stadtmarketing lobend attestiert, ein »beliebter Treffpunkt für die alternative Szene Leipzigs« zu sein, gilt schließlich als modern und aufgeklärt, d. h. irgendwie links. Ebenso die heutige Referentin: Ähnlich wie die meisten von euch auch, engagiert sich Laurie Penny für unterdrückte Minderheiten, reflektiert gern mal ihre Sprecherposition und findet den Kapitalismus irgendwie blöd. Bei all diesen feinen Tugenden ist es euch dann selbstverständlich scheißegal, dass ihr eure letzten Pennys für eine »rasend kluge« (F.A.S.) Israel-Hasserin ausgebt. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass der Superstar der Feministen-Szene eine bekannte Unterstützerin der antisemitischen Kampagne BDS (Boycott, Divestment and Sanctions against Israel) ist, die mit Stolz verkündet, dass sie keine Avocados mehr vom Juden kauft. So kämpft die berufslinke Autorin seit Jahren an vorderster Front für eine Delegitimierung Israels, dessen Regierung sie im Jargon der islamistischen Raketenbrüder aus Gaza einer »blutrünstigen Mordlust« oder wahlweise einer »mörderischen Intoleranz« bezichtigt, der es nur ums jüdische Blut und die Verfolgung palästinensischer Kinder ginge (New Statesman). Dabei ist sie es doch selbst, die ihr dumpfes Unbehagen am Kapitalismus in Phantasien über »gehäutete Banker« (@PennyRed auf Twitter) auslässt und Gegnern der islamischen Frauenverachtung entgegenhält: »This isn‘t ‚feminism‘. It‘s Islamophobia« (The Guardian).

Dass Laurie Penny antisemitische Positionen vertrete, verneint sie selbstverständlich, denn schließlich sei sie ja, wie sie es in einem »Brief an die deutsche Linke« ausdrückte, selbst eine »Halbjüdin« und somit qua Abstammung über jeden Verdacht erhaben, dem Judenstaat aus falschen Gründen den Untergang zu wünschen. Dass sie damit eine Kategorie der Nürnberger Rassegesetze verwendet, die im Judentum so überhaupt nicht existiert, fällt ihr dabei nicht einmal auf. In ebenso mieser Tradition spielt sie auch auf den sogenannten Schuldkult der Deutschen an und rät ihren Fans und Kritikern, den deutschen Massenmord an den Juden endlich Geschichte sein zu lassen, um den Israelis nun auch mal zu zeigen, wo der Hammer hängt: »Die deutsche Linke hat jedes Recht, ihre aktuelle und vergangene Haltung zum jüdischen Volk/den jüdischen Menschen zu hinterfragen« (A letter to the german left).

Sätze dieser Art, wie sie ebenso von Björn Höcke, Sigmar Gabriel, Inge Höger oder anderen Antisemiten stammen könnten, haben nur einen Zweck, nämlich das antisemitische Ressentiment gegen den Judenstaat hinter einem pluralistischen Schleier der freien und selbstverständlich harmlosen Meinungsäußerung zu tarnen.

Nicht weil das so ist, sondern weil es längst jeder weiß und sie trotzdem ein Podium bekommt, kann der Judenhass auch im UT Connewitz und bei seinen Gästen kein unbekanntes Gefühl sein. Hinzu kommt, dass das Union-Theater in der Vergangenheit schon wiederholt antisemitischen Autoren und Kassenschlagern eine Bühne verschafft hat. Im kommenden Herbst wird mit dem Gitarristen Thurston Moore gleich der nächste BDS-Aktivist im angesagten Szeneschuppen erwartet. Darum ändert auch die Tatsache nichts, dass Penny heute nur ihr neues Buch »Bitch Dokrin. Gender, Macht und Sehnsucht« vorstellt, in dem sie anhand knallharter Analysen erläutert, was sie »von Harry Potter gelernt« hat (Bitch Doktrin), also ausnahmsweise mal nicht Propaganda gegen den Judenstaat verbreitet.

Die Gleichgültigkeit, mit der deutsche Feministen der antisemitischen Hetze einer Laurie Penny begegnen, erfuhr zuletzt im März diesen Jahres einen neuen Höhepunkt. Während einer Veranstaltung in Göttingen zum Anlass des Internationalen Frauentages demonstrierte die in der vulgären Linken ebenso beliebte Rapperin Sookee gemeinsam mit Laurie Penny, Mithu M. Sanyal und Sonja Eismann Geschlossenheit während sie sich unter Beifall als die „feminist four“ der Szene feiern ließen. Kritische Töne oder gar Protest gab es nicht.

Das aus Konsensbedürftigkeit und klammheimlicher Sympathie getragene Stillschweigen der Fans von Laurie Penny über ihren notorischen Israel-Hass, ließ sich auch nicht dadurch erschüttern, dass sich dieselbe im Januar diesen Jahres am sogenannten »Women‘s March« in Washington D.C. beteiligte, den Linda Sarsour, ebenso eine BDS-Aktivistin, initiierte, die keinen Hehl aus ihrem fanatischen Hass auf den Judenstaat macht.

Dass es feministischen Combos, wie den »feminist four« mitnichten um die Emanzipation von Frauen geht, offenbart nicht zuletzt ihr Wegducken vor dem islamischen Patriarchat. Und auch an dieser Stelle zeigt sich, dass sich findet, was zusammengehört. So ist es beinahe als ein Kunststück zu verstehen, dass bei dem diesjährigen feministischen Kampftag in Leipzig unter den unzähligen Demonstrationsaufrufen nicht ein einziger zu finden war, der sich mit der Unterdrückung von Frauen in islamischen Ländern und Communities oder mit den hiesigen Auswirkungen ihrer reaktionären Ideologie auseinandersetzt.

So bleibt euch, lieben Besucherinnen und Besuchern, nur zu gratulieren: Ihr habt euch heute Abend für die richtige Veranstaltung entschieden. Ihr und das UT Connewitz habt bekommen, worauf ihr gewartet habt:
Eine Antizionistin von Weltrang.

Viel Spaß wünscht:
die Antideutsche Aktion

September 2017

матрёшка

NewsFront (auf Deutsch) und die AfD mit Admin: Johannes Normann

Von Infokriegern zu «Widerstandskämpfern» der AfD

Politiker, denen die explodierende Islamisierung keine Sorgen macht, müssen wir jetzt bei der Bundestagswahl endlich «entsorgen» (J. Normann/AfD)

Johannes Normann, auch unter Hannes Normann im Internet zu finden; ist Bundestagskandidat der AfD mit Listenplatz 22 der Landesliste AfD in Bayern für 2017.
Er betreut u.a. die Facebook-Seiten: «Journalistenwatch», «Johannes Normann» (letztere mit Likes der Identitären Bewegung, PEsN, Pegida, Reichsbürger, WfD, ZUERST – aber auch die Russische Botschaft & prorussische Propagandakanäle) [1] und die Seiten: «Zentralrat der AfD Freunde mit Migrationshintergrund» & «AfD – Würzburg/Unterfranken».

In der Facebook-Gruppe: NewsFront auf Deutsch ist er zeitgleich zum 1. Dezember 2014 -als diese Gruppe auf Facebook entstand- mit der NewsFront «Journalistin» Anastasia Shkitina, Evelin Pietza (Compact/Mark Bartalmai) & Olga Katsaros (nur Moderatorin) zum Admin dieser Gruppe ernannt worden.Das lässt darauf schließen, das dieses Netzwerk um Shkitina, Katsaros & Pietza sich schon länger kannte.

Mit einem Zweitaccount: Hannes Normann wurde ihm zwei Jahre später ein weitere Admin-Stelle zugeschrieben.
2016 ist auch der; spätestens seit der zdf-Frontal21 Reportage: «Putins geheimes Netzwerk» bekannte, pro-russische Propagandist Frank Gottschlich von Voicedonbass als Moderator hinzugekommen.

Wenn man laut Aussage von Normann bei ZAPP (siehe unten) seine Netzreichweite kennt (in mehr als 500 Facbook-Gruppen aktiv tätig, über 50.000 registrierte Freunde vs. Abonnenten und über 1 Millionen Ansichten pro Woche auf seine Postings) verwundert das nicht, ist dies doch im Sinne (nicht nur) der Informationskrieger.
Weiterhin werden ja immer wieder Profile dieser Propagandisten gesperrt, meist wegen Spamming & Fake-News, was diese aber als Zensur des Staates umdefinieren. Da ist es immer gut, zwei oder gleich mehrere Profile zu besitzen…
In dieser Facebook-Gruppe wurde schon im Jahr 2016 durch Anastasia Shkitina & Johannes Normann für die «AfD für Russlanddeutsche» geworben, wenngleich es 2016 noch wenig Anklang in den Reaktionen gezeigt hat.

Die Administratoren & Moderatoren

Einer der unten aufgeführten Admins der NewsFront-Gruppe fehlt bzw. ist scheinbar nicht sichtbar. Vermutlich ist es Wolfgang Hermann Paul, der übrigens auch  Wjatscheslaw Seewald kennt, über den wir  im Zuge von Anastasia schon einmal berichtet hatten. Seewald ist auch der, der zusammen mit Freeman (Alles Schall & Rauch) durch eine Petition: RT Deutsch erst ins Leben riefen!
Wolfgang Hermann Paul findet man in Texten der Facebook-Seite: Pro Putin Partei wieder, die übrigens von unten stehendem Admin Alexander Martin betreut wird; eine -immer wieder- in sich geschlossene Filtberbubble.
Näheres über Alexander Martin und das ProPutin-Gründungsprojekt hat Marcus Engert auf BuzzFeed beschrieben.

Johannes Normann („Dissident“ Freigericht) wurde am 1. Dezember 2014 vom „fehlenden“ Admin Wolfgang Hermann Paul hinzugefügt

Laut Trolleybust und Meldungen auf Facebook [hier] und [hier] könnte es auch der gelöschte User Sascha Nitram gewesen sein, der Anfang September auf Facebook ins Aus befördert wurde. Er war seit Ende 2015 in dieser Gruppe:

Sascha Nitram ist auch in unserem Beitrag zu Pegada-Endgame zu finden, dort war er Moderator; Alexander Martin ebenfalls  Admin; aber auch Elena Schulz.
Die Facebook-Gruppe Pegada-Endgame, in der auch Diether Dehm Mitglied ist, hat überwiegend rechte und rechtsextreme User (Manfred Rouhs, Dieter Stein, Jürgen Elsässer, Manuel Ochsenreiter, der Identitäre Jurij Kofner sowie «Führer beim Reichstag, Adolf-Hitler Gymnasium, Napola etc.» – mit entsprechenden, überwiegend antisemitischen Postings aufzuweisen.


NewsFront: eine der Speerspitzen der pro-russischen Propaganda

Für alle, die noch nie etwas von NewsFront gehört oder gelesen haben oder nicht wissen, was dies für ein propagandistisches Nachrichtenportal ist, empfehlen wir das unten stehende Video der ARD als Einstieg (oder hier ausführlicher):

Chef von NewsFront ist Konstantin Knyrik, der übrigens auch mit Oleg Muzyka befreundet ist.
DIE ZEIT schrieb im Zuge der Bundestagswahl im September 2017 dazu folgenden Artikel: «Krieg ohne Blut», ein Auszug:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Die alternative Wahrheit über Deutschland wird von einem Mann erzeugt, der auf der Krim lebt. Diese Wahrheit besagt, dass Deutschland Massenvernichtungswaffen besitzt, fast alle Flüchtlinge kriminell sind und Angela Merkel Schlägereien anzettelt. 
Mit dieser Wahrheit will der Mann von der Krim aus die nächste Bundestagswahl manipulieren. Seine Chancen, damit Erfolg zu haben, stehen nicht schlecht.

Der Mann sitzt vor einer grün abgehängten Wand, an einem geheim gehaltenen Ort auf der von Russland annektierten Halbinsel. Er hat einem Gespräch per Skype zugestimmt. Gerne wäre er nach Deutschland gekommen, um mit der ZEIT über seine Ziele zu reden. Doch er darf nicht. 
Seit er für die von Russland unterstützten Rebellen im Osten der Ukraine gearbeitet hat, steht er auf einer Sanktionsliste. Eine Einreise nach Deutschland ist ihm verboten. Seine Arbeit aber kann er auch problemlos von der Krim aus erledigen. Und er hat Mitarbeiter in Deutschland.

Konstantin Knyrik heißt der Mann, er ist Chefredakteur der russischen Nachrichtenagentur NewsFront und leitet eine etwa hundertköpfige Redaktion. Schlagzeilen, die Knyriks Leute zuletzt auf Deutsch und für Deutschland produziert haben, lauten:

• DEUTSCHLAND: ASYLANT ONANIERT VOR JUNGEM MÄDCHEN IN SCHWIMMBAD
• FREUNDE VON MERKEL HABEN EINE MASSENSCHLÄGEREI IN DORTMUND ANGEZETTELT
• SACHSEN: ZWEI SEXTÄTER AUS LIBYEN VERGEHEN SICH SEXUELL AN DREI JUNGEN MÄDCHEN

Die Überschriften werden bei NewsFront immer in Großbuchstaben geschrieben. Viele Inhalte wirken erfunden. Häufig werden reale Ereignisse gezielt aufgebauscht, um Ängste zu schüren. 
Knyrik und seine Mitarbeiter sagen, die Wahrheit werde durch die etablierten Medien vernichtet. Deshalb nennen sie sich «Kämpfer» in einem «Informationskrieg».

Die Agentur ist noch jung und klein, aber sie wächst und sucht für die Monate vor der Bundestagswahl Mitarbeiter in Berlin. 
Ziel ist, hierzulande eine andere Wahrheit zu verbreiten und diese gegen die vermeintlichen Lügen und Manipulationen der gesteuerten «Systemmedien» zu verteidigen. 
Zu diesen Systemmedien zählt Knyrik alle großen Sender und Zeitungen, auch die ZEIT. Denn laut Knyrik gibt es in Europa keine freie Meinung mehr. 
Er sagt, die Zensur sei in deutschen Medien «sehr verbreitet», und diese Einschränkung werde immer schlimmer.

Nach eigenen Angaben finanziert sich NewsFront nur durch Spenden und Werbeeinnahmen – aber einem ehemaligen Mitarbeiter zufolge stammt ein großer Teil des Budgets vom russischen Geheimdienst. 
Bestimmte Themen, sagt der Aussteiger, würden direkt von der Präsidialverwaltung in Moskau vorgegeben. Knyrik bestreitet das. 

Doch sein ehemaliger Untergebener sagt: «Du bist Propagandist und suchst gar nicht die Wahrheit, sondern führst nur Befehle aus.» 
Deutschland im Informationskrieg zu besiegen oder zumindest die Bundestagswahl im Jahr 2017 zu beeinflussen sei «die wichtigste Mission von NewsFront», meint der Aussteiger. 
«Für solche Zwecke wurde die Nachrichtenagentur erschaffen.»

Quelle: DIE ZEIT «Krieg ohne Blut»

Johannes Normann / AfD & NewsFront

Auf einer seiner Facebook-Seiten gibt Johannes Normann an, «Widerstandskämpfer» der rechten Partei AfD zu sein.
Durch seine Mitarbeit bei NewsFront seit dem 28. Januar 2015 direkt auf dem Portal NewsFront (mit einem ersten Eintrag) ist er auch ein  so genannter «Informationskrieger», der anfangs noch die Texte ins Deutsche übersetzte; später dann seine eigenen Beiträge von der Redaktion veröffentlichen ließ. Normann wirbt bis heute für/mit NewsFront.

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Wir, die Nachrichtenagentur «NewsFront» sind freiwillige Kämpfer des Informationskrieges, die tapfer gegen zynische Lügen, Argwohn, Manipulation und Desinformation kämpfen. 
Also gegen die Art Massenvernichtungswaffen, mit der der Westen gegen uns alle den Raub- und Kolonialkrieg neuen Typs führt. (Quelle: NewsFront aus 2015)

Twitter

Neben den überwiegend rechten Kanälen auf twitter folgte Normann schon frühzeitig der pro-russischen Fraktion wie: Jasmin Kosubek (RT-Deutsch), Sputnik Deutschland, Dushan Wegner, Propagandaschau, Graham W. Phillips, RT Deutsch, Partisangirl (Maram Susli), NewsFront, Nikolai Alexander (Reconquista Germania/Germanica), Contra Magazin (Andreas Keltscha aka Andre Eric Keller) usw.
Die unzähligen rechten Kanäle müssen wir wohl nicht alle aufführen & ist für die AfD selbstredend:

Facebook

Seine Facebook-Freunde sind dabei auch sehr interessant. Tatjana Garsiya vom Tolstoi-Institut & der Prepper Ronny Heinemann (der Menschen, vor allem Frauen töten will) sind da besonders erwähnenswert.
In dieser Montage haben wir einmal die Leute hinzugefügt, die hier im Blog bereits schon wegen ihrer Rechtslastigikeit – in Verbindung mit pro-russischer Propaganda Thema geworden sind:

Besonders interessant fanden wir die Verbindung zu Galina Troizkaya (Künstlername: Galina Troizky) und jetzt namentlich – wie oben stehend im Bild zu sehen.
Weiterhin die Freundschaft zu Klaus Koch (Spendenverein FBKO/Liane Kilinc), der uns noch vor Monaten drohte, unseren Blogartikel vom Netz zu nehmen. Auch ein pro-russischer Pegida/AfD/EinProzent/Pro Deutschland Sympathisant.
Alles andere ist hier schon «Standard»; entsprechende Artikel zu diesen Personen können über die Suchfunktion im Blog nachgelesen werden.

Johannes Normann wurde bei uns schon einmal -nicht namentlich- in Verbindung mit einem Artikel über Christian Saarländer aufgeführt. Dieser Bericht wurde Teil einer Studie von Digital Forensic Research Lab: «The Kremlin’s Amplifiers in Germany», die man in englischer Sprache hier auf Medium nachlesen kann!
Die BILD-Zeitung brachte kurz darauf einen deutschsprachigen Text zum DFR Lab-Artikel heraus («Studie zu RT Deutsch und anderen Kreml-Propagandisten-die Internet-Allianz von Putin-Trollen und Rechtsextremen»), was hier auf StopFake studiert werden kann.

NewsFront im Gespräch mit Johannes Normann und Christian Saarländer aus einem Blogposting aus August 2016

In den Medien

Presseartikel
Bereits 2016 trat Normann im taz-Artikel: «Der Aufmarsch der Melde-Nazis» in Erscheinung. Es folgten weitere Meldungen; eine davon stach besonders ins Auge und zwar -ebenfalls von Marcus Engert- von BuzzFeed: «Fast 50 Bundestagskandidaten der AfD grenzen sich nicht von Rechtsextremisten ab»! Fundstücke von BuzzFeed:

Social-Media Experiment «Manipuliert»
Seinen ersten Auftritt im öffentlich-rechtlichen TV bekam Normann Anfang diesen Jahres im Social-Media Experient von Sascha Lobo: «Manipuliert» (Manipulation im Netz). Nur kurz nach diesem Medienexperiment von Lobo berichtete Normann wenig später bei NewsFront auf Deutsch und ließ sich über die Sendung «Manipulation im Netz» aus.

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Ich werde ja bei euch nochmal nen Artikel zu schreiben, für weitere Infos [...] Quelle: O-Ton Johannes Normann im Interview bei NewsFront auf Deutsch

ZAPP-Das Medienmagazin zur Bundestagswahl
NDR/ZAPP berichtete vor ein paar Tagen zum Thema Bundestagswahl 2017 über Normann. Dabei bezeichnet der NDR die AfD immer noch als eine Protestpartei, dabei hat diese sich schon längst zur rechtsextremen Partei herausgebildet.
Lieber NDR, man sollte die Dinge so benennen, wie sie sind. Und: rechtsextrem ist weder «Protest» noch «Alternativ»! Und das im Zuge einer Bundestagswahl-Berichterstattung…! Das hier; das muss man erst einmal bringen:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Eine neue Partei läuft den etablierten davon: Die Seite der AfD hat über 360.000 Fans und bekommt auf ihre Postings die mit Abstand meisten Interaktionen. Eine Protestpartei hat eben ganz andere Möglichkeiten, im Netz Aufmerksamkeit zu generieren. (Quelle: NDR ZAPP)

Ein kurzer Einblick von ZAPP mit Normann:

Teilungen in den sozialen Netzwerken

Auf Facebook und VK finden sich typische Postings, wo Inhalte von PI-News zur «Umvolkung» geteilt werden, Politiker als Schweinebande betitelt und VK-User in Kommentaren: Muslimen («Rattenpack«) «das Lager wünschen» oder von «Vermischung von Rassen (deutsche Blutgruppen mischen») sprechen, was bis heute so kommentarlos stehen blieb.
Reden von Tatjana Festerling über den deutschen Schuldkomplex, der Untergang Deutschlands und immer wieder der Hinweis, das Normann´s Seite Johnormann [1] dem «Widerstand» diene und er seine User dazu aufruft, ebenfalls so parallel zu agieren.
Kleiner Schmunzler am Rande: viele können auf Bitten Normanns – seine Beiträge auf Facebook weder liken, noch teilen, weil sie allesamt (wohl wegen Hetze) auf Facebook gesperrt sind…da hat wohl das «böse NetzDG» zugeschlagen …

Johannes Normann wünscht sich mehrfach die Verhaftung Angele Merkels wegen Hochverrats, erkennt den Rechtsstaat Deutschland nicht an bzw. stellt diesen in Frage und pathologisiert die Bundeskanzlerin auf primitive Art & Weise:

«Widerstands-Facebook-Seite» zu Johannes Normann

[1] Wie oben schon beschrieben , werden auf dieser Präsenz auch Seiten gelikt, die Johannes Normanns «mag». Dies umfasst u.a.: die rechtsextreme Identitäre Bewegung, PEsN, Pegida, Reichsbürger, WfD (Merkel muss weg Demos), ZUERST von Manuel Ochsenreiter – aber auch die Russische Botschaft & prorussische Propagandakanäle:


Fazit

Irritierenderweise ist Johannes Normann in der «Facebook-Gruppe NewsFront auf Deutsch» nicht wirklich aktiv tätig. Scheinbar verlagert er diese Arbeit lieber direkt in Interviews mit NewsFront bzw. lässt auf der Website von NewsFront seine Inhalte veröffentlichen.
Ebenfalls war uns im Zuge der Recherchen aufgefallen, das es unter dem «Stichwort AfD» kaum Postings in der Gruppe gibt. Es ist das «Stichwort Merkel», was dort den Wegbereiter bildet.
Und sofort müssen wir wieder an den Artikel der ZEIT denken, mit folgender Aussage des NewsFront-Aussteigers:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Nach eigenen Angaben finanziert sich NewsFront nur durch Spenden und Werbeeinnahmen – aber einem ehemaligen Mitarbeiter zufolge stammt ein großer Teil des Budgets vom russischen Geheimdienst. 

Bestimmte Themen, sagt der Aussteiger, würden direkt von der Präsidialverwaltung in Moskau vorgegeben. Knyrik bestreitet das. Doch sein ehemaliger Untergebener sagt: «Du bist Propagandist und suchst gar nicht die Wahrheit, sondern führst nur Befehle aus.» 

Deutschland im Informationskrieg zu besiegen oder zumindest die Bundestagswahl im Jahr 2017 zu beeinflussen sei «die wichtigste Mission von NewsFront», meint der Aussteiger. 
«Für solche Zwecke wurde die Nachrichtenagentur erschaffen.»

Antideutsche Aktion Berlin

Arbeit macht frei? Von Luther bis Hitler: Deutscher Arbeitswahn und Judenhaß.

Eine Veranstaltung der Antideutschen Aktion Berlin
am Montag den 23. Oktober 2017 um 19:00 Uhr
in der Schankwirtschaft Laidak, Boddinstr. 42/43, Berlin

Warum prangte die zynische Parole „Arbeit macht frei“ auf den Eingangstoren der Konzentrations-, Arbeits- und Vernichtungslager Auschwitz, Dachau, Sachsenhausen und Flossenbürg? Warum wurden Jüdinnen und Juden vor ihrer Ermordung im Nationalsozialismus oftmals zu sinnlosen Arbeiten gezwungen? Aus welchen Motiven initiierten die Deutschen das Programm „Vernichtung durch Arbeit“? Grundlegend für den deutschen Arbeitsbegriff, der im Zentrum der nationalsozialistischen Ideologie stand, ist die dichotomische Trennung von „schaffenden und raffenden Kapital“, sowie „ehrlicher und unehrlicher Arbeit“. Lässt sich bis heute ein spezifisch deutscher Antisemitismus, der mit einem spezifisch deutschen Berufung zur Arbeit korreliert, behaupten? Und besteht eine Kontinuität, ausgehend von der Reformation und den Schriften und Predigten Martin Luthers, der dem Volk auf’s Maul schaute und bereits 1543 zum Niederbrennen der Synagogen aufrief?

Der Referent, Klaus Thörner, ist Autor von „‘Der ganze Südosten ist unser Hinterland‘. Deutsche Südosteuropapläne von 1840 bis 1945“ (ça ira-Verlag) und von ihm erscheint im selben Verlag im Herbst 2017 „Arbeit macht frei? Von Luther bis Hitler: Deutscher Arbeitswahn und Judenhaß“.

Ferne Welten

Reisen gegen Israel

Zwischen dem 23. Juli und dem 30. Juli 2017 fand zum 24. Mal das sogenannte „Farkha Youth Festival“ statt, mit dem die „Palestinian People’s Party“ (PPP) ihren internationalen Anhang gegen Israel mobilisiert. Im kleinen Dorf Farkha, rund 30 Kilometer von Nablus gelegen, begeisterten sich deutsche Teilnehmer_innen, die zuvor in der Bundesrepublik Spenden sammelten, für esoterischen Bioanbau, mordendes Märtyrertum und antisemitische Verschwörungskonstrukte. Reaktionäre Praktiken, die der Emanzipation im Wege stehen, registrierte ein Chronist, dessen Delegation in Farkha mit einem Bäumchen und viel Folklore bedacht wurde, nur am Rande.

Kollekte aus München

In den vergangenen Jahren beteiligten sich Aktivisten wie der Kommunikationswissenschaftler Kerem Schamberger am Jugendfestival der linksnationalistischen Partei, die Kleidungsvorschriften vorschrieb und Israelhass verkündete. Dort traf der für die deutsche Delegation auftretende Blogger alte Bekannte, während er mörderische Angriffe auf „BesatzungssiedlerInnen“ relativierte: „Besonders freue ich mich einen jungen Genossen zu sehen, der die letzten beiden Jahre in israelischen Gefängnissen verbracht hat, da er auf einer Demonstration Soldaten mit Molotow-Cocktails beworfen haben soll“, schrieb Schamberger. Die bezeichnenden Zeilen erschienen in einem linksdeutschen Online-Portal, über das der Stichwortgeber mit seinem Anhang zum diesjährigen Festival mobilisierte.

Erneut lockten „Brigadearbeiten, die auch mal etwas anstrengender sein können“ – und ein absolutes Drogenverbot. Dämonisierungen des israelischen Staates dienten der Mobilisierung, während zugleich „Solidarität mit dem fortschrittlichen palästinensischen Widerstand“ eingefordert wurde. Vor Reisebeginn sammelten Kader eine Kollekte, bei der die anti-israelische Gemeinschaft zu München reichlich spendete. Dass die Gruppierung „rund 4.000,- Euro gesammelt“ hätte, damit „das Festival im gewohnten Umfang stattfinden“ (!) könne, meldete die DKP aus der bayrischen Hauptstadt mit einem gewissen Stolz. Die Einnahmen gingen nach Farkha, um das dortige „Jugendfestival“ der antisemitischen „Volkspartei“ (PPP) zu unterstützen, die sich nationalistischen Inhalten bei leichter ML-Ästhetik verschrieben hat.

Als Teil der PLO partizipiert diese Gruppierung an den unsäglichen Zuständen im Westjordanland. Der Feind bleibt Israel, wobei die PPP eine klassenübergreifende Vereinigung im „Kampf gegen die Besatzung“ fordert. Ihre nationalistische Formierung geht mit antisemitischen Praktiken einher, die vielfach in Europa praktiziert werden. Die Partei betreibt eine auf den BDS-Aktivismus abgestimmte Propaganda, um klassische Praktiken des antisemitischen Mobs zu bewerben. PPP-Kader, die das Festival prägen, bewerben den „Boykott von israelischen Waren“, während dem „politischen Islam“ eine gewisse Berechtigung als Durchlauferhitzer zugesprochen wird. 

Bioanbau und Esoterik

Über eine Struktur, die sich „Die Alternative“ nennt, kooperiert die PPP derzeit mit der „Demokratischen Front zur Befreiung Palästinas“ (DFLP). Deren bekannteste Tat ist das Ma’alot-Massaker, bei dem DFLP-Akteure 31 Menschen in einer israelischen Schule ermordeten. Für die Reisenden aus der Bundesrepublik scheinen solche Verstrickungen recht unerheblich. Davon zeugen aktuelle Erlebnisberichte, die jetzige Erfahrungen der Kader verkünden. Hintergründe zur Partei und ihrer Bündnispolitik fehlen; stattdessen sind Campingromantik und Verschwörungsmythen enthalten. Durch Spenden, Märsche und Ernteeinsätze unterstützte die Brigade die antisemitische Organisation, die das „Festival“ organisiert. Von ihren Erlebnissen berichtet diesmal Max von Beeveren.

Ökologischer Landbau, finanziert durch europäische Gruppierungenerfreute diesen linksdeutschen Camper, der in seinem Reisebericht von der Autarkie des Dorfes träumt: Der mehrteilige Report, der gesellschaftliche Zustände durch Schuldumkehr dem israelischen Staat anlastet, erwähnt das Vorbild der Bioproduktion nur am Rande. Durch den Arbeitseinsatz beteiligte sich seine Brigade an esoterischer Praxis. Sie half bei einem Konzept, das auf Ideen aus dem „portugisischen Tamara“ basiert. „Schon seit 25 Jahren leben Mensch, Natur und Tier dort gemeinsam, um für ein besseres Leben einzustehen“, beschönigt der erste Bericht vom Festival. Dass der Esoteriker Dieter Duhm in seinem „Friedensdorf“ in Tamara tatsächlich esoterische Psycho-Praktiken mit dem Anbau biologischer Lebensmittel kombiniert, erwähnt der Festival-Report nicht.

Frauen deutet dieser Psychologe, der die zum Vorbild erhobenen Strukturen leitet, als „natürliche Anlaufstelle für alle Männer“. Israel macht er unterdessen für weltweite Kriegsgefahren verantwortlich. Duhm, der Standorte seiner Glaubensgemeinschaft als „Akupunkturpunkt des Friedens“ glorifiziert, inspirierte die palästinensischen Linksnationalisten, die sich seit einigen Jahren für den Bioanbau begeistern. Deren Produktion unterstützt die „Arab Agronomists Association“, die aus ideologischen Gründen für die Bioproduktion agitiert. Diese sei notwendig, um „Palästinas Souveränität zu wahren“, erläutert ein zuvorkommender Werbe-ArtikelDen NGO-Ableger flankiert die deutsche Heinrich-Böll-Stiftung, die Veranstaltungen in Farkha unterstützt. Solche ideologischen und organisatorischen Verstrickungen verschweigen die Reiseberichte, die Max von Beeveren für ein K-Gruppen-Portal verfasste.

Mythenbildung einer Brigade

Leser_innen, die sich beim Berichterstatter über das „Jugendfestival“ informieren, erfahren von exotischen Speisen wie Manqosha, süßen Getränken wie Chai-Tee und den ersten Arbeitseinsätzen, bei der in der heißen Sonne die Wände bemalt und Pflanzen gepflegt wurden. Im Stil von Romantikern wie Karl May schwärmt der Berichterstatter, dessen Kitt der Kitsch ist, über den „Sternenhimmel Palästinas“ und die „Schönheit der Natur“. „Dörfer, Täler und Olivenhänge“ erfreuen die Teilnehmenden. Ein künstliches Gebilde, bestehend aus „Mauern, Zäunen, Wachtürmen und Checkpoints“, sorgt unterdessen für Empörung, wobei sich der Chronist alter Bilder bedient, die aus dem Arsenal des gegen Israels gerichteten Antisemitismus stammen.

Der künstliche Staat gegen die autochthonen Bauern: Max von Beeveren erzählt dieses Märchen, das er als Mythos von „Siedlerkolonialismus und Vertreibung“ wiederholt. Der Festival-Teilnehmer halluziniert den „Besatzerstaat“, der für einen „Kolonialisierungsprozess“ durch „Landraub“ verantwortlich sei. Es scheint, als seien die jüdischen Bewohner_innen des israelischen Staates, der auch ein Produkt der Shoa ist, für den reisenden Deutschen unerwünschte Eindringlinge. Sie würden – so die bestürzende Anklage dieses linksdeutschen Delegierten – als „zionistische Siedler*innen eigene Viertel in den bereits bestehenden Viertel unterhalten“.

Für ideologische Unterfütterung solcher Vorstellungen sorgte unterdessen Rami Saleh, der als Referent der NGO „Jerusalem legal aid and human rights centre“ (JLAC) auftrat. Der deutschen Delegation offenbarte dieser Redner einen Plan, den die israelische Regierung angeblich verfolgt. Der Reisebericht erwähnt die vermeintliche Herkunft des „Masterplans 2020“ nur am Rande. Dort ist von einer „Hertzilea Konferenz“ die Rede. Gemeint ist die „Herzliya Conference“, die durch das „Interdisciplinary Center“ in der gleichnamigen israelischen Stadt durchgeführt wird. Dass bei diesem Treffen israelische Politiker_innen, Militärs und Wissenschaftler_innen konferieren, nutzt der moderne Antisemitismus, um die Verabschiedung von Geheimplänen zu konstruieren. 

Weil Saleh und der deutsche Chronist keine Beweise besitzen können, muss es beim Gerücht über die Juden bleiben. Daher munkelt es im Reisebericht, der die Erkenntnisse der Brigade zusammenfasst: „Zwar scheint dieser Plan noch nicht offiziell abgestimmt worden zu sein, die Regierung Israels verfährt jedoch bereits nun nach diesem“. Das Konzept, offenkundiges Produkt der Dämonisierung des israelischen Staates, findet sich heute auf Internetseiten der antisemitischen Internationale. Der Kriegsberichter raunt in seinem Festival-Report gleichfalls vom geheimen Komplott, der angeblich umgesetzt wird. Solche verschwörungsideologische Vorstellungen paaren sich mit Huldigungen antisemitischer Mörder.

Heroisierung und Relativierung

Dem Urlauber gefallen nicht nur „die vielen Malereien auf Häuserwänden“, sondern die vielen „Plakate von Märtyrer*innen“. Lob gibt es für manche gemalte Parolen in Farkha. Werbeversprechen des Patriarchats, das auf angeblicher Dichotomie der Geschlechter basiert, erfreuen beim Flanieren. Zeilen, die die geschlechtliche Teilung der patriarchalen Gesellschaft preisen, begeistern den Reisenden: „Die Frau symbolisiert die eine Hälfte der Gesellschaft. Ohne sie ist die andere Hälfte nicht möglich“, heißt es auf einer Wand in Farkha, die der Reisebericht mit Begeisterung als Zeichen von Emanzipation interpretiert. Im Verlauf seiner Berichterstattung deutet der Chronist weitere Gegebenheiten, die er erlebte.

Dabei erwähnt Beeveren „einige konservative und patriarchale Ansichten“. Er benennt die daraus folgende Praxis, schreibt aber von einem „sehr progressiven Weg“. Mit dieser Entwicklungsprognose verharmlost der Autor die Realitäten im Camp: Die „nach Geschlechtern getrennten Unterkünfte” ergänzte „eine Kleidungsvorschrift (…)”, die “sich gegen zu viel Freizügigkeit (…) richtet“. In Vorjahren, so offenbaren damalige Berichte, existierten bereits frauenfeindliche Kleidungs-, Arbeits- und Schlafvorschriften. Frauen seien zum „großen Teil auf die Küche und das Kochen beschränkt“. Damals dankte die Delegation den Teilnehmerinnen für Speisen, die sie für die Truppen kochten.

Dass der reaktionäre Alltag im Falle der anti-israelischen Rackets zum andauernden Prozess mit fortschrittlichem Charakter verklärt wird, passt zum verharmlosenden Ton der Berichte. Es sei „so, dass sich die Partner*innen in manchen Familien nicht selbst kennenlernen, sondern auf Aufforderung und Vermittlung der Familie zusammengeführt werden. Oft gehört auch noch die Mitgift zu dieser Vorgehensweise“, relativiert ein Festival-Report die Schilderungen familiärer Zwänge. Letztendlich erscheint der Zwang zur herbeigeführten Ehe als harmlose Form einer „familäre Vermittlung“, die der Chronist zudem zum „normalen Ablauf einer Eheschließung“ im sogenannten „Palästina“ macht. 

Lob des Volkstanzes

Dörfliche Zustände, die aus der Verschränktheit von Patriarchat und Antisemitismus resultieren, waren kein Grund, die Solidarität mit den palästinensischen Narodniki zu beenden. Beim „Festival“ erfreuten sich die Delegierten stattdessen an „Konga und Gesang“, während sie „zu traditionellen palästinensischen Stücken“ alte Volkstänze zelebrierten. Bei Ausflüge in die Umgebung fürchtet die deutsche Propagandakompanie derweil die „zionistischen Siedlungen“, die zum künstlichen und zugleich sichtbaren Bestandteil eines geheimen Siedlungsplanes avancieren.

In der israelischen Hauptstadt trafen die Reisenden auf anti-israelische Akteure, die ihnen abenteuerliche Gruselgeschichten über die angebliche Praxis des Judenstaates verkündeten: „Kinder kommen nach der Schule nach Hause und sie können ihr Haus und das ihrer Familie nicht mehr vorfinden, weil es zerstört wurde“, empört sich Max von Beeveren nach dem Besuch eines NGO-Büros in Jerusalem. Das Personal der als „Jerusalem legal aid and human rights centre“ (JLAC) auftretenden Gruppierung versorgte die Teilnehmer_innen mit glaubensbestärkender Zahlenakrobatik. Später verfasst der Urlauber einen Bericht mit Behauptungen, durch die er seine Probleme mit jüdischen Einwohner_innen eindrucksvoll belegt.

„Heute sind es mehr als 200.000 Siedler*innen, die in dem stark arabisch geprägten Ostjerusalem leben. Und es werden mehr“, fürchtet von Beeveren, der den Dämonisierungen der Nichtregierungsorganisation folgt. Als Kriegsberichterstatter, der Partei ergreift, übernimmt er die Angaben einer Gruppierung, die sich der internationalen Boykottkampagne gegen Israel verschrieb. „Brutalität und Sadismus“, der historisch von einmaliger Qualität sei, definiert seine antisemitische NGO als das „wahre Gesicht des Zionismus“. Diese Struktur, die die BDS-Strukturen unterstützt, finanziert sich durch Gelder von Organisationen wie „Brot für die Welt“. Die Bundesrepublik unterstützt die JLAC, die die Brigade mit Israelhass versorgte, ebenfalls durch Finanzhilfen.

Einig gegen Israel

Auf der einen Seite empört sich der Kriegsberichterstatter über Jüdinnen und Juden, die im Osten Jerusalems wohnen, wobei er mit der klassischen Anklage von Künstlichkeit und Konspiration operiert. Auf der anderen Seite relativiert der Erzähler der Brigade patriarchale Zustände und Zwänge, indem er andauernden Fortschritt suggeriert. Positiv scheinen antisemitische Wandgemälde und Brauchtum wie Volkstänze. Biologische Herstellungsprozesse, deren Vorbild eine esoterische Struktur ist, finden viel Lob. Von den finanziellen und ideologischen Verstrickungen der “Volkspartei” schweigen die Camper, die sich stattdessen alter Weltbilder ergaben.

Durch deutsche Institutionen finanzierte NGOs nannten ihnen Zahlen. Mythen vom Geheimplan, den Israel umsetzt, dienten als Begründung für die gefürchteten Siedlungen, deren Kontakt gemieden wurde. Die Solidarität der diesjährigen Brigade, die eine Zwei-Staaten-Lösung „nur einen Teilsieg Palästinas“ nennt, galt mehreren antisemitischen Gruppen. In seinem Reisebericht freut sich der Chronist über eine Begegnung mit seinem namenlosen „Genossen der PFLP“, dessen Gruppierung in Kooperation mit der islamfaschistischen Hamas kürzlich eine israelische Polizistin durch Messerstiche ermordete. Im November 2014 starben vier Rabbis und ein Polizist in einer Synagoge in Jerusalem, als die Mörder der PFLP mit Äxten und Messern zur Tat schritten. Antisemitische Praktiken derartiger Rackets adelt der Berichterstatter, der von „bewaffneten Kampf“ und „Widerstand“ schreibt.

Als Kombattant erneuert Max von Beeveren die historische Parteinahme von Strukturen wie der DKP, die sich schon frühzeitig für anti-israelische Truppen begeisterte. In der bestürzten Rückschau berichtete der Partei-Philosoph Robert Steigerwald beispielsweise von einem verbündeten Fatah-Kader, der ihm auf Reisen im Parteiauftrag ein großes Lob aussprach, „weil wir so viele Juden umgebracht hätten“. Die Reise-Kolportagen aus Farkha, die Max von Beeveren für seine Brigade verfasste, offenbaren die Gespräche mit den antisemitischen Rackets der Gegenwart. Sich mit ihrem „Kampf um Befreiung zu solidarisieren“, sei Motivation für diesen Auslandseinsatz, heißt es in einer abschließenden Erklärung der DKP-München.

Die Praxis der linksdeutschen Truppe – Bündnisgespräche mit Mordbanden, esoterische Produktion von Gemüse und Schulungen durch Mythen – benennt ihr Text nicht. Dass die Organisatoren von „Volkspartei“ und Jugendverband ihnen einen „Baum eingepflanzt“ hätten, der natürlich über die Jahre wachsen und als Symbol für den gemeinsamen weiteren Kampf stehen soll“, erfreut stattdessen diese deutschen Sozialisten. Ihre Brigade-Leitung plant nun den Arbeitseinsatz im kommenden Jahr. Nach neuerlicher Spendensammlung bricht 2018 eine weitere Truppe aus der Bundesrepublik auf, um sich am „Farkha-Jugendfestival“ zu beteiligen.

 

anti-capitalism revisited

Gegen Freiheit, Demokratie und „die da oben“: Der Kampf der Wutbürger

Wie passen (Rechts-)Populismus, politischer Protest und der Glaube an Verschwörungstheorien zusammen?

Vortrag und Diskussion mit Laura Luise Hammel

Dienstag, 10. Oktober 2017, 18:00 Uhr, Stuttgart
Gewerkschaftshaus, Raum 3, Willi-Bleicher-Str. 20

Eine Veranstaltung von ver.di-Bezirk Stuttgart

Seit Oktober 2014 gehen bei Pegida in Dresden wöchentlich Menschen gegen eine vermeintliche Medienverschwörung, die sogenannte „Lügenpresse“, auf die Straße. In Stuttgart demonstrieren bei der „Demo für alle“ in regelmäßigen Abständen besorgte Eltern gegen „Genderwahn“ und „Frühsexualisierung“. Selbsternannte „Reichsbürger“ gründen Fantasie(könig)reiche und legen durch absurde Rechtsstreits mancherorts ganze Gemeindeverwaltungen lahm, weil sie die Bundesrepublik für einen nicht rechtmäßigen Staat halten, der in Wahrheit gar nicht existiere.
Aber auch innergesellschaftlich und medial wächst die Aufmerksamkeit für Verschwörungstheorien. Im Social Media-Zeitalter scheinen sich Verschwörungstheorien heute schneller zu verbreiten als je zuvor und hierdurch immer mehr Anhängerinnen und Anhänger zu finden.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuellen populistischen Parteien und Bewegungen in der Bundesrepublik und geht der Frage nach, warum gerade in diesen Bewegungen der Glaube an Verschwörungstheorien eine zentrale Stellung einnimmt, wie Verschwörungstheorien aber auch von etablierten politischen Akteuren genutzt werden um Anhängerinnen anzusprechen und Agenda Setting zu betreiben.

Laura Luise Hammel ist Doktorandin an der Eberhard Karls Universität Tübingen und forscht für ihre Promotion zum Zusammenhang zwischen Verschwörungsglauben und Rechtspopulismus.

Friedensdemo-Watch

„Querfront vom Feinsten“: Die RT-Doku „Soft Occupation“

Screenshot „Soft Occupation“ – Kofner im Gespräch mit Afd-Spitzenpolitikern

„Querfront vom Feinsten“ frohlockte der extrem rechte Compact-Chefredakteur Jürgen Elsässer bereits am 16. Juli in seinem Blog über die neue RT-Doku „Soft Occupation“ zur vermeintlichen US-Besatzung Deutschlands und traf damit den Kern des Films. Das antiamerikanischen Machwerk des russischen Staatssenders deckt nämlich weniger eine vermeintliche US-Besatzung auf, als dass sie die putintreue Querfront in Deutschland aus Verschwörungsideologen, Identitären und Politkern aus der Afd- und Linkspartei präsentiert.

Zu Wort kommen als selbsternannte „Experten“ neben klassischen Kreml-Propagandisten wie Willy Wimmer, der nicht nur lange mit Jürgen Elsässer zusammenarbeitete, sondern auch für KenFM und Sputnik schreibt und auf Veranstaltungen der völkischen Friedensbewegung anzutreffen ist, auch AfD-Politiker wie Hugh Bronson (Abgeordneter aus Berlin), Andreas Kalbitz (Landesvorsitzender AfD-Brandenburg) und Jörg Sobolewski (rechter Burschenschaftler, AfD-Bundestagskandidat und Identitärer) sowie der Verschwörungsideologe und Redakteur des rechten Verschwörungsportal NuoVisoTV Norbert Fleischer, der sich auch im Umfeld der Mahnwachen und Pax Terra bewegt. Weitere Gesprächspartner, die die These, Deutschland würde von den USA kontrolliert, unterfüttern sind Jürgen Elsässer, der bereits verstorbene Udo Ulfkotte (KOPP-Autor und Rechtspopulist) und die beiden Bundestagsabgeordneten der Partei Die LINKE Wolfgang Gehrcke und Alexander Neu, deren Auftritt in diesem stramm rechten Potpourri allerdings kaum mehr verwundert, fallen sie doch schon lange als Putinpropagandisten im Querfrontmilieu auf.

Diese Zusammenstellung an Protagonisten überrascht noch weniger, wenn man schaut, wer diesen Film produziert hat: Diese „Dokumentation“ stammt aus der Feder des „Eurasiers“, Compact-Autoren und Identitären Jurij Kofner aus München, der sich bereits in der Vergangenheit regelmäßig als Netzwerker bei linken und rechten Kremlfreunden einschmeichelte.
Kofner betreibt das „Center for Eurasian Studies“, das sich früher „Zentrum für Kontinentale Zusammenarbeit“ (ZKZ) nannte und schon mehrfach medial thematisiert wurde [siehe hier und hier). Er fungiert als ein Bindeglied der moskautreuen Querfront in Deutschland und Österreich. Weitere Mitglieder des „Center for Eurasian Studies“ sind u.a. der österreichische Identitäre Maximilian Dvorak Stocker, Philipp Liehs (Vorstand des weit rechts außen-Flügels der Afd „Patriotischen Plattform“), der Dresdener AfDler Alexey Yakovlev aber auch der „Chef“ der „Antiimperialistischen Aktion“, Tobias Pfennig (aka Tobias Nase), über den wir schon mehrfach berichtet hatten. Kofner und Pfennig veranstalteten im Juli 2016 zusammen mit der „Identitären Bewegung München“ eine Veranstaltung zu „Putinismus“. Insofern ist es nur konsequent, dass Kofners Machwerk erstmals am 12. August diesen Jahres auf dem „AfD-Russlandkongress“ in Magdeburg öffentlich zur Präsentation kam, der zusammen mit der rassistischen Propagandaschleuder Compact von Jürgen Elsässer ausgeführt wurde.

Screen: Jürgen Elsässer Blog
Der AfD- Kongress richtete sich gegen den Einfluss der NATO und forderte ein engeres Deutsch-Russisches Bündnis, sowie die Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland. Kofners Film, der nicht nur behauptet, die USA würden sowohl das Deutsche Heer, sondern auch die öffentliche Meinung kontrollieren, passte hier perfekt in den Rahmen.
Im Interview mit Kofner meint Norbert Fleischer (NuoVisoTV) zum Beipsiel, dass das Hausrecht der Amerikaner in der Bundesrepublik „wahrscheinlich im Bett von Frau Merkel“ endet. Und der Linkenpolitiker Alexander Neu, der wie sein Kollege Wolfgang Gehrke entgegen eines Parteibeschlusses die Mahnwachen unterstützt, weiß über die Funktion des Militärstützpunktes Ramstein zu berichten:


„Deutsches Territorium […] wird [den USA] zur Verfügung gestellt, um illegales Töten der USA möglich zu machen; Deutsches Territorium wird zur Verfügung gestellt, um einen Truppenaufmarsch gegen Russland zu ermöglichen. Das ist ganz eindeutig!“ [vgl. „Soft Occupation“ min 00:10:00]

Desweiteren, so Neu, würden die USA mit Wohltätigkeitsangeboten und Austauschprogrammen ihre Vormachtsstellung in Deutschland sichern und über Indoktrination junger Journalisten ihre Kontrolle halten, eine These die Jörg Sobolewski, Bundestagskandidat der AfD, mit persönlichen Anekdoten zu unterfüttern weiß.

Screenshot: Jurij Kofner bei Facebook mit Wolfgang Gehrcke (oben) und Alexander Neu (unten) , die Fotos sind u.a. überschrieben mit: „Freiheit für das Deutsche Vaterland! P.S. Ceterum censeo Carthago delenda est, also #Merkelmussweg“

Jörg Sobolewski, der seine Nähe zu den vom Verfassungschutz beobachteten Identitären leugnet und in der Vergangenheit seine Homophobie mit dem Verbrennen einer Regenbogenfahne unterstrich, wird als Ex-Juso und Student vorgestellt. Er berichtet davon wie er in seiner Juso-Zeit von den USA mit Angeboten zu attraktiven Austauschprogrammen, kostenlosen Reisen und Vergünstigungen umgarnt worden sei. Diese und ähnliche Erzählungen bilden den roten Faden durch den Film, sowie dass die Interviewten unabhängig ihrer menschenverachtenden politschen Positionen neutral vorgestellt werden. So wird aus Udo Ulfkotte ein freier Journalist und sein Buch „Gekaufte Journalisten“ zu einem seriösen Sachbuch, dessen inhaltliche Brisanz, Ulfkotte womöglich das Leben gekostet haben könnte. Kofner vermeidet es hier eindeutig zu werden, suggeriert aber eine mögliche Verschwörung gegen Ulfkotte. Am Ende beklagt der Film, dass es im Nachkriegsdeutschland unmöglich geworden sei, einen starken Nationalstolz zu haben. Ob Alexander Neu und Wolfgang Gehrke, mit denen Kofner sich beim Händeschütteln fotografieren ließ, das auch so sehen? Wer weiß? Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Zusammenarbeit der beiden Linkenpolitker mit dem Rechtsaußen, sowie der indirekte Auftritt auf dem AfD-Russlandskongress für beide keine Konsequenzen haben wird.

„Linkspartei und AfD scheinen auf den ersten Blick völlig gegensätzlich. Tatsächlich gibt es aber durchaus einige Gemeinsamkeiten, zum Beispiel in der Russlandpolitik. Sind links und rechts näher als gedacht?“ Ein Beitrag von FAKT

матрёшка

Die Verführbaren? – Russlanddeutsche vor der Wahl

Hackerangriffe, Fake-News, Trolle in sozialen Medien – online wird politisch Stimmung gemacht

Hackerangriffe auf das Wahlkampfteam des französischen Präsidenten, Fake News in sozialen Netzwerken, auch in Deutschland. Experten vermuten dahinter Putins Strategie, westliche Gesellschaften zu destabilisieren.
Zwischen den Fronten: rund vier Millionen russlanddeutsche Aussiedler. Viele der hier lebenden Russlanddeutschen fühlen sich ihrer alten Heimat oft noch stark verbunden. Sind sie deshalb anfällig für russische Propaganda?
Ein Indiz dafür waren die Demonstrationen Tausender Russlanddeutscher gegen die deutsche Flüchtlingspolitik. Der Auslöser war die angebliche Vergewaltigung einer 13-jährigen Russlanddeutschen durch Flüchtlinge. Aber nicht nur solche bewusst gestreuten Fake News sind Ursache des Unmuts. Für die schwierige Integration vieler Spätaussiedler ist die deutsche Politik mitverantwortlich.
Irina musste 18 Jahre lang warten, bis sie als Spätaussiedlerin ihrer Mutter nach Deutschland nachreisen durfte. Sie kam im Sommer 2015, genau zur gleichen Zeit, als die große Flüchtlingswelle nach Deutschland schwappte. Für sie gab es damals keinen «großen Bahnhof», wie in München, wo Hunderte Bürger Flüchtlinge freundlich empfingen und beklatschten. Heute lebt sie mit ihrem Sohn in Nürnberg, wo es eine der größten russisch-deutschen Communitys Deutschlands gibt.
Dabei ist eine gute Integration dieser Menschen wichtig, sind sie doch die größte Immigranten-Gruppe mit Wahlrecht. In den letzten Jahrzehnten gehörten sie überwiegend zur Stammwählerschaft der Unionsparteien. Mit der Flüchtlingswelle kippte aber die Stimmung. Die AfD hat das erkannt und wirbt massiv um ihre Stimmen.

Das Filmteam taucht in eine der größten russisch-deutschen Communitys Deutschlands ein, in Nürnberg. Es begleitet drei Generationen einer russisch-deutschen Familie beim Ankommen in Deutschland.

Ein Beitrag vom Bayrischen Rundfunk – DokThema

Sie sind die größte Migrantengruppe mit Wahlrecht: Die sogenannten Russlanddeutschen. Indizien verdichten sich, dass die Russlanddeutschen nun im Fadenkreuz von Putins Propaganda sind – und auch anfällig dafür sein könnten: Zehntausende Russlanddeutsche demonstrierten Anfang 2016 gegen die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel.
Wieso verfängt Meinungsmache bei einigen von ihnen so leicht?

Ella Schindler, Russlanddeutsche und Journalistin
Ella Schindler, Russlanddeutsche und Journalistin

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Bestimmte Bevölkerungsgruppen aus der ehemaligen Sowjetunion – und dazu zählen auch Teile der Russlanddeutschen – haben sehr lange so gelebt, dass es nicht darum ging, ihre freie Meinung zu sagen oder sich groß überhaupt zu erlauben, nach links oder rechts zu denken. Und dann kommen die russischen Nachrichten und auch die Inszenierung von Wladimir Putin bei ihnen auch gut an, weil das ist das, was sie kennen.
Und Putin zeigt sich so als ein Mann aus dem Volke, ein Mann, der ein offenes Ohr hat für die Bedürfnisse und Belange der Menschen. Und gleichzeitig ein Mann, der das Land fest im Griff hat. Und diese gewisse Sehnsucht nach der Politik der harten Hand ist bei einigen Russlanddeutschen auch zu spüren. Das würden sie sich auch für Deutschland teilweise wünschen.“

Unzufriedenheit durch Integrationsprobleme

Unzufriedenheit ist wohl ein Schlüsselwort für diese heftigen Reaktionen, denn die Integration wird den Russlanddeutschen in Deutschland nicht unbedingt leichtgemacht. Zum einen mussten viele bereits hart dafür kämpfen, überhaupt nach Deutschland einwandern zu dürfen. Hier eine Existenz aufzubauen, ist ebenfalls mühsam:  So kommen auch hochqualifizierte Männer und Frauen nicht in ihren Berufen unter, denn die Ausbildungen werden in Deutschland oft nicht anerkannt.

Viele Jahre Arbeitslosigkeit oder Aushilfsjobs sind nicht selten die Folge. Allerdings hapert es bei den Aussiedlern teilweise auch an der deutschen Sprache: Aus Angst vor Diskriminierung haben viele der Familien in Russland nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch Russisch gesprochen und dabei ihr Deutsch verlernt.

Russlanddeutsche – für die AfD?

Die Politik hat diese Integrationsprobleme offensichtlich bislang nicht ernst genug genommen, die Russlanddeutschen fühlen sich von den Parteien oft übergangen. Aus Dankbarkeit gegenüber dem früheren Bundeskanzler Helmut Kohl, der sich für die «späte Heimkehr» der deutschstämmigen Russen in den frühen 90ern stark gemacht hat, wählten sie traditionell die Unionsparteien. Bislang zumindest.
Die AfD hat das Potenzial der Spätaussiedler erkannt: Weniger Flüchtlinge und ein besseres Verhältnis zu Russland – damit will die AfD bei dieser wichtigen Wählergruppe punkten.  Und ihre Saat fällt bereits auf fruchtbaren Boden: im Pforzheimer Stadtteil Haidach, wo besonders viele Russlanddeutsche wohnen, fuhr die AfD ein Spitzenergebnis bei den Landtagswahlen ein. Der AfD-Kandidat holte das Direktmandat.

Viele Russlanddeutsche fühlten sich durch die Ereignisse im Sommer 2015 ungerecht behandelt – angesichts der Flüchtlinge, die mit Applaus begrüßt wurden, während sie sich immer noch nicht willkommen in Deutschland fühlten.

Wahlmanipulation – online

Wahlen manipulieren mit Hilfe des Internets – Hackerangriffe auf Clinton oder Macron waren bereits ein Vorgeschmack. Auch bei der Bundestagswahl werden solche Angriffe erwartet. Gegen die CDU oder die Konrad-Adenauer-Stiftung hat es schon welche gegeben. Ob wirklich Daten abgeflossen sind, kann nicht sicher gesagt werden. Doch Experten erwarten, dass mit Auszügen aus den gehackten Daten die öffentliche Meinung beeinflusst werden könnte.
Schon seit 2004 beobachtet die IT-Sicherheitsfirma Trend Micro, dass hinter den Angriffen, die auf der politischen Bühne weltweit passieren, immer die gleichen Hacker-Gruppen stecken. Verorten würden sie diese nach Russland. Beweisen kann man das allerdings nur schwer.

Richard Werner, Trend Micro
Richard Werner, Trend Micro

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Der Beweis ist in diesem Bereich sehr schwierig. Es sprechen aber alle Fakten dafür, sowohl die Angriffsziele als auch die Vorgehensweise, auch die Instrumente zeigen deutlich einen russischen Hintergrund. Die Nachrichtendienste in der Bundesrepublik Deutschland gehen geschlossen davon aus, dass hinter diesen Kampagnen tatsächlich russische Stellen stehen.“

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Boris Reitschuster, langjähriger Russland-Korrespondent des Nachrichtenmagazins Focus und Autor mehrerer Bücher über den russischen Präsidenten Putin
Boris Reitschuster, langjähriger Russland-Korrespondent des Nachrichtenmagazins Focus und Autor mehrerer Bücher über den russischen Präsidenten Putin

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Wladimir Putin hat das ja ganz offen zugegeben, für seine Verhältnisse, dass er die deutschen Bundestagswahlen versuchen wird, zu beeinflussen.

Er hat gesagt, ich kann nichts tun, wenn russische patriotische Hacker das machen werden. Und er hat noch gesagt, genauso wenig wie wir die amerikanische Präsidentschaftswahl beeinflussen werden, genauso wenig werden wir die deutsche beeinflussen.

Und wenn man Wladimir Putin kennt, wenn man diese Sprechweise kennt, wenn man die KGB-Denkweise kennt, dann ist das ganz eindeutig, dass er damit sagt, ich mache das.“

Trolle & Social Bots

Doch Stimmungsmache wird im Internet auch auf anderen Wegen gemacht. Im russischen Darknet kann man so gut wie alles kaufen: gefälschte Profile, Fake-News, Likes und Retweets – alles ist eine Frage des Geldes. Beim Weiterverbreiten von Fake-News oder beim Verfassen von Propagandakommentaren sind dann zum einen Social Bots am Werk. Das sind von Algorithmen gesteuerte Roboter, die programmierte Nachrichten absetzen.
Oder es kommen sogenannte Trolle zum Einsatz – das sind echte Menschen, die auf Anweisung handeln. Das Ziel aller Aktionen – so auch das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz: die öffentliche Meinung im Sinne der russischen Regierung zu beeinflussen.

Politiker halten ruhig

Und die deutschen Politiker? Sie halten ruhig. So richtig rühren will im Moment offenbar niemand am Thema Russland – zumindest nicht vor dem 24. September. Denn das könnte Wählerstimmen kosten.
Der Bundesnachrichtendienst und der Verfassungsschutz haben im Auftrag der Kanzlerin ein Jahr lang nach Beweisen für eine russische Desinformationskampagne in Deutschland gesucht – Medienberichten zufolge aber nichts gefunden. Ein Dossier wurde allerdings nie veröffentlicht.

Fazit

Die eigentlichen Opfer dieser Propaganda sind die Russlanddeutschen selbst. Denn auch wenn ihnen oft noch das Vertrauen in ihre neue Heimat fehlt, heißt das nicht, dass sie Putins langer Arm in Deutschland sind.
Sie wollen Teil der deutschen Gesellschaft sein. Man sollte sich also hüten, pauschale Urteile über Russlanddeutsche zu fällen. Ihre bessere Integration ist eine Aufgabe, die alle Parteien endlich ernst nehmen müssen.

Boris Reitschuster, langjähriger Russland-Korrespondent des Nachrichtenmagazins Focus und Autor mehrerer Bücher über den russischen Präsidenten Putin
Boris Reitschuster, langjähriger Russland-Korrespondent des Nachrichtenmagazins Focus und Autor mehrerer Bücher über den russischen Präsidenten Putin

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Ich glaube, die Mehrheit der Russlanddeutschen sind gute Staatsbürger, gute Demokraten, die sich hier wunderbar integriert haben. Und die jetzt ganz entsetzt sind, wenn sie dann im Fernsehen, in den Nachrichten, hören: die Russlanddeutschen, die 5. Kolonne Moskaus. Und das untergräbt langfristig auch deren Vertrauen. Und darum ist das so gefährlich, weil es von zwei Seiten einwirkt auf diese Gruppe der Russlanddeutschen.“


Quellen:

» BR Programmkalender Ausstrahlung (Archiv)
» BR Russlanddeutsche-Manipulation-Bundestagswahl (Archiv)
» BR Bundestagswahl-Russlanddeutsche-Manipulation (Archiv)

» Welt Kommentare Russlandddeutsche: Eine Minderheit, die keine sein will


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Sowjetische Denkmaldebatte Teil I – Oleg Muzyka vs. Michael Pardon

Защитим тех, кто победил фашизм!

Am 14. September 2017 startet unter dem Motto: «Защитим тех, кто победил фашизм» vor der polnischen Botschaft in Berlin-Grunewald eine Aktion der DKP als Veranstalter, als Gastgeber wird auf Facebook Oleg Muzyka angegeben, verantwortlich laut Muzyka ist ein: Michael Pardon!
Anlass dieser Veranstaltung ist die ab Oktober in Polen geplante Entfernung sowjetischer Denkmäler, worüber auch der MDR (als nicht alternatives Medium) im August berichtete.

Bereits Anfang September demonstrierte die Antiimperialistische Aktion unter dem Motto: «International Protest against the demolition of Soviet Monuments in Poland» rund um Tobias Pfennig (Nase), Vera Stegschuster, Dagmar Henn und weitere vor der polnischen Botschaft in München.
Der Propaganda-Sender Sputnik hatte über diese Aktion in Zusammenhang mit der Partei Zmiana (Mateusz Piskorski) ausführlich berichtet.
Über diese Aktion werden auch wir noch einen gesonderten Artikel mit Hintergründen aufbereiten, was allerdings noch etwas dauern kann, da wir terminlich gerade voll eingespannt sind!

Auf die Veranstaltung mit Oleg Muzyka können wir heute nicht näher eingehen, wir sind aber gespannt, ob es Ende der Woche ein paar Fotos dieser Aktion geben wird, was wir dann entweder hier miteinander verbinden oder was neues dazu schreiben, je nachdem.
Heute wollen wir uns erstmal vorrangig dem Verantwortlichen widmen, Michael Pardon, der eine sehr interessante Vita aufzuweisen hat und wir uns schon fragten, wie Muzyka zu diesem Mann kommt? Durch Brigitte Queck? Naheliegend ist es…


Die Facebook-Veranstaltung

Ende letzter Woche hat Oleg Muzyka diese, oben gennante Veranstaltung auf Facebook erstellt:

Bisher nehmen folgend; teils bekannte Personen an der Veranstaltung teil, haben auf unsicher geklickt bzw. wurden von Oleg Muzyka eingeladen:

Besonders entzückend fanden wir die Werbung für Heinrich Buecker/Anti-Krieg/Coop-Cafe; siehe Anna-News-Leak & vor allem: Wenn Nazis über Nazis schreiben ⇐ was bis heute, auch in Hinblick auf die Organisation CIS-EMO von Heinrich Buecker verteidigt wird!
Auch darf das homophobe Feindbild nicht fehlen, wie man sieht, ist die LGBT-Community Schuld am vermeintlichen Abriss der Sowjetdenkmäler bzw. machen sich aus Muzyka´s Sicht scheinbar darüber lustig. Der Kontext-Hintergrund zu diesem Bild – wird nicht benannt. Das Ganze haben wir nochmal extra festgehalten:

Homophobe Aktivisten unterstützen? Mit der DKP/KPD kein Problem!
Es bleibt spannend, wie sich der Querfront-Flügel von DIE LINKE hinsichtlich Muzyka entwickelt oder auch stagniert. Schein ja so, das Muzyka mittlerweile nur noch von kommunistischen Linken vs. Stasi-Verbänden Unterstützung findet. Wo wir auch annähernd gleich beim nächsten Thema wären, was von gemeinsamen Veranstaltungen mit Stasi-IM´s bis nach St. Petersburg mit Egon Krenz reicht:


Michael Pardon

Michael Pardon wird am 14. September 2017 Verantwortlicher der Veranstaltung mit Oleg Muzyka sein. Vergangene Veranstaltungen mit Muzyka sind nicht bekannt.
Lediglich die Info, das Michael Pardon 2014 zum Thema «Die Krim ist verloren» (eine Veranstaltung der Peter Hacks Gesellschaft); ein Gespräch über «Wahrheit, Journalismus & Unabhängigkeit» mit Stefan Huth (Chefredakteur Junge Welt), Frank Schumann alias IM Karl (edition Ost, Verfasser des Buches über Julia Timoschenko «Die Gauklerin») führte.
Diese Veranstaltung wurde auch vom Stasi-Verband: Verband zur Pflege der Traditionen der NVA und der GT der DDR (vtnvagt) beworben. Edition Ost ist  u.a. der Verlag der Stasi-Vereine & Propagandisten, vom Verleger höchstpersönlich:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Laut dem Historiker Sven Felix Kellerhoff werden in den Texten des Verlags reihenweise Propagandalügen der SED aus dem Kalten Krieg aufgewärmt und durch Geschichtsfälscher die Stasi- und DDR-Verbrechen verharmlost. (Quelle: Wikipedia)

Auf der Veranstaltung der Peter Hacks Gesellschaft wird Pardon wie folgt beschrieben: «von 2007 bis 2012 Direktor eines Landwirtschaftsbetriebes in der West-Ukraine».
Die Staatliche Universität für Wirtschaft und Finanzen Sankt Petersburg hingegen titelt ihn als «Doctor of Engineering Science»!

Wie wir weiter herausfinden konnten, war Pardon früher einmal in der WASG und auch später bei DIE LINKE.
Auf die verwiesenen Links auf Abgeordneten-Watch können wir leider nicht mehr zugreifen, Archivlinks sind ebenfalls nicht vorhanden.
Lediglich eine Kommentar-Strang auf Spiegel-Online ist noch erhalten geblieben.

Mittlerweile ist Michael Pardon (mit Stand 2015) in der KPD und wird dort als Vorstandmitglied des ZK im Landesverband Berlin geführt. Er und Brigitte Queck werden sich mit Sicherheit kennen. In der Festveranstaltung aus 2015 kann man unten stehende Rede von Michael Pardon nachlesen:

Die besten Einträge zu seiner Person in Form eines gut ausgestatteten Lebenslaufes fanden wir auf der Verlagsseite: VWM (Verlag für Wirtschaftsinformation und Marktforschung), denn ansonsten lässt sich kaum etwas über ihn finden, noch ist er in den sozialen Netzwerken vertreten! Ein kleiner Auszug seiner Vita:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Michael Pardon wurde im Oktober 1947 geboren und wuchs als Ältester von fünf Geschwistern im schönen Vogtland auf. 
Die Mutter war Heimarbeiterin im Großbetrieb für Abzeichen und Orden in der DDR, der Vater Maurer. 
1966 schloss der junge Michael an der EOS das Abitur und ebenso die Berufsausbildung zum Werkzeugmacher erfolgreich ab.

Er ging zur Nationalen Volksarmee und studierte an der Offiziersschule Raketen-Elektronik. 
Herr Pardon beendete vorzeitig das Studium als Ingenieur und wurde an die Militärakademie nach Leningrad delegiert. Dort studierte er militärische Automatisierungstechnik und wurde Diplom-Ingenieur – der erste Akademiker in der Familiengeschichte bis dato. 
1973 kam der junge Mann zurück in die DDR und übernahm bei der Luftverteidigung der DDR wachsende Verantwortung auf dem Gebiet Automatisierte Führungssysteme - bis Herbst 1990.

Über eine bundesweite Ausschreibung erhielt die junge Ostberliner Firma 1991 den Auftrag, die Umweltdatenbank der Treuhand aufzubauen - eine Münchner Rüstungsschmiede als Projektpartnerin wurde «erwünscht», doch «Ost führte West». Unglaublich auch die unsägliche Privatisierungspolitik der «Treuhand». 
Im Laufe der kommenden Jahre kamen weitere Firmen von Dr. Pardon hinzu. Gemeinsam mit seiner Frau Inge, einer promovierten Historikerin, mit er seit 1968 verheiratet ist und einen Sohn hat, gründeten sie 1997 ein Fremdspracheninstitut. 
Hier werden Kurse wie Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Norwegisch, Schwedisch, Italienisch, ja Arabisch oder Türkisch und Deutsch für Ausländer angeboten.

Die Plattform: Thüringer Blogzentrale lieferte weitere, überaus spannende Anekdoten & Einsichten des Dr. Michael Pardon, wo sich dieser auch zwei Kommentaren selbst zu Wort meldete.
Schon bei der Draufsicht auf die «In Memoriam-Anzeige» seines Bruders Bruno, der zu Wende-Zeiten Suizid beging und das lesen der Überschrift der Thüringer Blogzentrale: «Bruno Pardon: ‹Opfer› der ‹Konterrevolution› 1989?» lässt erahnen, wohin die Reise gleich noch gehen wird…

Die Thüringer Blogzentrale schrieb dazu:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Michael Pardon klagt außerdem, dass sein ursprünglicher Text in der Thüringischen Landeszeitung nicht im originalen Wortlaut erscheinen durfte. 
Statt «Verderber» hätte dort eigentlich «Ratten» stehen sollen.
Bewußt provozierend wollte Michael Pardon mit seiner Anzeige in Thüringer Tageszeitungen eine Debatte über die «wirkliche» Friedlichkeit der «Friedlichen Revolution» in Gang setzen.

Das verwundert alles nicht. Im Jahr 2015 unterschrieb er unter «Oberstleutnant a.D.» den Aufruf der Stasi-Verbände: «Soldaten für den Frieden», hier präsentiert auf der Plattform von vtnvagt.de!
Interessant dabei ist, das man sich über Rückmeldungen «anerkannter Persönlichkeiten» besonders über das rechte Compact-Magazin freute und auch die Ständige Publikumskonferenz von Maren Müller wird hier, neben Sputnik, RT Deutsch & Co. positiv erwähnt:


Inge(borg) Pardon, St. Petersburg & Egon Krenz

Ingeborg und manchmal (oder früher) auch nur Inge Pardon – hat auch einige interessante Geschichten aufzuweisen. Sie ist die Frau von Michael Pardon.
Dem Lebenslauf der St. Petersburger Universität zu entnehmen, studierte diese in der DDR das klassische Fach Geschichte & Deutsch und war später an der Leningrader Universität beschäftigt.
Es folgten «politische Arbeiten» im Zentralrat der FDJ und später im Zentralkomitee der SED. Ab 1985 bis 1992 war sie stellvertretende Direktorin im Zentralarchiv der SED, was später -nach der Wende- die «Stif­tung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR» wurde.

Ab 1990 gab es Vorwürfe der Dokumentenvernichtung [1] [2] im ehemaligen SED-Archiv, was 2010 und 2015 in mehreren Artikeln [3] [4] [5] der DIE WELT, auch anhand von Dokumenten «bestätigt» wurde:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Nun aber hat ein ehemaliger SED-Funktionär sein Schweigen gebrochen und WELT ONLINE brisante Schriftstücke zu einem der größten Aktenvernichtungsfeldzüge in der deutschen Geschichte übergeben. 
Die Briefe, Vermerke und Rechnungen zeigen, dass die PDS noch immer wie eine kommunistische Kaderpartei tickte, als in der DDR längst der Frühling der Demokratie angebrochen war.

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Vernichtet werden sollten 15,9 Millionen Dokumente von historisch unschätzbarem Wert. 
Das Material wog über 100 Tonnen, es handelt sich um eine der größten Aktenzerstörungen der deutschen Geschichte. (Quelle: WELT)

Das nur einmal nebenbei erwähnt. Wir haben ja hier schon einige Geschichtsfälscher aus dieser Truppe im Blog festhalten können, die -auch wenn es teils nur kleine Lichter [1] [2] [3] in diesem Ewiggestrigen-Netzwerk sind- bis heute versuchen, die Geschichte im Sinne der Stasi umzuschreiben und denen zu drohen, die darüber berichten.
Propaganda, Manipulation, Geschichtsfälschung, das aufstellen (und auch glauben) von Verschwörungen und das verbreiten dieser & die geliebte Legendenbildung: macht auch die aktuelle Politik rund um den Propaganda- und Informationskrieg mit Russland und seinen Fake-News aus, in dem die Stasi-Vereine ordentlich mitmischen! [1] [2]

Inge Pardon fanden wir als Ingeborg Pardon auf der russischen Seite: novist.history.spbu.ru wieder. Dort ist sie zu sehen, wie sie Vorträge hält, aber auch ein Besuch von Egon Krenz in St. Petersburg ist fotografisch festgehalten, als dieser an der Staatlichen Universität in St. Petersburg mehr als 300 Studenten Auskunft über das Ende der DDR gab.

Inge Pardon im Oktober 2016 neben Egon Krenz in St. Petersburg:

Tja. Wie würde man jetzt sagen? Da hat sich Oleg Muzyka so «Connection-mäßig» ja nen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Alle Achtung! Es sumpft immer tiefer, was die «pro-russische Querfront» (um Muzyka) betrifft!
Wenn Studenten in St. Petersburg auf einer Universität von Egon Krenz lernen, wie «das Ende der DDR aus Stasi-Sicht» aussah, braucht man sich (auch) nicht mehr wundern, woher die Motivation für diesen Desinformationskrieg aus russischer Sicht kommt; in der von Anfang an und schon immer alte Seilschaften mitmischen!
Wie auch von den Stasi-Verbänden hier in Deutschland, wird diese Ideologie bewusst an die junge Generation weiter gegeben, wie hier im Blog schon mehrfach berichtet.

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Obwohl oder gerade weil sich der Altersdurchschnitt rapide erhöht, sind die Organisationen bemüht, besonders Einfluß auf jüngere Menschen zu nehmen. Die Internetauftritte wurden ausgebaut und bestimmen inzwischen einen großen Teil der Öffentlichkeitsarbeit. (Quelle: UOKG/Stacheldraht, Seite 7)

Das Oleg Muzyka für seine Veranstaltung Michael Pardon gewählt hat, zeigt wieder einmal mehr, wie gut alte Seilschaften mit der heutigen Politik rund um den russischen Informationskrieg mit seinen Fake-News & dikatorischen Regimeliebhabern miteinander in Symbiose stehen; siehe hierzu u.a. auch der Artikel: «Alte Genossen – neu vernetzt»!

Es bleibt spannend!


матрёшка

Eurasien-Konzept findet Anhänger bei Linken und bei AfD

Links und rechts – näher als gedacht?

Linkspartei und AfD scheinen auf den ersten Blick völlig gegensätzlich. Tatsächlich gibt es aber durchaus einige Gemeinsamkeiten, zum Beispiel in der Russlandpolitik.

Ein Beitrag von MDR Fakt vom 12. September 2017

Zwischen den politisch weit auseinander liegenden Parteien Die Linke und AfD gibt es Parallelen bei der Einschätzung Russlands und der USA in der Weltpolitik. So findet das Konzept eines Europas unter russischer Führung – das sogenannte Eurasien – Anhänger in beiden Parteien. Dieses Konzept propagiert Eurasien als Gegenpol zur liberalen  westlichen Gesellschaft, er angeblich von den USA dominiert und gesteuert wird.

Wolfgang Gehrke (DIE LINKE)

Wolfgang Gehrcke, außenpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag
Wolfgang Gehrcke, außenpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag. Bildrechte: IMAGO

Prominenter Befürworter bei der Linken ist beispielsweise deren außenpolitischer Sprecher Wolfgang Gehrcke.
Der warb unter anderem in einem Film des staatlichen russischen Senders Russia Today für eine eurasische Union.
Die sei «ein Alptraum für die USA», sagte Gehrcke in dem Film. Denn «solch ein Europa» bedeute das Ende der amerikanischen Vorherrschaft auf dem Kontinent.

Hans-Thomas Tillschneider (AfD)

AfD-Abgeordneter Hans-Thomas Tillschneider spricht bei einer Podiumsdiskussion gestikulierend in ein Mikrofon
AfD-Abgeordneter Hans-Thomas Tillschneider spricht bei einer Podiumsdiskussion gestikulierend in ein Mikrofon. Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Solche Ideen einer zu beseitigenden Vorherrschaft der USA in Europa finden auch in der AfD Zustimmung. So sagte der Kulturpolitische Sprecher der AfD Sachsen-Anhalt, Hans-Thomas Tillschneider, im August auf einem Russlandkongress seiner Partei in Magdeburg, der westliche Liberalismus, der sein geistiges Zentrum an den US-amerikanischen Universitäten habe, sei am Ende. Zugleich warb Tillschneider dafür, sich mit den Theorien von Alexander Dugin auseinanderzusetzen.

Alexander Dugin

Der russische Publizist Dugin ist einer der exponiertesten Vertreter des Konzeptes eines Eurasien unter russischer Vorherrschaft. Seine Idee ist die sogenannte 4. Politische Theorie, die nach Liberalismus, Marxismus und Faschismus kommen müsse. Diese zielt laut dem Osteuropa-Experten der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Wilfried Jilge, letztlich darauf ab, einen Gegenentwurf zum westlich liberalen Europa zu schaffen – in Form eines eurasischen Raums unter russischer Führung.

Jurij Kofner

Einer, der Linke und Rechte für die 4. Politische Theorie und Eurasien gewinnen will, ist Jurij Kofner – der Macher des Films, in dem der Linke-Politiker Gehrcke zu Wort kommt. Der Film wurde auch auf dem Russlandkongress der AfD in Magdeburg gezeigt.

Was Kofner von der westlichen Gesellschaft hält, sagte er einmal in einem Interview deutlich:

Bild zu CSS Templates und Ideen für Zitate Heute wird Europa, insbesondere Westeuropa, zerstört durch einen Schmelztiegel von afrikanischen und arabischen Einwanderern.  Es entsteht eine Konsumgesellschaft und Gesellschaft der Schwulen und Lesben. 
Eine passive Masse von Konsumenten, die nur US-Waren und US-Kultur zu konsumieren fähig ist.
Und eine solche «undefinierte Bevölkerungsmasse in Europa» stelle keine Bedrohung für die USA dar.

Gehrcke distanzierte sich im Gespräch mit dem ARD-Magazin FAKT allerdings von seinem Interview in dem Film. Seine Vorstellung von der Eurasischen Union basiere «natürlich auf dem Selbstbestimmungsrecht, auf Demokratie, und nicht jede russische Vorstellung kommt mir da entgegen», sagte er.

Einig sind sich Anhänger des eurasischen Konzepts nach Einschätzung von Osteuropa-Experte Jilge in einer antiwestlichen Grundposition: «Dass angeblich Russland eingekreist ist und Amerika überhaupt auch verhindert, dass europäische Nationen wirklich souverän sein können.»

Dazu das vom MDR bereitgestellte Manuskript von Silvio Duwe:
Eurasien – Konzept findet Anhänger bei Linken und bei AfD


weitere Quellverweise:

» Russland-Kongress der AfD – die Russland-Affäre (Jonas Mueller-Töwe für t-online)
» Faktenfinder: AfD-Russland-Kongress (Silvia Stöber für ARD tagesschau)
» Pro-russische Netzwerke: Moskautreue Rechte (Patrick Gensing & Silvia Stöber für ARD/tagesschau)
» Rechte Putin-Fans tagen in Sachsen (BNR von Theo Schneider)


Friedensdemo-Watch

ZDF-Doku: Rechte Propaganda gegen Links

Eine Demo der Identitären wird in Berlin blockiert @ RechercheNetzwerk Berlin 2016

25 Jahre nach Rostock Lichtenhagen wüten Rechtsradikale, die lange euphemistisch zu „besorgten Bürgern“ verharmlost wurden, wieder offen gegen Geflüchtete und politisch Andersdenkende und werden aller Wahrscheinlichkeit nach bald durch die AfD mit einen parlamentarischen Arm ihres reaktionären Weltbildes im Bundestag vertreten sein. Dennoch ist Bundesinnenminister Thomas De Maiziere bemüht, einen gefährlichen „Linksextremismus“ herauf zu beschwören, auf den sich der Fokus zu richten habe. Viele Medien folgen der Lesart und jüngst strahlte ZDFinfo passend eine TV-Doku mit dem Titel „Radikale von Links – Die unterschätzte Gefahr“ aus.

Screenshot: ZDF-Doku „Radikale von Links-die Unterschätzte Gefahr“

Der Versuch einer objektiven Auseinandersetzung mit dem vermeintlichen Thema „Linksextremismus“ sollte dabei kritisch betrachtet werden. Die sachlich gedachte Herangehensweise unter Hinzuziehung namhafter Wissenschaftler dient allenfalls der Auslegung im Sinne des Bundesinnenministers. Die Taz hat sich dieser Doku angenommen und spricht von einer skurrilen Dokumentation, die rechte Gewalt relativiert.

Zweifelhafte Gesprächspartner aus dem Umfeld der neuen Rechten

Auslegungsstärkster Interviewpartner der Dokumentation ist Klaus Schroeder, FU Berlin, der 2015 eine Studie zu „demokratiegefährdenden Potenzialen des Linksextremismus“ veröffentlichte. Schröder, der auch hinsichtlich der Aufarbeitung der SED-Diktatur forscht, konstatierte, dass „Linksextremismus“ in breiten Teilen der Gesellschaft vertreten sei. In einem Interview mit Zeit Online zu seiner Studie bewertet der Wissenschaftler es bereits als „linksextreme Position“, wenn Bürger*innen sich für die Aufnahme von Geflüchteten aussprechen. Es war auch Schroeder, der die sogenannnte „Mitte“-Studie über Fremdenfeindlichkeit als „überzeichnet“, „reißerisch“, „belanglos“ und „interessengeleitet“ verriss, was von regressiver Seite, unter anderem von Beatrix von Storch, mit Freude aufgenommen und in sozialen Netzwerken hundertfach geteilt wurde.

Als willigen Helfer scheint ein weiterer „Linksextremismus“-Forscher Schroeder zu verstehen: Dr. Karsten Dustin Hoffmann, der ebenfalls in der ZDFinfo-Dokumentation zu Wort kommt, schreibt in einem Facebook-Posting:

Klaus Schroeder ist m. E. einer der fähigsten Politikwissenschaftler unserer Zeit (auch wenn er gegenüber seinen Doktoranden manchmal den „harten Hund“ raushängen lassen soll 😉 ) Im Hinblick auf die AfD zeigt sich der Extremismusforscher erfreulich unaufgeregt. Im Programmentwurf des Bundesvorstands erkennt er eine „moderate nationalkonservative Linie mit liberalen Einsprengseln.“

ZDFinfo stellt Hoffmann in der Doku neutral als Politikwissenschaftler vor, unterschlägt dabei aber, dass Hoffmann nicht nur „wissenschaftlich“ tätig, sondern selbst Protagonist der Neuen Rechten ist. 


Im September 2016 kandidierte er für die AfD Rotenburg/Wümme, wo er heute als Fraktionsvorsitzender im Kreistag sitzt.  Mit Karsten Dustin Hoffmann wird in dieser Doku also jemand unkommentiert zu Wort gebeten, der für eine Partei tätig ist, die für Hass und Hetze steht. Hoffmann, der in seiner Studienzeit  Landesvorsitzender des rechts-konservativen „Rings Christlich-Demokratischer Stu­denten“ war und Bereitschaftspolizist in Hamburg wurde, promovierte 2011 bei Eckhard Jesse über das Thema „Linksextremismus“ mit dem Fokus auf die  Rote Flora. Aber bereits Jesse, der Antisemitismus zum Instrument jüdischer Institutionen erklärt und dem Nationalsozialismus bescheinigt einen  „Modernisierungsschub“ in Deutschland bewirkt zu haben [1], ist seiner Extremismustheorie wegen umstritten. Gleichwohl ist Jesse Referent verschiedener Verfassungsschutz-Behörden, bei denen seine Theorien aufgegriffen werden.
Hoffmanns Doktorarbeit über Linksextremismus, die Handlungsempfehlungen „wie aus demokratischer Sicht am effektivsten mit Autonomen Zentren umzugehen ist“ an den Hamburger Senat enthält, wurde 2012 mit einem über 3000,- Euro dotierten „Preis der deutschen Hochschule der Polizei“ belohnt. Am 23. Oktober 2014 trat Hoffmann dann in der extrem rechten Bibliothek des Konservatismus auf und referierte über das Thema „Die militante Linke in Deutschland“. Ein auf der Webseite der ‚Bibliothek des Konservatismus‘ veröffentlichter Text über Hoffmanns Arbeit und Vortrag liest sich, als hätte dieser persönlich zu Thomas de Maizières Standpunkt, es gäbe in Deutschland ein gesellschaftliches Übergewicht in Sachen Rechtsextremismus, weshalb man gegen Linksextremismus vorzugehen habe, beigetragen. 

Und wie die Jungle World bereits 2016 schreibt, ist der angeblich sachliche Extremismusforscher und AfD-Mann Hoffmann – trotz seiner Verstrickungen in die neue Rechte – tatsächlich für die Erstellung des pädagogischen Begleitmaterials der von der Regierung geförderten Projekte gegen Linksextremismus zuständig. So auch für die Stiftung der Gedenkstätte Hohenschönhausen, wo Thomas de Maizière kürzlich medienwirksam an einem Projekt „Linke Militanz in Geschichte und Gegenwart“ mit Schüler*Innen teilnahm.


Doch Hoffmanns fragwürdige Forschungspraktiken sind lange kein Geheimnis. So schreibt beispielsweise
die Jungle World

„Auch Hoffmann neigt gerne zur Übertreibung. Er ist Sprecher der »Forschungsgruppe Extremismus und Militanz« (FGEM), die unter anderem »linksmotivierte Militanz« dokumentiert. Hoffmann und seine FGEM nehmen auch friedliche Blockaden und Verstöße gegen das Kunsturhebergesetz in die Statistik auf. Man muss kein Experte sein, um das politische Kalkül hinter der Zählweise zu erkennen. Je höher die Zahlen sind, desto größer wird die Legitimation für das eigene Weltbild und die eigene Forschungsgruppe.“

Protest gegen einen Naziaufmarsch 2016 in Berlin, mit „Linksextremismus“ hat das nichts zu tun. ©RechercheNetzwerk Berlin 2015

Die Dokumentation greift neben Schröder und Hoffmann auf weitere zweifelhafte Interviewpartner zurück. So kommt auch Prof. Uwe Backes zu Wort, der ein enger Weggefährte des vorbenannten Doktorvaters Hoffmanns, Eckhard Jesse, ist und mit diesem als Begründer des Hufeisenmodells der Extremismustheorie gilt. Demnach würden Rechts- und Linksextreme in gleicher Weise totalitäre Ziele anstreben, die sich ideologisch nur rudimentär unterschieden und sich letztendlich an ihren extremen Rändern wieder fast einander berührten. Die gesellschaftliche Mitte findet in dem Kontext einer wissenschaftlichen Analyse keine Berücksichtigung. Die Theorie ist wissenschaftlich stark umstritten, wird allerdings seit den 1980ern Jahren und bis heute von breiten politischen Kreisen gestützt. Wie bei Jesse, findet auch bei Backes die streitbare Agitation im Institutsleben kaum Beachtung. In einem bekannt gewordenen Fall am Hannah-Arendt-Institut, stellte sich Backes hinter die Thesen seines Mitarbeiters Lothar Fritze, der ausgerechnet am 60. Jahrestag des Attentats von Georg Elser auf Hitler, Elser eine „‚moralisch nicht zu rechtfertigende‘ Gefährdung Unschuldiger vorwarf – gemeint sind die getöteten Nazis sowie eine Kellnerin.“ Die Studierenden Zeitung der Ruhr-Universität Bochum kommentiert weiter wie folgt:

Nur der nationalkonservative Backes, der auch schon mal von einem “neurotischen” Umgang von Teilen der deutschen Öffentlichkeit mit der NS-Geschichte sprach und für eine “reine Wissenschaft” plädierte, die auch die Frage der tatsächlichen Kapazität der Gaskammern beleuchten und die tatsächlichen Opferzahlen des NS überprüfen müsse, zeigte sich solidarisch, stellte sich demonstrativ hinter Fritze und gegen den liberalen Institutsdirektor.“

„Wissenschaftler“ also, die ganz dem Duktus der Extremismustheorie des Bundesinnenministers sowie der Verfassungsschutzbehörden gefallen, was die jeweiligen Chefs der Landesverfassungsbehörden in NRW und Berlin, Burkhard Freier und Bernd Palenda, auch inhaltlich in der Dokumentation unterstützen. So verwundert es nicht, dass ZDFinfo die Zahlen der Ermittlungsbehörden zu ‚Politisch motivierter Gewalt‘ sowie Mordopfern unkritisch übernimmt oder wirre Bezüge heutiger Linksradikaler zur RAF herstellt. Die Kritik an den veröffentlichten und immer wieder zur Gleichsetzung von Linken mit Rechtsradikalen und Neonazis herangezogenen Statistiken reicht dabei bis in das dem Linksextremismus unverdächtige Bundeskriminalamt und der Polizeigewerksschaft ‚Bund der Kriminalbeamten‘. Wesentliche Kritikpunkte bestehen in der Abgrenzung der Datenerhebung. Der propagierte enorme Anstieg lässt sich – wie auch in der Dokumentation erwähnt – durch Demonstrationen erklären. Was hingegen nicht erwähnt wird, ist, dass seit 2014  im Zuge von Pegida & Co. vermehrt bundesweit auch eine Vielzahl von Gegendemonstrationen stattfanden, in deren Zusammenhang auch mit Mitteln des zivilen Ungehorsams wie z.B. friedlichen Blockaden, das Erstarken der Bewegung zu verhindern versucht wurde. Es ist hinlänglich bekannt und im Rahmen der Thematisierung von Polizeigewalt bei den G20-Protesten einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich geworden, wie die Agitation der Exekutiven in der Praxis aussieht. Zumeist werden von Polizist*Innen bei Räumungen von Blockaden Anzeigen wegen Widerstand oder Körperverletzung gestellt. In den meisten Fällen werden die Verfahren eingestellt. Von der Statistik erfasst werden diese Fälle dennoch. Das Antifaschistische Infoblatt hat sich 2010 näher mit dieser Thematik befasst und dies in einem Artikel mit dem treffenden Titel „Statistische Mogelpackung“ veröffentlicht.

Ähnlich verhält es sich mit den Zahlen in Bezug auf Mordopfer politisch motivierter Gewalt. Warum sich ZDFinfo hier lediglich auf die offiziellen Zahlen stützt, während andere Medien schon viel weiter sind, lässt sich nicht erklären. Dabei belegen sog. ‚kleine Anfragen von Mitgliedern des Bundestages immer wieder die Lücken in der Statistik hinsichtlich Tötungsdelikten durch z.B. Rechtsradikale und Neonazis. Die Süddeutsche Zeitung berichtet jüngst über  „Tote, die nicht zählen„:

„75 Menschen sind laut der aktuellen Statistik des Bundeskriminalamts (BKA) seit der Wende 1990 durch rechte Gewalt im vereinigten Deutschland zu Tode kommen. Einige Inititiativen wie etwa die Amadeu Antonio Stiftung kommen hingegen auf weitaus höhere Zahlen. Die Erhebung der Amadeu Antonio Stiftung, die sich auf Opfer-Chroniken von Journalisten, Forschungsinstituten und zivilgesellschaftlichen Organisationen stützt, zählt mindestens 178 Todesfälle seit dem Wendejahr.“

Kurz zusammengefasst unterstreicht die Dokumentation die weitere gefährliche Diskursverschiebung nach Rechts, die mit dem Protesten bei G20 wohl noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat. Und der Autor der Dokumentation Rainer Fromm, sowie ZDFinfo müssen sich die Frage gefallen lassen, warum sie hier propagandistisch miteinstimmen. Die Dokumentation dient anhand der Auswahl ihrer „Extremismusforscher“ sowie der unkritischen Übernahme unvollständig oder falsch geführter Statistiken, lediglich einer Propagierung, die trotz steigender Angriffe von „besorgten Bürgern“ bis Neonazis auf politisch Andersdenkene oder als fremd gewertete Menschen zunehmend Mainstream in Politik wie Gesellschaft wird: Der Feind steht links!
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[1] Vgl. Eckhard Jesse: Philosemitismus, Antisemitismus und Anti-Antisemitismus. In: Uwe Backes, Eckhard Jesse und Rainer Zitelmann (Hrsg.): Die Schatten der Vergangenheit. Ullstein Verlag, Berlin 1990, S. 546.